So lernt dein Kind sich selbst zu regulieren - Podcast 183

Uli and Bernd Bott explain how children learn self-regulation as part of resilience. They show that emotions are energy signals, not good or bad, and present a three-step model: recognizing feelings, deciding how to respond, and taking action. Parents must first say yes to their children's emotions and regulate themselves, since kids copy what they see.
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Du kannst nichts verändern, du kannst nichts loswerden, wozu du im Widerstand bist.
Und dann kannst du das als, dann können es die Erwachsenen nicht aushalten, und dann kommen ja so Sätze wie: Reiß dich mal zusammen!
Hallihallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Schön, dass du hier bist.
Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, Eltern von 4 Kindern und Großeltern von einem Enkel.
Und wir sind mehrfache Spiegel-Bestseller-Autoren und haben schon tausenden Eltern dabei geholfen, ihr liebevolles, gemeckerfreies Familienleben zu erschaffen.
Genau, schön, dass du hier bist, und schön, dass du zuschaust, zuhörst, vielleicht zum ersten Mal, dann schön, dass du uns jetzt kennenlernst, und wenn du uns schon kennst, Danke, dass du wieder da bist.
Genau, heute zu einem Thema, das sich unsere Community gewünscht hat, und zwar war der Wunsch aus der Community: Könnt ihr mal was zum Thema Resilienz machen? Und die Frage ist ungefähr so, wie wenn du fragen würdest: Was ist Getreide? Weil Resilienz ist natürlich ein riesengroßes Thema, Thema, und da gehören ganz, ganz viele unterschiedliche Faktoren dazu, damit Mensch resilient werden kann. Und wir picken uns in den nächsten Wochen einfach immer mal wieder einen Aspekt von Resilienz raus. Und heute starten wir mit dem Thema Selbstregulation.
Also es geht darum, wie lernt ein Kind, sich selbst zu regulieren, seine Emotionen zu regulieren?
Genau, und also den Begriff, der Begriff Selbstregulation ist garantiert bekannt, weil das ja auch zurzeit so eine Art Modewort ist, eben der Bernd hat schon gesagt, wie lernt das Kind mit seinen eigenen Emotionen umzugehen, und das wollen wir uns in dieser Folge einfach mal angucken und aus gemeckerfrei Sicht beleuchten und wünschen dir ganz viel Freude dabei.
Hallo, ganz kurz zwischenrein. Wir haben festgestellt, bei diesem Podcast sind die meisten unserer Zuhörer und Zuseher, ganz genau gesagt sind es 74% der Zuschauer und Zuhörer, sind nicht Abonnenten unseres Kanals oder des Podcasts. Und deswegen will ich dich jetzt bitten, wir würden diese Zahl gern auf unter 50% senken und dafür brauchen wir deine Hilfe. Also Geh jetzt kurz, wenn du auf YouTube bist, musst du einfach nur unter dem Video auf Abonnieren klicken. Ansonsten in der Podcast-Plattform, wo du gerade bist, sei so nett und lass uns ein Abo da. Wenn du nach der Folge begeistert bist und sogar noch Zeit hast, freuen wir uns auch noch über eine Bewertung, am besten natürlich mit 5 Sternen. Damit hilfst du uns, dass wir diesen Podcast weitermachen können, dass wir euch weiter hier coole Themen bringen können und unterstützt damit die Gemeckerfrei-Mission, die Welt für Kinder schöner zu machen. Vielen herzlichen Dank und jetzt viel Spaß weiterhin mit dieser Folge. Was ist denn eigentlich das Größte, der größte Fehler, den Eltern dabei vielleicht machen? Weil ich meine, es ist ja, Kinder zeigen ja, also hoffentlich zeigen alle Kinder ja eine große Bandbreite an Emotionen, ja, von großer Freude, da hat man jetzt meistens, das wird meistens findet man meistens recht schön, wobei es auch da für manche Eltern oder für manche Menschen, ist jetzt egal ob das Mama, Papa oder Oma oder Opa oder wer auch immer ist, da mal drüber hinausgeht, wie sie es vielleicht aushalten können, ertragen können, weil es zu laut wird. Aber gleichzeitig haben Kinder natürlich auch, sind mal traurig oder sind mal besonders wütend, das ist eigentlich oft so die Emotion, oder ärgern sich über was, finden Dinge unfair. Das ist ja ja so, das sind eigentlich die, wo Eltern ja am ehesten kommen und sagen, wie kann ich dem Kind beibringen, dass es da wieder, dass das vielleicht gar nicht passiert, oder dass es da wieder runterkommt, sich wieder beruhigt. Bei mir ist es immer, reiß dich zusammen. Ja, wie geht das eigentlich? Und was davon ist an sich sinnvoll und was nicht?
Ja, genau. Und ich möchte, und wir schlagen dann natürlich auch den Bogen, was die Resilienz, was Was die Selbstregulation mit der Resilienz zu tun hat, das machen wir zum Schluss, um das einfach schon mal voranzubringen. Ja, genau, damit es rund wird. Und wenn wir uns das jetzt einfach mal angucken, wenn ein Kind heftige Emotionen zeigt, wenn das rumschreit, wenn es, wie der Bernd gesagt hat, ärgerlich wird, wütend wird, traurig ist oder eben auch überdreht ist. Das ist das, was wir Eltern dann oft sagen zu den positiven Emotionen, dass wir sagen, die sind voll überdreht, die sind voll von der Rolle, die drehen gerade voll durch, keine Ahnung, so, ne. Und was eigentlich passiert, ist, dass wir Erwachsene das nicht aushalten können. Wir können die Emotionen unserer Kinder nicht aushalten, und eigentlich aus zwei verschiedenen Gründen. Entweder weil wir einfach so angepasst sind, dass wir wollen, dass auch unsere Kinder angepasst sind, Also dass wir einfach sagen, jetzt sei leise, wie du gesagt hast, bei dir zu Hause, das reißt dich zusammen, um einfach nicht aufzufallen, um nicht keine— ja, was, was war da noch eigentlich der Grund dafür, außer nicht aufzufallen? Kannst du das noch irgendwie in andere Worte packen? Oder?
Naja, ich glaube schon, wie du ja gesagt hast, das war so dieses, das nicht aushalten können. Und ja, gleichzeitig auch, wenn das, wenn die, wenn Eltern das so lernen oder wenn man das selbst so gelernt hat, dass es ja darum geht, dass sich das nicht gehört. Ja, genau, dass sich das nicht gehört, mal wirklich traurig zu sein, oder dass sich das jetzt auch als Junge nicht gehört zu weinen, oder dass es sich aber auch nicht gehört, mal so richtig laut zu lachen. Oder sich über irgendwas zu freuen und sagen, boah, ist das geil, oder so. Ja, das ist alles, wenn das sich nicht gehört, dann wird es unterdrückt. Und dann kannst du das als, dann können es die Erwachsenen nicht aushalten. Und dann kommen ja so Sätze wie, reiß dich mal zusammen.
Ja, sei nicht so laut, alle gucken schon, oder so dieses Ding, wenn Kinder einen Wutanfall haben, dass die Eltern loslaufen und erstmal die Fenster zumachen, dass es die Nachbarn nicht hören oder irgendwie solche Sachen. Also wenn du es nicht aushalten kannst, wenn Eltern es nicht aushalten können, das ist der eine Aspekt. Und der also nicht aushalten können im Sinne von, das gehört sich nicht. Und der andere Aspekt ist, dass Eltern das nicht aushalten können aus emotionaler Betroffenheit, also weil sie es nicht aushalten können, dass ihre Kinder, dass es denen gerade nicht gut geht, also dass sie das ein bisschen dann ja auch übernehmen, also weil sie auf sich beziehen, ja, auf sich beziehen, ist so im Sinne persönlich nehmen, im Sinne von eigentlich müsste ich es lösen.
Ja, genau, das ist glaube ich auch, das ist der zweite, so eine Hilflosigkeit, ja, eigentlich so diese Hilflosigkeit, was mache ich denn jetzt, weil wir natürlich, und das hängt natürlich auch damit zusammen, dass es gesellschaftlich nicht so gern gesehen ist, dass Kinder so diese Emotionen zeigen und vor allen Dingen, dass man sie es auch zeigen lässt einfach mal. Das ist ja das, wo man so sagt, wenn ich mich vor den Jungen stelle, Kind flippt mal aus, ich stehe daneben und sage, ja.
Gut, ja, also dass du halt einfach für dich klar hast, das sind am Endeffekt sind zwei Aspekte, die irgendwie auch wieder miteinander verschwimmen, so wie wir gerade gesagt haben, ja. Das ist also zum einen darum geht, dass du dein Kind davon abbringen willst, starke Emotionen zu zeigen, weil du gelernt hast, dass man das nicht tut, dass sich das nicht gehört. Oder dass du dein Kind davon abbringen willst, starke Emotionen zu zeigen, weil du selber nicht aushalten kannst, weil du glaubst, du müsstest das jetzt lösen, weil du dich als schlechte Mama, schlechten Papa fühlst, wenn dein Kind eben nicht glücklich ist. Und da kommt einfach deutlich, dass wir eine total, eine totale Missinterpretation von Gefühlen gelernt haben, weil wir haben gelernt, dass negative Emotionen, dass daran was schlecht wäre.
Ja, und das schlecht wäre die, das ist einerseits was schlecht wäre, die zu haben, und schlecht wäre, die zu zeigen.
Ja, genau. Und das stimmt ja aber gar nicht, weil negative Emotionen oder Emotionen überhaupt sind einfach nur Energie in Bewegung. Das bedeutet, das ist einfach nur ein Wegweiser. Das ist eine Energie, die in eine Richtung fließt, sozusagen. Und es kann einfach ein Wegweiser sein. Und dann sind negative Emotionen ein Wegweiser dafür, dass gerade Dinge passieren, die du nicht magst. Und positive Emotionen sind ein Wegweiser dafür, dass gerade Dinge passieren, die du magst. Passt. So einfach. Also es ist einfach, eigentlich kannst du sagen, eine negative Emotion ist wie eine rote Ampel und eine positive Emotion ist eine grüne Ampel. Und du, also wenn du es jetzt nicht gerade super eilig hast und du fährst mit dem Auto durch die Gegend, an der roten Ampel bleibst du stehen, ohne dich groß drüber aufzuregen, und an der grünen Ampel fährst du, ohne dich drüber aufzuregen, sondern das ist halt einfach so. Und genauso könntest du anfangen, Emotionen deiner Kinder zu betrachten, zu sagen, okay, jetzt ist es wütend, okay, was passiert gerade, was nicht mit dem, was das Kind sich wünscht, einhergeht oder was es glaubt zu brauchen oder wie auch immer. Und hier ist eine grüne Ampel. Jetzt sind wir gerade im grünen Bereich. Jetzt läuft gerade alles. Ja, so, das ist eigentlich alles, was es braucht.
Ja, und Kinder können halt, ist es ja, bei Kindern sind die Ausschläge halt, wenn man es so sagen kann, ja, Die sind halt noch 100%, ja, erst recht, wenn sie es halt noch nicht, wenn sie noch nicht da irgendwo Gegenwind gespürt haben, ne.
Ja, und die, die, ne, also das alles, womit du dich irgendwie so zufrieden gibst und sagst, geht schon irgendwie, da sagt das Kind halt, nee, geht gar nicht, und ich will jetzt halt kein Brokkoli essen, und verflixt noch mal, ich ess den jetzt auch nicht. Ja, so, und Das, was uns Eltern einfach oft passiert, ist, dass wir dann aus den genannten Gründen in Widerstand gehen zu dem, was das Kind gerade fühlt. Und in dem Moment, wo du in Widerstand gehst, machst du es größer. Immer wenn du Nein sagst, wenn du sagst, jetzt reiß dich zusammen, oder jetzt stell dich nicht so an, oder auch, du, was brauchst du denn, und ich helf dir, und ich mache alles für dich, und sag mir nur, was du brauchst. Also so, ne, diese, immer wenn du In Widerstand gehst immer, wenn du innerlich zu dem, was das Kind gerade zeigt, Nein sagst. Dann gehst du in Widerstand und dann wird das größer. Du kannst nichts verändern, du kannst nichts loswerden, wozu du in Widerstand bist. Geht einfach nicht, weil immer wenn du im Widerstand bist, gibst du extra Energie darauf.
Und das bedeutet, dein Kind, und das hast du sicher auch schon mal erlebt, weil was passiert dann? Dein Kind dreht noch mehr auf.
Du sagst Nein, sei nicht so wütend, sei nicht so, schrei nicht so rum, und dein Kind so: Ja, und oft ja auch, wenn man sagt, ach komm, ist doch jetzt nicht so schlimm.
Weil das fühlt sich natürlich an wie eine Bagatellisierung. Wenn du jetzt gerade volle Kanne den kleinen Zeh an der Bettkante angestoßen hast und dir den gebrochen hast und du heulst und dings, weil es weh tut wie verrückt. Und dann kommt dein Partner und sagt, ach komm, ist doch nicht so schlimm. Dann tut ihm auch gleich was weh. Und so muss man sich das vorstellen. Für Erwachsene oft schwierig nachvollziehbar, dass diese aus unserer Sicht Bagatelle für das Kind halt ein lebensbedrohliches, fast schon also ein lebenskriseauslösendes Drama darstellt. Und es ist halt so in dem Moment, ja, ja, absolut.
Und du kannst dein Kind nicht dabei unterstützen, Selbstregulation zu erlernen und in der Folge resilient zu werden, wenn du versuchst, ihm diese Gefühle abzutrainieren oder sie ihm wegzunehmen, oder also auch wenn du dann versuchst, aus Hilflosigkeit alles zu tun, damit das Kind bloß aufhört, wütend oder traurig zu sein, oder wie auch immer, dass du kannst das für das Kind an dieser Stelle so nicht auflösen, oder du kannst es vor allen Dingen dem Kind damit nicht beibringen, wie es lernen kann, sich selber zu regulieren. Weil was das Kind lernen muss, ist, dass es okay ist, dass es sich gerade so fühlt, wie es sich fühlt, und dass es wichtig ist, das zu bemerken, und aus diesem Bemerken heraus und aus dem Schmerz, der vielleicht damit einhergeht, eine neue Entscheidung zu treffen und sein Leben in dem Rahmen, in dem Kind dazu in der Lage ist, in eine andere Richtung zu lenken. Weil dann sagst du, okay, an der roten Ampel, die rote Ampel, die wird irgendwie jetzt schon eine Stunde lang nicht grün, okay, ich muss einfach umdrehen und woanders hinfahren. Hier kommt, geht es nicht weiter. Und wenn das Kind irgendwas immer so ärgert oder so wütend wird, muss es am Ende lernen, wie es sich anders verhalten kann, was es anders tun kann, damit es sich besser fühlt. Das ist gelebte und erlernte Selbstregulation. Das lernt natürlich kein zweijähriges Kind, das lernt auch kein drei- oder kein vierjähriges Kind. Das ist ein Prozess, der einige Jahre andauert. Und irgendwann ist es dann halt so, dann habe ich mich zum Beispiel mit unserem jüngsten Sohn letztens unterhalten, der spielt gerade viel Schach. Und dann sage ich so, und ist es manchmal eigentlich frustrierend, wenn du da nicht weiterkommst? Und dann sagt er so, ja, manchmal ist es, oder wir haben uns so drüber unterhalten, und dann sagt er irgendwie so, manchmal ist schon voll frustrierend, weil da kriege ich es einfach nicht hin. Und dann sage ich so, ja, und was, was machst du eigentlich dann, wenn du frustriert bist? Wie, wie löst du das auf? Weil das ist ja Selbstregulation. Dann sagt er, dann höre ich halt einfach auf, das zu spielen. Und dann sage ich, ja, und ist ist der Frust dann weg, oder musst du da noch was machen? Dann sagt er: Nee, wenn ich das nicht mehr mache, dann bin ich ja auch nicht mehr frustriert. Das macht ja dann auch gar keinen Sinn, wenn ich dann noch weiter frustriert wäre. Ja, und das ist halt erlernte Selbstregulation, zu bemerken, wie ich mich fühle, zu wissen, wie ich das verändern kann, dass ich mich wieder besser fühle, und dann dafür Sorge zu tragen, dass ich mich auch tatsächlich besser fühle. Das sind die 3 Schritte, die ein Kind erlernen muss, und dabei Gilt es halt als Mama, als Papa, dein Kind zu begleiten, dass es diese Entwicklung durchlaufen kann. Und der erste Schritt dafür ist, dass du mal guckst: Okay, wo sagst du eigentlich Nein zu den Emotionen von deinem Kind? Wie kannst du stattdessen Ja sagen? Und wie du dann genau weiterhin dein Kind begleitest, Von da, vom Ja-Sagen zu den Emotionen hinzukommen, dass es so kompetent ist und sich selbst regulieren kann, wie ich es gerade beschrieben kann, wie ich es gerade beschrieben habe, das ist einfach für den Moment oder für diese Podcast-Folge hier auf jeden Fall zu weitgreifend. Lernst in jedem Fall bei uns im Coaching. Und vielleicht nimmst du für dich einfach mal mit, dass du trainierst, erst ja zu sagen zu den Emotionen, statt immer sofort dagegen zu gehen. Und dann wird sich ganz vieles schon lösen.
Ja, und ich glaube, dass du einfach eine Haltung entwickelst davon, dass deine Kinder das auch ausleben dürfen, und dass das auch eine, dass die, dass du die Kinder dafür feierst, zumindest innerlich dafür feierst, dass sie sich so zumuten der Welt. Ja, und du darfst der Welt auch deine Kinder zumuten. Ja, ja, das hält so eine Supermarktbesatzung und die Damen und Herren, die da sonst gerade am Einkaufen sind, die halten das auch mal aus, dass dein Kind da mal 3 Minuten ausflippt. Ja, das ist voll okay. Das ist vor allen Dingen dann okay, wenn du gelassen dabei stehst. Und das kannst du ja schon ein bisschen trainieren. Das ist schon nicht drauf einzusteigen, sondern zu atmen, zu sagen okay, Cool.
Ja, ich bringe gerade, ich gehe gerade einen wichtigen Schritt, dass mein Kind resilient werden kann. Ich lass es seine Emotionen ausleben.
Absolut. Und das dauert einfach Jahre. Das ist nix. Und das ist halt jetzt schade, weil natürlich alle wünschen sich immer die blaue Pille, die irgendwie sagt, die kann ich schlucken oder dem Kind geben und ist alles okay. Aber erstens mal, die meisten Eltern wollen das Kindern viel zu früh beibringen, wie du schon gesagt hast, weil wenn ein 2- oder 3-Jähriges Das ist irgendwie voll für den Arsch. Also da machst du nur, da unterdrückst du es, da lernst du den Kindern nur das, was wir uns ja dann mühsam wieder abgewöhnen und wofür Leute auch bei uns ins Coaching kommen und so, um sich ihre unterdrückten Emotionen wieder überhaupt erstmal wieder wahrzunehmen. Ja, gerade bei Männern ein großes Thema. Das willst du ja nicht. Das macht diese Gesellschaft seit Jahren und das macht die Gesellschaft kaputt und erzeugt ein großes, da verdienen natürlich alle möglichen Berater, Therapeuten und sowas dann auch wieder was damit, dass sie dann die Menschen, die Kaputten sehen, wieder versuchen heile zu machen, ja, mehr oder weniger erfolgreich. Das willst du ja nicht, ne. Deswegen, wie gesagt, in dem Alter einfach nur lassen, ja. Und dann ist es, was das ist. Unser Job als Eltern, das zu lernen, das auszuhalten. Und dann dauert es eben eine ganze Zeit. Und dann hast du, so wie Uli erzählt hat von unserem 16-jährigen Sohn, ja, wo man so merkt, okay, Der kann das in vielen Bereichen einfach schon.
Absolut.
Weil das ist ja auch, wenn ich das jetzt von Mitarbeitern betrachte oder so, ist das eine totale Fähigkeit eben auch zu sagen, boah, wenn was nicht funktioniert, gerade die so im Technikbereich sind, ja, dann müssen die ein Problem lösen. Wenn es jetzt nicht gerade so zeitmäßig dringend notwendig ist, dass es sofort gelöst ist, und dann beißen sich die fest und dann geht es nicht. Und dann, das kennst du sicher auch, ne, und dann Und dann, es gibt so einen Zeitpunkt, eine Zeit lang ist es noch ein ganz guter Antrieb, und irgendwann gibt's einen Zeitpunkt, da ist es zu viel, da beißen sich die so rein. Und ich kenn es von mir auch, dann beißt man sich so rein und fokussiert sich so rein, dass man eigentlich, dass man erst recht nichts mehr hinkriegt. Und da ist dann wichtiger, das ist auch die Regulation zu erkennen, so, das hat jetzt keinen Sinn mehr hier, ne. Wie er sagt, hört dann auf mit Schauspiel, weil in dem Moment bist du nicht mehr geil drauf, sondern da kommt einfach nur Mist raus. Und auch das ist ja eine Erkenntnis, die muss man aber erstmal haben, und die kann man nur, das können Kinder nur per Erfahrung lernen.
Ja, und gleichzeitig ist es natürlich einfach eine Kompetenz, Kinder durch Emotionen begleiten zu lernen, und die kannst du halt einfach entwickeln, so wie du eine Sprache auch lernen kannst. Und am Ende des Tages, der Bernd hat das gerade jetzt eigentlich schon ganz cool angerissen, weil ganz viele Erwachsene können sich ja nicht selber regulieren. Und wie sollen deine Kinder von dir lernen, sich zu regulieren, wenn du dich selber nicht regulieren kannst? Und solange du nicht Ja sagen kannst zu den Emotionen von deinen Kindern, kannst du sicher sein, dass du dich selber nicht regulieren kannst, weil dann kannst du nur funktionieren, aber du bist nicht reguliert. Und deshalb wäre unser großer Tipp an der Stelle: Fang da bei dir selber an, fang an, Ja zu sagen zu den Emotionen und am Ende des Tages ist das eben ein wichtiger Baustein von der Resilienz, ist eben dieses, sich nicht kaputt dranzugehen, wenn was nicht funktioniert, nicht, wenn Emotionen kommen, zu wissen, wie reguliere ich mich, wie, wenn irgendwas Unvorhergesehenes passiert, wenn sich ein Partner trennt, wenn ein Kind was passiert, wenn irgendwas nicht klappt, wenn man finanziell irgendwo, wenn irgendwas halt nicht rund läuft, dann die Fähigkeit zu besitzen, die eigenen Emotionen wahrzunehmen, die Situation zu verändern, die Emotionen loszulassen und wieder in sein inneres Gleichgewicht zu finden, ist eben ein Aspekt von Resilienz. Und deshalb haben wir das heute auf Wunsch unserer Community hier mit dir geteilt. Viel Freude beim Ausprobieren, Umsetzen und damit Gehen.
Ja, vielen Dank fürs Zuschauen und Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Alles Liebe, tschüss, ciao.
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