In der Pubertät versagt Bedürfnisorientiertes Elternsein! - Podcast 005

Uli and Bernd Bott argue that purely needs-based parenting fails in adolescence. They propose "loving leadership" instead: clear boundaries that aren't authoritarian, paired with real responsibility. A 16-year-old jogging before school and a screen-time deal show how parents set frameworks while letting teens learn self-direction.
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Hallo hier bei Gemeckerfrei, dem Eltern-Podcast für dein liebevolles, entspanntes und glückliches Familienleben. Setz dich mit uns an den Tisch. Wir, Uli und Bernd Bott, heißen dich herzlich willkommen.
Hallo, herzlich willkommen.
So schön, dass du hier bist, wieder hier bist, ganz neu hier bist. Und uns zuhörst.
Bin mal gespannt, wie lange der Bernd noch diese Begrüßung macht und immer den Leuten erzählt, falls du jetzt das erste Mal oder wieder oder sonst wie hier bist.
Ja, wahrscheinlich noch ganz lange. Ich finde es cool. Bei uns am Küchentisch quasi.
Genau. Und wir freuen uns, wenn du uns auf jeden Fall, wenn du die Folge gemocht haben solltest, also du weißt ja noch gar nicht, was kommt, aber für den Fall, dass du sie anschließend gemocht haben solltest, dann lass uns das gerne wissen. Kommen mit uns in Austausch bei Instagram oder per E-Mail oder wie auch immer. Und wir freuen uns auf jeden Fall, dass du hier bist. Und jetzt geht's auch direkt schon los. Und zwar wollen wir heute mal darüber sprechen, warum bedürfnisorientiertes Elternsein, gerade wenn es Richtung Pubertät geht, zum Scheitern verurteilt ist. Und was wir für eine Meinung oder für einen Standpunkt dazu haben, wie sich viele Eltern selbst das Leben schwer machen.
Sei gespannt.
Ja, das ist ein cooles Thema.
Und weil ja dieses Puppentätz-Thema ist ja immer schon eigentlich seitdem, ich weiß schon, als ich Jugendlicher war, war das ja schon immer so ein Elternstress-Thema. Voll, total. Und ich habe es meinen Eltern auch zu einem echten Stressthema gemacht.
Ja, genau.
Aber das wollte ich nur so kurz einwerfen nebenbei. Du hast ja eine coole Geschichte zu erzählen.
Ja, das stimmt. Genau. Ich habe letztens in unserer Facebook-Community einen Post gemacht und habe da geschrieben, dass unser 16-jähriger Sohn jetzt immer morgens um 5:30 joggen geht und dass er das freiwillig macht, aber nicht selbst gewählt, also nicht ganz selbst gewählt. Und daraufhin kamen viele Kommentare, wie das denn wohl geht und was das jetzt heißt. Und genau, und da wollen wir einfach mal drauf eingehen, das wollen wir einfach mal erzählen, weil Was uns Eltern oft passiert, gerade auch wenn du selber ähnlich aufgewachsen bist vielleicht wie der Bernd, was er gerade ja schon ein bisschen angedeutet hat, wir sind so allergisch gegen autoritäres Elternsein. Also wir wollen viel, aber auf gar keinen Fall wollen wir autoritär sein. Und das kann ich auch für uns total unterschreiben. Also ich will auf gar keinen Fall eine autoritäre, gleich muss man vielleicht gleich noch dazu sagen, ne, Autorität Autorität ist gleich, also eine hierarchische Eltern-Kind-Beziehung, dass ich irgendwie toller, besser, machtvoller bin, weil ich die Mama bin, oder der Bernd das letzte Wort hat, weil er der Papa ist. Auf gar keinen Fall. Auf gar keinen Fall. Und ich glaube, uns ist deshalb, es liegt uns diese Folge oder dieses Thema auch so extrem am Herzen, weil wir sind natürlich als junge Eltern in dieselbe Falle getappt. Weil wir Menschen sind gleichermaßen würdig. Gleichberechtigt würde bedeuten, wir haben in jedem Moment dieselben Rechte. Und das kannst du schon ganz klar erkennen alleine an so einem Beispiel wie Straßenverkehr, dass dein zweijähriges oder dreijähriges Kind nicht dasselbe Recht hat wie du, zu entscheiden, ob es jetzt über die vierspurige Straße laufen darf oder nicht. Da ist gleichwertig Würdig bedeutet an der Stelle, dass du den Schmerz des Kindes verstehst, wenn du es auf den Arm nimmst und ihm und die Wut aushältst, die vielleicht in dem Kind entsteht, weil du es eben nicht vors Auto laufen lässt, dass du da bist für das Kind und es begleitest und nicht genervt davon bist, dass es das jetzt immer noch nicht kapiert hat, dass es nicht alleine über die viel befahrene Straße laufen kann, also dass du die die Würde deines Kindes achtest und trotzdem gleichzeitig für die Sicherheit des Kindes sorgst, indem du ihm eben nicht zugestehst, es über die Straße laufen zu lassen. Und jetzt ist Straße oder Straßenverkehr oder auch im Auto sitzen, angeschnallt sein, wie auch immer, diese Gefahrsituationen, da ist es für uns ganz offensichtlich, da fällt uns das auch verhältnismäßig leicht, klar zu sein, wobei es uns oft nicht gelingt, trotzdem würdevoll zu bleiben, weil wir oft dann zickig werden. Das hast du vielleicht, ist dir vielleicht auch schon mal passiert. Aber jedenfalls war das unser Kardinalfehler. Wir haben gleich würdig und gleich berechtigt verwechselt in vielen anderen Situationen und haben mit unseren 2-, 3-, 4-jährigen Kindern diskutiert und geredet und auf die eingeredet und die mit einbezogen und denen Bernd, vielleicht fällt dir auch noch was ein dazu, wo wir da irgendwie einfach wirklich vom Hundertsten ins Tausendste sie überfordert haben.
Ja, indem wir einfach ganz oft ja dann auch, und das ist natürlich noch mal ein Fehler, der dabei passiert, weil wir eigentlich ja oft auch eine Entscheidung von dem Kind wollten.
Genau.
Und das Kind eigentlich überhaupt noch gar nicht in der Lage war zu überblicken, dass es hier um eine Entscheidung geht.
Ja. Hast du da noch ein Beispiel? Gibt es noch was? Fällt dir noch was Konkretes ein? Ich finde, das waren immer so diese Sachen mit Ausflügen. Hast du Lust, zum Spielplatz zu gehen, während das Kind gerade irgendwas gespielt hat? Und dann sagt das Kind natürlich nicht: Ja, ich will zum Spielplatz. Aber eine Viertelstunde später, wenn sein Spiel zu Ende ist, kommt es und sagt: Ja, ich will auf den Spielplatz. Und dann sagst du: Ja, ich habe Du hast mich doch vor einer Viertelstunde gefragt und da wolltest du nicht und jetzt so.
Und jetzt ist es zu spät, weil wir müssen ja dann kochen oder was auch immer. Genau, genau. Das ist eigentlich das perfekte Beispiel, weil wir, weil es dabei so oft passiert, dass man nicht beachtet, dass das Kind ja eigentlich nur im Moment denken kann. Das will nur dann an den Spielplatz, wenn jetzt gerade keine gute Alternative da ist.
Ja, zum Beispiel. Und gleichzeitig. Ist das halt, kann man da halt sehen, dass wir in dem Moment noch nicht in der Lage waren zu führen. Und das ist das, was uns bei vielen, vielen Eltern auffällt, dass sie nicht sich nicht trauen, liebevoll klar ihre Kinder anzuleiten oder zu führen. Das bedeutet ja überhaupt nicht, über den Kopf des Kindes hinweg Entscheidungen zu treffen. Also ich mache jetzt mal dieses, ich erzähle mal das Beispiel mit dem, mit unserem Sohn fertig, damit du es vielleicht ein bisschen konkret ergreifen kannst. Der arbeitet ja jetzt bei uns mit in unserem Unternehmen und ist hier für Technik und so zuständig, Webseiten und so was, und fängt halt morgens zwischen 8 und halb 9 an zu arbeiten. Und früher, als er noch zur Schule ging, ist er halt morgens eine Viertelstunde mit dem Fahrrad zur Schule gefahren und hatte da schon mal seine erste Bewegung. Und wir haben uns halt mit ihm zusammengesetzt und haben gesagt, hör mal, also wenn du anfängst zu arbeiten, irgendeine Form von körperlicher Bisschen frische Luft musst du, musst du machen, um morgens gut in den Tag zu starten. Du kannst nicht aus dem Bett rollen und dich an den Schreibtisch setzen. Das sehen wir nicht, dass das gut funktionieren kann. Welche Form von Aktivität kannst du dir vorstellen? Was machst du morgens, um deinen Körper zu trainieren, um fit zu werden, um dann auch gut arbeiten finden zu können. Und da haben wir uns dann halt auf Joggen geeinigt.
Und er hat sich schon selber ausgesucht quasi Joggen. Ja, wirklich seine.
Ja, wir haben nicht gesagt, du musst joggen gehen. Wir haben halt nur gesagt, irgendeine Form von körperlicher Betätigung, ungefähr eine halbe Stunde, such dir was aus. Und die ersten Tage hat er schon noch probiert, sich so ein bisschen drumherumzumogeln. Und hat so, ja, er hat verschlafen, er kann auch nichts dafür, dass er seinen Wecker nicht hört und so. Und wir so, das sehen wir anders. Und dann haben wir an der Stelle eben gesagt, okay, hättest du gern Support von uns? Soll einer von uns nach dir gucken kommen? Brauchst du jemanden, der dich weckt? Oder kriegst du es alleine hin? Und dann hat er halt entschieden, er kriegt es alleine hin. Und seitdem funktioniert die Nummer und er geht mal mindestens an 4 von 5 Tagen unter der Woche joggen und das tut ihm sichtlich gut und er sagt auch selber, dass es ihm gut tut. Also er bedankt sich auch selber bei uns dafür, dass wir da halt so eine, dass wir ihn da so ein bisschen an die Hand genommen haben. So würde ich es eigentlich nennen. Und das ist liebevolle Führung. Das ist das, was viele Eltern sich nicht erlauben, die dann einfach sagen, ja, ich habe es mal vorgeschlagen, aber er wollte halt nicht.
Ja, und ich glaube, also du hast ja jetzt schon so schön immer konnotiert mit liebevolle Führung, weil der Führung wird eben ganz schnell mit Autorität gleichgesetzt oder mit autoritär sein. Ja, oder das ist zumindest ein Meme, eine Vorstellung, die wir damit zusammenbringen. Und das meinen wir natürlich überhaupt nicht, sondern Führung ist im Endeffekt wirklich ein gemeint, ein An-die-Hand-nehmen, ein Lenken und Leiten.
Ja, genau, weil ganz ehrlich passiert ja autoritäre Führung sonst immer, wenn wir zu lange passiv waren.
Aus der Übersprungshandlung quasi.
Ja, also wir erleben zum Beispiel immer wieder Eltern, die so Sachen, die uns so Sachen erzählen wie: Ja, der 13-jährige 14-jährige, 15-jährige Sohn sitzt nur noch in seinem Zimmer und ich glaube, der ist ein Vampir geworden und der ist nur noch in seinem Zimmer und immer mal kommt wieder dreckiges Geschirr aus seinem Zimmer und der ist halt nur noch am Zocken. Aber was soll man da schon machen? Und da schrillen bei mir immer die Alarmglocken, weil das ist genau ein Zeichen dafür, dass Eltern hilflos vor ihren Kindern stehen. Und in dem Moment verkehrt sich auch systemisch gesehen, wer hier sozusagen, wer ist hier, wer sind die Eltern, wer sind die Kinder? Weil da übernehmen die Kinder die Führung. Die Kinder sagen oder machen einfach, ich bin nur noch in meinem Zimmer, ich halte mich nicht an eine Vorgabe, wann ich meinen Laptop bringen soll, ich zocke mehr als ausgemacht ist. Und die Eltern stehen hilflos daneben und sagen, ja, ist halt jetzt irgendwie so. Und Meistens ist es so, haben wir es zumindest bei uns auch erlebt, ja, da guckst du mal eine Zeit lang zu und hoffst, dass es anders wird. Wenn sich's dann aber nicht von selber verändert, kommt irgendwann der Punkt, wo du auf den Tisch haust und sagst, und jetzt wird aber mal dieses Zimmer aufgeräumt, und jetzt gehst du nach draußen, und jetzt gehst du mal Fahrrad fahren, und ich bin ja auch nicht hier deine Putzfrau, und deine Köchin bin ich auch nicht, und überhaupt, jetzt ist eine Woche lang der Laptop weg. Weg. Das ist ja voll autoritär, aus der Not geboren, klar, aber das ist ja voll autoritär.
Und dieser Rückgriff auf das, was wir selber so erfahren haben, und dann so wird das irgendwie aus der, kommt das unterbewusst einfach noch die einzige Lösung.
Ja, noch dazu, weil das ja das ist, wovor wir eigentlich Angst haben, was wir vermeiden wollen. Und Gesetz der Anziehung, alles, was du, wovor du Angst hast, ziehst du sowieso in dein Leben. Ja, und Gleichzeitig eben aus dieser Hilflosigkeit, weil ich meine, ich kenne das auch, das ist halt ein absolutes, absolut beschissenes Gefühl, wenn du vor einem Kind stehst und das Gefühl hast, du müsstest es jetzt, also du hast keine Idee mehr, wie du dieses Kind dazu bewegst, irgendwas zu tun von dem, was dir jetzt gerade wichtig wäre. Und liebevoll klar zu sein und dieses Führen zu lernen bedeutet eben, dass du dir erlaubst, dem Kind oder auch dem Jugendlichen Orientierung zu geben. Weil sind wir doch mal ehrlich, so ein Computerspiel oder eine Serie oder auch eine Buchreihe oder ein Handyspiel, all diese Dinge, das ist ja, das hat ja schon krasses Suchtpotenzial. Also da fällt es ja uns oft schwer, da ein Maß zu finden und Das ist doch gar nicht verwerflich, wenn das unseren Kindern nicht so leicht fällt.
Ja, noch dazu, wo den Kindern und den Jugendlichen ja auch nicht klar ist, sind also die negativen Folgen nicht klar sind.
Ja, klar, voll.
Die ja nur, die wir einfach ja nur sehen. Und das hilft auch nichts, wenn du darüber redest und sagst, davon wisst ihr ganz ganz doof im Kopf oder so was, weil das kommt natürlich in dem Moment nicht an.
Einsicht funktioniert halt nicht, genauso wie beim kleinen Kind Einsicht nicht funktioniert im Sinne von: Du darfst nicht über die Straße rennen, weil dann bist du totgefahren. Ja, so funktioniert halt auch bei einem 14-Jährigen oder einem 16-Jährigen oder einem 12-Jährigen oder nimm welches Alter auch immer du willst. Da, das Einsicht funktioniert nicht, wenn du emotional gefesselt bist, gerade von einem PC-Spiel, kannst du noch so viel logische Argumente in in den Raum schmeißen, das hilft einfach überhaupt gar nichts. Abgesehen davon, dass wir dann versuchen, als Eltern uns hinter Argumenten zu verstecken. Wir hoffen, dass das Kind bereit ist, uns zu folgen über Argumente. Führung funktioniert aber nicht über den Kopf, sondern Führung funktioniert übers Gefühl und über das Standing, das du als Mama oder als Papa hast, dass du einfach klar hast, okay, also So, das ist ungefähr der Rahmen, den ich für sinnvoll erachte. Also wir haben zum Beispiel mit einem unserer Kinder auch mal so einen Deal ausgehandelt und haben gesagt, okay, eine Stunde kannst du PC spielen am Tag, und dann, wenn du noch eine weitere oder noch zwei weitere Stunden spielen möchtest, musst du für jede Stunde, die du weiterspielen willst, eine Stunde etwas tun, womit du dich persönlich weiterentwickelst. Ja, also da galten dann Bücher, also die wir gemeinsam ausgewählt hatten, Bücher, Mensch spielen, Podcasts hören, Sport machen, ne, all das, was einen auch, wo man sagt, okay, da, damit reife ich als Person. Damit konnte man sich bei uns dann noch weitere PC-Zeit dazuverdienen sozusagen. Aber da haben wir auch ganz klar, wir haben nicht gesagt, Es gibt nur eine Stunde PC und mehr darfst du nicht. Weil klar, das ist an irgendeinem Punkt ist es halt so, dass die Kids mehr mitentscheiden können wollen, weil sie halt eben auch schon kurz vor Erwachsen. Auch mit 14 bin ich schon kurz vor Erwachsen sozusagen. Und die müssen ja lernen, Verantwortung für sich und für ihr Leben zu übernehmen. Das hilft ja gar nichts, wenn du denen, bis sie 18 sind, Vorgaben machst, wie sie sich zu verhalten haben. Dann sind sie 18 18 und fallen völligst ins Loch, weil sie überhaupt nicht gelernt haben, sich selbst zu führen. Und ich glaube, das ist auch ein Grund, warum vielen Eltern das mit der Führung so schwerfällt, weil wir selber nicht gelernt haben, uns selbst zu führen. Wir werden vom, erst werden wir geführt von den Eltern, dann machen wir, was die Lehrer sagen oder eben auch gerade nicht. Dann gehen wir in eine Ausbildung oder ins Studium. Im Studium schmieren dann schon viele ab, weil da wenig Führung ist. Und anschließend gehen wir in irgendeinen Job, wo der Chef sagt, was wir tun sollen. Und so dann, dann gründen wir eine Familie, da sagt dann die Norm, was wir zu tun haben. Whatever. Also ich glaube, viele Erwachsene haben nicht gelernt, sich selbst zu führen, und deshalb ist es auch so schwer, dann die Kinder zu führen. Aber ein ganz wichtiger Aspekt von Gemeckerfrei ist, dass es absolut wichtig ist, dass du lernst, wie du liebevoll führst, und zwar vom ersten Tag an.
Ja, und du hast mich jetzt noch gerade auf was Spannendes gebracht, weil du ja den Arbeitgeber, den Job so reingebracht hast, weil das ja genau das, was heutzutage unter New Work läuft. Also dieser Begriff bedeutet hierarchiefreie Unternehmen, und ein hierarchiefreies Unternehmen braucht genau Mitarbeiter, die das überhaupt können. Die braucht natürlich Führungskräfte, weil auch in einem hierarchiefreien Unternehmen gibt es Führungskräfte. Das anders funktioniert nicht. Die braucht Führungskräfte, die das können, und die brauchen aber auch Mitarbeiter, die das können. Und das ist im Moment in Unternehmen, die sich da umstellen, wird da ein Riesenaufwand betrieben, um beiden Ebenen da komplett was Neues beizubringen. Und du kannst deinen Kindern, wenn du du das jetzt lernst als Mama oder als Papa und das damit deinen Kindern auch schon beibringst, machst du denen ein Riesengeschenk, weil die können als Erwachsene später dann beide Ebenen bedienen. Die können sich auf diese Art und Weise führen lassen, die können sich selbst führen, weil das ist das, was du in New Work brauchst. Und heutzutage im Homeoffice und so brauche ich Mitarbeiter, die sich selbst führen können, weil es sitzt ja kein Chef mehr daneben, der alle halbe Stunde guckt, alle halbe Stunde guckt, bohrt der in der Nase, hockt der nur auf dem Klo oder arbeitet der auch Und das noch mal so als Motivation für diesen Weg, der dir einerseits den Alltag erleichtert, aber auch deinen Kindern damit ein Riesengeschenk macht. Nicht nur für die Zeit jetzt, sondern eben auch für die Zukunft.
Ich finde, es ist noch nicht mal nur ein Riesengeschenk, sondern ich würde es sogar als absolute Notwendigkeit betrachten. Weil wenn wir uns angucken, wo sich auch die Arbeitswelt hin entwickelt, dann werden einfach die Jobs, die diese, die Menschen, die bisher Menschen gemacht haben, die eben sich nicht selbst führen, sondern die diese strikte Führung brauchen, die werden einfach mehr und mehr durch Maschinen und Roboter ersetzt. Die gibt es in Kürze einfach nicht mehr. Und von dem her ist das eigentlich, also wenn du mich jetzt fragen würdest, ist es wichtiger, dass dein Kind Kind gut ist in Sprachen oder in Mathematik? Oder ist es wichtiger, dass dein Kind lernt, sich selbst zu führen? Würde ich ganz klar sagen, Selbstführung ist das A und das O, das Allerwichtigste, damit es später gut in seinem Leben zurechtkommt. Und bedürfnisorientiertes Elternsein ist dann wundervoll, wenn du es mit liebevoller Klarheit kombinierst, wenn du von Anfang an dir erlaubst, in diese Führungsrolle zu rutschen. Ohne autoritär dabei zu werden. Und das eben als deinen Entwicklungsprozess als Mama oder Papa betrachtest, zu sagen, okay, ich, ich habe keine Lust, so autoritär zu sein wie vielleicht meine Eltern oder meine Großeltern oder sonst irgendjemand. Ich will auf gar keinen Fall, will ich das. Aber ich will auch auf gar keinen Fall zum Lakaien meines Kindes werden. Ja, und bei manchen Eltern, wenn ich so beobachte, dann habe ich schon eher das Gefühl, da haben die Kinder die Hosen an und die Eltern sind ja die Lakaien der Kinder. Und ja, wenn du Lust hast, gerade das mag vielleicht in der Kleinkindzeit noch funktionieren, aber spätestens in der Pubertät wird es halt echt schwierig. Und das haben wir selber auch. Da haben wir es ja dann gelernt, sozusagen haben wir selber auch erlebt. Dass du einfach dir erlauben darfst, die Führung zu übernehmen. Und lass dich gern von uns da an die Hand nehmen und lern das bei uns und mach dir damit das Leben sehr viel einfacher.
Sehr schön. Wundervoll, dass du uns heute zugehört hast.
Und ja, gerade bei einem unserer wirklichen Herzensthemen. Bis ganz bald.
Bis bald. Ciao.
Alles Liebe. Tschüss.
Vielen Dank dir fürs Zuhören. Wir, Uli Bott und ich und das Gemeckerfrei-Team, wollen dich jetzt noch einladen zur Gemeckerfrei-Challenge. Erlebe 5 Tage in einer wundervollen Gemeinschaft, wie gemeckerfrei funktioniert, wie effektiv bereits kleine Impulse sein können, wenn du weißt, wie es geht, und wie du direkt erste Erfolge erzielst, die deinen Alltag sofort entspannen. Und das Beste dabei: Die Challenge ist komplett gratis. Anmelden kannst du dich unter gemeckerfrei.de/chg. Du findest den Link natürlich auch ganz einfach in den Shownotes. Wir freuen uns auf dich in der Challenge. Und wenn dir die Podcastfolge gefallen hat, dann klick jetzt noch schnell auf Abonnieren, damit du auch wirklich keine Folge mehr verpasst. Bis zum nächsten Mal. Alles Liebe für dich.
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