Mit Kindern reisen - so wird der Urlaub entspannt - Podcast 096

Two hosts discuss why family vacations often stress kids out: parents miss signs of anxiety, pack schedules too tight, and push their own interests. They recommend building in familiar anchors, plenty of breaks, short activities like two-hour kayak tours, and watching when kids hit their limit. Slow travel beats packed itineraries.
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Der größte Fehler, den wir machen als Erwachsene, wenn wir mit Kindern verreisen, ist, dass wir übersehen, was das eigentlich für Kinder bedeutet. Hallihallo, herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Genau.
Schön, dass du hier bist, eingeschaltet hast, zuhörst, wie auch immer du diesen Podcast dir zu Gemüte führst.
Genau. Und weil wir gerade in Schweden sind und jetzt tatsächlich mal eine Küche haben.
Ja, und in einem sehr schönen Airbnb sind.
Und einen Küchentisch haben, also einen Esstisch haben, können wir jetzt tatsächlich mal den Podcast, der ja eigentlich entstanden ist aus der Idee von Küchentischgesprächen, die der Bernd und ich früher immer geführt haben, tatsächlich mal am Küchentisch führen. Nicht ganz so, wie wir das sonst immer gemacht haben, weil da sind wir eher über Ecke gesessen und nicht nebeneinander und haben die Kamera gesteuert. Aber genau, jedenfalls ist das ein Küchentischgespräch.
Und heute gibt es ein Küchentischgespräch zum Thema Urlaub machen mit Kindern und Reisen mit Kindern und wie das entspannt sein kann.
Genau, also welche Fehler wir als Eltern eigentlich häufig machen. Und jetzt, ich weiß schon, jetzt wo der Podcast rauskommt, manche von euch sind schon in Urlaub, andere waren schon in Urlaub, die nächsten fahren aber erst in Urlaub und deshalb gibt's jetzt diesen Podcast. Und wenn du zu denen gehörst, die schon wieder zu Hause sind, dann hör ihn dir trotzdem an und nimmst dir fürs nächste Mal mit.
Genau, wenn du gerade mittendrin bist, kommen sicher ein paar Sachen, wo du auch sagst, okay, da kann ich eigentlich noch drauf achten, das kann ich noch ändern, was auch immer.
Der größte Fehler, den wir machen als Erwachsene, wenn wir mit Kindern verreisen, ist dass wir übersehen, was das eigentlich für Kinder bedeutet. Also wie viel Veränderung da eigentlich drinsteckt.
Ja, wie viel Stress auch drinsteckt, woanders hinzukommen. Und ganz egal, ob das jetzt ein fremdes Land ist oder ob das einfach nur eine neue Umgebung ist. Also auch wenn du Urlaub am Bauernhof im Allgäu machst und jetzt deine Kinder nicht schon zum 10. Mal dahin kommen. Dann ist es einfach erst mal ein Veränderungsstress für die Kinder und in Wahrheit auch für alle anderen Beteiligten, also für uns Erwachsene ja auch.
Genau, es gibt ja total viele Erwachsene, die sagen, also ich schlafe in keinem Bett so gut wie zu Hause, oder die erste Nacht irgendwo fremd kann ich immer nicht schlafen oder so was. Und warum sollte das unseren Kindern anders gehen? Das ist mal der eine Fehler, den wir schnell machen, dass wir einfach übersehen, weil die Kinder halt nicht sagen: Ich bin so gestresst, weil jetzt sind wir irgendwo, wo ich mich nicht auskenne. Sondern die machen das vielleicht, die finden es ja auch toll.
Also das ist ja ganz viel Spannendes dabei.
Ja, genau.
Viel Neues. Und dann haben sie aber, dann schmeckt aber das Essen nicht oder dann ist sonst was nicht gut. Also das kann halt an ganz vielen Dingen festgemacht werden, die es in Wahrheit eben gar nicht sind, weil das Kind dieses diesen Stress, der ja nicht sich an einer Sache festmacht, das können Kinder ja dann gar nicht erklären, erkennen die ja gar nicht. Dann sind es halt so Kleinigkeiten, die halt als Begründungen herhalten.
Ja, ich würde sagen, es ist einfach die Bereitschaft, Dinge zu handeln. Mir fehlt so ein bisschen, ich suche gerade ein bisschen nach dem Wort.
Flexibilität.
Ja, die innere Flexibilität, die nimmt einfach ab. Je höher der Stresslevel ist.
Ja, bei Kindern und bei Erwachsenen natürlich genauso. Das ist einfach ganz normale Reaktion.
Ja, und jetzt ist es für uns natürlich vielleicht so, dass wir sagen, ja, wir fahren ja in Urlaub. Klar ist da nicht alles so wie zu Hause. Dafür haben wir das und das und das. Aber vielleicht sind die Sachen, die du dann so schätzt, für dein Kind überhaupt nicht so relevant, weil vielleicht— also ich kann jetzt nur von mir sprechen. Ich finde halt am Meer sein zum Beispiel total toll. Ich bin aber eigentlich die Einzige, die so super gerne im Meer schwimmt von uns. Oder du vielleicht noch, aber jetzt unsere Kids, die gehen schon surfen und kiten und so was, aber schwimmen im Meer oder schnorcheln oder so, das ist jetzt nicht ihre Lieblingsbeschäftigung. Und vielleicht ist es bei euch auch so, dass du halt, dass ihr euch für was entscheidet, dass ihr irgendeine Art von Urlaub auch macht, wo du dich über was freust, was für die Kinder aber gar keinen Wert darstellt. Genauso wie du jetzt vielleicht nicht unbedingt Lust hättest, Ferkelchen zu streicheln oder keine Ahnung. Ja, genau, was halt für deine Kinder voll das Highlight ist. Also da einfach mal zu sehen, dass du dich vielleicht über Dinge freuen kannst oder Dinge tolerieren kannst, die dein Kind eben noch gar nicht in der Lage ist zu tolerieren oder sich darüber zu freuen, weil es für das Kind vielleicht nicht wichtig ist oder weil es eben die Fähigkeit zur Toleranz an der Stelle noch nicht entwickelt hat.
Ja.
Der nächste Fehler, den wir ganz schnell machen, ist, dass wir viel zu wenig Pausen machen.
Ja, und die am besten noch gar nicht am Anfang. Genau.
Also wenn wir irgendwo ankommen, dass wir es zu voll packen, dass wir, weil wir denken, wir haben nur 14 Tage oder nur eine Woche oder 10 Tage oder wie lang auch immer. Und vielleicht sind wir irgendwo in einem fremden Land und wir wollen nämlich viel da auch sehen und wollen tolle Erfahrungen machen und so was. Und dass wir einfach die Tage zu voll packen. Dass wir einfach übersehen, Pausen zu machen. Wenn gerade, also Fliegen ist immer anstrengend, selbst wenn es nur 3, 4 Stunden sind. Das Fliegen einfach sau anstrengend für den Körper. Autofahren ist auch voll anstrengend. Ja, so Reisetage sind einfach anstrengend. Nur wenn du dann irgendwo ankommst und am nächsten Tag schon so, wow, was für ein Programm haben wir jetzt und was geht jetzt los und hier und welcher Ausflug? Ja, und deine Kinder so, oh. Machen die vielleicht. Die sind ja auch gehypt, die finden es ja auch toll. Die sind ja vielleicht, wenn ihr nicht oft in Urlaub fahrt oder so oder irgendwo weiter weg seid, dann sind die ja auch fasziniert von deiner Faszination und wollen es auch alles irgendwie toll finden und so weiter und machen das mit am Anfang, aber sind vielleicht noch schneller als du dann davon einfach total überfordert oder angestrengt.
Ja, und auch das kann sich wieder in eben in dieser Unflexibilität äußern. In so einem ständigen: Das ist nicht gut hier, das ist blöd. Und am Ende ist dann alles blöd.
Genau so. Ich komme überhaupt nicht mit zum Essen und überhaupt esse ich überhaupt nichts mehr. Und schlafen gehe ich auch nicht. Und überhaupt niemals werde ich mehr schlafen. Und außerdem, ihr seid total blöd, weil ihr habt mich in diesen Scheiß-Urlaub geschleppt. Also je nachdem wie alt, kommen halt entweder nur Wutanfälle oder Schreianfälle oder es kommen noch irgendwelche Begründungen oder Beschimpfungen, warum du jetzt total blöd bist. Und an der Stelle ist einfach total wichtig, dass du das nicht persönlich nimmst, dass du einfach erkennst, dass das der Veränderungsstress ist, in dem dein Kind gerade steckt. Und gleichzeitig darfst du sehen, ob du für— und auch für dich überprüfen, in was für einem Stress du vielleicht gerade selber steckst, weil vielleicht auch, vielleicht geht es dir so wie mir früher, dass ich eigentlich immer noch gewaschen und geputzt und weiß ich nicht habe bis zur letzten Sekunde vorm Losfahren sozusagen. Ich war also ehrlich gesagt war ich schlacks k.o. in dem Moment, wo wir im Auto oder im Flugzeug gesessen sind. Das war total anstrengend.
Das mit Familie, also je nach Alter der Kinder, aber das hast du ja immer noch. Du musst ja so ein Haus irgendwie so hinterlassen, dass du weg sein kannst oder eine Wohnung und so. Das ist immer immer auch da noch mal Stress. Und ich möchte auch noch was teilen, was ich von jemand gehört habe, der seit 30 oder 40 Jahren durch die Welt reist. Also auch so wie wir gar keinen festen Wohnsitz mehr hat, der aber sagt, jedes neue Land, auch wenn er da schon mal war, und es sind ja dann nach der Zeit auch einige, die er zum wiederholten Mal besucht, wo er sagt, er macht immer erst mal 3, 4 Tage gar nichts. Weil dieses Ankommen, es ist wieder eine neue Sprache, es ist vielleicht ein neues Klima. Ja, es ist eine neue Unterkunft, eine neue Umgebung. Er macht gar nichts, außer zu gucken, wo ist der nächste Supermarkt, sich so bisschen zu orientieren. Und ansonsten kommt er einfach nur an.
Genau.
Und das, obwohl er das ja wirklich seit, keine Ahnung, also 30 oder 40 Jahren macht und schon viele Länder gesehen hat. Und für den es ja ganz normal ist.
Ja, und für uns ist es gerade jetzt auch so. Wir sind jetzt, ich glaube, den dritten Tag, vierten Tag, dritten Tag in Schweden und Also wir haben auch noch nicht viel gesehen. Ein bisschen mal so die Umgebung erkundet, waren mal hier in der Sauna, im Fluss schwimmen, einen Supermarkt gefunden, waren mal noch für den Johannes was shoppen und so. Aber das ist auch noch so sehr, ja, Ankommen-Modus. Und uns fragen immer Leute und sagen, ja, was erlebt ihr dann alles und was macht ihr alles und habt ihr das gesehen und das gesehen und das gesehen und das gesehen? Und wir so, Manchmal ja und meistens nein, weil wir gar nicht in der Lage sind, dauerhaft ständig diesen Action-Druck zu haben. Und wenn du einfach Urlaub entspannt haben willst, dann plan weniger Aktivitäten, dann plan mehr Pausen, plan mehr gewohnte Dinge, plan mehr Off-Days sozusagen, und macht's euch dadurch einfach leichter, ja, macht's macht euch einfach entspannter, macht Pausen auf den Fahrten, macht keine stressigen. Und jetzt haben wir früher auch gemacht, wir fliegen mitten in der Nacht los, müssen um 1 aufstehen oder sowas, ja, und dann sind alle schon schlacks, wenn du irgendwie überhaupt nur ankommst. Ja, schaut, dass auch die Anreise einfach so entspannt wie möglich ist. Entschleunigt euch, ja, nehmt den Druck raus, die Erwartung, was man jetzt alles sehen müsste. Du kannst ja überall wieder hinkommen, wenn es dir da gut gefällt. Gefallen hat oder euch da gut gefällt, dann könnt ihr ja da noch mal hinfahren. Steht ja nichts dagegen, sondern einfach zu sagen, okay, wir nehmen mal die Luft raus, wir lassen mal die Luft raus, damit alle Zeit haben, ja, auch hinterherzukommen. Ich habe früher mal gesagt, meine Seele muss ankommen.
Ja, und macht es, also macht es auch aktiv quasi, ja, spricht es, sagt es einfach auch zu den Kindern, sagt, schau, wir machen jetzt mal, wir gucken uns jetzt mal die ersten paar Tage hier einfach alles an. Wer hat denn vielleicht mal Lust, einmal ums Haus, je nachdem wo ihr so seid, aber lass uns einmal ums Haus rumlaufen, mal gucken, was da alles ist. Je nach Alter der Kinder natürlich gehst du auch mal ein bisschen weiter oder so, aber nicht, da gar nicht wirklich so, dass du sagst, okay, jetzt fahren wir mal den ersten, das erste Mal in den Supermarkt, wenn ihr so jetzt so Pferdchenhaus oder was habt und alleine das ist ja schon wieder spannend und dann oft auch schon wieder genug. Also wirklich sich dafür erst mal die Gegend kennenlernen, sich dafür erst mal ganz, ganz viel Zeit lassen.
Ja, und eine VIP-Kundin von uns hat das neulich erlebt, dass das Highlight für ihren Teenagersohn war dann tatsächlich das gelbe M, weil das in dem fremden Land, wo die waren, einfach ein vertrauter Anker war. Zu sagen, okay, hier schmeckt es mal gewohnt. Ja, es ist nicht alles neu, alles schmeckt neu, alles riecht neu, das Klima Klima ist neu, die Erwachsenen sind aufgeregt, die Erlebnisse sind neu, alles ist anders, vielleicht noch jetlaggeschädigt. Und dann einfach zu sagen, boah, mal so ein Anker von Dingen, die ich kenne, ne. Unsere Jungs haben das auch immer wieder, dass sie dann, was weiß ich, irgendeine Süßigkeit kaufen, die sie aus Deutschland noch kennen. Ja, einfach zu sagen, okay, das ist so ein Anker von zuhause fühlen. Und da das einfach dann nicht zu sagen, ja, aber wir sind doch jetzt im fremden Land, das gelbe M haben wir doch immer und die ganze Zeit und zu Hause.
Und noch das probieren und jenes probieren und so eben nicht.
Eben nein, sondern auszuhalten, dass diese ganzen vielen neuen Eindrücke schon stressig genug sind und wir das einfach für euch, Wege zu finden, wie ihr das für euch entspannt gestalten könnt. Und wirklich wirklich lieber, also wirklich nach dem Motto weniger ist mehr und lieber immer im Blick zu behalten, kann jeder noch. Ich habe das früher, ist mir das auch passiert, dass ich gedacht habe, komm, wir gehen jetzt hier wandern und noch 2 Kilometer mehr ist doch nicht schlimm und nach einem Kilometer sind sie irgendwie halt alle auf dem Zahnfleisch gekrochen. Also nach dem einen von den 2 Kilometern mehr, wo ich so dachte, naja, ob jetzt 5 oder 7 Kilometer, macht ja auch nicht so den Unterschied, aber doch. Das macht einen Unterschied. Ja, und nur weil ich gerade noch könnte, heißt es nicht, dass alle anderen gerade auch noch können, sondern einfach da im Austausch zu sein und einfach immer wieder nachzufragen. Sagen, habt ihr Lust auf mehr? Wollen, tasten wir uns langsam ran? Was probieren wir heute mal aus? Aber zu sagen, okay, wir gehen mal Kajak fahren, aber nicht gleich den ganzen Tag, sondern lass mal 2 Stunden. Oder was haben wir letztens gemacht, wo wir auch irgendwie gar nicht so ein langes Paket gebucht haben, weil wir gesagt haben, das reicht doch eigentlich auch voll aus. Weißt du es noch? Nein, ich weiß schon, dass es war, aber es war irgendwas, haben wir gemacht, wo wir was? Quattfahren?
Ja, beim Quattfahren.
Jetski fahren.
Beim Jetski fahren.
Haben wir gesagt, komm, lass mal 2 Stunden machen. Und wenn uns das richtig viel Spaß macht, können wir ja immer noch mal.
Es gab quasi auch so eine Tour um die ganze Insel. Das hat aber irgendwie 3 oder 4 Stunden halt gedauert. Und so weiter. Und dann haben wir gesagt, wir machen erst mal die 2 Stunden.
Das hat vollkommen gereicht.
Ja, das war und das war vollkommen cool. Und dann ist es auch gut gewesen.
Genau.
Hätte man jetzt auch nicht noch mal gleich wieder gebraucht. Ja, cool.
Ja, also immer wieder auch zu finden, okay, was ist das, wie es für uns passt? Und da hilft es halt. Oder was heißt hilft? Da ist halt der mit dem geringsten Durchhaltevermögen ist halt der Maßstab. Und das sind oft halt die Kids, nicht immer das kleinste Kind.
Außer beim Sandspielen vielleicht.
Ja genau, außer beim Sandspielen. Das haben wir jetzt ja auch erst wieder erlebt.
Ja, beobachtet, wie so Kinder, also so ein Junge, der war vielleicht 10 oder was, 8 vielleicht, ja so was, 8. Und der hätte den ganzen, der hat da gebaut, das war total cool. Da war so eine Stelle, wo so ein bisschen Wasser rauskam. Noch mal extra haben die da so eine Pumpe eingebaut. Irgendwie ist total cool, dass die Kinder halt Sand und Wasser haben. Kennt ja jeder, wie geil das ist. Dann hat er da gebaut und gebaut, gebaut. Da hättest du dich eigentlich nur— die Eltern waren immer so ein bisschen angestrengt, war die Mutter da, war der Vater. Und sonst hat mir richtig leidgetan für alle Beteiligten. Hätten die sich einfach so eine Liege— da war auch so ein Sonnenschirm neben diesem Spieldings und sonst keine anderen Kinder. Da hätten sie sich einfach— ich jetzt als Vater oder jetzt dann irgendwann mal in ein paar Jahren als Opa, hätte mir einfach da die Liege daneben gelegt, hätte mich daneben gesetzt und hätte einfach Sagen wir mal nur, wäre halt da gewesen.
Hätte geholfen, wenn es nötig wäre.
Immer mal was zu trinken gebracht und sogar das Mittagessen. Der wollte sogar sein Mittagessen da haben. Also alles fein. Und dafür halt auch die Flexibilität zu haben und zu sagen, okay, wenn ich jetzt merke, die Kinder haben den ganzen Tag Bock auf am Sand, im Sand buddeln und spielen, dann machen wir halt an vielen Tagen zumindest das.
Genau, weil wir sind die Großen, wir können viel besser überblicken, dass wir noch x-mal in Urlaub fahren können, dass wir haben schon viel mehr erlebt. Wir, wir, uns fällt es leichter an der Stelle, uns zurückzunehmen. Für die Kids ist es einfach noch viel, viel, viel schwieriger. Und wenn du erwartest, dass Kinder sich sich zurücknehmen oder anpassen, dann hast du bestimmt auch schon erlebt, das führt eigentlich nur zu Kampf und Krampf. Weil du kannst dieses, dieses Wechselspielen, auch dieses Wechselspiel aus Führen und Folgen, also wann lässt sich das Kind leiten und wann, wann musst du eigentlich dem Kind folgen? Dieses Wechselspiel, das kann man trainieren. Aber der Urlaub ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um zu trainieren, weil eben so viele Facetten eh schon neu und anders sind und ungewohnt sind und für das Kind herausfordernd sind. Und von dem her plädieren wir an dieser Stelle einfach für natürlich Reisen mit Kindern. Es ist wahnsinnig schön, mit Kindern zu reisen, weil das den Horizont einfach von allen so erweitert, aber gleichzeitig eben Slow Travelling. Wir plädieren für Slow Travelling.
Und das ist ja auch noch was aus unserer Erfahrung raus. Wenn dann, wenn die Kinder dann älter werden und irgendwann erzählen von den Urlauben und so, dann, da war ich zumindest, weiß nicht, wie es dir ging, aber ich glaube so ähnlich manchmal, total überrascht, was die dann von diesen Urlauben erzählt haben, wie cool oder entspannt die die so zum Teil empfunden haben und auch wie, wie wie gut sie sich das gemerkt haben und noch davon erzählt haben. Und da war das und das, wo ich manchmal so gedacht habe, das ist eigentlich total langweilig. Wir kommen da hin, sind da oder so und wandern mal so ein bisschen rum und das war es schon. Machen mal Lagerfeuer oder was. Aber für die Kinder war das ein Riesenerlebnis.
Und bis heute erzählen all unsere 4 Kinder von unserer ersten Thailandreise. Da waren die zwischen 17 und 8 oder so. Und alle 4 erzählen bis heute, dass ihnen das zu stressig war, weil wir immer nach 3 oder 4 Tagen spätestens die Unterkunft gewechselt haben. So eine Rundreise gemacht. So eine, ja genau.
Organisiert, aber sind halt alle paar Tage gewechselt.
Und das, also das war denen allen, das erzählen die bis heute, dass denen das zu stressig war. Und von dem her Vielleicht sind deine Kids anders, vielleicht sind sie so ähnlich wie unsere, aber mach's, mach's doch einfach. Also schraub mal die Erwartungen an Urlaub runter, wie gut das funktionieren müsste, wie sehr die Kids sich anpassen müssten. Und hab einfach im Blick, dass alleine schon das, sich an eine neue Umgebung und neues Klima und alles Mögliche Neue anzupassen, dass alleine das schon für Kinder mit Stress verbunden ist. Und halt die anderen Erwartungen einfach niedrig. Und schon habt ihr eine coole Zeit zusammen. In diesem Sinn, habt einen schönen Urlaub, falls ihr noch einen vor euch habt, sonst nehmt es mit fürs nächste Mal und genießt euch miteinander. Und die Erinnerungen, die ihr in euren Rucksack packt, das ist das Wertvollste, worum es beim Elternsein geht. Alles Liebe.
Danke fürs Zuhören und Zuschauen. Bis zum nächsten Mal. Ciao. Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare. Wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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