Schlechte Noten für den Partner - Gift für eure Familie Podcast 209

Uli Bott and Bernd discuss a study showing over a third of fathers and more than half of mothers grade their partner's parenting a 3 or worse. They explain how self-criticism and projection damage family climate, then offer five concrete steps: notice your partner's strengths, value different parenting styles, say it out loud, stop criticizing yourself, and reflect on your own insecurities.
Chapters
Es ist ja total oft so, wenn wir als Paar Eltern werden, dass da so viele unterschiedliche Werte aufeinanderprallen und genau dieses Elternsein ja für viele total herausfordernd ist.
Ja, weil ja auch neue, neue Facetten in uns überhaupt zutage kommen, die wir vorher selber ja noch gar nicht gekannt haben.
Ja, absolut. Und das Spannende ist halt, Wie, und das ist so interessant, weil wir hatten da ja in unserer Beziehungs-Challenge, hatten wir da ja jetzt auch viel drüber gesprochen. Und jetzt ist uns parallel dazu eine Studie in die Hände gefallen, wo es einfach darum geht, wie Eltern das Erziehungsverhalten des jeweils anderen Partners bewerten und einordnen. Und das ist eigentlich total spannend, da mal zu gucken, wie Oder sich das mal bewusst zu machen, wie schlecht wir eigentlich voneinander denken. Also das ist ja, ich traue mich schon fast nicht zu sagen, aber ja, wie schlecht wir voneinander denken.
Aus dieser Umfrage kommt es, geht es zumindest hervor. Und das ist ja schon mal, oder aus dieser Studie. Ja, genau. Also aus dieser Studie geht es hervor und Das ist ja einfach spannend, da mal hinzugucken, mal zu sagen, okay, was hat es vielleicht für Auswirkungen auch auf die Beziehung, was hat es für eine Auswirkung auf die Kinder? Und wie, ich finde es gleichzeitig so geil, weil es was ist, was man so leicht verändern kann.
Ja klar.
Und damit aus meiner Sicht, aber will ich jetzt nicht zu weit vorgreifen, natürlich schon, ihr solltet euch auch die Folge angucken. Aus meiner Sicht einen großen Hebel hat eigentlich, der relativ einfach, relativ einfach eben zu verändern ist, mit einem großen Ausweg.
Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Schön, dass du hier bist, dass du zuhörst, dass du zuschaust. Wir sind Uli und Bernd. Wir haben Gemeckerfrei gegründet. Wir sind Eltern von 4 Kindern und Großeltern von einem Enkel.
Und wir haben schon viele, viele 10.000 Menschen dabei begleitet, einen gemeckerfreien, liebevollen Familienalltag zu erschaffen, unter anderem mit unseren 3 Spiegel-Bestsellern, 4 Büchern, und freuen uns, dass du heute hier bist und gespannt bist, wie Väter Mütter und Mütter Väter bewerten.
Genau.
Und wie du das verändern kannst.
Ja, und was es für Auswirkungen hat und überhaupt Auswirkungen hat, bis jetzt ist und was es für Auswirkungen hat, wenn du es verändert hast.
Ja, genau. In dieser Studie wird einfach deutlich, dass über ein Drittel der Väter glauben, dass die Art und Weise, wie die Mamas mit den Kindern umgehen, höchstens der Note 3 oder schlechter entspricht.
Also es wurde einfach nach Schulnoten 1 bis 6 bewertet.
Genau.
Und Genau, die Väter. 2/3 der Väter geben eine 3 oder schlechter ihrer Partnerin zu.
Ja, 1/3, sorry, nicht 2/3, 1/3. Und genauso andersrum geben die Mütter den Vätern einfach auch nur eine 3 oder schlechter. Wenn ich da noch mal auf die Zahlen gucke, da sind es sogar noch mehr als 1/3, da sind es quasi 44 und 10, 54. Also über die Hälfte der Mütter geben den Vätern eine 3 oder schlechter. Und ich meine, jetzt ist eine 3 befriedigend, hat man, sagt man mal so schön, aber das ist jetzt nicht so, dass man sagt, boah, ich finde echt, du bist voll der coole Papa, oder so. Und da einfach festzustellen, okay, gegenseitig, jeder von uns als Mama oder Papa hat so eine Motzstimme in sich, wo er den anderen in seinem Elternsein kritisiert.
Ja, und diese Stimme, die ist ja sehr spannend, was du gleich sagst, weil ganz häufig ist es ja das, was einem am anderen auffällt, fällt einem ja nur deshalb auf, Weil man es auch selber irgendwie hat, weil man selber damit in Resonanz geht. Und deswegen ist es ja eigentlich nie, also aus meiner Sicht, nie ein Indikator dafür, dass der andere tatsächlich was falsch macht, sondern in Wahrheit ist es für mich immer nur ein Indikator. Da muss ich mich selber an der eigenen Nase fassen, ja, muss ich selber die Verantwortung übernehmen.
Ja, ich meine, das Problem ist ja, dass wir grundsätzlich eine sehr negative Sicht auf uns selbst haben. Also, als, na, wie vielen Mamas fällt es total schwer, wenn wir danach fragen, warum bist du die beste Mama für deine Kinder, da eine Antwort drauf zugeben.
Bei den Mamas auch so, dass die eben, wenn die nach ihrem Selbstbild gefragt sind, ist ja noch schlechter, sind ja noch mehr, die sich eine 3 oder schlechter geben, oder?
Wir müssen die Studie noch mal genau auseinandernehmen, aber grundsätzlich zu sehen, dass wir selber, na, vielleicht findest du es auch gerade raus, aber wir selber kritisch, so selbstkritisch mit uns sind. Und um das besser ertragen zu können, finden wir dann immer noch die Fehler beim anderen, weil dann können wir uns selber ein bisschen besser fühlen.
Ja, und wir sind halt auch gewohnt, also ich will das, das ist halt, es ist ja auch eine Und das ist ja so, das ist so eine lustige Divergenz, weil wie du ja sagst, haben wir alle so eine innere, einen inneren Kritiker oder diese innere Mordsstimme, die uns an sich selber immer wieder klein macht. Und gleichzeitig haben wir es schon gelernt, dass einfach immer wieder jemand anders schuld ist. Ja, voll. Also diese Opferhaltung ja auch gelernt. Ja, voll. Oder vielleicht ist es auch eine Reaktion, um sich selbst zu schützen. Ja. Ist an sich auch egal. Nur ich finde das immer wieder total, ich finde es immer wieder total spannend und auch lustig, wirklich lustig, auch wenn sich das bei dem Thema ein bisschen blöd anhört. Aber ich finde es lustig, auf so eine Metaebene zu gehen und das zu beobachten und zu bemerken, was labert diese Stimme, die ich tatsächlich dann so ein bisschen von mir trenne, extra mich dissoziiere von mir selbst, was man sonst ja nicht tun sollte, aber So, um mich halt beobachten zu können. Was labert der da? Was ist das für ein Mist, jetzt zu sagen, du hättest da irgendwas falsch gemacht oder sonst irgendjemand, oder von den Kindern ist ja vollkommen wurscht.
Wir glauben halt immer, ja, aber lass mal bei den Eltern bleiben jetzt, weil ich glaube, das große Problem ist einfach, dass wir in uns so verunsichert sind, und das werden jetzt viele, die zuhören, werden sagen, ich bin nicht verunsichert, ist klar, aber wir sind in uns so verunsichert, dass wir als Reaktion darauf immer glauben, dass das, wie wir auf die Welt schauen, die einzig mögliche Art und Weise ist. Na, wir benennen das, und das ist so spannend, weil in diesen Studien sind es das alles auch Gelb und Blau benutzt, und wir benutzen ja auch immer Gelb und Blau, was zusammen Grün wird. Na, also wir glauben halt, wenn wir sagen, die Welt ist gelb, dann glauben wir, jeder muss auch mit uns der Meinung sein, dass die Welt gelb ist, weil uns das— und das machen wir, weil uns das Sicherheit gibt, weil wir dann nicht nicht infrage stellen, weil wir uns dann selber nicht infrage stellen müssen. Und wenn ich jetzt zum Beispiel sage, es gibt ein Eis und du sagst, es gibt 3 Eis, dann kann ich sagen: Nee, natürlich gibt es nur ein Eis. Was bist du für ein blöder Papa, dass du 3 Eis— Das muss man doch wissen, dass so viel Zucker ungesund ist. Und damit kann ich meine Position— Also ich verschanze mich hinter meiner Meinung und hinter meiner Position, um mich innerlich stabiler zu machen. Ja, um mich weniger infrage stellen zu müssen, weil sonst müsste ich ja die ganze Zeit sagen, ja, aber was, wenn der andere doch recht hat? Was, wenn man auch 3 Eis essen könnte? Und jetzt ist Eis essen ja noch voll harmlos an der Stelle, aber wenn es jetzt zum Beispiel darum geht, was darf das Kind, was darf das Kind nicht, darf es ein Handy, wann sage ich jetzt, wird aber mal, also wann, wann bin ich sanft, wann bin ich auch mal ein bisschen fordernd, also diese Dinge, da muss ich ja ständig sonst mich selber infrage stellen. Und in dem Moment, wo ich sage, meine Position ist die Ich die Richtige und du bist der Depp, weil du machst nicht so wie ich, dann muss ich mich selber weniger hinterfragen. Und das ist, glaube ich, das, was passiert. Aber was wir den Kindern dabei vorleben, das müssen wir ja auch mal in Betracht ziehen.
Naja, den Kindern— die Kinder spüren ja, dass du dem Partner dann geringeres Scoring gibst. Also die spüren ja diese Abwertung, die da eigentlich mit drinsteckt. Die spüren das. Und also die Kinder spüren es und auf eure Beziehung wirkt sich das ja auch.
Und die Kinder machen halt einen von zwei Mechanismen. Entweder verbünden sie sich mit dir, wenn du der bist, der den anderen abwertet, dann verbünden die sich jetzt zum Beispiel mit dir. Das erleben wir oft, dass sich Kinder mit Müttern verbünden zum Beispiel. Oder also im Sinne von wir zwei gegen den bösen Papa. Oder aber was anders passiert ist, dass das Kind gegen dich geht, weil du den geliebten Papa sozusagen, also jetzt wenn ich es mal so mache, ja, weil du schützt den anderen genau und verbündet sich mit dem anderen gegen dich sozusagen. Aber das macht halt das Familie, die Familiendynamik halt kaputt.
Anstrengend, laut. Du hast ständig Konflikte und verstehst auch nicht warum, weil es eben auf dieser drunterliegenden Ebene ja passiert.
Und jetzt haben wir auch versprochen, dass wir drüber sprechen wollen, wie man das ganz einfach verändern kann. Bin ich gespannt, was wir da raushauen wollen.
Naja, du fängst halt an, Also, und ich muss jetzt eins dazu sagen, ich komme zu einem meiner Lieblingsprinzipien, nämlich dem Prinzipien, weil das Prinzip ist einfach, die Umsetzung kann schon ein bisschen, ist für den ein oder anderen wahrscheinlich nicht so einfach. Das Prinzip ist ganz einfach: Du fängst an, an dem anderen die Stärken zu sehen. Du fängst an, an dem anderen zu sehen, was, warum ist er ein cooler Papa, warum ist sie eine coole Mama, was macht sie großartig, und hebst es raus in dir, für dich sehr, also das für dich selbst erstmal zu sehen. Wenn du jetzt bemerkst, oh, anhand der Folge merkst, okay, ich bin da immer so, ich sage, was macht die da für einen Unsinn, so eine Quatsch und so ständig macht die da blablabla. So, und dann sagst du, okay, ich will diese Stimme jetzt verändern und jetzt gucke ich mal drauf, was macht die alles toll, was macht sie, was macht er alles toll mit den Kindern. Und das machst du erstmal in dir selber groß.
Ich würde sogar noch was ergänzen, wenn ich dir dazwischenfahren darf, weil ich finde, es geht Noch nicht mal darum zu sehen, was macht der andere gut, sondern ich finde, es geht im ersten Schritt sogar darum zu sehen, was macht der andere anders als ich. Weil es ist ja schon per se für euch als Familie wertvoll, wenn der andere Dinge anders macht als du, weil dich gibt's ja schon. Also das hilft ja gar nichts, wenn der andere es auch so macht wie du, weil das macht ja die Erfahrungswelt der Kinder total eng. Weil dann hätten die ja quasi ein Double. Also dann wäre das, na, also das ist ja, wenn ich jetzt gelb bin und du wärst auch gelb, dann hätten die Kinder ja nur gelb. Dann würden die ja nie blau kennenlernen. Also eigentlich geht es ja genau darum zu sehen, okay cool, der andere hat dann einen anderen Standpunkt und vielleicht finde ich den sogar total doof, aber es ist trotzdem gut, dass er den anderen Standpunkt hat, weil das macht die Welt für mein Kind weiter.
Ja, könnte sein, dass das vielleicht auch der zweite Schritt ist. Ich bin mir nicht so sicher, ob das so einfach ist für jeden schon, aber das müsst ihr für euch selber entscheiden.
Also am Ende geht es darum, dass du bemerkst, was der andere gut macht, also dass der andere anders macht und dass du das gut findest, was der andere anders macht.
Andersartigkeit des anderen gut findest und das groß machst. Und ein weiterer Schritt ist, dass du auch drüber sprichst. Also, dass du das nicht nur in dir denkst, sondern es auch sagst, ja, durchaus auch vor den Kindern sagst, ja. Also auch Dinge, die eben der andere macht mit den Kindern, für die Kinder, dass du die groß machst, ne, ja. Und das auch mal vor den Kindern sagst, boah, das ist schon cool, was die Mama da immer, dass die Mama immer durchknetet macht oder so, ja.
Genau, ich würde mich gerade noch ein paar Beispiele mal reinbringen, und zwar zum einen auch schon mal über dieses Abwerten. Werten. Also was sagt denn eigentlich, also für alle, die das vielleicht noch nicht so, die noch nicht so tief drin sind, dass man diese Stimme mal noch ein bisschen konkreter macht, die halt dann zum Beispiel sagt, hä, was muss die jetzt da noch mal extra, also was macht die da für ein Herz mit den Brotdosen, können die Kinder nicht einfach nur ein Brot und einen Apfelschnitz mitkriegen, es hat doch früher auch gereicht. Ja, oder also die 17. Mütze hätte es jetzt wirklich nicht mehr gebraucht, jetzt hockt die wieder im Keller und näht da stundenlang rum, nur weil sie glaubt, die Kinder müssten jetzt noch irgendwelche selbstgenähten Mützen haben. Das ist ja wirklich vollkommen, jetzt sollte doch jemand Oh, hier sieht's aus wie bei Bolle unterm Bett, und jetzt muss die da im Keller sitzen und irgendwelches Zeug nähen. Oder was wären noch so Beispiele?
Ja, auch so, was weiß ich, ne, kann der nicht ständig mit denen nur rumtoben, kann der nicht mal gucken, dass sie auch mal was passiert oder sowas, oder lässt die dann, ne. Es ist schon wieder viel zu spät, jetzt tobt er wieder nur mit denen rum, hat wieder die Zeit nicht im Blick, und dann kommen die wieder so spät ins Bett und sind dann morgen wieder da.
Ich habe sie morgen dann wieder knatschig an der Backe.
Genau solche Sachen, die du oft vielleicht auch nur denkst, weil du schon weißt, du willst es gar nicht sagen, weil es dir eigentlich auch peinlich ist, vielleicht sogar. Also selbst das kann ja sein.
Aber dieser unterschwellige Knatsch immer auch so, auch wenn man so dieses, jetzt kommt, also der andere ist mit den Kindern, du kommst nach Hause und irgendwie die Wäsche ist noch nicht abgehängt, in der Küche sieht es aus wie Schwein und die Kinder sind noch nicht im Bett und irgendwie haben die da, Galli hoch 10, haben eigentlich totalen Spaß. Und gleichzeitig merkst du halt, wie es in dir hochfrustet, weil du halt siehst, was alles noch nicht erledigt ist. So solche, solche Dinge meinen wir auch. Ja, und, oder das, was weiß ich, was der andere immer erlaubt, dass der sich nicht drum kümmert, dass die Kinder gesund essen, oder dass die immer glauben, Kinder müssten sonst wie gesund essen. Weißt du, guck, guck, all diese Sachen, ne. Und verändern tut sich das eben, also wir machen das ja oft auch, dass wir das dann den Kindern gegenüber so artikulieren. Der Papa wieder einen Strang gedacht, das zu besorgen. Jetzt, ich guck mir jetzt, also jetzt kannst du nicht dein Müsli mit Joghurt essen, weil der Papa hat halt wieder vergessen, das Müsli zu kaufen. So, ne. Also wo wir den anderen sofort den Kindern in die Pfanne hauen, ne. Oder der Papa hat wieder seine dollen 5 Minuten, ist gleich wieder vorbei. Oder ja, da ist die Mama wieder so ängstlich und lässt dich nicht kommen, wir gehen das mal machen da am Spielplatz. Geht du mal da klettern, das erzähl mal der Mama gar nicht, weil die ist da wieder nur ängstlich, dass dir was passieren könnte. Also solche Sachen, wo wir da mit den Kindern Koalitionen schmieden, was halt der Paarbeziehung und auch deinem Kind nachhaltig schadet. Weil dein Kind will sich nicht zwischen euch Eltern entscheiden müssen, ist nicht die Aufgabe von dem Kind.
Und je mehr ihr diese Andersartigkeit feiert und damit einfach dass man einfach lernt, das groß zu machen. Und auch, wenn ich jetzt an deinen Beispielen so, und auch für den anderen dann einzustehen. Also wenn das Müsli, aber dein Beispiel mit dem, das Müsli ist aus, einfach zu sagen, okay, das Müsli ist aus, wie wäre es denn mal mit einem Marmeladenbrot? Oder also einfach, um da nicht, um eben nicht zu sagen, weil ich meine, jeder, jeder vergisst immer das, wenn es der andere vergessen hat, das ist immer schlimm. Wenn man selber vergessen hat, sagt man, ja, habe ich halt vergessen.
Ja, ich kann das auch auf mich, zu mir nehmen, dass ich einfach sage, du, ja, Müsli haben wir vergessen. Zu kaufen. Genau, das muss überhaupt nicht dem anderen, ich muss das dem anderen nicht angreifen. Und ganz, und andersrum, das, was du ja gesagt hast, dann die Sachen groß machen, ne, genau das umzudrehen, zu sagen, ihr habt so einen coolen Papa, der hat schon wieder das mega Müsli für euch gekauft, ja. Oder da kannst du gleich mit dem Papa auf dem Spielplatz gehen, weil der hat einfach, der ist einfach mutiger als ich, und dann kannst du mit dem klettern gehen, und ihr beide macht es miteinander und so, ja. Also da, das groß machen, wie der andere ist und wie das dem Kind dient.
Absolut. Kleiner Bonus wäre noch, dabei darauf zu achten, dass du dich nicht selber abwertest. Also nicht sagst: Ha, geh mit dem Papa zum Spielplatz, weil mit mir Angsthasen hat das ja keinen Sinn. Das nicht zu sagen, sondern zu sagen: Geh mit dem Papa zum Spielplatz, der ist der Richtige dafür, dass du da mutige Sachen ausprobierst. Dann machst du dich vor dem Kind und auch für dich selber nämlich nicht kleiner. Weil es ist ja total gut, weil wenn jetzt der eine mutiger ist und da haben wir jetzt ja ein Stereotyp genommen, der häufig passt, Einer mutiger ist, der andere ängstlicher, sind ja beide Pole total wichtig. Ja, weil Übermut tut selten gut, ist ja auch gefährlich. Also eine gewisse Vorsicht brauche ich ja auch. Deswegen ist es ja wichtig, das eine nicht abzuwerten, sondern einfach beides so stehen zu lassen, wie es ist und in der richtigen Situation, also immer das Passende in der Situation rauszuholen und sich gegenseitig eigentlich so die Zuständigkeit zuzuschieben.
So, oder eben das eigene Grün zu finden, zu sagen, okay, was ist denn so unsere Marschrichtung, wie mutig und wie vorsichtig sind wir denn mit unseren Kindern? Weil auch da sind Eltern ja total unterschiedlich. Also es gibt ja Familien, die gehen mit ihren kleinen, relativ kleinen Kindern mountainbiken und fahren da. Also wir waren da mal irgendwo im Wald, ich weiß gar nicht mehr, wo das war, haben da so fünf-, siebenjährige Kinder über so Schanzen springen sehen. Also da ist mir ja schon schlecht geworden beim Zugucken. Ja, also das würden wir nicht. Also dafür sind wir beide zu—
können wir nicht.
Aber das, ja, also da sind also das, ne. Und, und so gibt's halt Familien, da dürfen die Kinder nicht mal Schlittschuh laufen, weil die es alle zu engst da, zu ängstlich sind. Also ich glaube, das ist einfach total unterschiedlich, was da auch in jeder Familie so das Grün auch ist, sozusagen, ne. Und Das gilt es halt auch zu entwickeln, ja, und eben dann zu den Eltern zu gehören. Also ich wünsche mir, dass du jetzt schon oder bald zu den Eltern gehören kannst, die einfach eine total hohe Meinung davon haben, wie der andere seinen Job als Mama oder Papa macht. Also du kriegst von mir mal auf jeden Fall eine 1+.
Du von mir auch, mit 3 Sternchen.
Versuchst du mich zu toppen? Genau, also das wünschen wir dir, dass du einfach das, wie es der andere macht, bedingungslos gut finden kannst.
In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuschauen und Zuhören. Bis bald, bis zum nächsten Mal. Alles Liebe.
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