Sag JA zu allen Emotionen - Podcast 022

In dieser Podcast‑Folge von "Gemeckerfrei" erklären Uli und Bernd Bott, warum Eltern ihre Gefühle nicht unterdrücken, sondern ihnen bewusst "Ja" sagen sollten, um ein entspannteres Familienleben zu erreichen. Sie räumen das Missverständnis aus, dass Gemeckerfreiheit bedeutet, immer fröhlich zu sein, und zeigen stattdessen, dass das Zulassen aller Emotionen – sowohl positiver als auch negativer – entscheidend ist. Durch anschauliche Metaphern (z. B. kochendes Nudelwasser, Deckel auf dem Topf) verdeutlichen sie, dass das Unterdrücken von Gefühlen Druck erzeugt, der irgendwann explodieren kann. Sie stellen die "90‑Sekunden‑Regel" vor: Eine Emotion braucht etwa 90 Sekunden, um durch den Körper zu fließen, wenn man ihr nicht Widerstand leistet. Stress entsteht demnach aus vielen nicht verarbeiteten 90‑Sekunden‑Momenten. Praktische Tipps umfassen das bewusste Benennen von Gefühlen im Alltag, das Wiederholen der Aussage (z. B. "Ich bin gestresst") und das Beobachten, wie die Emotion nach kurzer Zeit nachlässt. Sie betonen, dass Eltern durch Vorbildfunktion ihren Kindern zeigen, dass Emotionen akzeptiert werden dürfen, was langfristig zu emotional kompetenteren Kindern führt. Abschließend verweisen sie auf die laufende "Gemeckerfrei‑Challenge" mit über 3000 Teilnehmenden und geben Hinweise, wo weitere Informationen zu finden sind.
Chapters
Hallo hier bei Gemeckerfrei, dem Eltern-Podcast für dein liebevolles, entspanntes und glückliches Familienleben. Setz dich mit uns an den Tisch. Wir, Uli und Bernd Bott, heißen dich herzlich willkommen.
Hallo und herzlich willkommen.
Hi, schön, dass du uns wieder zuhörst.
Genau, oder zum ersten Mal zuhörst. Heute wollen wir mit dir mal drüber sprechen, warum du unbedingt ja sagen musst zu all deinen Emotionen, wenn du gemeckerfrei werden willst.
Ja, und damit gleich wieder ein großes Missverständnis aus dem Weg räumen, weil das ja immer heißt, wir seien so Friede, Freude, Eierkuchen.
Genau. Also Menschen, die gemeckerfrei noch nicht kennen, Glauben schnell, dass es beim Gemecker frei werden darum geht, alles unter den Teppich zu kehren. Und mit diesem Irrglauben wollen wir noch mal intensiver aufräumen, als wir es in der vorherigen Folge schon mal getan haben, sozusagen. Und deshalb eben auch der Titel: Wenn du gemeckerfrei werden möchtest, musst du, und hier sage ich absichtlich musst, musst du ja sagen zu all deinen Emotionen. Weil solange du Emotionen in dir abspaltest, solange du es dir verbietest, es anstrengend zu finden, zum Beispiel Mama zu sein, solange du es dir verbietest, wütend zu werden, solange du dich schlecht fühlst, wenn du mal traurig bist, solange du Nein sagst zu bestimmten Emotionen, also indem du die unterdrückst oder dich kritisierst, wenn du dich so fühlst, solange kannst du nicht entspannt werden. Solange kannst du dich nicht in dich hinein entspannen, was einfach eine Grundvoraussetzung ist, um gemeckerfrei werden zu können. Weil im Endeffekt war das bei uns ein ganz wesentlicher Schritt dahin, dass wir gemeckerfrei wurden, weil wir keine Angst mehr davor hatten, wenn mal negative Emotionen hochgekocht sind. Und zwar weder bei den Kindern noch bei uns Eltern. Weil früher war das natürlich so, Also ich kann mich noch super gut daran erinnern, dass wir irgendwo hingegangen sind mit den Kindern und ich eigentlich nur angespannt war, ob wieder irgendwie eins explodiert, ausflippt, sich auf den Boden schmeißt. Also wie gut das mit den Kindern funktioniert, wie gut die Kinder funktionieren. Also auch da so diese Angst vor überbordenden Emotionen bei den Kindern. Oder du sitzt im Restaurant und die Kids mäkeln und rotzen und schreien nur rum und irgendwie fühlt man sich von allen beobachtet und will dann gar nicht, dass der Ärger in einem hochkommt, will nicht, dass das Kind durchs ganze Restaurant schreit: Ich will aber nur Nudeln, ich ess nichts anderes. Du bist eine blöde Mama. Ja, so all diese Dinge. Solange du da drauf Stress hast, solange du davor auch Schiss hast, solange du Emotionen bei den Kindern oder bei dir, bei deinem Partner, bei euch in der Familie. Solange du Stress auf Emotionen hast, wird es schwer, gemeckerfrei zu werden, weil du immer einen Teil von dir abspaltest.
Ja, weil wir nicht— das ist ja was, was immer Druck erzeugt. Wenn du eine Emotion nicht lebst, ja, wenn du sie dir nicht erlaubst, wenn du sie eben unterdrückst, heißt ja schon, dass Druck entstehen muss.
Ja, man kann sich, finde ich, immer gut so einen Nudeltopf vorstellen, der auf höchster Stufe— also wir hatten bisher jetzt immer so eine Boosterstufe am Herd. Wenn du da— da kocht das Nudelwasser irgendwie in 3 Minuten. Und wenn du dir jetzt vorstellst, das Nudelwasser kocht wie blöd und du drückst den Deckel drauf, damit der ja nicht hochkocht sozusagen, da bist du sehr schnell dabei, dass dir das heiße Wasser nur so um die Finger spritzt. Es wird ja richtig gefährlich dann.
Ja, ja.
Und genauso gefährlich wird eben auch, wenn du Emotionen unterdrückst.
Ja, weil das Doofe ist ja, dass die sich ansammeln dadurch. Also es wird ja noch extremer dann.
Genau. Wenn du jetzt, ich bleibe bei dem Nudeltopfwasser, Nudelwasserbeispiel. Wenn du einfach nur das Wasser nur einfach überkocht, wenn es stark sprudelt, da ist kein Deckel drauf und es kocht über, dann kocht schon ein bisschen Wasser über und es wird vielleicht der Herd auch nass und so. Aber es passiert nicht so ein Drama, wie wenn du den Deckel drauf drückst und irgendwann der ganze Topf dir um die Ohren fliegt.
Genau. Und im Prinzip sind wir Menschen auch so. Muss man sich wirklich so vorstellen. Und ich kann mich auch da super gut erinnern bei mir. Also ich konnte ja echt wütend werden und fand es aber immer halt, Ich wollte es nicht und habe es halt. Die einzige Methode, die ich kannte, war das halt zu unterdrücken.
Du konntest auch, wenn ich dich davor, also bevor du explodiert bist, also wenn ich so gemerkt habe, es staut sich was in dir an, selbst wenn ich dich dann darauf angesprochen habe, hast du es nur weggewischt. Also hast du gesagt: Nee, ist alles gut. Ja, genau. Irgendeine Botschaften gesendet. Absolut.
Absolut. Einfach weil ich gedacht habe, das wäre die Methode. Und ich weiß, ich erlebe das draußen in der Welt und bei unseren Teilnehmern erlebt man es ja auch, dass es ganz vielen Menschen so geht, dass sie eben der Meinung sind, sie müssten das, es würde davon weggehen.
Ja, genau.
Das ist ja die Hoffnung dabei. Das ist ja überhaupt nicht, das macht ja keiner. Das ist ja einfach nur ein Missverständnis oder ein Nichtwissen darum, weil wir haben vieles gelernt in der Schule, lesen, schreiben und noch ein bisschen was mehr. Aber so Dinge haben wir ja nicht, die haben wir eben eigentlich ja falsch gelernt, weil wir gelernt haben.
Wir haben sie unbewusst übernommen von unseren Eltern und anderen Erwachsenen, die es eben genauso gemacht haben, die es immer unterdrückt haben. Also bei dir ist es ja total klassisch zu sehen. Also du hast es ja einfach eins zu eins deinen Papa kopiert.
Ja, genau. Und das ist halt, du kannst es halt eine Zeit lang, funktioniert es ja. Das ist ja das Tückische dran. Und auf einmal ist die Kraft halt nicht mehr genug, um den Deckel festzuhalten, oder der ganze Topf geht kaputt und explodiert. Das Bild kann man sich jetzt ausmalen, wie man möchte. Ist ganz egal. Nur das ist das, was passiert, wenn du versuchst, Emotionen wegzudrücken und eben nicht ja zu ihnen sagst.
Ja, genau. Und dann sitzt du eigentlich die ganze Zeit wie auf so einem Pulverfass und kannst überhaupt nicht kontrollieren, welches Ereignis im Außen jetzt dann der Auslöser ist dafür, dass du vollkommen explodierst.
Ja, und das geht ja nicht nur mit Wut. Das ist natürlich immer das Beispiel, das kann man sich am ehesten vorstellen mit so cholerischen Menschen oder so, aber das geht ja einfach mit Erschöpfung auch.
Ja, genau.
Das ist dann immer, wenn diese Tränenausbrüche kommen oder so: Ich kann nicht mehr und was weiß ich. Da ist dann auch was unterdrückt.
Ja, weil bei mir zum Beispiel war das ja früher so, dass ich, ich fand es ja so blöd, wenn Menschen gesagt haben: Oh, meine Kinder sind so anstrengend. Am besten noch auf dem Spielplatz, während die Kinder dabei waren, über die Kinder reden. Das fand ich einfach schon immer ein echtes No-Go. Und dann den Kindern quasi so die Last aufzudrücken, dass sie dafür verantwortlich sind, dass ich erschöpft bin oder angestrengt bin oder mich ärgern muss, weil die Kinder so sind, wie sie sind. Also da, Da war ich schon früher als junge Mama total allergisch dagegen. Und dadurch habe ich mir aber überhaupt nicht erlaubt, es mal anstrengend zu finden, weil ich sofort dachte, wenn ich es anstrengend finde, dann lade ich den Kindern die Last auf. Was ja aber totaler Quatsch ist, weil nur weil ich sage, ich bin angestrengt oder ich bin erschöpft, damit habe ich ja noch dem Kind noch nichts aufgeladen. Ich habe ja nicht gesagt, ich bin erschöpft, weil die Kinder mich nachts 17-mal geweckt haben. Und das haben unsere Kinder jahrelang gemacht. Das haben die gut hingekriegt. Also von dem her einfach zu sagen, ich bin gerade erschöpft oder es strengt mich gerade an oder ich bin gestresst. Ja, das habe ich mir lange Zeit nicht erlaubt, das so zu bezeichnen oder zu benennen, weil ich mich eben in eine Schublade gesteckt hätte dann mit Eltern, die über ihre Kinder geschimpft haben.
Zusammen. Und so der Satz, also wenn es jemand sagt, würde ich gerne noch ein Beispiel machen. Wenn jetzt jemand sagt, meine Kinder machen mich fertig, dann pointet man es auf die Kinder. Aber zu sagen, ich bin erschöpft, weil es ist gerade anstrengend oder es ist halt gerade so und so, dann sage ich ja nicht, die Kinder sind schuld. Ja, okay, das ist halt gerade mein Leben, das strengt mich gerade an, aber ich muss ja nicht. Wichtig ist ja das, was dich ja so gestört hat, ist, dass es eben den Kindern aufgedrückt wurde.
Als würde würde das was helfen, den Kindern den schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben, sozusagen.
Ja, und dann nehme ich ja auch wieder was nicht an, weil ich ja nicht sage, eben ich bin halt am Ende. Das kann ich einfach sagen. Ich kann sagen, ich bin voll am Ende. Ich habe nicht geschlafen. Was weiß ich.
Ich krieg es gerade nicht. Ich kriege mich gerade nicht wieder reguliert. Ich kriege mich nicht in eine positive Emotion. Ich bin einfach gerade schlecht gelaunt. Und gleichzeitig wissen wir heute eben auch, dass wir Menschen ja auch selber entscheiden, wie wir uns fühlen. Aber das ist natürlich noch mal ein Schritt weiter. Das machen wir mit unseren Teilnehmern dann auch an einer anderen Stelle. Aber eben zu sagen, okay, dieselbe Situation mit den Kindern, und das ist das, was ich eigentlich erzählen wollte, weil dieselbe Situation mit den Kindern, die stresst dich mal und ein anderes Mal bist du voll entspannt dabei. Das eine Mal rennen die mit dreckigen Füßen ins Wohnzimmer und du kriegst die Krise hoch 10, flippst voll aus. Und das andere Mal rennen die mit dreckigen Schuhen ins Wohnzimmer und ist dir gerade völlig egal und du hast nur Spaß dran, dass die so Spaß miteinander haben. Und du bleibst viel entspannter zumindest. Also das hat schon immer damit, das verweist immer darauf, dass es eben nicht an den Kindern liegt, sondern an uns selbst, wie wir uns fühlen. Und gleichzeitig aber eben zu sagen, okay, ich gestehe mir meine Gefühle ein. Also ich, die dürfen da sein. Ich kann mich zum Beispiel an einen Tag erinnern, da habe ich so ein ganz eindrückliches ganz eindrückliche Erfahrung gemacht, weil da war der Jakob, das ist ja unser Dritter, der war da im Tragetuch, also irgendwas paar Monate oder so. Und das war eine Zeit, da habe ich die ersten Elterntrainings, so Erziehungstrainings gemacht. Und da hatten wir einen Seminarraum damals bei uns im Haus und im Keller, also im Souterrain, hatte der Bernd seine Musikschule und im Dachgeschoss hatte ich den Seminarraum für für diese Elternkurse, und in der Mitte haben wir gewohnt. Und dann war ich dabei, das noch vorzubereiten. Also den Nachmittag über hattest du Musikschüler und warst beschäftigt. Ich war mit den 3 Kindern zugange. Ich war vormittags irgendwie mit meinen Vorbereitungen nicht so weit gekommen, wie ich wollte. Das war auch irgendwie einer der ersten Durchläufe. Ich war da noch nicht gut, ich konnte das noch nicht. Ich musste noch total viel vorbereiten und war total unsicher oft auch. Und dann war die Kids irgendwie am Streiten, der Jakob im Tragetuch am Nölen. Ich bin immer nur von oben nach unten gefetzt, habe irgendwas hochgetragen, hin und her getragen, weil das war ja auch dann oft so, dass du eigentlich 5 Minuten, bevor ich angefangen habe, warst du fertig. Also da war auch abends dann keine Luft mehr und so. Und da war ich total angestrengt. Und dann habe ich wirklich, bin ich die Treppe runtergelaufen und habe immer nur gesagt: Ich bin so gestresst, ich bin so gestresst, ich bin so gestresst, ich bin so gestresst. Und habe mir in dem Moment diese Emotion Emotion, dieses Gefühl, dieses gestresst sein einfach mal erlaubt. Und das hat Wunder gewirkt. Also das weiß ich wie als wäre es gestern gewesen, weil mich das so fasziniert hat und ich das dann auch immer wieder als Beispiel hernehmen konnte, weil mich das so fasziniert hat, wie schnell eine Emotion verschwindet, wenn ich ja zu ihr sage, wenn ich sie da sein lasse, wenn ich aufhöre, dagegen anzukämpfen, wenn ich aufhöre, da Ja, die wegzudrücken sozusagen.
Ja, weil genau das Dasein eben die Türen aufmacht, dass es halt auch weitergehen kann. Also genau dieses Ja sagen, dieses Dasein lassen. Weil das ist ja auch wieder das Missverständnis, das eben besteht, wenn man sagt: Okay, wenn ich das zulasse, dann wird es ja noch schlimmer. Nein, eben nicht.
Ja, genau. Eigentlich weiß man ja sogar, dass eine Emotion 90 Sekunden braucht, um durch den Körper durch zu fließen, wenn ich mich nicht dagegen wehre, wenn ich nicht in Widerstand gehe. Also eigentlich, wenn du sagst, ja, ich bin gestresst, dann dauert es eigentlich 90 Sekunden, dann ist der Stress wieder weg. Und deshalb brauchst du keine Angst davor haben, wenn du Ja sagst zu diesen Gefühlen. Und das, wozu wir dich einladen wollen, ist einfach, dass du anfängst, viel früher zu bemerken, wenn sich Emotionen in dir entwickeln, und zwar positive wie negative Emotionen. Einfach zu merken, sagen, boah, da jetzt gerade finde ich es total, total cool mit den Kindern. Jetzt bin ich gerade total begeistert. Oder ich freue mich einfach gerade an den Kindern. Ich fange mal mit einem kleineren Gefühl an. So einfach merkst, boah, ich freue mich gerade einfach. Ich merke, ich habe in mir so eine leichte Freude. Und dann einfach zu sagen, ich freue mich so, ich freue mich, ich freue mich. Oder ich merke gerade, ich bin vielleicht beim Wäsche aufhängen, weil ich schon so viel geschafft habe heute. Ich merke einfach, ich bin, ich merke, wie ich mich entspanne oder wie ich froh bin, dass ich den Berg geschafft habe. Oder einfach so eine kleine Emotion schon mal wahrzunehmen und zu sagen: Boah, ich bin froh. Oder: Ja, ich freue mich. Oder: Ich bin entspannter. Oder: Ich fange an, mich zu entspannen. Und genauso eben die negativen Emotionen. Wenn du merkst, es wird anstrengend, wenn du merkst, du wirst genervt. Boah, ich bin gerade schon genervt. Es nervt mich gerade.
Du merkst, du wirst müde.
Ich bin erschöpft. Es strengt mich an. Und hör auf, eine Begründung dafür zu suchen, sondern nimm einfach nur wahr, dass da eine Emotion ist und äußere die mal nur vor dir selbst. Dass du sagst: Ich bin angestrengt. Ich bin erschöpft. Und dann sag das halt mal 5-mal oder 10-mal und guck mal, was in den nächsten 90 Sekunden passiert. Wie viel von diesen Emotionen sich verändern, indem du sie einfach mal durch deinen Körper fließen lässt.
Ja, und ich möchte sogar eine These aufstellen, dass, weil wir ja vorher von Stress gesprochen haben, Stress ist ja eigentlich erst die Ansammlung von vielen solchen 90-Sekunden-Momenten, die aber nicht durchgelaufen sind. Das ist eigentlich erst Stress, weil Stress an sich ist ja keine Emotion, sondern die Emotion ist eben, ich bin angestrengt, ich bin genervt, ich habe Angst, ich habe Sorge, was auch immer, ja, alles an negativen Emotionen. Und das wird ja erst zu Stress.
Stress ist es erst, wenn wenn du es zu lange weggedrückt hast. Also es ist wie die Brandwunde quasi, wenn du zu lange den heißen Topf festhältst und versuchst, dass der Deckel nicht abfällt.
Genau.
Und erst wenn du ja sagst zu den Emotionen, wenn du bei dir keine Angst mehr hast vor den Emotionen und gleichzeitig eben dann auch bei deinem Kind keine Angst mehr hast vor Emotionen, dann hast du eine wesentliche Grundlage geschaffen, um gemeckerfrei überhaupt werden zu können, weil du eben nichts mehr abspaltest, weil du nicht mehr mit Scheuklappen durchs Leben läufst. Es ist nicht da, es ist nicht da. Also es ist halt einfach schon da. Wenn du es wegdrückst, ist es halt schon da. Und das Blöde daran ist, dass deine Kinder merken halt jede Emotion, die du wegdrückst.
Ja, und das Schöne ist, wenn du es lernst, lernen es ja auch deine Kinder.
Ja, genau.
Und dann werden die zu Menschen, die sich und ihr emotionales Inneres kennen. Und weil das ist das Einzige, weil wir leben mit Yin und Yang, wir leben mit Schwarz und Weiß, mit eben positiven Emotionen und negativen Emotionen. Und das Wichtige dabei ist nur, dass wir die kennen.
Ja, voll.
Und spüren können.
Und unterscheiden können.
Ja.
Und die negativen Emotionen sind ja total wichtig auch, weil das sind ja Indikatoren dafür, dass wir herausfinden können, was wir anders haben wollen im Leben. Weil du fühlst dich nur negativ, also du fühlst nur dann eine negative Emotion, wenn gerade in deinem Leben was auf eine Art und Weise abläuft, wie es nicht deiner Wunschvorstellung entspricht. Und deshalb Deshalb sind negative Emotionen nichts, wovor man Angst haben muss, sondern das sind Gradmesser, die mir helfen, mein Leben immer mehr danach auszurichten, was ich wirklich haben will. Und das waren ja auch unsere Kinder, die eben auf unsere unterdrückten Emotionen so krass reagiert haben, dass die uns dahin gebracht haben, Gemeckerfreiheit zu finden, weil eben die ganzen Erziehungstipps, Erziehungstricks, die sagen: Wie gehst du mit Wutanfällen bei den Kindern um? Wenn du selber deine Wut oder deine Emotionen unterdrückst, das ist halt sinnfrei. Das hilft halt gar nichts. Das ist ein bisschen so, wie wenn du jemand, der übergewichtig ist, stark übergewichtig ist, sagst, anstatt Cola zu trinken, trink besser Fanta. Ja, das macht halt keinen Unterschied an der Stelle. Und nein, das ist jetzt nicht diskriminierend gegenüber Menschen, die irgendwelche Gewichtsthemen haben. Sondern es war nur einfach ein kurzes Beispiel. Genau wie der Nudelwassertopf. Von dem her, fang an, Ja zu deinen Emotionen zu sagen, zu allem. Und hab ganz klar, dass gemeckerfrei werden eben bedeutet, dass alle Emotionen da sein dürfen. Und das Coole ist, wenn du einfach die Reise gegangen bist, also wenn du Ja gesagt hast zu allen Emotionen, wenn du gemeckerfrei geworden bist, ist, sozusagen, dann sind da nur noch ganz kurze negative Emotionen in deinem Leben, weil du halt gelernt hast, die sofort zu händeln. Dann staut sich nichts mehr auf und dann ist das halt höchstens mal eine Sache von 3, 4, 5 Minuten, dass mal kurz sich das so anfühlt, als wäre irgendwas in dir verdreht, verwurschtelt. Und du nimmst es halt immer nur als Indikator, um wieder auszufinden, was du noch haben willst. Genau.
Genau.
Und diese Podcastfolge, die gibt es nämlich genau auch heute zu diesem Thema, weil aktuell läuft gerade unsere große Gemeckerfrei-Challenge mit schon über 3000 Leuten. Und in dieser Challenge war heute das zweite Impulsvideo, wo es genau darum schon ging. Und wir haben jetzt quasi in der Podcastfolge das noch mal ausführlicher besprochen oder darüber gesprochen. Und wenn dich das interessiert, dann komm gerne noch dazu und spring noch rein in die Challenge.
Und den Link posten wir in die Shownotes.
Genau.
Und für alle, die jetzt aus der Challenge sich die Podcastfolge angehört haben: Schön, dass du dabei bist. Und genau, genau, die Challenge findet auf Facebook und auf Instagram statt. Also da kannst du so oder so teilnehmen.
Genau. Wir freuen uns und alles Liebe für dich.
Alles Liebe für dich. Tschüss.
Ciao.
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