Sommerferien entspannt gestalten – So profitieren Kinder (& Eltern) wirklich

In dieser Podcast‑Folge des Gemeckerfrei‑Podcasts diskutieren die Gründer Uli und Bernd Bott, beide Eltern von vier Kindern und Bestseller‑Autoren, darüber, wie Eltern die Sommerferien ihrer Kinder sinnvoll und entspannt gestalten können. Sie sehen das Schuljahr als einen Marathon, nach dem ein luftleerer Raum entsteht, und betonen, dass die Ferien vor allem Raum für Unstruktur, Boredom und selbstbestimmtes Lernen bieten sollten. Sie kritisieren den Druck, in den Ferien Lernlücken zu schließen, und plädieren stattdessen für spontane, low‑pressure Aktivitäten wie Spielen, Basteln, Kochen, Outdoor‑Erlebnisse und handwerkliche Projekte, die sowohl Mädchen als auch Jungen ansprechen. Sie erklären, dass Langeweile neurobiologisch wichtig ist – sie fördert Dopaminausschüttung und Gedächtniskonsolidierung – und dass Kinder durch alltägliche Aufgaben (Einkaufszettel schreiben, Rezepte umrechnen) weiter lernen, ohne formale Schulaufgaben. Ein zentrales Konzept ist die „Alles‑darf‑nix‑muss‑Woche“ zu Beginn der Ferien, um den Kindern Zeit zum Kalibrieren zu geben. Sie verweisen auf ihre Podcast‑Folge 242, in der sie das Prinzip erläutern, den Alltag um die Kinder herum zu gestalten, statt die Kinder in den eigenen Alltag zu pressen. Abschließend raten sie, Über‑Programmierung zu vermeiden, stattdessen Raum für Boredom, Lagerfeuer‑Abende und kreative Entfaltung zu lassen, um die Ferien zu einer erholsamen und lehrreichen Zeit zu machen.
Chapters
Manche Kinder stecken schon mittendrin, für andere geht es gerade erst los. Oder auch sogar erst bald.
Ja, es ist ja so, also wenn ich mich so an früher erinnere, selbst als Kind war das eigentlich immer so ein Highlight.
Das war sogar eine Zäsur, ne?
Ja, es war eine Zäsur und so auch immer. Und mich echt immer voll drauf gefreut.
Ja, natürlich. Sommerferien.
Ja.
6 Wochen lang keine Schule. War für dich nicht so schlimm, weil du warst ja sonst auch nicht da, aber—
Naja, ich die— nicht als noch Kind, Kind war ich schon oft da.
Da wärst du dann doch aufgefreut. Ja. Nur was machst du jetzt mit so einem Kind in den Sommerferien? Und wie viele Eltern gehen eigentlich davon aus oder sehen das in ihrer Verantwortung, Dass sie in den Ferien dafür sorgen müssen, dass das Kind Lücken aufholt oder nicht alles vergisst.
Ja, also meine Eltern haben das schon hin und wieder mal versucht.
Meine nicht.
Meine schon. Ja, es kann vorkommen. Aber bei dir war es ja auch nicht nötig, bei mir sonst auch. Aber das auch nie konsequent durchgezogen, also so.
Ist ja auch die Pest.
Mein Widerstand war da immer, mach ich halt nicht.
Ja.
War's auch nix.
Aber ich kann mich schon erinnern, dass wir immer mal kurz auch so, zumindest zum Ende der Ferien hin, dass wir jetzt mit unseren Kindern schon auch immer mal so bisschen an den Punkt gekommen sind, dass wir uns gefragt haben, ob es nicht sinnvoll wäre, die würden schon mal wieder irgendwie sich erinnern.
Ja, und so Lehrer haben das ja auch gesagt, so in der Grundschule, dass man gucken soll, dass die Kinder immer mal was schreiben, dass die das nicht verlernen, dass die immer mal was rechnen, dass die das nicht verlernen und so.
Also du siehst schon, wir beschäftigen uns heute mit der Frage: Wie gestaltest du als Mama oder Papa im besten Fall die Sommerferien und was ist dein Job in Bezug auf Schule oder nicht?
Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, Eltern von 4 Kindern.
Wir sind Spiegel-Bestseller-Autoren und wir haben schon Tausenden und Tausenden Eltern dabei geholfen, sich ihr liebevollstes und entspanntestes Familienleben zu erschaffen.
Und ich freue mich, dass du heute hier bist.
Ja, das ist cool.
Genau, also Ferien.
Was soll eigentlich in den Ferien passieren? Wofür sind Ferien eigentlich da? Also was ist da?
Ja, also was wir glaube ich einfach im Blick haben dürfen, ist, dass so ein Schuljahr für so ein Kind ja wie so ein Marathon ist. Also wenn ich auch so denke, wenn man jetzt im Job Also wir als Eltern, wenn wir jetzt im Job irgendwie ein Projekt haben oder so, was halt mal ein paar Monate dauert und wir sind da wirklich intensiv involviert und dann ist das vorbei. Das ist ja seltsam. Also ich finde, es fühlt sich jedes Mal irgendwie seltsam an.
Ja, weil ja erst mal so ein bisschen so ein luftleerer Raum kommt. Ja, genau.
Ja, also es ist so ein luftleerer Raum, der zum einen entsteht, weil du halt davor die ganze Zeit so eine feste, also ein festeres To-do zumindest hattest, also wo du irgendwie wusstest, ich muss das machen, ich muss das machen, also es war irgendwie so, so. Und also dadurch entsteht ja so ein, so eine Leere erstmal, weil du halt das auf einmal jetzt nicht mehr tun musst. Aber gleichzeitig ist es ja schon oft auch so, dass gerade wenn man sich sehr verausgabt hat, dann ist man ja zusätzlich auch irgendwie erschöpft. Ja. Also zwei Faktoren, die eigentlich für Irritation sorgen. Und was, wenn das für Kinder nach so einem Schuljahr genauso ist? Weil ich meine, es fällt die Struktur weg. Jetzt sagen manche: Ja, die letzten Wochen ist ja schon gar nichts mehr, da machen die ja schon nichts Scheiß mehr. Ja, aber doch, die müssen jeden Morgen um dieselbe Zeit aufstehn. Die müssen sich, also die haben diese Struktur und das bleibt ja gleich, egal, ich bin hier am Gehen, egal wie anstrengend und ob das jetzt vielleicht schon lauter Sportfest und Zeug ist, was man vielleicht als Kind gerne macht und so, ist ja egal. Aber es ist halt einfach ein Zwang und eine Struktur und das fällt halt dann erst mal weg.
Und sie sind auf einmal viel mehr eigeninitiativ befragt.
Ja, und Das darf ja erst mal auch Raum bekommen. Also ich weiß zum Beispiel, dass wir irgendwann entschieden haben, dass wir nicht am Anfang von den Ferien direkt wegfahren. Ja, weil wir gemerkt haben, die brauchen alle erst mal irgendwie ihren Space, um überhaupt sich neu zu kalibrieren, sozusagen. Deshalb macht es auch überhaupt keinen Sinn, in die erste Ferienwoche irgendwelche Komm, wir renovieren dein Zimmer oder Keine Ahnung, sondern sagen, okay, können wir mal jedes Kind in Watte packen und es darf der ganze, alles, was da vielleicht auch noch an Anspannung oder Stress oder Umstellung oder was auch immer das ist, dass da einfach Raum sein darf für Spontanität.
Ja, und auch für Freiheit, also dass Kinder da halt auch so diese diese Freiheit leben dürfen, so Pyjama Days quasi, oder je nach Alter, aber im Sinne von, ich stehe auf und ich spiele erst mal Lego. 2 Stunden lang.
Oder so diese Präsenz einfach, dass du halt nicht das schon, also ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres an der Stelle, also gerade in den ersten 1, 2 Ferienwochen, glaube ich, gibt es nichts Schlimmeres als verplante Tage.
Ja, weil das ja genau, dann geht es ja genauso weiter.
Und diese Fähigkeit und gleichzeitig kann es natürlich sein, dass es auch Kinder gibt, die brauchen da eine bestimmte Struktur, weil es ihnen halt der Übergang schwerfällt. Aber da halt dann spontan drauf reagieren zu können, zu merken, okay, meinem Kind fällt es jetzt gerade schwer, das braucht jetzt gerade von mir diese Unterstützung, also kriegt es die an der Stelle.
Ja, ja. Und gleichzeitig das aber auch auszuhalten, dass Kinder und Kinder und Jugendliche können das ja oft noch viel besser. Als wir, dass die auch so dieses Nichtstun, diese Langeweile auch zelebrieren dürfen.
Ja, voll. Wobei ich ja eigentlich jetzt tatsächlich von unseren Teilnehmern oft mitbekomme, dass das halt was ist, was vielen Kindern total schwerfällt. Also sich dir ein bisschen widersprechen, wie gut denen das tut, weil da ist halt dann immer sofort der Ruf nach dem Tablet oder Computer oder irgendwie so. Also weil, und ich glaube, dass das eigentlich, ich glaube, fast, dass dieses Langeweile zelebrieren, dass das eigentlich was ist, was für mich in diese 6 Wochen gehört. Also dass ich in diesen 6 Wochen als Kind das wieder lerne. Und das kann schon sein, dass die ersten Tage, dass ich an den ersten Tagen halt mich irgendwie ausruhe. Ja, es ist ein bisschen so, weißt du, wenn wir irgendwie eine Challenge gemacht haben oder wenn wir so ein Buch veröffentlicht haben und haben halt da wirklich wochenlang irgendwie dafür gearbeitet. Und dann sagen, jetzt heute mache ich mal einen Tag. Also ich bin jetzt mal nur beim Dennis oder ich bin so Netflix-Tag oder also Netflix-Tag habe ich jetzt persönlich schon lange nicht geschafft, weil es mich einfach so langweilt. Aber da halt einfach zu sagen, ja, was, wenn das doch vollkommen in Ordnung ist, wenn ich diese erste Ferienwoche einfach als so ein Alles-darf-nix-muss-Woche nehme, um halt, dass das Kind quasi wie auf so einer, wie auf so einem Wattebausch, schon auf so einer Wolke landen kann, so aus diesem Schulalltag raus. Ja, ich stelle mir das wirklich gerade so vor, dass das wie so eine, dass das Zuhause wie so eine Hängematte sein kann, in dem das Kind so aufgefangen wird. Aber gefeiert wird dafür, dass es jetzt ein Schuljahr geschafft hat, egal wie die Noten aussehen, dass es einfach den Raum dafür bekommt, dass das seltsam ist, der Übergang, dass es die Möglichkeit bekommt, sich auszuruhen, dass es die Möglichkeit hat, also auch Unterstützung zu kriegen bei Beschäftigung, wenn es halt gerade noch nicht alleine sich beschäftigen kann. Also diese Dieses, also ich finde einfach, die ersten 1-2 Wochen sind voll gut dafür, einfach Raum aufzumachen, Räume zu öffnen für individuelle Bedürfnisse.
Und es macht einfach Sinn, da keine Pläne zu haben, was jetzt da irgendwie passieren soll, oder ja, und halt sonst möglichst spontan zu sein halt, wenn man, man kann ja trotzdem immer mal ein Angebot machen, wenn man merkt, so vielleicht Wäre es cool, was weiß ich, das ist auch das Alter der Kinder, ist ja egal, wir gehen mal in den Wald spielen oder wir gehen mal ins Schwimmbad oder was auch immer.
Cool ist halt, wenn du Zeit hast als Papa und da sein kannst.
Das ist halt, ist natürlich immer ein Luxus, wenn man das hat.
Da empfehlen wir sehr gerne die Podcastfolge 242, die habe ich gestern in einem YouTube-Video verlinkt. Ich habe es mir raussuchen lassen von unserem Team, weil ich habe es jetzt nicht gewusst, weil da haben wir nämlich drüber gesprochen, wie das man, dass es darum geht, als Eltern den Alltag um die Kinder drumherum zu gestalten und nicht zu versuchen, die Kinder in den eigenen Alltag zu pressen. Aber gut, das jetzt nur so am Rande, ne?
Zurück zu den Ferien. Naja, aber es war schon so eine, kann man mal kurz von uns erzählen, weil dadurch, dass ich ja Musikschule hatte, hatte ich ja auch in den Ferien, war ich nachmittags ja dann da. Das war eigentlich immer sehr cool bei uns. Also vormittags warst du auch da, aber vormittags sagst du so, oh, da bin ich jetzt sowieso immer da, weil da waren ja die Kinderinnen, die dann Schulschule waren und ferienrelevant war, waren die ja nicht mehr da, also da war ich dann mittags Mittagessen noch da und dann habe ich gearbeitet, ab Mittagsarbeit. Das war natürlich dann da auch frei.
Ja, und ich habe auch mir halt wenig Fortbildungen in die Sommerzeit gelegt. Ja, also das hilft.
Da werden auch nicht viele Leute kommen.
Ja, das auch nicht, aber also manche so Teamfortbildungen habe ich auch weniger gemacht, weil ich wollte halt mehr Zeit zu Hause sein. Und also das hilft halt einfach.
Ja. Ja, total. Das ist, und naja, wir haben ja so bisschen auch noch, es ist ja das, was immer wieder mal auch von Lehrern kommt, oder zumindest kenne ich das noch so.
Was ihr uns auch fragt.
Ja, genau. Ist ja, soll ich jetzt mit denen eigentlich mal was lernen? Sollen die mal was lernen? Oder was weiß ich so. Bei mir war es immer so Latein, also müsst ihr mal ein bisschen Bin ich mal mit so einer 4- gerade noch so durchgekommen und dann hieß es immer, ich soll in den Ferien Latein lernen. Also das war ein Kracher. Ja, weil wir nicht fahrend, schwenkend durchs Haus gelaufen haben, bis ich gesagt habe, ja, ich lerne jetzt jeden Tag Latein. Ey, und ich hab Scheiß gemacht. Also ich meine, es war ein Glück, wenn das Pausenbrot vom letzten Schultag noch rausgewandert ist aus dem Schulranzen. Ich habe den nicht die ganze Zeit aufgemacht, ja, außer mein Walkman draußen. Super.
Ja, also da einfach zu sehen, also Ferien sind einfach Ferien. Und das ist ja auch so abstrus, dann denken, wir Kinder könnten irgendwie Schreiben verlernen oder Rechnen verlernen über die Ferien. Also ich meine, wer hat das denn? Also verlernt doch auch kein Kind, wenn es im Winter mal 6 Wochen Glatteis ist, verlernt doch auch kein Kind Fahrradfahren. Oder Inliner fahren. Wer das mal kann, der kann das einfach. Also wer mal schreiben gelernt hat, der kann einfach schreiben.
Und es ist ja sogar erwiesen, dass die Pausen, dass in den Pausen passiert das Wichtigste. Das ist ja so wie beim Sport auch, wenn du Krafttraining machst. Das ist ja nicht so, dass während du da irgendeine Übung, während du Liegestützen machst, wachsen deine Muskeln nicht, sondern die wachsen genau nachdem du es gemacht hast, und dann wartest du wieder. Das ist im Gehirn genauso. Das Lernen passiert ja immer dann, also wie das Ganze sich festigt und sich setzt, passiert genau dann, wenn du mal was anderes machst. Und perfekt anderes machen ist nix machen, bisschen durch die Gegend gucken und bisschen draußen sein, so sich bewegen.
Ja, und natürlich, also ich meine Zahlen, Buchstaben, wenn ich jetzt mal nur das nehme, die sind ja in der ganz Wissen im Alltag ständig überall da. Ja, dann sagst du dem, also jetzt ist natürlich, sind das alles jetzt Beispiele, die wir bringen, die passen halt für eine bestimmte Altersgruppe, ja, das musst du halt für dich entsprechend anpassen, wenn deine Kinder anders alt sind. Aber wenn du einem Kind sagst, schreib mir mal einen Einkaufszettel, zack, schreibt wieder was. Oder du sagst, hier, wir backen einen Kuchen, und wie sind denn die Zutaten, und hast du so rechnen Alles dummerweise war nur ein Rezept für die kleine Backform und musst es in die große umrechnen. Oh ja, also all diese Dinge und gleichzeitig zu sagen, also wenn ich jetzt das auch von unseren Kindern nehme, was die gelernt haben, seit wir reisen sind, ja, also wie viel du halt, wie viel Lernen halt stattfindet in der Welt. Also dafür musst du nicht irgendwie reisen und in Urlaub fahren, das kannst du vor der Haustür machen. Aber ich höre es ja mit allem, also überall findet Lernen statt. Und all das macht, dass dein Kind, dass es, also wenn es Dinge tun darf, die es begeistert, wissen wir alle, ja, dann werden Neurotransmitter ausgeschüttet. Du hast mir letztens sogar wieder erzählt, wie heißen die, weil ich das immer vergesse. Dopamin. Dopamin wird da ausgeschüttet, genau. Also Und je mehr Herausforderungen man meistert, umso mehr Dopamin wird ausgeschüttet. Dann würde ich sagen, okay, wie kann ich denn, was können wir denn für Herausforderungen kreieren, die ein Kind meistern kann, sodass es die schafft, dass es gefordert wird, aber nicht überfordert wird. Das ist ja immer die, die, die Gratwanderung, die man halt als Eltern hinkommen darf.
Und das geht, ist schon simpler Staudamm im Bach bauen oder so ein Wasserbad bauen oder so Sachen. Also jetzt für all die Väter, die gern so ein bisschen basteln oder heimwerken, da gibt es tausende Sachen, die man eigentlich auch miteinander machen kann.
Ja, der lernt irgendeine neue Sportart, geht irgendwie klettern, lernt Paddel spielen, keine Ahnung, macht halt irgendwas. Was ihr halt bis jetzt noch nicht zusammen gemacht habt. Geht fischen, weiß ich nicht, irgendwas. Packt die Nähmaschine aus, ist ja vollkommen egal. Und das ist alles für Mädchen und Jungs gleichermaßen, weil so unterschiedlich sind Kinder überhaupt nicht. Also geschlechtsunterschiedlich. Kinder unterschiedlich sind so und so schon, aber ich meine, ein Mädchen kann genauso fischen Gehen wie ein Junge und—
Außer was aus Holz bauen.
Ein Junge kann genauso wie eine Nähmaschine und es ist vollkommen wurscht. Aber halt zu sagen, okay, wo, also wie können wir denn eigentlich in den Ferien all die Themen, die halt im Alltag oft eh zu kurz kommen, weil das halt alles so kopflastig ist, wie können wir die denn bedienen?
Und vor allen Dingen auch Also weil das Schöne ist ja, ihr könnt was zusammen machen und die Kinder lernen es von dir. Das ist für euch beide ja rund. Also erstens mal ist es ja die ursprüngliche Art, Wissen weiterzugeben, war ja an sich von den Eltern zu den Kindern. So schau, so geht es, so macht man das hier, nimm das so in die Hand, schau mir mal zu, lern vom Zuschauen und so. Und das dann miteinander ihnen Spaß zu machen miteinander, die simplen Haushaltssachen. Und dann lernt dein Kind in den Sommerferien total viel, aber bitte keine Shorts mit irgendwelchen Leseheften, Vokabelübungen, Matheaufgaben oder sonstigem Quatsch. Ja, und auch von zu viel Programm, also auch so, wenn auch so Ich meine klar, manchmal, für manche Eltern brauchen das, dass Kinder vielleicht in so eine Ferienbetreuung gehen und da gibt es ja sicher auch total gute Angebote, aber schau halt, dass das auch nicht über 6 Wochen ist.
Ja, wobei halt, ich bin halt da ein bisschen radikal, Bernd, weil ich denke mir halt, jeder kann ein Leben kreieren, wo er so viel Zeit mit seinen Kindern verbringen kann, wie er gerne mit seinen Kindern verbringen möchte.
Absolutely. Wenn du jetzt gerade mal mit Bill Gates Englisch, jetzt davon ausgehen, dass vielleicht jemand uns jetzt gerade in der Folge kennenlernt und dann sagt, ach stimmt, ja, das wäre eigentlich cool, ah, jetzt muss ich das mal rausfinden, wie kann ich das verändern, wird für diese Sommerferien bisschen knapp, deswegen wollte ich jetzt nur das nehmen, das ist jetzt auch nicht so schlimm, wenn auch ein bisschen Programm da ist, also was weiß ich, ich bin auch eine Zeit lang gerne in so Zeltlager gegangen oder sowas von, was weiß ich, von Osti Wartburg, da Fand es auch immer ganz toll dann für eine Woche oder so, ja, das war ja nicht, aber halt nicht 6 Wochen durchgetaktetes Dauerprogramm.
Das hatte ich einmal mit 17, ich war fix und fertig, als die Show wieder angefangen hat, Alter.
Mit 16 war ich 1994 auch mal fix und fertig, aber auch hart, ja, weil Lebensrhythmus wieder um 12 Stunden umdrehen musste.
Na also, aber für alle, die sowieso schon vielleicht das Gefühl hatten, das ist nicht unbedingt die beste Idee, dein Kind mit irgendwelchem Schulzeug in die Ferien zu quälen. Das ist, folg deiner Intuition, es war eine gute Idee. Es macht überhaupt keinen Sinn aus unserer Sicht. Und stattdessen, na, wie der Bert gesagt hat, ich würde das gerne noch mal kurz zusammenfassen und so ein bisschen highlighten. Ja, Programm dafür, dass begeistert Lernen stattfindet und gleichzeitig schafft Raum für Langeweile. Weil Langeweile haben bedeutet, das ist so ein Zitat, das ich noch aus den Erzieherfortbildungen kenne, Langeweile haben bedeutet, eine Langeweilezeit für etwas haben. Und erst aus der Langeweile heraus können neue Ideen und neue Interessen entstehen. Und wir sind oft so schnell damit, unsere Kinder wieder mit Programm zu versorgen und sei es nur ihnen die nächste Folge zu erlauben oder das nächste Computerspiel, dass die überhaupt keinen Raum mehr haben, um diese Langeweile ja aushalten zu müssen. Und vielleicht sind diese Sommerferien für dich ein Moment, in dem du anfängst, Langeweile zu fördern. Am Ende vielleicht landet ihr sogar am Lagerfeuer und schaut über Stunden und Stunden und Stunden der Glut zu, wie sie sich verändert. Das Feuer.
Das war auch immer so eine Beschäftigung. Lagerfeuer machen, Holz nachlegen und so.
Und da halt einfach Stunden erst sitzen. Und ich habe, also, na, und dann, wenn die Kinder im Bett waren, bin ich noch ein bisschen Und es waren oft dann Samstagabende, wenn du Musik machen warst und arbeiten warst. Und bin ich oft, da musste ich mich auch, das war sowas, wo ich mich oft zwingen musste, dann ins Bett zu gehen, weil ich ja wusste, wann die alle wieder aufstehen. Und ich habe es so genossen, dass ich immerhin meine Ruhe hatte und in Ruhe ins Feuer gucken konnte. Genau so war das. Also, ich wünsche euch schöne Sommerferien.
Alles Liebe. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
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