Krieg im Kinderzimmer - Fake News schaden deinem Kind

In dieser 2026 veröffentlichten Folge des Gemeckerfrei‑Podcasts diskutieren die Gründer Uli und Bernd Bott, beide Eltern und Spiegel‑Bestseller‑Autoren, die wachsende Herausforderung, Kinder in einer Welt zu erziehen, in der Krieg, Fake‑News und KI‑generierte Desinformation allgegenwärtig sind. Sie argumentieren, dass das klassische Eltern‑„Kokon‑Prinzip“ – Kinder vor beunruhigenden Informationen zu schützen – heute praktisch unmöglich ist, weil Informationen über soziale Medien, Peer‑Gruppen und KI‑Tools in rasantem Tempo verbreitet werden. Statt Verdrängung (Vogel‑Strauß‑Taktik) fordern sie, aktiv die Deutungshoheit (Narrativ‑Kontrolle) in der Familie zu übernehmen, emotionale Sicherheit zu schaffen, und Kindern eine detektivische Haltung beizubringen. Sie stellen ein vier‑Säulen‑Modell vor: 1) Geschichte schreiben – die eigene Erzählung behalten; 2) emotionale Sicherheit – eigene Ängste offen ansprechen; 3) Detektivbrille – Fakten‑Check mit den vier W‑Fragen (Wer, Was, Wann, Wo) und Rückwärtssuche von Bildern; 4) Selbstwirksamkeit – Eltern befähigen, nicht in Ohnmacht zu verfallen. Praktische Hilfen wie ein PDF‑Fact‑Check‑Leitfaden, Links zu Such‑ und KI‑Tools sowie Beispiele aus dem eigenen Familienalltag (z. B. falsche Bildquellen, KI‑Fake‑Accounts) werden angeboten. Abschließend verbinden sie das Familien‑Friedens‑Projekt mit globalem Frieden: Krieg im Großen entsteht aus Konflikten im Kleinen, und ein gemeckerfreies Zuhause kann einen Beitrag zur Weltfrieden leisten.
Chapters
Eigentlich wäre es einfach schön, wenn man für die Kinder eine heile Welt erschaffen könnte.
Ja, ich glaube, das wünschen sich alle Eltern.
Dass Kinder einfach im Kleinen wie im Großen friedvoll aufwachsen können. Dass die einfach keine— Also auf der einen Seite wollen wir die Kinder nicht anschreien, natürlich. Auf der anderen Seite wollen wir halt auch vermeiden, dass sie mit irgendwelchen schockierenden Nachrichten oder so konfrontiert werden.
Ich glaube, wir alle würden sie am liebsten so ein bisschen halt in so einen Kokon packen. Ja, so eine unbeschwerte Kindheit. Ja, so dieses kein Stress, keine dummen, beängstigenden Bilder im Kopf und so.
Ja, und gleichzeitig gelingt uns das als Eltern halt quasi mit jedem Monat weniger gut. Also nicht mit jedem Monat, den das Kind älter wird, das auch, aber auch in der heutigen Zeit, mit jedem Monat gelingt uns das weniger gut, weil halt immer mehr Informationen oder auch Fake-Infos, also Fake News, weil immer mehr Informationen halt zugänglich sind. Also ich meine, wenn wir an uns selber denken, als wir Kinder waren, ja, dann hatten unsere Eltern hatten eine Tageszeitung, aber viel zu langweilig. Ja, ich habe, und, und ich habe das tatsächlich ganz gerne gelesen, weil ich einfach alles gelesen habe, was ich zu lesen in die Finger gekriegt habe. Aber da haben meine Eltern halt auch ganz klar gelenkt, was ich jetzt lesen darf und in Gleichen Alter und so weiter. Und klar hat man irgendwie mal Radio gehört, oder wenn man, also ich weiß nicht, bei uns wurde dann halt mal so eine Nachrichtensendung abends gemeinsam geschaut, aber dann wussten meine Eltern ja auch immer, was ich da gesehen habe. Und dann war das zusammen, das war so eine Familienkultur, dass wir dann auch anschließend halt oft darüber geredet haben. Ja, so, und das verändert sich ja einfach gravierend, weil wir einfach überhaupt nicht mehr mitbekommen als Eltern Was, welche Informationen, ob jetzt echt oder falsch, unsere Kinder erreichen.
Was damals aber, was ja auch schon war, ist ja schon spannend, weil es gibt ja schon auch wieder Parallelen. Also klar war das alles viel, es war ja auch alles viel langsamer. Du hattest in den Zeitungen manchmal Schwarz-Weiß-Bilder und so, das war alles nicht so greifbar. Was ich schon glaube, was schon auch sehr relevant war, ist die Peergroup, also wie die anderen Kinder, was die anderen Kinder so erzählt haben und so was. Da weiß ich schon, dass es auch immer wieder dass da auch viel Input kam. Und das ist heute noch eine noch krassere Herausforderung, weil es nicht nur die anderen Kinder sind, sondern weil es eben auch die anderen Medien sind, die die Kinder direkt konsumieren.
Ja, und selbst, also das war ja schon, als unsere Kinder klein waren, als sie so die ersten in der Grundschule waren, ist jetzt schon wirklich lange her, war es ja schon so, dass die sich, die kannten quasi die Star-Wars-Filme, ohne die geguckt zu haben, weil die genug Informationen darüber von ihren Kumpels gekriegt haben. So, also, und das, das meine ich mit dem, das geht jeden Monat quasi schneller. Also jetzt heutzutage ist es ja schon so, dass wir schon total, also das für uns schon eine totale Herausforderung ist, rauszufinden, ist das jetzt ein KI-generiertes Bild, oder ist das ein echtes Bild, Video, whatever, ne?
Und deshalb nicht mal mehr auf die, auf die, auf die klassischen Medien verlassen, ne?
Ich habe jetzt ja auch mit dem Skandal beim ZDF, ja, also das sind, da hängen wir gefühlt gerade alle in der Luft, ne? Und jetzt eben zu sagen, wie, wie geht man denn da mit den Kids um? Also weil ich meine, das ist einfach eine Farce oder eine Illusion zu glauben, man könnte den Krieg, der gerade in Nahost ist, man könnte den Krieg oder auch andere Ereignisse aus dem Kinderzimmer fernhalten. Es geht einfach nicht, dass dein Kind, wenn es älter ist als 4 oder 5 oder 6, wird damit in Berührung kommen, ob du das möchtest als Mama oder Papa, oder ob du es nicht willst. Du hast einfach keine Chance, dem zu entgehen.
Hallo und herzlich willkommen.
Hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, Eltern von 4 Kindern und Großeltern von einem Enkel.
Wir sind Spiegel-Bestseller-Autoren, und das Wichtigste, wir haben schon viele Zehntausend Eltern dabei begleitet und unterstützt, ihr liebevolles, gemeckerfreies Familienleben zu erschaffen. Und Wir sind dafür, das freut uns sehr. Und wichtig ist mir noch zu sagen, dass du hier richtig bist, wenn du eben nicht den nächsten Erziehungstipp suchst, sondern wenn du lernen möchtest, wie Eltern sein heutzutage unter all den Herausforderungen, die damit drinstecken, wie es heutzutage wirklich geht.
Und heute haben wir uns einer großen Herausforderung angenommen, was das angeht. Ja, genau, die ganze Geschichte mit der aktuellen politischen Situation. Aber selbst wenn du diese Podcastfolge irgendwann später siehst oder hörst, es ist eigentlich gleich aktuell. Wie geht man damit um mit dem ganzen Medienberieselung, mit dem, was Kinder so mitbekommen in Schule, über soziale Medien? Was ist da gesund, ungesund? Auf was kann man da achten? Wie kann man dazu einen coolen Umgang kommen, weil es ja so entscheidend ist, dass gemeckerfrei aus unserer Sicht ja der, der, der Ansatz ist, der Frieden in diese Welt bringt, weil der Frieden nur dann kommen kann, wenn wir den Frieden auch zu Hause haben. Und gleichzeitig kannst du natürlich zu Hause so friedvoll sein, wie du willst, von außen kommen im Moment, weil wir sind noch nicht an diesem Ziel angekommen, Aber von außen kommen diese ganzen Inputs, diese ganzen Informationen, Bilder, die Einflüsse rein. Und wie gehst du damit am besten um?
Ja, und ein total wichtiger Punkt ist einfach, dass sich bewusst dem Thema zu stellen.
Ja, bewusst und aktiv.
Also die Vogelstrauß-Taktik funktioniert nicht, den Kopf in Sand zu stecken und zu denken, okay, wenn ich mich nicht damit beschäftige, Dann ist es nicht da. Also ja, wir sind auch der Meinung, dass man sehr gezielt überlegen muss, mit wie vielen Nachrichten man sich konfrontiert und ob man das wirklich immer alles wissen will. Und gleichzeitig, sobald dein Kind selber ein Smartphone hat oder Freunde hat auf dem Schulhof, die ein Smartphone besitzen, wirst, da wird dein Kind informiert sein.
Ja.
Und darauf zu warten oder darauf zu hoffen, dass es bei deinem Kind nicht passiert oder zu sagen: Na ja, ich interessiere mich ja nicht dafür, also muss ich mich, also beschäftige ich mich nicht damit und ich habe schon verstanden, dass mir das schlechte Gefühle macht und deshalb lasse ich das. Das hilft nicht dabei, dein Kind da gut zu begleiten. Sondern du musst das aktiv in die Hand nehmen. Du musst entscheiden, ich informiere mich vielleicht auch mehr, als du dich alleine informieren würdest.
Ja, ja, ja. Um halt da in der Lage zu sein, einfach auch informiert drüber sprechen zu können. Weil dieses Ganze, und das ist ein bisschen so in dieser Persönlichkeitsentwicklungsszene, und das haben wir auch schon gemacht, und es ist auch cool zu sagen, okay, ich gucke keine Nachrichten mehr, weil es hilft ja eh nichts, wenn ich da was weiß. Das funktioniert, wenn du alleine bist, kannst du das machen, dann ist es auch gesund, wenn du es wirklich schaffst, dich abzublocken. Weil es natürlich, wenn du trotzdem unbewusst Informationen auf dich einprasselt, dann ist es genauso doof eigentlich. Aber wenn du Kinder hast, kommst du über bestimmten, also kommst du nicht drumherum, ein bestimmtes Informationsniveau zu haben. Also du musst dich einfach informieren, du musst Du musst dir nicht eine Meinung bilden, ist ein Riesenunterschied. Meinungen brauchst du nicht unbedingt, aber du brauchst ein Wissen dazu, um deine Kinder auch entsprechend begleiten zu können, weil du die, sobald die in der Schule sind oder vielleicht sogar schon in der Kita, nicht von diesen Informationen fernhalten kannst. Das geht heutzutage halt nicht mehr.
Und du hast das vorher so cool gesagt, ich habe jetzt schon die ganze Zeit gewartet auf den Begriff, weil du gesagt hast, wir müssen das Narrativ definieren.
Genau, weil es ist immer so, also wir als Eltern, weil immer so der, der die Geschichte zuerst erzählt, der ist halt der Winner. Ja, also der, und da ist es wichtig, gerade wenn deine Kinder noch sehr jung sind, dass du die da in gewisser Weise die Oberhand behältst, die Deutungshoheit behältst darüber, was, was, wie drüber gedacht wird. Ja, wenn du das verpasst, Dann kommen deine Kinder, und wir Menschen sind ja so, und Kinder sind da genauso, und bilden sich ganz schnell eine Meinung, ordnen Dinge in Schubladen ein. So funktioniert unser Gehirn.
Ja, und da geht es nicht dann um Wahrheitsgehalt, sondern wenn die Person, die dem Kind den einen Standpunkt erläutert, und das kann jemand in einem TikTok-Video sein, der überhaupt fachlich keine Ahnung hat, aber wenn dein Kind diesen Menschen irgendwie dem Kompetenz zuspricht oder den sympathisch findet oder sich irgendwie anders mit dem verbinden kann, dann nimmt es das, was es da sieht, für wahr und hält es für wahr. Und dann hast du die Deutungshoheit schon verloren.
Genau.
Deshalb brauchst du ein gewisses Maß an Information und du musst die Deutungshoheit bei dir behalten. Und das bedeutet auch, wenn so was passiert, wie das jetzt zum Beispiel, ein Krieg ausgebrochen ist irgendwo auf der Welt, oder wenn die Benzinpreise steigen oder wenn irgendwo anders was auch immer passiert. Du musst der Erste sein, der mit deinen Kids darüber spricht.
Genau.
Und wenn du jetzt schon sagst, ja Mist, der ist jetzt schon vorbei, ja, dann hol dir die Deutungshoheit wieder zurück.
Das geht schon. Ja, das geht schon. Das ist überhaupt nicht die Frage, weil du willst ja, und sieh da drin auch wieder eine Chance, weil du hast in diesen Momenten immer die Chance, deinem Kind auch beizubringen und vorzuleben, wie gehe ich denn mit so Informationen um.
Ja, aber noch was viel Wichtigeres, wenn ich da kurz reinkrätschen darf, finde ich, wenn wir jetzt zum Beispiel jemand hier zuhört und sagt, ja Mist, mein Kind hat jetzt schon da, also der so, die so, das hätte ich mal besser vor 2 Wochen schon gewusst, so, dann jetzt zu sagen, ist doch auch voll cool, wenn Kinder miterleben, dass Eltern eben auch nicht alles wissen. Und wenn du dich heute Nachmittag mit deinem Kind hinsetzt und sagst, hör zu, Komm, lass uns mal darüber sprechen. Ich habe da jetzt noch mir eine Meinung dazu gebildet und mir ist wichtig, dass wir da ins Gespräch kommen. Und es tut mir leid, dass ich das nicht schon vor 2 Wochen gemacht habe, da wusste ich selber noch nicht. Ja, und damit machst du dich so menschlich vor deinem Kind. Es ist was total Relevantes und was total Wesentliches, dass wir als Eltern von diesem hohen Ross runterklettern, dass wir immer alles müssen. Wissen nicht alles. Keiner von uns weiß alles.
Ganz im Gegenteil, ganz ehrlich gesagt, wenn du, sobald du Kinder hast, die bisschen älter sind, die Jugendliche sind, und du hast es mit dieser, ihr habt so eine Kultur, dass ihr in so einem Moment auch, dass ihr euch informiert, dann werden die viel schneller alles Mögliche wissen.
Ja, ich frage immer meine Kinder, wo ich verifizierte und valide Informationen finde, weil ich mich oft zu blöd anstelle dafür. Ich es nicht gut kann. Ja, also das ist das Erste. Du musst, also weil wir haben so 4 Säulen quasi haben wir für euch heute dabei. Die erste Säule ist, du musst die Geschichte schreiben, also du musst dir die Deutungshoheit, du musst die behalten oder wieder zu dir zurückholen.
Und es heißt nicht, dass du immer schon eben eine Meinung haben musst, das ist ganz wichtig dabei, sondern dass du halt so informiert bist, dass ihr immer ins Gespräch kommen könnt und dass du das aktiv betreiben kannst.
Dass du auch anfängst, darüber zu sprechen, bevor dein Kind damit kommt. Weil du weißt, gerade wenn dein Kind nicht so extrovertiert ist, nicht immer alles nach außen trägt, du weißt nicht, was das für Bilder sieht und was das in dem Kind auslöst. Deshalb musst du quasi, du musst diese Straße bauen, dass das, dass das in eurer Familie normal ist, über dieses Thema zu sprechen. So, dann der zweite Punkt: Du musst einfach dahin kommen, dass du deinem Kind emotionale Sicherheit vermittelst.
Und das ist natürlich, da geht es auch erst mal um dich selber, weil du musst natürlich auch in diese Sicherheit kommen. Ja, also die Kinder fühlen sich sicher, wenn die Eltern sich sicher fühlen.
Ja, und was wir machen auch da oft so eine Vogelstrauß-Taktik, dass wir zu Kindern sagen: Na ja, das ist ja ganz weit weg, das hat ja mit uns nichts zu tun. Oder dass wir sagen: Ja, das verstehst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein. Und das geht super schief, eben weil du es von deinem Kind nicht fernhalten kannst, weil du sicher sein kannst, dein Kind wird damit konfrontiert. Und in dem Moment, wo du es halt wegschiebst, und eben nicht die emotionale Sicherheit vermittelst, gibst du die Deutungshoheit, also das, was wir gerade im ersten Punkt hatten, halt aus der Hand. Und deshalb geht es darum zu sagen, okay, ja, wenn du, wenn dir das Angst macht, dann lass uns drüber sprechen. Nur, du, ne, das darf sein, dass dir das Angst macht, das darf sein, dass dich das verstört, das darf sein, dass dir die Menschen dort leidtun, es kann sein, dass du dir Sorgen machst, ob das zu uns kommt, whatever, ne. Das muss da sein dürfen.
Absolut.
Ja. Und auch wenn du selber sagst, ich habe da gerade selber Schiss, ja, dann halt auch zu sagen, zu deinem Kind zu sagen, ja, ich verstehe es, dass du Schiss hast, weil ich habe selber Schiss. Mich verstört es selbst. Also, das haben wir in unserer letzten Podcast-Folge erzählt, dass wir es ja sozusagen hautnah miterlebt haben. Und natürlich sind wir da mit unseren Kids da gesessen, haben gesagt, das ist Also das finden wir alle ähnlichermaßen oder gleichermaßen verstörend oder so was. Also das geht nicht darum, dass du als Mama oder als Papa der Macker bist, der immer alles kann und weiß. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass du den Raum dafür aufmachst, dass alles immer da sein darf. Genau.
Ja, dann haben wir die dritte Säule.
Ja, genau.
Das ist die Detektivbrille aufsetzen. Also zuerst mal mit den Kindern drüber zu sprechen, dass an sich alles, was sie irgendwo sehen und hören, und wir haben es ja vorher im Intro schon erwähnt, das ist auch vollkommen egal. Es gibt niemanden, den du da, also keinen Fernsehsender, keine Zeitung, niemanden, dem du da hundertprozentig vertrauen kannst. Die Zeiten sind vorbei.
Ja, voll.
Vielleicht waren die auch nie da. Ist auch egal jetzt. Ist wurscht. Und entscheidend ist, dass diese Skepsis, dass du diese Skepsis den Kindern beibringst, erstmal nichts zu 100% zu glauben, sondern immer zu sagen, aha. Und da kann man eigentlich schon dieses interessante Ansicht, was ja auch so ein Coaching-Tool an und für sich ist, aber auch hier, aha, okay, interessantes Bild, interessante Meldung, was auch immer, interessante Meinung. Jetzt wird erst mal verifiziert. Ja, also dann, ich meine, selbst da ist es so, jetzt gerade in so, ich meine, wir waren ja selbst jetzt vor Ort zum Teil. Und was du dann auf Social Media siehst, weil die eine Richtung und in die andere Richtung zum Teil einfach irgendwie total verkehrt.
Ja, voll.
Ja, und dann bist du da und weißt wirklich, was los ist. Also zumindest in den 100 Metern, die du so überblickst, rechts und links von dir. Das ist vielleicht noch der, das ist der beste Faktencheck vielleicht, den man hinbekommen kann. Jetzt, der ist ja meistens, wenn man Nachrichten sieht, sind die Sachen ja irgendwo weiter weg. Nur dann kannst du halt wenigstens mal gucken, was sagen 3, 4 andere Quellen dazu.
Ja, ne, dieses Faktenchecken zu eurem Normal zu machen. Also, und das hat jetzt erstmal mit, mit dem Nahostkonflikt überhaupt nichts zu tun, sondern es geht um alle Informationen, die du von irgendwoher bekommst, dass es heutzutage wichtig ist, eine gesunde Skepsis zu haben und grundsätzlich erst mal davon auszugehen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Fake ist, bei 99% liegt.
Ja, also nur jetzt ist den meisten Menschen noch nicht klar, aber du würdest gerade nicht erkennen, ob wir echt hier sitzen oder ob wir uns nur mit AI generiert haben und einen Text eingetippt haben. Es gibt bereits Tools und Menschen, die können das einfach, die können so was generieren und du merkst keinen Unterschied mehr.
Ja, das ist das, was du merkst, nur bei ganz schlecht gemachten Sachen. Ja, genau.
Das ist das Wichtige. Es gibt schon Influencer da draußen, die gibt es überhaupt nicht.
Ja.
Und das ist einfach fulminant. Deswegen glaube nichts auf den ersten Blick.
Ja. Und es sind zwei Ebenen, die da mit reinspielen. Also die Menschen haben schon früher die Wahrheit verbogen, oder halt auch aus ihrer— ich will das gar nicht, ich sehe das gar nicht als was Bösartiges, sondern so im Sinne von, die haben mit ihrer eigenen Brille da drauf geschaut, oder durch ihre eigene Brille, und entsprechend eine Meinung transportiert. Nur, dass eine Meinung ist halt immer eine Meinung, das hat halt mit Fakten nichts zu tun. Selbst wenn du Studien heranziehst, um eine Meinung zu belegen, sind, ist ist die Frage, wie ist die Studie entstanden, wer hat die bezahlt und so weiter. Das, all diese Dinge sind dann auch, also es ist nichts objektiv wahr oder falsch. So, das ist mal total wichtig, dass der eine Aspekt. Und der andere Aspekt in der heutigen Zeit, und deshalb haben wir im Intro auch gesagt, es wird jeden Monat schwieriger sozusagen, weil eben so viel mittlerweile KI generiert ist und so gut schon gemacht ist, dass du den Unterschied nicht mehr erkennst. Und deshalb ist einfach wichtig, dass du deinen Kindern beibringst, und dafür sind so Situationen, wo es so Krisen in der Welt gibt, ja auch wieder richtig gut, weil euch das vielleicht dazu bringt, dass ihr mehr darüber sprecht, dass ihr euch öfter zusammensetzt, dass ihr mehr Quellen heranzieht und einfach mal so einen Faktencheck macht. Und wir haben da jetzt mal für euch noch 5 Fragen zusammengesammelt, 5 W-Fragen, die ihr euch stellen könnt. Ah, hier. Ah, okay, nur falsch nummeriert. Die 2 fehlt. Also 4 W-Fragen. Und um das vorneweg schon mal zu sagen, wir haben euch auch ein PDF erstellt, wo ihr Fakten checken könnt mit verschiedenen Quellenangaben dazu. Und das kannst du dir natürlich runterladen.
Genau, das verlinken wir in der Beschreibung des Podcasts. Dafür natürlich keine, also da einen kleinen Disclaimer, ne? Wir, das sind externe externe Links. Wir haben dann uns auch auf das verlassen, was wir so recherchiert haben und finden konnten. Es ist auch schon alleine Suchmaschinen, 2, 3 Suchmaschinen zu verwenden, ist auch schon ganz gut. Auch mal eine KI zu fragen geht auch. Ich würde immer 2 oder 3 KIs fragen, weil ihr wisst alle wahrscheinlich, also ich hoffe, euch ist allen klar, wie sehr KIs auch immer halluzinieren. Deswegen ist das auch nicht der einzige Check, aber ergänzend Kann es genauso gut sein.
Genau.
Aber jetzt zu den 4 Fragen.
Zu den 4 W-Fragen. Die erste Frage ist immer: Wer hat das geschrieben oder veröffentlicht?
Ist es eine bekannte Nachrichtenseite? Ist es irgendeine unbekannte Person auf TikTok? Selbst wenn es eine bekannte Person auf TikTok oder wo auch immer ist, ist auch immer die Frage: Ist es die wirklich? Es gibt auch viele Fake-Accounts und so weiter und so fort. Also da muss man ein bisschen aufpassen. Und ist die Information eventuell aus dem Zusammenhang gerissen? Das kennt man schon immer, das macht Fernsehen schon seit 100 Jahren. Die schneiden einzelne Sätze raus, das könnte ich auch aus unserem Podcast hier jetzt machen, und verdrehen damit Aussagen. Weil wenn du den Satz davor, den Satz danach weglässt, kann so ein Satz total dumm sein in der Aussage. Und das Kindern auch beizubringen ist total wichtig und auch total spannend.
Ja, also wer hat das geschrieben, wer hat das veröffentlicht, wer hat das gesagt? Und da eben auch zu bestimmten Themen als Familie Quellen zu finden, wo man sagt, das haben wir recherchiert, denen, und es ist aus verschiedenen Perspektiven, und diese Sichtweisen, die scheinen uns mit unserem Wertesystem sinnhaft zu sein, bei denen informieren wir uns. So kann man es vielleicht sagen. Und dann eben gleichzeitig die Kinder davor zu bewahren, zu sagen, okay, nur weil irgendwer irgendwo irgendwas veröffentlicht, das hat einfach so viel Relevanz, wie wenn irgendjemand in der Fußgängerzone da rumschreit, dass was weiß ich wer alles blöd ist.
Ja, also trenne auch Meinung von Information. Und es gibt eigentlich keine meinungslose Information in den meisten sozialen Medien. Aber trotzdem kann ich aus einer Meldung oder einem Post oder einem Video raus und sagen, was davon ist Information, was davon ist Meinung. Und das spielt schon in die nächste W-Frage mit rein eigentlich, weil es darum geht: Was ist das Ziel? Wozu will mich diese Person veranlassen? Und jeder Beitrag auf irgendeinem sozialen oder nicht sozialen Medium ist eigentlich egal. Hat ein Ziel, der will irgendwas mit dir, der will dir am Ende sogar was verkaufen. Und wenn es nur ein Schrecken ist, eine Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit ist eigentlich das, was alle wollen. Das will die Bild-Zeitung schon seit 100 Jahren und das will jeder Social-Media-Post, will Aufmerksamkeit. Und zwar um jeden Preis.
Insofern, wenn wir jetzt zum Beispiel ein Titel ist Krieg im Kinderzimmer, dann ist das, dann wird es deine Aufmerksamkeit bewusst bewusst oder unbewusst mehr catchen, als wenn wir sagen würden, so könntest du als Eltern mit Social Media heute umgehen, oder so gehst du mit als Eltern mit Informationen um. Sag ich noch mal so, würdest du nicht angucken.
Ja, das, so ehrlich muss jeder zu sich selber sein. Und das ist aber, es hat alles ein Ziel, und das Ziel dahinter rauszufinden Also zu sagen, okay, was will der denn damit?
Ist das ein Clickbait? Will mich der erschrecken? Will der einfach, dass ich noch länger auf seiner Seite bleibe, egal ob online oder offline? Will der, gibt der vor, will mich informieren? Stimmt es wirklich? Was will er mir verkaufen? Will er mir verkaufen, dass ich länger auf der Seite bleibe? Will er mir eine Meinung verkaufen? Will er mir ein Produkt verkaufen? Was ist die Intention? Was die Zielsetzung? Das ist das, worüber ihr euch immer klar sein dürft, wenn ihr irgendwo Informationen herholt, sozusagen, ne.
Dann die nächste Frage ist, wann ist es passiert? Also das mal nachzuforschen. Ist es vielleicht eine uralte Meldung? Ist eigentlich nur ein wiederaufgewärmter, wie auch immer, was wieder aufgewärmt ist?
Ja, also es gibt zum Beispiel, gab es ja immer wieder schon, also wenn ich an Corona zurückdenke, diese Leichenhaus- Ausbilder aus Italien hat sich ja dann im Nachhinein herausgestellt, das war schon von irgendwas Uraltes. Uraltes. Der hatte mit der Situation überhaupt nichts zu tun. Und es ist schon 5 Jahre her.
Ja, das gab es aber schon immer. Es gab es auch schon, weil—
Nein, ich wollte damit nur sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass du heute, wo KI so viel weiter ist, du halt noch Informationen bekommst, die aus dem Zusammenhang gerissen sind.
Noch schwieriger, weil du ja die Bilder noch dazu mehr— aber es ist ganz oft, sind die, ist es eben noch nicht mal notwendig, quasi neue Bilder zu generieren, weil man einfach alte Bilder benutzt und das nicht kennzeichnet. Und damit ist die Information halt einfach falsch. Das ist halt einfach gelogen. Und das muss man Kindern auch so, das ist auch, ne, alle würden sagen, ja klar, ich bringe meinen Kindern bei, dass man nicht lügt.
Ja.
Und da mal zu zeigen, okay, schau her, da lügt dich eigentlich ständig jemand an. Und dem halt dahinter zu kommen. Das ist ja, also Kindern macht es ja auch ein bisschen Spaß. Dann ist es ja auch so eine Detektivgeschichte, die ist ja cool. Und es schärft halt einfach den Geist, nicht alles ungefiltert reinzulassen, sondern immer erst mal zu sagen, okay, also.
Oder wenn eben, also da kann ich ja eine Geschichte von mir erzählen, weil ich bin ja da reingefallen, letztes Jahr mal. Gemüseinseln. Ich habe letztes Jahr mal so eine Meldung gesehen, da ging es irgendwie darum, dass die in, die Norweger irgendwie so ein quasi so eine Permakultur, also so ein Gemächshäuschen entwickelt haben. Und wo auch gleichzeitig noch irgendwie biologische Lachsfarm, was auch immer. Also das hat sich irgendwie halt, also ich habe das mir so angeguckt und habe das gelesen und habe gedacht, die Norweger sind ja schon irgendwie clever und so. Und also wir hatten das ja auch mitgekriegt an der Stelle, die hatten, waren ja an sehr vielen Stellen, als wir dort waren, auch irgendwie innovativ und so. Dann habe ich das, weil ich, das habe ich mehrfach gesehen, immer so. Und dann habe ich gehört, ja, dann habe ich das immer mal beim Abendessen erzählt. Und dann nimmt eins unserer, dann habe ich das rausgesucht, das Bild dazu, und gibt das einem unserer Kinder. Und dann machen die halt den Faktencheck. Und das ist nämlich genau die Rückwärtssuche dann auch. Das ist der vierte Punkt, woher stammt, rauszufinden, woher stammt das Bild? Und dann eine Rückwärtssuche zu machen.
Per Google-Bildersuche, das geht an sich ganz einfach.
30 Sekunden gedauert und dann hat das erste von unseren Kindern gesagt, ist Fake. Und ich so, Scheiße. Ja, weil so. Und aber das ist eben wichtig, immer wenn Bilder im Spiel sind, macht diese Rückwärtssuche über Google, verifiziert, wo das Bild herkommt, ob das wirklich stimmt. Letztens hatte ich auch so eine Meldung gelesen, dass aus Dubai irgendwie die ganzen Passagierflugzeuge, die dann wieder gestartet sind, von Militärjets eskortiert werden, die Flugzeuge von Emirates. Und dann war da ein Bild dabei, und wenn man das Bild halt reingezoomt hat, konnte man halt sehen, dass das ein KLM-Flieger war und dass das Bild halt von irgendwann war. Jetzt haben sie wieder rausgefunden, von wann es war. Ich habe es mir nicht gemerkt. Aber da zu sehen, du wirst dauernd mit Müll zugeschmissen, sozusagen, der nicht aktuell, der nicht stimmt, einfach nur gelogen.
Ja, genau, ist ja egal, ob ich ein altes Bild nehme oder ob ich eins generiere, ist es einfach nur gelogen. Ja, und es stimmt ja dann auch nicht die Die Tatsache hat noch nicht mal gestimmt.
Ja.
Es hilft ja auch nichts, was soll so ein Chat da?
Ja, ist ja auch egal. Wir wollen dir nur mit den Beispielen einfach nur deutlich machen, an wie vielen Stellen man da drüber stolpert und dass man wirklich achtsam wie ein Fuchs sein darf, was man glaubt.
Genau.
So, das sind die 3 Säulen, wie du im Außen mit den Dingen umgehst. Und das 4. ist einfach, dass du in die Selbstwirksamkeit gehst, weil das Schlimmste, was in solchen Situationen, wenn in der Welt irgendwas passiert, weil das Schlimmste, was passiert, ist, dass wir Menschen in so eine Ohnmacht fallen.
Ja, genau, weil wir glauben, ja, weil wir glauben, wir könnten nichts tun. Wir wären der Situation ausgeliefert quasi, in Opfermodus. Ja, da haben wir auch schon oft drüber gesprochen, weil das ist einfach so ein Weil das uns Menschen so schnell passiert. Es passiert uns ja auch immer wieder mal. Das ist, das geht total schnell, da muss man total aufpassen. Und das nimmt dich aber, nimmt dir aber immer die Möglichkeiten, weil es nimmt dir die Möglichkeit, selbstbestimmt zu agieren.
Ja, und die Geschichte zu schreiben. Das ist ja Punkt 1. Und jetzt ist einfach an der Stelle die Frage, was können wir selbst tun. Und da wollen wir einfach dir den Gemeckerfrei-Ansatz noch mitgeben, zu sagen, Krieg im Großen ist immer das Resultat von Krieg im Kleinen. Also auch wieder losgelöst von Schuld, es geht nicht um Schuld, sondern es geht einfach darum, wenn viele Menschen an vielen Orten nicht liebevoll miteinander umgehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass an irgendeiner Stelle in der Welt quasi der Kochtopf überkocht, der Deckel in die Luft fliegt, und diese Spannung, die da in der ganzen Welt existiert, dass sich die entlädt, ne. Und deshalb haben wir in jeder Familie, hast du es in der Hand, diese Welt zu einem friedvolleren Ort zu machen. Kannst bei dir zu Hause anfangen und sagen, okay, wo kann ich heute nicht mehr innerlich die Augen rollen, wenn mein Kind, mein Partner, meine Partnerin, was auch immer tut? Wo kann ich heute die gute Absicht im Verhalten eines anderen sehen, anstatt ihn zu bewerten oder zu verurteilen? Ja, genau, weil Krieg ist am Ende das Resultat von Bewertung und Verurteilung. Ja. Ja, und deshalb halt zu sagen, okay, wo kann ich heute eine rosarote Brille aufziehen? Das bedeutet nicht, zu allem Ja und Amen zu sagen, aber ich muss nicht verurteilen, um es zu verändern. Und das halt auch mit den Kindern wieder zu thematisieren, zu sagen, okay, wenn du heute mit deinem Bruder streitest, wer jetzt das Tablet als Erstes kriegt, Dann ist es nichts anderes, und ihr schlagt euch oder ihr geht euch verbal an, dann ist es nichts anderes als Krieg. Ihr führt dann Krieg miteinander. Und wenn das Kind dann kommt: Ja, aber wenn du mich anmeckerst, ist das auch Krieg? Dann musst du ehrlich sagen: Ja, stimmt. Ja, stimmt. Jedes Mal, wenn ich denke: Wieso hast du das jetzt nicht gemacht? Dann ist es eine kriegerische Handlung, und die gilt's loszulassen, die gilt's aufzulösen, die gilt's so zu verändern, dass du in liebevoller Klarheit führen kannst. Weil nein, es geht nicht darum, dass du dein Kind dann alles machen lassen sollst. Nur das ist immer das, was sie sagt, wenn wir sagen: Hör auf zu meckern oder zu schimpfen oder dein Kind zu bewerten oder zu verurteilen. Dann sagst du: Ja, aber wie soll ich es dann machen? Dann tanzt es mir ja nur noch auf der Nase rum. Das stimmt nicht. Es tanzt dir dann nicht auf der Nase rum, wenn du gelernt hast, wie Elternsein wirklich geht. Wenn du gelernt hast, wie du dein Kind liebevoll und klar führst. Und dafür sind wir hier. Und das kannst du von uns lernen. Das ist unser Beitrag für mehr Frieden in der Welt.
In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuschauen, fürs Zuhören. Vielen Dank für deinen Kommentar. Vielen Dank für deinen Daumen hoch. Wir freuen uns natürlich, wenn du uns eben hier auch schreibst, was du davon hältst oder was deine Erfahrungen sind. Und wenn du noch den Kanal abonnierst, dann Sind wir noch glücklicher.
Vielen Dank, weil dann hilfst du uns einfach, Frieden in der Welt zu verbreiten. Und ich erinnere dich noch mal ganz abschließend kurz an das PDF, das wir dir verlinkt haben. Lad dir das gerne runter. Alles Liebe, tschüss, ciao!
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