Geschwisterliebe - Podcast 110

Bernd and a co-host share four principles for building strong sibling relationships: don't compare children, fairness is a myth so meet individual needs instead, celebrate each child's strengths, and prioritize the relationship itself. They draw from conversations with their own kids on Bali and give everyday examples like different play styles and varying needs for physical affection.
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Dadurch, dass für uns als Eltern die Beziehungen in der Familie immer an der ersten Stelle stehen, dadurch war das auch für die Kids so, dass die Beziehungen auch zu ihren Geschwistern an der ersten Stelle stehen. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie als und mit dir selbst. Schön, dass du eingeschaltet hast, dass du hier bist, zuschaust oder zuhörst und heute ja gespannt bist auf alles, was wir zum Thema Geschwisterliebe dir erzählen, genau, mit dir teilen wollen.
Genau, also geht's heute um die Beziehungen in der Familie, unter den Kindern, zwischen den Kindern quasi.
Genau, weil Weil, also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber für uns war das immer so ein riesengroßes Ziel, dass unsere Kids sich gut miteinander verstehen, weil irgendwie, ne, also dass die mit ihren Geschwistern auch sozusagen Freunde fürs Leben haben. Also das wollten wir einfach gerne, ne. Wir wollten ja auch gerne, dass wir als, als Familie, also dass wir tolle Beziehungen zueinander haben, auch wenn die Kids groß sind. Und da gehört natürlich auch dazu, dass die Kids zueinander gute Beziehungen haben, weil als Erwachsene dann eben ja, und ja, ich würde jetzt nicht mich mit unseren Kindern treffen wollen, wenn die die ganze Zeit sich anzoffen oder irgendwie das ätzend finden, dass sie Zeit miteinander verbringen sollen. Ja, da müssten wir irgendwie einen Terminkalender führen, wann wir mit wem uns treffen oder was. Ja, also vollkommen abstrus in unserer Welt. Für uns, also für uns war das ein großes Ziel. Und wenn es für dich auch so ist, dann haben wir hier so ein paar Sachen zusammengesammelt, die uns unserer Meinung nach für dieses Ergebnis entscheidend sind, die da unterstützen, helfen, dafür sorgen eigentlich, dass es so wird, glaube ich sogar, dass man das ganz gut in der Hand hat.
Am Ende des Tages.
Ja, weil es hat auch letztens bei Instagram jemand bei uns kommentiert und gesagt, ja, so eine gute Freundin sucht man sich ja aus, aber Geschwister sucht man sich ja nicht aus, mit denen muss man ja irgendwie klarkommen. Und also wir glauben halt, dass deine Kinder sich auf einer anderen Ebene sehr wohl als Geschwister ausgesucht haben und dass die nicht ohne Grund so zusammen zu euch in die Familie gekommen sind und dass die einfach auch genauso beste Freunde sein können, wie du mit jemand anderem bester Freund oder beste Freundin sein kannst.
Ja, lass uns den noch mal kurz da in diese spirituelle Ebene eintauchen, weil das finde ich ganz wichtig. Wir ja auch. Wir sagen ja auch immer, dass deine Kinder sind ja auch für dich ein Lernfeld. Die sind ja auch bei dir mit ihren Besonderheiten. Um dich bei deinen Besonderheiten zu unterstützen, um dir Dinge zu zeigen und dir einfach wundervolle Entwicklungschancen zu schenken. Und im Prinzip glaube ich, dass das die ganze Familie miteinander so hat. Also auch die Geschwister untereinander sind dafür da, sich gegenseitig besser zu machen, weiterzubringen, sich gegenseitig Wachstum zu ermöglichen. Und je mehr du darauf achtest, dass diese Beziehungen unter den Geschwistern eben auch gut sind, intensiv sind und eine gute Basis haben, umso mehr schenkst du ihnen eben auch diese ganzen Wachstumschancen, die da drin stecken.
Ja, voll. Genau. Und wir sind so drauf gekommen, dass wir diese Folge aufnehmen wollen, weil Unsere Tochter hat hier auf Bali, wir sind ja gerade auf Bali, hat sie eine alte bekannte Schulkameradin getroffen, die jetzt gerade hier Urlaub gemacht hat. Und dann kam sie wieder und hat gesagt, war so ganz betroffen und hat so erzählt, dass diese Schulfreundin eben ihre ältere Schwester, die auch zwei, die war zwei Klassen über ihr, also zwei Jahre älter plus minus, dass die sich nur noch auf Familienfeiern sehen, obwohl die eigentlich gerade mal 30 oder 40 Kilo Kilometer auseinander wohnen. Und die Anne so, oh, das kann sie sich ja überhaupt nicht vorstellen. Und also sie wäre so froh, dass das bei uns anders ist. Ja, und haben wir so gedacht. Ja, habe ich mich mit ihr so unterhalten und haben wir uns alle miteinander unterhalten und haben überlegt, wieso ist es denn anders bei uns? Ja, also weil ja, was bedeutet, es ist anders bei uns? Das bedeutet, dass unsere Kinder einfach sich gegenseitig unfassbar unterstützen, supporten und gerne miteinander sind. Also ist zum Beispiel total normal, die Anja hat jetzt wieder hier, die ist ja schon auch 22 und die hat jetzt ein paar Wochen wieder mit uns gewohnt und jetzt hat sie wieder hier ihr eigenes Apartment oder Zimmer, irgendwie eine Viertelstunde von hier weg, und morgen zum Beispiel trifft sie sie sich mit unserem mittleren Sohn, die machen zusammen eine Inseltour und fahren jetzt zusammen über die Insel. Oder dass der Kleinste zu seinem größten Bruder fliegt und mit dem zusammen auf ein Seminar geht. Oder dass jetzt zum Beispiel der Jakob den Jüngsten mit dem Roller zum Boxen fährt. Und die sind einfach, ne, die, die Es geht die ganze Zeit darum, wie passt es für dich, wie passt es für mich, wie machen wir es zusammen und in den unterschiedlichsten Konstellationen, ja, einfach zu wissen, okay, also und wir lachen dann auch drüber, zum Beispiel ist jetzt der Jakob ist so ein total, also der ist einfach sehr analytisch und super intelligent und wenn wir jetzt irgendein Spiel zusammenspielen, Siedler von Catan zum Beispiel und die Anja, die ist halt so eine Intuitive, so ja, was weiß ich, ich bau hierhin, weil das ist, da komme ich am besten hin, das am nächsten, und der Jakob ist halt der, der, der, der, das geht in Jakobs Welt überhaupt nicht, weil der natürlich dahin baut, wo die Wahrscheinlichkeit, dass er da die meisten Rohstoffe bekommt, am höchsten ist. Und das einfach da, aber dass dann beide darüber lachen können zusammen und einfach sich voneinander inspirieren lassen können, weil die Anja wird mathematisch und analytisch dadurch besser und der Jakob wird intuitiv und emotional dadurch gelassener.
Ja, und sie wertschätzen sich ständig gegenseitig auch dafür. Also sie sind dann immer so, dass sie sagen, boah, was du dir das alles merken kannst und so. Also was auch immer. Das ist total schön zu sehen, wie sie eben mit ihrer Unterschiedlichkeit nicht nur klarkommen, sondern die eben immer wieder schätzen.
Müssen können und sich damit gegenseitig inspirieren lassen und sich gegenseitig groß machen. Ja, verrätst du schon.
Genau. Ich bin so schlecht im Skript halten.
Kenne ich noch jemand hier?
Wenn man es zu zweit macht, dann geht es manchmal Chaos.
Also, aber ich habe ja, wir haben ja versprochen, wir schenken dir ein paar Punkte, wie du das auch umsetzen kannst. Und ich habe eben dann mich mit, mit unseren Kids hingesetzt und wir haben überlegt, haben gesagt, was hat, was sind die entscheidenden Punkte dafür, dass ihr euch als Geschwister so gut miteinander versteht? Und da ist eine Sammlung rausgekommen aus 4 Punkten, und die teilen wir jetzt mit dir. Der erste ist kein Vergleich.
Genau, der erste Mal die Kinder miteinander vergleichen.
Genau, und es passiert so schnell. Ich weiß, der ist aber schon mit 12 Monaten gelaufen und du bist schon 15 Monate und du läufst noch nicht, ne? Oder der hat dann geredet, der hat so gemacht, der hat so, ne? Einfach zu sagen, ich vergleiche, ne? Mach dir da, von mir aus, mach den Handyhintergrund oder hänge dir das irgendwo, schreib dir das irgendwo vors innere Auge, hängst an Kühlschrank, keine Ahnung, ne? So dieses, wir vergleichen unsere Kinder nicht miteinander, egal egal wie gut oder wie schnell der eine Radfahren gelernt hat, scheißegal, wann es der andere lernt. Jedes Kind hat Qualitäten und Fähigkeiten, und wir widersetzen uns dem Versuch oder diesem Gefühl, mein, du müsstest, oder dieser Drang, diesen Drang. Danke, ich habe noch den, der, da war so ein innerer Drang in mir, das Wort zu finden. Genau, also, ne, wie das, widersetzt sich diesem inneren Drang, deine Kinder miteinander zu vergleichen. Guck mal, der ist schon fertig mit den Hausaufgaben, der kann schon spielen, beeil dich doch damit, du auch spielen kannst. Ist die Pest, ja, wirklich, lass es ab sofort einfach weg. Also erstens, niemals deine Kinder miteinander vergleichen. Und wenn du es bisher mal gemacht hast, Schwamm drüber. Ab heute mach es einfach anders.
Und weil du ja gesagt hast, so mit dem Handy-Hintergrund, das ist halt total wichtig, dass du beachtest, wann machst du es schon, ohne es auszusprechen? Weil wenn du es da schon stoppst, dann machst du es halt auch nicht mehr laut, wenn du es im Inneren schon stoppst.
Das ist immer das, was gemeckerfrei auszeichnet, ist immer die Haltung. Und es geht nicht nur darum, es nicht zu sagen, sondern es geht darum, es nicht zu tun. Ja, zweiter Punkt.
Der zweite Punkt ist: Es gibt keine Fairness.
Und das ist was, das ich weiß.
Oh, merkst schon. Du darfst Kommentare schreiben. Wir freuen uns sehr über Kommentare, über alle Kommentare.
Genau. Es gibt keine Fairness. Und mein Lieblingsbeispiel wirklich immer und immer wieder. Und wer kann die alten Hasen hier? Kennst vielleicht noch erinnern, dass einer— ich hatte eine Freundin, die von ihrem Papa, also als Erwachsene war ich mit ihr befreundet, als unsere Kinder klein waren, und der, die hat von ihrem Papa einen Wäschetrockner geschenkt gekriegt, weil ihr Bruder auch einen Wäschetrockner gekriegt hat. Also weil der einen gebraucht hat, der wollte einen haben, deshalb hat der Papa dem Bruder einen Wäschetrockner geschenkt und aus Aus Fairnessgründen hat er meiner Freundin auch einen Wäschetrockner geschenkt, obwohl die viel lieber eine Getreidemühle gehabt hätte und den Wäschetrockner nie verwendet hat, weil die so wie wir auf der Ökoschiene war und die Wäsche halt aufgehängt hat. Und das ist für mich das einschneidendste Beispiel, dass es keine Fairness gibt, weil zwei Menschen das Gleiche zu geben Hat nicht für jeden die gleiche Wirkung.
Es ist sogar, und es wird ja auf Dauer auch nicht funktionieren. Ich meine, es funktioniert bei so was wie einem Wäschetrockner, weil du den quasi zweimal kaufen kannst. Rein theoretisch funktioniert das, hat ja nicht die gleiche Wirkung. Aber rein, wenn du es nur sachlich betrachtest, ja, hat halt jeder Wäschetrockner bekommen. Nur es gibt ja ganz viele Sachen, da ist es ja überhaupt nicht bezifferbar. Es ist ja, es ist ja in Wahrheit überhaupt nicht möglich. Wir versuchen es dann in solchen Momenten zu machen, da wo man es genau sehen kann, weil ich genau das einfach gleich mit der Gießkanne quasi verteilen kann. Aber das ganze Konzept ist totaler Unsinn. Und da sind sich sogar berühmte und alte und neue Philosophen einig, dass es keine Gerechtigkeit auch in dem Sinne gibt, weil es eben individuell ist. Das Einzige, was dann fair oder gerecht wäre, ist, auf jedes Bedürfnis einzugehen.
Genau, weil schau, weil ganz in ganz vielen Familien ist es so, dass ein Kind zum Beispiel total gerne kuschelt. Und jetzt wäre es ja totaler Unfug, das andere Kind, das nicht so gerne kuschelt, dazu zwingen, genauso viel zu kuscheln, weil du eben jetzt schon 10 Minuten mit dem anderen Kind gekuschelt hast. Genauso Unfug wäre es, dem anderen Kind zu sagen, du, heute kuschel ich nicht mit dir, weil ich habe mit deinem Bruder oder deiner Schwester heute auch noch nicht gekuschelt. Und dann sagen die Kinder so, hä, der will nicht, ich will, was ist das Problem? Ja, und da einfach, komm davon weg, jedem das Gleiche geben zu wollen, und stattdessen komm dahin, jedem das zu geben, was er gerade in der Situation braucht. Was hat das Kind gerade für Bedürfnisse und wie kann ich diese Bedürfnisse erfüllen? Wie kann ich die bedienen? Und in dem Moment, wo du das, wo du das auch formulierst, wo du einfach da auch drüber sprichst, also zum Beispiel weiß ich, war es bei uns so, dass unsere zwei ältesten Kinder haben in der siebten Klasse ein Smartphone gekriegt. Davor hatten die so ein Tastenhandy.
Ja, genau. Aber da muss man natürlich sagen, dass da ja die Smartphones auch erst aufkamen.
Ja, genau.
Also das war ja auch so neu, sozusagen.
Und als dann unser jüngstes Kind 9 Jahre später in derselben Situation war, also der hat, wenn der in der 5. Klasse ein Tastenhandy, wenn wir dem da versucht hätten, also das wäre schon schwer geworden, eins zu kaufen, sozusagen.
Ja, das sind dann noch so Seniorenhandys. Ja, irgendwie so.
Also da einfach zu sagen, die Welt hat sich da weitergedreht, das ist überhaupt nicht, das da wieder gleich zu machen, wäre einfach totaler Unfug gewesen. Aber darüber wieder zu sprechen und auch mit den älteren Kindern zu sprechen und zu sagen, du, ich weiß schon, bei dir war das so und das ist jetzt heute halt irgendwie anders, deshalb ist es jetzt hier so und Wollte einfach da offen drüber zu sprechen. Wir haben über diese Dinge immer offen gesprochen.
Die Nummer mit dem Handy haben sie gelacht.
Dann tatsächlich gesagt, ja, oder eben auch, wir haben die auch oft um Rat gefragt und gesagt, okay, wie? Also schau jetzt, wenn ich es jetzt so machen wollen würde, wie wir es bei dir gemacht haben. Aber es fühlt sich irgendwie auch komisch an. Was meinst du denn? Wie machen wir das? Also was ist ein cooler Weg? Wie fühlt es sich denn gut an? Und jetzt sind wir halt an dem Punkt, dass es für die Kids total klar ist, dass ihre Bedürfnisse gesehen werden und dass wir alles dafür tun, nach unserem besten Können und Wissen und was wir auch für gut erachten und so, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Und dadurch sind die emotional und auch ja auf allen Ebenen genährt. Und dadurch kommt aber keine Idee von Neid auf, sondern ganz im Gegenteil. Also einer unserer Söhne hat jetzt den Plan, einen Flugschein zu machen. Und da haben wir auch drüber gesprochen, wie man den finanzieren kann und so weiter. Und wo dann, wo er sich dann so ein bisschen geziert hat und so, das kann er doch nicht annehmen, wenn wir da was bezahlen und so, wo dann unsere Tochter auch gesagt hat, Ja doch, kannst du schon, und schau mal, ich habe das gekriegt und so und hier und da. Also da bestärken die sich wieder gegenseitig, dass das vollkommen in Ordnung ist, wenn jeder das kriegt, was er braucht, weil halt jeder auch weiß, dass er selber, wenn er was braucht, das auch bekommt. Und das ist jetzt egal, ob es um was geht, was Geld kostet, oder ob es darum geht, dass wir uns Zeit nehmen zu telefonieren, irgendwas reparieren, irgendwas besorgen, irgendwas zusammen erforschen.
Was auch immer.
Alles. Also der zweite Punkt ist, es gibt keine Fairness, es gibt nur individuelle Bedürfnisse. Und du kriegst dieses ewige Vergleichen der Kinder untereinander, also dass die Kids sagen, das ist aber unfair, das ist aber unfair. Das kriegst du wirklich raus, wenn du den Kindern das Gefühl vermittelst, durch das, wie du dich verhältst, dass ihre Bedürfnisse zählen und dass du alles dafür gibst, um die zu erfüllen.
Ja, und das eben auch drüber sprichst. Und es geht auch schon mit sehr jungen Kindern, dass du einfach sagst, okay, schau mal, der XY braucht gerade total meine Hilfe bei dem und dem. Wie ich kann jetzt, ich bin halt nur ein Papa, ich bin halt nur eine Mama gerade, und ich, wie können wir das denn hinbekommen? Damit holst du die anderen mit ins Boot und die, sie helfen sich Dadurch gegenseitig, weil es ist ja oft schon ein Helfen, wenn sie einfach sagen, okay, pass auf, dann spiele ich jetzt Lego und ich kriege nachher was vorgelesen oder was auch immer.
Absolut. Genau. Auch da einfach zu sehen, es gibt immer bei einer Geschwisterfolge, also bei mehreren Geschwistern, es gibt immer in dem Moment ein Kind, das hat das stärkste Bedürfnis und das dringendste. Es kann am wenigsten gut aushalten, da jetzt noch einen Moment zu zu warten.
Und es ist nicht immer das Jüngste.
Nein, überhaupt nicht. Und da einfach zu sagen, okay, wir schaffen ein Bewusstsein dafür, dass jedes Bedürfnis wird gesehen. Und natürlich wird nicht jedes Bedürfnis im Moment erfüllt. Aber wenn ich weiß als Kind, wenn es mir ganz wichtig ist, dann kriege ich auch den Support und die Unterstützung. Und dafür kann ich in Situationen, wo ich es aushalten kann, noch zu warten oder wo ich auch mal aushalten kann, wenn mein Bedürfnis nicht erfüllt wird, kann ich da zurückstecken.
Ja, und das ist ja, das ist eine Lebenslektion. Die ist ja für jede Beziehung wichtig später. Das ist ja in der Schule, in der Arbeit oder mit einem Partner, in der Fußballmannschaft. Überall sind genau diese Sachen, die die eigentliche Teamfähigkeit erzeugen.
Genau. Dritter Punkt.
Dritter Punkt. Ja, einander gegenseitig groß machen.
Das war das, was du gerade schon ein bisschen verraten hast.
Aber wenn wir so erzählen, dann ist es einfach so, passiert es so. Also du machst den Kindern vor, wie sie die Talente, Besonderheiten, Fähigkeiten, wie auch immer du es nennen magst, der Geschwister groß machen, indem du es machst.
Genau.
Von allen Kindern einfach sagst, oh, Die XY ist so gut, dass sie immer sofort spürt, wenn es jemandem nicht gut geht. Der Dings kann, weiß immer sofort, was rauskommt, wenn irgendwas mit Zahlen ist, und kann damit machen, was weiß ich.
Ja, also die Talente groß machen, die Potenziale groß machen, das feiern. Und in dem Moment, wo du den ersten Punkt berücksichtigt hast und nicht mehr vergleichst, da hat es keine Energie von, oh, Weil ich das nicht kann, ich bin schlecht, weil ich kann das nicht, sondern dann hat es eine Energie von: Wow, guck mal, wir schauen uns das, was dieses Kind kann, alle zusammen auf dem Silbertablett an und wir feiern das zusammen. Und ich weiß als Kind genau, ein anderes Mal bin ich mit meinen Fähigkeiten auf diesem Silbertablett und dann feiern alle mit mir und dadurch entsteht einfach eine total schöne, schöne Atmosphäre. Also da und da geht es um so Kleinigkeiten, wie der Bernd gerade schon gesagt hat. Schau mal, die, die merkt, die Tina merkt immer, wenn es jemandem nicht gut geht. Oder der Fritz, der ist so umsichtig, der achtet immer beim Tischdecken drauf, ob für alle alles da ist. Oder der Max, der bringt einfach immer alles mit, was auf der Treppe liegt. Also so totale Kleinigkeiten, die einfach im Alltag aber so wertvoll sind.
Und die Kinder machen das so gerne nach. Das wissen wir von unseren Kindern, aber auch von Teilnehmern in den Programmen, die das immer wieder rückmelden, wie dann die Geschwister untereinander sich da, wie die dankbar sind, wie die sich groß machen, wie die sagen, boah, du kannst so toll Gelb malen, es sind ja manchmal Kinder, können das noch viel besser, weil die können dann zu einem kleinen Geschwister sagen, das irgendwie gerade die gelbe Wachsmalkreide liebt, und sagt: Boah, du kannst so toll gelb malen. Ja, wo wir Erwachsenen schon, wo man sich wieder abschauen kann, sagen: Was kann ich denn alles groß? Ich kann sagen: Du kannst so toll gelb malen.
Ja, ja, geht's nicht. Vielleicht das Lob an der Stelle noch raus. Ja, aber genau. Ja, und groß machen. Und wenn du dich da noch weiter, wenn du da noch mehr dazu willst, gibt eine Podcast-Folge Geschenk für die Welt, das Geschenk für die Welt Runde, da kannst du das auch noch mal übernehmen. Und der letzte, vierte und letzte Punkt, und das hat, das ist das, was auch unsere Kinder so gesagt haben, dadurch, dass für uns als Eltern die Beziehung Beziehungen in der Familie immer an der ersten Stelle stehen. Dadurch war das auch für die Kids so, dass die Beziehungen auch zu ihren Geschwistern an der ersten Stelle stehen und dass sie dadurch gelernt haben, auch Dinge hinzunehmen, anzunehmen, auszuhalten, um eben die Qualität der Beziehung an erste Stelle zu stellen.
Ja, und das ist glaube ich was, was du halt mit Geschwistern sogar noch Das ist jetzt, weil das vorher mit dem Geschwister hat man sich ja nicht ausgesucht. Aber da denke ich mir, habe ich so das Gefühl, wenn ich mir das so angucke, wie die das jetzt miteinander machen, da ist sogar die Bereitschaft halt noch höher, auch mal was zu schlucken oder auszuhalten. Im Sinne von, ja okay, hat er jetzt halt was Blödes gesagt, weil es ihm gerade scheiße geht. Dann ist ja wieder, dann ist wieder das, ich erkenne das Bedürfnis oder die Not des anderen. Das ist das, was sie dann nämlich können. Und sagen: Okay, ist mir doch egal, ob du mich jetzt gerade Depp genannt hast oder nicht. Ja, weil ich bin deine Schwester oder ich bin dein Bruder und mich wirst du eh nicht los. Und das ist einfach wunderschön.
Ja, und ich finde, das ist auch so wichtig, weil gerade unsere heutige Welt lebt ja. Also in unserer heutigen Welt ist es ja so, dass Beziehungen sehr oft sehr instabil sind. Also sobald mir was nicht gefällt, sobald ich mich mit irgendjemand nicht klarkomme, gehe ich aus der Beziehung, anstatt mich dem auszusetzen und zu sagen: Okay, was kann ich daraus lernen? Was hat es mit mir zu tun? Wie können wir das miteinander gut hinbekommen? Und das ist das, was deine Kinder als Geschwister miteinander lernen können, weil sie eben einander sich zumindest über eine Menge Jahre nicht auskommen. Ja, genau. Okay, wir hoffen, du kannst was draus mitnehmen. Wir freuen uns über dein Feedback und bis nächste Woche.
Alles Liebe, tschüss, ciao! Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare, wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt klickst auf Abonnieren hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal!
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