Happy mit der Schwiegermutter - so geht´s - Podcast 070

Jenny struggles with her mother-in-law's boundary violations and controlling behavior toward her three young sons, straining her marriage. Uli guides her to practice daily gratitude for her mother-in-law, recognize good intentions, and allow supervised visits to build trust in her children's resilience.
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Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie und als Paar. Und heute haben wir wieder ein Special für dich, und zwar und zwar ein Auszug aus einem Coaching, aus einem Live-Coaching, das wir verlost hatten. Und du hörst jetzt die liebe Jenny, gecoacht von Uli. Ich wünsche dir dabei ganz, ganz viel Freude. Und wenn du natürlich auch von Uli gecoacht werden willst, dann gibt's verschiedene Möglichkeiten: den Women Circle, das Family Love Coaching oder auch das VIP-Coaching. Alle Infos dazu findest du auf unserer Webseite gemeckerfrei.de. Gemeckerfrei.de. Und jetzt viel Spaß mit dem Coaching von Jenny.
Und Jenny, du kannst einfach mal starten mit der Frage, die du mitgebracht hast, oder genau, wo du dir gerade Unterstützung wünschst. Und dann schaue ich mal, was ich dir innerhalb einer Stunde dazu schenken kann.
Okay. Meine erste allgemeine Frage: Geht es jetzt um den Partner oder geht es um die Kinder oder ist das ganz egal, welches Thema?
Mir wurscht. Gut, mir vollkommen wurscht.
Dann packe ich quasi meinen Endgegner mal aus. So, meine absolut größte Herausforderung. Ich habe schon so das ein oder andere Coaching auch irgendwo gemacht und auch schon viel an mir gearbeitet. Das ist alles nicht so ganz neu für mich, aber ich habe so eine Sache, die ich einfach nicht aufgelöst bekomme, und das ist Die Herausforderung mit meiner Schwiegermutter, da habe ich ziemliche Konfliktpunkte. Ich habe 3 Kinder, die sind 5, 3 und 1, und 3 Jungs. Und wir haben eigentlich von Anfang an das Ding, dass sie sich so aufdrängt oder halt auch versucht, so die Kinder an sich zu binden. Also sie kann überhaupt keinen normalen Kontakt mit denen herstellen. Und das hat bei mir, da sie mich auch schon sehr oft angegriffen hat und wir da auf einer Beziehungsebene ziemliche Probleme haben, dazu geführt, dass ich mich immer mehr von mir halt abgewendet habe. Und wir sind jetzt an dem Punkt, dass es mir halt auch total schwerfällt, die Kinder überhaupt mal dahin zu geben zu meinen Schwiegereltern. Also ich versuche das wirklich zu begrenzen, den Kontakt, was dann natürlich wiederum Konfliktpotenzial mit meinem Mann ist, der natürlich möchte, dass auch seine Kinder regelmäßig dort sind. Und da drehen wir uns jetzt halt im Kreis. Ja, ich bekomme das nicht aufgelöst. Ich habe einfach auch wirklich diese Gedanken auch ganz unabhängig, also wenn sie gar nicht da ist, so einfach mitten am Tag, wo das überhaupt gar nicht Thema wäre, ploppt es bei mir auf und beschäftigt mich schon wirklich, ja, nicht 24/7, aber sagen wir mal 18/7, so, ja, wo ich damit wirklich irgendwie mit beschäftigt bin. Und ich merke einfach auf Beziehungsebene, dass das ein großes Problem einfach mittlerweile ist. So, wir haben eine Lösung gefunden für den Großen, der ist regelmäßig dort, fährt einmal die Woche, fahren die den zur Logo. Das ist auch für mich eine Entlastung, das kann ich gut annehmen. Und dann ist er ab und an auch noch eine Stunde hinterher dann da zum Spielen. Aber die beiden Kleinen, die halte ich wirklich noch sehr bei mir und habe natürlich auch bei jedem Kontakt den Fokus darauf gerichtet. Sobald sie dann halt kommt und sich direkt wieder auf die Kinder stürzt, dann ist es natürlich bei mir direkt so, Ach, jetzt macht sie es schon wieder so, ja, und tritt damit so meine Bedürfnisse, weil ich ihr auch schon oft gesagt habe, sie möchte mich da einfach ein bisschen zurückhalten, einfach mit Füßen. So, erstmal so grob umrissen, damit du vielleicht weißt, worum es geht.
Ja, fast schon alles ausprobiert.
Also ich habe auf mentaler Ebene schon viel ausprobiert, dass ich sie einfach, ja, mental in meinen Gedanken ihr alles Gute wünsche, sie einfach, ja, versuche, sie mit Liebe zu umhüllen, oder wie man halt so schön sagt. Aber es funktioniert halt alles irgendwie nicht. Und auf Tatsächlich im realen Leben, natürlich habe ich probiert, mit ihr zu sprechen, aber das geht auch nicht, weil sie einfach total zumacht, mich dann auch als psychisch krank und so darstellt, dann auch solche Sachen sagt wie, ja, wenn die Kinder größer sind und zu ihr kommen, dann sagt sie ihnen, was ich für eine Mutter bin. Und ja, also so Sachen halt kommen dann halt im Gespräch und sie lässt mich auch nicht aussprechen, also kommen wir da auch nicht weiter. Ja, ich habe dann auch probiert, die Zügel bei den Kindern etwas lockerer zu lassen, weil ich gehofft habe, dass sie dann auch einen Schritt auf mich zukommt, aber das funktioniert auch ist sie quasi dein Arschengel. Oh ja, kann man es nennen. Ja, ja, und jetzt, ich darf quasi, ja, es geht darum, dass ich an ihr noch wachsen darf. Ja, genau, das ist eigentlich so Ja, ich finde halt, das Schwierige ist halt, wenn wir die Kinder nicht hätten, dann könnte ich sie so sein lassen, wie sie ist. Aber ich bin mittlerweile wirklich, es ist definitiv klar, dass sie ihre eigene Bedürftigkeit, ihr eigenes Loch versucht, mit meinen Kindern zu stopfen, und da kann ich nicht mitgehen. So, also sie hält sie ja auch an der Hand, obwohl die Kinder das nicht möchten, dann hält sie sie am Handgelenk und zieht sie mit sich mit, oder sie holt sie auf den Schoß, die Kinder wollen runter, sie hält sie fest. Wo ich dann irgendwann sagen muss, jetzt lass sie bitte mal, lass bitte mal die Simone runter. So, und dann: Ach so, die habe ich gar nicht mitgekriegt. Und dann lässt sie sie dann halt gehen. Wo ich halt denke, wenn ich nicht dabei bin, was macht, was passiert dann? Also wie, wie krallt sie sie dann an sich? Ja, ich kann da halt irgendwie nicht richtig loslassen, nicht vertrauen gehen. Und ja, tut mir leid, meine Nase ist irgendwie total— ich hoffe, es ist kein Problem.
Alles gut, alles gut. Muss einfach ein bisschen fühlen, bevor ich jetzt losschieße, weil du hast ja jetzt gerade auch zum ersten Mal— muss ich mal ein bisschen fühlen.
Und eine Sache vielleicht gerade noch: Ich, dadurch dass ich meine Kinder da nicht hingebe, gebe ich sie auch, natürlich gebe ich sie ab und an zu meinen Eltern, aber auch begrenzter, damit ich nicht immer diesen Vergleich von meinem Mann dann hab, der mir dann sagt, da gibst du dich denn nicht hin und da nicht. Also gebe ich sie generell natürlich in Kindergarteneinrichtungen, aber jetzt zu den Großeltern nur in sehr begrenzter Form. Und das ist, muss ich schon sagen, für mich natürlich auch anstrengend, 3 so kleine Würmer quasi nonstop um mich rum. Was natürlich auch wieder Konfliktpotenzial bei meinem Mann ist, der dann sagt, ja, dann musst du das Atem abgeben, wenn du nicht mehr kannst. Und ja, dann sind wir da irgendwie, da drehen wir uns halt wirklich so ein bisschen im Kreis.
So, eigentlich eher ein Beziehungsthema als ein anderes Thema, oder?
Mhm. Und in regelmäßigen Abständen kommt es dann wirklich so richtig, also mein Mann und seine Mutter, also meine Schwiegermutter, die können wirklich gut austeilen. Und die können auch wirklich fies werden, muss man wirklich verbal fies werden, muss man wirklich so sagen. Und ich bin dann einfach, glaube ich, zu gut erzogen, um das zu kontern. Deswegen mache ich das auf anderer Ebene mit mir aus. Und es kommt dann aber wirklich in regelmäßigen Abständen zu einem Drama. So alle 3, 4 Monate kann man eigentlich dem Kalender nachgehen, ist hier wirklich riesig Konflikt, wo meine Schwiegermutter dann auch auffährt mit von wegen, sie war beim Kardiologen, weil sie damit Herzprobleme hat wegen mir und und und. Also wirklich auf Und das wiederholt sich halt. Dann ist mal wieder etwas Ruhe und dann fängt es eigentlich wieder von vorne an. Und ich bin im Zugzwang. Also die Erwartungshaltung an mich ist ganz klar, dass ich was ändern muss. So, das erwarten alle von mir. Und ich glaube, da bin ich vielleicht auch so ein bisschen stur, dass ich einfach sage: Ja, warum soll das alles an mir hängen? Jeder macht, was er will und ich soll gucken, dass ich es jedem recht mache.
So irgendwie. Wie viel sprichst du mit deinem Mann darüber, was ihr euch für eure Kinder wünscht, wie ihr möchtet, dass die aufwachsen?
Schon oft, vielleicht sogar zu oft. Also wir haben generell eher, dass wir mehr reden als tun. Also Und es geht auch gar nicht darum, wir sind uns auch einig, dass unsere, weder meine Eltern noch seine Eltern wirklich die Erziehungsarbeit mit übernehmen, darum geht es gar nicht. Da ist er auch, dass wir das eher für uns machen. Aber ihm geht es halt darum, dass die halt im regelmäßigen Kontakt halt dort sind, vielleicht einmal in der Woche für mal 2 Stunden und dann da ein bisschen spielen können, dass seine Eltern, meine Eltern auch was von den Kindern haben. Ja, darum geht es jetzt mehr.
Okay, was müsste passieren, dass du Vertrauen haben könntest, dass deine Kinder das schon hinbekommen?
Dass ich das Vertrauen habe. Ich sag mal ganz ehrlich, tief in mir drin wünsche ich mir einfach, sie würde sich den Kindern gegenüber normaler verhalten, obwohl ich ja auch weiß vom Kopf her, dass ich ihr wenig vorschreiben kann, wie sie sich verhält. So, ja, aber ja.
Geht's darum, dass du dich nicht gehört fühlst?
Ja, nicht gehört, nicht wahrgenommen. Auch nicht, das ist auch mittlerweile so, dass sie mich gar nicht mehr groß grüßt oder mir gar nicht mehr Tschüss sagt. Also sobald die Kinder da sind, sind nur die Kinder Wenn ich was sage, prallt es so ab, es kommt gar nicht bei ihr an.
Wo siehst du dich denn selber nicht?
Momentan, so würde ich mal sagen, die letzten 5,5 Jahre sehe ich mich relativ wenig, was so meine eigenen Bedürfnisse betrifft.
Ist da eine innere Stimme, die Dinge sagt, die du nicht hörst?
Mm-hmm.
Was sagt die denn?
Ja, zu sagen, ist alles irgendwie schon so verworren über die Zeit.
Also, trau mich, sag dir mal Folgendes: Ich trau mich gar nicht hinzuhören.
Soll ich sagen?
Ja, sag mal: Ich trau mich gar nicht hinzuhören.
Ich trau mich gar nicht hinzuhören.
Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich Angst davor, was die sagt, wenn ich hinkomme.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich Angst, was die sagt, wenn ich hinkomme.
Geht das in Resonanz?
Ja, ich merke schon, dass sich was tut. Ich glaube, ich weiß auch so ein bisschen, in welche Richtung der Hase läuft, und ich Was glaubst du denn, in welche Richtung der Hase läuft, Max? Ja, dass ich mir auf jeden Fall auch mal Auszeiten gönnen muss.
Was ja schon einfach unfair ist.
Sie macht ja einfach, was sie will, und du kannst nicht machen, was du willst.
Mal gucken, was der Satz macht: Ich reiße mir ein Bein aus, um den Kindern eine gute Kindheit zu ermöglichen. Und sie macht einfach, was sie will.
Ja, und ich stelle das, was ich mache, noch als falsch dar. Es ist alles falsch, was ich mache.
Wenn du dich schon ein bisschen beschäftigt hast und bisschen was gemacht hast in die Richtung, was ist denn die Voraussetzung dafür, dass sie das, was du tust, als falsch darstellen kann?
Ja, dass ich das dann auch quasi annehme, was sie sagt, und nicht bei mir bleibe.
Würde ich nicht sagen. Wird sogar Henne und Ei an der Stelle andersrum machen. Sie kann das in deiner Gegenwart nur in Frage stellen, wenn du es selber in Frage stellst. Also meine These wäre, wie ist dein Arschengel dafür? Dass du anfängst, dir selbst zu vertrauen. Also, weil ich weiß nicht, wie das ist mit dir und den Kindern. Ich hatte schon, für mich war das schon immer so und ist bis heute so, dass ich eine Idee habe oder eine Vorstellung habe, wie ich es mit mit dem ich die Kinder gern begleiten möchte. Aber also, als meine, als unsere in dem Alter waren wie deine jetzt, hatte ich noch mitnichten, war ich mir mitnichten sicher, dass das, was ich mir da denke, zu mir, es war halt der Versuch.
Aber es macht es halt schon schwierig, wenn irgendwie so jeder gegen einen schießt. Ich sag mal, klar, alle, die ich kenne, auch meine Eltern, aber auch mein Mann, meine Schwiegereltern, sind halt alle so eher so traditionell verankert, sag ich mal. Alles, was ich mache, Kind in die Trage packen, Familienbett, Langzeitstillen, all diese Dinge, die sind: Oh Gott, also geht gar nicht, verwöhnt die total und was weiß ich nicht alles. So, ja, da fängt es halt dann schon an. Dass ich da mich immer behaupten muss gegen— Hallo! So, ja, das macht es dann natürlich im Miteinander schwierig, weil wir dann—
Na klar, ich mag dich nur einladen, und ob das jetzt in dieser einen, in dieser eineinhalb Stunde funktioniert oder nicht, kann ich dir nicht versprechen. Nur einfach mal dich einladen so den Perspektivwechsel, dass die alle nur dein Bestes wollen, weil dein Leben ist immer für dich.
Also meine Schwiegermutter will das Beste für mich?
Ja, indem sie dich auf eine Art und Weise triggert, dass du wächst, also dass sie— und, und dass du es als, dass du Du kannst anfangen, das als Geschenk zu nehmen, dass sie dich so, dass sie das so infrage stellen, was du tust, wie du tust, weil, und das von allen, egal wer, ne, weil das dich dazu bringt, dir selber sicher zu werden in deinem Gefühl. Ich weiß, dass das das ist, wie ich es haben will.
Also nur mal gerade fürs Verständnis: Wenn ich dieses Feedback von den anderen nicht kriegen würde, egal wer, Mann, Schwiegermutter, Mutter, wer auch immer, dann würde ich die Sachen einfach tun, ohne es zu hinterfragen. Wenn ich aber diesen Konter bekomme, dann hinterfrage ich es, um dann mir darin noch sicherer zu werden. So in etwa.
Naja, ich mache es noch mal ein bisschen anders. Wenn kein Zweifel in dir wäre, könnte dieses Feedback nicht kommen. Das Feedback ist das Feedback, dass da noch Zweifel in dir sind, und das Feedback ist das Geschenk, dass du diese Zweifel in dir auflöst und wirklich anfängst zu vertrauen, dass das, was du fühlst, das richtig ist, auch richtig ist. Kann nichts von außen zu uns kommen, was keine Entsprechung in uns hat. Es ist immer eine Einladung, uns über irgendwas bewusst zu werden.
Klingt jetzt einerseits, kann ich es schon glaube ich ein bisschen verstehen, aber mir fehlt jetzt noch so der nächste Schritt, wie ich denn damit konkret weiterarbeiten kann. Können wir es mal an dem Beispiel festmachen, wenn sie mich jetzt noch mal, oder wenn sie mir jetzt allein noch mal diese Erwartung an mich bringen, dass ich die Kinder regelmäßig zu meinen Schwiegereltern nehmen soll?
Ich würde, lass uns noch einen Schritt zurückgehen aus der konkreten Situation raus, weil die Frage wäre, kannst du anfangen, ein Gefühl von Dankbarkeit zu entwickeln, dass die Menschen, die offensichtlich deine Gegner zu sein scheinen, auch dein Bestes wollen.
Das fällt mir ehrlich gesagt noch schwer, weil ich mich darin eher so sehe, dass sie für ihr Bestes einstehen und nicht für mein Bestes.
Ja, nichts, was in dein— ich gebe dir noch ein bisschen Futter mit dazu: Nichts, was in dein Leben kommt, ist gegen dich. Nichts. Weil dein Leben ist immer für dich.
Niemand will dir was Böses.
Weiß, es ist total, wenn man das, das ist, das ist, darf man reinwachsen. Könnte auch sein, dass du jetzt die nächsten 3 Wochen dir nur jedes Mal, wenn du bemerkst, dass dieses Gedankenkarussell wieder losläuft, dass du dir einfach nur sagst: Mein Leben ist immer für mich, weiß noch nicht, was es für ein Geschenk beinhaltet, aber weiß, dass es mir nicht schaden will. Und wir hatten ganz gerade, war schon so ein Aspekt zu sehen, okay, dadurch, dass die für sich eintreten oder sie für sich eintritt, ist es der Aufruf oder die Aufforderung für dich, dir zu erlauben, auf dich zu hören. Weil ich weiß auch nicht, kenne ich ja noch nicht, so dieses, diese Bedürfnisorientiertheit in der Begleitung von Kindern, gerade wenn die noch so klein sind. Führt ja leicht auch mal dazu, dass man so bei den Bedürfnissen der Kinder ist, dass man sich selber dabei übersieht. Ja, und sagen, okay, wir haben es bestimmt, also meine, so in so einem Gedanken, meine Schwiegermama hat mit ihren Kindern auch die beste Art gemacht, wie sie es machen konnte, und Das Coolste, was sie gemacht hat, war, sie hat meinem Mann ihr Leben, sein Leben geschenkt. Und dadurch konnte ich den lieben, dadurch konnte ich den finden, und jetzt kann ich den lieben. Dafür kriegt sie schon mal den Orden schlechthin. Und sie hat ihr Bestes gegeben, und sie gibt auch heute ihr Bestes im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Und du gibst dein Bestes im Rahmen deiner Möglichkeiten.
Ich nehme, ich fange an, aus meinem Frust auszusteigen. Und die Geschenke zu empfangen, einfach zu sagen, okay, sie triggert mich, damit ich auf meine Stimme höre. Sie triggert mich, damit ich klarer werde, was ich will. Sie triggert mich, damit ich meine Zweifel erkennen und auflösen kann. Der geht noch nicht durch, gell?
Nee, der geht noch nicht durch, weil ich natürlich auch, weil ich mir eigentlich bei so vielen Sachen sicher bin, dass ich das schon richtig mache. Also was heißt richtig mache, aber das ist, meine Kinder, die gedeiht ja auch gut, denen geht's ja auch eigentlich gut.
So, kannst du dir vorstellen, dass deine Schwiegermama genau wie du der Meinung ist, dass es total richtig macht?
Also, dass sie es richtig macht?
Ja, ja.
Ja, kannst du dir vorstellen, dass sie einfach Angst hat, von dir kritisiert zu werden?
Schwierig. Schwierig, weil sie immer eigentlich direkt losschießt, egal worum es geht.
Also, das schon mal eine Situation, wo du ihr Wertschätzung schenken konntest.
Vor den Kindern, ja. Seit den Kindern weniger.
Hast du dich schon ein bisschen länger mit Gemeckerfrei beschäftigt und kennst den Satz von uns: Wer meckert, hat vergessen, wie großartig er ist?
Kenne ich, ja.
Ja, wenn sie direkt losschießt ist das eigentlich nur eine Bestätigung für die These, die ich vorhin aufgestellt habe.
Also mein Vorschlag wäre, um es zu verändern: Schreib mal, nimm dir mal die Zeit und mach jeden Tag eine Dankbarkeitsliste und schreib 50 Dinge auf. Und von mir aus fängst du mit 10 oder 20 Sachen an, aber du kannst auch 50 Mal aufschreiben: Danke, Liebe, wie auch immer sie heißt, Dass du meinem Mann das Leben geschenkt hast.
Und dann immer das Gleiche, immer den gleichen Satz?
Auch wenn du nur 50-mal denselben Satz aufschreibst, du kannst auch dann 49-mal diesen Satz schreiben und einen Satz, einen anderen, der wofür du ihr dankbar sein kannst. Aber das, wofür du ihr auf jeden Fall, egal wie sie sich verhält, dankbar sein kannst, ist, dass sie deinem Mann das Leben geschenkt hat und dafür gesorgt hat, dass er erwachsen werden konnte. Weil sonst hättest du ihn nicht, und dann gäbe es deine Kinder nicht, wäre einfach kacke!
Ja, das stimmt!
Ja, und dafür kannst du ihr dankbar sein! Und wenn du aussteigst aus diesem Teufelskreis von Missachtung, dann wird sich was verändern! Parallel dazu, dass du eben sagen könntest, jetzt machst du das von mir aus mal, wenn du das jetzt mal bis Weihnachten jeden Tag machst, bin ich mir sicher. Und wichtig dabei ist, dass du es so machst, dass du es nicht rein mechanisch machst, sondern dass du schon sagst, okay, ich trainiere Dankbarkeit, ich trainiere das auch zu fühlen. Und wenn ich nur fühle, dass ich ihr dankbar bin, dass sie meinem Mann das Leben geschenkt hat, Also wirklich so profan. Ich habe nicht den Anspruch an dich, dass du jetzt irgendwie 100 andere Sachen findest, für die du ihr dankbar bist, aber dass du das dafür, die Dankbarkeit, wirklich auch fühlst. Wenn du das bis Weihnachten machst, wird sich was verändern. Und dann könntest du im nächsten Schritt entscheiden, dass du zumindest dem 5- und dem 3-Jährigen zutraust, dass diese Situation, wenn es um 2 Stunden in der Woche geht, zu händeln, weil auch die sich diese Oma ausgesucht haben. Wenn ihr euch ja eh schon einig seid, dass es nicht um Erziehungsverantwortung und also, wenn es wirklich nur um so einen Besuchskontakt quasi geht, sagen, okay, ich mache mir das Vertrauen größer, dass es den Kindern nicht schaden wird. Weil es natürlich, wie du ja selber auch schon gesagt hast, auch eben den positiven Aspekt für dich enthält, dass du eine Pause bekommst. Und es kann aber sein, dass du erstmal 4 Wochen oder 8 Wochen nur Dankbarkeit machst und sagst, fühlt sich noch nicht gut an. Okay, und gleichzeitig würde ich noch mit mir sagen, okay, Nehmen es noch mehr als Geschenk und bin gespannt, was ich noch draus auspacken kann. Wozu will sie mich noch sozusagen schubsen? Was will sie mir noch damit— wo kann ich noch mehr mein Potenzial leben? Wo kann ich noch mehr mein Glitzern in die Welt strahlen?
Wofür?
Falls es dient. Es muss dir dienen, sonst wäre es nicht da.
Kannst du ein bisschen was mitnehmen?
Ich probiere das auf jeden Fall mal aus mit der Dankbarkeit.
Ja, ist der Gamechanger für jede Beziehung. So sind, dass man eigentlich sich fragt, aber also Braucht immer nur einen, der bereit ist, den ersten Schritt zu tun, um so eine verfahrene Situation wieder aufzulösen. Und ich freue mich, dass wir eine Sache gefunden haben, für die du es auch, für die es dir auch gelingen kann, die Dankbarkeit fühlen.
Und du denkst auch über diese Dankbarkeit, wenn ich das jetzt eine Zeit lang mache, dann kann ich auch besser akzeptieren, wenn sie dann die Kinder so an sich zieht?
Ich glaube halt einfach, dass du das in dir stark groß machen kannst, dass du deinen Kindern zutraust, damit umgehen zu können, ohne dass du ihnen sagen musst, du, wenn die Oma dies und du das nicht magst, dann sag ihr das aber. Und so, nein. Sondern das, also wir werden unsere Kinder niemals vor allem beschützen können. Und in eine, sagt es jetzt mal ein bisschen überspitzt, eine übergriffige Oma ist im Verhältnis zu all dem, was denen da draußen widerfahren kann, noch relativ das kleinere Übel. Also bei so Sachen, was im Kindergarten mit, ich habe ja 10 Jahre Erzieher weitergebildet, also wie die zum Teil mit Kindern umgehen, ist jetzt auch nicht immer so, dass du sagst, juhu, ist jetzt gerade so, oder was dazwischen Kindern passiert, oder wenn der Freund dem anderen dem Kind an den Kopf haut, du bist nicht mehr mein Freund, weil du jetzt XY nicht gemacht hast, und diese kleinen Sachen kriegen wir nicht alle mit. Also, das, davor können wir unsere Kinder nicht beschützen. Und deshalb einfach zu sagen, ich mache das Vertrauen in mir groß, dass meine Kinder so resilient werden, dass sie mit den Herausforderungen, die ihnen in ihrem Leben begegnen, händeln können. Gebe ihnen zu Hause das Fundament dafür mit, dass sie können.
Okay, ja, ich muss sie nicht vorm Leben beschützen.
Ich darf immer gucken, natürlich. Ich würde jetzt an deiner Stelle, so das bisschen, was ich jetzt mitgekriegt habe, ich würde jetzt auch nicht wählen wollen, meine Kinder 2 oder 3 Vormittage die Woche von so einer Oma So, wenn sie so ist, wie du sie mir jetzt beschrieben hast, würde ich jetzt auch sagen, okay, ich suche mir eine andere Betreuungsmöglichkeit. Wäre jetzt nicht meine erste Wahl für als Betreuungsperson. Aber zu sagen, eine Stunde oder zwei am Nachmittag traue ich zumindest meinen älteren Kindern zu, dass sie das gerade, wenn sie zusammen da sind, dass sie das gehandelt bekommen.
Ja, und das würde ja das Problem schon entschärfen. Also das würde ja Schon, ja. Damit könnte jetzt zumindest mein Mann schon sehr gut leben, dann hätte ich das Problem ja schon mal nicht mehr. Wenn ich Schwiegermutter würde, natürlich das nächste fordern, aber dann wäre das halt so, ja.
Ja, und das kannst ja dann entscheiden. Meistens sind die Dritten ja eh schon sowieso viel tougher als die ersten Kiddies, also weil die einfach sich schon von Anfang an durchbeißen. Oder halt eine andere Power mitbringen. Und das kannst du aber ja dann nach Gefühl entscheiden, zu sagen, traue ich es denen schon zu, traue ich es denen noch nicht zu.
Schritt für Schritt.
Du musst ja auch dich nicht überfordern dabei.
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