Seid ihr schon 50:50 - Podcast 100

In der 100. Folge des Gemeckerfrei‑Podcasts diskutieren die Gastgeber BERND und SPEAKER A das Konzept einer 50/50‑Aufteilung von Eltern‑ und Haushaltsaufgaben. Sie kritisieren die anhaltende, klassische Rollenverteilung, die vor allem Mütter mit einem hohen mentalen Load belastet, und argumentieren, dass ein gleichberechtigtes Teilen von Kinderbetreuung und Hausarbeit sowohl für die Eltern als auch für die Kinder vorteilhaft ist. Sie betonen, dass Kinder von beiden Elternteilen lernen, dass unterschiedliche Herangehensweisen normal sind, und dass Väter dadurch wichtige Bindungserfahrungen erhalten. Praktische Umsetzungstipps werden vorgestellt: Nutzung von Kalendern, klare Aufgabenteilung, flexible Wochenend‑ und Tagespläne, bewusste Auszeiten für jeden Partner und die Bereitschaft, berufliche Flexibilität (z. B. Teilzeit, Selbstständigkeit) zu prüfen. Weiterhin wird darauf eingegangen, dass Eltern eine eigene Lebensaufgabe und Identität jenseits der Kinder benötigen, um später leichter loslassen zu können. Die Gastgeber teilen persönliche Erfahrungen, wie ihr eigenes 50/50‑Modell ihr Familienleben und ihr gemeinsames Business (Gemeckerfrei) positiv beeinflusst hat, und ermutigen die Hörer, das Modell zu prüfen, anzupassen und Feedback zu geben.
Chapters
Seid ihr als Eltern 50/50 für alles zuständig, verantwortlich rund um die Kids?
Weil wir erschreckenderweise immer wieder feststellen und mitbekommen, wie klassisch diese Rollenverteilung immer noch gelebt wird.
Hallihallo und herzlich willkommen! Hier zur 100.
Folge, 1-0-0, 100.
Podcastfolge im Gemeckerfrei-Podcast.
Was für ein Gemeckerfrei-Podcast? Was für eine 100. Folge?
Genau, in dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und zu dir selbst. Und heute wollen wir über ein Thema sprechen, das liegt uns uns sehr am Herzen, und es ist quasi mit der 100.
Folge Mathematik.
Genau, kurz nachdenken: Wann erlaubt ihr euch 50/50? Wann macht ihr 50/50 möglich?
Und wir müssen einen kleinen Disclaimer loslassen dazu, weil wir tatsächlich da jetzt eine Meinung vertreten, und das ist natürlich unsere Meinung. Und unsere Erfahrung. Wir werden es auch begründen, und du kannst natürlich damit machen, was du willst.
Absolut.
Du kannst es cool finden, du kannst dagegen sein, du kannst vor allen Dingen, was uns besonders freut, egal was du davon hältst, kannst du mit uns da auch in das Gespräch gehen, in den Kommentaren oder auf Social Media, je nachdem wo du den Podcast hörst oder siehst.
Genau, aber um euch jetzt nicht länger auf die Folter zu spannen, was steckt denn einfach eigentlich hinter 50:50, ne? Also wann seid ihr als Eltern 50:50 für alles zuständig, verantwortlich rund um die Kids? Also wann teilt ihr euch die Elternrolle wirklich mal 50 50 auf? Wann also ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, euer Leben dahingehend anzupassen, zu verändern, dass eure Kinder die Chance haben, dich als Mama oder dich als Papa gleichermaßen im Alltag zu erleben?
Weil wir, und ich nehme jetzt extra ein Wort, wo wir eben schon in den Bereich der Meinung kommen, weil wir erschreckenderweise immer wieder feststellen und mitbekommen, wie klassisch das in ganz, ganz vielen Familien immer noch heute im Jahr 2023, wie klassisch diese Rollenverteilung immer noch gelebt wird.
Ganz oft. Ja, und dann ist es kein Wunder, wenn gerade Frauen unter dem Druck der Mehrfachbelastung zusammenbrechen. Und das, was ihr ganz oft uns auch zurückmeldet als größte Herausforderung, ist quasi dieses, jetzt überlege ich gerade, wie ihr das genannt habt, ja, der Mental Load, genau. Zu sagen, ich muss alles immer im Kopf haben in Bezug auf die Kinder. Ich muss nicht nur mein Leben organisieren, meine Berufstätigkeit, mein Sozialleben, meine Arzttermine, mein whatever, sondern Sondern eben auch jeden Geburtstag, alles, was um die Kinder geht, ist erstmal im Kopf vieler Mütter. Und da einfach zu sagen, hä, diese Rollenmodelle, das hat doch ausgedient. Also von mir aus gab es eine Zeit, in der hat er gearbeitet und sie hat klassisch die Kinder, den Haushalt und so weiter gemacht. Das fanden wir, würden wir auch nicht empfehlen. Aber da war wenigstens die Menge an Arbeit gleicher verteilt als heute vielleicht.
Ja, weil halt einfach ein Gehalt gereicht hat. Weil es die Zeit gab, wo einfach das eine Gehalt tatsächlich ausgereicht hat und damit es auch klar war und sich vielleicht kurze Zeit, das weiß ich nicht, die Frauen auch sehr wohl gefühlt haben in dieser Rolle. Weil ich da jetzt nicht zu tief einsteigen will, wie es damals war und ob es tatsächlich so cool und erfüllend und bereichernd war.
Warum wir auf jeden Fall auch heute nicht für dieses Modell sprechen wollen, ist ganz einfach, weil die Kinder sind irgendwann erwachsen. Und in dem Moment, wo du kein, keine Vision, keine Mission, kein Purpose, keine Aufgabe über über die Kinder hinaus findest, wird unfassbar schwer sein, die Kinder loszulassen, wenn die in die Pubertät kommen, wenn die Teenager werden, wenn die erwachsen werden. Weil deine, dein einziger Daseinszweck sozusagen sind dann die Kinder. Und du kannst auch diese Leere nicht füllen mit dem 127. Hobby, ne? Also auch mit Nähen nicht, mit Töpfern nicht, mit Malen nicht, mit Yoga nicht. Du kannst diese Leere, die dann entsteht, nicht füllen. Und wenn Wenn du es dir leicht machen willst, deine Kinder später loslassen zu können, dann find schon spätestens in dem Moment, wo die Kids klein sind, deinen Purpose, deine Mission, die Aufgabe, der Beitrag für die Welt, der du sein möchtest. Deshalb eben also auch kein Votum von uns für: Einer arbeitet, einer kümmert sich um die Kinder.
Weil es ja auch noch mal— du hast jetzt aus der einen Perspektive beleuchtet und die andere Perspektive. Im klassischen Rollenbild eben die männliche Perspektive, also der, der jetzt nur arbeiten gehen würde, der verpasst einfach eine scheiß wichtige und brutal geile Zeit. Der verpasst eine Möglichkeit, enge Beziehungen aufzubauen. Ja, der verpasst auch blöde Sachen, und die willst du später auch nicht mehr missen. Ja, und man weiß es von vielen, älteren Vätern, die dann sagen: Ach, hätte ich doch, ja, hätte ich doch damals mehr Zeit, hätte ich auf das Geld bisschen verzichtet, hätte ich auf ein Stück Karriere zu dem Zeitpunkt verzichtet. Wir glauben ja auch nicht, dass man das, das ist ja auch nicht, dass es dann weg ist, sondern du verschiebst halt vielleicht manches oder investierst weniger Zeit und die dafür effizienter und und und. Und wäre ich doch mitgegangen zum Fußballspiel, oder noch früher hätte ich doch einfach Windeln gewechselt etc. etc. Und das nicht erst als Großvater dann erlebt und merkt, da eigentlich, was ich mit meinen eigenen Kindern verkackt habe, versäumt habe.
Das ist das, weil es ja auch aus der Gemeckerfrei-Sicht ist ja jedes Kind, das in der Familie kommt, auch eine Einladung zu persönlichem Wachstum. Und in dem Moment, wo du die Zeit nicht mit dem Kind verbringst, wo du dich nicht triggern lässt von diesem Kind, verpasst du eben auch die Wachstumschancen, die und die Geschenke, die das Kind dir von der Wolke sozusagen mitbringt, die lässt du links liegen und, ja, verpasst damit den Ruf, auch deiner Seele zu folgen. Und das hört sich vielleicht für den ein oder anderen Papa erstmal esoterisch an, aber was, wenn wir in 2023 einfach auch schon so weit sind, dass wir solche Themen mit bedenken und betrachten können. Was, wenn du wirklich das Kind, das dich am meisten triggert, wenn das dein größtes Geschenk ist? Und was, wenn du diese Trigger erst, ja, zulassen und erkennen kannst, wenn du dich auf die Kinder wirklich einlässt? Und dafür braucht's halt mehr Zeit als abends mal eine Stunde im Terminkalender oder am Wochenende einen halben Tag oder so, weil dafür musst musst du auch als Papa einfach Alltag erleben. Und das ist das, was wir mit Fifty-Fifty meinen. Keiner von uns beiden kann Dinge mit den Kindern per se besser als der andere.
Außer Stillen ganz am Anfang.
Genau, und das ist das eine.
Um euch gleich mal dieses Argument zu nehmen, ja, da habt ihr recht, da geht's nicht. Aber bei allem anderen gibt's keinen von uns beiden, der das besser könnte.
Genau, und selbst während du als Frau das Baby stillst, kann der Papa hinter dir liegen oder hinter dir sitzen und dich wieder nähren, und dann nährt ihr eigentlich auch wieder zu zweit das Baby. Auch das ist also möglich. Aber dann später, wenn die Kinder größer werden, also Arzttermine, Kindergeburtstagsgeschenke kaufen, einpacken, Elternabende besuchen, an Kindergarten und Schule und Genau, zum Spielplatz gehen, zum Indoor-Spielplatz, Fahrradfahren lernen, Kuchen backen trainieren, whatever, Hundenfürsorge, Zähneputzen, Einschlafbegleitung. Nichts davon kann per se eine Mama besser als ein Papa. Ganz wichtig dabei ist, dass ihr aufhört— und das ist ein Schritt, den müsst ihr beide zusammen gehen— dass ihr aufhört zu glauben, der Partner wäre der Handlanger der Mama. Weil ganz oft erleben wir das noch, dass Mütter so Sachen sagen wie: Ja, das hat mir mein Mann abgenommen. Abgenommen. Da hat mir mein Mann die Kinder abgenommen. Hä, sind doch seine Kinder.
Also genau, das gibt's eigentlich nicht. Also das war ein Wording, das gab es bei uns nicht. Ja, und ich habe letztens auch da passend dazu, ja, auch dieses, jeder macht's anders und ihr müsst euch gegenseitig es auch so machen lassen, wie ihr es macht. Ja, also es gibt diese lustigen Videos auf Social Media oder so, wo du sagst, Mama geht zum Spielplatz, ja, und Mama packt eine Tasche mit Essen und geschnittenem Obst und blablabla, ne. Papa geht zum Spielplatz, ne, packt das Kind am Arm, eine Flasche Wasser oder so, und geht los, ja. Und was, wenn beides einfach cool ist und keiner dem anderen sagen muss, okay, weil das kenne ich auch, ne, sagen, ja, okay, jetzt fährt am Wochenende der Papa mit den Kindern ins Schwimmbad und ich habe Essen gepackt, ich habe dir deine Tasche mit Badesachen gepackt. Nein, also ich habe zweimal in meinem Leben im Schwimmbad Badehosen für die Kinder gekauft, weil ich sie vergessen hatte, und das war eine Stunde fahre. So what?
Ja, absolut. Also wir als Mamas dürfen den Papas zutrauen, die Dinge auf ihre Art zu machen, und die Papas dürfen anfangen, die Dinge einfach zu tun. Ja, sich auch dafür verantwortlich fühlen, sich dafür Zeit nehmen. Und ich weiß schon, wir haben in der letzten Podcast, oder in einer der letzten Podcastfolgen, haben wir auch schon ein bisschen ähnlich über dieses Thema gesprochen. Ich würde jetzt einfach gerne mal noch auf einen anderen Schritt weitergehen, weil du sagst vielleicht, ja, aber er bringt mehr Geld nach Hause, er verdient besser, whatever. Ist ja in vielen Familien, vielen Berufen heute immer noch so, was ja auch wieder noch mal eine extra Podcast-Folge wert wäre. Aber da eben zu sagen, okay, wie können wir denn unser Lebens- so gestalten, dass wir beide arbeiten können und beide Zeit haben, die wir mit den Kindern verbringen können.
Ja, und da wirklich mal sich auch ein radikales Umdenken erlauben. Ja, und mal bei solchen Sachen, wenn du sowas überlegen willst und merkst, du willst da gerne was verändern, dann müssen alle Beteiligten erstmal in den State kommen und sagen, okay, ich bin bereit alles anders zu denken. Ja, also ich bin bereit, an einen anderen Job zu denken, in einer anderen Firma, wo ich vielleicht eben flexibler arbeiten kann, wo ich meine Zeit, wo ich weniger Stunden arbeiten muss. Ich bin bereit zu überlegen, macht sich vielleicht jemand selbstständig, weil das flexibler ist. Wir waren das beide immer unser ganzes Leben lang und haben genau damit viel mehr Freiheit gehabt als andere, die wir erlebt haben, die jetzt angestellt waren. Whatever. Ja, auch zu überlegen, ist es gerade, geht es wirklich darum, gerade im Moment so viel Geld zu verdienen, oder ist es vielleicht sowieso mehr als genug? Und zu sagen, okay, die Zeit, weil diese Zeit zwischen 0 und 18, ja, oder je nachdem, wann die Kinder ausziehen, 19, 20, das ist die Zeit, wo du halt so intensiv zusammenlebst, ja. Und da legst du die Grundlage für die nächsten 30, 40 Jahre, die du ja auch noch mit deinen Kindern erlebst, ja.
Ja, voll. Und jetzt muss ich kurz überlegen, weil ich hatte noch einen Gedanken im Kopf. Mal gucken, ob der gleich wieder dazu hervorspazieren will. Also ja, genau, lass dich auch einfach dazu inspirieren. Also wenn du auch bisher sagst, ja, das geht in unseren Jobs nicht oder es geht bei uns nicht, also vor 6, 7, 8 Jahren war das bei uns auch noch viel, viel schwieriger umzusetzen als jetzt heute. Und wenn es eine Person oder ein Paar auf diesem Planeten gibt, die das geschafft haben, und da hörst du uns ja gerade zu, also wir haben das ja geschafft, diese Fifty-Fifty-Aufteilung zu haben, und dadurch ist es für dich auch möglich, möglich, ne. Das hast du neulich, wir waren Rollerfahren, und da sind wir mit so einem Local Guide mitgefahren, und ich bin bei dem hinten drauf gesessen, und der Bernd ist selber gefahren, und es war schon eine sehr abenteuerliche Strecke durch den Wald und so. Und du hast dann einfach gesagt, ja, also wenn der das kann, kann ich das auch. Ja klar, ne. Und diese Haltung, die ist total wichtig, dass du dir die, dass du die implementierst für dich. Wenn es andere können, können wir das auch. Punkt. Um nur dann jetzt zu sagen, okay, ich warte jetzt nicht, bis der andere kommt und sagt, wann kann ich mehr Zeit mit den Kindern verbringen, wie kann ich dich mehr unterstützen, wo kann ich— das ist ja auch schon wieder so blöd.
Also man unterstützt ja auch wieder so, das ist dann, dann seid ihr noch gar nicht auf dem Weg zu 50:50, sondern sagen, okay, pass auf, wir teilen uns das jetzt anders auf. Das ist genau das Learning dazu.
Ja, wie können wir, wie kommen wir dahin, dass wir beide gleichermaßen für die Kids zuständig sind und für unser anderes Leben. Also beide gleichermaßen zum finanziellen Wohlergehen beitragen, beide gleichermaßen für die eigene Gesundheit, sich um die eigene Gesundheit kümmern, beide gleichermaßen sich um soziale Kontakte kümmern, beide gleichermaßen sich um die Kinder kümmern und gemeinsam um die Kinder herum ein Leben zu kreieren, das euch entspricht und euch gefällt. Und da Hand in Hand zu gehen, ist auch die beste Absicherung, weil für den Fall, dass mir was passiert oder dir was passiert, wir können uns einfach easy ersetzen. Da gibt's nichts, was nur ich weiß, oder nichts, was nur der Bernd weiß, wo der andere dann irgendwie dastehen wird wie der Ochs vorm Berg.
Ja, und es geht so leicht heutzutage, ne. Wir haben schon ganz früh Google Kalender benutzt oder so was zum Beispiel, ja, um so Termine einzutragen und so, weil du natürlich immer wieder, weil du natürlich organisatorisch dich absprechen musst und Dinge weitergeben musst. Aber es ist total easy und es macht total viel Freude. Und den Kindern tut es extrem gut.
Ja, weil das wäre ja noch mal wichtig, eigentlich darauf ein bisschen einzugehen. Ja, weil die Kinder natürlich nicht nur eine Sicht auf die Welt haben, tatsächlich kennenlernen, sondern euer beider Sichten auf die Welt und auch, wie ihr miteinander kooperiert, interagiert, wie ihr miteinander euer Leben gestaltet, wie, wie miteinander geht. Das lernen sie dadurch von euch auch. Und gleichzeitig eben diese Flexibilität zu sagen, der Papa macht Dinge anders als die Mama, die Mama macht Dinge anders als der Papa, und vollkommen in Ordnung.
Ja, absolut.
Und das ist auch für die Mama in Ordnung, wenn der Papa es anders macht, und es ist für den Papa in Ordnung, wenn die Mama es anders macht. Und beide Elternteile fühlen sich gleichermaßen gut damit. Weil das, was ja ganz oft passiert, ist, dass die, die Frauen glauben, sie wüssten es besser, die Männer glauben, die Frauen wüssten es besser, und dann die Männer in so eine unsichere Haltung verfallen, ob sie das jetzt wohl richtig machen, und die Frauen dann genervt sind, wenn die Männer sich irgendwie, wenn die entweder genervt sind, weil die Männer dauernd fragen, oder genervt sind, weil die Männer es nicht so machen, wie sie sich vorstellen. Und da einfach auszusteigen, zu sagen, 50:50-Aufteilung heißt, wir machen es gemeinsam, und vielleicht müssen wir ein bisschen mehr sprechen als bisher.
Ja, gemeinsam ist aber total schön, ja, weil das bringt euch auch zusammen noch mal näher. Und was die— das will ich für die Männer zu dem, was du gerade gesagt hast, was die— wie die Kinder dich alles erleben. Die Kinder erleben dich auch mal überfordert, und das ist total geil, ja, weil die Kinder müssen auch das erleben, weil wir sind ja sowieso perfekte Wesen für diese Kinder, weil wir können ja alles, ne, also Stimmt natürlich nicht, weil wir fühlen uns die meiste Zeit ganz anders, aber für die Kinder wirkt es ja so. Was weiß ich, da ist der Teddybär, der Knopf rausgefallen, dann nähst du den an. Das kriegen ja die meisten Männer auch noch hin, sage ich mal, oder irgendwas. Ja, du kriegst es alles wieder hin, aber wenn du halt wirklich die ganze Zeit mit dabei bist, dann erleben die Kinder auch, dass du mal überfordert bist.
Dass du mal zu den Kindern sagst: Tut mir leid, das habe ich jetzt nicht besser hingekriegt. Und dadurch wird der Druck auf die Kids auch niedriger, wie perfekt sie sein müssten. Absolut.
Und jetzt ist mir der Gedanke abgekommen, den ich gerade—
ich würde noch auf ein anderes Thema eine Schleife hin zu einem anderen Thema drehen. Weil was wir auch immer wieder rückgemeldet kriegen von Kundinnen oder Kunden, ist, wie schwierig das mitunter auch ist, sich Auszeiten gegenseitig zu ermöglichen. Weil zum Beispiel sich 50:50 um die Kinder zu kümmern bedeutet auch, dass eine, wenn ihr zum Beispiel Urlaub habt und ihr seid alle zu Hause, dass ihr nicht den ganzen Tag alles 4, 5, 6 Menschen, die ihr seid, 3, 4, 5, 6, 7 Menschen, die ihr seid, aufeinander hocken müsst, sondern dass ihr durchaus als Eltern auch sagen dürft, okay, der Vormittag, also morgens stehst du mit den Kindern auf und bis nach dem Mittagessen bist du für die Kids zuständig, inklusive Mittagessen machen, und nach dem Mittagessen übernehme ich, und ich bin dann zuständig bis inklusive eingeschlafen sein, weil dadurch entstehen halt Freiräume, die ihr jeder von euch auch braucht, damit eure Akkus wieder aufladen können, ne. Und es ist immer so, wenn du zu zweit mit einem Kind bist, dann wird dir nicht langweilig. Wenn du zu zweit mit zwei Kindern bist, wird dir nicht langweilig. Wenn du zu zweit mit drei Kindern bist, wird dir nicht langweilig. Wenn du zu zweit mit vier Kindern bist, wird dir auch nicht langweilig. Wir haben das alles ausprobiert. Von dem her ist natürlich der erste Impuls immer, oh, wir haben frei, wir sind zusammen mit dem Kind, den Kindern. Aber dadurch verschwinden die Momente, in denen jeder von euch sich zurückziehen und entspannen kann und was für sich machen kann. Und da einfach zu sagen, wir teilen jedes Wochenende, ne, wenn wir gerade beide relativ erschöpft sind, dann teilen wir jetzt erstmal jedes Wochenende auf in Zum Beispiel, jeden, der eine hat den Samstagvormittag und der andere den Samstagnachmittag. Und der, der den Samstagnachmittag hat, hat auch den Sonntagvormittag und der andere wieder den Sonntagnachmittag. Und dann gibt's halt jetzt erstmal, solange vielleicht eine große Erschöpfung vorherrscht, mal ein paar Wochen lang keine gemeinsamen Familienaktivitäten, was ja nicht schlimm ist.
Nein, das stört überhaupt nicht. Das macht auch den Kindern nichts.
Nee, ne, nur dafür halt, jeder von euch ist mal für die Kinder zuständig und jeder andere hat mal wirklich Luft und frei, ja, wenn es nur heißt ausschlafen oder im Bett rumliegen, Netflix gucken, whatever. Und ja, haben wir glaube ich schon mal im Podcast erzählt, oder ich weiß es nicht. Also der Bernd ist wie oft wie ein Wachhund vor der Schlafzimmertür gesessen und hat drauf aufgepasst, dass da kein Kind ins Schlafzimmer gestolpert ist, um mich dann morgens aufzuwecken. Und klar, diese Rolle darfst du dann übernehmen als Papa. Oder eben wenn—
Dabei ist ja, dass die Kinder das aufhören irgendwann, weil das ist ja das Spiel, ist ja, ich sitze da Und solange ich da sitze und aufpassen muss, kann ich natürlich nichts anderes machen. Da gibt es kein Frühstück, da gibt es kein— ich kann auch nichts mit denen spielen, die müssen selber was spielen. Und dann kam das tatsächlich dann so, dass irgendwann dann war das halt gut und dann haben wir halt gemeinsam was gemacht. Also jetzt nicht so, dass ich den ganzen Samstag vor der Tür saß, sondern es war eigentlich so ein Spielchen dabei. Und oft sind wir natürlich auch dann direkt schon mal— also man kann jetzt für Samstagvormittag zum Beispiel schon den Einkauf geplant haben, dann gehst du halt mit den Kindern, fährst du halt einkaufen, dann bist du schon mal 2 Stunden beschäftigt. Oder gehst auf den Spielplatz oder hast auch einen Spielplatz, whatsoever, was das Wetter halt hergibt.
Ja, also so, wir sind gespannt, wer von euch ist schon da, dass er sagt, ja, wir machen das so, wir leben 50/50, wir arbeiten um unsere Kinder drumherum und wir machen das, wir haben uns das so aufgeteilt. Und weil, das wollte ich noch erzählen, das ist ja auch der, eigentlich ist ja unser Fifty-Fifty mit den Kindern ist eigentlich die Grundlage dafür, dass es heute Gemeckerfrei gibt. Weil wir beides so gut funktioniert hat, dass wir Fifty-Fifty um die Kinder rum sortiert haben, haben wir dann ja entschieden, dass wir gemeinsam Business machen wollen. Und so ist das alles, hat sich eigentlich unser Leben dadurch geformt. Also wäre ja total spannend, was da für euch möglich ist, wenn ihr heute anfangt 50/50 um die Kinder rum zu gestalten und was ihr dann für euch unter Umständen in den nächsten Jahren noch entwickelt. Genau, freuen wir uns auf Feedback. Wo seid ihr schon? Hat es euch inspiriert? Wollt ihr dahin? Sagt ihr, nee, überhaupt nicht, mein Modell finde ich voll doof, ich will überhaupt nicht das abgeben, die Kinder abgeben, oder ich will eigentlich überhaupt nicht arbeiten gehen müssen, oder ich will überhaupt nicht weniger arbeiten, oder Wie auch immer, ne? Freuen uns, wenn wir dich inspirieren konnten, und wünschen dir einen schönen Tag.
Alles Liebe!
Tschüss!
Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare. Wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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