Selbstdisziplin ist Selbstliebe Podcast 086

Uli Bott and Bernd explore how self-discipline becomes self-love when it springs from genuine interest rather than shame or performance pressure. They argue that honoring your own decisions feels like care, while chasing extrinsic goals creates a hamster wheel. The shift: move from harsh restriction to goals rooted in joy and curiosity.
Chapters
Wir haben alle unterschiedliche Geschichten zum Thema Selbstdisziplin.
Die Selbstdisziplin ist ja nur die Wertschätzung meiner Entscheidung.
Hallihallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Und das war ein Lippenstift-Schutzkuss. Genau, deswegen war der so zaghaft normalerweise.
Genau. Wir sprechen heute über ein Thema, das für uns total spannend war in den letzten Jahren, für mich besonders, eigentlich auch für uns. Und zwar geht es über Selbstdisziplin und warum Selbstdisziplin Selbstliebe sein kann und wie das geht, dass man dahin kommt, dass aus der Selbstdisziplin Selbstliebe wird und Beides Spaß macht, weil vielleicht kennst du das auch von dir, dass du Selbstdisziplin irgendwo in deinem Hinterstübchen verknüpft hast mit Härte gegenüber dir selbst. Das ist auch, wenn ich habe es auch noch mal gegoogelt nach der Definition, also Wortbedeutung Selbstdisziplin, und da ist auch ganz viel von Anstrengung und von Härte und von Dranbleiben und so die Rede. Und da hat es mich eigentlich schon nicht gewundert, dass ich diesen Knoten hatte, dass ich irgendwie dachte, okay, Selbstdisziplin hat was dazu zu tun mit Härte gegenüber sich selbst. Und dann kam er so in den letzten Jahren, kam er so, diese Weiblichkeitsbewegung würde ich es fast mal nennen, ja, so dieses liebevoll mit sich sein, ne, eben nicht mehr Leistung, Leistung, Leistung, sondern sagen, okay, wie kann ich denn aus meinem inneren Kern Dinge erreichen, erschaffen. So, ja. Und dann eben zu sagen, wie geht es denn eigentlich? Wie, wie geht denn Selbstliebe? Ist Selbstdisziplin Selbstliebe oder ist es eigentlich nur Härte gegen sich selbst und über die eigenen Grenzen gehen? Und ich habe da, ich habe das wirklich jetzt einige Jahre, habe ich da immer wieder versucht, einen Weg für mich zu finden. Also gerade was so Sport angeht oder Ernährung angeht, weil da war ich früher, konnte ich da, also vor, vor noch so vor 5 oder 5 Jahren, vielleicht 8 Jahren, 10 Jahren so, da war ich total, also bis dahin war ich total selbstdiszipliniert.
Ja, ich glaube, man kann ja da kurz, wenn man mal zurückgehen, 28 Jahre, zumindest jetzt Zur Zeit dieser Podcast-Folge, wenn du es natürlich später hörst, dann sind es schon wieder ein paar mehr. Weil vor 28 Jahren, als wir zusammengekommen sind, da warst du ja total diszipliniert.
Voll.
Also Uli war damals vegan, warst du ja da, also vor 28 Jahren echt noch total. Das wusste eigentlich keiner, was das ist. Die Leute haben es nicht verstanden. Vegetarisch war gerade so, da warst du aber auch schon kurz vorm Linksradikal-Sein zur damaligen Zeit, so ungefähr. Und ich war halt so der Hippie-Typ. Also ich habe sogar geraucht, ich habe Alkohol getrunken, ich bin in zerrissenen Klamotten rumgelaufen. Ich war total, also in dem Sinne eigentlich war ich der Undisziplinierte. Und du warst diszipliniert.
Ja, sogar so krass. Ich habe da ja schon alleine gewohnt und ich hatte, ich habe tatsächlich Süßkram, Kaffee, Alkohol zu Hause gehabt für meine Gäste.
Na, Kaffee nicht.
Ja, da hast du dann, weil du in mein Leben kamst, dann auch. Aber, also ich, und obwohl ich früher total gerne genascht habe, war das irgendwie, ich habe halt keinen Zucker mehr gegessen und keine Milchprodukte gegessen und so. Das war, also ich war unfassbar diszipliniert, muss man schon so sagen.
Genau.
Und dann kam, und es hat sich eigentlich so gehalten. In vielem. Und dann kam eben so dieses Ding, dass ich irgendwie auf einmal dachte, das hat ja was mit Härte gegenüber mir selbst zu tun, was ich mir alles nicht erlaubt habe, weil ich war auch total krass. Also ich habe dann halt auch wirklich, was weiß ich, dann war ich so diszipliniert mit Öko-Lebensmitteln, dann wollte ich Nudelsalat machen irgendwann mal und da haben wir, haben da halt immer frische Paprika reingeschnitten, weil wir ja keine Wurst und so, kein Käse da reingemacht haben, hatten wir da viel Gemüse drin. Und wenn es halt keine rote Paprika Bio zu kaufen gab, dann habe ich halt keine Paprika gekauft. Ich wäre da nicht auf die Idee gekommen zu sagen, ich will jetzt aber Nudelsalat essen, ich kaufe jetzt halt die Paprika konventionell, wenn es die halt Bio nicht gibt. Weil damals war das noch nicht so, dass man das immer alles Bio kaufen konnte. So, und habe mir da viele Sachen auch verboten und war da so super stringent und ja, schon auch hart mit mir. Ja, und dann so im Laufe der Zeit hat sich das zwischen uns so ein bisschen gedreht, weil dann hast du angefangen, Sport zu machen.
Ja, ich habe angefangen, mich halt auch mit Persönlichkeitsentwicklung, aber auch mit anderen Menschen dazu beschäftigen und natürlich mehr mit Männern und so weiter. Und dann ging es also um Sport, um zu lernen, dranzubleiben, um über die Grenzen zu gehen. Und auf einmal habe ich die Disziplin gemacht. Das ist ja die wichtigste Wiederholung. Was ist die wichtigste Liegestütze von 12 Stück? Die Nummer 13, 14 und 15. Die, wenn es weh tut und du eigentlich aufhören willst. Und habe genau diesen Shift gemacht in diese Disziplin. Habe das aber nicht als Härte gegen mich empfunden.
Sondern du hast es einfach für dich benutzt, um zu sagen, so lerne ich dranbleiben. Wenn ich 12 Minuten im eiskalten, -2 Grad kalten Wasser aushalte, dann schaffe ich auch überall anders dranzubleiben, wo mal was schwierig wird. So hast du das für dich trainiert oder so hast du es für dich interpretiert. So muss man es ja sagen. Und ich habe, ich bin auch Eisbaden gegangen, als wir in Lindau gewohnt haben und da unseren Pool hatten. Und Ich bin da auch reingegangen und habe danach, bin auch irgendwie 2 Minuten drin geblieben und habe danach 3 Stunden gefroren und habe 3 Wärmflaschen und 17 Tee gebraucht, bis ich irgendwann wieder warm wurde und habe halt für mich so festgestellt, also hatte dann irgendwie am nächsten Tag Halsschmerzen und so was. Ja, habe für mich irgendwie festgestellt, dass irgendwie, also das ist, das ist nicht, das dient mir jetzt nicht dabei, über meine Grenzen zu gehen, weil ich habe ja schon jahrzehntelang trainiert, über meine Grenzen zu gehen. Das ist jetzt nichts, was ich lernen musste.
Genau.
Und da einfach zu sehen, wir haben alle, das kannst du für dich auch erst mal mitnehmen, wir haben alle unterschiedliche Geschichten zum Thema Selbstdisziplin. Du darfst erst mal für dich auch gucken, okay, welche Rolle hat das bisher in deinem Leben überhaupt gespielt? Und ich habe mich dann letztens, weil das Thema mich eben so beschäftigt hat, weil ich ja jetzt vor einem Dreivierteljahr ungefähr habe ich dann mit Sport sozusagen wieder angefangen. Ich war jetzt viele Jahre, also wir waren jetzt, sind jetzt eineinhalb Jahre bald auf Weltreise und ich habe am Anfang echt ganz viel Zeit auf der Sonnenliege verbracht und am Strand. Und der Bernd ist irgendwie ins Fitnessstudio, Bernd hat Sport gemacht und ich so, boah, ich sollte auch mal. Also mein Körper hat mir schon gesagt, Sport wäre mal gut und mein System so, boah, Da geht noch gar nichts. Und weil ich wirklich so das Gefühl hatte, ich musste erst mal mich ausruhen, sozusagen. Ich habe ganz viel Zeit gebraucht, um die Anstrengung auch aus vielen Jahren einfach so mal wieder abfließen zu lassen. Und dann irgendwann jetzt letztes Jahr war der Zeitpunkt gekommen, wo ich so gefühlt habe, jetzt will ich wieder Sport machen, weil ich habe für mich auch gesagt, ich mache nur Sport, wenn mir das Sportmachen an sich voll Freude macht. Ich mache keinen Sport mehr, nur weil ich damit irgendein Ziel verfolge. Ich will Spaß haben bei dem, was ich tue. Das war für mich so total wichtig. Und irgendwann eben letztes Jahr war der Punkt gekommen, wo ich gemerkt habe, es macht mir wieder Freude. Ich mache es aus der Freude und ich mache es unfassbar gerne. Jetzt mittlerweile gehe ich 5-mal die Woche, 6-mal die Woche zum Yoga und habe Riesenspaß daran. Und als ich mich letztens eben mit Freundinnen da drüber unterhalten habe, über die Selbstdisziplin, haben wir einfach gemerkt, dass es schon mehrere Frauen gibt, die da einfach so ein verdrehtes Bild entwickelt haben. Denn wir sind dann so draufgekommen, dass wir gesagt haben, Selbstdisziplin zu haben oder zu entwickeln oder selbstdiszipliniert zu sein bedeutet am Ende einfach nur durchzuhalten, wenn es mal schwierig wird.
Ja, genau, es ist quasi der, es ist dieses Dranbleiben, was ja gerade so ein ganz modernes Wort ist.
Ja, genau, durchzuhalten, wenn es mal schwierig wird. Und das bedeutet, wenn wir uns ein Ziel stecken, dass wir erreichen wollen, dann ist es ja etwas, was wir wollen. Wenn ich sage, ich will Handstand können, dann ist es ja was, was was ich will. Ich komme ja nicht auf die Idee zu sagen, ich will jetzt Handstand können, nur weil, was weiß ich, weil mich das mache ich ja nicht, wenn mich das nicht begeistert. Und deshalb ist es ja was, was ich erreichen will.
Und jetzt kommt was total Wichtiges: an dem Ziel nämlich dranzubleiben und den Zweifler, den inneren Schweinehund, die innere Motzkuh, wie es in Ulis Buch ja auch heißt, um die von der Bühne zu jagen. Das bedeutet einfach nur, dass wir uns und unser Ziel ernst nehmen.
Na, dann wird, wenn du dein Ziel ernst nimmst, wenn du dich ernst nimmst und dein Ziel ernst nimmst, dann bedeutet Selbstdisziplin einfach nur, ich ehre und achte mich und mein Ziel, und ich gebe alles, um dieses Ziel zu erreichen. Und dann ist Selbstdisziplin einfach Selbstliebe.
Ja, weil ein Ziel ist ja eine Entscheidung mit einem Ziel. Und vielleicht nennst du es nicht Ziel, vielleicht sagst du einfach, okay, ich entscheide mich jetzt, ich will wieder fitter sein, weil ich laufe die Treppe hoch und dann muss ich oben erstmal, muss ich erstmal warten, bis ich wieder aus der Puste komme. Und das stört dich, sagst du, ich hätte es gern anders, also will ich wieder fitter werden. Und ob du joggen gehst, Fahrrad, ist ja vollkommen egal, was du dann dir vornimmst oder wie du es erreichen willst. Nur das ist eine Entscheidung in dem Moment oben an der Treppe, und es ist auch ein Ziel. Und dann zu sagen, okay, und jetzt ist die Selbstdisziplin, ist ja nur die Wertschätzung meiner Entscheidung, meines Ziels gegenüber. Und das ist Selbstliebe.
Genau, ich ehre und achte meine eigene Entscheidung. Und das bedeutet auch, ich nehme mich selber ernst. Und das ist übrigens total wichtig, weil ganz viele Mamas und Papas und Frauen und Männer in Beziehungen und Menschen überhaupt beschweren sich immer und immer wieder, dass sie nicht ernst genommen werden. Aber wie willst du von anderen Menschen ernst genommen werden, wenn du dich selber nicht ernst nimmst? Und nicht selbstdiszipliniert zu sein bedeutet in unserer Definition hier eben auch, dass du dich selber nicht ernst nimmst, dass du dich und deine Ziele nicht ernst nimmst. Und deshalb andersrum gedreht, wenn du deine Ziele und dich selbst ernst nimmst, dann ist Selbstdisziplin pure Selbstliebe.
Und wenn sich dann immer noch nach Kampf oder nach Mangel oder nach Härte anfühlt, Dann darfst du noch was überprüfen, und zwar aus welcher Intention hast du das Ziel gewählt? Weil manchmal, und vielleicht sogar ganz oft, wählen wir Ziele aus Mands. Also wir sagen, ja, man muss doch sportlich sein, ja, man sollte kein— ich sollte jetzt mal aufhören, Kaffee zu trinken, genau, ich sollte doch kein Zucker mehr essen.
Genau, ich entscheide mich jetzt, ich esse keinen Zucker mehr.
Genau.
Aber das kommt nicht aus einer intrinsischen Motivation, weil du so Bock drauf hast, jetzt rauszufinden, wie dein Leben ohne Zucker sich anfühlt, sondern das kommt aus so einem Mangel heraus, wie der Bär sagt, dass du glaubst, du wärst ein besserer Mensch, wenn du keinen Zucker essen würdest. Du glaubst, du wärst gesünder, wenn du keinen Zucker essen würdest, und deshalb verbietest du dir den Zucker. Und das ist Härte gegen dich selbst. Also kein Ziel, das ist nicht das Ziel. Ich freue mich schon so, wie sich mein Körper anfühlt, wenn ich mal keinen Zucker mehr esse, sondern das ist: Boah, jetzt muss ich aufhören, Zucker zu essen.
Und das ist natürlich ein schmaler Grat, weil zu sagen: Okay, ich merke, ich laufe die Treppe hoch, ich bin aus der Puste, mein Körper fühlt sich nicht gut an, ich bin ständig müde, ich habe keine Energie. Und dann kommst du zu dem Schluss: Okay, ich esse ganz schön viel Zucker. Das könnte ein Grund sein. Plus bisschen mehr Bewegung, weil das mit dem aus der Puste sein, da hat jetzt der Zucker nur bisschen vielleicht was damit zu tun. Und dann zu sagen, okay, jetzt entschließe ich, ich lasse den Zucker mal weg, weil ich es halt geil fände, mich wieder besser zu fühlen. Dass du, wenn du jetzt vor dem Schokoladenregal stehst, dass es da schon mal ein bisschen, dass du da dann schon mal sagen darfst, nee, ich habe gesagt, ich mache das nicht. Und ich nehme die Schokolade jetzt nicht. Oder eben halt auch dann zu Hause nicht auf den Keksteller greifst, zu dem alle anderen greifen. Das ist natürlich da. Dann darf man sich schon mal ganz klar an seine eigene Entscheidung erinnern.
Ja, wenn ich jetzt morgens, wenn der Wecker klingelt, damit ich rechtzeitig beim Yoga bin, dann ist es jetzt auch nicht jeden Tag so, dass ich denke: Juhu, endlich darf ich wieder aufstehen. Also manchmal würde ich dann auch gern weiterschlafen. Und dann ist es natürlich aber so, dass ich ja entschieden habe, ich gehe da hin und fertig aus die Maus. Damit, also das ist schon, das Dranbleiben fühlt sich nicht, und dieses Liebe, das ist nicht immer ein Liebe, ein sanftes, liebevoll mit sich selber sein, so muss man sagen, sondern das ist, manchmal ist Liebe eben auch Klarheit, und dann ist es eben auch zu sagen, ich habe eine Entscheidung getroffen und dafür gehe ich jetzt. Nur was uns halt einfach wichtig ist und was du für dich überprüfen darfst, und ich zappel hier so ein bisschen, eine Fliege merkt, genau, weil sich viele von uns angewöhnt haben, immer neuen Zielen hinterherzuhecheln, um endlich sich endlich geliebt zu fühlen, um endlich genug zu sein, um es endlich geschafft zu haben, um sicherzustellen, dass sie gut genug sind. Und dann werden diese Ziele zum Hamsterrad. Und das ist das, was ich früher gemacht habe. Ich habe gedacht, okay, wenn ich jetzt noch mal 3 Kilo abnehme, wenn ich noch, was weiß ich, wenn ich mehr Muskeln habe, wenn ich länger laufen kann, wenn ich was weiß ich, was ich mir alles gedacht habe, wenn ich kein Zucker es, wenn ich keinen Kaffee trinke, wenn ich halt, dann bin ich halt ein besserer Mensch sozusagen. Und wenn du eben, solange du das eben glaubst, solange, dass du sagen, du glaubst, dass dein Wert davon abhängt, wie du dich ernährst, wie du dich bewegst, was du im Job machst, was du erreichst, nicht erreichst, dann sind es keine Ziele, die deiner intrinsischen Motivation entsprechen, sondern das sind Leistungen. Das ist Leistungsdruck. Das sind extrinsisch motivierte Ziele, von außen motivierte Ziele. Und die kannst du nie mit Begeisterung und mit Liebe zu dir selbst erreichen. Und aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, da kommst du auch nie an, weil in dem Moment, wo du die 3 Kilo abgenommen hast, sagt dein System sofort: Ach so, jetzt können wir ja noch 3 Kilo abnehmen, dann ist erst richtig geil. Jetzt ist ja schon besser, aber noch 3 Kilo weniger, dann wird es richtig gut. Glücklicherweise hat da irgendwann mein Körper nicht mehr mitgespielt, weil sonst wäre ich jetzt nicht mehr da.
Ja, genau. Ja, das ist dann, wenn du es so machst, dann liebst du auch nicht den Weg. Ja, weil das ist das, was du mit dem Yoga ja gerade machst. Du liebst es ja einfach. Und Uli kommt dann immer heim und sagt, und heute habe ich jetzt das gemacht und jenes. Und das geht dann ein bisschen so. Und komm, ich zeig dir mal und so weiter.
Die ganze Zeit quatsche ich dir eigentlich die Ohren ab.
Es ist voll schön. Ja, so schön, dass ich mitgehen kann.
Es ist so, ich lerne so viele neue Dinge. Es ist echt total und Sachen, von denen ich nicht wusste, dass man die lernen kann. Und es hilft mir zum Beispiel auch total für Gemecker frei, weil ich noch mal viel, weil ich noch mal überprüfen kann, wo kann man es euch eigentlich noch detaillierter beibringen, damit ihr versteht, wie es also beibringen ist immer so ein blödes Wort. Also ja, wo kann man es Wie kann man es euch noch detaillierter, die Schritte aufzeigen, damit du es nachmachen kannst? Und von dem her bin ich so happy damit. Aber wenn du das eben nicht hast, wenn du nicht intrinsisch motiviert bist, wenn du sagst, ich höre jetzt auf zu rauchen, weil mein Arzt hat gesagt, ich soll aufhören zu rauchen. Oder wenn du sagst, ich esse jetzt keinen Zucker mehr, weil Zucker ist ja so schädlich. Wenn das keine intrinsische Motivation beinhaltet, dann fühlt sich Disziplin immer wie Härte oder Kampf an, weil du musst quasi gegen dich selber kämpfen. Wenn du einfach merkst, ich bin so gestresst und dann brauche ich Zucker, und du nicht von dir die Entscheidung triffst, dass du jetzt erleben willst, wie geil dein Leben sich anfühlt ohne Zucker, dann wirst du das immer als Verzicht wahrnehmen, dass du jetzt keinen Zucker essen darfst, und dann wirst du es immer als Härte empfinden und immer als Kampf gegen dich selbst. Wenn du aber entscheidest, zum Beispiel Sport zu machen, weil es dir unfassbar viel Freude macht, weil du es liebst, wenn dein Körper kräftiger, geschmeidiger lebiger, dynamischer, beweglicher wird, dann wird Selbstdisziplin zu Selbstliebe, ne. Dann wird Selbstdisziplin zu Selbstliebe, und dann ist es mit das Schönste, was es gibt. Das auch, wenn wir jetzt zum Beispiel— wir sind total selbstdiszipliniert, der Bernd und ich, was gemeckerfrei angeht, ne. Weil jetzt nehmen wir hier Podcast auf, wir könnten auch irgendwo frühstücken gehen oder im Pool sitzen oder im Meer schwimmen oder sonst irgendwas machen, und wir sitzen jetzt hier irgendwie schon seit, weiß ich sitzt du nicht eineinhalb Stunden und nimmst Podcastfolgen auf. Ja, und das ist auch Selbstdisziplin. Aber weil wir lieben, und es macht uns total Freude, und weil wir lieben, was wir tun, und weil wir lieben, was daraus wird. Und deshalb ist Selbstdisziplin an der Stelle Selbstliebe wichtig. Letztes, letzter Teil.
Ja, ja, wichtig ist, dass deine Tasse voll ist dafür, also voll genug, weil du kannst es nur Du brauchst auch dafür Energie. Und wir haben das oft erlebt, gerade bei Müttern.
Habe ich ja auch so gemacht.
Du hast ja auch so gemacht. Ja, die versuchen, sich Ziele zu stecken, um sich auch gut zu tun. Ja, es kann ja auch ein Ziel sein, ich erhole mich jetzt öfter oder ich nehme mir mehr Zeit für mich.
Jetzt hatten wir letztens in der Selbstliebe Toolbox zum Beispiel, wo viele dann gesagt haben, boah, ich mache jetzt wieder Sport, ich gehe jetzt wieder laufen und stecken sich da so hohe Ziele, aber eigentlich aus einer, aus einer mangelnden Energie heraus. Solange dein Grundbedürfnis eigentlich ist zu schlafen, kannst du nicht, kann Selbstdisziplin beim Sport zum Beispiel nicht Selbstliebe sein. Weil solange du einfach zu erschöpft bist, kannst du nicht liebevoll mit Freude, weil das macht doch, also jetzt schau, wenn du total müde bist und jetzt fängst du an zu joggen, und bist nicht schon gewohnter, geübter Jogger, Läufer, dann ist das halt— ich habe das ausprobiert, also das ist halt, du läufst halt 300 Meter und hast das Gefühl, du hast einen Rucksack mit Felsbrocken am Rücken, und es ist halt so anstrengend, und du hast das Gefühl, du hast Steine an den Füßen, und es ist irgendwie, bist sofort außer Puste. Und sich dann nicht schlecht zu fühlen, dass man irgendwie nur so ein paar Meter schafft, ist schon echt eine Challenge. Und Spaß daran zu haben, schon mal gleich dreimal nicht. Und dann weiterzumachen, wenn man sagt, ich muss mich aber bewegen und es tut mir ja auch gut. Ja, es würde dir gut tun, wenn du erstmal ausgeschlafen hättest. Deshalb gönn dir an der Stelle erstmal Erholung, komm erstmal wieder zu Kräften und setz dir dann Ziele, die du aus Freude verfolgst und erreichst. So geht es. Dass aus Selbstdisziplin Selbstliebe wird. Viel Freude!
Vielen Dank fürs Zuschauen, vielen Dank fürs Zuhören, und bis zum nächsten Mal. Alles Liebe! Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare. Wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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