Hast du ein Lieblingskind? - Podcast 180

Uli and Bernd Bott explore whether parents have a favorite child, a feeling most deny but many unconsciously experience. Kids notice it first. The brothers explain why parents feel closer to certain children—shared interests, easier temperament, mirrored childhood wounds—and offer practical steps: acknowledge your feelings, stop comparing, spend one-on-one time with each child, and examine what old beliefs trigger you.
Chapters
Deshalb reagieren die meisten Menschen auch erst mal mit einem klaren Nein auf diese Frage. Und es ist keine Schwäche, sondern das ist emotionale Führung. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Schön, dass du hier bist. Schön, dass du uns zuschaust und zuhörst.
Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, sind Eltern von 4 Kindern und Großeltern von einem Enkelchen.
Wir sind Spiegel-Bestseller-Autoren und haben mit Gemeckerfrei schon Tausenden Menschen, Tausenden Familien dabei geholfen, sich ihren liebevollen Familien- und Beziehungsalltag zu erschaffen.
Genau, und wir freuen uns, dass du heute hier bist, und wir wollen mal über ein Thema heute sprechen, das was immer gerne totgeschwiegen wird oder nicht hochgeholt wird oder in so einer moralisch verwerflichen Schmuddelecke sitzt, nämlich wir wollen uns darüber unterhalten, ob du ein Lieblingskind hast. Hast du ein Lieblingskind? Und Da wollen wir einfach mal drüber sprechen, zu sagen, okay, das ist ganz schön moralisch aufgeladen zu sagen, ich darf doch nicht eins meiner Kinder mehr lieben als das andere. Und deshalb reagieren die meisten Menschen auch erstmal mit einem klaren Nein auf diese Frage: Hast du ein Lieblingskind? Nein, natürlich nicht, weil selbst wenn es so wäre, würde ich es nicht zugeben wollen, weil es eben moralisch, gesellschaftlich überhaupt nicht sein darf, sozusagen.
Und gleichzeitig zeigt sich bei genauerer Betrachtung halt, dass es eben schon Phasen gibt, wo man gerade das eine Kind, wo einem das eine Kind emotional näher scheint als das andere, ja, wo es mit dem einen leichter geht und wo man da auch, wenn man ehrlich ist und mal kurz diese, die Scham dazu oder all das über Bord wirft, dann auch sagen würde, ja, Im Prinzip ist mir das gerade angenehmer mit Kind A, weil mit Kind B ist es gerade hakelig, schwierig, was auch immer.
Genau, und wir wollen jetzt einfach mal angucken, warum das so ist. Also wann geht es mit welchen Kindern leichter, mit welchen Kindern geht es schwieriger, woran liegt das und wie kannst du damit umgehen?
Weil eine Sache ist gewiss: Hallo, ganz kurz zwischenrein, ne, wir haben festgestellt, bei diesem Podcast sind die meisten unserer Zuhörer und Zuseher, ganz genau gesagt sind es 74% der Zuschauer und Zuhörer, sind nicht Abonnenten unseres Kanals oder des Podcasts. Und deswegen will ich dich jetzt bitten, wir würden diese Zahl gern auf unter 50% senken, und dafür brauchen wir deine Hilfe. Also Geh jetzt kurz, wenn es auch, wenn du auf YouTube bist, musst du einfach nur unter dem Video auf Abonnieren klicken. Ansonsten in der Podcast-Plattform, wo du gerade bist, sei so nett und lass uns ein Abo da. Wenn du nach der Folge begeistert bist und sogar noch Zeit hast, freuen wir uns auch noch über eine Bewertung, am besten natürlich mit 5 Sternen. Damit hilfst du uns, dass wir diesen Podcast weitermachen können, dass wir euch weiter hier coole Themen bringen können und unterstützt damit die Gemeckerfrei-Mission, die Welt für Kinder schöner zu machen. Vielen herzlichen Dank und jetzt viel Spaß weiterhin mit dieser Folge.
Weil eine Sache ist gewiss: Solange dir nicht bewusst ist, dass du ein Lieblingskind hast, du aber eines hast, gibt's zwei Menschen, die das garantiert sofort bemerken.
Kind A und Kind B.
Genau, vorausgesetzt, du hast zwei Kinder. Die Kinder merken es als allererstes, und am Ende wird euer Kampf und euer Stress und Hack, also alles, was, wo ihr so hustelt miteinander, am Schluss wird es genau deshalb verstärkt, dass es ein unbewusstes Lieblingskind und ein unbewusstes Nicht-Lieblingskind in der Familie gibt. Und deshalb macht es vollkommen Sinn, da mal drauf zu gucken, um auszuschließen, dass ihr es euch aus diesem Grund miteinander schwerer macht als nötig. Also, here we go! Was sind die Gründe, warum uns ein bestimmtes Kind im Moment emotional vielleicht näher ist als ein anderes?
Ja, zum einen ist es häufig so, dass es, dass du das Gefühl dazu hast, wenn das Kind gerade ähnliche Interessen mit dir teilt oder deine Werte teilt. Was bedeutet das? Also angenommen, wenn du gerne ein Instrument spielst als Hobby, ja, und das Kind fängt an, sich für Musik zu interessieren, oder fängt selber an, ein Instrument zu lernen oder so was, ja, dann hast du in dem Moment ja schon mal eine Connection, ja. Das Gleiche gilt für Sport. Oder wenn sich das eine Kind interessiert sich für Kochen und du kochst auch gerne oder backst gerne, und so weiter und so fort.
Das kann zum Beispiel ein Grund sein. Ich hatte mit unserem ältesten Sohn zum Beispiel immer so eine Verbindung, weil wir halt auch, als der in der dritten, vierten, fünften Klasse war, abends immer miteinander uns gegenseitig Harry Potter und so ein Zeug vorgelesen haben. Und das hat uns halt auf eine Art und Weise zusammengebracht, wie ich das auf der Ebene mit den anderen Kindern nicht hatte. Manchmal ist uns ein bestimmtes Kind emotional näher, weil es sich gerade leichter führen lässt.
Also weil es einfach auf das, wie du, wie du Dinge sagst, wie du auch deine eigenen Erwartungen oder Bedürfnisse äußerst, weil es darauf einfach gerade positiv reagiert, in deinem Sinne reagiert.
Weil es die Tools, die du vielleicht bei uns gelernt hast und anwendest, weil es auf die reagiert.
Die besser da mit dem, mit Kind A funktionieren. Und dann entsteht für dich schon ganz unbewusst, das ist ja nichts, was wir absichtlich machen, aber unbewusst hast du dann das Gefühl, da ist eine stärkere Verbindung da.
Ja, manchmal ist es auch so, dass es ein Kind gibt, das dich eben in einem bestimmten Entwicklungsschritt sozusagen spiegelt, also das so ist, wie du als Kind kind früher auch mal warst, ja, wo du einfach die Connection herstellst, weil du so merkst, ah, das kenne ich, ich weiß, ich weiß, wie das ist, es ist mir vertraut, weil ich es von mir selbst kenne. Und natürlich, das ist jetzt relativ offensichtlich, zählt auch bisschen zu dem Führen lassen, ja, dazu, wenn es weniger Widerstand leistet, ja, genau, wenn du weniger mit dem Kind aneinander gerätst weniger mit dem kämpfst, wenn es einfach schneller ja sagt, wenn du was sagst. So mal ganz profan. Ja, und das heißt nicht, dass du dieses Kind objektiv mehr liebst, sondern das bedeutet einfach nur, dass du subjektiv aufgrund von deinen im Unterbewusstsein gespeicherten Aspekten eine stärkere Verbindung zu diesem Kind spürst. Ja, und das darfst du dir einfach bewusst machen, darfst sagen, okay, gerade ist es hier so.
Ja, und das Wichtige ist das gerade, was wir schon am Anfang gesagt haben, weil das sind immer nur Phasen. Ja, das wird sich zwischen, wenn du zwei Kinder hast, zwischen A und B, wenn du drei hast, A, B, C und so weiter, wird sich das, das wird sich immer wieder verändern. Und das ist das Natürliche dran eigentlich, ja, dass du an sich erstmal auch so wo du, wo du dich aus diesem, aus diesem Scham, aus dieser Scham-Ecke rausbewegen darfst, weil einfach sagen, okay, was wenn es einfach ganz normal ist?
Ja, und was wenn eine subjektiv stärkere Verbindung eben nicht bedeutet, dass du das andere Kind weniger liebst? So, aber lass uns mal weitergehen. Wann, wann ist uns ein Kind subjektiv gesehen ferner. Also wann würden wir sagen, mit dem tue ich mich gerade schwer? Und da ist der erste Punkt eigentlich derselbe wie oben, weil es so ist wie wir selbst. Wenn wir das, wie wir selbst als Kind waren oder wie wir selbst heute sind, wenn wir diese Eigenschaften an uns nicht so besonders gerne mögen, dann Und dann haben wir ein Kind, das genauso ist wie wir. Dann ist es natürlich ein Pulverfass, weil das triggert uns und erinnert uns in jedem Moment daran, dass wir diese Eigenschaft an uns selbst nicht mögen.
Also wenn du zum Beispiel von dir selbst denkst, du bist total chaotisch und vielleicht inzwischen auch schon als Erwachsener mit, mit Energie da dagegen gehst und dadurch einigermaßen ordentlich geworden bist, dann kann dich das total triggern, dass dein Kind, so wie Kinder halt mal sind, das muss jetzt eigentlich gar nicht sein, dass dein Kind dauerhaft auch so chaotisch ist, halt auch Zeug liegen lässt, weil das Kinder halt so machen.
Ja, und wenn du es von dir kennst und sagst, also war ich als Kind auch, dann kannst du es nutzen, um was, um es als positive Verbindung zu, also als Möglichkeit zur positiven Verbindung zu sehen. Wenn es dich bis heute noch triggert, dass du vielleicht chaotischer bist, als du gerne sein würdest, würdest, oder du fühlst dich kritisiert, weil andere dich dafür kritisieren, dass du chaotisch bist, oder es kostet dich, wie der Bernd sagt, sehr viel Energie, nicht mehr so chaotisch zu sein, dann lehnst du diesen Teil, der womöglich chaotisch ist, was ich nur kreatives Ordnungssystem nennen würde, den lehnst du dann in dir ab, und in der Folge triggert dich ein Kind, das so ist.
Genau, was dich noch triggern kann, ist, wenn dich das Kind an jemanden erinnert, den du nicht in guter Erinnerung hast. Also ja, es kann ja auch mit einem Klassenkameraden, Klassenkameraden sein oder was auch immer. Und das ist ja nicht immer das Ganze, sondern es sind ja immer nur einzelne Aspekte. Sagst, er ist immer so, so laut oder so impulsiv, oder der ist immer so ein Bestimmer, ne.
Und du hast vielleicht mal unter einem Kind gelitten, das dich dauernd rumgescheucht hat, und jetzt ist dein Kind so, oder so denkst du, hä, kann den nicht, hab ein Gefressen, ich könnte an die Wand klatschen, weil ich finde, das ist so ein fürchterliches Verhalten und der hört einfach nicht auf damit.
Ja, und was der nächste Grund ist, ist, wenn das Kind so total anders ist als du selbst und du das nicht verstehen kannst, weil es dir so fremd ist. Also Beispiel von mir: Ich konnte noch nie gut Hilfe annehmen. Also ich kann es inzwischen schon besser, als ich es früher konnte, aber wenn mich, wenn als Kind das nicht funktioniert hat, also ich wollte irgendwas aus Lego bauen und ist hat nicht geklappt. Und dann ist jemand gekommen und sagt, er will mir helfen. Das war schlimmer, als dass das nicht funktioniert hat gerade. Also der hat dann alles abgekriegt, was ging. Und wenn du jetzt aber jemand bist, der sich total gerne helfen lässt, dann kannst du das unter Umständen schwer verstehen, dass du dein Kind in dem Moment einfach lassen solltest. Und dadurch entsteht auch wieder so eine gefühlte Distanz.
Ja, du hast das Gefühl, du verstehst das Kind gar nicht, oder es kommt zu Konflikten zwischen euch, wo du es ja nur gut gemeint hast. Solche Sachen sind es, wenn du sagst, das ist so anders als ich, ich verstehe es gar nicht. Und dann ist es natürlich so, dass es schwieriger ist, zu einem Kind positive Verbindung aufzubauen, wenn sich das Kind gerade schwer von dir führen lässt, wenn es viele Widerworte gibt, wenn es immer dagegen geht, wenn du irgendwas willst, Wenn die Tools, die du benutzt, eben nicht funktionieren, dann fällt es schon viel leichter, genervt zu sein von dem Kind oder das Gefühl zu haben, man könnte es an die Wand klatschen, oder keine Ahnung, so als wenn das Kind halt gut darauf anspricht, was du tust. Gleichzeitig darfst du verstehen, dass Emotionen, und starke Emotionen, sind immer Ausdruck von Liebe. Das bedeutet, auch wenn du dich dem Kind distanzierter fühlst, wenn du dich nicht so verbunden mit diesem Kind fühlst, dann heißt es nicht, dass du dieses Kind weniger liebst. Weil wenn du dich über das Kind immer wieder aufregst, wenn du immer wieder genervt bist, wenn du immer wieder wütend bist, dann ist es auch Liebe, nur in einer komischen Verkleidung. Und deshalb ist es wichtig, dass du sagst, okay, ich Ich liebe meine Kinder alle gleichermaßen. Es äußert sich unterschiedlich. Und das darf ich mir angucken. Wie komme ich dahin, dass ich zu all meinen Kindern gut Nähe fühlen kann? Auf eine positive Art und Weise, ohne mich dafür zu verurteilen, dass es im Moment vielleicht gerade anders ist. Kann man den Satz so sagen? Ich glaube schon.
Ja, dass du halt einfach nicht die Tatsache, dass da gerade im bestimmten Bereichen eine Distanz entsteht, also sei das jetzt, weil das Kind sich gerade nicht leicht führen lässt, sei das, weil es dich irgendwie triggert, whatsoever, dass du das nicht damit verwechselst, dass da keine Liebe da wäre. Ganz im Gegenteil, die Tatsache, dass du das ja als was, dass du das ja, dass du das spürst, dass diese Distanz da ist, dass dir es vielleicht auch ein bisschen weh tut, Also, dass du sagst, eigentlich will ich diese Distanz nicht, das ist ja der klare Indikator für das, was du gerade gesagt hast, dass die Liebe da ist und dass auch das einfach ein Ausdruck genau dieser Liebe ist. Weil wenn es dir wurscht wäre, dann würdest du sagen, mir doch egal.
Ja, es geht einfach darum, da keine Schubladen draus zu machen, auch nicht zu sagen, ja, das Kind ist mir näher, das mit dem Kind kann ich besser, mit dem kann ich nicht so gut, weil in dem Moment, wo du das das festschreibst, wird es zu einer Self-Fulfilling Prophecy. Aber auch nicht, auch wenn du es wegschiebst und nicht wahrhaben willst, wird es auch zu einer Self-Fulfilling Prophecy. Dann wirkt es im Unterbewusstsein. Also wichtig ist einfach, dass du dahin guckst, dass du deine Schuldgefühle abfließen lässt und dass du sagst, okay, wie kann ich das denn verändern? Und da geht es einfach darum, dass du anfängst, die Kinder nicht mehr miteinander zu vergleichen, sondern dass du jede Beziehung als gleichermaßen einzigartig und unabhängig zu betrachten beginnst. Einfach zu sagen, okay, mit dem Kind ist es so, mit dem Kind ist es so. Es ist nichts besser, es ist nichts schlechter. Nur wie kann ich mit diesem Kind die Beziehung aufs nächste Level bringen.
Ja, und da hast du ja auch schon wieder eine Einladung zu, da dich selbst zu beobachten, weil du sagen kannst, okay, wenn du jetzt da Unterschiedliche zwischen, mit zwei Kindern eben, dass sich das unterschiedlich anfühlt, kannst sagen, okay, warum triggert mich denn das Kind? Was ist denn da bei mir? Weil Trigger heißt ja, dass bei dir was da ist, was, was hochkommt. Und wenn du noch dazu den Vergleich hast, kannst sagen, okay, Kind A schafft es nicht. Kind A triggert mich nicht. Kind B triggert mich. Ist eigentlich total geil, weil du für dich rausfinden kannst, ah okay, da triggert mich was, was mache ich denn damit? Ja, warum lasse ich mich davon triggern? Was kann ich denn tun, dass ich mich nicht mehr triggern lasse?
Ja, oder auch, welche Bedürfnisse erfüllt mir das Kind, das mich triggert, bzw. welche Bedürfnisse erfüllt mir das Kind, das mich nicht triggert? Was, ne, das ist einfach eine Einladung, mehr über dich selbst zu erfahren.
Ja, aber noch heilen darfst, oder was wieder rund werden darf.
Wo sind alte Glaubenssätze noch versteckt, die die Kids jetzt halt so meisterhaft auf die Bühne bringen? Und Gleichwertigkeit leben bedeutet, dass jedes Kind bekommt, was es braucht, und das ist eben nicht zwanghaft das Gleiche. Wir gehen immer davon aus, dass Kinder gleich behandelt werden wollen. Es stimmt überhaupt nicht. Jedes Kind braucht einfach das, was zu ihm passt. Weil es kann jetzt auch sein, dass dein Kind gerade einfach ein größeres Bedürfnis nach Freiheit hat und eben nicht ständig kuscheln kommen will und nicht ständig alles erzählen will und nicht ständig in deiner Nähe sein will. Und dann fühlt sich das vielleicht auch ein bisschen weniger verbunden an, einfach dadurch, dass das Kind nicht dauernd kommt und an dir klebt, sozusagen, ja. Und dann zu sagen, okay, aber ich gebe ihm, was es braucht. Ich gebe ihm nicht, was ich glaube, was richtig ist, oder was mein Bedürfnis ist, sondern ich gebe jedem Kind das, was es braucht, je nach Persönlichkeit und Moment. Und dann geht es als Nächstes darum, gut darüber zu kommunizieren, eben das zu kommunizieren, dass bei euch jedes Kind kriegt, was es braucht, und nicht jeder das Gleiche bekommt. Und darüber zu sprechen, dass du jedes Kind, dass jedes Kind so angenommen ist, wie es ist. Und wenn das ist, dass du mit einem Kind gerade mehr strugglest als mit dem anderen, dann dann sag das einfach ehrlich. Sag so Sachen wie: Es tut mir total leid, dass ich gerade irgendwie mich von dir triggern lasse. Ich arbeite an mir, weil ich will rausfinden, was da los ist, und es ist nicht deine Verantwortung.
Ja, musst du natürlich ein bisschen altersgerecht machen, das ist klar. Und kannst auch mal zu einem kleineren Kind, wird es vielleicht dann so sein: Tut mir total leid, dass wir zurzeit so viel Ärger haben. Ja, hätte ich gerne eigentlich anders. Ich gucke schon Ich versuche schon rauszufinden, was ich ändern kann.
Ja, oder einfach immer nur dem Kind die Verantwortung und die Schuld wegnehmen. Und das passiert, indem du dein Bedauern ausdrückst. Oder es tut mir leid, dass ich gerade laut geworden bin. Oder es tut mir leid, dass ich gerade nicht dein Bedürfnis gesehen habe. Oder es tut mir leid. Das reicht schon vollkommen aus. Und es ist keine Schwäche, sondern das ist emotionale Führung. Und damit stärkst du die die Verbindung ganz bewusst.
Ja, was du natürlich auch machen kannst, ist, dass du mit jedem Kind einfach für exklusiv Zeit sorgst. Also wo du sagen kannst, okay, was mache ich mit dem Kind? Wo kann ich mich vielleicht auch auf ein Interesse des Kindes einlassen, auch wenn es nicht dein Interesse ist? Weil das hat man ja am Anfang, da wo das matcht. Wenn du gerne backst und das Kind gerne mitbackt, dann ist es ja super. Ja, dann funktioniert es ja. Und wenn das andere Kind halt nicht gerne backt, sondern lieber auf Bäume klettert, dann versuch halt was zu finden, wo du da auch irgendwo, wo ihr auch was gemeinsam machen könnt.
Absolut. Und vielleicht lernt ihr miteinander ein neues Hobby, und dann darf vielleicht sogar dein Kind ganz automatisch ganz schnell besser werden als du. Das ist für Kinder auch eine großartige Erfahrung, für Eltern ein gutes Learning im Loslassen, und bringt euch auf jeden Fall mehr in Verbindung. Und es geht eben in unserem Sinne, also im Sinne von Gemeckerfrei, geht es nicht darum, dass man die Unterschiedlichkeit leugnet, sondern dass man eine bewusste Beziehungsgestaltung etabliert, dass man aufhört, sich schuldig zu fühlen, dass du aufhörst, dich schuldig zu fühlen oder zu vergleichen oder zu bewerten. Sondern das Ziel ist, dass du jedes Kind in seinem Wesen siehst, es fühlst und bedingungslos liebst, einfach ganz individuell, weil es ein Wunder ist, so genauso wie es ist. Und es ist einfach nur die Einladung, dein Herz weiter zu öffnen. Und das geht über diesen Weg, dass du bewusst hinschaust, wo kann ich mein Herz gerade nicht öffnen, aka welches ist gerade nicht mein Lieblingskind, und den Weg gehst, den wir hier jetzt gerade für dich aufgezeigt haben. Ja, dann wünschen wir dir viel Freude dabei.
Viel Freude damit.
Bis zum nächsten Mal.
Bis dann. Alles Liebe.
Tschüss.
More from Uli

Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









