Hilfe! Ich habe keine Zeit! - Podcast 112

In dieser Podcast‑Folge von Uli und Bernd Bott wird das allgegenwärtige Gefühl, nie genug Zeit zu haben, aus persönlicher Erfahrung heraus beleuchtet. Die beiden erzählen, wie sie selbst in Urlauben, beim Haushalt oder beim Versuch, mehrere Bücher, Podcasts und Sport gleichzeitig zu erledigen, immer wieder an das Ende des Tages kommen, ohne das Gefühl zu haben etwas geschafft zu haben. Sie führen das Phänomen auf einen inneren Antreiber zurück – ein aus der Transaktionsanalyse stammendes Verhaltensmuster, das besagt, dass man "gut ist, wenn man schnell ist". Dieser Antreiber wird bereits in der Kindheit durch elterliche Hetze weitergegeben und führt dazu, dass Kinder glauben, nur durch Schnelligkeit liebenswert zu sein. Die Hosts zeigen anhand konkreter Beispiele, wie sie selbst ihre Kinder unbewusst gehetzt haben und welche Folgen das für das Selbst‑ und Zeitgefühl der Kinder hat. Anschließend geben sie praxisnahe Tipps, um aus dem Hamsterrad auszusteigen: den Kindern bewusst mehr Zeit geben, eigene Ansprüche an Me‑Time senken, experimentell ausprobieren, dass nichts Schlimmes passiert, und bei Bedarf professionelle Coachings nutzen. Sie betonen, dass das Gefühl von Zeitmangel nicht durch mehr Aufgaben, sondern durch das Loslassen des inneren Antreibers reduziert werden kann. Abschließend verknüpfen sie das Thema mit ihrem übergeordneten Konzept der "Gemeckerfreiheit", also einer Lebensweise, die von inneren Mustern befreit ist, und laden die Hörer ein, die Tipps umzusetzen und bei Bedarf weitere Unterstützung zu suchen.
Chapters
Wir machen noch ganz schnell Hilfe, ich habe nie genug Zeit.
Also ich habe jetzt auch selten zu unseren Kindern gesagt, weißt du was, die Hausaufgaben, wenn du da jetzt keine Lust drauf hast, die kannst du auch nächsten Monat. Herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Genau, schön, dass du eingeschaltet hast und dass du dabei bist. Und wir wollen heute mal unsere Gedanken mit dir teilen bzw. unsere besten Tipps mit dir teilen zum—
Wir machen noch ganz schnell Hilfe, ich habe nie genug. Also schnell, genau, weil wir müssen—
Okay, das gibt jetzt die— wir machen das nachher auf eineinhalbfache Geschwindigkeit.
Ja, irgendwann aber doch, genau.
Nein, genau.
Aber Spaß beiseite, und wir lassen trotzdem ein bisschen Humor natürlich immer mit drin.
Und vielleicht geht es dir auch so. Also wir kennen das total gut aus der Zeit, als unsere Kinder kleiner waren, und heute eigentlich manchmal auch noch, wenn wir ehrlich sind, dass wir das Gefühl haben, nicht genug Zeit zu haben. Hilfe, ich habe nicht genug Zeit! Und Mein Klassikbeispiel dafür, wo ich das immer so festgestellt habe, ist, wenn ich dann nie Zeit hatte, wenn der Bernd was mit den Kids gemacht hat, oder wenn ich also nur so jetzt am Wochenende, oder wenn ich mal weggefahren bin ins Wellnesshotel für eine Nacht oder zwei, oder irgendwie mir das rausgeschnitten habe, und dann bin ich losgefahren irgendwie mit so einer Liste aus 13 Podcasts, die ich hören wollte. Ich hatte wahrscheinlich irgendwie 6 Bücher dabei, von denen ich dachte, dass ich mindestens eins bestimmt lesen werde. Aber ich wollte alle dabei haben, weil ich mich nicht entscheiden konnte, welches, und eigentlich dachte ich, müsste alle gleichzeitig lesen. Und außerdem wollte ich irgendwie meditieren, und journalen wollte ich auch, und zur Massage wollte ich auch. Und also, wenn ich weggefahren bin, also ich hatte schon den puren Stress, alles unterzubringen, und ich habe es nie geschafft. Und am Ende bin ich da weggefahren mit dem Gefühl von Wieder nicht geschafft.
Oder aus dem Hotel oder so. Ja, genau.
Wieder nach Hause gefahren mit dem Gefühl, ja, war ja schon irgendwie nett, aber ich habe ja wieder nicht die Hälfte von dem geschafft, was ich eigentlich machen wollte. Weil spazieren gehen wollte ich auch noch und Sport machen wollte ich auch noch und in die Sauna wollte ich auch noch. Keine Ahnung. Und was mir zum Beispiel zu Hause total oft passiert ist, dass ich mir gedacht habe, ja, ich habe so gewusst, jetzt seid ihr vielleicht im Indoor-Spielplatz, da seid ihr so plus minus 4 Stunden vielleicht weg. Und dann habe ich mir gedacht, okay, jetzt mache ich noch eine Stunde, mache ich jetzt noch Wäsche, irgendwas im Haushalt, weil ganz ehrlich, das ist ja schon auch eigentlich immer mal ganz schön, wenn man das dann ohne Kinder machen kann und einfach mal was wegschaffen kann und so. Und dann habe ich gedacht, okay, jetzt mache ich halt noch eine Stunde schnell. Und dann habe ich, während ich die Stunde Wäsche gemacht habe, habe ich dann gesehen, oh, in der Schublade sieht es ja aus und oh, da müsste man auch mal unbedingt und dann jetzt da auch noch.
Noch eine Viertelstunde und noch eine Viertelstunde.
Und dann am Ende des Tages habe ich gewerkelt, bis du wieder gekommen bist oder bis 10 Minuten davor. Und dann wollte ich aber möglichst, dass du das total toll findest, welche Schublade ich sortiert habe. Und du so, bist dir auf den Kopf gefallen.
Ja, weißt du warum? Weil ich ja dann gedacht habe, scheiße, weil wenn dann Uli mal weg ist und ich alleine bin, dann muss ich ja auch die ganze Zeit was machen. Ja, und gleichzeitig ja schon, weil du mir ja die Zeit, du wolltest ja auch, dass es ein Geschenk an dich ist und du dann nicht wieder was für uns machst. Das war natürlich auch die Idee dahinter.
Ja, das stimmt. Und vielleicht kennst du das auch, dass du halt einfach das Gefühl hast, dich unter Druck setzen zu müssen, wenn du mal Zeit für dich hast, weil es so viele Sachen gibt, die du unbedingt gerne machen wollen würdest und dich damit eigentlich noch viel mehr unter Druck setzt und dann eigentlich deine Me-Time, dass das eigentlich dazu führt, dass du dich ins Aufmanövrieren.
Also auch das kann ein Hamsterrad sein.
Ja, das ist auch ein Hamsterrad.
Ja, ein Hamsterrad der Me-Time. Ja, genau. Ich muss mir jetzt gut tun. Und gleichzeitig muss das gut tun, muss gesund sein, es muss sinnvoll sein und so weiter.
Ansprüche sind voll hoch dran.
Die Ansprüche sind voll hoch und 90% der Zeit wird es eigentlich reichen, du schläfst einfach mal 2 Stunden.
Ja, oder so. Dann habe ich gedacht, na ja, dann bin ich in die Badewanne und habe dann anschließend, oder während ich in der Badewanne lag, habe ich gedacht, na ja, ich hätte mir ja wenigstens noch eine Kerze anzünden können, oder irgendwie gute Musik wäre ja auch irgendwie schön gewesen. Und am Ende des Tages bin ich halt vielleicht auch nur auf dem Sofa eingepennt, in noch wahrscheinlich in irgendeiner unbequemen Position, weil ich halt eigentlich ja noch, weiß ich nicht, was alles machen wollte. Und Na, ich habe mir immer die Geschichte erzählt, wie viel besser das wird, wenn die Kinder größer sind.
Ja, genau, weil dann muss man ja nicht mehr so viel um die rundherum sein und die brauchen nicht mehr so viel.
Also mein Standardsatz war, wenn die endlich mal durchschlafen. Also wir hatten so Kinder, die waren echt schlechte Schläfer, würde man jetzt wahrscheinlich sagen.
Wenn man es bewerten wollen würde, würde man das jetzt so sagen. Unterbrechungsschläfer.
Genau, also ich glaube Am Ende des Tages haben wir wahrscheinlich irgendwie 10 Jahre nicht durchgeschlafen oder so. Und wir sind voll fein damit. Nur war das halt so, dass ich mir zumindest immer erzählt habe, wie viel mehr Energie ich haben werde in dem Moment, wo alle Kinder durchschlafen.
Ja, nicht ganz in Betracht ziehend, dass die dann viel früher aufstehen müssen. Weil sie mit dem Bus in irgendwelche Schulen fahren müssen, zum Beispiel.
Und gleichzeitig auch, wir sind, wir Menschen sind ja immer total gut da drin, Zeiten zu füllen. Also in dem Moment, wo du halt dich nicht mehr so erschöpft fühlst, vielleicht weil du wieder besser schläfst, kommen dir halt noch 100.000 andere Sachen in den Sinn, die du auch machen könntest. Und dann machst du die vielleicht, aber du bist halt dann immer noch genauso erschöpft. Also du bist davon ja nicht erholter. Und das hat halt oft damit zu tun, dass wir Menschen, also dass die meisten von uns in irgendeiner Art und Weise von einem bestimmten inneren Antreiber getrieben werden. Also ein innerer Antreiber, das kann man sich vorstellen wie so ein inneres Programm, oder?
Ja, also für mich ist es immer so ein bisschen wie aus Asterix, der die Sklaven mit der Peitsche da so bisschen. Das ist für mich, das ist für mich immer das Bild, ja, der innere Antreiber. Aber es ist ja, es ist wie so eine Art ein, ein Programm oder ein Verhaltensmuster.
Ja, genau. Und ein Glaubenssatz, Das sehen wir halt im Mix da draußen.
Ein Bundle.
Ja, genau. Also das ist quasi— und einer, es gibt also aus der Transaktionsanalyse kommt es, und es gibt 5 verschiedene innere Antreiber. Also haben die zumindest halt so festgelegt. Und einer davon ist: Ich bin okay, wenn ich schnell bin. Ich bin okay, wenn ich mich beeile. Und viele von uns, also in der westlichen Welt glaube ich, die allermeisten Menschen haben diesen Glaubenssatz, dieses Muster, diesen Antreiber sozusagen mit dem Fläschchen oder der Muttermilch eingesaugt. Weil, also ich habe jetzt auch selten zu unseren Kindern gesagt, weißt du was, die Hausaufgaben, wenn du da jetzt keine Lust drauf hast, die kannst auch nächsten Monat, oder räum halt dein Zimmer nächstes Jahr auf, oder so. Ja, also es war schon auch, also wenn ich da ganz ehrlich bin, dann waren wir schon auch eher die Eltern, die halt immer mal früher, als wir es noch nicht besser konnten, unsere Kinder auch mal angetrieben haben und gesagt haben, jetzt schneller, wir müssen los, und jetzt zieh mal die Schuhe an, und wir müssen, beeil dich, und so.
Und so dieses Sachen, die du nicht magst, mach die doch besonders schnell, ja, dann sind sie schneller vorbei, ne. Oder ist erst das grüne Essen und dann so erstes, erstes gesunde und dann das Ungesunde, oder so, lauter so Sachen, die da, die man da halt macht, ja.
Und die alle dazu führen, dass du dein Kind antreibst, die alle dazu führen, dass dein Kind diesen Antreiber auch entwickelt, dass es okay ist. Also okay im Sinne von, ich werde besonders geliebt, wenn ich schnell bin.
Ja, ich bin gut, wenn ich schnell bin.
Ja, ich bin gut, ich bin okay, ich bin liebenswert, ich erfülle die Erwartungen, ja, wenn ich mich beeile. Und das ist, würden wir eben sagen, das ist eigentlich ein Kindheitstrauma, das wir alle haben und dass wir eben in unserer schnelllebigen Welt auch alle, oder die meisten von uns, halt schön weitergeben.
Und ja, und es ist ja klar, es funktioniert ja auch alles danach. Also es ist ja wirklich so komplett, wenn du jetzt Baustellen in heißen Ländern zum Beispiel, da finde ich, kann man das so gut vergleichen, wenn du jetzt Du jetzt eine Baustelle in Deutschland siehst, dann ist es sehr effizient, da wird richtig was geschafft. Also meistens, ja, ich weiß, da gibt es auch andere Ideen oder Vorurteile drüber. Aber wenn du das jetzt aber vergleichst in so heißen Ländern, ja, dann bewegen sich die total langsam, also bedächtig. Da liegen die Hälfte, liegt immer im Schatten und ruht sich aus, und die andere Hälfte arbeitet gerade, ja, weil es einfach so heiß ist. Und aber auch die, die arbeiten, sind an sich bedächtig, ja, die, die jagen sich selber gar nicht so hoch in so einen Speed, weil das würdest du gar nicht aushalten, da fällst du in einer halben Stunde dann um, ja. Und Und es ist einfach nur spannend zu sehen, okay, das ist einfach nur bei uns halt so entstanden und auch aus einer Zeit entstanden, in der es vielleicht mal ganz hilfreich war. Aber das heutzutage und gerade bei Kindern ist es nicht nötig, weil das kann man als Erwachsener immer noch lernen für die Situationen, in denen man es wirklich braucht.
Ja, und eben zu sehen, okay, dass ich mich immer beeile, dass ich immer das Gefühl habe, ich habe keine Zeit, das liegt nicht daran, dass ich zu viel auf der Uhr habe. Das liegt nicht daran, dass an meinem Leben was falsch ist, sondern das ist eine Grundeinstellung, mit der ich aufs Leben gucke. Und deshalb kannst du halt aus dieser Podcastfolge zwei Aspekte für dich mitnehmen. Erstens, dass du halt überlegst, ne, was will ich eigentlich genau meinen Kindern mitgeben? Will ich vielleicht mal genau jetzt das Gegenprogramm fahren und sage ich zum Beispiel so Sachen zu meinem Kind wie, du spielst gerade so schön, spiel doch weiter? Wir können aber, ne, wir können auch noch in 2 Stunden einkaufen fahren. Oder eben zu sagen, okay, was weiß ich, na, also dann räum halt das Kinderzimmer auf, wenn du halt mal Lust drauf hast. Oder ja, mach die Hausaufgaben halt mal nächste Woche. Also weißt du, so demonstrativ mal damit zu spielen, so sagen wir, auszuprobieren, was passiert eigentlich, wenn ich das anders mache. Also ich habe zum Beispiel, ich weiß zum Beispiel von mir, dass ich das in vielen Situationen anders gemacht habe. Mit den Kids. Also ich bin jetzt zum Beispiel auch nach dem Einkaufen irgendwie 2 Stunden auf dem Parkplatz gehockt und die haben einen Stein von A nach B getragen und wieder von B nach A und wieder von C nach D und so. Und dann zwischendurch immer noch die Kühe angeguckt und dann haben sie wieder weiter die Steine. Das schon die Hofladenbesitzerin immer zu mir gesagt, das ist ja der Wahnsinn, wie machst denn du das eigentlich und so, ja. Und das also so, aber ich habe das den Kindern nie gesagt. Also, ich habe das nicht, ich habe denen nie gesagt, lass dir doch Zeit.
Also in diesen Momenten, wo du eigentlich dir ja, ihnen ja auch die Zeit gegeben hast, hast du es nicht gesagt. Das Einzige, was wir gesagt haben, war in den Momenten, wo es sich beeindruckt war, haben wir nur gesagt, beeil dich. Genau, das ist ja dann, dann hilft auch das Geduld haben nicht, es ist nicht verkehrt an der Stelle.
Aber machen wir mal noch eine andere Folge dazu, über unbewusste und bewusste Erfahrungen.
Genau, ja, ja, aber die bewusste Erfahrung in dem Moment übertüncht natürlich die andere ganz leicht, ja, die unbewusste.
Genau. Und deshalb einfach benennen, dass wenn du dein Kind, wenn du extra ihm Zeit gibst, ne, fang an, wirklich deine Kinder nicht, also so wenig wie möglich zu hetzen, und benennen, dass wenn du sie nicht hetzt, um einfach zu sagen, okay, also meine Kinder sollen später mal nicht da sitzen und das Gefühl haben, dass sie nie Zeit für irgendwas haben. Meine Kinder sollen nicht das Gefühl haben, dass jemand hinter ihnen steht mit der Peitsche und sie antreibt. Meine Kinder sollen nicht das Gefühl haben, dass sie nur liebenswert sind, wenn sie Leistung erbringen, und das möglichst noch schnell. Und dann eben auszuhalten, wenn Dinge langsamer passieren, anders passieren, als du das vielleicht üblicherweise gerne gewollt gehabt hättest.
Ja, und da ist halt total wichtig zu wissen, und das kannst du einfach aus unserer Erfahrung mitnehmen, dass, wenn du das machst, werden deine Kinder keine Dauertrödler. Das ist nämlich diese, das ist ja, wir Menschen denken da ja so linear auf, also da denken wir alle so, so eindimensional auch immer. Also geht mir auch immer wieder an manchen Stellen so, wo ich, oder gerade auch früher, wo ich heute denke, das gibt's ja gar nicht, wie für, wie doof hält man denn eigentlich die Kinder, gerade wenn sie dann älter sind? Weil wenn die mal 10 sind, wenn die mal 12 sind, dann haben die schon Sachen, die wollen die auch selber schnell erledigt haben, und da geht's ratzifatzi. Also dann bekommen, wenn die, und dann ist es aber eine erlernte Fähigkeit, die ich halt in dem Moment einsetzen kann, wo ich sie brauche.
Und kein Muster, das mich drangsaliert, unabhängig davon, ob es gerade Sinn macht oder nicht.
Entschuldigung, man kann sich nicht gehetzt entspannen.
Ja, genau, weil das Gefühl von Zeitmangel, das wird so lange bestehen, wie du von diesem inneren Antreiber angetrieben bist. Das hört nicht auf, egal wie wenig Aufgaben du dir in den Tag packst, egal wie viel Zeit du hast. Du wirst dich immer unter Druck setzen, du wirst immer dieses Gefühl von Zeitmangel haben, solange dieser innere Antreiber dich treibt.
Ja, genau, weil der bestimmt deine Sicht auf die Welt in dem Moment.
Da kommen wir jetzt nämlich zum zweiten Punkt. Der erste Punkt ist, mach Werd dir mal bewusst darüber. Willst du deine Kids weiter hetzen oder hörst du damit auf ab heute? Und der zweite Punkt ist eben zu sagen, okay, wie kommst du selber aus dem Stress raus?
Wie kannst du eigentlich dieses Hamsterrad verlassen?
Wie viel mehr kannst du denn glauben, dass das, was du tust, genug ist?
Und dass du vielleicht ab und zu sogar was weglassen kannst. Ja, und du immer noch genug.
Ja, was, wenn dein Wert nicht von dem abhängt, was du leistest? Ja, was, wenn es sogar wertvoller wird, was du tust, wenn du es langsamer tust? Was, wenn es sogar total in Ordnung ist, einfach mal blöd eine Schnulze oder ein Krimi oder irgendwas anzugucken, wenn gerade keiner was von dir will?
Oder tatsächlich einfach dem Drang nachzugeben, jetzt auf dem Sofa mal einzuschlafen oder sogar noch ins bequemere Bett zu gehen.
Für mich wäre es tatsächlich, war die Erlaubnis, irgendwie was Unnützes zu tun, noch viel, also wie jetzt zum Beispiel halt mal einen Film anzugucken oder so, was ich nie gemacht habe. Dass mir dafür die Erlaubnis zu geben, war für mich der noch viel größere Schritt. Weil Schlafen, das konnte ich meinem Gehirn ja noch erzählen. Das ist ja auch reden. Dann bin ich angeschrieben, wie das ist. Genau. Aber ansonsten Draußen habe ich ja immer gesagt, okay, ich mache jetzt irgendwas, um besser zu werden in—
ja, ja.
Und von einem Film, also das habe ich halt nicht geschafft, meinem Gehirn zu erzählen, dass ich vom Film gucken besser werde.
Ja, dabei kannst halt das sich dazu führen, dass du dein Hirn mal abschaltest für eine Zeit. Und das ist echt auch, also für Menschen, die auch ganz gerne viel denken und im Kopf immer am Planen sind, ja, ganz hilfreich.
Genau.
Ja, es gibt ja sogar so einen schönen Spruch: Wenn du es eilig hast, geh langsam. Das ist so ein buddhistischer Sehnspruch, der halt genau das zeigt, dass du sagst: Okay, mach halt mal genau das Gegenteil.
Ja, voll.
Also geh dem mal, diesem Antreiber, zeig dem mal bisschen so den Stinkefinger auch und sag: Ja, weil du bist— Mein lieber Freund, jetzt zeige ich dir mal, dass ich auch ganz anders machen kann.
Und dass nichts dabei passiert. Genau, das ist nämlich das Wichtige. Solange du es nicht ausprobierst, hast du Angst davor, was passieren könnte, wenn du es machst. Weil das ist, wie so Muster und Programmierungen funktionieren. Und erst wenn du es wirklich ausprobierst und die Erfahrung machst, dass nichts passiert— na gut, dann ist die Schublade halt noch unsortiert. Oh, wir haben Besuch! Denken. Und das ist, das ist das Wichtige, die Erfahrung zu machen, dass nichts passiert. Ganz im Gegenteil, dass deine Lieblingsmenschen dich immer noch mögen und dass die Welt nicht untergeht. Und die Erfahrung zu machen, das ist das, was ein Aspekt ist, wie du solche Muster veränderst. Und ansonsten Ansonsten, wenn ich das an der Stelle einfach mal mit einschmeiße, machen wir das natürlich in unseren Coachings und Programmen, dass wir dir helfen, wie du so Muster wirklich nachhaltig aufdeckst, auflöst, veränderst und nutzbringend für dich einsetzt.
Ja, weil das ist einer der Gamechanger, den du dann erfahren kannst in deinem Leben. Solche Muster, die einen eigentlich eben unbewusst und unbemerkt ständig in irgendwelche in irgendein Hamsterrad, um das jetzt noch mal das Bild zu benutzen, dich in irgendein Hamsterrad reintreiben, um die halt loszuwerden. Das ist halt sehr— deswegen ist gemeckerfrei irgendwann zu Gemeckerfreiheit noch erweitert worden, quasi. Ja, weil das ist Freiheit. Freiheit bedeutet nicht mehr— also die Gemeckerfreiheit bedeutet vieles, aber eben auch nicht mehr von solchen Mustern zwanghaft gefangen gehalten zu werden. Nicht so ganz drastisch formuliert, aber es ist tatsächlich so drastisch.
Ja, ja, genau. Und eben nicht mehr. Und den viele von unseren Kunden und eben auch ich, und ich weiß eigentlich gar nicht genau, ob du den auch hattest, aber so dieses wirklich diesen Peitschentreiber, der hinter einem steht und quasi in dem Moment, wo du nur den Anschein machst, du würdest mal einen Schritt langsamer gehen, kommt der mit der Peitsche und haut dir von hinten eine drüber. So, und das ist halt Wahnsinn, wie man sich damit unter Druck setzt. Und wie man da, ja, wie man sich damit selber das Leben schwer macht und nicht merkt, solange man glaubt, es wäre normal. Und das ist das Fiese an den Mustern. Du glaubst gar nicht, du merkst gar nicht, wie viel Energie dich das kostet, solange du immer noch in den Muster, von den Mustern getrieben bist.
Ja, weil für dich ist es kein Muster, sondern für dich ist es ja Normalität. Es gibt diesen Spruch: Du kannst selber deine Glaubenssätze gar nicht erkennen, weil du sie ja mit deinen eigenen Glaubenssätzen betrachtest. Was das für dauernd überprüfst. Und das ist natürlich ein negatives Perpetuum mobile oder eine ewige Spirale, die nie endet und dich eben auch nirgends hinbringt. Und da ist mir der Blick von außen halt wichtig.
Ja, und das war das, der jetzt sagst du vielleicht, ja, hinter mir steht keiner mit der Peitsche. Deshalb, das war jetzt nur einer von zum Beispiel 5 Antreibern. Und auch das sind nicht alle Glaubenssätze, die es gibt, sondern an der Stelle kannst du einfach, wenn du Lust hast, dich eingeladen fühlen zu sagen, okay, was Was, wenn ich mein Leben noch viel leichter, einfacher und fröhlicher leben könnte? Wenn ich eine innere Freiheit entwickeln könnte? Und wenn dich das reizt und du Lust drauf hast, dann fängst halt an, die zu finden. Und wenn du unsere Hilfe magst, weißt ja, wo du uns findest.
Findest alles dazu in den Shownotes, wie du uns findest, wo du uns findest und so.
Genau. Und jetzt machen wir hier einen Punkt.
Danke fürs Zuhören und Zuschauen.
Genau. Und viel Freude mit deiner Zeit. Alles Liebe.
Ciao.
Tschüss.
Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare. Wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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