Kinder müssen nicht streiten lernen! - Podcast 003

In this episode of the German parenting podcast "Gemeckerfrei", hosts Uli and Bernd Bott discuss the widely held belief that children need to learn how to argue. They argue that this belief is a outdated myth and that instead of teaching kids to argue, parents should teach children to perceive, name, and negotiate their feelings and needs. The hosts share personal stories about their own families’ conflict patterns, illustrate how unexpressed emotions can lead to explosive outbursts, and explain why early emotional literacy prevents the buildup of resentment. They provide practical guidance on using “I‑statements”, naming a broader palette of emotions beyond the basic five, and regularly checking in on emotional states—likening this to routine car maintenance such as oil changes. The episode also addresses common objections, warns against misusing communication techniques that shift responsibility onto children, and emphasizes the societal shift from old conflict norms to a more compassionate, “Gemeckerfrei” approach. Finally, the hosts invite listeners to join a free five‑day challenge to practice these skills and encourage sharing the podcast to spread the new mindset.
Chapters
Hallo hier bei Gemeckerfrei, dem Eltern-Podcast für dein liebevolles, entspanntes und glückliches Familienleben. Setz dich mit uns an den Tisch. Wir, Uli und Bernd Bott, heißen dich herzlich willkommen.
Hallihallo!
Hallo!
Welcome back!
So schön, dass du wieder oder auch zum ersten Mal eingeschaltet hast bei unserem Podcast.
Genau. Heute sprechen wir darüber, ob Kinder streiten lernen müssen. Mit eines, glaube ich, der größten, einer der größten Kritikpunkte an Gemeckerfrei ist: Kinder müssen streiten lernen.
Das braucht man ja auch im richtigen Leben dann.
Damit man sich durchsetzen kann.
Genau, sonst verliert man.
Und wenn man nicht in der Familie streiten lernt, wo soll man es denn dann bitte schön lernen? Familie ist doch dafür da, dass man auch streiten lernt. Das ist so der, ich glaube, so kann man diesen Kritikpunkt.
Das sind Glaubenssätze. Ja, genau.
Eigentlich sind es Glaubenssätze.
Das Glaubenssätze nennen, weil für viele Menschen, und das wollen wir ja natürlich auch nicht Also das wollen wir auch ernst nehmen. Das jetzt fühle ich jetzt nicht verarscht dadurch. Darf man das sagen in einem Podcast? Ja, ich schon. Na, lass mal überlegen. Sondern das ist natürlich klar, das haben wir alle so erlebt. Das kannst du in Büchern lesen, das kannst du in Vorträgen hören. Das hast du.
Wir gekauft.
Genau, wir sagen dazu immer wieder, den haben wir halt gekauft. Übernommen. Übernommen, vorgelebt bekommen.
Und klar, also ich meine, viele von uns sind in Familien aufgewachsen, in denen gab es keine offene Kommunikation. Das muss man ganz klar sagen. Für die ist das natürlich ein Riesenfortschritt, wenn es eine sogenannte Konfliktkultur gibt, wenn gestritten werden darf, weil dann diese ganze unterschwellige Aggression natürlich irgendwie einen Kanal bekommt und gelebt werden kann, weil das Das habe ich ja auch total krass erlebt, dass meine Eltern haben einfach aus heutiger Sicht, würde ich sagen, also sie haben natürlich ihr Bestes gegeben, aber die haben einfach zu wenig geredet, also zu wenig miteinander geredet und zu wenig ihre unterschiedlichen Bedürfnisse miteinander ausgehandelt und Das hat dann auch dazu geführt, dass die sich quasi, die haben es sogar geschafft, sich zu trennen, ohne sich zu streiten vorher. Ja, also da muss man natürlich schon sehen, wenn jemand aus so einem Umfeld kommt, ist natürlich im ersten Schritt die Idee, den eigenen Kindern eine Streitkultur vorzuleben oder auch zu vermitteln, ist natürlich Riesenfortschritt gegenüber der Tatsache, es sozusagen unter den Teppich zu kehren. Also von dem her, ihr habt alle unser größtes Verständnis und Mitgefühl dabei. Und vielleicht magst du kurz erzählen, wie es bei dir war, Bernd, weil das ist ja auch wieder der Grund, warum Gemeckerfrei so ist, wie es ist.
Ja, also bei mir. Meine Eltern haben sich schon gestritten, würde man jetzt von außen sagen. Das waren aber im Endeffekt immer lang aufgestaute Konflikte oder Emotionen und nicht geäußerte Bedürfnisse, ewig für sich behalten, die dann explosionsartig sich in sehr extremen Wutausbrüchen, gerade von meinem Vater auch, geäußert haben, was jetzt auch nicht wirklich Streit war. Also nicht. Und jetzt ist natürlich, wir sind da immer, ist natürlich ein großes Definitionsproblem, weil jeder was anderes drunter versteht. Nur was, was du dabei, was für uns total wichtig ist, ist, dass wir als Menschheit und als Gesellschaft entwickeln uns ja auch ständig weiter. Und dass es in den 70er, 80er Jahren ganz anders war, weil ja auch die Beziehungen noch aus dieser alten Vorstellung kamen, von wegen die Frau hat irgendwie ja auch ein bisschen zu tun, was der Mann sagt und so weiter. Und da Dass sich das erst mal entwickeln musste und dass da irgendwie so dieses Streiten und dieser Glaube entstanden ist, das ist wichtig, weil man eigentlich keine andere Äußerung der Emotionen auch gekannt hat in vielem. Das ist ja ganz klar, dass sich das so entwickeln musste vielleicht auch. Nur heute sind wir auf einem ganz anderen Stand. Heute wissen wir ja eigentlich ganz anders. Wie wir auch mit unseren Emotionen umgehen, wo die eigentlich herkommen. Da hatten wir ja auch in einer der letzten Folgen drüber gesprochen. Und deswegen ist dieses, dieses Streiten in der Beziehung, das, was wir ja den Kindern dann oft vorleben, vielleicht gar nicht mehr oder aus unserer Sicht in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr notwendig.
Ja, und auch Kinder müssen in unserer Vorstellung nach nicht streiten lernen, weil das eigentlich wenn es schon so weit kommt, dass wir streiten müssten. Also Streit, um das noch kurz zu definieren, Streit bedeutet, dass ich meinen Standpunkt lautstark verkünde und auch eigentlich den anderen verantwortlich mache, dass es mir geht, wie es mir geht, und dass ich auch der Meinung bin, ich habe recht.
Also das ist ja, und dass ich in Kauf nehme, dass der andere sich, also dass ich in Kauf nehme, dass der andere sich schlecht fühlt.
Ja, genau.
Das ist Streit.
Ja, genau. Und wenn das, also wir sind die Letzten, die nicht sagen, dass das mal passieren kann, um Gottes Willen. Nur die Zielsetzung ist einfach zu sagen, nee, also wir gehen nicht davon aus, dass Kinder lautstark für ihren Standpunkt einstehen können müssen, weil wir glauben, dass Kinder lernen müssen, viel früher zu sagen, was sie brauchen, was sie beschäftigt, was in ihnen vorgeht. Ja, weil zum Beispiel, wir haben da ganz viel gelernt von unserer feinfühligen, hochsensiblen Tochter, die einfach ausgeflippt ist, sobald es zwischen Bernd und mir irgendwelche Minispannungen gab. Ja, das waren so Kleinigkeiten wie, dass ich mir gedacht habe, jetzt hätte er mal den Müll rausbringen können, oder dass er sich gedacht hat, jetzt lass, soll sie mich halt mal in Ruhe die Salatsauce machen lassen. Also so, so wir zusammen in der Küche und haben halt gegenseitig so, also es war halt so ein bisschen angespannt, in keinster Weise, dass wir jetzt sagen würden, wir waren kurz davor, uns zu streiten, aber es war halt so eine leichte Anspannung in der Luft. Und daraufhin ist unsere Tochter halt explodiert und hatte Wutanfälle. Und wir haben halt alles ausprobiert, alles Mögliche versucht, und sind halt irgendwann an den Punkt gekommen zu bemerken, dass sie immer ausgeflippt ist, wenn zwischen uns so eine unausgesprochene Spannung geherrscht hat. Und dann haben wir für uns festgestellt, wir wollen, dass unsere Kinder lernen, alles offen zu kommunizieren, was in ihnen lebendig ist. Und ja, aus sich heraus. Und das konnten sie halt lernen, indem wir damit angefangen haben.
Ja, weil das ist, weil im Endeffekt Streit immer nur ein Aufstauen, ein Sammeln, ein Unterdrücken ist von Emotionen und Bedürfnissen. Und wenn du halt, wenn alle lernen, dass sich da früher darum zu kümmern. Dann muss ich auch nicht mehr streiten. Und der Witz ist, da will ich gleich einen häufigen Einwand bisschen vorwegnehmen. Der Witz ist, dass das auch funktioniert zwischen zwei Menschen, wo nur einer das macht.
Ja, voll. Weil die Kinder machen es ja am Anfang auch nicht. Wenn wir es mit den Kindern machen und einfach drüber sprechen, was wir fühlen und was wir brauchen, da geht es jetzt, und Achtung, das hatten wir in der letzten Folge, es geht ja nicht darum zu sagen, ich bin genervt, weil du jetzt dich so verhalten hast, sondern ich kann einfach nur sagen, boah, ich bin gerade angestrengt, boah, es ist mir gerade eigentlich zu viel, ich bin gerade müde. Einfach zu sagen, was ist, zu sagen, wie ich mich fühle. Weil das habe ich zum Beispiel auch, als ich noch Fortbildungen gegeben habe und da vor 20, 30, 50 Erziehern gestanden habe. Und wenn ich dann gefragt habe, wie viele Gefühle kennt ihr, wie viele Ausdrücke für Gefühle kennt ihr, dann sind wir eigentlich immer so auf 5 gekommen. Also ärgerlich, wütend, traurig. Gut, glücklich, und dann kam vielleicht noch müde als Sexes dazu, ja. Und mehr Gefühlsbezeichnungen fallen den meisten Menschen ad hoc gar nicht ein. Teste das für dich gerne nach, ja. Mach vielleicht kurz auf Pause, überleg mal, wenn du jetzt, ne, ohne krampfhaft zu überlegen, was außer diesen 5 Sexbegriffen, Bezeichnungen fällt dir ad hoc ein? Und Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die das gar nicht gelernt haben, ihre Gefühle überhaupt wahrzunehmen und zu benennen. Und ich finde es immer total abstrus, weil wir benennen Farben in einer Nuanciertheit, das ist unglaublich.
Zumindest die Damen unter uns.
Von Altrosa über Hellrosa über Rosa über Neonpink. Was weiß ich, Bernd Schießmayer-Geil. Ein Grünton rein. Sehr geil.
Blauton.
Klugscheißer. Okay, also wir kennen so viele Bezeichnungen für Farben und wir bringen auch unseren Kindern so viele Bezeichnungen für Farben schon im jungen Alter bei. Wenn ich an diese ganzen Farblernspiele denke. Aber wir bringen ihnen nicht Bezeichnungen für Emotionen bei. Und in der Folge ist es total logisch, dass sich das aufstaut, weil das Kind merkt, da ist was in ihm, aber das ist überhaupt nicht greifbar, was das eigentlich ist, und kann es auch nicht benennen. Und dann staut sich es irgendwann auf und dann bricht es irgendwann raus und dann wird es dadurch irgendwie Streit. Wir, und das ist jetzt, glaube ich, der wichtigste Satz aus dieser Folge, wir glauben daran, dass Kinder lernen müssen, ihr Innenleben wahrzunehmen, ihre Gefühle, ihre Gedanken wahrzunehmen, ihre Bedürfnisse kennenzulernen und das zu äußern, damit in Kommunikation zu gehen und das Aushandeln zu lernen. Wenn wir glauben, dass unsere Kinder streiten lernen müssen, sind wir schon zu spät. Streiten müsste ich erst lernen, wenn ich im Vorfeld nicht gelernt habe, meine Bedürfnisse mit denen von anderen auszuhandeln, wenn ich nicht gelernt habe, über meine Bedürfnisse zu oder meine Gefühle wahrzunehmen und zu äußern und Worte dafür zu haben. Ja, also Kinder, Menschen müssen diese Gefühls- und Bedürfnisebene in die Kommunikation bringen. Genauso wie wir übers Wetter reden oder welche Hose man anzieht, so müssen wir über Gefühle und Bedürfnisse sprechen können. Und dann muss muss kein Mensch streiten lernen, weil das ist ungefähr so wie, wenn man, vielleicht fällt dir gerade irgendein Beispiel ein, wo man eigentlich oft erst an der falschen Stelle ansetzt.
Ja, was meiner Meinung nach ein gutes Beispiel ist aus der Autowelt, ist, du machst ja auch den Ölwechsel. Also natürlich macht den, den wenigsten noch selber machen, aber du bringst das Auto einmal im Jahr in die Wartung und dann wird ein Ölwechsel gemacht, weil wenn du den nicht machst und auch den Ölstand nicht überprüfst, hilfst, geht der Motor halt kaputt und dann musst du den für teuer Geld reparieren. Das kann schlimmstenfalls 5.000 kosten, wenn dir da der Zylinderkopf durchknallt, was auch immer da genau passiert.
Der Automechaniker Bernd spricht.
Da endet dann schon relativ schnell mein Wissen dazu. Aber es ist genauso.
Du lernst, dass du den Ölwechsel machst.
Du lernst das heute noch in der Fahrschule, wie du den Ölstand kontrollierst und dass du das Auto einmal im Jahr in die in die Wartung bringst. Das zeigen dir die Autos heute ja schon an auf ihrem Display, ganz fies, dass du das jetzt unbedingt machen musst, in die Inspektion gehen. Und du machst es natürlich auch, weil du genau weißt, dass das einfach sonst in der Folge einen Haufen Geld kostet.
Genau. Und bei Beziehungen kann man halt auch sagen, wenn du nicht lernst, über Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen und das zu kommunizieren, Führt es im schlimmsten Fall vielleicht zur Scheidung. Das kostet auch eine Menge Geld. Und ansonsten ist es halt, ist es emotional teuer, also nicht finanziell teuer, sondern emotional teuer, weil es einfach die Beziehungen nachhaltig, den Beziehungen schadet. Weil in dem Moment, wo du Streiten für normal hältst, hältst du es ja auch für normal, dass du, dass Menschen sich gegenseitig anschreien und Gerade wenn wir wütend auf unsere Kinder werden und diese Wut auch an unseren Kindern auslassen, sozusagen, damit überfordern wir die Kids halt einfach grandios. Ja, das habe ich früher super falsch gemacht, muss ich ganz ehrlich auch zugestehen, weil ich habe Gewaltfreie Kommunikation gelernt und da hieß es halt auch, ich muss sagen, wie ich mich fühle. Und dann habe ich gesagt, ich bin so wütend, weil du du das und das gemacht hast, und was auch immer, ne. Das waren so Ich-Aussagen. Wenn du das machst, bin ich wütend, weil— so habe ich mal gelernt, habe ich ausprobiert, und ist halt völligst in die Hose gegangen, weil ich damit den Kindern die Verantwortung für meine Gefühle aufoktroyiert habe. Und damit habe ich sie komplett überfordert, spätestens in dem Moment, wo es halt starke Emotionen waren. Und dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn einfach unser Alltag Tag anstrengend und schwierig wird, weil, wie wir es schon mal in einer der Folgen, der vorherigen Folgen gesagt haben, für das Kind halt irgendwann total, na ja, so ein totales Fragezeichen oder so eine große Unsicherheit entsteht. Wie muss das Kind sich eigentlich, wie das Kind sich eigentlich verhalten muss, dass wir die lieben und die netten Eltern bleiben und wann an welcher Stelle wir uns zu Monstern oder schreienden Furien in die verwandeln. Und das kann man sich ja vorstellen. Also wenn du einen Partner hast, der, so wie der Bernd von seinem Papa erzählt hat, sehr unberechenbar ist, dann kannst du selber in dieser Partnerschaft dich einfach nicht sicher fühlen. Und wenn du unberechenbar bist für deine Kinder, können sich deine Kinder in eurer Beziehung Beziehung nicht sicher fühlen. Und das wissen wir alle: Wer sich nicht sicher fühlt, wird unsicher. Wer unsicher ist, fühlt sich noch schneller angegriffen. Wer sich angegriffen fühlt, fängt an, sich zu verteidigen. Und schon sind wir mitten im Geschrei und Gelärme und Gemeckere und Gestreite. Und lasst uns doch diesen Irrglauben, dass Kinder streiten lernen müssten, lasst uns den doch begraben und stattdessen ersetzen. Weil man kann auch nie was einfach weglassen, lassen. Man muss es eigentlich immer ersetzen. Lasst uns doch diesen Irrglauben ersetzen durch den Anspruch, dass unsere Kinder lernen müssen, ihre Gefühle und ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, zu benennen und miteinander auszuhandeln. Und was dann passiert, ist einfach total großartig, weil das eigentlich immer so ist, auch wenn du Kinder begleitest im Aushandeln ihrer Bedürfnisse, gibt es eigentlich immer das eine Kind, das gerade so energetisch leer gelaufen ist, dass es auf gar keinen Fall nachgeben kann, und das andere Kind— es gibt eigentlich immer eins von zwei oder drei Kindern in so einer Situation, dem es nicht schwer fällt nachzugeben, wenn es gewürdigt wird für diese Fähigkeit. Und natürlich darf man darauf achten, dass das nicht immer das gleiche Kind ist, das nachgibt, und das andere Kind immer das gleiche ist, das das nie nachgibt und so. Das ist schon völlig klar. Aber wenn Kinder erleben, dass ihre Bedürfnisse wichtig sind und gesehen werden und geschätzt werden, und wenn Kinder dafür bestärkt oder darin bestärkt werden, ihre Bedürfnisse bedürfnisse zu benennen, dann sind sie superschnell kooperativ und bereit, auch mal dem Kind oder dem anderen Menschen zu dienen, der gerade eben sich schwerer damit tut, sein Bedürfnis vielleicht zurückzustecken. Und dann entsteht einfach cooles Miteinander, wo alle voneinander profitieren können und Und ganz ehrlich spielt es ja uns auch in die Karten, weil wir Eltern finden es ja, wenn wir ganz ehrlich sind, auch viel schöner, den Alltag mit unseren Kindern ohne Streit zu verbringen als mit Streit.
Ja, das hast du total schön gesagt. Und was mir noch, mir ist eine Sache dabei noch wichtig für die Zuhörer, die jetzt vielleicht auch noch nicht so viel von uns bisher gehört, gelesen und gesehen haben. Weil es geht einfach darum, dass wir als Gesellschaft, wir als Menschheit uns auch weiterentwickeln dürfen. Also es geht natürlich, kannst du sagen, ja, aber ich bin ja auch glücklich, auch wenn ich mich mit meinen Geschwistern vielleicht noch gestritten habe als Kind und so weiter. Nur es geht ja darum, dass wir dass wir weitergehen, dass wir uns auch weiterentwickeln, dass wir nicht immer das Gleiche machen, das wir schon die ganze Zeit getan haben. Und das ist ein wichtiger Ansatz bei Gemeckerfrei. Es geht nicht darum zu sagen, früher war alles scheiße und jetzt muss es anders werden, sondern es geht einfach darum, okay, wir gehen halt auch als Menschen einen Schritt weiter. Genauso wie wir nicht mehr mit irgendwelchen Dieselmotoren rumfahren, die 25 Liter auf 100 Kilometer brauchen, sondern heute heute mit bestenfalls mit Elektroautos durch die Welt.
Die Diskussion machen wir jetzt nicht hier, auch was besser ist oder so.
Ja, nein, aber es ist ja auch egal. Wenn es jetzt mal, kannst 100.000 Sachen nehmen, ob du noch ein Wählscheibentelefon hast heutzutage und so entwickelt sich ja alles weiter.
Ja, und was mir schon wichtig ist, Bernd, also du hast natürlich völlig recht mit dem, was du sagst. Und gleichzeitig finde ich natürlich, also wir stehen ja für glückliche Beziehungen und für liebevolles Miteinander in der Familie. Und also ich tue mich schon, kann ich schon so sagen, glaube ich, tue mich schon schwer zu sagen, na, es hat uns ja früher alles nicht geschadet, wenn ich mir einfach angucke, wie hoch die Scheidungsrate ist, wie viele Kinder auch heute noch verbal und körperliche Gewalt erfahren. Dann kann ich schon sagen, ja, wir sind, wir alle, die jetzt erwachsen sind, sind resilient genug, um damit klarzukommen, was wir vielleicht früher erlebt haben, und das Beste draus zu machen. Und trotzdem ist es für mich keine Rechtfertigung, es so weiterzumachen, unabhängig davon, dass wir natürlich immer dafür stehen, dass wir bis gestern nach unserer besten Option gehandelt haben und es trotzdem heute anders machen können. Eben wie du gesagt hast, weil die Welt sich weiterentwickelt und weil wir auch immer mehr wissen und Herz dafür haben, wie Beziehungen funktionieren können.
Genau.
Dann wünschen wir dir noch einen schönen Tag.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Wir bedanken uns fürs Zuhören.
Wir freuen uns, wenn du wieder einschaltest oder jetzt weiterhörst in den nächsten Folgen.
Genau. Und freuen uns, dass du da bist und mit uns zusammen gemeckerfrei in die Welt trägst. Von dem her, wenn du Lust hast und du kennst noch eine Mama, einen Papa, empfehle den Podcast gerne weiter und lass uns viele werden, damit wir mit diesem alten Irrglauben, Kinder müssen müssten streiten lernen, viele Menschen erreichen und den verändern können. Damit würdest du uns einen Gefallen tun. Vielen Dank und alles Liebe.
Alles Liebe.
Tschüss. Ciao.
Vielen Dank dir fürs Zuhören. Wir, Uli und ich und das Gemeckerfrei-Team, wollen dich jetzt noch einladen zur Gemeckerfrei-Challenge. Erlebe 5 Tage in einer wundervollen Gemeinschaft, wie gemeckerfrei funktioniert, wie effektiv bereits kleine Impulse sein können, wenn du weißt, wie es geht. Und wie du direkt erste Erfolge erzielst, die deinen Alltag sofort entspannen. Und das Beste dabei: Die Challenge ist komplett gratis. Anmelden kannst du dich unter gemeckerfrei.de/chg. Du findest den Link natürlich auch ganz einfach in den Shownotes. Wir freuen uns auf dich in der Challenge. Und wenn dir die Podcastfolge gefallen hat, dann klick jetzt noch schnell auf Abonnieren. Damit du auch wirklich keine Folge mehr verpasst. Bis zum nächsten Mal. Alles Liebe für dich.
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