Papa macht's anders - warum du nicht die bessere Mama sein musst - Podcast 187

Bernd Bott, Vater von vier Kindern, erklärt, warum Väter nicht versuchen sollten, bessere Mütter zu sein, sondern ihre eigene "Papa-DNA" leben sollten. Statt Social-Media-Perfektionismus geht es um Authentizität, körperliche Abenteuer und klare, liebevolle Grenzen.
Chapters
Je mehr ihr euch dieser Einzigartigkeit und eurer individuellen Rollen da bewusst werdet und euch darüber klar seid und euch daran freut, weil viele Väter fühlen sich da unter Druck gesetzt, und das passiert noch dazu, wenn— Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Ich bin Bernd Bott und normalerweise, oder normalerweise die meiste Zeit, sind wir hier im Podcast zusammen. Da bin ich mit meiner Frau und Mitgründerin von Gemeckerfrei hier. Heute eine Solofolge, einmal weil es auch ganz speziell um ein Papa-Thema geht. Wir sind Spiegel-Bestseller-Autoren, wir sind Eltern von 4 Kindern und inzwischen sogar schon Großeltern. Wir sind seit 30 Jahren ein Paar, und was das Allerwichtigste ist, wir haben in den letzten 8 Jahren bei Gemeckerfrei schon tausenden Familien, tausenden Mamas, tausenden Papas dabei geholfen, sich ihr liebevollstes Familienleben zu erschaffen, dahin zu kommen, dass sie endlich so Eltern sein können, wie sie sich schon wünschen oder wie sie sich vielleicht sogar davor gar nicht vorstellen konnten. Und das hier ist unser Podcast. Falls du das erste Mal dabei bist, begrüße ich dich hier recht herzlich und lade dich natürlich ein, dir nach dieser Folge auch noch ganz viele von den weiteren Folgen anzuschauen oder anzuhören. Und wenn du jetzt hier als Mama zuhörst, dann bleib unbedingt auch dabei, auch wenn sich die Folge jetzt erstmal hauptsächlich an Väter richtet, ist sie, glaube ich, auch für alle Mütter ganz hilfreich, da mal zuzuhören, weil wir natürlich auch auf die Beziehung zwischen den Eltern eingehen werden und wie man das eigentlich hinbekommt, dass Papas so machen, wie es Papas machen, weil dann können auch Mamas es viel mehr so machen, wie sie es machen oder wie es zu ihnen passt. Und eure Kinder, die sind die, die dann maximal davon profitieren, weil die damit so richtig was Cooles mitbekommen. Der Titel der Folge hast du sicher schon gesehen: Papa macht's anders warum du nicht die bessere Mama sein musst. Und ich bin auf dieses Thema gekommen, weil ich es aus meiner eigenen Geschichte her kenne, dass ich versucht habe, eigentlich immer die bessere Mama zu sein. Oder nicht unbedingt die bessere, sondern sondern einfach versucht habe, okay, wie kann ich eigentlich genauso sein, wie Uli es ist, wie es die Mama ist. Und das war nicht immer unbedingt die beste Idee. Nicht, dass Uli ein schlechtes Vorbild war, nur was ich irgendwann gemerkt habe, Gott sei Dank haben wir das recht schnell gemerkt, ist, dass man damit einen Teil ausklammert, der für Kinder total wichtig ist, für Töchter wichtig ist, für Söhne wichtig ist, vollkommen egal dabei, der einfach für deine Kinder total wichtig ist und der es euch auch als Paar leichter macht, weil jede, jeder von euch genau in seiner Genius Zone, also in der, da wo er auch am besten ist, wo er wirklich glänzen kann, wo er sich vielleicht auch am leichtesten tut, sich wirklich damit einbringen kann. Und was ganz wichtig ist dabei, es geht hier niemals jetzt mir darum zu sagen, das eine ist besser, das andere ist schlechter. Und ich will auch keine, auch wenn es sich vielleicht mal so anhört, ich bin überhaupt kein Freund von Stereotypen. Also Männer sind so, Frauen sind so, Väter sind so, Mütter sind so. Das ist natürlich Quatsch. Es geht hier immer nur um die Tendenzen und die sind dann doch wieder bei den allermeisten sehr, sehr ähnlich. Natürlich ist es auch mal unterschiedlich, ja. Männlichkeit, Weiblichkeit steckt in jedem von uns und in jeder von uns, ganz egal, unabhängig vom biologischen Geschlecht haben wir da unsere Anteile. Der eine mehr so, der andere mehr so. Wir können das auch ein bisschen steuern, es verändert sich auch in der Zeit, also über das Leben, so übers Alter hinaus geht das auch hin und her. Da gibt es jetzt glaube ich keine festgelegten keinen festgelegten Ton ist, aber das, wie gesagt, ist so in der Veränderung auch immer, ja. Und es darf auch zwischen euch beiden dynamisch sein. Und gleichzeitig wird's da auch so, gibt's zwar einen Bereich, wo sich verändert, aber es ist irgendwo auch fest, oder ja, es gibt so einen festen Anteil davon. Und um den geht's jetzt hier eigentlich auch, also darum, wie du eben als Papa, dein Papa sein, dein Vater sein. Und ich nutze immer beide Begriffe, weil für den einen ist der besser, für den anderen der besser. Also lass dich davon nicht irritieren, wie du als Papa einfach der sein kannst, der in dir steckt, der du gerne sein willst, und wie es dir damit auch gut geht und wie es dir damit leicht fällt. Weil viele Väter fühlen sich da unter Druck gesetzt. Und das passiert noch dazu, wenn— Hallo, ganz kurz zwischenrein. Wir haben festgestellt, bei diesem Podcast sind die meisten unserer Zuhörer und Zuseher, ganz genau gesagt sind es 74% der Zuschauer und Zuhörer, sind nicht Abonnenten unseres Kanals oder des Podcasts. Und deswegen will ich dich jetzt bitten, wir würden diese Zahl gern auf unter 50% senken und dafür brauchen wir deine Hilfe. Also Geh jetzt kurz, wenn du auf YouTube bist, musst du einfach nur unter dem Video auf Abonnieren klicken. Ansonsten in der Podcastplattform, wo du gerade bist, sei so nett und lass uns ein Abo da. Wenn du nach der Folge begeistert bist und sogar noch Zeit hast, freuen wir uns auch noch über eine Bewertung, am besten natürlich mit 5 Sternen. Und damit hilfst du uns, dass wir diesen Podcast weitermachen können, dass wir euch weiter hier coole Themen bringen können. Unterstützt damit die Gemeckerfrei-Mission, die Welt für Kinder schöner zu machen. Vielen herzlichen Dank und jetzt viel Spaß weiterhin mit dieser Folge. Wenn Mütter oft sich sehr stark damit beschäftigen, wie sie mit den Kindern umgehen wollen, weil dann tendenziell haben die Mütter dann dazu auch nicht nur, nicht nur eine Meinung, sondern auch noch ein Wissen. Und durch Wissen fundierte Meinungen sind immer schwer zu zu verändern, oder da ist dann, hat man selber kein Wissen, dann orientiert man sich gerne daran, oder denkt, man müsste sich daran orientieren. Gewissermaßen ist es auch cool, weil das Wissen natürlich auch hilft, aber wichtig ist dabei eben, dass du nicht diese Anteile vergisst, die für die so papamäßig einfach anders sind und die du auch anders leben und umsetzen darfst. Und welche das sind und wie du dir damit leichter tust, das umzusetzen, darum soll es eben jetzt auch in dieser Folge gehen. Und ich will eben, dass du dich nicht unter Druck gesetzt fühlst und auch durch diese Folge nicht in die andere Richtung jetzt einen Perfektionismus entwickelst. Also einerseits sollst du nicht sagen, okay, ich muss einfach so werden, wie die Mutter ist, ich muss das so nachmachen, ich muss gucken, dass ich die gleiche, also wirklich die gleiche emotionale Bindung habe zu den Kindern. Ich habe jetzt extra gleich gesagt, nicht gleichwertige, du sollst natürlich eine gleichwertige emotionale Beziehung und Bindung zu deinen Kindern aufbauen, wie die Mutter auch, nur die sieht halt anders aus bei uns. Ja, das ist, das ist das Wichtige. Also wenn ich gleich sage, wäre es wirklich so eins zu eins gleich. Wenn ich sage gleichwertig, das soll es natürlich schon sein. Aber dass du da eben nicht diesen, diesen Perfektionismus, auf diesen Perfektionismus reinfällst, das genauso nachmachen zu müssen. Es gibt auch noch einen anderen Perfektionismus, der auch nach hinten losgeht. Das ist der Social-Media-Perfektionismus. Also wenn du auf Instagram irgendwelche anderen Väter siehst und denkst, das ist alles so perfekt bei denen und so und bei mir, da, da, da, ist es nicht so, auch den will ich dir wegnehmen, weil diese Vergleichsfalle, die ist echt tief. Also wenn du in die reinfällst, ist es nicht so leicht, wieder rauszukommen. Deswegen, falls du noch nicht drin steckst, fall erst gar nicht rein. Hör auf, dich zu vergleichen. Hör auf, dich zu vergleichen mit deiner Partnerin. Hör auf, dich zu vergleichen mit anderen Vätern. Das ist Nicht geil, in keine Richtung. Also sich schlecht fühlen, weil andere es vielleicht besser machen, ist genauso doof, ganz ehrlich, wie sich gut fühlen, weil andere es angeblich schlechter machen. Also lasst den Vergleich einfach sein. Es geht nie um Perfektion, es geht immer um Authentizität. Ich habe das Wort extra geübt für heute. Also darum, dass du authentisch bist, dass du echt bist und echt als Papa. Darauf kommt es an. Also wir sprechen über deine Stärken, wir sprechen darüber, was an dir anders ist, wie du erreichbar bist, wie du präsent als Papa sein kannst. Und wer die Folge schon gesehen hat, erinnert sich vielleicht an die, in der ich gesagt habe: Be the first real dad of your family, angelehnt an dieses First Millionaire of the Family, sage ich: Viel wichtiger als der erste Millionär zu sein, viel wichtiger als materiellen Reichtum anzuhäufen, ist es: Be the first real dad of your family. Muss ich meinen eigenen Spruch noch ein bisschen üben. Be the first real dad of your family. Das darf dein Ziel werden, das will ich dir hier schenken und dich dazu einladen. Und jetzt wollen wir ein bisschen tiefer einsteigen. Wie kannst du das denn machen? Zum einen, wie entkommst du dieser Vergleichsfalle oder dieser Konkurrenzfalle? Ich habe die, ich fasse die mal so zusammen, weil das ist ein bisschen ähnlich. Also eine Einerseits kannst du dich vergleichen mit deiner Partnerin, gleichzeitig vergleichst du dich vielleicht mit anderen Vätern. Du kannst aber auch in Konkurrenz gehen zu deiner Partnerin. Denk nicht, bei mir muss es besser sein, ja, das ist so der Klassiker, ne. Wer erlaubt den Kindern mehr? Das ist dann auch immer eine doofe Konkurrenz, weil die dann denkt, vielleicht der eine Teil, ja, ich muss ein bisschen strenger sein, sonst essen die nur noch Eis und Schokolade. Und der andere denkt, ach ja, dann erlaube ich dem bisschen mehr, dann sind sie gut drauf und so. Das jetzt nur ein sehr, sehr plattes Beispiel, aber da sei da einfach achtsam, dass du nicht, dass du nicht in Konkurrenz gehst, dass ihr keinen Kampf draus macht, weil das ist schade, weil das vergeudet einfach ganz viel Energie, die ihr für so viel Schöneres aufwenden könnt. Zum Beispiel für schönere Zeit mit euren Kindern, aber auch für schönere Zeit als Paar und für Arbeit an eurer Beziehung, die dann auch über die Elternzeit hinaus noch schön glücklich und erfüllt ist. Das ist, deswegen will ich dir Energie hier sparen, dass du die dahin umleitest. Und was halt passiert, ein Vergleich schwächt dich, egal mit wem du dich vergleichst und egal in welche Richtung. Also egal, ob du denkst, der andere ist, die sind besser, ich bin schlecht, das schwächt dich genauso wie dich drüberzustellen. Männer haben ja tendenziell eher einen Überlegenheitskomplex. Das ist das Gleiche wie der Minderwertigkeitskomplex, nur dass es halt durch die Überlegenheit kompensiert wird, das negative, das niedrige Selbstwertgefühl, ne. Und das ist dann das, wenn du, wenn du mal sagst, aber der ist ja Idiot, wie der mit seinen Kindern umgeht, der nimmt sich keine Zeit, der macht das. Das ist Überlegenheitskomplex. Lass es einfach auch sein, glaub mir, es geht dir besser, ja. Und jetzt noch ein kleiner Einschub, den ich, der mir ganz wichtig ist, ganz viel Anerkennung natürlich hier an alle Mamas. Es geht eben nicht darum, hier irgendwie zu sagen, eins ist besser, eins ist schlechter, wir Väter können das besser. Das ist Bullshit. Genauso wie es Bullshit ist, dass Mütter das besser können. Es gibt in jeder Beziehung, also in jedem Elternpaar kann ich dir nach kurzer Zeit sagen, naja, hier ist der Mann vielleicht besser für mit den Kindern zum Sport zu gehen oder zum Fußballtraining oder bei den Fußballspielen zuzuschauen, und die Mama ist vielleicht besser dabei, für die Gespräche über Liebeskummer oder beim Trösten, wenn sich das Kind wehgetan hat oder so. Das ist aber bei jedem Paar ein bisschen anders verteilt und das ist eben nicht wichtig, weil seid euch darüber klar, dass jeder von euch einzigartig ist. Du bist einzigartig als Papa, deine Partnerin ist einzigartig als Mama und je mehr ihr euch dieser Einzigartigkeit und eurer individuellen Rollen da bewusst werdet und euch darüber klar seid und euch dran freut, umso leichter geht's, miteinander mit den Kindern zu sein, weil ihr gar nicht das Ding habt. Du kannst dann einfach mal sagen, ach, weißt du was, das machst du mit dem Papa, der kommt nachher, ist der Papa für euch da, mach das doch mit dem, ne. Keine Ahnung, ob das ferngesteuerte Auto kaputt ist oder was auch immer. Und genauso kann der Papa sagen, wenn die Kinder sagen, ich würde mal gerne wieder— und ich mache jetzt absichtlich Klischees— ich würde mal gerne wieder Muffins backen, und du sagst, oh, backen, also es geht schon mal zur Not, aber muss das jetzt nicht sein, dann kannst du sagen, pass auf, was können wir denn anderes machen? Muffins backen kannst du doch mit der Mama. Ich habe jetzt ganz profane Beispiele genommen, um es ein bisschen leichter und anschaulicher zu machen. Ja, also ihr habt beide eine unique, einzigartige Rolle, ein einzigartiges Skillset quasi auch, das ihr euren Kindern mitgebt, wie ihr für eure Kinder da seid. Lebt das und erkennt es Für euch selbst, aber erkennt auch gegeneinander, unterhaltet euch darüber und gebt euch gegenseitig dafür Wertschätzung, weil das ist noch mal ein mega Booster, wie es euch noch leichter fällt. Also stoppt den Vergleich, erkennt, wie es ist, und fokussiert euch auf deine Stärken und auf die Stärken deiner Partnerin. Und das ist dann die wahre Superpower. Also, was ist denn deine Papa-DNA? Also, was ist deine, was ist dein uniques artiges Skillset, das du so mitbringst. Und ich will jetzt einfach mal nur ein paar Beispiele bringen. Ein stereotypes, natürlich wieder stereotypes Beispiel, ist Action und Abenteuer. Also tendenziell bist du der, der mit den Kids am Boden ist und Spaßkämpfe macht, wahrscheinlich eher. Oder auch, wenn sie noch kleiner sind, sie durch die Luft wirbelst. So, Karussell spielst an den Händen, was auch immer, solche Sachen. Auf der Schaukel auch mal ordentlich anschubst, wo die so bisschen, ja, du hast— die meisten Männer haben da tendenziell bisschen mehr Mut. Warum? Weil wir selbst auch bisschen draufgängerisch sind. Ja, kann man auch psychologisch erklären. Wir haben quasi, Achtung, Dings, wir haben einen kleineren— also psychologisch gesehen haben Männer eher einen höheren Anteil an psychopathischen Persönlichkeitsmerkmalen, die Bis zu einem gewissen Grad ist das sehr positiv. Das ist so das Draufgängertum, dass sich auch mal was trauen, dass auch mal ein Risiko eingehen, auch körperlich ein Risiko eingehen, auch das Risiko von Schmerzen eingehen. Und das Coole ist, dass du das auch deinen Kindern zumuten kannst. Also es ist häufig für Väter viel leichter, das auszuhalten, zu sagen, okay, der klettert jetzt auf den Baum da drauf, der Kerl. Macht der ganz gut. Wir haben auch so ein paar Sachen besprochen. Und gleichzeitig sehe ich schon, der kann da auch runterknallen, der kann sich da wehtun, der kann sich da irgendwo aufschürfen, einen Spreißel einziehen, was auch immer. Und jetzt aber nicht zu sagen, nee, mach das lieber nicht, da könnte was passieren, sondern sagen, okay, ich bin da, ich habe volles Vertrauen drin, dass er das gut kann. Natürlich musst du es einschätzen, Ich rede jetzt nicht von Lebensgefahr, nur dass er vielleicht runterfällt und sich eine Schürfwunde holt, sogar mal was verstaucht oder so, oder schlimmstenfalls auch einen Bruch holt. Das ist jetzt dann schon an der Grenze, wo du vielleicht sagst, muss jetzt nicht unbedingt passieren, zumindest nicht mitten im Wald, wo du ihn dann noch 3 Kilometer schleppen musst, bis du am nächsten wieder Handyempfang hast. Sind so Sachen, ja, musst du natürlich für dich selbst abwägen, aber das ist was, da sind wir Männer tun uns da leichter, weil wir uns auch ein Stück weit da emotional distanzieren können, weil wir es leichter aushalten können, wenn sich das Kind dann auch wehtut. Wenn wir sagen, okay, noch dazu, wenn dir das selber auch mal passiert ist früher, weißt du, es ist nicht so schlimm, es tut halt weh, aber es gehört auch dazu. Sollst du nicht absichtlich herbeiführen. Wenn sich dein Kind nie wehtut bei den Sachen, super, auch gut. Nur das ist zum Beispiel was, was ganz explizit Männer sich leichter tun. Generell die ganze körperliche Erfahrung. Ich habe schon Spaßraufen erwähnt. Also auch dieses, auch wenn die schon ein bisschen älter sind, ruhig mal so ein bisschen auf den Oberarm boxen. Hier, spann mal an und dann so ein bisschen draufhauen. Nicht mit den Knöcheln, sondern so, dass es nicht unbedingt so weh tut. Aber sowas kann man schon machen. Auch so Jungs dann mal vielleicht animieren, wenn du merkst, die haben so ein bisschen zu viel körperliche Energie. Vielleicht wollen sie in irgendeinen Kampfsport gehen oder so. Das sind alles so Männerthemen. Das ist einfach cool. Und das ist wichtig, gerade auch für Jungs, sich körperlich auszutoben, ja. Weil da, ne, man weiß, Jungs müssen einfach bis zum Alter von, bis, bis sie 18 sind, extrem viel Muskelmasse aufbauen im Vergleich zu Mädchen. Und sie tun das nicht mehr, weil wir bewegen uns alle zu wenig, und Kinder auch, ne. Deswegen, wenn du alleine der bist, der mit denen rausgeht, der die da, der sagt, kletter auf den Baum, komm, kletter mal drauf, ne, der sagt, mach mal hier, mach mal da, an den Spielplatz geht und die da auch die Sachen machen lässt, die auch anstrengend sind, also wenn es jetzt noch kleinere Kinder sind, damit entwickeln sich Muskeln. Der ihnen Inliner kauft, der mit ihnen Skateboard fahren geht, der mit ihnen Skifahren geht, der guckt, dass sie Fahrradfahren lernen oder erstmal Laufrad oder erstmal Roller und der lauter solche Sachen macht, der auch sagt, okay, wir gehen, wir haben vielleicht ein Trampolin oder wir gehen einmal im Monat in so einen Trampolinpark, lauter solche Dinge macht, um da auch zu sagen, okay, ich übernehme auch ein bisschen die Verantwortung, dass die sich genug bewegen und dass die Muskeln aufbauen, dass die da stark werden und einen gesunden, kräftigen Körper entwickeln. Ja, das ist auch so ein, ist auch einfach ein Männerthema. Und das ist egal, ob du Töchter hast oder Söhne, die machen das alle gleich gerne mit, keine Sorge. Also Klar, jedes Kind hat eigene Interessen und du sollst da nicht drüber hinausgehen, aber versuch immer, such nach diesen Interessen. Was machen die gerne? Gehen die gerne in den Kletterpark? Gibt es inzwischen auch schon für Kinder. Alle mischen so Outdoor-Kletterparks, Indoor-Kletterparks für den Winter und so weiter. Also guck da, wie du das machen kannst. Bedenke dabei immer, wenn es um Sportarten auch geht oder so, es muss deinem Kind Spaß machen, nicht dir. Also wenn es, das ist cool, wenn es dir auch Spaß macht, Nur gerade, wenn die Kinder noch kleiner sind, geht es eigentlich darum zu sagen, okay, ich will Zeit mit den Kids verbringen, also suche ich was, was sie gerne machen. Wenn die gerne Fahrrad fahren, dann fahren wir halt Fahrrad, aber jetzt nicht unbedingt immer Riesentouren, sondern angepasst und so weiter. Was wir Männer sind einfach auch, ja, im Großen und Ganzen oder in der Überzahl gerne Problemlöser. Und das kannst du auch voll cool mit deinen Kindern umsetzen und ihnen auch zeigen, ihnen auch beibringen, zu sagen, keine Ahnung, wenn du, wenn ihr einen Garten habt und ihr habt eine Gartenhütte und da ist die Tür kaputt, die ist irgendwie schief oder was, geht nicht mehr richtig zu, dann mal hinzugehen. Jetzt weißt du natürlich, was du tun musst, das ist schon klar. Du weißt jetzt einfach, man müsste da XY machen, die Scharniere umstellen, bisschen was abhobeln oder was auch immer. Aber das mal nicht gleich rauszuhauen, sondern vielleicht mit deinen Kindern hinzugehen und zu sagen: Schauen wir uns das mal an, warum die Tür geht nicht richtig zu. Was kann man denn da machen, um ihnen so ein bisschen zu helfen, diese Kompetenz zu entwickeln? Und halt vielleicht auch dann mal zu sagen: Okay, der Vorschlag jetzt, überleg mal, was passiert, wenn wir das machen? Glaubst du, es funktioniert? Und vielleicht auch mal auszuprobieren, obwohl du in dem Wissen bist, dass es schiefgeht. Sollte natürlich bei Dingen sein, wo es nicht so wichtig ist. Ja, wenn es jetzt— würde ich jetzt nicht bei der Haustür machen, die nicht mehr zugeht, weil das Willst du dann ja meistens innerhalb von ein paar Stunden repariert haben. Aber es gibt ja immer wieder so Dinge, die sind an sich nicht so relevant, ne? Und da könnten die Kinder ein bisschen rumexperimentieren mit deiner Hilfe, ne? Und dann können die was sägen, können die was hämmern, können die was weiß ich, Nägel reinmachen mit dem Akkuschrauber, bisschen helfen, was sie halt schon können, ne? Und sie lernen dabei eben, wie man da, wie man Probleme löst und wie du Probleme löst, ja? Weil du kannst ja dann irgendwann sagen, na schau mal, ich will es mal wissen, wie ich machen würde. Ich würde vorschlagen, da macht man das. Und wenn man jetzt zum Beispiel, wenn das Holz zu viel, dann muss man bisschen schleifen oder hobeln. Das macht man mit so was. Und dann zeigst du es mal, dann können sie es auch machen. Also da dieses Problemlösen ist, ist ein totales Asset, was du deinen Kindern mitgeben kannst. Und ich will dich dazu einladen, da eben auch ganz speziell zu werden. Und oft können wir Männer auch besser Grenzen setzen. Da ist jetzt bisschen Vorsicht geboten aus meiner Sicht, weil Grenzen setzen heißt nicht, dass wir meckern, dass wir laut werden, dass wir hart werden an der Stelle. Sondern es gibt eine ganz männliche Art, Grenzen zu setzen, die sehr klar ist, aber trotzdem noch liebevoll. Und um die geht es mir. Das ist auch das, was wir vielen in unseren Programmen Menschen beibringen. Wir bringen es Müttern und Vätern auch bei, eben auf seine Art, wie es für ihn richtig ist. Aber dass wir einfach als Eltern in eine ganz liebevolle und klare Führung gehen den Kindern gegenüber. Und das fällt uns Männern oftmals leichter. Nein, es ist Eine Kugel Eis, eine Kugel Eis. Ich will aber noch eine. Ja, ich verstehe, dass du noch eine willst, und no way, heute nicht. Heute ist eine Kugel Eis, haben wir ausgemacht, und dabei bleibt's. Und das Kind darf sich daran reiben, das Kind darf protestieren, weil wichtig. Ich komme bisschen vom Thema ab, aber es ist mir so wichtig. Dass dein Kind gegen dich protestiert und dir nicht blind folgt, ist genauso wichtig, wie es wichtig ist, dass deine Tochter auch in der Lage ist, mal sich aktiv körperlich zu wehren. Und ich sage speziell Tochter, du kannst dir schon vorstellen, warum ich das jetzt speziell zur Tochter sage. Und es ist genauso wichtig, dass dein Kind, wenn es noch gerne Kugel Eis hätte, da hartnäckig ist und dir auf die Nerven geht. Weil das heißt, dass es auch mal bei einem Lehrer, der unfair ist, dem auf die Nerven geht, dass es in der Lage ist, sich auszudrücken, für sich einzustehen. Und in gewisser Weise ist es dann ein Spiel. Wenn du es als Spiel nimmst, kannst du auch leichter fallen und sagen: Nö, heute haben wir gesagt, nur eine Kugel Eis. Aber wenn du noch Argumente hast, hau sie ruhig her. Kannst ja mal ausprobieren. So, das solltest du denken, nicht unbedingt sagen. Vielleicht nicht so produktiv, das zu sagen. Wirklich noch viel, viel mehr. Aber sozusagen, okay, komm her, wir spielen mal das Spiel. Weil die wollen sich an deiner Stärke, die wollen messen, die wollen sich an dir messen. Genauso wie wenn ihr einen Spaßkampf macht, genauso wenn ihr später vielleicht mal irgendwo ins Gym geht und guckt beim Bankdrücken oder so was, wer mehr hinbekommt. Genauso wollen sie sich dabei auch an dir messen, und das ist total wichtig, dass du nicht unbedingt immer, weil es kann ja auch mal eine coole Reaktion sein, zu sagen: Okay, dann gibt es heute noch eine zweite Kugel. Heute bin ich mal nicht so. Und an einem anderen Tag sagst du: Nee, heute nicht. Heute nicht. Heute die eine Kugel Eis, die habe ich gern, die ist okay, und das reicht jetzt heute. Musst du auch nicht mehr begründen. Besser sogar nicht begründen. Aber das ist wieder ein anderes Thema, da gibt es auch schon Podcast-Folgen dazu. Und gleichzeitig, wenn du, also dieses Grenzensetzen ist total wichtig und da sind wir Männer total gut, und das funktioniert vor allen Dingen dann, wenn wir gleichzeitig emotional approachable, also emotional erreichbar sind für die Kids in anderen Momenten. Also das, weil Die Kinder akzeptieren dein Nein und deine liebevolle, klare Führung umso besser, je besser eure Beziehung ist. Und die Beziehung ist natürlich auf der emotionalen Ebene. Also da ist natürlich immer die Frage: Wie oft sagst du deinen Kindern, wie gern du sie hast, dass du sie liebst? Wie oft bedankst du dich bei Dingen, bei deinen Kindern, für irgendwas, was sie gemacht haben? Ja, ganz egal, ob sie ihren Teller weggeräumt haben, ob sie einfach— oder hebst es mal heraus, wenn sie besonders freundlich zu jemandem waren, auch zu ihren Geschwistern oder irgendwelche Und wie approachable bist du auch mit deinen Emotionen? Also wie zeigst du auch mal, wenn dir was Freude macht, zeigst aber auch mal was, wenn du mal sagst, mir geht's heute nicht so gut. Auch das darf man mal sagen, ohne jetzt zu jammern oder so, und die Kinder natürlich jetzt auch nicht belasten mit irgendwelchen komplexen Dingen. Vielleicht fragt dich dein Kind auch mal, Papa, wie geht's, wenn du aus der Arbeit kommst und sagst, ja, wenn ich dich sehe, geht's mir ganz gut, in der Arbeit war es heute bisschen anstrengend, aber das Es ist jetzt gleich wieder gut oder so, um auch so ein bisschen auch da zu zeigen, welche, du musst da nicht der Starke sein, der sagt, mir geht's super. Du sollst dich nicht bei deinen kleinen Kindern irgendwie ausheulen oder so darüber, dass dein Chef irgendwie eine Pfeife ist oder so. Das würde ich nicht machen. Aber halt so ein bisschen einfach auch mal zeigen, okay, ich komme auch mal von der Arbeit und zwar nicht so cool, und dann will ich es aber anders machen. Und dann sage ich, okay, war nicht so cool, ich gehe jetzt mal kurz einen Kaffee trinken oder einen Tee, wenn es schon abends ist, oder ich gehe jetzt mal kurz raus spazieren, weil dann kann ich den Kopf wieder klar kriegen. Einfach so auch das mit den Kindern zu teilen, das sind alles Momente durch so ganz einfache Aussagen, wo du eine Beziehung herstellst zu deinen Kids und die verfestigst. Du hast natürlich eine Beziehung zu deinen Kindern, sind ja deine Kinder, geht gar nicht anders, hast du sowieso eine. Also Leb deine Eigenheiten, leb deine Authentizität, such deine Papa-DNA und lass so die Dinge raus. Sprech darüber, also sprich darüber auch mit deiner Partnerin. Kommunikation ist dabei total wichtig, um auch gegenseitig festzustellen, mal einfach zu fragen: Was glaubst denn du, was ist denn an mir besonders? Und dann sagst du auch: Was glaubst du, was ist denn an dir besonders? Und mach daraus gleich eine Wertschätzung. Und sag: Ich finde besonders toll, dass du das so und so machst mit den Kindern. Ich finde es besonders cool, wie du die tröstest, wenn die sich wehgetan haben. Ich finde es total klasse, wenn ich immer miterlebe, wie du sie bei Schuldingen unterstützt etc. pp. Und macht daraus auch was, wo ihr euch gegenseitig groß macht. Und erlaub dir, du zu sein. Erlaub dir auch, dabei Fehler zu machen. Die werden wir alle machen als Eltern. Ich weiß, es ist furchtbar doof, es tut furchtbar weh, gerade den Perfektionisten und Kontrollettis unter euch. Ich kenne das, ich weiß das, ich kenne das von mir. Und erlaub dir auch, die Fehler zu machen. Du wirst Fehler machen als Mama, als Papa. Es wird Dinge geben, wo vielleicht sogar deine Kinder irgendwann später sagen, das und das fand ich nicht so toll. Aber es wird eben auch Dinge geben, die sie toll fanden und finden, ne. Und du darfst auch erkennen, okay, hier Fehler gemacht, mache ich beim nächsten Mal anders. Hier cool gemacht, mache ich so weiter, wird noch cooler. Und sei präsent. Sei präsent, wenn du mit den Kids bist. Lass dein Handy aus, leg es weg, mach die Smartwatch weg. Alles, was dich irgendwie ablenken, vibrieren, tüten könnte, tut, tut, tut, tut, tut, ablenken könnte oder sonst was, mach es einfach weg. Versuch im Kopf so präsent zu sein wie möglich. Denk nicht an den doofen Kollegen, der dich heute angemeckert hat, oder an das Projekt, das gerade nicht funktioniert, oder an den Kunden oder was auch immer. Versucht, diese Sachen einfach so gut es irgendwie geht wegzulassen. Ja, umso mehr, umso besser. Und von mir aus kauft ihr ein zweites Handy, eins, das nur für Notfalltelefonate ist. Es gibt immer noch Handys, die einfach nur Tasten haben und kein Touchscreen und so, ja, wo du sagen kannst, okay, da kann ich ja zur Not einen Krankenwagen rufen, wenn irgendwas passiert ist, aber sonst mache ich nichts damit. Ja, oder ich schreibe vielleicht mal eine SMS zu meiner Frau und sage, wir kommen ein bisschen später. Also selbst das wäre eine Lösung, ja. Versuch da frei zu sein. Ich finde es immer traurig, wenn ich Spielplätze sehe und dann sitzen die meisten Eltern da mit dem Handy in der Hand. Es ist einfach doof. Und nein, du musst auch nicht jedes Mal am Spielplatz Fotos machen. Du kannst einmal die Woche ein Fotoapparat mitnehmen, dann machst du da Fotos. Und ansonsten ist es vollkommen cool, wenn du da einfach da bist, bei den Kindern bist. Und wenn die dich gerade nicht brauchen, dann sitzt du mal kurz auf der Bank und glotzt in die Luft. Es gibt fast nichts Schöneres. Also, ich wünsche dir, dass du deine Papa-DNA findest. Wenn du dabei gerne Unterstützung haben willst, dann sind wir für dich da. Du kannst uns immer erreichen per E-Mail info@gemeckerfrei.de oder über unsere ganzen Social-Media-Kanäle, die du hier unten, hier oben, rechts, links, je nachdem, wo du das, ob du das Video siehst, ob du mich jetzt nur hörst im Podcast, da findest du die Links. Du findest uns auch auf allen Social-Media-Plattformen, wenn du einfach nur Gemecker versuchst. Du kannst immer da uns schreiben und sagen, was dein, was du brauchst, und du bekommst von unserem Team eine Antwort und erfährst dann im Prozess, wie wir dich unterstützen können. Natürlich freuen wir uns über eine Bewertung dieses Podcasts, über ein Like, über einen Kommentar, noch viel mehr. Vielleicht bist du auch anderer Meinung, vielleicht denkst du, ich rede zu wirr, vielleicht denkst du, ich rede zu lang. Also gib uns einfach auch dein Feedback. Wir freuen uns dafür, mit dir zu kommunizieren, und wir werden uns auch natürlich dann auch dir darauf antworten. In diesem Sinne, hab einen schönen Tag. Vielen Dank, vielen Dank, vielen Dank, vielen herzlichen Dank fürs Zuschauen, fürs Zuhören, und ich freue mich, wenn du beim nächsten Mal wieder dabei bist. Alles Liebe!
More from Uli

Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









