Nimm´s nicht persönlich - leichter gesagt als getan - Podcast 085

In this episode of the "Gemeckerfrei" podcast, hosts Uli Bott (Speaker A) and Bernd discuss the common struggle of taking remarks and actions of family members personally, especially in parenting situations. They begin by exploring what happens internally when we feel attacked and why personalizing reactions is a choice. Using a vivid example of a child refusing to unload the dishwasher and reacting explosively, they illustrate how quickly conflicts can escalate when we react emotionally. The hosts then present three concrete strategies to break this pattern: (1) Observe without judging – the "Sachohr" or factual ear – to hear the other’s perspective as a self‑disclosure rather than an attack; (2) Adopt a dissociative, observer stance, likened to a drone view, to avoid becoming emotionally entangled (as opposed to being "assoziiert" or immersed in the drama); (3) Choose the relationship over being right, responding with empathy, understanding, and offering support rather than insisting on compliance. Throughout, they stress the importance of parental self‑care, recognizing one’s own exhaustion, and adjusting expectations so that the method can be applied only when the caregiver has enough energy. The episode ends with a call to practice these steps, reminding listeners that consistent, compassionate communication can gradually teach children to act responsibly without constant conflict.
Chapters
Lass uns doch mal gemeinsam verstehen, was passiert eigentlich in uns, wenn wir was persönlich nehmen?
Und das, was jetzt kommt, hat auch noch keiner erlebt. Dein Kind explodiert. Das kannst du mal knicken. Wer bin ich eigentlich? Ich bin doch nicht dein Sklave.
Was auch noch, finde ich, immer so der Supertipp war früher: Geh halt erst mal aus dem Zimmer und beruhige dich. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen, Beziehungen, in der Familie, als Paar und zu dir selbst. Schön, dass du wieder eingeschaltet hast, dass du hier bist. Und heute gibt es eine Folge, die bestimmt von vielen von euch schon mit Spannung erwartet wird, nämlich zum Thema: Nimm's nicht persönlich.
Leichter gesagt als getan, ehrlich gesagt.
Das ist so ein schöner Kalenderspruch, nimm's nicht persönlich. Aha, okay, super. Prima. Kann mir jetzt auch noch mal jemand sagen, wie das geht?
Ja, genau, weil ich nehme es gerade persönlich.
Ja, genau. Weil und natürlich könnten wir dir jetzt so Dinge hier sagen wie: Atme halt erst mal.
Dreimal atmen.
Auf 20 zählen, an eine Blumenwiese denken.
Oder an den Strand.
Genau. Oder was auch noch, finde ich, immer so der super Tipp war früher, den wir, wenn wir den früher gekriegt haben: Geh halt erst mal aus dem Zimmer und beruhige dich.
Genau. Am besten mit Kleinkindern.
Genau, die einem überall hinterherrennen. Also selbst ja, selbst ja 8-jährige Kinder schaffen das einem ja ständig noch überall hinterherzurennen, wenn man mal versucht, irgendwo rauszukommen, um sich zu beruhigen.
Oder es ist gerade eine Situation, wo du eigentlich die gerade auch nicht alleine lassen solltest. Aus irgendwelchen Gründen.
Gleichzeitig ist es ja so, wenn du aus dem Zimmer rennen müsstest, dann hast du es ja schon persönlich genommen. Ja. Also wir wollen einfach an der Stelle ansetzen zu sagen, okay, wie geht es eigentlich, dass ich, egal was mir mein Kind, mein Partner, meine Mama, mein Papa, meine Schwiegereltern, wer auch immer an den Kopf wirft, dass ich das nicht persönlich nehme. Weil das einfach. Kann ich schon machen, aber es dient halt nicht.
Nee, es macht dein Leben nur miserable, also nur Unangenehm. Du hast bestimmt schon 100 Mal irgendwo gehört, das gehört und gelesen, aber es ist halt, wenn es so einfach wäre, dann hättest du es schon hingekriegt.
Genau deshalb wollen wir dich jetzt erst mal mitnehmen, sagen, lass uns doch mal gemeinsam verstehen, was passiert eigentlich in uns, wenn wir was persönlich nehmen, um danach zu gucken, wie kannst du eigentlich anders damit umgehen?
Es ist, du nimmst immer dann was persönlich, wenn du dich angegriffen fühlst. Ja, und kannst es angegriffen, jeder bezeichnet es anders, kritisiert, abgewertet, was auch immer. Immer wenn du dich angegriffen fühlst.
Genau, das ist das Persönlichnehmen. Und jetzt kommt was, da sagst du auch gleich, ja, super Tipp, aber wir müssen es einfach reinbringen, damit du anfängst zu verstehen, weil ob du dich angegriffen fühlst oder nicht, ist am Ende des Tages deine Entscheidung, die du treffen kannst. Musst du aber nicht.
Und du kannst sie so treffen, dass du dich angegriffen fühlst, oder du kannst eben eine andere Entscheidung treffen.
Und wie das geht, eine andere Entscheidung zu treffen, das erzählen wir dir jetzt.
Weil das ganz wichtig, diese Erkenntnis oder uns das jetzt zu glauben, hilft dir natürlich noch nichts, weil du ja gar nicht weißt, wie soll ich das machen? Weil du vielleicht, wahrscheinlich die allermeisten werden das Gefühl haben, dass du Dass das ja automatisch geht.
Dass es erstens automatisch geht und dass es keine andere Option gibt, weil dir das bisher halt noch keiner erklärt hat, beigebracht hat, gezeigt hat. Und da gilt es überhaupt nicht. Also da gilt es auch total sanft mit dir zu sein, zu sagen: Ach so, so geht es also auch anders. So, so kann ich da drauf gucken. Und wir haben jetzt mal ein Beispiel für dich. Vielleicht kennt es der ein oder andere von euch.
Also du bittest dein Kind, die Spülmaschine auszuräumen.
Hat noch keiner gemacht von euch, bestimmt niemals.
Und das, was jetzt kommt, hat auch noch keiner erlebt. Dein Kind explodiert. Das kannst du mal knicken! Wer bin ich eigentlich? Bin doch nicht dein Sklave! Kann irgendjemand anders machen? Immer soll ich alles machen? Du bist die blödste Mama auf der ganzen Welt! Du bist so gemein!
Warum soll immer ich das tun? Genau. Und weißt du, wer ist da natürlich der blödste Papa? Das ersetzt ihr euch immer. Und jetzt ist halt die erste Reaktion, die wir haben, ist, dass wir das halt persönlich nehmen und sofort anfangen zurückzuschimpfen und einfach: Und was fällt dir eigentlich ein? Und was machst du hier schon? Und wie kommst du auf die Idee? Und dieses ganze Programm. Und schon habt ihr das schönste Gemecker und den schönsten Streit im Gange. Und Es hat mal wieder nicht geklappt mit nicht persönlich nehmen. Also wie geht es jetzt damit? 3 Tipps für dich, wie du es anders machen kannst.
Und der erste ist einfach, dass du beobachtest, ohne bewertest. Also statt sofort den Angriff zu vermuten, hörst du einfach mal nur. Man nennt es auch das Sachohr. Mit dem Sachohr hörst du mal nur hin. Das Kind sagt also einfach nur, dass es der Meinung ist, dass deine Bitte, die Spülmaschine auszuräumen, unangemessen ist.
Genau, dass es das Gefühl hat, dass immer es helfen soll im Vergleich vielleicht zu Geschwistern. Und dass es das eben gerade gemein findet. Das ist einfach, was dein Kind sagt. Also eigentlich, wenn du mal das nicht als Angriff hörst und hörst, was es denn von sich sagt, mit dem Sachohr, oder man nennt es dann auch der Selbstkundgabe Ohr, weil das Kind sagt von sich: Ich finde das gemein. Sagt nicht: Du bist blöd, sondern es sagt: Ich finde das gemein. Und das sagt es halt auf die Art und Weise, wie es das gerade ausdrücken kann. So, und jetzt hilft das, hilft ja schon, wenn du sagst: Ach so, mein Kind sagt, es findet das gemein. Gibt es manchmal Dinge, die ich gemein finde, wo jemand anders sagt: Das ist überhaupt nicht gemein? Natürlich, klar. Gibt es manchmal Dinge, dass ich finde, wenn du mich was bittest, das wäre unangemessen und du findest das überhaupt nicht unangemessen? Klar, kann in der Kommunikation einfach passieren, dass wir unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Sichtweisen auf dieselbe Sache haben.
Komplett.
Also zum Beispiel, wenn ich jetzt heute schon total viel erledigt habe und der Bernd kommt gerade erst heim und ich sage, boah, kannst du jetzt mal gerade noch schnell dies und dies und jenes machen und dabei gar nicht im Blick habe, was der heute schon den ganzen Tag vielleicht in der Arbeit gemacht hat, damals früher, als wir noch nicht miteinander gearbeitet haben, dann, dann ist es, konnte es dazu Missverständnissen kommen. Und so kann es eben mit deinem Kind auch sein, dass dein Kind, dass sein, seine Tasse schon so leer ist, dass es gerade eben nicht mehr in der Lage ist, mit dir zu kooperieren. Und wenn du beobachtest, statt zu bewerten, dann kannst du das einfach nur mal wahrnehmen, ohne das sofort auf dich zu beziehen und persönlich zu nehmen. Und dann kommt ein zweiter Punkt.
Ja, Dissoziation statt Assoziation. Dissoziiert heißt, du bist nicht dabei, du bist Teil des Geschehens, du bist Beobachter. Das nennt man Dissoziiertsein.
Bisschen sich von oben. Also ich stelle mir das wirklich immer auch so vor, dass ich die Situation so von oben betrachte.
So eine Drohne quasi.
Dass ich nicht assoziiert sein bedeutet, dass es dich so reinzieht, so, dass du sofort Teil der Geschichte bist.
Du kennst es bei Filmen. Ich finde, Filme sind immer ein super Beispiel, weil es gibt Filme, die guckst du halt so an und die berühren dich jetzt nicht emotional. Die unterhalten dich vielleicht, du lachst auch mal oder du. Aber das ist jetzt nicht, dass du, dass du da mit so eintauchst.
Und dann gibt es Filme, da bist du dissoziiert.
Ja, das ist dissoziiert. Genau. Und dann gibt es Filme, da bist du total assoziiert. Der Film ist aus und der hört dann in dir nicht auf. Träumst du dann noch davon, denkst am nächsten Tag noch mal drüber nach. Boah, was war denn da? Und so.
Ja, das ist Assoziiertsein. Also wenn du Teil des Geschehens wirst, bist du assoziiert. Dissoziiert bist du, wenn du es eben von außen betrachtest, wenn du so aus dir rausgehst. Hä, was? Und dafür hilft natürlich schon mal zu sagen, okay, ich atme mal kurz durch, um einfach mal in diese Beobachterposition zu gehen. Und wir haben das jetzt extra als zwei Punkte gesagt, ne, einfach auf der einen Seite in die Beobachterposition zu gehen und auf der anderen Seite zu beobachten, ohne zu bewerten. Da ist jetzt, gibt es auch nicht den, also das auch keine zeitliche Reihenfolge, erst das eine, dann das andere. Du musst halt irgendwie beides, es muss, darfst beides lernen und darf dir beides gelingen, dass du eben sagst, okay, ich dissoziiere mich von der Situation und ich lasse mich nicht in die Geschichte Sicht des anderen hineinziehen. Und ich erkenne gleichzeitig, dass jeder Angriff aus einer Not heraus passiert.
Ja, weil das ist, das ist dann ja wieder eine, das erzeugt ein Mitgefühl, kann man so sagen, ja, zu sagen, okay, Verbindung. Weil was dabei ja wichtig ist, wir meinen ja nicht, dass du dich komplett von deinen Kindern oder von deinem Partner oder von der anderen Person dissoziierst, sondern von der Situation. Ja, das ist total wichtig. Und von dem Verhalten, ja, und davon, dass es dich eben, du sagst, okay, das betrifft mich gerade nicht. Und das kennst du ja von vielen anderen Dingen. Das fällt dir vielleicht in der Arbeit leichter, ja. Zwei Kollegen, die mit denen du jetzt nur so, die du jetzt auch nicht besonders magst oder befreundet bist, die haben Streit miteinander, dann kannst du sagen, okay, das, oder haben halt irgendwie Beef miteinander, sagen wir mal so, muss ja nicht gleich Streit sein. Und du sagst vielleicht, naja, also wie können wir das denn klären, weil es ist ja jetzt doof. Aber du sagst nicht, da gehe ich jetzt nicht heim und denke mir Oh, der A und der B, die sind nicht mehr so gut miteinander. Es ist dir vielleicht auf eine Art und Weise auch egal. Und deswegen kannst du dann zum Beispiel da gut Moderator oder Schlichter sein, weil du eben nicht involviert bist.
Das ist übrigens auch ein Grund, warum viele Pädagogen es im Berufsalltag leichter haben als mit den eigenen Kindern, weil ihnen da dieses Dissoziieren leichter fällt. Und das kannst du dir eben zunutze machen. Das ist auch total wichtig. Noch mal, was der Bernd gesagt hat: Du dissoziierst dich nicht von dem Kind oder vom Partner, sondern du dissoziierst distanzierst dich von der Situation und schützt dich damit davor, das persönlich zu nehmen.
Ich habe das früher so verstanden, ich habe das früher falsch verstanden. Ich habe gedacht, auch die Tatsache, dass ich dann emotional da reagiere und mich, dass das eigentlich meine Emotionalität darstellt und dass ich damit ja dann Beziehung erschaffe. Und das ist einfach Quatsch.
Das stimmt schon, du erschaffst schon damit.
Ja, aber halt auf eine blöde Art und Weise. Beziehungen schaffen wir immer mit Emotionen, nur halt Genau, nicht die, die wir uns eigentlich wünschen.
Genau. In dem Moment, wo du also dissoziierst statt assoziierst und beobachtest statt zu bewerten. Jetzt kannst du auch tatsächlich mal atmen und zum Beispiel auf 20 zählen, um einfach dann Raum zwischen Reiz und Reaktion entstehen zu lassen, um überhaupt vielleicht auch mal kurz nachzufühlen, nachzudenken, wie du jetzt handeln könntest. Und da kommt jetzt eben der dritte Punkt.
Entscheide dich für die Beziehung statt fürs Rechthaben oder fürs deine Anweisung durchsetzen.
Ja, genau, weil jetzt zum Beispiel jetzt in unserem Beispiel mit der Spülmaschine, zum Beispiel, zum Beispiel gesagt, aber da zum Beispiel zu sehen, selbst wenn ihr vereinbart habt, dass das Kind diese Spülmaschine immer ausräumt, selbst wenn du klassisch damit oder rein rational recht damit hast, dass das Kind sich noch nicht genug eingebracht hat in euren Familienalltag, dann wäre es an der Stelle einfach nicht hilfreich, wenn du jetzt da drauf haust und sagst: Und du räumst jetzt aber diese Spülmaschine aus und oder ein und bipp, bipp, bipp, bipp, bipp. Weil das führt einfach nur zu Streit und es kostet so viel Energie und Kraft. Es lohnt sich einfach nicht. Was kannst du also stattdessen tun?
Du kannst zum Beispiel eben reagieren, indem du sagst: Verstehe ich dich richtig? Dass es dir gerade zu viel ist, die Spülmaschine auszuräumen, dass du es unfair findest. Ja, verstehe ich dich richtig, dass du gerade was anderes tun willst? Oder das, ne, um einfach hier in die Kommunikation zu kommen.
Ja, und Verständnis aufzubringen für dieses, diesen Eindruck, der bei dem Kind entstanden ist, dass es eben gerade was tun soll, was ihm gegen den Strich geht. Und Dann kannst du es auch weiter fragen: Kann ich dich irgendwie unterstützen, damit es dir besser geht? Weil auch an der Stelle jetzt, ich mache das in meinem Kopf, sieht das Beispiel so aus: Ihr habt irgendwie gerade Mittag gegessen. Du bittest dein Kind, die Spülmaschine einzuräumen. Dein Kind explodiert. Du hast vielleicht noch gar nicht alles erfahren, was am Schul-, im Schulvormittag oder im Kindergarten-Vormittag oder wie auch immer, was da alles so abgelaufen ist. Du weißt noch gar nicht, wie erschöpft das Kind gerade ist. Hast vielleicht auch deine Antennen da noch gar nicht so weit ausgefahren, weil du selber erschöpft bist und bist vielleicht auch vollkommen überfahren von dem Ausbruch deines Kindes. Und dann einfach einen Gang zurückzuschrauben und zu sagen, okay, wenn mein Kind jetzt so darauf reagiert, dann muss einfach seine Tasse schon so leer sein. Es muss schon so viel heute kooperiert haben, dass es im Moment nicht mehr weiter kooperieren kann. Und dann kann ich doch einfach sagen, okay, kann ich dich irgendwie unterstützen? Nutzen, damit es dir wieder besser geht.
Weil eigentlich erst in dem Moment, wo das Kind wieder seine Balance gefunden hat, macht es Sinn, dann drüber zu sprechen, dass du dir vielleicht mehr Unterstützung wünschst, oder wie das gehen kann, dass ihr, dass es ein bisschen mehr mithilft.
Ja, und was total wichtig ist, da dürfen schon wir Erwachsene uns auch an der Nase fassen oder uns auch die Verantwortung übernehmen, dass dass wir einfach die sind, die, weil wir schon länger auf dieser Welt sind, weil wir schon mehr Lebenserfahrung haben, weil wir schon älter sind, ja, und, und mehr gelernt haben, sind wir einfach schon besser in der Lage, uns selber zu regulieren. Also wenn du jetzt von deinem Kind willst, dass es die Spülmaschine ausräumt, weil du selber so erschöpft bist, dann ist das ein schlechter Ratgeber sozusagen, ne. Also von dem Kind dann einzufordern, dass es dir jetzt helfen soll, weil du selber nicht mehr kannst, Das, das geht einfach immer schief. Also wenn du so auf dem Zahnfleisch daherkriegst, dass du in so einer Situation nicht mehr die Not des Kindes sehen kannst und eben so einen Weg finden kannst, dass es, dass du erst dem Kind hilfst, seine Balance wiederzufinden, dann ist euer Alltag zu voll. Dann musst du daran was verändern. Müsst ihr als Eltern an der Stelle was verändern, weil das kann nicht Es kann nicht die Aufgabe der Kinder sein, das auszugleichen, dass du dich überlastest.
Ja, und gerade wenn du das, was wir dir jetzt so diese Methode quasi anwenden willst, dann geht es auch nur, wenn du noch Energie hast. Wenn du schon am Ende bist, würde ich dir jetzt, wenn du das lernen willst, wenn du das in deinem Alltag umsetzen willst und du merkst, du bist gerade selber schon irgendwie, müsstest eigentlich mal eine halbe Stunde aufs Sofa legen und Mittagsschlaf halten. Dann wende nicht diese Methode an, aber frag auch nicht dein Kind, die Spülmaschine auszuräumen, sondern entweder bleibt die Spülmaschine, wie sie ist, oder du machst es halt, weil du sagst, ich bin Erwachsener, ich schaffe das jetzt schon noch, ja. Und wenn es dann an, wenn du es ganz locker eigentlich auch sagen kannst, kann ich jetzt auch selber machen, weil dann fällt es dir viel leichter, in dem State zu bleiben, um eben zu beobachten, nicht zu bewerten, um dir die Zeit zu nehmen, um zu gucken, wie das Kind reagiert und so weiter.
Wir können nicht das sozialisieren und die Bedürfnisse für der anderen sehen, wenn wir selber nicht mehr können.
Das geht überhaupt nicht.
Genau. Und deshalb ist einfach total wichtig, dass du da auch für dich selber Sorge trägst und die Verantwortung bei dir lässt und guckst, wie kann ich eigentlich selber, wo kann ich mir eigentlich Pausen einräumen? Wie kann ich meinen Alltag entschlacken? Wo kann ich selber wieder Kraft tanken?
Und egal wie alt dein Kind ist, Das lernt, diese Dinge noch. Das lernt von selber zu fragen, was kann ich denn gerade tun. Das kommt, egal wie alt es ist, auch wenn es schon jugendlich ist und du denkst, der hat, der oder die hat immer noch nicht gelernt, nach dem Essen vielleicht mal seinen Teller wegzuräumen. Relax, es geht auf einmal. Und ich meine, wir haben es in einer anderen Folge gesagt, 3 von unseren Kindern sind jetzt 18 und Im Endeffekt können es alle schon.
Nicht nur im Endeffekt, ja, können sie alle. Und eben auch so, dass man überhaupt über gar nichts mehr sprechen muss, sondern das passiert einfach von selber.
Genau.
Habt's schön, viel Freude beim Ausprobieren, und wir hoffen, dass es dir ab sofort besser gelingt, Dinge nicht mehr persönlich zu nehmen.
Danke fürs Zuhören und Zuschauen. Alles Liebe. Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare. Wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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