Kennst du deine Stärken? - Podcast 129

In this episode of the "Gemeckerfrei" podcast, hosts Bernd and Speaker A invite listeners to shift from a habit of comparing themselves to others toward a focus on their own strengths. They argue that personal growth is best achieved by deepening abilities in areas where one already excels (the so‑called "Exzellenzbereiche"), rather than trying to eliminate all weaknesses. The hosts provide concrete prompts – such as writing down all personal strengths, imagining having only three months left to live, and observing which activities energize you versus drain you – to help listeners identify their unique talents. They stress the importance of celebrating what you are good at, avoiding activities that do not align with your strengths, and maintaining a mindset of "sei glücklich und unzufrieden" (be happy yet dissatisfied) to stay motivated for continual growth. Throughout the dialogue, they use everyday examples (e.g., cooking, cleaning, storytelling) and metaphors to illustrate how to recognize and nurture one’s strengths, while warning against the pitfalls of constant comparison and misdirected effort.
Chapters
Gehörst du zu den Menschen, die ständig nur sehen, was sie noch nicht gut hinbekommen, was sie noch nicht können, was andere besser können? Die eigentlich immer so am Spielfeldrand stehen und neidisch zugucken, was für ein tolles Leben womöglich alle anderen haben? Hallihallo und herzlich willkommen beim Gemeckerfrei Podcast.
Kein OnlyFans. Den Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Schön, dass du da bist und uns wieder oder zum ersten Mal zuhörst und zusiehst.
Genau, heute gibt es einen Podcast, wo wir dich einladen wollen, mal deine eigenen Stärken in den Blick zu nehmen. Kennst du deine Stärken oder kennst du deine Schwächen besser? Genau, gehörst du zu den Menschen, die ständig, na, ich mag nicht diesen ausgelutschten Begriff, aber die ständig das halbleere Glas sehen, die ständig nur sehen, was sie noch nicht gut hinbekommen, was sie noch nicht können, was andere besser können, und die eigentlich immer so am Spielfeldrand stehen und da hinterm Zaun stehen und neidisch zugucken, wie toll womöglich alle anderen sind, was für ein tolles Leben womöglich alle anderen haben. Und genau, das ist aus unserer Sicht totaler Blödsinn. Und du wirst erfahren, warum das aus unserer Sicht so ist. Und wir wollen dich einfach dabei unterstützen, da einen Paradigmenwechsel durchzuführen und ab heute, ab sofort einfach aufzuhören, dich mit anderen Menschen zu vergleichen, und stattdessen den Blick auf das zu richten, was an dir so wundervoll ist. Weil ja, Du bist wundervoll. Ohne dass wir dich kennen, wissen wir, dass du wundervoll bist, weil du du bist. Die Frage ist jetzt einfach nur, wie kommen wir dahin, dass du das uns glaubst?
Ja, und ich mag das immer, wenn wir— also ich meine, gemeckerfrei könnte eigentlich auch Perspektivwechsel heißen, ist nur ein Scheißwort, aber es ist immer wieder so geil, ja, wenn es darum einfach geht, okay, vielleicht hast du gelernt, dass es wichtig ist, seine Schwächen zu kennen und an seinen Schwächen zu arbeiten und das zu machen, was man nicht kann.
Ja, das so in der Schule, ja, ja, der Bub schreibt total hässlich, also muss er Schönschrift lernen, ja, anstatt zu sagen, der ist halt voll das Lego-Genie, lass ihn bauen, weil er als Architekt später oder Bauingenieur wieder nicht so viel Schönschrift brauchen.
Ja, oder genau, also das, dieses Ding, okay, zu wissen, was man nicht kann, ist in manchen Punkten schon ganz gut, um vielleicht gleich die Finger dann davon zu lassen, ja.
Aber die muss nicht wissen, was du nicht kannst, um besser zu werden.
Genau, das ist nicht die Motivation.
Das ist nicht Teil dieser Folge. Oh, jetzt bin ich schon wieder gegen das Stativ gerannt. Schau.
Besser werden macht am meisten Spaß bei den Sachen, die man auch schon gut kann, und dann noch besser zu werden.
Genau.
Das ist viel cooler. Und dafür wollen wir dir, dafür ist diese Folge. Genau. Da wollen wir dich unterstützen dabei.
Genau. Und das ist auch total wichtig, dass nämlich auch von ganz erfolgreichen Menschen, das nämlich auch bekannt ist, wenn man Biografien liest, wenn man Bücher liest, wenn man sich mit denen unterhält, dann ist es, geht es nämlich nicht darum, alles zu können und seine Schwächen auszumerzen, sondern es geht, wie der Bernd gerade schon gesagt hat, darum, in den Dingen, die man gut kann, richtig, richtig gut zu werden. Also erstmal rauszufinden, was kann ich denn gut, und dann darin richtig, richtig gut zu werden, weil das ist, da steckt deine Chance für Einzigartigkeit drin, weil Mittelmaß in vielen Bereichen, das können ja viele, aber richtig gut in wenigen Bereichen, in ganz speziellen Bereichen, in deinen Exzellenzbereichen, genau das kannst nur du.
Okay, und statt ausmerzen wollen wir es dann lieber auslagern.
Genau. Also, was glaubst du? Lass uns mal loslegen, lass uns mal anfangen, lass mal sagen, okay, was glaubst du denn von dir selber, kannst du wirklich gut? Worin bist du echt gut?
Und nimm da mal alle Bereiche rein, ja, also jetzt nicht, nicht Mathe, Deutsch, Physik, Biologie, Religion, also nicht die Schulfächer, Sondern wirklich mal alles, ja. Kannst du gut zuhören?
Genau. Oder bist du vielleicht, ne, also ich wollte, genau, das habe ich nämlich vergessen, die Einladung ist, dass du dir vielleicht Stift und Zettel holst und das vielleicht sogar für dich notierst, während wir jetzt gerade auch schon reden, weil vielleicht fallen dir direkt ganz viele Dinge ein und dann schreib die kurz mit, weil man vergisst es so schnell wieder. Also wie der Bernd schon sagt, was ist das, was du gut kannst? Vielleicht kannst du gut zuhören, vielleicht bist du total geschickt darin, Gemüse anzubauen oder Zimmerpflanzen zu ziehen und zu züchten. Ja, oder du kannst wundervolle Geschichten erzählen.
Schön dekorieren.
Hast eine Engelsgeduld.
Ja, kannst gut kochen oder eigene Rezepte entwickeln.
Ja, kriegst jeden Fleck raus.
Ja.
Der Bernd zum Beispiel ist voll der Meister im Kettenknoten-Enthuddeln, weil mir das manchmal passiert, wenn ich die ausziehe, dass ich dann, oder auch wenn ich sie nicht ausziehe, manchmal verhuddeln sich die so miteinander und der Bernd Bist du voll der Experte darin, das wieder aufzulösen? All diese Dinge sind wichtig. Kannst du gut trösten? Kannst du gut aushalten, deinem Kind keinen Rat zu geben? Was ist das, was du gut kannst? Probierst du gerne neue Sachen aus? Bist du bei euch derjenige, derjenige oder diejenige, die für Stabilität und Konstanz sorgen?
Oder eher der spontane Teil?
Was, wenn alles richtig ist? Was, wenn es kein Richtig und kein Falsch gibt? Und kannst du aufhören, zum Beispiel Thema Ordnung ist so ein krasses Beispiel, weil es gibt eigentlich niemanden, der von sich behauptet, oder ich kenne niemanden, der voll fein damit ist, unordentlich zu sein. So dieses, das Genie beherrscht das Chaos, hing schon bei uns früher zu Hause an der Wand, aber trotzdem wurde aufgeräumt wie blöd.
Ja, also, man sagt das gerne so, man sagt diesen Spruch gerne so, ja, aber das wirklich zuzulassen und damit so total fein zu sein, das sieht man ganz selten.
Ja, genau. Und da einfach zu sagen, also erkennst du das? Was du bist als Stärke, oder siehst du immer automatisch die Schwäche damit? Das ist so der Prozess, den wir mit dieser Folge ein bisschen anstoßen wollen. Und schreib alles runter, schreib alles auf, was dir auffällt, was dir einfällt, was du deiner Meinung nach gut kannst. Was sind deine Exzellenzbereiche? Was zeichnet dich aus? Was kannst du heute besser, als du noch vor 2 Jahren konntest, zum Beispiel? Was hast du gelernt?
Ja, und da kommen wir ja schon an den wichtigen Punkt mit dem Vergleichen.
Ja, genau.
Mit wem vergleichst du dich? Meistens vergleichen wir uns mit anderen. Und dann noch dazu in einem Bereich. Also wenn ich jetzt, was auch immer, Thema Kochen oder Backen, und dann kommst du da zum Kindergartenkuchenverkauf mit deiner mühsam zusammengebastelten Torte und ist vielleicht noch was missglückt, weil du lieber irgendwie gleichzeitig noch deine 3 Kinder irgendwie versorgt hast. Und dann sind da diese weniger Torten, diese, wo du denkst, oioioi, da wird dir der Konditor blass vor Neid. Und dann vergleichst du dich damit, anstatt sich immer halt mit dir selber zu vergleichen. Okay, wie war ich denn vor einer Woche, vor einem Monat, vor einem Jahr?
Ja, oder auch zu sagen, okay, mein Exzellenzbereich ist Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Und wenn ich einen Kuchen backe für den Kuchenbazar, dann wird der, dann backen die Kinder mit und der sieht halt dann auch so aus, als dass die Kinder mit— komisches Deutsch— sieht dann auch so, das sieht man, sieht dem dann auch an, dass die Kinder mitgebacken haben. Und manchmal misslingt er mir auch, obwohl die Kinder gar nicht mitgebacken haben. Und ich ziehe sie dann auch nicht als Begründung oder Entschuldigung heran, sondern ich stehe einfach dazu, dass ich, dass mein Exzellenzbereich nicht Kuchenbacken ist. Könnte werden, weil du kannst alles lernen, aber ist er nicht, weil habe ich keinen Bock drauf, zum Beispiel. Oder wenn du totale Freude daran hast, dass dein Haus blitzt und blinkt und sauber ist und dein Auto blitzt und blinkt und sauber ist und so weiter, und du halt einfach es liebst zu putzen und dich das total entspannt, dann mach das von mir aus. Aber wenn es nicht so ist und du lieber mit der Kaffeetasse in der Sonne sitzt und, oder mit der Teetasse, und dir die ersten Sonnenstrahlen um die Nase blitzen lässt, dann bitte mach das. Und die eine Idee, die dir dabei kommt, oder das Fünkchen Energie, das du dabei tankst, ist wertvoller, als wenn du dich dazu zwingst, in der Situation etwas zu tun, was dir nicht entspricht. In dem Fall halt zum Beispiel zu putzen. Also hör auf, dich mit anderen zu vergleichen. Entschuldige.
Nein, ist alles gut. Und das ist auch noch mal ein wichtiger, wichtiger Indikator, den du nutzen kannst, weil Dinge, die einem, die in deinem Exzellenzbereich liegen, die dir Spaß machen, die dich begeistern, die geben dir tendenziell mehr Energie. Die sind natürlich alles, was ich 5 Stunden am Stück mache, ist irgendwann bin ich halt erschöpft, k.o. Ich war früher Musiker, ich habe total gerne Musik gemacht und nach 5, 6 oder manchmal 8 Stunden war ich Weil ich halt die Dampfwalze gefahren, ganz egal wie viel Spaß mir das gemacht hat, ist ja klar, das beim Fußballspielen ja genauso. Das kannst du auch nur eine Zeit lang machen und dann bist du natürlich k.o. Aber im Prinzip bist du zwar danach erschöpft, aber energievoll erschöpft. Und daran kannst du es ganz gut merken. Wenn du jetzt putzt und sagst, ich putze gerne und du merkst aber, eigentlich kriegst du davon Rückenschmerzen und alles Mögliche und sonst was, dann steckt da vielleicht ein bisschen eigentlich nur eine Gewohnheit dahinter, aber keine, keine Stärke und kein Ich-mach-das-gern.
Man findet es auch ganz gut raus, was so seine Exzellenzbereiche sind, wenn man sich, wenn man sich vorstellt, man hätte noch 3 Monate zu leben, und womit würde ich jetzt diese Zeit füllen? Würde ich das trotzdem jetzt machen, oder würde ich dann was anderes machen? Und wenn du sagst, ich würde dann was anderes machen, und dann rauszufinden, okay, was würde ich denn dann machen, dann kommst du auch sehr schnell dahin, herauszufinden, was dein Exzellenzbereich ist. Ich habe da neulich nämlich tatsächlich auch wegen unserer VIP-Kunden irgendwie noch mal drüber nachgedacht. Und ich habe wirklich so gemerkt, also wenn ich jetzt heute wüsste, ich hätte nur noch 3 Monate zu leben, dann würde ich definitiv noch ein Buch schreiben, weil ich das halt, ich schreibe halt total gerne Bücher.
Und dann weiß ich, was du bald machst wieder.
Nicht weil ich bald sterben will, aber aus der Erkenntnis raus.
Ja, genau.
Weil ich schreibe halt gerne Bücher. Und das ist halt Und da ist halt, steckt halt auch wieder drin zu sagen, ne, fang heute an, dich dafür zu feiern, wie du bist, statt dich dafür zu kritisieren, wie du nicht bist. Weil was, wenn du genauso wie du bist richtig bist? Und zwar vollkommen egal, ob dein Exzellenzbereich Bücher schreiben ist oder ob dein Exzellenzbereich Haushalt machen ist. Es ist vollkommen wurscht, es gibt da kein Besser und kein Schlechter. Ein Buch zu schreiben ist nichts Besseres, als ein Bett frisch zu beziehen, oder nichts Schlechteres. Nur wichtig ist, dass du rausfindest, was ist deins und wo vergeudest du mitunter deine Zeit, weil du Dinge tust, die nicht deins sind, weil du dich kritisierst dafür, was deins ist, weil du dir nicht erlaubst, deins zu tun. Ja, was, wenn du genauso wie du bist, richtig bist? Und dann, weil der Gemecker-Freispruch ist ja immer: Sei glücklich und unzufrieden. Und der ist absichtlich so gewählt, ist kein Versprecher. Sei glücklich und unzufrieden.
Sei glücklich, wie es heute heute ist und sei bereit oder habe den Drang, es noch weiterzuentwickeln. Also die Unzufriedenheit, die sagt, okay, ich finde es geil so, und ich sehe aber auch, was noch alles möglich ist. Das ist ja dieses Unzufrieden zu sein.
Ich erlaube mir, unzufrieden zu sein, weil ich mich weiterentwickeln will, weil ich weiter wachsen will, weil ich noch mehr davon will. Das ist wie ein Läufer, der 5 Kilometer joggen kann, der wird eine Zeit lang damit glücklich sein, an, 5 Kilometer zu laufen, und irgendwann wird er aber anfangen zu sagen, okay, dann laufe ich jetzt 10, oder ich laufe 20, oder ein Halbmarathon, oder ein Marathon. Weil Stillstand ist nie für lange Zeit eine Option. Der Exzellenzbereich will immer mitwachsen.
Und dieses, wenn du glücklich und unzufrieden bist— unzufrieden pointest du ja in die Zukunft, dann willst du dich weiterentwickeln— und das verhindert, dass du irgendwann bereust, Genau, weil das ist das, was man aus den 5— gibt dieses Buch über die 5 Dinge, die die Menschen auf dem Sterbebett denken, oder was sie da sagen, oder was sie eben, dass sie eben Dinge bereuen, die sie nicht gemacht haben. Und wenn du jetzt, wenn du heute in der Lage bist, okay, ich bin glücklich, es ist wunderschön so, wie es ist, und ich bin unzufrieden, weil ich sehe, wie es noch hier und da und dort noch geiler werden kann, und ich gehe dafür, ohne Stress und krassen Leistungsdruck und ohne mich eben, dass dieses an diesem Glücklich rüttelt, das nicht.
Ja, genau, weil du fühlst dich einfach gut so, wie es heute ist. Und das ist die beste Voraussetzung. Das kann man jetzt wieder neurobiologisch erklären mit Begeisterung und Flow und Neurotransmittern und weiß nicht was allem. Aber hier an der Stelle einfach nur zu sagen, kann man neurobiologisch erklären und für dich einfach nur die Info, wenn du dich gut fühlst, wird Selbstläufer. Dann wirst du besser und besser und besser alleine dadurch, dass du es tust. Und dann kannst du einfach neue Welten für dich erobern, Neues lernen, Neues kennenlernen und in Altem besser werden. Und dadurch wirst du immer weiter jeden einzelnen Tag aus dem vollen schöpfen du wirst jeden einzelnen Tag leben, dann kommst du dahin, dass du sagst, ich habe mich gelebt. Selbst wenn du sterben würdest, gibt es nichts zu bereuen, und du bist glücklich, und du weißt, dass du immer weiter wachsen kannst. Und der erste Schritt, oder ein Schritt dahin, ist, dass du dir eben bewusst machst, was sind eigentlich meine Stärken, was kann ich gut, was zeichnet mich aus. Und das ist das, wozu wir dich mit dieser Folge einladen, animieren, motivieren wollten, dir da jetzt gedanken zu machen und das auch als regelmäßige Routine immer wieder in deinen Alltag zu packen, zu sagen, okay, was kann ich gut, was sind meine Exzellenzbereiche, wo tue ich vielleicht immer noch Dinge, die ich mache, also wo mache ich vielleicht Dinge, oder wo fülle ich meinen Alltag noch mit Dingen, die mir gar keine Freude machen, die gar nicht mein Exzellenzbereich sind, wo vergeude ich meine Zeit. Und dann kannst du es verändern.
Alles Liebe, viel Freude damit und bis zum nächsten Mal.
Bis zum nächsten Mal.
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