Live Coaching mit Heike - Podcast 061

In this excerpt from the Gemeckerfrei podcast, coach Uli Bott conducts a live coaching session with Heike, who has been married for 23 years and has two sons, one of whom has a developmental delay. Heike describes intense family stress: her younger son’s needs, the fragile relationship between the brothers, and her husband’s difficulty responding to their children’s emotions, which leads to frequent arguments and a feeling of losing herself. She expresses frustration, exhaustion, and fear of the relationship failing, while also affirming a strong desire to stay together. Uli engages the live audience, uses scaling questions (0‑10) to gauge Heike’s commitment, willingness to invest, doubt, and fear, and then guides her through a visual‑imagery exercise to externalize and transform her fear (identifying its color, shape, temperature, and then “playing” with it, making it smaller, lighter, and adding love). The session moves from identifying the problem, through emotional processing, to a concrete, embodied technique that aims to shift Heike’s perception of her fear and reinforce her motivation to work on the relationship. The coach also highlights the need for personal breaks, honest communication, and mutual learning, concluding with encouragement that the new awareness can lead to lasting change.
Chapters
Hallo und herzlich willkommen beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen als Paar und in der Familie. Und heute haben wir mal wieder einen Ausschnitt aus einem Live-Coaching für dich. Heike wird von Uli gecoacht und ich wünsche dir dabei einfach viel Freude beim Zuhören, viel Erkenntnis, und du wirst dich sicherlich in einigen Themen auch selbst wiederfinden können und da vieles für dich mitnehmen. Ein kleiner Hinweis noch: Wir haben einige Pausen rausgeschnitten, die normalerweise im Coaching entstehen, weil man sich ein bisschen erstmal was sacken lassen muss, drüber nachfühlen oder auch nachdenken muss. Nur um das für dich jetzt gut anzuhören zu machen, haben wir eben das alles ein bisschen zusammengefasst. Also wundere dich nicht, in Wahrheit waren da oft ein bisschen mehr Denkpausen drin, die wir jetzt für dich eben da eliminiert haben. Falls du selber Interesse an einem Coaching hast, noch ein kleiner Hinweis: Es gibt ja auf unserer Webseite eine ganze Menge Kurse und Programme, und das individuelle Coaching, so in der Art, wie du es hier jetzt gleich hören kannst, Das gibt's im Family-in-Love-Coaching und im Women's Circle und natürlich auch in unserem VIP-Programm. Und jetzt viel Freude mit Uli und Heike.
Hallo, liebe Heike. Hallo. Magst dich auch noch mal kurz vorstellen vielleicht? Ja, ich bin Heike.
Ich bin mit meinem Mann seit 23 Jahren zusammen. Wir haben zwei Jungs, der eine ist 10, der zweite ist 6. Der Kleine ist entwicklungsverzögert, sehr zeitintensiv und ja, nicht ganz einfach. Wir haben ziemlich viele Termine mit ihm und das ist auch, was oft belastend einfach ist. Die Beziehung zwischen den beiden Jungs ist schwierig und das belastet einfach uns als Familie und ganz stark eben auch unsere Beziehung einfach, weil die beiden Jungs auch noch super sensibel sind, der Kleine noch mehr als der Große. Und das erinnert mich immer, wenn ihr über eure Tochter sprecht, er merkt sofort, wenn irgendwas in der Luft liegt. Ich bin diejenige, die ganz viel spricht, und mein Mann leider nicht. Und ich merke dann ja, irgendwas stimmt nicht, aber auch wenn ich frage, kommt immer die Antwort: Nee, ist alles gut, nichts, nee, ist nichts. Aber er merkt das und er reagiert sofort darauf. Und mein Mann kann überhaupt nicht mit der Reaktion unseres Sohnes umgehen. Ja, und dann eskaliert es halt doch häufiger, oder es kommt zu Streit. Und mich macht es einfach mittlerweile so wütend, weil ich beschäftige mich irgendwie damit, ich versuche was zu zu ändern. Ich versuche da irgendwo entspannt ranzugehen, und viel habe ich auch schon bei euch mitgenommen. Aber dann sind das so kleine Situationen einfach, und alles eskaliert. Ich bin auf einmal nicht mehr die, die ich eigentlich sein will, oder so kenne ich mich gar nicht. Und ja, es ärgert mich einfach so, weil es immer so verschenkte Zeit und Kraft ist, weil so viel Kraft kostet einfach auch Und mich ärgert das einfach, dass ich sage, wir haben schon nur so wenig Zeit, unsere Partnerschaft kommt relativ kurz, und wir schaffen es dann einfach nicht, diese Momente, die wir haben, wirklich für uns zu nutzen, sondern sie enden dann in Streit, Diskussion oder sonst irgendwas. Wir versuchen das zwar auch uns bewusst mal wenigstens einmal im Monat einen Tag Auszeit für uns zu nehmen, aber Es ist eben auch da schwierig, einfach so wieder ins Gespräch zu kommen, über was zu sprechen, was nicht gerade Schule, Kinder und so betrifft, sondern dass man einfach wieder, ja, so ein bisschen zusammen träumt und Ziele hat. Und es ist einfach schwierig und das belastet mich halt sehr. Und wir finden aber irgendwie auch nicht so richtig ins Gespräch und ja. Können das irgendwie, ich will sprechen, aber, und ich muss dann einfach immer viel für mich behalten, und dann ist eben so dieses in sich reinfressen, und man kann irgendwie nicht so richtig drüber sprechen, und dann ist natürlich die Zündschnur oft einfach kurz. Und ich kann, oder fühle so, dass ich nicht mehr ich bin, dass ich nicht entscheide, wie ich das eigentlich von mir aus tun würde. Sondern so, wie er ist, wie ich denke, wie er es erwarten würde oder möchte. Und dann entscheide ich manchmal Sachen, wo ich eigentlich sage, den Stress hätte ich mir jetzt gar nicht antun brauchen, ist doch völlig egal, ob er jetzt noch ein Stück Schokolade nimmt oder nicht, oder so. Aber ich mache es dann so, wie ich denke, wie er es für richtig halten würde irgendwie. Und ich denke, warum mache ich das? Ich bin irgendwie gar nicht mehr ich, aber irgendwie will ich halt auch nicht den Stress mit ihm.
Und ja, danke erstmal fürs dich so zeigen und das so erzählen und ja, mit uns teilen. Und auch da glaube ich, und dann frage ich einfach mal wieder die in die Zuhörerrunde, wer kennt es auch, ne? Also dieses gerade das, was du jetzt zum Schluss gesagt hast, so dieses: Ich verbiege mich dann schon, weil ich versuche, es ihm recht zu machen, und dabei gehe ich eigentlich gegen meine Intuition oder gegen mich, aber nur aus dem Wunsch nach Frieden. Und gleichzeitig ist es aber in einigen Fällen wahrscheinlich so, dass es gar nicht den Frieden erzeugt, den du dir erhofft hättest, sondern es wird eigentlich potenziert sich noch in doof sein, weil am Ende eskaliert es doch. Und du denkst dir noch am Schluss, na, so zumindest, ja, das so hätte ich jetzt so verstanden, da hättest du dir auch nicht, hättest du dich auch erst nicht verbiegen müssen, wenn es dann eben auch knallt. Okay. Haben wir jemand hier, der das auch kennt? Und erst mal, wer schickt noch mal eine Runde Konfetti für Heike? Ramona schreibt: Das kenne ich auch. Entweder ist man pro Kinder oder pro Mann. Finde mich da total wieder, liebe Heike, schreibt Sarah. Danke für deine Offenheit, kann das so gut nachvollziehen. Das geht mir auch oft so und nicht nur mit meinem Partner. Kann ich nicht mal alles lesen. Genau. Und da noch eine Konfetti-Kanone für dich. Und schickt mal noch ein Herzchenregen für die Heike hinterher, und dann gucken wir gleich mal, was ich da jetzt mitgeben kann, so in diesem Rahmen, weil ist klar, ne, also es kommen ganz viele Herzchen für dich geflogen in allen Farben. Auf einer Skala von 0 bis 10, 0 gar nicht und 10 absolut, wie sehr bist du davon überzeugt, dass du mit ihm alt werden wirst?
Ich will eine 10, also ich bin fest davon überzeugt, das war Liebe auf den ersten Blick, und Er sollte es sein und ich will mit ihm alt werden, ich will das einfach hinkriegen und ich sage auch immer, ich will einfach nur glücklich mit dir sein und den Moment genießen, aber wir kriegen das irgendwie nicht richtig hin!
Ja, okay, aber gut, dann ist ja der Pinomar schon mal Haken dran! So, jetzt habe ich eine zweite Frage: Bist du bereit, auf einer Skala von 0 bis 10, wieder selbes Szenario, wie sehr bist du bereit, in Vorleistung zu gehen?
Ich würde alles tun dafür, dass das funktioniert. Ich bin auch der Meinung, dass ich ganz viel versuche und tue und auf ihn zugehe und spreche und auch mich öffne und sage, ich will das einfach nicht. Sag ihm das auch ehrlich, das kostet mich einfach nur Kraft. Und warum streiten wir jetzt? Und ich glaube, dass ich ganz, ganz viel in Vorleistung gehe. Ich glaube, ich sehe auch nicht immer das, was er tut. Aber es ist auch einfach so, dass ich mich nicht wertgeschätzt fühle, dass ich glaube, er sieht einfach nicht, wie viel ich in investiere, weil er dann einfach so, ja, oft auch so kommt, ne, ich mache ja auch nichts, so ungefähr, ne, du könntest ja auch mal kommen und du könntest ja auch mal mehr, wo ich denke, ich gebe alles, was ich noch kann, aber irgendwann ist also meine Kraft ziemlich am Ende und wo ich sage, ich kann einfach nicht mehr, ich laufe gegen eine Wand jedes Mal und ich versuche es immer wieder, ich mache jedes Mal wieder den ersten Schritt, aber Aber ich rede gegen die Wand einfach. Er versucht es, er versucht es, ich merke es auch, aber es fällt ihm einfach auch wahnsinnig schwer.
Mag mal was aufzeigen. Also ich habe dich schon als Team, also auch in deiner Schilderung und so, habe ich dich als jemand wahrgenommen, Klappt das mit der Verbindung jetzt? War es kurz gehangen? Genau. Auch in deiner Schilderung eben habe ich dich— ihr könnt mich wieder sehen und hören, oder? Wunderbar, danke. Auch in deiner Schilderung eben habe ich dich wahrgenommen, dass du ganz viel gibst und ganz viel versuchst und ganz viel machst. Das war aber jetzt gerade nicht meine Frage. Meine Frage war: Bist du bereit, über das hinaus, was du schon tust, in Vorleistung zu gehen? Also kannst du noch mehr investieren, als du gerade investierst?
Also ich habe im Moment—
willst—
ich will, aber ich habe im Moment nicht mehr das Gefühl, dass ich noch mehr kann.
Weil du Angst hast, dass es wieder nichts hilft?
Weil ich das Gefühl habe, dass ich oft mit allem einfach irgendwo alleine stehe, alleine Entscheidungen treffen muss, mir da einfach diese Unterstützung fehlt. Und ja, ich irgendwie, also ich einfach keine Kraft, ich fühle mich einfach kraftlos. Ich habe einfach keine Kraft mehr, noch mehr zu investieren, weil ich einfach an so vielen Ecken gleichzeitig am besten sein soll, dass ich sage, ich habe auch nur 24 Stunden und ich kann auch irgendwann nicht mehr und irgendwann brauche auch ich mal einfach Pause und muss einfach mal auch ein paar Minuten was für mich tun.
Das steht ja außer Frage, ne? So, also das steht ja erstmal außer Frage, dass du auch Pause brauchst. Wenn du zu 100% sicher sein könntest, dass das, was du noch neu ausprobierst, euch wirklich voranbringt? Würdest du dann noch Kapazitäten dafür finden?
Ich denke ja. Also ich würde alles versuchen, dass es halt besser wird, einfach für uns alle, weil es einfach alle belastet. Es belastet ja nicht nur uns als Paar, es belastet ja die ganze Familie. Die Kinder merken das ja auch. Einfach nicht, das will ja keiner. Ich will einfach, dass jeder sich ja wohlfühlt, wenn er nach Hause kommt, und nicht, dass hier nur irgendwie gestreitet und Mecker und schlechte Stimmung ist.
Auf einer Skala von 0 bis 10, wie groß ist der Zweifel? 0 ist gar nichts, 10 ist großer Zweifel. Wie groß ist der Zweifel, dass du zwar willst, aber dass ihr es nicht schaffen könntet?
Ich weiß nicht, so eine 5, weil ich meine, weil er manchmal dann sagt, einfach dann schon, dann muss ich halt gehen, so ungefähr. Wo ich dann denke, warum sagst du sowas? Warum gibst du mir das Gefühl, dass du aufgibst, wenn ich doch darum kämpfe, dass es funktioniert? Ich weiß, dass er das nicht so meint, Aber es tut natürlich weh, wenn man dann irgendwie sowas hört, auch wenn es dann gerade einfach in der blöden Situation aus einer blöden Emotion irgendwie rauskommt. Aber natürlich lässt einen das dann irgendwo zweifeln. Lohnt sich das zu investieren, wenn der andere vielleicht schon aufgegeben hat? Ja, und das will er nicht. Das verletzt ihn auch, das— ich weiß, dass er will das auch, aber Er kriegt das halt auch, er kriegt einfach nicht hin, sich da irgendwo zu ändern, das gelassener zu nehmen, wenn hier irgendwie die Kinder streiten oder so, dass er da nicht einsteigt, wo ich sage, das hat ja nichts mit uns beiden jetzt gerade zu tun, deswegen brauchen wir uns nicht streiten. Aber das ist dann einfach so die Stimmung, die dann komplett umschlägt.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich auch Angst, dass es scheitern könnte. Wie ist der Satz denn?
Nicht so schön. Also klar habe ich auch Angst, dass das— ich will das unbedingt, aber klar, ich habe auch Angst, dass wir das echt nicht hinkriegen. Meine Eltern sind geschieden und das wünsche ich mir für meine Kinder nicht.
Hast du dir schon mal erlaubt, die Angst zu fühlen?
Nicht wirklich.
Dann kämpfen wir immer drüber weg. Weil wir Angst haben vor der Angst.
Ja, weil ich immer das Gefühl habe, ich muss dann für die Kinder wenigstens die Starke, sage ich mal, sein, die es irgendwie rausreißt.
Und vielleicht nimmst du jetzt die paar Minuten, einfach mal zu sagen, in so einem geschützten Rahmen: Ich erlaube mir meine Angst. Ja, ich habe Angst. Ich habe schon so viel ausprobiert und ich weiß an manchen Tagen gerade auch nicht mehr weiter. Und wenn du das im Buch schon gelesen hast, dann ist das eine total wichtige Stelle, weil du jetzt ehrlich bist zu dir selbst. Und von dem Moment aus, wo du ehrlich zu dir selbst bist, kannst du alles verändern. Wo im Körper spürst du denn die Angst?
In der Brust, im Hals. Also das ist dann einfach immer so, ich bin auch so ein Bauchmensch, es geht ganz schnell bei mir dann auf den Bauch, dass ich Magenschmerzen und sowas kriege. Ich mag auch nicht ins Bett gehen, wenn das nicht ausgesprochen ist. Mein Mann kann das gut aushalten, ich kann das überhaupt nicht aushalten, weil das dann gleich wieder so den nächsten Tag— ich kann das nicht einfach vergessen. Für mich ist es wichtig, dass man einmal drüber spricht, dass man sich ausspricht, dass es wieder gut ist. Und er schweigt sowas auch gerne aus, und das ist für mich kaum auszuhalten einfach. Das habe ich ihm schon oft gesagt, das weiß er auch. Aber ja, er will dann oft nicht mehr sprechen.
Möchtest du jetzt mit der Angst noch was tun? Möchtest du jetzt mit der Angst noch warten? Möchtest du jetzt, sondern mit der Angst noch ein bisschen spielen? Oder möchtest du jetzt einfach nur mal mit der Erkenntnis der Ehrlichkeit gehen?
Ich habe Angst, also ich habe echt Angst, dass wir das nicht schaffen.
Okay, und möchtest du noch ein bisschen mit der Angst spielen? Sollen wir die ein bisschen verändern? Ja, okay. Auf einer Skala von 0 bis 10, wie stark ist die Angst, wenn du sie dir jetzt gerade erlaubst? Kannst mal die Augen zumachen, und dann kannst du mal gucken, welche Farbe hatten die Angst?
Schwarz.
Was hat die für eine Form?
Das weiß ich nicht, wie so ein Nichts.
Wie fühlt sich die an, wenn du die anfasst?
Leer irgendwie.
Eigentlich, ja, leer, als wäre da einfach nichts mehr. Hatte das Loch eine Temperatur?
Erkannt.
Und gibt es da irgendeine Bewegung, also in dem Loch, oder das Loch an sich, bewegt sich das irgendwie?
Nein.
Kannst es anstupsen in eine Richtung, dass es dann eine Bewegung kriegt? Nein. Okay, okay. Kannst du das Loch aus deiner Brust rausnehmen und mal so zwischen den Händen halten? Geht das?
Ja.
Okay, jetzt kannst du es mal umdrehen, zwischen deinen Händen umdrehen. Gehst du, machst du einfach nach Gefühl, wie lange drehst du es so lange hin und her, bis du das Gefühl hast, jetzt ist gut. Spielst du damit, weißt, wie so Kinder mit so einem Flummi mal spielen oder so. Wenn es gut ist, dann setzt es wieder ein. Und jetzt guckst du mal hin, was hat es jetzt für eine Farbe?
Es ist immer noch dunkel, aber ein bisschen heller.
Genauso groß. Hat sich die Größe verändert?
Es ist ein bisschen kleiner, also es fühlt sich ein bisschen leichter an.
Auf einer Skala von 0 bis 10, was hat es jetzt? Wert? Ich würde sagen so ein 7. Okay, schau mal hin, ob sich bewegt.
So ein bisschen, also es ist noch relativ fest, aber so als wäre so ein bisschen mehr Spiel einfach da.
Ist das von rechts nach links, im Kreis, von links nach rechts, vorne, hinten, oben, unten? Wie ist das Spiel?
Von rechts nach links.
Okay, dann nimmst du das jetzt noch mal raus zwischen deine Hände und drehst es nur so um, dass es, wenn es wieder einsetzt, von links nach rechts die Bewegung macht. Und dann schaust du mal hin, wie die Farbe jetzt ist.
Es ist mehr so ein— ich würde dunkelblau sagen.
Wie ist die Größe?
Das ist immer noch relativ groß.
Ist die Temperatur noch nicht normal, nicht warm, also etwas kühler, aber nicht eiskalt? Auf einer Skala von 0 bis 10, wie groß ist die Angst?
Würde sagen, 5, 6 ist es bestimmt noch.
Okay, und jetzt, wie bewegt sich jetzt?
Es wirkt ein bisschen kleiner, als wenn es zu allen Seiten so ein bisschen Luft hat.
Okay, dann nimmst du es noch mal raus, drehst es noch mal zwischen den Händen. Spielst ein bisschen damit, füllst die Angst mal in Liebe, gibst mal deine ganze Liebe in diese Angst. Und wenn du dich erinnerst, als du dein Kind das erste Mal im Arm gehalten hast, diese Art von Liebe gibst du mal in die Angst. Vielleicht machst du auch ein bisschen rosa Herzen rein oder so, oder beschießt sie so mit Liebespfeilen oder irgendein Symbol. Was für— hängst der Angst so ein Lebkuchenherz um, irgendwas, was für dich Liebe symbolisiert. Und dann setzt es mal ein. Was verändert sich?
Es ist Angst da, aber jetzt mehr das Gefühl Dass ich mir sicher bin, dass ich das will, dass ich das nicht aufgeben will. Und ich eigentlich weiß, wie sehr er mich liebt. Und wir eigentlich— ich meine, wir wären nicht 23 Jahre zusammen, wenn das nicht irgendwie funktioniert hätte, oder wenn wir uns nicht irgendwo verstehen würden. Und eigentlich brauche ich keine Angst haben, weil ich eigentlich weiß, Ich weiß, dass er mich liebt, ich weiß, dass er uns als Familie will, aber es ist, glaube ich, einfach so oft dann auch diese Wunden, die über die Zeit entstanden sind, die bei mir eben hängen bleiben, und die einfach in dem Moment, kommt das einfach wieder hoch, und dadurch entsteht vielleicht die Angst. Eigentlich weiß ich, ich braucht keine Angst haben. Er will das, ich will das.
Okay, wir nehmen jetzt noch einen Faktor dazu: Ich kann das für uns lernen. Wenn wir das beide wollen, können wir das lernen, und ich kann vorausgehen. Was passiert bei dem Gedanken?
Ich will das unbedingt, ich will das lernen, und Ich will gerne vorausgehen und ich will ihn auch mitnehmen, dass er einfach nachkommt.
Und was ist jetzt, wenn du mal das Gefühl von jetzt— vergleich mal das Gefühl jetzt mit dem Gefühl vom Start. Was ist anders?
Ich bin mir jetzt einfach sicherer, dass ich es will. Ich will das schaffen.
Schaue mal, was in einer halben Stunde möglich ist, weil du dich getraut hast, dich der Angst zu stellen und dann einmal durchzugehen und zu sagen: Nee, ich will das aber, ich will das unbedingt, und ich bin auch nicht bereit aufzugeben. Dann wird es auch klappen. In der Energie wird es klappen, in der Kombination mit: Okay, lerne ich halt alles, was es dazu zu lernen braucht. Was ist noch? Fertig. Herzlichen Dank.
Ich danke dir.
Danke. Wollen wir mal— wer nimmt was mit von euch da draußen? Alle gebannt am Zuhören, glaube ich, weil es gerade Kommentarstille war. Aber jetzt dürft ihr gerne die Heike mal feiern für ihren Mut hier und für bis durchgehen und fürs einfach sich wieder neu committen und erinnern, dass sie das wirklich will.
More from Uli

Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









