Live Coaching mit Alexandra - Podcast 058

Uli coaches Alexandra through impatience in her relationship after a breakup. She's using Power Talk twice daily and noticing her inner-child needs, but struggles when her partner moves slower. They explore how fear drives impatience and practice asking for concrete things like a hug when she feels insecure.
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Hallo und herzlich willkommen beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen als Paar und in der Familie. Und heute habe ich ein ganz besonderes Schmankerl für dich, und zwar einen Auszug aus einem Live-Coaching. Wir hatten das bei einem Gewinnspiel verlost, und du hörst heute Alexandra, die von Uli Bott gecoacht wird, und kannst dabei einfach auch mal reinschnuppern jetzt, wie denn Coaching bei Gemeckerfrei sich so anhört und auch anfühlt. Nur eben noch als kleine Anmerkung: Wenn du bei uns coacht werden willst, geht das ab dem Family-in-Love-Coaching, also in den Programmen eben Family-in-Love-Coaching, Women's Circle oder im VIP-Coaching. Ich wünsche dir jetzt viel Freude mit Uli und Alexandra.
Okay, Alex, vielleicht magst du dich kurz, magst du kurz paar Wörter zu dir sagen? Ich würde vorab schon mal sagen, du und ich, wir sind Newbies sozusagen, ne? Ich glaube, also wir haben noch nicht miteinander gearbeitet, Du warst noch in keinem Programm bei uns und bist uns jetzt irgendwie bei Instagram über den Weg gelaufen.
Ja, oder ihr mich.
Ja, genau. Wie auch immer. Genau.
Also, ich bin Alexandra, ich wohne oberhalb von Hamburg und habe jetzt ein bisschen Trouble in meinem Leben. Schönen. Und dann geht es auch mal in die andere Richtung. Und in dem Moment ist mir meckerfrei über den Weg gelaufen. Ich habe quasi zugegriffen. Ich habe mir alle Videos angeschaut. Ich habe mir das Buch bestellt. Ich mache den Power Talk morgens und abends tatsächlich. Und der hat richtig viel in mir Gutes irgendwie ausgelöst. Also ich bin in einer Beziehung jetzt ein halbes Jahr. Die war jetzt auch eine Woche zu Ende, weil wir beide tatsächlich so in Nöte gekommen sind mit uns selbst am Ende. Und ja, letztendlich ist so diese ganze Gemeckerfrei-Geschichte, die in mir irgendwie auch was gedreht hat. Also alles irgendwie. Ich gucke jetzt gerade tatsächlich mehr auf das, was da ist, als auf das, was mir fehlt. Ich weiß, dass da ganz viel inneres Kind ist, was mich braucht. Und habe aber, also ich habe jetzt so die Frage, da geht es viel um Geduld eigentlich. Ich habe so die Erfahrung gemacht, dass Frauen doch ein bisschen schneller sind, so in ja, mal in sich reingucken. Und was ist bei mir los? Und was brauche ich? Oder wo bewegt sich was? Und von der Partnerseite, naja, ich habe keine Themen. So habe ich es gehört. Und ich stehe dann da und sehe und denke, und da ist eigentlich meine Frage, ja, ich habe so in eurem Buch gelesen, dass es bei euch, glaube ich, nicht so ganz anders war am Anfang. Und wie gehst du mit der Geduld um, die du als Frau dann brauchst? Also ich habe so, es gibt so Phasen, da öffnet sich was, wo ich denke, ja, und am nächsten Tag ist es erstmal wieder zu. So, und dann brauche ich ja die Geduld, um dann Schritt für Schritt weiter mitzugehen und darauf zu warten, dass der nächste Step kommt. Also wie holst du dich zurück, letztendlich, um da wirklich fein zu sein, dass der andere sein Weg in seinem Tempo geht und du das aushalten kannst.
Ich habe eine Frage, also danke erstmal für die Frage, weil ich glaube, das kennen ganz viele, ne. Also könnt ihr gerne auch mal in Kommentar schreiben, wer kennt das auch, dass er das Gefühl hat, ich will voran und mein Partner geht nicht mit oder nicht in dem Tempo mit. Von dem ich gerne hätte, dass er mitgeht. Ich habe eine Frage an dich: Würdest du— ich warte mal noch kurz ab, ob jemand hier schreibt, dass er das kennt, und dann habe ich eine Frage an dich. Ja, hier kommt schon der Erste: Ramona schreibt, sie kennt das total, und ich weiß von ganz vielen, die das auch kennen. Heike, Julia, vielleicht kennt ihr es ja sogar auch. An der einen oder anderen Stelle. So, okay, ich habe eine Frage an dich, lieber Alex: Würdest du erkennen, wenn er sich auf seine Weise bewegt, oder hast du so eine feste Vorstellung davon, wie er sich bewegen sollte, dass du es als Bewegung wahrnehmen könntest?
Also ich glaube, es ist beides da, oder das eine flacht ab. Also so der Wunsch: Beweg dich doch so und so, wie ich das möchte, kenne ich. Aber ich merke eben so in den letzten 14 Tagen tatsächlich so, so diese kleinen Lichter aufleuchten. Ach, da bewegt sich ja was. Ja, das sind die kleinen, also die kleinen Dinge, die da sind, die fallen mir sehr auf in den letzten 14 Tagen. Und da gehört das auch dazu.
Aber ich merke auch, dass 14 Tage, also an deiner Stelle würde ich, wenn ich, also das ist vielleicht, ist dein Coaching dann jetzt ganz schnell zu Ende, ja. Aber an deiner Stelle würde ich einfach nur den Flow genießen, der dadurch entstanden ist. Dass du diesen Weg angefangen hast zu gehen. Jetzt blinken schon die Lichtchen.
Ja, also ich finde es erstaunlich. Also ich weiß nicht, woran es liegt, ob das einfach, dass ich diesen Power-Talk mache, täglich zweimal. Da habe ich schon das Gefühl, so viel gedreht in mir, dass der andere kommen kann jetzt. Also alleine, ich wusste, was mir vorher fehlt, was ich brauche, und der andere fühlt sich überfordert oder nicht gut genug. Und heute sehe ich, was ja eigentlich alles da ist, und das sind die ganz kleinen Dinge. Ja, also ja, Magie ist das. Ich sag immer, es ist Magie, so was in den letzten 14 Tagen passiert. Ja, ich merke trotzdem, dass das da auch ein gewisses Grad Ungeduld ist. Also ich bin so von Haus aus sehr schnell, viele Ideen und schnell, und da kommen nicht immer alle hinterher.
Und was, wenn sein Verhalten für dich das größte Geschenk ist? Weil wir ein Wunder sind, weil ihr ein Wunder seid, und weil Geschwindigkeit alleine überschlägt sich. Je mehr du das Gefühl hast, schnell sein zu wollen, umso mehr muss er ausgleichend langsam werden, damit ihr nicht euch überschlagt. Ja, also ein Chaot und ein Ordnungsfanatiker zusammen, ist großartig.
Ja, letztendlich kann dann wieder bei mir gucken, warum ist die Ungeduld da.
Ja, ich würde gar nicht so viel analysieren. Das ist eigentlich, Probleme entstehen eigentlich immer dann, wenn wir versuchen, wenn wir noch ruhig drüber reden, werden Probleme eigentlich oft erst gemacht. Und das ist so ein Missverständnis auch von uns Frauen, dass wir immer denken, wir müssten alles tausendmal bereden. Und erklären und analysieren. Wenn du einfach glauben könntest und jeden Tag ein Stückchen mehr glauben könntest, dass du echt perfekt bist, so wie du bist, echt perfekt, dass du echt nichts leisten musst, dass du absolut liebenswert bist. Und dass alles, was dein Partner dir da zeigt, überhaupt nichts Gegenteiliges aussagt! Er zeigt dir auf seine Art, wie sehr er dich liebt! Und das kannst du einfach nur sagen: Oh nein, ich habe mir einen Partner kreiert! Wow! Und wir wachsen zusammen. Ja, und er, also wenn ich jetzt sage, okay, mich stört seine Langsamkeit, dann würde ich dir empfehlen zu sagen, okay, wo kann ich denn selber Tempo rausnehmen, dass er schneller werden kann, damit er nicht, ne, ich schnell, er langsam. Dann wird er immer langsamer und ich werde immer schneller. Das ist das, was in ganz vielen Beziehungen passiert, dass der eine meint, er müsste jetzt immer noch schneller, weil der andere ja so langsam ist. Aber wir verstehen nicht, dass dadurch, dass wir immer schneller werden, muss der andere immer noch langsamer werden. Jetzt sagst du einfach, okay, dann mache ich halt einfach mal ein bisschen langsamer. Ich kann ja mal jede Kleinigkeit wahrnehmen. Feiere ich doch mal jeden Aspekt. Jedes Blinken, da feiere ich mal.
Ja, Tempo rausnehmen ist eine gute Übung für die nächsten Wochen.
Ja, kannst du machen. Und dann guckst du auf er nicht, dann noch, okay, ich lade dich ein. Dass du schneller bist, oder auch zu sagen: Ich lade dich mal ein, dass du die Führung übernimmst. Ganz oft haben wir Frauen ja so eine feste Vorstellung, wie Partnerschaft auszusehen hat, und dann wollen wir den anderen da rein bugsieren. Dann sagt der zu Recht: Uah, nicht mit mir! Das war nicht der Deal! Wie oft sprecht ihr darüber, wie ihr Partnerschaft haben wollt? Wie es sich gut anfühlt für euch beide?
Ja, also, wir sind ja noch recht am Anfang. Auch die Frage, die in eurem Buch steht: Welche Ziele haben wir? Da bin ich tatsächlich, da mache ich auch Tempo mit Sprechen. Was wollen wir? Ich habe jetzt mal so meinen Tag der Zukunft beschrieben und habe ihn gefragt, ob er grundsätzlich damit einverstanden ist, dass das und das stattfinden wird. Und da kam tatsächlich ein Ja. Aber ja, könnte man ja mal feiern. Könnte man ja mal feiern. Ja, ist grundsätzlich bereit dafür. Genau, also ja, dieses sich hinsetzen und sprechen, das möchte ich gerne auch. Aber wie du sagst, Frauen wollen gerne reden und ihm ist es dann gern auch zu viel. Ich glaube, er lässt gerne fließen und plant das gar nicht. Oder ja, mal gucken, das bin ich noch am Rausfinden, wie ich da auch einen guten Draht hinkriegen kann, Dinge einfach mal zu bereden.
Was, wenn du keine Angst haben müsstest, dass es scheitert?
Dann würde ich wahrscheinlich viel reden und zum Gespräch einladen. Viel reden und zum Gespräch einladen.
Ja, oder gar nicht.
Gar nicht, weil ich brauche ja—
schau mal hin, wenn ich ganz— also schau mal, was der Satz mit dir macht: Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich einfach Angst.
Ja, ist am Ende so, kommt unten bei raus.
Ach so, es hat ja gar nichts mit ihm zu tun. Es ist einfach meine Angst.
Angst, Unsicherheit, die habe ich schon entdeckt.
Und jetzt kannst du ihn dein Held sein lassen. Liebling, kannst du mir helfen? Ich habe echt Schiss, dass wir es nicht hinkriegen könnten. Weiß nicht, ob das die Angst genau ist. Ja, bin unsicher, ob ich so mache, dass wir— bin unsicher, ob ich mich so zeige, dass du dich weiter für mich entscheidest. Kannst du mir helfen, mich bei dir sicher zu fühlen?
Der ist gut. Kannst du mir helfen?
Und dann musst du nicht, weil schau, was passiert, wenn da eine Unsicherheit ist oder eine Angst ist und du hast das Gefühl, jetzt müssen wir reden. Wir müssen jetzt Wunden aufdecken, wir müssen jetzt reden. Alles, die Energie, mit der du dieses Gespräch suchst, in dieser Energie schwingt immer Angst. Ja, das, also das kommt Angst an, beim Gegenüber kommt Angst an, und dann wollen die nicht reden, weil die Angst haben, jetzt Da könnte was passieren.
Ja, ich habe das im letzten halben Jahr auch gemerkt, so, dass es eigentlich meine eigene Unsicherheit ist, die eine Schraube immer schneller hat drehen lassen, wie so ein Wirbelsturm. Und dann ist das ganze Ding auseinandergeflogen. Ja, ein Held habe ich auch gern.
Kannst du mir helfen, mich bei dir sicher zu fühlen? Und für dich und für alle draußen, die zugucken, könnt ihr den Bogen schlagen, weil was du gesagt hast eingangs, Alex, war, naja, ich sehe doch, dass bei meinem Partner irgendwelche Dinge im Argen liegen, und er sagt immer, nee, ist nicht. Oder noch so. Und jetzt haben wir eine Viertelstunde gesprochen, und jetzt sind wir bei deiner Angst angekommen. Ja, und das ist, was immer passiert, weil wir projizieren das, was in uns lebendig ist, auf den anderen. Und deshalb brauchen wir den anderen nicht, um was zu verändern, weil wir es in uns lösen können. Ja, und es ist ja in Ordnung, je nachdem, was wir für Erfahrungen schon gemacht haben, für Beziehungserfahrungen, darf das ja sein. Dass Angst da ist, macht ja gar nichts. Und Unsicherheit darf ja sein. Ja, und jetzt präsentierst du die einfach auf dem Silbertablett und sagst: Schatz, ich habe einfach Angst. Wenn ich manchmal komisch bin und wenn ich manchmal viel von dir will, dann ist es, weil ich unsicher bin. Kannst du mir helfen?
Ja.
Und dann kannst du gucken, was ist es zum Beispiel, wie hilft er dir, wenn er dich fest in den Arm nimmt, wenn er dir eine liebe WhatsApp schreibt, wenn er dir ein Geschenk macht, wenn er mit dir redet, wenn er Zeit mit dir verbringt, was ist das, was, wo du das Gefühl hast, ich kann mich entspannen? Ja, hast du eine Idee?
Ja, also Was ich in den vergangenen Monaten gemerkt habe, wenn der Impuls von ihm kommt, mich in den Arm zu nehmen, das ist sehr schön. Da ist eben auch die Frage, also ich kann es mir immer holen, das hat er auch gesagt, aus ihm kommt der Impuls nicht so oft, aber wenn er dann doch kommt, ist es sehr viel wert für mich.
Kannst du ja auch sagen: Schatz, schau, wenn ich— ich habe Angst, das ist meine Unsicherheit, meine Angst. Kannst du mir helfen, mich sicher zu fühlen? Und am meisten sicher fühle ich mich, wenn du mich einfach in den Arm nimmst, besonders wenn ich mal komisch bin.
Ja, vor allen Dingen, wenn ich komisch bin.
Ja, genau. Ja, dann gibst du quasi deinem Schatz eine Gebrauchsanleitung und er wird es lieben.
Einfache, klare Ansage.
Ja, weil er will ja, dass es dir gut geht. Ja, aber wenn du so inkongruente Nachrichten schickst, also wenn du was sagst, was nicht zu dem passt, was du fühlst, dann wird er so verunsichert, und dann ist er selber verunsichert, und dann weiß er gar nicht mehr, was er tun soll. Und deshalb sagst du einfach: Du brauchst nicht verunsichert sein, weil es meine Angst, meine Unsicherheit, und bitte hilf mir. Kannst du mir helfen? Und am meisten hilft es mir, wenn du mich einfach hältst.
Ja, wäre schön. Werde ich ausprobieren. Freue ich mich drauf.
Viel Spaß dabei! Ja, viel Spaß! Fragen wir mal. Erstmal vielen Dank für deine Frage und fürs hier durch so einen Coach-Prozess gehen. Und wir fragen mal in die Runde, in die Facebook-Runde: Wer nimmt was mit von euch?
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