Podcast 095 Wann Bedürfnisorientiertes Begleiten Fast Food für die Kinderseele ist,

In this episode of the Gemeckerfrei‑Podcast, hosts Uli Bott and a co‑host discuss the paradox that needs‑oriented parenting, when practiced from a place of parental exhaustion, can turn into “fast food for the child’s soul.” They use the metaphor of sugary snacks or energy drinks that give a quick boost but leave the child hungrier later, illustrating how superficial, empty responses to a child’s needs provide no lasting emotional nourishment. The conversation moves to the concept of congruence versus incongruence: true support requires alignment of words, tone, body language and inner energy. When parents act incongruently—e.g., saying they will brush teeth while mentally staying on the sofa—the child senses the mismatch and reacts to the energy rather than the verbal request. The hosts explain how parents often operate from a state of depletion, trying to fill children’s needs with an “empty bottle,” which creates a cycle of endless demands and feelings of never‑being‑enough. They advise listeners to observe moments of incongruence, recognize when they are giving from lack, and deliberately replenish their own emotional resources. Practical suggestions include taking a “sugar‑detox” from empty giving, seeking external support, and allowing oneself to ask for help so that parenting can be done from a place of abundance rather than scarcity. The episode ends with a call to visit the Gemeckerfrei website for further resources.
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Nein, ich will nicht die Banane, ich will den Apfel. Oder, na, du kennst diese tausend Situationen, wo du einfach das Gefühl hast, es ist nie genug, egal was du gibst, es ist nie genug. Du kannst es nicht recht machen. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Und mit dir selbst. Heute haben wir ein ganz spannendes Thema.
Und ein langes Thema.
Ach so, der Titel. Genau, wann bedürfnisorientiertes Begleiten Fastfood für die Kinderseele ist. Ah, ich setz mich, wir setzen uns in einen, also in einen Nadelhaufen.
Ameisenhaufen.
Ameisenhaufen.
Uli baut immer so geile Sprichwörter.
Wir setzen uns in einen Ameisenhaufen, weil wahrscheinlich der ein oder andere, wenn du diesen Titel liest, hörst, vielleicht schon innerlich in Widerstand gehst oder auf die Barrikaden, weil bedürfnisorientiertes Begleiten ja schon in einer bestimmten Szene unter Eltern einen hohen Stellenwert genießt. Und wir haben auch jahrelang das sehr wichtig genommen, die Bedürfnisse unserer Kinder möglichst schnell zu erfüllen, und sind halt auch immer wieder damit auf die Nase gefallen. Und, ne, der erste Schritt war schon zu sagen, okay, Es ging ja ganz am Anfang auch sehr stark immer um die Bedürfnisse der Kinder und wenig um die Bedürfnisse der Eltern. Da bist du bestimmt schon, das hast du bestimmt schon irgendwo gelesen, gehört, da bist du bestimmt schon dran, auch auf deine Bedürfnisse zu achten, weil natürlich kannst du nicht bedürfnisorientiert begleiten, wenn du selber komplett leer läufst. Und trotzdem kann bedürfnisorientiertes Eltern sein, Fast Food für die Kinderseele sein. Und da geht es jetzt einfach noch tiefer.
Genau. Und mit Fast Food meinen wir in dem Sinne so totes Essen quasi, ja, das im Endeffekt nicht nährt.
Traubenzucker, kurzer Energieschub, der aber am Ende des Tages das Kind hungriger zurücklässt, als es zunächst gewesen ist.
Ja, so wie Energydrinks gegen Müdigkeit.
Ja, genau.
Am Ende des Tages bist du später, wenn der Peak vorbei ist, viel kaputter, als du gewesen wärst, wenn du einfach nichts gemacht hättest.
Ja, und das wollen wir einfach in der Folge ein bisschen beleuchten, wollen wir ein bisschen drüber sprechen. Der ganz wichtige Aspekt oder das wichtige Wort dabei ist Konkurrenz.
Also, Kongruenz bedeutet in dem Fall ja Übereinstimmung, ja, in einer Einheit sein, ja, das alles, alles, dass du mit dem, was du tust, dass das auf einer Ebene schwingt, dass das, was du tust, was du sagst, was du fühlst, wer du bist gleich schwingt.
Also ein typisches Beispiel für Inkongruenz wäre: Mir geht's wirklich gut, alles ist in Ordnung. Oder: Ich bin total traurig. Also da ist jetzt—
tut mir furchtbar leid.
Ja, genau, das ist jetzt für alle Zuhörer an der Stelle, weil das konnte man jetzt nur im Video sehen quasi. Ja, für alle Zuhörer an der Stelle, also wenn du eine— wenn du betrübt guckst, und sagst, dass es dir gut geht, oder wenn du aussiehst, als hättest du irgendwie in eine Zitrone gebissen, und sagst, nee, nee, ist alles in Ordnung. Ja, also wenn deine Körperhaltung und das, was du sagst, nicht übereinstimmt, oder auch schon der Tonfall. Ja, genau, das ist Inkongruenz. Und da darfst du erstmal für dich schon mal mitnehmen und gucken, wo überall in deinem Leben bist du inkongruent, wo überall machst du gute Miene zum bösen Spiel, wo sagst du, dass es dir gut geht, obwohl es dir nicht gut geht, wo sagst du nicht zum Beispiel, dass dir bei der Massage der Druck zu wenig, zu viel ist, wo sagst du nicht Na, wo, wo machst du gute Miene zum bösen Spiel und verstellst dich damit? Und das kann sein, dass das sogar schon eine Reise ist, das überhaupt erstmal zu bemerken, weil wir sind so gewohnt, Masken aufzuziehen, wir sind so gewohnt, so zu tun, als wäre alles gut, so zu tun, als ob uns irgendwas nichts ausmacht. So, so, na, wir haben uns da Masken angezogen, wir haben uns ein dickes Fell zugelegt, in vielen eine falsche Art der Höflichkeit antrainiert. Ja, genau, und genau, und Kinder sind halt voll die Detektive, was inkongruent sein angeht. Also, wenn du inkongruent bist deinem Kind gegenüber, dann wird dein Kind viel mehr auf die Inkongruenz reagieren als auf deine tatsächliche Handlung oder auf das, was du sagst.
Genau, weil die ja oft noch gerade kleine Kinder verstehen eigentlich oft gar nicht, was wir sagen, weil wir uns so kompliziert ausdrücken, dass an sich für die nur die, die Schwingung, die Energie, die rüberkommt, in Wahrheit die einzige Wirkung ist, die sie wahrnehmen.
Genau, also da ein Beispiel ist, wenn du abends, wenn du abends k.o. bist und nicht mehr konkurrent deine Energie klar hast, jetzt geht's ins Bad, jetzt geht's Zähneputzen, jetzt geht's ins Bett, sondern, und dann halt mit, dann du bist eigentlich schon auf deinem eigenen Sofa und im Feierabendmodus und sagst dann, oh, geht doch jetzt mal Zähneputzen, und nichts passiert, ne. Das hängt damit zusammen, dass du an der Stelle eine inkonkurrente Botschaft sendest, ne, dass du, dass du zwar sagst, geht mal Zähneputzen, aber mit einer Haltung von, ich will auf mein Sofa, und die Kinder sagen dann, ja, Sofa ist cool, oder wer ist es, ich spiele noch weiter, oder ich lege mich schon mal ins Bett, oder die reagieren nicht auf das, was du sagst, sondern die reagieren auf die, auf die Energie, die du ausstrahlst. So, wenn es jetzt im bedürfnisorientierten Begleiten darum geht, dein Kind kommt und will irgendwas von dir, ne? Mama, spiel mit mir! Papa, spiel mit mir! Und jetzt hast du, willst du ja die Bedürfnisse erfüllen und hast vielleicht auch einen Anspruch an dich, wer du als Mama, als Papa sein willst. Und jetzt sagst du, ja, ich komme, ja, lass uns spielen, ich spiele mit dir.
Und du bist aber nicht bei der Sache.
Ja, bist nicht bei der Sache oder bist vielleicht sogar angestrengt davon, dass du jetzt mit dem Kind wieder spielen sollst, dass es nicht alleine spielt.
Würdest eigentlich lieber, wie du sagst, bist nicht bei der Sache, entweder was im Haushalt oder was für deine Arbeit oder sonst was, oder einfach nur da sitzen, ne? Genau, oder Playmobilfiguren durch die Gegend schieben.
Genau, und dann bist du in einem energetischen Mangel. Also du bist nicht bei der Sache, oder oft sind wir auch nicht bei der Sache, weil wir eigentlich erschöpft sind. Also bist du vielleicht in einem energetischen Mangel und versuchst, das Bedürfnis deines Kindes nach mit ihm spielen trotzdem zu erfüllen?
Ja, du willst aus einer leeren Flasche ein Glas Wasser vollschenken, einschenken.
Ja, genau.
Du bist leer. Und hast an sich gar nichts zu geben und tust aber so, als würdest du was geben.
Genau, und da kommt bei dir das, und für das Kind ist das halt, na, also wie so ein, wie ein weißes Brötchen für unseren Körper. Das Kind denkt, das ist so, ja, ich kriege irgendwie was, aber es nährt mich irgendwie nicht. Und deshalb kann bedürfnisorientiertes Begleiten wie Fast Food für die Kinderseele sein, weil du nicht das Kind damit konfrontierst, dass du sagst, nee, hier jetzt, ich habe keine Zeit, ich habe keine Kraft, ich kann jetzt nicht mit dir spielen, du musst irgendwie für dich alleine klarkommen, sondern du sagst, okay, ich mache das, aber es ist leer, es ist quasi nur eine Hülse, es ist nur eine, na, also da ist kein, da ist kein emotionaler Nährwert drin, es ist nicht kongruent, du bist nicht kongruent, und dein Kind kann in der Situation nicht bei dir tanken, es kann sich nicht mit dir verbinden, weil du bist ja eigentlich gar nicht da.
Ja, und jetzt gibt es ja eine große Gefahr, wenn dir das, wenn du das häufig so machst, oder vielleicht sogar wenn es immer so ist, weil jetzt hungern deine Kinder ja aus. Genau, an dieser Stelle, die bekommen das ja nicht, ja, die bekommen nur Traubenzucker, aber die bekommen nicht mal was, was Nachhaltiges, was sie nachhaltig sättigt.
Genau, und dann passiert das, was viele, viele Eltern kennen, die bedürfnisorientiert begleiten, dass sie das Gefühl haben, ich kann geben, was ich will, und es ist nie genug. Gib mir den kleinen Finger, wollen sie die ganze Hand. Ja, so, und das ist ganz natürlich, weil dein Kind sucht dich in Konkurrent, dein Kind sucht dich in Präsent, dein Kind will sich mit dir als Konkurrent mit dem Wesen verbinden. Und in dem Moment, wo das halt, wo das quasi mit Traubenzucker abspeist, ist halt der Peak kurz da, dann sinkt es wieder ab, und dann ist das Kind wieder da und sagt, spiel mit mir, oder mach dies für mich, oder nein, ich will nicht die Banane, ich will den Apfel. Oder du kennst diese tausend Situationen, wo du einfach das Gefühl hast, es ist nie genug, egal was du gibst, es ist nie genug.
Du kannst es nicht recht machen.
Ja, genau. Und ja, kannst du nicht, weil solange du nicht kongruent bist, kannst du es, kannst du dein Kind nicht nähren. Und dann passiert Folgendes in vielen Familien, dass es irgendwann—
Holen sich die Kinder die Kongruenz, weil sie wissen genau, es gibt eine Situation, wo du kongruent bist, und zwar dann, wenn sie dich auf die Palme bringen.
Wenn sie dich bis aufs Blut reizen, wenn sie dich dazu bringen auszuflippen, auszurasten, auszurasten, rumzuschreien, laut zu werden, dann bist du konkurrent. Weil das ist der Moment, wo wir nicht mehr nachdenken.
Und wo du auch nicht mehr ablenkbar bist.
Genau. Wenn es dann an der Tür klingelt, wenn dann das Telefon klingelt, ist es viel schwerer, dass du dich da rausholst aus der Situation, in der du gerade voll aufgebracht bist, als wenn du halt nur gerade Matchbox-Autos spielst, ohne bei der Sache zu sein, und wir wollen dir das einfach nur mitgeben, dass du das mal für dich beobachtest, dass du mal für dich deinen Blick drauf wirfst, dass du es wahrnimmst, wo überall erfülle ich zwar die Bedürfnisse meiner Kinder, bin dabei aber eigentlich nicht in der Energie von Fülle, also mache ich das, macht es nicht aus aus, ich habe genug Liebe, ich habe genug Energie, ich habe genug zu geben, sondern machst es eigentlich aus einer Energie von erschöpft sein, aus einer Energie von ich sollte eigentlich dies oder jenes tun, aus einer Energie von, boah, ich habe echt keinen Bock, jetzt schon wieder Puppe zu spielen, ne. Ganz egal wann, also beobachte mal, wann erfüllst du ein Bedürfnis deines Kindes aus einem eigenen Mangel heraus? Wann bist du selber eigentlich nicht genährt, wenn du ein bedürfnis— und erfüllst trotzdem, versuchst trotzdem ein Bedürfnis zu erfüllen. So, jetzt habe ich langsam aber sicher, habe ich wirklich rausgebracht, ja. Wann versuchst du ein Bedürfnis aus Mangel zu erfüllen? Und es kann schon sein, wenn du dich da wirklich drauf einlässt, dass du an den Punkt kommst, dass das ganz schön oft so ist. Und dann halt es doch mal aus. Was dann für Gefühle vorbeikommen. Halt es doch mal aus, wenn du dich dann erschreckst, wenn du dich schlecht fühlst, wenn du ratlos bist, wenn du dich überfordert fühlst. Ja, sei doch mal so konkurrent mit dir selber und halt es an der Stelle mal aus, um zu sagen: Ach so, deshalb ist es oft so schwer. Ach so, deshalb Doch so, weil dann kannst du neue Wege gehen.
Dann machst du den Raum auf, überhaupt, dass neue Lösungen sich zeigen und dass dir neue Lösungen einfallen.
Ja, und natürlich auch, weil erst du musst aus dieser Schleife ja rauskommen, dass dein Kind fordert und fordert und fordert und fordert und fordert. Dahin zu kommen, dass du halt, wenn du aus einer Fülle ein Bedürfnis bedienst, ist es halt nachhaltig sättigend. Und dann kommt dein Kind halt vielleicht nach einer Stunde wieder, oder nach 2, oder nach 5, oder je nachdem, wie alt es halt ist, ja. Aber du, wenn du aus der Fülle gibst, wenn du ein Bedürfnis aus der Fülle bedienst und befriedigst, dann ist es halt so viel nährhafter, dass dass dir dazwischen wieder Zeit bleibt, in denen du deine Dinge tun kannst.
Du musst quasi den Traubenzucker absetzen.
Genau, ein Zuckerentzug machen. Und das ist einfach ein Weg, ja, da kannst du einfach mal selber für dich ausprobieren, wie das funktioniert und ob du da klarkommst. Und ansonsten kannst du dich natürlich auch gerne von uns dabei unterstützen lassen. Das sage ich jetzt nicht, weil ich dir hier irgendwas verkaufen will im Podcast, sondern einfach nur zu sagen, okay, Hey, wie bei allem im Leben, ich kann Dinge versuchen alleine zu tun und wenn ich halt merke, das ist zu schwierig, ich schaffe es nicht, dann brauche ich halt jemand, der mir dabei hilft. Genauso wie ich halt nicht selber in meinen Zähnen rumbohre oder ich mir auch nicht selber die Haare schneide oder mir nicht selber Klamotten nähe oder whatever, weil das halt alles Dinge sind, die kann ich nicht alleine und das hat auch was mit Konkurrenz hat zu tun, gar nicht die Erwartung an sich zu haben, alles alleine zu können. Ich darf mir helfen lassen, ich darf mich unterstützen lassen, dabei auch meine Tasse wieder zu füllen. Ja, überhaupt erstmal wieder Grund und Boden. Wie sagt man da? Grund unter die Füße? Grund und am Boden? Ich und meine Sprichwörter. Ja, also einfach mal, ja, also wenn ich so erschöpft bin, dass ich erstmal wieder, dass ich erstmal wieder gesettelt bin, dass ich erstmal wieder so ein Energieniveau habe, von dem aus ich überhaupt die Chance habe, Dinge aus Fülle zu tun. Weil üblicherweise sind die meisten Menschen ständig in einem energetischen Mangel unterwegs. Also da brauchst du dich auch nicht schlecht fühlen, wenn dir das auffällt, dass das bei dir so ist, dass du ganz oft Bedürfnisse aus Mangel bedienst. Da bist du in guter Gesellschaft. Und gleichzeitig bist du ja hier bei Gemeckerfrei, weil du Dinge anders machen willst, als man das üblicherweise tut.
Und deswegen bieten wir dir eine andere Gesellschaft. Genau, eine gute.
Ja, was, wenn es in Beziehungen am allermeisten darum geht, kongruent zu sein?
In diesem Sinne, du findest uns über die Webseite gemeckerfrei.de. Und die sozialen Kanäle findest du in den Shownotes, wo du uns da überall finden kannst und mit uns Kontakt aufnehmen kannst.
Genau, all the best.
In diesem Sinne, bis bald, alles Liebe. Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare. Wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, Dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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