#gemeckerfrei von Anfang an - Podcast 169

In this episode of the Gemeckerfrei podcast, founders Uli and Bernd Bott, who are also new grandparents, discuss how to approach the postpartum period (Wochenbett) as a sacred, protected time for the newborn and parents. They share personal anecdotes from their own families—how they delayed grandparent visits for weeks with their first child, how they now support a client family on Tenerife with low‑key help like dropping off soup or groceries, and how they balance multiple older children with a newborn. The conversation centers on setting clear boundaries for visits, offering non‑intrusive assistance, allowing parents to establish a rhythm with the baby, and encouraging grandparents and other relatives to step back unless explicitly invited. They stress the emotional processing parents undergo after birth, the importance of creating a “pause button” space free from external demands, and the value of passing on the Gemeckerfrei principles to the next generation. Throughout, they blend practical tips (e.g., meal drops, WhatsApp coordination) with reflective insights about forgiveness, learning from past parenting choices, and building a legacy of supportive, complaint‑free family relationships.
Chapters
Jetzt sind wir seit ein paar Tagen Großeltern und wir haben unser Enkelkind noch nicht gesehen. Dass dieses Wochenbett als was Heiliges auch betrachtet wird. Hallihallo und herzlich willkommen hier beim Gemecker frei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Schön, dass du hier bist. Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, Eltern von 4 gemeinsamen Kindern und ganz neu Großeltern, genau, von einem Enkelkind. Und außerdem sind wir Spiegel-Bestseller-Autoren, haben schon viele, viele tausend Eltern dabei begleitet, liebevolle Beziehungen in ihren Familien zu erschaffen. Freuen uns, dass du hier bist, und heute passend dazu, dass wir eben quasi da sie gerade ganz frisch Großeltern sind, was auch echt noch mal eine spannende Erfahrung ist und wir super neugierig sind, wie das alles werden wird, wenn jetzt gemeckerfrei in die nächste Generation sozusagen einzieht. Und haben aber passend dazu jetzt eine Folge für dich mitgebracht, nämlich gemeckerfrei von Anfang an.
Damit meinen wir gemeckerfrei wirklich von Anfang an. Also wie kann man sich eigentlich, vielleicht hörst du jetzt diese Folge auch und bist noch schwanger.
Oder hast vor, noch mehrere Kinder zu kriegen. Ja, genau.
Und dann geht es so um die, mal wie kann ich denn dieses Ankommen gestalten oder wie würden wir das empfehlen, wie haben wir das gemacht. Und wie machen es jetzt auch die zwei, drei?
Ja, wie machen es unsere Kids quasi, ne? Gemeckerfrei von Anfang an. Also wie geht denn gemeckerfreies Wochenbett? Wie geht denn dieses, wie schafft man es denn, sich gegen diese ganzen Konventionen zu stellen? Und das eine ist ja das aus der Elternsicht zu tun, und das andere ist es, aus der Großelternsicht sozusagen zu erleben. Und da wollen wir uns einfach bisschen drüber unterhalten, hoffen, dass wir dich inspirieren können, dass was für dich dabei ist, wo du sagst, ah cool, das nehme ich mir auf jeden Fall mal mit. Weil warum muss man eigentlich Dinge, die man schon immer so tut, wieder so tun?
Ja, und dann vielleicht kommen wir auch noch dazu, wenn wir uns nicht zu sehr verplappern, noch so ein bisschen das, was man sich eigentlich so als Gefühl Gefühle aus dieser Zeit merken und irgendwie ankern darf und so. Ja, weil das ist eine der schönsten Erinnerungen im Leben als Eltern, finde ich, wenn die Kinder so klein waren.
Genau. Also jetzt sind wir seit ein paar Tagen Großeltern und wir haben unser Enkelkind noch nicht gesehen.
Also nicht in live.
Nicht in live, nur ein Foto.
Foto haben wir schon gesehen.
Genau. Und Wir finden das vollkommen normal, richtig und würden das auch jedem empfehlen.
Wir haben es auch immer so gemacht.
Wir haben es auch so gemacht. Genau. Also bei unserem ersten Kind haben wir die Großeltern tatsächlich ganz schön lange auf die Folter gespannt. Stimmt. Ich glaube 4 Wochen oder so.
Ja, wenn man schon mehr Kinder hat, ändert sich das. Klar, weil du ja auch immer schon ein bisschen ganz gerne Unterstützung hast.
Ja, und weil die Kinder ja schon auch, also brauchen ja, haben ja schon ihre Freunde und so. Also das weiß ich, dass das so beim dritten, vierten war das einfach so, da waren, da ist es nicht. Aber das ist ja auch nicht so dieser Übergang. Ich finde, wenn man, aber man kann das natürlich auch da noch machen. Wir haben auch gerade eine VIP-Kundin, die hat uns erzählt jetzt neulich, dass sie das gerade auch bei ihrem dritten Kind das erste Mal gemacht hat, so ganz bewusst sich da diese Zeit zu nehmen, zu sagen, wir bauen jetzt erstmal unser Nest. Wir sind jetzt erstmal für uns, wir kommen jetzt erstmal miteinander an, wir gewöhnen uns jetzt aneinander, wir, na, wir verarbeiten Geburtserlebnisse, wir, ja, wir, wir wachsen in dieses Stillen und Kind versorgen und so weiter. Wir wachsen da jetzt erstmal rein. Und da, ne, die wissen, dass die jede Unterstützung haben können, die sie haben wollen, deshalb Deshalb sind wir ja auch hier gerade auf Teneriffa, weil die sich Teneriffa ausgesucht haben als Geburtsort sozusagen. Und dann haben wir gefragt, hättet ihr gern Unterstützung? Dann haben sie logischerweise gesagt, keine Ahnung, wissen wir nicht, haben wir noch nie erlebt. Und dann haben wir irgendwie so miteinander uns unterhalten und sind dahin gekommen, dass wir gesagt haben, okay, komm, wir kommen einfach auch auf die Insel, und wenn ihr was braucht, sind wir da, und wenn ihr nichts braucht, ist es wunderbar. Die wissen, die könnten eine WhatsApp schreiben und wir stellen ihnen einen Topf Suppe vor die Tür oder kaufen, gehen ihnen irgendwas einkaufen oder was sie brauchen, ohne den Anspruch, dass sie dann uns die Tür aufmachen müssen. Weil jetzt ist diese heilige Zeit, in der die sich als Familie finden dürfen.
Und wir haben das auch so ein bisschen, wir haben ja auch erzählt, wie wir es gemacht haben und so, also wir haben das auch so ein bisschen reingebracht vielleicht, ja. Weil uns das wichtig ist und uns stresst es jetzt auch nicht. Also ganz im Gegenteil.
Ja, also ich habe vorher schon gesagt, ja, auch aus der, noch mal aus der anderen Perspektive. Ich merke jetzt schon, also ich bin schon einfach, ich freue mich einfach. Also ich bin schon so, dass ich mich freue, wenn wir das Enkelkindchen dann kennenlernen. So, ja, also das ist, also wir sind auch, haben auch mitgebibbert natürlich und so alles. Also du bist, und das ist natürlich so, so ein bisschen ein komischer Zustand, weil du bist halt mit denen ja, mit deinen Kindern ja total eng und, und willst denen ja auch irgendwie alles Mögliche Gutes tun, auch in so einer Situation. Und das dann quasi, weißt aber gleichzeitig, du tust ihnen am meisten gut, wenn du jetzt gerade mal einen Gang zurückschaltest, wenn einfach klar ist, Wir stehen sofort da, wenn ihr wollt, dass wir kommen, aber wir stehen, wir bleiben auch so lange, wie ihr nicht wollt, dass wir kommen, weg. Und wir finden das auch gut, wenn ihr euch erst mal so die Zeit für euch nehmt.
Weil was ja, was ja viel passiert, wenn man, und das ist jetzt mal so, wenn du jetzt noch mal zurückgehst und selber, wenn es dich selber betrifft als, als Mama, als Papa, oder betreffen wird, dann immer wenn jemand kommt, man will ja doch wieder, dass es dann irgendwie ordentlich aussieht, ja, dann will man, dass man selber nicht ganz so zerflettert aussieht oder was auch immer, und dann so schnell will man ein bisschen was darstellen irgendwie, ne, so, das ist—
Da kommt so schnell Stress einfach rein, wo du nicht in dem Rhythmus flowen kannst, der gerade angemessen wäre. Ja, also ich weiß, dass als, als wir Eltern geworden sind, als eben der, der jetzt Papa, unser kleines Baby war, ne, da nach 4 Wochen oder so kam dann so verschiedene Verwandtschaft zu Besuch, und unser Sohn war bis dahin halt ein voll entspanntes Baby, und ab dem Moment war halt kein entspanntes Baby mehr, ja, und hat halt echt viel viel geweint, weil das ist ja auch, ne, andere Menschen bringen ja auch immer sich mit ihren Schwingungen, mit ihren Energien, mit ihren was weiß ich mit, und dann bist du vielleicht als Mama oder Papa, wenn du gerade, gerade als Frau, wenn du gerade, also wenn du gerade die Geburt hinter dir hast, ja, dein Baby auf die Welt gebracht hast oder ihm geholfen hast, auf die Welt zu kommen, je nachdem wie man es formulieren will, du bist ja einfach total weich, also du bist bist du einfach total, da ist es ja alles offen, das muss ja alles aufgehen, damit dieses Baby auf die Welt kommen konnte. Und du bist total weich, bist vielleicht auch von dem Geburtserlebnis an sich noch overwhelmed. Ich weiß gar nicht, wie sagt man denn auf Deutsch? Gut, das finde ich kein gutes Wort.
Ja, so erschöpft auch.
Nein, ich meine jetzt gar nicht mal, nicht unbedingt erschöpft, das auch, aber ich meine tatsächlich mehr so dieses Dass das läuft ja selten so ab. So eine Geburt läuft ja selten so ab, wie man das geplant hat, sag ich jetzt mal. Also du hast einfach da, egal ob es schneller ging, ob es langsamer ging, ob es heftiger war, ob es sanfter war, whatever. Du hast irgendwie damit zu tun, das zu verarbeiten und in dem Moment einfach, dass da keiner rein funkt und immer jemand da ist. Natürlich, wenn du Hilfe brauchst. Das heißt jetzt auch überhaupt nicht, Na, das heißt überhaupt nicht, dass man das nicht auch eine junge Familie sagen kann. Wir hätten jetzt gern mal, könnt ihr mal kommen? Würdet ihr uns mal helfen? Was auch immer. Oder wir wollen einfach gerne, dass ihr jetzt unser Baby kennenlernt und so. Alles gut. Nur die Initiative darf einfach von der, von denen ausgehen, die gerade dieses Baby bekommen haben und vielleicht sogar vom Baby ausgehen. Wenn du das Gefühl hast, das Kind ist eh noch irgendwie komplett zwischen den Welten, oder ihr habt noch nicht mal irgendwie das mit dem Stillen, klappt noch nicht rund, oder für das Kind ist es eh grad noch nicht so einfach. Ja, dann wirst du doch einen Teufel tun, da jetzt noch andere Menschen reinzuholen und zu sagen, komm, hau mal noch ein bisschen mehr Stress oben drauf, sondern dann einfach zu sagen, komm. Ob, wie hat unsere Tochter gesagt, ob ich mein Ob ich jetzt mich als Tante erlebe und das Kind kennenlerne, wenn es 3 Tage alt ist, oder wenn es eine Woche oder 2 Wochen oder 4 Wochen alt ist, spielt doch am Ende des Tages überhaupt keine Rolle. Und da hat sie halt einfach voll recht. Also klar sind die Neugeborenen super süß und so, das ist ja gar keine Frage, aber es geht an der Stelle einfach nicht um die Großeltern, es geht nicht um die Tanten, die Onkel, die sonstige Verwandtschaft, Mannschaft, sondern es geht ganz speziell um das neugeborene Kind und um die Eltern, und vielleicht sogar noch ein Stück mehr um die Mama.
Ja, sicher, die hat ja einfach auch körperlich ein bisschen sich zu erholen, sage ich mal, ja, Männer sich umzustellen und so weiter, ja. Das ist ja einfach das, wo ja auch so die, die Rolle als Vater und als Mann da an sich ist, halt der bestärkende zu sein, der natürlich auch mit dem Baby Bindung aufbaut, sich dafür Zeit nimmt und dafür auch die Ruhe hat. Weil das ist ja dann auch, geht er mit so einem kleinen Baby auch nur zu bestimmten Zeiten. Also wenn es gerade getrunken hat, kann man sich das mal auf den Bauch legen oder so, ja. Und dann will es aber wieder zur Mama oder will schon wieder trinken. Das kann man ja nicht so, da, ne. Und wenn jetzt auch noch Besuch kommt, dann ist es schon wieder 2 Stunden am Tag, wenn die, selbst wenn die nur 2 Stunden da sind, sind die schon wieder belegt. Dann ist schon wieder da nicht nicht die Zeit dabei, sich auf diesen Rhythmus einzulassen. Weil das Schöne, und das ist, ich will dir das auch, dass es ein Geschenk ist, dass du dich so auf diesen Rhythmus einlassen kannst, den das Kind gerade vorgibt an der Stelle.
Ja, und es geht tatsächlich, finde ich, auch mit einem zweiten oder mit einem dritten Kind. Wenn es dann so ist wie bei uns, als wir jetzt, als unser viertes Kind auf die Welt kam, na, da war der Älteste halt schon 9 wann die 9, 7 und 3, ja, da, da war es tatsächlich ein bisschen herausfordernd, uns auf den Rhythmus von dem Neugeborenen einzulassen, da, weil es den anderen Rhythmus halt auch noch gab, ne, mit Schule und was auch immer alles. Aber wenn du jetzt dein, wenn dein erstes Kind vielleicht 3 ist, wenn du ein zweites Kind kriegst, oder auch wenn du 2 Kindergartenkinder hast und ein drittes Kind kriegst. Ja, das sind alles Möglichkeiten, wo du auch, trotzdem du schon eine Familie hast, falls du eben uns jetzt zuhörst und halt weiteres Kind kriegst, wo du dich auch voll auf dieses Baby einlassen kannst. Und wo ihr da, das ist eine Chance für uns Menschen, Hingabe auf eine Art und Weise zu erleben, wie wir es sonst selten im Leben erleben können. Und was, wenn diese Zeit einfach was total Wertvolles für euch sein darf? Und wenn es— lass es doch das Normalste von der Welt werden, dass man Essen vor die Tür gestellt kriegt, wenn man das gerne möchte, und ansonsten in Ruhe gelassen wird, dass man Dass dieses Wochenbett als was Heiliges auch betrachtet wird. Dass natürlich die Hebammen oder Doulas oder wer halt da ist und Mama und Kind versorgt, klar, sind die wichtig. Aber ansonsten eben da so einen Schutzraum zu erschaffen, in dem Ankommen und dieser Übergang erlebt und bewältigt werden kann. Weil das ist es ja am Ende des Tages, es ist einfach ein krasser Übergang. Selbst wenn du schon Kinder hast und es nicht mehr so ist, dass du jetzt Mama oder Papa wirst, das ganze Familiengefüge verändert sich, wenn ein neues Kind dazu kommt.
Ja, und wenn, wenn du halt so einen Raum schaffst, so einen Space schaffst in dieser Zeit, Dann kannst du, also einerseits ist es halt für die, den Bindungsaufbau super wertvoll, auch eben mit schon älteren Geschwistern, weil die dann auch die Zeit und die Ruhe haben, diese Bindung schon mal aufzubauen. Und du schaffst halt eine, du schaffst halt auch diese Erinnerung dieser Zeit extrem, weil du so merkst, und für mich ist das jetzt, wenn wir so drüber reden, denken, kommt es ja mir auch noch mal so, und das war ein bisschen, Das war einfach wie so ein, wie so ein Pauseschalter. Ein bisschen. Es war so eine, war so komplett, ja, wie so ein Pauseschalter. So das Leben war. Aber wir haben auch irgendwie dann von außen fast nichts mitgekriegt und so. Haben ziemlich große Ereignisse auch eigentlich versäumt, in Anführungsstrichen, zum Teil, die so auf der Welt los waren und wir so, ach so, da war was, okay, an uns vorübergegangen. Und das ist total schön, also das ist einfach total wichtig dabei, weil so der, weil unser Fokus da so drauf war.
Ja, voll. Und wir wollen das einfach mit dir teilen, dass du dir erlaubst, dass du es beim nächsten Mal vielleicht anders machst, wenn du es bisher nicht so gemacht hast. Und dann wollen wir dich auch einladen, wenn du es nicht so gemacht hast und klar ist, du wirst nicht noch ein Kind kriegen, dass du dir selber vergibst, dass du es anders gemacht hast. Na, weil es wird immer neue Entwicklungen geben, die wir nicht mitbekommen haben zu der Zeit, als sie für uns relevant gewesen wären. Ich sage ja das auch immer wieder, vielleicht hast du es schon mal bei uns irgendwo gehört, dass ich sage, ich bin manchmal richtig wie ein bisschen in Anführungszeichen neidisch auf alle, die mit ganz kleinen Kindern schon all die Gemeckerfrei-Tools anwenden konnten weil als unsere Kinder so klein waren, kannten wir die ja noch nicht, weil wir hatten sie ja noch nicht entwickelt und mussten uns da erst unseren Weg durch dieses Dickicht selber suchen. Und nichtsdestotrotz, und da haben unsere Kinder es dann auch mal in Anführungszeichen abgekriegt. Deshalb sind sie ja auch die eigentlichen Helden hinter Gemeckerfrei und Gleichzeitig ist es eben wichtig zu erkennen, dass das überhaupt nichts nützen würde, sich da zu grämen oder ein schlechtes Gewissen zu haben, sondern es einfach nur so zu sagen: Okay, habe ich jetzt verstanden. Wäre cool gewesen, wenn ich das auch schon gemacht hätte. Kann ich kurz bedauern, kann ich mir selber vergeben. Und dann nimmst du es dir einfach mit und für das nächste Kind, das in deinem Umfeld irgendwo zur Welt kommt, da kannst du dann für die Eltern die bestärkende Person sein, die die Eltern dabei unterstützt, es anders zu machen. Und wenn das erst, als wenn du Großeltern wirst, ist, dass du dann deine Kids dabei unterstützt, es anders zu machen.
Ja, da kannst du, und das kannst du mit all diesen Dingen machen, die dir so aufgehen, wo du so ein bisschen so eine kleine Wehmut bekommst, sagst, ach, hätte ich nur, wäre ich nur, hätte ist eins der dümmsten Wörter in dem Fall, aber Aber lass den Gedanken mal kurz zu und mach dann eine Legacy draus. Also nimm das mit und sag ja, okay, dann guck ich ja wenigstens, dass meine Kinder das anders machen. Oder auch andere Verwandte, Bekannte, wie du gerade gesagt hast, ohne denen das jetzt aufzudrücken. Aber ich kann ja dann, wenn es bei denen so weit ist, das mal erzählen. Ich kann ja dann vorsichtig mal das so ein bisschen anmerken und sagen, du, wenn ihr wollt und wollt euch da, ich habe da volles Verständnis, wenn ihr euch so so ein Space da schaffen wollt und ich unterstütze euch da gerne. Ja, ich koche für euch vor oder was auch immer. Könnt ihr alles einfrieren und habt ihr da so, dann habt ihr es da leicht und so. Man kann ja da total viel unterstützen vorher. Kann dann, dann hat man auch das Gefühl, man ist beteiligt. Ja, und man ist auch dadurch beteiligt, dass man eben diesen Raum mithält, dass man, das ist okay, dass ihr das für euch macht. Und wir sind jetzt, wir schreiben jetzt auch nicht dauernd irgendwie, wann können wir jetzt sehen oder so, sondern halten uns da halb zurück, obwohl wir natürlich total neugierig sind. Also das ist ja klar, das ist ja, das ist ja auch schön, und das dürfen sie ja auch wissen, aber muss man nicht dann jeden Tag wiederholen.
Nein, um Gottes Willen.
Kannst du eben die Person sein, die das dann halt weitergibt, und damit ist es genauso gut.
Ja, und was du auch tun kannst, ich möchte noch kurz da anknüpfen, was du gesagt hast mit diesem Pauseknopf drücken und eben auch Erinnerungen schaffen, wo man so bisschen aus der Welt oder aus der Zeit gefallen ist, das ist ja auch heute für dich möglich zu sagen, okay, dieser Nachmittag, da verschwindet mein Smartphone irgendwo und ich werde es nicht mitnehmen und packe irgendwie ein Picknick und wir gehen zum Spielplatz oder machen irgendein Erlebnis und ich entscheide mich einfach, dass ich den ganzen Nachmittag über bei den Kindern bin, oder Wir haben das immer wieder auch gemacht, dass wir dann mit den Kids irgendwas gespielt haben, im ganzen Wohnzimmer die Holzeisenbahn aufgebaut haben und so, dann haben wir die Klingel ausgeschaltet, einfach weil Telefon aus, einfach um diesen Space zu haben, diesen Raum zu haben, wo niemand stören kann. Und das ist glaube ich auch was, was es in der heutigen Welt viel zu selten gibt, weil wir quasi ja immer erreichbar sind. Ja, und wenn du weißt, sonst hängen Zettel an die Tür und sagen, kannst schon klingeln, aber wir hören es nicht, weil wir sind gerade beschäftigt, wir sind im Niemandsland oder wo auch immer. Ja, und erlaub dir einfach da also zeitlose Räume zu erschaffen, in denen Begegnung passiert und wodurch Beziehung genährt wird.
In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuschauen und Zuhören.
Falls du den Podcast noch nicht abonniert hast, dann mach das jetzt. Das ist ein guter Zeitpunkt. Damit unterstützt du uns sehr und hilfst uns dabei, dass irgendwann deine Kinder sagen, wie gab es das mal, dass im Wochenbett sofort Besuch gekriegt hat. Ehrlich? Es gab Menschen, die haben Babys besucht, als sie noch weniger als eine Woche alt waren. Wirklich? Kann ich mir gar nicht vorstellen.
Vielleicht kennst du sogar eine Mutter oder eine werdende Mutter oder ein werdendes Paar, also ein werdendes Elternpaar, so würde ich sagen, und leitest ihnen die Folge einfach weiter, um sie damit zu inspirieren und genau das weiterzugeben.
In diesem Sinne, danke schön, alles Liebe, bis bald, mach's gut, tschüss.
More from Uli

Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









