Handysucht so vermeidest du sie bei deinem Kind - Podcast 173

Uli and Bernd Bott discuss how to prevent phone addiction in children at different ages. They advise against rigid screen time limits, recommend parents model healthy habits and stay present, and suggest reflection conversations about what kids watch rather than banning devices outright.
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Und dann ist es überhaupt kein Problem, den einen Tag das Kind entscheiden zu lassen, wie viel Zeit es zum Beispiel vor so einem Tablet verbringen will. Voll auf Sucht ausgelegt. Ja, voll auf Sucht ausgelegt. Und also, was es alles kaputt macht im Gehirn und dass es ungesund ist, darüber brauchen wir hier nicht zu sprechen. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Herzlich willkommen heute wieder hier oder zum ersten Mal.
Schön, dass du da bist. Wir sind Uli und Bernd Bott.
Wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, Eltern von 4 Kindern und Großeltern von einem Enkel seit Kurzem.
Genau, und mehrfache Spiegel-Bestseller-Autoren. Und wir haben schon viele, viele, viele tausend Menschen dabei begleitet, ihren liebevollen, glücklichen Familienalltag zu erschaffen. Und freuen uns heute hier ein bisschen was zu teilen mit dir zum Thema Handysucht, Medien, Zocken und so weiter.
Also dem Thema, wovon viele sagen würden, das ist der Nummer-eins-Killer des Familienfriedens.
Das ist der Erzfeind. Genau, genau. Und der, na, wie entsteht das und wie lässt sich vermeiden? Darüber wollen wir ein bisschen sprechen. Und wie der Bernd schon gesagt hat, na, es geht nicht nur um Es geht natürlich um jedes elektronische Gerät, das zur Freizeitbeschäftigung, zum Konsum von Spielen, Filmen etc. eingesetzt wird. Genau, und eine Sache, die uns als Allererstes super, super, super sehr am Herzen liegt, ist, dass wir dich einladen wollen, dass du eine Haltung entwickelst, dass du für dich klar hast: Ich muss einen Weg— ich als Mama oder Papa, wir müssen einen Weg finden, wie wir mit diesem Thema umgehen können. Es geht nicht darum, dieses Thema grundsätzlich zu verteufeln, oder, na, am schlimmsten sind so— oder was heißt am schlimmsten? Ich muss über mich selber oder über uns Menschen im Allgemeinen selber staunen. Weil das ist so der Moment, diese Medien, hast vielleicht bei dir auch schon mal erlebt, ist so der Punkt, wo auch unsere Generation Eltern mal dazu neigt zu sagen, früher war alles besser. Damals.
Ja, genau. Und das sagt natürlich über irgendetwas, sagt das natürlich jede Generation. Absolut. Das ist ja der Witz.
Genau.
Das ist total wichtig dabei.
Genau.
Egal was ist, da kommt der Zeigefinger. Ja, besser als der Mittelfinger.
Das ist richtig.
Egal was, es wird immer einen Grund geben. Aber das ist was, wo immer die sagt, naja, damals gab es ja noch kein Handy.
Ja, und am Ende des Tages ist dieses, früher war alles besser, ist ja nur quasi Ausdruck unserer Hilflosigkeit, dass wir nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen.
Genau, weil es kommt was Neues in die Welt, in dem Fall Medienverfügbarkeit 24/7 für jeden, Bildschirmverfügbarkeit etc.
Und ja auch mit einer rasanten Geschwindigkeit.
Ja, unglaublich und mit einer Vielfalt, ist ja auch Wahnsinn, ja es ist einfach irre und ja gleichzeitig auch mit so vielen coolen Elementen dabei wiederum.
Und gleichzeitig aber auch ja schon wirklich auch gefährlich, also voll auf Sucht ausgelegt. Also was es alles kaputt macht im Gehirn und dass es ungesund ist, darüber brauchen wir hier nicht zu sprechen. Da sind wir uns garantiert einig. Dafür wollen wir jetzt nicht die Zeit hier opfern, sozusagen, sondern wir wollen drüber sprechen, wie kann denn mit deinen Kindern ein guter Umgang entstehen. Weil das ist, glauben wir, das Wichtigste, was passieren muss, ist, dass deine Kinder einen Umgang damit lernen, weil du wirst Wir alle werden diese Medien nicht mehr aus unserem Alltag wegbekommen.
Genau, das ist alles gekommen, um zu bleiben. Und es ist die Aufgabe dieser Gesellschaft und der Generationen jetzt zu lernen, wie gehe ich damit um.
Ja.
Das ist genauso wie, im Prinzip haben wir auch einen mehr oder weniger sinnvollen oder guten Umgang mit Alkohol erlernt, zum Beispiel. Was jetzt eine europäische Volksdroge ist. Die allermeisten Menschen, leider nicht alle, aber die allermeisten Menschen Kämpfen, können damit einigermaßen sinnvoll umgehen. Und das hat sich aber über die Jahrzehnte, Jahrhunderte entwickelt. Aus den 60ern gibt es noch Interviews mit Menschen, die sagen, ja, man sollte jeden Mittag ein Bier trinken, das sei gesund. Weiß heute jeder, dass das natürlich nicht gesund ist.
Ja, oder auch anders, auch jetzt, wenn ich da reinkritschen darf, um einfach mal ein weniger, also anders ungesundes Beispiel vielleicht noch zu bringen. Also vor 100 Jahren ist man halt zu Fuß gegangen oder mit dem Fahrrad gefahren, wenn man irgendwo hin wollte. Und heute Wir mussten halt auch einen Umgang lernen mit Fortbewegung, sozusagen, dass wir halt irgendwie Sport machen im Fitnessstudio. Früher hat keiner ein Fitnessstudio gebraucht, weil du hast ja dich genug bewegt. Genau. Also du hast dich genug bewegt und heute muss man halt Bewegung irgendwie anders in den Alltag integrieren. Also du siehst, es gibt viele Bereiche, wo sich das Leben verändert hat. Oder auch wenn man jetzt so denkt, Nahrungsmittelangebot. Früher war sich zu überessen, kein Thema. Ja, da gab es gar nicht so viel zu essen, dass man sich so leicht überfuttert hätte. Heute überfuttert man sich quasi zu jeder Mahlzeit, wenn man nicht aufpasst. Also muss man da, muss man auch da einen Umgang damit lernen. Und was Medien angeht, sind wir halt jetzt an dem sozusagen so am Zahn der Zeit, dass wir jetzt die sind, Die, die wir sind, eigentlich die erste Generation. Also wer heute Eltern ist, ist die erste Generation, die dazu herausgefordert ist, da einen Umgang zu finden.
Ja, also und zwar eben noch mal ganz genau auf so eine ganz spezielle Art und Weise, weil was weiß ich jetzt noch vor 15 Jahren oder was, wenn jemand gerne PC gezockt hat, hatte der zumindest immer noch damit zu tun, an diesem PC rumzuschrauben, weil der war dann wieder zu heiß, kaputt oder sonst was. Da gab es noch so, und heute ist alles so verfügbar, dass du quasi keine Skills mehr brauchst. Jeder Dreijährige kann nach einer halben Stunde mit so einem Smartphone schon Sachen machen. Ja, ich habe schon Geschichten gehört von Kindern, die sich bei Amazon dann eine Hüftgurt bestellt haben und so.
Ja, also das ist, das muss man einfach sehen. Nimm das für dich mit, dass du sagst, okay geil, das ist eine meiner Herausforderungen heute als Mama oder Papa, dass ich mit meinen Kindern zusammen, dass wir als Familie Familien Umgang mit Medien erlernen müssen. Fertig. Und das einfach, das nimmst du einfach so als Aufgabe, wie du halt deinen Kindern alles andere auch vermittelst, vorlebst, beibringst, in Anführungszeichen. Und damit einfach schon mal so dieses Gespenst, oh Gott, und diese Verteufelung, dass wir das schon mal—
es muss einfach raus. Ja, weil das ist ja diese Ablehnung, zerstört jeglichen Umgang oder macht jeglichen Umgang, also einen Umgang, den kreativen Umgang damit einfach unmöglich. Ja, und das ist schade.
Genau. Und jetzt haben wir versucht, oder uns in der Vorbereitung für die Folge haben wir uns überlegt, wie stellen wir das jetzt an? Weil natürlich unterscheidet sich das, was es da an Input braucht zum Thema Medien, auch sehr stark nach Alter der Kinder. Und wir haben jetzt aber einfach gesagt, okay, lass mal für jedes Alter was euch was mitgeben. Genau, und deshalb starten wir mal mit dem Kleinkind, oder also ich würde jetzt mal sagen bis 6 ungefähr, so mit der Lebensspanne, wo es einfach als allererstes darum geht, dass du es nicht als Babysitter benutzt, dass du Medien nicht als Babysitterersatz benutzt.
Genau, also natürlich ist es so, wenn die Kinder dann mal was gucken, dann kannst du die Zeit nutzen. Aber macht es nicht so, dass das eben immer dann passiert, wenn du was anderes zu tun hast oder so.
Also dieses, ich park die Kinder vorm Tablet, weil ich habe jetzt, muss jetzt, ich habe jetzt keine Zeit und oder bis hin zu ich mache dem Kind im Restaurant einen Film an, damit wir in Ruhe Abendessen können oder so was. Wenn du Wenn du Medien als Babysitter nutzt, brauchst du dich nicht wundern, wenn deine Kinder das Ding dann einfordern, weil das für sie ja eine Form von Zuneigung, Zuwendung— also das fängt ja an, ein Bedürfnis zu erfüllen, das über die Unterhaltung oder den Spaß an der Sache hinausgeht. Und deshalb wäre das unser erster Approach an dich an der Stelle, auch wenn es schwer ist, verzichte darauf, Medien als Babysitter zu nutzen.
Weil du diese Gewohnheit auch nicht mehr rauskriegst. Gerade dieses Beispiel Restaurant, wir haben das auch schon bei Bekannten erlebt oder so. Und die Kinder sitzen, das ist halt dann, dann wollen die schon im Auto auf der Hinfahrt und dann ist es irgendwie, also abgesehen davon, dass ich das nicht, ich finde es im Restaurant auch immer irgendwie strange, wenn die ganzen Kinder da, also gerade wenn man so auch in Resorts ist oder so was und die sitzen da alle vor irgendwelchen Bildschirmen, wo ich mir denke, okay, Das ist ja Zeit, die du als Familienzeit nutzen könntest. Und dann mit Essen zusammen, das macht sofort dieses—
aber das kommt schon auch daher. Also wir wollen ja auch hier niemanden verurteilen, was, aber zu sagen, wer schon als Kind erlebt hat, dass beim Essen oder das eigentlich den ganzen Tag der Fernseher läuft, für den ist es natürlich kein Ding, wenn jetzt heute das Tablet irgendwie ständig dödelt oder läuft oder irgendwas tut. Und ich kann das natürlich nachvollziehen, dass es total verlockend ist, weil man halt mal dazu kommt, ein Erwachsenengespräch zu führen oder wie auch immer. Und weil gerade wenn du kleine Kinder hast, ist Zeit immer knapp, das ist ja keine Frage. Nur du legst halt in dem Alter den Grundstein dafür, was für Bedürfnisse diese Geräte für deine Kinder erfüllen, also für was die herangezogen werden. Und deshalb, falls du jetzt noch kleine Kinder hast und es für dich noch Thema ist, achte halt darauf, dass du deinem Kind nicht ein Tablet oder ein Handy oder einen Film vor die Nase setzt, weil du gerade das Bedürfnis nach Ruhe hast, weil du Zeit für irgendwas brauchst, weil du, weil es um dich geht, sondern mach es so, dass dein Kind Dinge benutzen kann, weil du ihm einen guten Umgang damit beibringen willst. Und da spricht ja nichts dagegen, dass auch schon jüngere Kinder mal irgend so ein, irgendein altersgerechtes Spiel spielen oder mal irgendeinen Film oder eine Serie gucken.
Genau, schau halt bei Spielen gerade drauf, z.B. dass die dass die das Kind fordern, dass die anstrengend sind. Also die Gefahr ist das, was zu leicht geht. Weil das ist so dieses, geht in diesen, und das kennt man von sich selber, weil das führt zu diesem Gehirnlosen, anstatt was zu haben, wo das Kind irgendwann sagt, ich kann nicht mehr.
Ja, können wir jetzt mal aufhören? Kannst du bitte was anderes machen?
Das willst du eigentlich. Nicht im Sinne von Überforderung, aber von Forderung. Ja, genau. Dann ist es cool, weil dann, weil du willst ja, dass Kinder lernen, sich auch mal selbst zu beschäftigen. Das ist ja das Ding. Oder kann ich ins Restaurant gehen? Damit beschäftigt sich das Kind selbst, aber das ist halt auf Kosten von der Dopaminsucht, und das ist halt sehr schade dann. Deswegen versuch, geh den Weg, der ist im ersten Moment für dich aufwendiger.
Voll.
Ja, das heißt einfach, du musst Zeit mit dem Kind verbringen, du musst es im Restaurant aushalten, dass die das zerlegen, dass die da zwischen den Tischen hin und her fetzen oder dass einer von euch halt die Hälfte Zeit draußen am Spielplatz, falls es den gibt, hoffentlich gibt es den, verbringt, whatsoever. Aber das, du machst halt damit, das ist halt Elternsein, das gehört halt auch dazu, wenn ich das so ehrlich sagen darf.
Ja, was mir noch wichtig ist, bevor wir da weitergehen, ist zu dem ersten Thema quasi, also natürlich Es spricht jetzt keiner, sagt jetzt was, wenn ihr alle krank seid und dann ist eine Woche, wo irgendwie Ausnahmezustand bei euch ist und dass du dann, wenn du selber was weiß ich Fieber hast und nicht mehr kannst, dass du dann so ein Tablet oder ein Fernseher mal als Babysitter benutzt. Das dagegen spricht ja gar nichts. Es geht nur, es geht halt nur darum, was ist deine tägliche Routine und deine allgemeine Gewohnheit.
Also Kinder können Ausnahmen total verstehen. Auch der 90. Geburtstag von der Uroma, wo du genau weißt, okay, Kuchen essen ist noch geil, dann können wir noch eine Stunde auf dem Spielplatz, und dann würden es halt doch alle mal gerne noch mit der Uroma zusammensitzen, und dann hast du deinen Laptop dabei und die Kinder gucken sich, du hast einen neuen Film geholt oder was weiß ich, oder Beamer, wenn es viele Kinder sind, und alles gut, wunderbar. Das können Kinder, können Ausnahmen total gut verstehen.
Genau, und das ist eigentlich, das geht dann schon in das nächste Thema, ne. Also weil, was wir immer wieder gefragt werden: Wie regeln wir das? Wie geht das? Und wenn man jetzt, das ist halt auch bei kleinen Kindern schon Thema, aber das wird besonders relevant, wenn Kinder halt auch ein eigenständiges Verständnis von Zeit anfangen zu entwickeln, und dann da eben Das halt jetzt mal zu sagen, vielleicht so im Alter zwischen 4 und 10, so diese, oder 4 und 12, so diese Zeitspanne meinen wir jetzt. Und wir sind halt immer der Meinung, dass es wichtig ist, und haben damit eben auch gute Erfahrungen gemacht, dass es wichtig ist, dass die Kinder einen kompetenten Umgang mit Medien erlernen. Das hilft überhaupt nichts, wenn die gut darin werden, sich an deine Vorgaben zu halten. Also das hilft überhaupt nichts, wenn das bei euch funktioniert, funktioniert, dass dein Kind jeden Tag eine halbe Stunde, 20 Minuten, 10 Minuten, 40 Minuten, was auch immer dein Zeitding ist, wenn das Kind sich daran hält, das ist keine— wenn ein Kind lernt, sich daran zu halten, das ist leider keine Kompetenz, weil dein Kind muss die Kompetenz erlernen, selber einen Umgang damit zu erlernen, und das fängst du halt schon im Kleinkindalter an. Das haben wir jetzt versucht zu vermitteln. Und das geht halt auch dann im Mittleren, in der mittleren Kindheit weiter. Und es funktioniert an der Stelle eben nicht zu sagen, du darfst jeden Tag XY Minuten, weil was dann passiert, und das hast du vielleicht auch schon erlebt, wenn das bei euch zu Hause so ist, dann, dann sind die Kinder eigentlich gerade am Feuermachen im Garten, grillen irgendwelche Wiegewürstchen, sind super happy, und dann fällt einem Kind auf einmal ein, ich war heute noch nicht am Tablet, ich habe noch meine 30 5 Minuten, ich muss jetzt rein!
Und dann muss es das machen und unterbricht das coole Schöne.
Ja, genau.
Das ist halt schade dann. Also eigentlich sogar doof.
Ja, genau.
Wenn man es genau nimmt, ist es sogar doof.
Und andere Tage, da ist vielleicht Regenwetter, kein Freund hat Zeit, jegliches Spielzeug ist irgendwie gerade ausgespielt, du hast vielleicht nicht gut geschlafen und willst jetzt Medien nicht als Babysitter benutzen, und dann wäre das aber eigentlich so ein Tag, wo auch mal eine Stunde oder zwei euch halt das Leben voll erleichtern würde und allen in dem Moment sogar gut tut. Ja, genau. Und, und aber wenn du halt auf dieser halben Stunde bist, dann kannst du ja auch nicht sagen, heute darfst du jetzt aber länger, weil dann sagt das Kind zu Recht, und warum darf ich jetzt morgen nicht länger, ne? Und wenn du aber gar nicht eine feste Zeit einführst, sondern wenn du von Haus aus einfach sagst, okay, Entscheide ich jeden Tag situativ, genauso wie ich jeden Tag situativ entscheide, was mein Kind, wie viel Süßkram mein Kind kriegt. Wie, wenn ich, es macht ja auch keinen Sinn zu sagen, du gehst immer um 8 schlafen. Manchmal ist man um 8 müde, manchmal ist man um 8 nicht müde. Also diese ganzen festen Regularien, die machen oft das Leben schwerer, mehr schwer als es sie leicht machen. Und deshalb wäre unser Approach an der Stelle Lern, dein Kind liebevoll und klar zu führen. Lern, liebevoll Nein zu sagen. Und dann ist es überhaupt kein Problem, den einen Tag das Kind entscheiden zu lassen, wie viel Zeit es zum Beispiel vor so einem Tablet verbringen will, und den anderen Tag zu sagen, du, heute nicht, heute gar nicht.
Genau. Und wenn du dich dabei halt, wenn du das, und das ist alles, das bisschen, das, was man dazu ganz ehrlich sagen muss, weil Alles, was man natürlich sagen macht, tendenziell ein bisschen mehr Arbeit. Wenn du jetzt aber eben immer Inhalte gefunden hast, Spiele gefunden hast, die dein Kind fordern, dann kommt es halt auch nach eineinhalb Stunden an den Punkt, dass es einfach genug hat.
Und selbst wenn es nicht genug hat, wenn es länger dauert, bei vielen Eltern, also erfahrungsgemäß dauert es bei unseren Kunden, die das schon so machen, dauert es länger, bis die Kinder genug haben, als viele Eltern gut aushalten können. Das muss man jetzt mal so sagen, ja. Und da ist aber halt, da bist du halt gefordert zu sagen, das halte ich jetzt einfach aus, weil ich will, dass das Kind die Erfahrung macht, dass es ihm zum Hals raushängt. Und das machen wir natürlich nicht jeden Tag, und deshalb, ne, das ist um Gottes Willen. Und wenn dein Kind vielleicht 9 Jahre alt ist, ist es vielleicht so, dass du mal sagst, sagst irgendwie ein Nachmittag im Monat oder ein Nachmittag in der Woche oder, oder so eine Regelung da, also die du für dich selber festlegst, dass du einfach eine Maßstäbe, eine Richtlinie für dich selber hast, um zu sagen, okay, hier, oder jetzt Freitagnachmittag, Samstag, einmal im Monat soll das Kind doch einfach mal machen, lass ich mal die Erfahrung machen. So wie man auch mal sagt, dann überisst sich halt an Halloween mal mit Süßigkeiten, um einfach die Erfahrung zu machen, zu viel davon tut mir eigentlich nicht gut.
Und dann kannst du so ein paar Tage später, angenommen, es ging dem Kind dann nicht gut, so ein bisschen durchgedreht, hat vielleicht Ärger gekriegt mit den Geschwistern, whatever, dann kannst du ein paar Tage später, vorsichtig, nicht in der Situation, sondern ein paar Tage später kannst du dann je nach Alter des Kindes halt mal so ein Reflexionsgespräch machen. Kannst du vorsichtig mal darauf hinweisen, wie hat es dir denn so gefallen? Wie war das denn so? Also bei uns hat schon einer unserer Söhne zum Beispiel irgendwann entschieden, er spielt dieses eine spezielle Computerspiel nicht mehr, weil er einfach gemerkt hat, dass er es selber entschieden hat. Das tut ihm nicht gut. Er wird halt dadurch aggressiv und, und, und, und was auch immer alles.
Und da willst du hin. Du willst, dass das Kind bemerkt, was macht es mit ihm. Und das lernt natürlich kein Dreijähriges, und das lernt auch noch nicht unbedingt ein Sechsjähriges. Aber wenn du da halt immer wieder dran bleibst, wenn du immer wieder zurückspiegelst, wie das Kind— guck mal, jetzt bist du ganz— schau mal, weißt gerade gar nicht wohin mit deiner Energie. Jetzt bist gerade so lange ruhig gesessen, am Tablet gesessen, und jetzt schau, jetzt weißt du gerade gar nicht wohin mit deiner Energie. Merkst du das? Und das meinen wir mit, also nicht Reflexionsgespräch im Sinne von, merkst du, das hat dir jetzt gar nicht gut getan, dass du so lange am Fernseher warst.
Deswegen möchte ich ganz subversiv, eigentlich so ein bisschen subtil, subtil ist der bessere Begriff, das halt reinbringen. Und zum Beispiel, was auch dabei total hilft, ist wenn du zum Beispiel sagst, boah, ich bin jetzt gerade so müde, ich gehe jetzt mal aufs Trampolin oder ich fahre mal mit dem Fahrrad eine Runde oder was halt auch immer du machst, machst, wenn ihr ein Trampolin habt, um den Kindern zu zeigen, man kann gegen diese Erschöpfung, die ja oft dazu führt, dass man sagt, boah, am liebsten würde ich jetzt mich irgendwie berieseln lassen, was wir, wenn wir ganz ehrlich sind, alle wissen, dass es schlimmer macht statt besser, dass du aktiv und einfach nur drüber sprichst, sagst, boah, ich mache jetzt mal, oder ich mache jetzt mal 20 Kniebeugen oder was auch immer, je nachdem.
Ja, oder auch wenn du abends vielleicht selber mal zu lang vorm Fernseher oder so gesessen bist, dass du selber sagst, mein Gott, gestern Abend, da ist mir was passiert, da habe ich echt zu lang Film geguckt und dann konnte ich gar nicht mehr gut einschlafen. Dann musste ich erst noch was weiß ich machen, eine Wärmflasche kochen und einen warmen Tee trinken oder was auch immer, bis ich dann einschlafen konnte. Ja, so, also das Vorleben. Gleichzeitig möchte ich euch noch, und ich bin jetzt gerade sehr erschrocken, weil wir sind schon bei über 20 Minuten. Ja, aber es ist einfach auch ein wichtiges Thema. Von dem her bleiben, bleiben wir einfach dabei. Wird heute ein bisschen länger. Na was? Ich möchte dir noch eine Geschichte aus meiner Kindheit erzählen zum Thema Verbote und strikte Regeln und so was. Weil wenn du deine Kinder da zu kurz hältst, und das muss nicht sein, dass du findest, die sind zu kurz gehalten, sondern wenn die Kids für sich das Gefühl haben, sie dürfen da zu wenig und sie sind da zu stark reguliert, dann führt es nur dazu, dass die Kids kriminelle Energie entwickeln. Weil jetzt ich zum Beispiel bin, also wir hatten zu Hause lange Jahre überhaupt kein Fernseher. Als ich 9 war, haben wir dann so einen Schwarz-Weiß-Fernseher mal bekommen. Dann durften wir einmal in der Woche eine Tiersendung gucken.
Also Uli ist nicht so alt, es gab damals schon Farbfernseher.
Auch wenn ich graue Haare habe, aber es gab schon, hätte schon Farbfernseher gegeben.
Meine Eltern hatten schon Farbfernseher.
Also jedenfalls, Und dann hatten wir später auch mal ein Farbfernseher und so, aber wir durften halt wirklich irgendwie, ich glaube dann auch, als ich schon Teenager war, so eine halbe Stunde in der Woche, und zwar total reguliert, was wir da gucken dürfen. Und das war eine Zeit, da waren meine Eltern oft noch sonntagabends in der Kirche, und also, oder auch mal zum Tanzkurs oder abends irgendwie weg oder so. Und mein Bruder und ich, wir sind wirklich Meister darin geworden, alles, was die eingeführt haben, um diesen Fernseher Zu zu sperren, also um den Zugang zum Fernseher zu verhindern, zu knacken. Also sei es, dass wir den Fernsehschrank, der war bei uns in so einer Wohnzimmerwand, wir haben das Schloss geknackt. Dann haben sie irgendwann gemerkt, dass wir das Schloss knacken. Dann haben sie das Antennenkabel versteckt. Dann hatte mein Bruder ein eigenes Antennenkabel. Also wir haben wirklich, also alles, also wir haben jeden, wir haben jedes Schloss sozusagen geknackt. Und das ist das, was einfach passiert, wenn du da zu strikte Regeln aufstellst, mit denen dein Kind nicht einverstanden ist. Dann wird es nur dazu führen, dass das Kind kriminelle Energie entwickelt, und das willst du am Ende des Tages nicht. Also deshalb braucht es einen Umgang, bei dem sich auch das Kind gewürdigt und gesehen fühlt, weil sonst wird immer irgendwie in Konflikten enden. Und dann geht es nämlich auch nicht darum. Also uns ging es nicht darum, was wir dann da geguckt haben.
Es ging ja nur um den, es geht ja nur noch um den Regelbruch.
Es geht nur noch um den Regelbruch, um die Autonomie und um die Selbstkontrolle und um so dieses: Ihr könnt uns mal. Ja, das ist wichtig. Also das wäre so, dass unser, unser Tipp-Approach für so die mittlere Kindheit findet einen flexiblen Umgang damit. Bring deinen Kindern bei, wie das, wie sie selber fühlen können, was ihnen gut tut. Und dafür ist natürlich eine Sache noch wichtig: Du musst dich dafür interessieren, was dein Kind da tut.
Total.
Du musst die Spiele kennen.
Du musst dann dich mal daneben setzen, sagen, zeig mir das mal, kann ich mal mitspielen, oder kann ich halt zumindest zuschauen, das mit dem Mitspielen, je nachdem wie alt die Kinder sind, nicht mehr so leicht, wenn man nicht selber meine jetzt klar an die Väter, die jetzt selber Zocker sind, dann findet halt auch was, was ihr dann macht, halt auch was zusammen draus. Das ist ja dann auch wieder cool, um Gottes Willen.
Ja, das ist ja, und genau, aber sei da dabei, kriegt es mit, weiß, was dein Kind da interessiert. Und vor allen Dingen, share auch nicht alles über einen Kamm, weil wenn ein Kind irgendein Strategiespiel spielt, also unser ältester Sohn hat hat ein Großteil seiner beruflichen Fähigkeiten, also diese, so den Überblick behalten und, und mit stressigen Situationen klarkommen und vorauszudenken und Dinge dann spontan dann wieder zu händeln, umzuplanen und so. Das hat er am Ende durch so Strategiespiele gelernt.
Total. Der hat die lange Zeit am PC gezockt und dann irgendwann, als die so 18, 19 waren, haben die sich immer im Keller getroffen und haben das auch als echte Spiele gespielt, haben sich da irgendwelche quadratmetergroßen Dinger ausgedruckt und zusammengeklebt. Spielpläne heißt es genau. Und selber Figuren gebastelt und so. Und haben da dann so 12 Stunden auch da unten im Keller irgendwie, also so ein Partykeller quasi, haben da diese Sachen gespielt. Irre, ja, total.
Kommt also, ja, aber, aber na, das ist das, da hat der was richtig Cooles gelernt, richtig, richtig cool. Und deshalb einfach verteufelt das nicht, schert es nicht alles über einen Kamm, sondern unterscheidet sehr Gut, was lernt dein Kind da? Und es gibt viele Spiele, bei Schach würden alle Eltern sagen, das ist ja was Kluges, aber es gibt viele Sachen, die sind genauso klug wie Schach, nur das wissen wir nicht, dass die so klug sind, weil wir die nicht kennen.
Also selbst für actiongetriebene Spiele, da gibt es schon Studien in den USA, die sagen, also Reaktionsfähigkeit, Fokus, schnelle Entscheidungen und so weiter, also Dinge, die damit drin sind, wo man genau weiß, Menschen, die das regelmäßig machen, sind in diesen Punkten besser. Also da, achte darauf, es muss natürlich immer im Rahmen bleiben.
Es muss im Rahmen bleiben.
Gerade körperliche Bewegung muss immer auch noch da sein, zum Beispiel.
Das darf das Kind nicht zu sehr stressen.
Ja, genau. Und es muss halt lernen, den Stress dann wieder abzubauen.
Absolut. Na, aber zu sagen, okay, du entscheidest, was kann das Kind. Also es hilft auch nichts, nichts zu sagen, das ist jetzt freigegeben ab dem Alter, oder das ist freigegeben ab dem Alter, sondern du musst dir da vor allem dein Kind angucken. Weil es gibt Filme ab 6, da gibt's 10-Jährige, die fangen nach den ersten 10 Minuten an zu heulen, weil die das nicht angucken können. Dann ist das einfach für dieses Kind nichts. Ja, bei Spielen oder Filmen, die erst ab 16 oder 18 sind, da bin ich schon sehr schnell da, dass ich sage, okay, das hat jetzt ein 10-Jähriger, hat damit nichts Man kann das schon als Richtschnur nehmen.
Nur was halt nicht beachtet wird bei dieser Klassifizierung ist, wie sind die Spannungsbögen. Wenn man die 3 Fragezeichen nimmt, da gibt es ja die Kids und die Nicht-Kids quasi, die Normalen. Und die Kids haben einfach viel einfachere und viel immer wieder schnell aufgelöste Spannungsbögen. Deswegen ist es, und das kann für Kinder, selbst für schon Jugendliche, das Coolere sein, weil die halt damit besser klarkommen.
Absolut.
Und das ist, das ist wichtig dabei. Und deswegen stimmt es nicht immer, bloß weil das ab 12 freigegeben ist, weil halt jetzt kein Blut zu sehen ist, heißt nicht, dass jeder 12- oder 13-Jährige damit schon klarkommt.
Ja, absolut. Genau, also unterscheide, was das Kind an diesem Gerät macht. Lässt sich nur von irgendwelchen Filmen berieseln, oder lernt da vielleicht gerade sogar was richtig Kluges, oder lernt vielleicht sogar gerade Suchmaschinen zu benutzen, nutzen und wird einfach mega klug dabei. Ja, also unsere Kids haben mit YouTube alle Englisch gelernt. Die gucken diese YouTube, gucken irgendwelche Wissensdokus auf YouTube in zweifacher Geschwindigkeit auf Englisch, wo es mir nur so die Ohren wegbläst. Ja, also, und, und dann lernen die einfach einen guten Umgang damit. So wie jetzt zum Beispiel all unsere Kinder haben mittlerweile, also, oder andersrum gesagt, keins unserer Kinder schaut irgendwelche Shorts Ja, die haben alle diese Kurzvideos, die haben alle diese Apps installiert und machen das einfach nicht, weil sie gemerkt haben, dass ihnen das nicht gut tut. Aber dafür müssen sie es halt erstmal tun.
Na so, musst du ein bisschen früher, hat man also, was weiß ich, meine Mutter gesagt, ja, ich hoffe, du rauchst da mal 3, 4 Zigaretten, damit dir richtig Oh Gott, übel, hat jetzt bei mir nicht geklappt. Ich musste dann noch ein paar rauchen, bis ich dann aufgehört habe. Vielen geht es ja so, die machen irgend so was und dann wird es ihnen schlecht oder machen schlechte Erfahrungen und lassen es halt bleiben. Das ist das, was du natürlich willst, dass sie es mal so übertreiben und halt da die Erfahrung machen. Gleichzeitig, digitale Fähigkeiten und Kompetenzen sind heute wurscht, was man macht, absolut dringend notwendig für jeden. Das heißt, da guck halt auch da, dass du vielleicht da auch immer wieder mal ein Vorbild bist. Und du bist da ein ganz leichtes Vorbild. Du nimmst es, machst ChatGPT aus, versuchst da was, stellst dich vielleicht, falls du es schon kannst, auch ein bisschen dumm an. Ja, das war immer mein Ding. Kriege ich nicht hin. Ja, und dann kommt: Pass auf, ich zeig dir, oder ich finde es raus und sowas. Ja, um da so ein bisschen diesen Entdeckergeist auch zu fördern.
Ja, und auch die, auch den Kids auch die Möglichkeit zu geben, kompetent zu sein, mehr zu wissen als wir Großen. Also bei unseren Kids sind, das ist ganz klar klassifiziert, zu welchem Thema welches Kind Google fragt, wenn wir irgendwas nicht wissen. Ja, und wie die das dann alles immer rausfinden und so. Also Da sind, da steckt ganz viel, da steckt ganz viel Potenzial auch für euch als Familie drin. Ihr müsst es nur heben. Und jetzt kommen wir noch zu den Jugendlichen.
Haben wir ja schon so ein bisschen jetzt angegangen.
Also da geht es einfach darum zu erkennen, dass Mediennutzung für viele Jugendliche einer der wenigen Wege ist, ist, wie sie mal ausbrechen können. Also die Kids können heute ja eigentlich nichts mehr tun, ohne dass wir auch wo ist wissen, wo die sind, ohne dass wir, also wir kriegen ja irgendwie alles mit. Wir wissen so viel von unseren Kindern und die haben so wenig Möglichkeiten, mal über die Stränge zu schlagen, sich auszuprobieren, sich abzugrenzen. Und Medien bieten da halt noch, ne, dann knacken sie das, wie du das WLAN gesichert hast, oder knacken den, den Code auf dem Handy, dass sie doch alles irgendwie gucken können.
Oder was auch immer. Ja, also das ist halt, mein, der Regelbruch gehört in gewisser Weise dazu. Ja, das ist so dieses, dieses sich Kennenlernen und eben auch mal was Verboten ist, man haben wir ja alle, also ich hoffe für dich, dass du es auch mal gemacht hast, weil es tut vielleicht auch ganz gut, ja, solange es eben im Rahmen bleibt. Jetzt ist heute mit oft ja dann Ganztagsschule und so weiter, es ist halt gar ganz wenig Space nur noch dafür. Und dieses gleichzeitig ist auch so dieses in den Regeln bleiben wird auch so gefühlt immer wichtiger. Also Was weiß ich, das war jetzt bei mir zum Beispiel, war das schon mal so. Mein Vater hat dann auch mal gesagt, hat dann gesagt, nein, das darfst du nicht machen. Aber so ein bisschen hat er sich auch gedacht, naja, sollst du es halt mal so machen. Hat er halt mal was, ist er halt mal drüber gegangen, hat er vielleicht auch was intelligent gemacht dabei. Das ist ja wie bei euch mit dem Fernsehschrankknacken, ja, auch so irgendwie auch geil.
Wir hatten voll die Community da, mein Bruder und ich.
Ihr habt euch eine Gemeinschaft geschafft, ja, und so weiter. Es gehört ja auch dazu, ne?
Und deswegen sieht es auch so, dass das halt da, da in dem Bereich persönlich, sondern sehe das als ein Geschenk, dass dein Kind halt auch mal irgendwo dagegen geht. Weil wenn es irgendwo dagegen gehen kann, heißt es automatisch, dass es noch nicht so überangepasst ist, dass es sich nur noch die ganze Zeit mit irgendwelchen Medien betäuben muss. Weil das ist das, was sonst passiert, wenn du dein gerade deinen pubertierenden Kindern eine Version, eine unglückliche Version von Erwachsensein vorlebst, brauchst du dich nicht wundern, wenn die Kinder sich in je— oder Jugendlichen sich in jede Scheinwelt, die sie irgendwo finden können, flüchten. Weil Erwachsenwerden für sie ja gerade nicht besonders attraktiv ist, weil das, was sie vorgelebt bekommen, sind Erwachsene, die gestresst sind, die erschöpft sind, die auf den Chef jammern, die auf die Politik schimpfen, die sich über Gott und die Welt aufregen und Und als Jugendlicher sitzt du irgendwie so dabei und denkst dir so, hä, und das soll meine Zukunft sein? Das ist irgendwie jetzt nicht so attraktiv. Da bin ich lieber den halben Tag der Charakter von irgendeinem Computerspiel und habe da eine andere Lebensrealität.
Und weil es halt langweilig wirkt, ja. Also selbst wenn es noch nicht unglücklich wirkt, ist es halt langweilig.
Genau, und da ist einfach wichtig, da in dem Alter wird noch mal anders wichtig, was du für ein Vorbild bist. Neulich erst habe ich mit einer Kundin gesprochen, die erzählt hat, dass ihre Tochter halt den Schulbesuch verweigert, ihre Teenagertochter. Und einfach zu sagen, na, wo ich sie gefragt habe, bist du in deinem Leben glücklich? Ist das das Leben, das du leben willst? Dann hat sie gesagt, nee. Dann sage ich, ja, dann das Einzige, was du tun kannst, ist dich bei deinen Kindern, bei deiner Tochter bedanken, weil die nimmt es jetzt auf sich, dich aus deinem unglücklichen Leben zu schubsen, dass du jetzt einen Weg findest, wie du ein glückliches Leben erschaffst. Und dann, wenn du das angehst, dann lebst du deinen Kindern vor. Und das ist das, was wir erlebt haben, ne. Wir haben ja als 2016, 2017 angefangen, unser Leben noch mal komplett auf den Kopf zu stellen, und wir haben unseren Kindern damit vorgelebt, dass du dich auch als Erwachsener erwachsener Mensch jederzeit neu erfinden kannst und dass du in der Lage bist, was Neues aufzubauen, was Neues zu entwickeln, und dass das in jedem Lebensalter möglich ist. Und dadurch wirst du ein Vorbild, und das machen dir deine Kinder nach.
Genau, und das Wichtige dabei ist ja, dass man sich Herausforderungen sucht, dass das auch mal schiefgeht. Auch das haben sie mitbekommen, dass das auch mal frustriert, dass es auch mal kacke ist, ganz ehrlich sagen. Und dann halt gleichzeitig am Ende des Tages, aber was halt dabei rumkommt. Ja klar, das kommt was Neues dabei rum, es kommt Erfolg dabei rum, es kommt Spaß dabei rum, alle, und alle machen das miteinander. Und damit ist einfach vollkommen klar, selbst wenn unsere Kids jetzt heute sagen, ich mache jetzt gerade mal XY, ja, ich programmiere, dann wissen die genau, dass die auch in 5 Jahren sagen können, weißt du was, jetzt habe ich genug programmiert, ich kann Bock mehr, ich mache jetzt aber was anderes.
Ja, und das ist eine Riesenfähigkeit und eine Riesenkompetenz. Und das ist einfach wichtig, dass du erkennst, wie wichtig du als Vorbild bist. Und dann eben zu sagen, okay, wie können wir unseren Kindern herausfordern, oder unseren Jugendlichen? Wie können wir Herausforderungen in ihrem Leben schaffen, die sie begeistern? Was, wie können wir unseren Alltag so interessant gestalten, dass Medien uninteressant werden, dass diese Scheinwelten uninteressant werden, weil die echte Lebenswelt interessanter ist? Und abschließend an der Stelle noch ein Aspekt, der oft pieksig ist, aber auch zu sagen, gerade für Teenager-Kerle: Wo sind die Väter? Sind die Väter verfügbar? Sind die als Role Model verfügbar? Sind die hands-on? Also sind die als Daddy da?
Und sind die aber auch als Lehrer da? Also so dieses Ding, Pack deinen jugendlichen Sohn und sag, und baut mal eine neue Gartenhütte oder so was. Ja, wenn du so was halbwegs kannst und wenn du es nicht kannst, noch besser. Ja, kauft euch so einen Bausatz im Baumarkt, egal ob ihr die gerade braucht oder nicht. Mach irgend so was, wo du, wo einerseits die mit dabei sein können, wo du vielleicht auch, wo ihr gemeinsam auch gucken müsst. Ja, oder IKEA-Möbel sind auch immer geil.
Ja, oder selbst wenn du was zusammen programmierst oder es geht ja in vielen Bereichen.
Wichtig ist ja, ich habe jetzt extra den bisschen draußen, weil es ja immer wieder auch mal uns allen gut tut, sich auch körperlich zu betätigen. Macht so was, macht solche Projekte, geht so was an. Zum Beispiel ist ganz einfach, kann eigentlich jeder umsetzen. Deswegen fand ich jetzt so Dings, du brauchst keine Fähigkeit dazu, weil ihr könnt es auch miteinander rausfinden und schiefgehen und drüber lachen und so und abends dann grillen, weil man irgendwie sich da was gearbeitet hat. Aber macht so was und macht gemeinsam Herausforderungen und gemeinsame Erfahrungen.
Ja, das ist doch ein schöner Abschluss für diese lange Folge. Danke fürs Zuhören.
Es sind eh lange Podcastfolgen, werden eh immer trendiger. Andere machen 3-Stunden-Folgen, da sind wir mit 40 Minuten immer noch kurz.
Das ist richtig. In diesem Sinne, wir wünschen euch eine schöne Woche.
Alles Liebe, bis bald.
Tschüss.
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