So gehts ohne Weihnachtsstress - Podcast 114

In this episode of the "Gemecker frei" podcast, hosts Uli (Speaker A) and Bernd discuss the overwhelming pressure many parents feel during the Advent and Christmas season. They begin by outlining the podcast’s broader mission: helping families cultivate loving, respectful relationships with partners, children, and themselves. The conversation then turns to the specific stressors of the holiday period – the constant comparison to other families, the perfectionism around homemade Advent calendars, Wichtel (secret‑gift exchanges), elaborate decorations, and the sheer volume of tasks (baking, gifting, parties, birthdays). Uli shares personal anecdotes of packing 96 small gifts for four children and the exhaustion that followed, while Bernd adds his own experiences with DIY Advent calendars and the evolution toward more efficient, reusable solutions. Together they critique the cultural expectation that parents must constantly produce perfect, Instagram‑worthy celebrations, arguing that this often leads to burnout and resentment. They propose a minimalist, energy‑focused approach: simplify or outsource traditions, involve children in the process, reuse materials, and prioritize personal well‑being over external validation. The hosts also explore the deeper parenting mindset, encouraging parents to model imperfection, allow purchased Advent calendars, and use the holiday season as an opportunity for inward reflection rather than outward consumption. The episode concludes with a call to listeners to embrace “mut zur Lücke” (courage to leave gaps), accept that occasional frustration or shouting does not make them bad parents, and consider the Advent period as a chance for spiritual or inner growth, drawing on a lesson from a yoga teacher about Western outward accumulation versus Eastern inward depth.
Chapters
Was halt in diesem ganzen Elternwahnsinn so krass drin ist, ist dieses Vergleichen, dieser Perfektionismus, dieses: Ja, ich habe da eine super Idee, bei mir funktioniert es total toll. Also ich komme mit 4 Stunden Schlaf in der Nacht aus. Für mich ist es überhaupt kein Problem, das alles zu machen. Hallihallo, herzlich willkommen hier beim Gemecker frei Podcast. Dem Podcast für liebevolle Beziehungen als Paar, in der Familie und mit dir selbst.
Genau, heute in neuer Reihenfolge.
Also, du bist hier richtig in diesem Podcast, wenn du wissen willst, wie du alle Beziehungen in deiner Familie liebevoller gestalten kannst, wie du klar und liebevoll führen kannst, wie du nicht alles 100-mal sagen musst und es trotzdem funktioniert, wie du eine gleichwürdige Beziehung zu deinen Kindern lebst, wie Elternsein heute geht, welche Fähigkeiten du entwickeln musst, um Eltern sein zu können, um so Eltern sein zu können, wie du es vielleicht auch gerne wärst. Ja, ja. Und wie du als Paar glücklich sein kannst, auch über lange Zeit. Ohne Zwang zusammenbleiben zu müssen, aber mit der Möglichkeit, Wege zu finden, wie du dich jeden Tag neu in deinen Partner verliebst. Und du bist auch richtig hier, wenn du einfach tief in dich eintauchen willst, wenn du eine richtig mega coole Beziehung zu dir selbst haben willst. Und ich hatte heute Lust, ohne das mit dem Bernd abgesprochen zu haben, deshalb mal noch mal so ein bisschen ausführlichere Einführung zu geben hier in dem Podcast, um einfach noch mal ein bisschen mehr darüber zu erzählen, was wir hier eigentlich machen. Und ich glaube, wir sollten bald mal wieder eine Folge dazu machen.
Darüber, was wir so machen.
Genau.
Und wie jetzt die Folge hört und wir haben noch nichts darüber gemacht, gibt es natürlich auch am Anfang des Podcasts. Die ersten Folgen sind auch, da sind wir in vielem sehr basic eingestiegen. Von dem her laden wir dich natürlich ein, wenn dir diese Folge jetzt gefällt, dir auch die anderen Folgen von uns anzuhören. Es sind ja schon 100, über 100 Folgen inzwischen.
Genau, und heute gibt's eine Folge, und zwar wollen wir mal kritisch diese ganze Weihnachtszeit betrachten, beleuchten und uns darüber unterhalten, was dich eigentlich zu einer guten Mama oder zu einem guten Papa macht und was dabei eher keine Rolle spielt. Und wie viel weniger kannst du dich stressen mit Weihnachten? Mach mal ganz plakativ. Ich habe neulich ein, ein Reel gesehen, nur so einen ganz kurzen Ausschnitt, mit der Frage: Gibt's bei dir Wichtel? Gibt's bei dir Adventskalender, selbstgemachte? Und was sagt es über dich als Mama oder Papa aus? Und dann habe ich noch ein zweites gesehen, da musste ich echt schmunzeln, weil da wurden so Weihnachts-, so Adventskalender-Ideen vorgestellt. Und dann kam so das, ja, und dann wird jedes, dann hast du 24 Geschenkchen und dann packst du jedes einzeln ein, das geht auch total schnell. Und ich so, ja klar geht es total schnell, ich erinnere mich an die Zeiten, an denen ich für 4 Kinder, also wir zusammen für 4 Kinder insgesamt 96 Päckchen gepackt haben und die alle einzeln eingepackt haben. Und es ging mitnichten überhaupt nicht schnell, sondern es hat stundenlang gedauert, selbst wenn man es nur in Krepppapier und eine Schleife drum oder irgendwie in ganz simpel, vollkommen egal, entweder machst du 96 und egal ob du ein Kind hast oder 4 oder 17, ja, es ist einfach dieses ganze Zeug, alles einzeln betrachtet, ist voll easy. Oh, ich mach mal schnell so einen Adventskalender. Ja, super. Aber geh mal los.
Ja, brauchst ja 24 Sachen.
Find mal 24 Sachen.
Genau, die sollen ja dann nicht schlecht für die Umwelt sein, das sollen keine Süßigkeiten sein.
Also zumindest nicht nur.
Ja, ein bisschen. Und dann soll das sinnvoll sein, dann soll das den Kindern ja auch Spaß machen, dann soll das die freuen. Und sobald die keine 4 mehr sind, muss das ja dann schon irgendwas sein, womit die dann eben wenigstens mal für einen halben Tag was anfangen können oder so.
Ja, und ganz viele Mamas Also ich habe mich jetzt noch selten mit Papas darüber unterhalten. Falls es hier Papas gibt, die bisher Adventskalender basteln, fühl dich auch angesprochen oder melde dich gern bei uns. Nur das, was mir die Mamas immer erzählen, und das, da finde ich mich sehr wieder, ist, dass sie sagen, ja, was macht mir doch so viel Spaß, ne? Klar, mir hat das früher auch total Spaß gemacht. Und dann sind sie aber nicht nur die Adventskalender. Dann ist ja in den letzten Jahren, ich weiß nicht, ob der Trend zu dir schon geschwappt ist mit den Wichteln.
Ich wusste es nicht bis gerade eben, aber Uli hat mich aufgeklärt.
Genau, also falls es bei euch auch einen Wichtel gibt, was ja per se ist das ja eine total süße Idee und mit den Kindern diese magische Welt zu erobern und das Übersinnliche und über Engel und Elfen und Wichtel und also mein Herz geht auf. Ich mag, also das ist, ich Ich finde es total großartig, nur wir wollen heute in dieser Podcastfolge einfach mal eine Lanze brechen für Minimalismus, damit du an Heiligabend nicht schlagsk.o. und am Tannenbaum liegst, weil du dich die ganze Adventszeit und oder vielleicht schon seit Oktober totschuftest mit all diesen Dingen, die jedes für sich alleine voll cool sind und richtig Spaß machen können.
Nur in der Summe wird's halt bis 24.12. einfach für ganz viele too much.
Ja, dann noch kombiniert mit Weihnachtsfeiern, dann noch mit Weihnachtsgeschenken, dann noch mit Schokolade, was weiß ich, muss man basteln, Plätzchen backen, selbstgeschriebene Weihnachtskarten für die ganze Verwandtschaft, alle Nachbarn und sonst wie, die man bedenkt und beschenken will. Also weißt du, alles per se für sich, wie gesagt, jedes einzelne Ding total großartig, wenn du es aus Freude machst. Nur wenn es in der Summe eben dazu führt, dass es dich überlastet, dann lass dir von uns, ne, dann kriegst du von uns hier den Darfschein und die absolute Erlaubnis, dich zu reduzieren. Weil schau, was sonst so leicht passiert: Jetzt bastelst du diesen Adventskalender, überlegst dir 24 Dinge für jedes Kind, findest auch irgendwie 24 Sachen, findest die vielleicht sogar ganz cool, die du da gefunden hast, machst dir voll die Arbeit, gehst erst nachts um 2 ins Bett, weil du halt noch ewig beschäftigt bist mit Einpacken und was weiß ich. Und dann sagt das Kind am 3. Dezember: Schade, ich wollte eigentlich einen Playmobil-Adventskalender. Schon wieder nur ein Tinti oder nur schon wieder nur ein Schoko-Nikolaus. Und wer kennt es nicht, dass in dir dann schlechte Laune aufsteigt, dass du dann das Gefühl hast, dein Kind wäre undankbar? Kennen wir, oder?
Ja, kennen wir absolut. Und dann hast du vielleicht ja auch noch den Partner, der so wie ich vielleicht früher dann gesagt hat, boah, was soll denn der ganze Zirkus? Also ich meine, Es gibt doch heutzutage so schöne fertige Playmobil, oder eigentlich wollen wir keine Werbung machen, aber es gibt so schöne fertige Adventskalender von allem Möglichen.
Ja, und mein Argument war immer, und vielleicht findest du dich da wieder, dass ich gedacht habe, also selbstgemacht ist einfach viel wertvoller und ist auch viel sinnvoller. Und komm, Bernd, schau, ich nähe einfach jetzt mal so Säckchen, habe ich da gesagt. Ich nähe so Säckchen. Die können wir dann auch nächstes Jahr wiederverwenden. Ja, die können wir dann wiederverwenden.
Haben wir aber dann nicht.
Doch, haben wir gemacht. 3 Jahre in Folge oder so haben wir die sogar benutzt.
3 Jahre, immerhin.
Immerhin 3 Jahre. Also siehst schon, wir hatten da auch unseren Spaß damit.
Ja, absolut.
Mit diesen Dingern. Wir haben auch mal so Schuhe gekauft, so zum Befüllen. Das war so eine Kette aus Nikolausstiefeln. Aber die haben wir dann im nächsten Jahr nicht wieder gefunden. Und einmal hast du, einmal hatten wir einen Adventskalender mit Gutscheinen. Da hat der Bernd aus gold- und silberfarbenem Wellkarton, als ich auf dem Elternabend im Kindergarten oder so war, hat der Bernd 24 Sterne ausgeschnitten. So, so große Sterne. Und da haben wir quasi, da haben wir dann den Gutschein innen reingemacht. Es waren Sterne von außen und von innen.
Wie so ein kleiner Umschlag quasi war der Stern, aber waren schon so groß. Und dann waren da so Gutscheine, also für uns ganze Familie immer. Das war jetzt so ein Familienfamilienkinderausflug.
Na ja, vor allen Dingen war das die Adventszeit, wo dauernd jemand krank war. Dann konnte man die Sachen nicht machen. Das war ziemlich doof.
Also ein guter Hack mal jetzt. Wir können ja auch mal einen Hack rausgeben. Wir haben auch irgendwann dann so fertige Adventskalender, gab es welche in so kleinen Büchlein, die haben wir gekauft, haben wir zerlegt, dass nicht dieser Karton da ist und haben das in so Tütchen gepackt.
Ja, aber wir haben das aufgeteilt.
Ja, ja, genau. Das war tatsächlich Da sind wir schon langsam, sind wir immer effizienter geworden, weil wir haben ja auch noch am 30. November immer einen Kindergeburtstag.
Genau.
Das ist noch der Extra, war immer noch der Extra-Hit.
Also wir haben irgendwie in den 4 Wochen vor Heiligabend 3 Geburtstage und dann noch diesen ganzen Weihnachtswahnsinn. Und deshalb war das, ne, und auch wenn du jetzt sagst, ja, ich habe es total easy bei mir, ich habe schon das, also Überprüf mal, wenn du uns jetzt zuhörst, und wenn du für dich an den Punkt kommst, dass du sagst, ja, ich habe da ein super System, bei mir ist es total easy, ich freue mich für dich. Und erlaub dir doch trotzdem mal zu hinterfragen, ob es wirklich die pure Freude ist.
Ja, ganz ehrlich. Ja, genau, ganz selbstehrlich. Das mal zu überprüfen bei dir.
Es geht hier nicht, und das ist das, was so leicht passiert. Ups, nicht klar, was das ist, was so leicht passiert in diesem ganzen Elternwahnsinn. Und die Adventszeit ist nur die Zeit, wo es so ein bisschen, das setzt dem Ganzen noch so ein bisschen die Krone auf, zusammen, ja, genau, gleichzeitig macht, ja, genau. Aber was halt in diesem ganzen Elternwahnsinn so krass drin ist, ist dieses Vergleichen, dieser Perfektionismus, dieses, ja, ich habe da eine super Idee, bei mir funktioniert es total toll, also ich komme mit 4 Stunden Schlaf in der Nacht aus, für mich ist es überhaupt kein Problem, das alles zu machen, ja, ich habe ja schließlich auch 4 Kinder, also bei mir ist es ja noch doppelt so viel Arbeit wie bei dir und so, ne, also, und da darfst du ganz, ganz, ganz arg achtsam mit dir selber sein, weil dieser Mist ist sehr oft sehr versteckt im Unterbewusstsein, und der kommt nur hoch, wenn du bereit bist, das wahrzunehmen. Also herzliche Einladung, die Adventszeit, die Weihnachtszeit mal als eine Zeit zu nutzen, um hinzugucken, ehrlich mit dir zu sein und zu schauen, wo spiele ich eigentlich noch dieses Spiel der perfekten Mama mit. Oder des perfekten Papas? Wo bin ich eigentlich noch in dieser Mühle, dass ich Dinge mache, weil ich glaube, dann bin ich die bessere Mama oder der bessere Papa? Weil ganz ehrlich, du kannst das ganze Jahr mit deinen Kindern Wichtel im Wald finden, du kannst das ganze Jahr mit deinen Kindern über Engel reden, du kannst das ganze Jahr Zwerge zu Hause haben, du kannst diese Dinge das ganze Jahr machen. Nur was, wenn es nicht darum geht, dich als Mama oder Papa zu profilieren? Und das fängt bei Adventskalendern an und Wichteln, das geht weiter über Weihnachtsdeko, möglichst selbst gebastelt, und die Scheiben müssen schön, und jetzt, wer bastelt denn mal mit Kindern, und welche Kinder haben denn wirklich Lust nach Vorlage? Und wenn du sagst, nee, bei mir darf das alles total Kraut und Rüben aussehen, weil das ist mein, ne, also Meine Kinder müssen nicht funktionieren, die dürfen basteln, was sie wollen, und ich häng's trotzdem auf. Achtung, Achtung, Achtung, auch da steckt der Perfektionismus drin. Ja, und dann ist es möglichst noch die coolste Nikolaus-Idee für den Nikolausteller, Stiefel, was weiß ich. Dann sind irgendwie 17 Sorten Plätzchen, von denen du glaubst, du müsstest die selber backen. Dann sind die ganzen Geschenke, die du besorgen möchtest, und dann hast du am 24. Dezember, ich ich verspreche es dir, kriegst du auf dem Zahnfleisch, bist fix und fertig, schleppst dich irgendwie durch die Feiertage und sitzt am 28. Dezember womöglich mal wieder auf der Toilette und denkst dir, was für ein Wahnsinn, und kann ich bitte abgeholt werden und wegfahren? So ungefähr, ne? Also ich brauche jetzt eine Kur, ich brauche einen Urlaub, ich bin fix und fertig. Und Achtung, auch an der Stelle wieder, auch das sich einzugestehen, dass es zu viel ist, hätte ich viele Jahre nicht gemacht. Mir wäre es zu viel gewesen. Ich hätte mich dadurch gekämpft, durchgerafft. Ich hätte alles andere, also ich hätte viele Sachen, die mich betreffen, hinten runterfallen, habe ich hinten runterfallen lassen. Und ich habe wie so ein Märtyrer, ne, so diesen den Stab hochgehalten, sozusagen: Das schaffe ich, ich bin ja voll! Aber es war halt total hart. Was, wenn deine Kinder von dir lernen dürfen, dass Dinge unperfekt sind? Was, wenn deine Kinder lernen dürfen, dass du nicht alles kannst? Was, wenn deine Kinder eben auch gekauften Adventskalender kriegen dürfen? Was, wenn du für die Kids— spielt es jetzt nicht gerade eine Rolle, was das für Kunstwerke an Plätzchen zum Beispiel sind. Was, wenn du in dieser Adventszeit das Hauptaugenmerk darauf richtest, dass du auf dein Energielevel guckst, dass du schaust: Kriege ich es hin? Bin ich in einer guten Energie? Macht Macht es mir Freude? Weil ich wette mit dir, in dem Moment, wo du einmal, was wir eben schon gesagt haben, wenn du sagst, die sind so undankbar, oder wenn du nur einmal austickst in dieser Adventszeit, weil deine Zündschnur zu kurz ist, weil du zu viel auf der Uhr hast, wenn du nur einmal deshalb mit deinen Kindern schreist, dann ist es diesen ganzen Hokuspokus, den du da rumgezaubert hast, einfach nicht wert. Es ist es einfach nicht wert. Du machst viel mehr, und ich will keinen Pressure jetzt machen und keinen Druck ausüben, aber du machst mit dem Rumschreien mehr kaputt, als du mit diesen Dingen, die du tust, Gutes tust.
Und andersrum gesehen, wenn du Dinge weglässt, wenn du entspannt bist, wenn du in einer guten Energie bist, wenn du auch dadurch ja in der Lage bist, spontan zu reagieren darauf, wie es den Kindern geht, was die gerade brauchen, worauf die gerade Lust haben, dann machst du deinen Kindern und dir selbst das viel größere Geschenk.
Absolut. Wenn du keinen Anspruch hast, wie Plätzchen aussehen, zum Beispiel, kannst du halt auch abends um 5 noch Teig machen und mit den Kids eine Runde irgendwelche wie auch immer gearteten Elemente fabrizieren und die dann als Plätzchen verspeisen. Zum Beispiel. Und bestimmt machst du ganz vieles davon schon. Ich, also, es wirklich, wir wollen einfach mit dieser Folge eine Lanze brechen für dich, dass du dein Wohlergehen wichtiger nimmst als diesen ganzen Kladderadatsch, Klimbim. Und jede Oma, jeder Nachbar, jeder sonst was kann das verstehen, wenn du sagst, boah, also, ich bin dieses Jahr einfach nicht dazu gekommen. Das heißt nicht, dass du mir nicht wichtig bist. Ich überlege mir total gerne in den nächsten Wochen oder Monaten ein Geschenk für dich, und ich komme dann damit bei dir vorbei. Nur im Moment gerade, ich hätte halt jetzt irgendwas gekauft, weil ich einfach keine Idee mehr hatte und keine Kraft mehr hatte, mir was auszudenken. Lasst uns doch Mut zur Lücke haben. Und auch, um das noch mal zu sagen, wenn du mal dein Kind anschreist, davon geht die Welt nicht unter, ne? Das ist, das ist alles, es geht nicht um den Perfektionismus, ins weckerfrei werden zu drehen, überhaupt nicht. Es geht einfach nur darum zu erkennen, dass deine Kinder nicht davon profitieren, wenn du dich aufopferst und fertig machst. Egal was in dieser Welt als normal gilt, egal ob das Kind dann nach Hause kommt und sagt, haben wir eigentlich auch einen Wichtel? Ja, dann habt ihr halt einen Wichtel, aber der braucht keine Tür, der braucht kein extra Bettchen, der braucht kein sonstwie-was-Gefährt, und vor allen Dingen musst du das nicht alles selber machen, sondern das können auch deine Kinder tun. Und ja, ich weiß, schließ auch damit ab, es ist alles für sich total putzig und es macht Freude und es ist schön und es toll, wenn die Kids dann morgens den Adventskalender aufmachen und sich freuen. Aber würden sie das nicht genauso tun, wenn da zum Beispiel Schokolade drin ist aus dem Fertig-Adventskalender? Oder wenn du es so machst, wie wir es dann eben gemacht haben, dass du verschiedene fertige Adventskalender nutzt und die halt unter den Kindern verteilst? Also würde das nicht mehr, also wird es nicht dieselbe Freude erzeugen? Und weniger Frust. Weil von 24 Tagen ist an, ich würde jetzt mal über den Daumen peilen, 12 Tagen hat eines deiner Kinder entweder Frust, weil es schon den Adventskalender aufgemacht hat und nicht noch mal darf. Es hat Frust, weil nicht das Richtige drin ist, weil bei der Schwester oder dem Bruder was Tolleres drin war. Whatever. Ihr habt Ärger, weil es vielleicht das morgens in der Früh schon aufmacht und du eigentlich nicht willst, dass es die Schokolade vom Frühstück ist. Whatever. Keep it simple. Macht's euch schön. Habt das als oberstes Mantra für die Advents- und Weihnachtszeit. Wie geht's entspannt? Wie geht's entspannt? Was darf ich streichen, um gelassen und entspannt bleiben zu können? Und was, wenn dich das noch viel mehr zur besten Mama, zum besten Papa deiner Kinder macht? Und was, wenn es gerade nicht um diesen ganzen Konsum und, na, weil das ist ja auch, auch Wichtel und die Geschichten darum und so weiter, ist ja auch eine Form von Konsum. Und ich schließe das jetzt ab mit einer Weisheit quasi, die ich hier, die ich auf Bali gelernt habe. Weil einer meiner Yogalehrer dort hat gesagt, die Westler, die gehen nach außen, die müssen immer von allem mehr haben, also die Menschen in der westlichen Welt. Und die Menschen in der östlichen Welt, die gehen nach innen, die gehen immer tiefer. Ohne jetzt eines besser zu bewerten als das andere, weil beides hat seine Vorteile, beides hat seine Nachteile, würde ich dich einfach dazu einladen wollen, weil du wahrscheinlich als Mensch aus der westlichen Welt eher dazu neigst, ins Außen zu gehen und mehr Materielles anzuhäufen, mehr Erfahrungen, mehr Erlebnisse. Also nach außen gehen, anhäufen. Würde ich dich einfach mal einladen, nimm doch die Adventszeit, um nach innen zu gehen. Was bedeutet das? Zum Beispiel, dass du dich mal neben dein Kind sitzt Setzt in der Situation, wo du sonst irgendwas tun würdest, und schaust einfach zu, was es tut. Nimmst einfach wahr, tauchst mit dem Kind in seine Welten ein, bist einfach nur da, sitzt daneben, wenn es einen Tobsuchtsanfall hat, und hältst ihm den Raum und die Energie. Zum Beispiel nach innen gehen, in die Tiefe. Und dann kriegt deine Weihnachtszeit, egal ob du religiös bist oder nicht, doch auch was Spirituelles.
Ja, und ein Zauber, den wir eigentlich alle immer versuchen, durch das ganze Tun und durch das ganze Wirken, diesen Zauber, diese Magie zu erschaffen. Was, wenn du die genau umgekehrt schaffst? Wenn du weniger tust, mehr Zeit hast dafür.
Das hast du voll schön gesagt, finde ich. Also, hab Freude beim entspannten Weihnachts-, Adventszeitgestalten und hinterlass uns gern deinen Kommentar und was du dir mitgenommen hast aus der Folge. Und wir freuen uns, wenn du beim nächsten Mal wieder einschaltest und dabei bist und ja, unsere Gedanken hören magst. Dankeschön fürs Hiersein und alles Liebe. Bis bald. Ciao.
Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare. Wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat oder du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal!
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