So helfen Kinder gerne im Haushalt - Podcast 033

Uli Bott and Bernd Bott explain how to get kids to help around the house without resentment. Skip rigid chore charts and fairness rules. Instead, let children say no, accept messy results, and focus on learning over extracting help. Their son Johannes learned to iron through curiosity, not pressure.
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Hallo hier bei Gemeckerfrei, dem Eltern-Podcast für dein liebevolles, entspanntes und glückliches Familienleben. Setz dich mit uns an den Tisch, wir, Uli und Bernd Bott, heißen dich herzlich willkommen.
Hallo und herzlich willkommen.
So schön, dass du uns heute wieder zuhörst. Genau, wir wollen heute mal über Haushalt und Kinder sprechen und helfen oder mitarbeiten oder wie auch immer man das nennen möchte.
Genau, weil das so ein Thema ist, das viele von euch beschäftigt, wo wir immer wieder Nachfragen bekommen per Mail, per PIN. Und genau, weil wir gerade selber noch mal so eine Situation erlebt haben, die wir gut als Beispiel benutzen können, gibt es heute was auf die Ohren zu diesem Thema. Genau.
Erzähl doch mal von euch beiden.
Der Johannes und ich, wir haben Wäsche gemacht und hier gibt es so einen Wäscheraum. Wir sind ja hier gerade in so einem Club und hier gibt es einen Wäscheraum, da kann man selber seine Wäsche waschen und das haben der Johannes und ich gemacht. Und da kommt immer einer von den Jungs eigentlich mit mir mit oder auch der Bernd. Also wir gehen halt meistens zu zweit, weil man dann leichter die Wäsche ohne Wäscheschlüssel wieder zurücktragen kann zum Zimmer. Und dann hat der Johannes Hannes die Unterwäsche zusammengelegt und ich war irgendwie so am Bügeln. Und dann sagt der Hannes, steht so neben mir und sagt: Boah, ich finde das ja so faszinierend, wenn man da, da fährt man dreimal über so ein Shirt oder über eine Hose mit dem Bügeleisen und dann ist es einfach glatt. Also das fasziniert mich ja schon die ganze Zeit. Oder das fasziniert ihn irgendwie, hat er das so gesagt. Dann habe ich so gefragt, ob er es mal ausprobieren will. Ob er Lust hat, selber mal auszuprobieren. Dann sagt er ja. Außerdem hat er sich sowieso gedacht, das wäre doch jetzt eigentlich mal an der Zeit, dass er das auch mal lernt, dass er das auch selber kann. Dann habe ich gesagt: Ja bitte, hier magst du anfangen, magst es ausprobieren. Und dann hat er es probiert und hat natürlich festgestellt, dass das mitunter leichter aussieht, als man selber macht. Aber gut, jetzt ist er dran und wird es lernen und fand es ganz spannend, die ersten Schritte damit zu tun. Und jetzt kannst du natürlich sagen, der ist 13, der müsste das längst können. Oder du kannst sagen, was weiß ich, was du, was da in deinem Kopf für Geschichten passieren. Wir wollen es einfach als Beispiel nehmen für verschiedene Dinge. Und zwar zum einen, wie Lernen funktioniert, weil wir ja vielleicht auch so im Hinterkopf haben, ja, was wollen wir den Kids alles mitgeben? Bis die erwachsen sind, was sollen die gelernt haben? Also meine Mama zum Beispiel mal gesagt, sie wollte, dass wir unser Leben selbst bewältigen können. Wir sollten alles zu Hause gelernt haben, was uns befähigt, alleine leben zu können, sozusagen von Putzen über Waschen über was auch immer. Und da ist ja die Frage, was du da so für ein was du für dich da so gedacht hast. Ich habe, wir haben uns so gedacht, die sollen lernen, wie sie Dinge mit Freude tun, unsere Kinder. Und ja, ich glaube auch, dass man alles wie jetzt Wäsche waschen oder bügeln oder all diese Dinge, die kann man ja zu jedem Zeitpunkt lernen. Das ist ja kein Hexenwerk.
Ja, absolut. Und wichtig ist ja, und das ist ja das, was diese Geschichte so zeigt, und er hat ja dann also Tag später war ich mit ihm noch mal bei der Wäsche und dann hat er sein T-Shirt, da war halt nur eine Sache, die noch zu bügeln war. Das hat er dann aber halt einfach noch gebügelt für sich. Und ich habe einfach nur gesagt: Boah, cool, mit welchem Spaß du da dran bist und so. Und es ist ja total mega, dass du das jetzt lernst. Weil es ist ja dabei erstens überhaupt nicht entscheidend, ob er das irgendwie schnell lernt oder was auch immer, oder ob er lange daran Spaß hat oder ob er es dann wieder sein lässt. Sondern wichtig ist ja einfach nur mal zu sagen: Okay, ich habe gerade die Die Tür ist gerade offen, weil das ist ja das, was er gesagt hat mit dem: Ich habe mir eh gedacht, das wäre jetzt mal dran zu lernen. Dann ist in ihm ja diese Tür offen und sagt: Okay, ich habe jetzt Bock, ich bin jetzt motiviert, mir das erklären zu lassen. Und das Gegenteil kennst du wahrscheinlich auch, wenn du versuchst, einem Kind irgendwas in Anführungsstrichen beizubringen oder zu erklären. Und das Kind hat da gerade kein Interesse daran.
Mein Papa und ich und Mathe. Ja, also wenn ich irgendwie eine 3 oder eine 4 in Mathe hatte und mein Papa dann meinte, er müsste mir das jetzt noch mal erklären, was ich da falsch gemacht habe und wie das anders geht. Also das waren die größten Kämpfe, die wir da ausgefochten haben, weil ich, das war einfach, da war meine Tür sowas von zu. Und da darfst du einfach mal rausfinden, wo ist bei deinem Kind wann eine Tür auf und wann ist eine Tür zu. Und wenn eine Tür zu ist, dann beißt du dir halt nur die Zähne aus und es hilft halt niemandem und es tut auch keinem gut. Vor allen Dingen, es schadet nur eurer Beziehung. Weil jetzt kommt ein ganz wesentlicher Aspekt, der so wichtig ist, weil bei der Mithilfe im Haushalt kommt ja sofort in uns diese Stimme auf die Bühne zu sagen: Ja, ich habe auch nicht immer auf alles Lust. Das muss man halt mal machen.
Ja, und genau das Da sind wir halt der Ansicht, dass es ja nie darum geht, dass die Kinder, also sagen wir mal so, du solltest keine Mithilfe eigentlich von den Kindern einfordern, weil du sie brauchst.
Genau.
Also weil du sagst, mir ist es zu viel, wenn mir da keiner hilft, dann schaffe ich das nicht. Dafür sind Kinder nicht da.
Ja, und ich habe das früher auch gemacht. Also ich glaube, wir haben das früher beide gemacht.
Ja, ja, und haben es auch mit irgendwelchen Regeln ausprobiert. Und Dienste und so ein Zeug.
Aber entspannt wird es halt erst, wenn du es nicht mehr brauchst, wenn du die Mithilfe der Kinder nicht brauchst. Weil es geht, es sind ja zwei Aspekte, um die es geht. Das eine ist, dass wir wollen, dass sie was lernen. Und der andere Aspekt ist, dass wir meinen, dass wir ein Recht darauf hätten, ihre Mithilfe einzufordern, weil wir ja eine Familie sind, weil wir in einem Haushalt leben. Und wir, das wäre auch noch in, also da, das wird vielleicht auch noch zum Teil zumindest funktionieren, wenn es nicht ganz oft aus einer Energie von ich bin zu erschöpft, um es alleine zu tun, passiert. Nur wenn du als Mama oder Papa, wenn du deinen Akku so leerlaufen lässt, dass du die Mithilfe von einem 5-Jährigen, 7-Jährigen, 9-Jährigen, 13-Jährigen brauchst, um dein Leben zu bewältigen. Dann läuft ja an irgendeiner anderen Stelle was schief.
Ja.
Und dann würden wir dich einladen wollen, dass du da hinschaust. Weil dann ist das Nein des Kindes, wenn du sagst, kannst mal den Tisch abräumen, kannst mal die Spülmaschine, kannst mal bügeln, kannst mal dies, kannst mal das. Und das Kind sagt Nein oder macht es einfach nicht, ist dann einfach nur ein für dich ausgesprochenes Nein.
Ja, ist eigentlich dein Nein dann.
Genau, weil du hast dann schon viel zu lange nicht Nein gesagt. Ja, zu Dingen, die irgendwer oder du selbst von dir erwartest, aber über dein Kraftlevel eigentlich gehen. Und deshalb ist also das eine, nimm Haushalt als was, wo Kinder eigenmotiviert Dinge lernen können, wenn sie an dem Punkt sind, dass das Fenster, da gibt es ja so dieses Buch vom Entwicklungsfenster und so, dass das Fenster dafür gerade offen ist. Ja, aber halt dann auch aus, wie die Kinder es tun. Also wir haben zum Beispiel gerade uns unterhalten und haben uns daran erinnert, wie unsere 4-, 5-jährigen Kinder damals, wenn die mithelfen wollten, den Boden zu wischen, halt dann nicht nur den Boden gewischt haben, sondern auch die Fenster. Oder wenn die Fenster putzen helfen wollten und dann die Fenster abgezogen haben, dann, na, dann sahen die halt so aus, wie Fenster aussehen, wenn 4-jährige Kinder mit dem Abziehen Abzieher an dem nassen Fenster rumfuhrwerken. Also auf gar keinen Fall so sauber, wie du oder ich so ein Fenster putzen würden. Aber jetzt darfst du halt stillhalten und nicht den Lappen in die Hand nehmen, den Abzieher in die Hand nehmen und noch mal hinterherputzen, sondern dann halt halt wenigstens, bis das Kind im Bett ist, aus, dass das Fenster jetzt vom Kind geputzt worden ist. Und wenn du es gar nicht ertragen kannst, dass das Fenster so bleibt, dann putze es halt nachts noch mal nach.
Ja, weil das ist total wichtig, weil du sonst den Kindern ja den Erfolg kaputt machst.
Und die Motivation.
Und damit dann im zweiten Schritt die Motivation.
Genau. Und dann kommt ja ganz schnell, dass die Kinder, wenn die so unter 6 sind oder so, ist eigentlich so das Alter, da interessieren die sich für ganz viel von den Haushaltstätigkeiten. Da sind die ja auch noch so nah an uns, dass die vieles von dem, was wir tun, ja auch miterleben. Nur wenn wir ihnen dann immer nur die Hiwi-Jobs geben. Wenn wir dann immer nur sagen, was weiß ich, du kannst nachwischen, du kannst abtrocknen, du kannst halt die ganzen langweiligen Sachen machen. Irgendwie eins unserer Kinder hat sich mal beschwert, dass wir immer nur schicken, irgendwelche Sachen von A nach B zu holen. Und wenn wir den Kindern nur die langweiligen Dinge zu tun geben, dann brauchen wir uns auch nicht wundern, wenn die keine Lust haben. Sich da weiter auszuprobieren. Genau. Also das eine ist, da sind Möglichkeiten, Dinge zu lernen. Und wenn das Kind bereit ist, davon was zu lernen, dann wird sein Fenster offen sein und dann darfst du so offen sein, dass du dem Kind dann die Möglichkeit gibst, es auch auszuprobieren.
Ja, und? Und es würde ich jetzt gerne als Kleinen. Das ist im Prinzip eine Investition, die du in dem Moment tätigst, weil du machst mit dem jungen Kind, 5-jährig, 6-jährig, 8-jährig, was weiß ich, kommt ja immer auf die Sachen an, um die es auch gerade geht. Du lässt es das machen und klar ist es in dem Moment, wo du sagst okay, dann sehen die Fenster halt aus wie halt irgendwie mit Wasser drauf rumgepritschelt oder was auch immer. Egal. Aber Wenn du dem Kind den Spaß und die Motivation dadurch erhältst, dann bekommst du das halt in späterer Zeit zurück. Und einfach nur wenn alleine das, wenn es irgendwann sagt: Boah, wie cool, dass ich das immer machen durfte, weil ich kann jetzt in meiner eigenen Wohnung, habe ich Spaß am Fensterputzen. Ja, oder halt, und das ist das, was wir ja erfahren, dass du dann, wenn die Kinder jugendlich sind, sie die Dinge einfach auch gerne tun, ohne dass du es irgendwie einforderst, sondern die sagen dann: Okay, soll ich dir helfen? Ich räume jetzt mal den Tisch ab, ich mache mal die Küche sauber, whatever, was halt so ansteht. Oder eben wie wir es ja gerade beschrieben haben mit dem Bügeln. Dann kommt es mit dem Bügeln. Und wenn du dir die Zeit lässt und dem Kind die Zeit lässt, das mit Spaß zu lernen, dann kannst du es halt einfach. Dann kannst du es ja.
Ja, so wie unsere Tochter zum Beispiel regelmäßig zu uns kommt und sagt: so cool, dass ich das mit der, dass ich alles putzen kann und dass ich gelernt habe, wie, wann was sauber ist und wie das geht, weil sie ganz viele Freunde und Bekannte hat, die eben das gar nicht selber tun können. Also die haben gar keinen Blick dafür und den konnte sie bei uns durch das Ausprobieren können, konnte sie den bei uns halt entwickeln. Also trenn das mal, trenn mal dieses Mithilfe im Haushalt-Thema in zwei Themen. Einmal in, was ich da alles lernen kann, und einmal in, wir sind eine Familie und wir haben Aufgaben zu erledigen. Und habe ich ein Recht als Mama, als Papa darauf, dass das Kind mithilft? Also macht da mal zwei Themen draus. Und zu dem einen Thema mit dem Lernen, glaube ich, haben wir jetzt schon genug gesagt. Und zu dem anderen würde ich gerne noch mal ergänzen. Und da würde ich noch mal zusammenfassen, einfach zu sagen: Okay, komm dahin, dass du es nicht brauchst. Du kannst natürlich sagen: Boah, es wäre voll cool, du würdest mit den Tisch abräumen. Oder: Wie sieht es aus? Könntest du mal die Spülmaschine ausräumen? Aber du darfst diese Fragen nur stellen, wenn du auch ein Nein aushältst. Ja, weil sonst ist ja keine Frage.
Ja, und ihr kommt damit, wenn du das, wenn du Fragen stellst, bei denen eigentlich das Nein nicht erlaubt ist, da kommt ihr auf eine Kommunikationsebene. Das ist echt beschissen.
Absolut.
Muss man so sagen.
Absolut. Was halt auch nicht funktioniert, das haben wir echt ausprobiert mit Regeln und Plänen und wer macht wann was und so weiter. Ja, das ist ja immer, da steckt ja immer ein Mangelgedanke drin, weil immer glaubt, man müsste es regeln, damit es fair ist. Aber es gibt ja gar keine Fairness, weil den einen Tag habe ich total viel Energie, da kann ich 17 Fenster putzen und es stört mich überhaupt nicht. Den anderen Tag finde ich schon Tisch abräumen anstrengend, und das ist wechselweise bei allen Familienmitgliedern mal so, mal so. Wenn ich jetzt Fairness da versuche anzusetzen, putzen an den Tagen, an denen ich vor Energie berste und mir jemand sagt, du darfst aber nur 3 Fenster putzen. Das würde ich total ätzend finden. Und an den Tagen, an denen mich schon das Tischabräumen gefühlt anstrengt, fände ich schon ein einzelnes Fenster, das ich putzen sollte, zu viel. Also dass dieses Konzept von Fairness, das funktioniert einfach nicht. Das eine Kind kommt in der Schule vielleicht total gut klar und für das Kind ist Schule nicht anstrengend. Und das andere Kind, dem ist schon zu laut, wenn es morgens durch die Schultür geht und es muss es sich schon total anstrengen, dass es den Tag in der Schule überhaupt übersteht, weil es so sehr überreizt wird dabei. Und es kommt dann nach Hause, ist fix und fertig und hat absolut keine Kapazitäten mehr, einen Tisch zu decken, abzuräumen oder sonst irgendwas zu machen. Und deshalb gibt es nicht das Konzept von Fairness, dass man jetzt immer die Aufgaben gleich verteilt. Sind wir nicht an dem Punkt, dass es für den Menschen dient, sondern das ist halt nur der Versuch, es irgendwie mathematisch aufzuteilen. Und die Kinder merken halt, dass das nicht gut tut. Und die beugen sich nur, wenn du damit entsprechend Druck und Macht reingehst. Sonst machen die das ja auch einfach nicht mit.
Ja, und du bringst ihnen damit eigentlich ja auch bei, immer wieder über ihr Gefühl hinwegzugehen. Und das ist ja das, also Kinder können das ja zum Teil noch, da drauf achten. Wir haben das, oder viele Erwachsene haben das verlernt, müssen das vielleicht auch wieder, oder lernen es gerade so wieder. Also viele, die mit uns schon bisschen länger reisen, die sind da vielleicht schon dabei, das auch wieder in sich zu erkennen. Aber gewöhnst doch deinen Kindern nicht ab, sondern Freu dich dran, dass die es noch können. Und es ist ja auch vollkommen natürlich, dass du eben mal sagst, okay, heute putze ich die Fenster einfach, weil ich jetzt auch die Power habe. Aber das würdest du ja auch nicht an einem Tag machen, wo du schon 3 Stunden länger arbeiten musstest irgendwie und whatever noch alles los war.
Ja, also ja, du darfst den Kindern schon ein Gefühl vermitteln, darfst schon sagen, guck mal, wir sind hier eine Familie. Familie und es wäre irgendwie cool, es würde sich irgendwie cool anfühlen, wenn wir alle zusammen helfen, aber nicht mit der Ladung von: Ich schaff's nicht, wenn du nicht mithilfst.
Sondern es ist schön, dass wir dieses Projekt hier zu leben eben gemeinsam gestalten. Das ist ja das positive Gefühl daran.
Genau. Und eben wenn das Kind dann sagt: Ja, das verstehe ich, aber heute kann ich nicht. Und wenn du dann sagst: Ja klar, gar keine Frage. Mach ich es halt heute. Und wenn du merkst, dass dein Alltag zu voll ist, dass du es gar nicht schaffen kannst, dann such dir anderweitig Unterstützung und Hilfe, weil das wird immer zu Kampf führen, wenn du versuchst, das deinen Kindern aufzudrücken.
Ja, und das ist ja auch nicht gesund. Wir haben uns in einer Arbeitswelt entwickelt, wo eigentlich immer beide irgendwie arbeiten. Die wenigsten werden das Modell fahren, wo einer gar nicht arbeitet. Und trotzdem haben viele noch das Gefühl, sie müssten das alles alleine stemmen. Immer noch.
Ja, und selbst die Familien, wo einer komplett zu Hause ist, die überlasten sich dann mit Garten und Haushalt und sonst was. Also macht es euch doch leicht, ihr Lieben.
Ja, holt euch da Unterstützung.
Lasst euch helfen und ladet das Päckchen nicht euren Kindern auf. Und dann seid ihr nämlich frei. Ich war halt total entspannt, als ich mit dem Johannes gestern oder vorgestern da bei der Wäsche war, weil für mich hat das, das hat mich null gestresst, dass ich die 4 T-Shirts, die durch den, die aus dem Trockner halt so krumpelig rauskamen, dass wir sie so nicht anziehen wollten, die noch kurz zu bügeln, war halt vollkommen easy. Und dann, ich hatte locker auch die Zeit, dem Johannes das Bügeleisen in die Hand zu drücken, daneben zu stehen und ihn einfach machen zu lassen. Ich musste da keinen Stress haben, weil schon irgendwie der nächste Termin gewartet hat. Und ich konnte einfach super entspannt damit sein. Ja, erlaub dir doch, gönn dir doch, dass du entspannt sein darfst, dass du die Dinge entspannt machen darfst. Und dann hat das Kind auch den Raum, dass es Dinge lernen und ausprobieren kann. Und wir als Eltern flippen nicht immer sofort aus, wenn das Kind irgendwas nicht gleich so kann, wie wir es ihm vorgemacht haben. Weil ich meine, Ich bin der Letzte, der alles sofort umsetzen kann, was ihm einmal gezeigt wird. Ja, ich bin da bei vielen Dingen, habe ich eine längere Lernkurve. Und das ist ja auch voll okay, wenn die Kinder eine längere Lernkurve haben. Und nur du musst dich aus dem Druck rausnehmen und auch aus dem Stress rausnehmen, dass du da so hohe Erwartungen hast und so einen Druck drauf hast, dass die Kinder helfen müssen. Und was dann passiert, ist, dass du halt irgendwann erwachsene Kinder hast, so wie wir jetzt. Ja, wir waren ja vor ein paar Wochen alle zusammen in Costa Rica und das war keine Frage, dass alle mithelfen beim Essen machen, beim Kochen, beim Wegräumen, beim Wäsche aufhängen, abhängen, was da alles halt. Da waren wir so komplett Selbstversorger und wir haben das halt alles einfach, wir waren zu siebt, wir haben es halt zu siebt gemanagt und es ist überhaupt keine Frage gewesen, dass alle da beigetragen und mitgeholfen haben. Und das geht dann einfach Hand in Hand, wenn keine Kampfenergie drinsteckt und kein Kind irgendwie in Widerstand gehen muss. Und dann können sie es auch alle. Und vielleicht ist es einfach ganz gut, wenn deine Kinder noch kleiner sind, dass du ein bisschen geduldiger bist, als du es gerade bist. Weil bis die 18 sind, haben die noch eine Menge Zeit, in der sie das lernen können. Und selbst wenn sie das ein oder andere nicht lernen, bis sie 18 sind, ist es schnell gelernt, wenn sie es dann selber brauchen. Und vielleicht kannst du dich einfach da noch ein Stückchen mehr, ja, Vertrauen haben, entspannen und die Zeit mit deinen kleineren Kindern genießen.
In diesem Sinne.
Ich wusste, du sagst es wieder.
Mhm. Mhm.
Wir wünschen dir eine schöne Woche. Bis bald.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Tschüss.
Ja, tschüss.
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Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









