Ungerechtigkeit versus Eigenverantwortung

Uli and Bernd Bott argue that feeling unfairness is a mental state you can shift through taking responsibility. They describe their own path from financial strain and burnout to shutting down their training institute and investing six figures in a new parenting coaching business, learning the difference between victim and creator mindsets.
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Darüber wollen wir einfach mal einsteigen. Wie ist das eigentlich mit diesem Thema Unfairness, Ungerechtigkeit? Gibt es Ungerechtigkeit? Also alles, was irgendwie mit Geld zu tun hat, sind wir schnell da, dass wir da ein Urteil fällen. Dass der Ansatz von Gemeckerfrei, also unser Ansatz, ist einfach, dass wir sagen: Hol die Verantwortung zu dir zurück, weil du bist in der Lage, dir dein bestes Leben zu erschaffen, und zwar in jedem Lebensbereich.
Wenn dir jetzt ein Licht aufgeht und du sagst: Oh stimmt, an der Stelle habe ich eine unbewusste Entscheidung getroffen, die ich gar nicht will, weil in Wahrheit träume ich mit meinem Bewusstsein ständig schon von ganz was anderem. Dann ist jetzt der Zeitpunkt, wo du es jetzt verändern kannst.
Und das ist diese, diese Ermächtigung zu sagen: Ich kann alles in meinem Leben mit meinen Gedanken und mit meinen Gefühlen selbst erschaffen. Und dadurch, dass ich das alles selber erschaffen kann und dadurch, dass ich lernen kann, wie das geht, gibt es auch keine Ungerechtigkeit, weil Ungerechtigkeit würde bedeuten, jemand verteilt mit dem Eimer Glück und du hast halt vielleicht nicht bekommen.
Genau.
Hallo und herzlich willkommen beim Gemeckerfrei-Podcast von Uli und Bernd Bott. Diese Folge ist eine Fortsetzung. Falls du die vorherige Folge noch nicht gesehen hast, dann mach das, bevor du hier weiterschaust. Den Link findest du in der Beschreibung. Viel Freude mit dieser Folge und mit Uli und Bernd. Und das ist eben das, was wir für uns rausgefunden haben, dass wir jeden Lebensbereich kreieren, selbst kreieren, und zwar in Gänze, ne. Und als Paar kreiert ihr auch immer gemeinsam. Das heißt, es ist nie der eine, der geht, oder der andere, der bleibt, der eine, der fremdgeht, der andere, der nicht fremdgeht. Also das ist alles viel verwobener, als wir gemeinhin denken, dass es verwoben wäre. Und wir sind viel weniger voneinander getrennt, als wir gemeinhin denken, wir wären voneinander getrennt. Und da steckt so viel Potenzial drin, dass du für dich einfach erobern kannst. Ich sage absichtlich erobern, weil das ist ein Prozess. Das geht nicht von jetzt auf gleich, sondern das ist der Prozess, dass du quasi Gestalter, der Schöpfer, die Schöpferin deines eigenen Lebens wirst. Und da sind wir einfach das Beste oder ein gutes Beispiel dafür, wie das funktioniert. Und wir reichen dir gern die Hand, dass du es uns nachmachen kannst. Weil auch wenn eben das vielleicht manchmal von außen so aussieht, als wären wir irgendwie privilegiert, wir sind es halt einfach nicht. Das, wie wir heute leben, ist einfach die Folge von vielen, vielen, vielen mutigen Entscheidungen, die wir getroffen haben.
Ja, und wir haben früher, sind wir genau in einer ähnlichen Falle gehockt, sage ich mal. Also wir sind ja auch nicht, wir haben auch, hatten auch Zeiten, wo wir über jeden Cent nachgedacht haben und quasi jeden Cent umgedreht haben.
Wir, oder kein Cent mehr da war zum Umdrehen, ehrlich gesagt.
Muss man sagen. Ja, wir hatten ja auch, das haben wir schon oft erzählt, mit unseren Kindern war es nicht so leicht. Auch unsere Beziehung ist durch Ups und Downs gegangen. Absolut. Und wir haben das ja auch erst mit der Zeit rausgefunden oder das so wirklich verinnerlicht, was wir jetzt hier erzählen.
Ja, und weil wir das, aber weil wir den Weg gegangen sind, deshalb sind wir so davon überzeugt, dass das für jeden möglich ist, dass jeder das schaffen kann, wenn er das schaffen möchte.
Ich meine jetzt nur mal, wir können ja mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Ich meine, als wir da, du hast studiert noch.
Ja.
Da hatten wir zwei Kinder. Ja, dritte war auf dem Weg quasi. Wenn man jetzt die Situation nimmt, da hast du gerade dein Diplom gemacht.
Oder hast du es vorgemacht? Ja, Jakob. Mit dem Jakob wurde ich schwanger, als ich fertig war.
Okay, ja gut. Also zwei kleine Kinder, du hast studiert. Ich hatte den grandiosen Job als Musiklehrer. Also nicht an der Schule, sondern halt an der Musikschule. Das ist jetzt nichts, womit man große Sprünge macht. Ja, ich habe noch ein bisschen Musik gemacht damals, aber auch noch nicht. Das war auch noch ein Witz, was da reinkam. Also wir haben echt geguckt, dass es irgendwie läuft.
Ja, also ich weiß nicht, wie viele Stunden ich Preise verglichen habe von irgendwelchen Kindersachen oder was weiß ich. Wenn ich mir einmal im Jahr ein paar Schuhe gekauft habe, war es schon echt viel.
Klamotten und so waren wir echt sehr dünn gesät.
Also irgendwann war ich die Frau mit dem roten Pulli, weil ich hatte halt den roten Pulli, den ich gemocht habe, und noch einen Pulli, den ich anhatte, wenn der rote Pulli in der Wäsche war. Ja, und da haben sie immer alle schon über mich gelacht, weil ich halt die Frau mit dem roten Pulli war. Und aber so war das halt, ja. Und das war in Ordnung, weil das war halt unser Leben damals. Alles gut, ja. Und gleichzeitig haben wir halt irgendwann gemerkt, dass das halt ein bisschen anstrengend ist. Vor allem, wenn du dann Kinder hast, die halt sagen, und ich hätte gern dies und ich hätte gern das.
Und was eigentlich alle Kinder tun, was ja logisch ist.
Und dann eben zu sagen, okay, das Das müssen wir irgendwie anders machen. Und dann haben wir erst mal das auch ein bisschen unbewusst anders gemacht, weil wir noch gar nicht so genau wussten, wie man das bewusst anders macht. Und mit der Zeit haben wir halt immer besser gelernt, wie man das bewusst verändert.
Ja, und was ja dann dieses— bevor wir gelernt haben oder verstanden haben, wie das bewusst funktioniert, war es ja auch wahnsinnig anstrengend. Also das immer so, dann versucht man so mit Willpower irgendwie da was durchzuziehen, sagen, okay, wie komme ich jetzt dahin? Muss ich mehr Geld verlangen oder ich muss mehr? Wir waren ja beide selbstständig und dann halt einfach mehr arbeiten. Dann muss halt mehr, muss halt mehr Zeit reinstecken.
Dann haben wir mehr gearbeitet und dann hat es dazu geführt, dass eigentlich, also dass immer einer gearbeitet hat und der andere hat sich um die Kinder gekümmert, weil wir eben auch keine Großeltern oder so in der Nähe hatten. Unsere Kinder oft nicht in der Kita oder in der Schule waren und wenn, dann nur halbtags. Also es war immer einer da für die die Kinder und der andere hat halt Geld verdient.
Und das ging in die Hand.
Ja, genau. Also wir haben uns zum Teil irgendwo auf halber Strecke auf Parkplätzen getroffen, um die Kinder zu übergeben, weil es zeitlich anders nicht funktioniert hat. Ja, so, weil wir halt auch irgendwie am ADW gewohnt haben, weil es da halt günstig war. Und also Das war in vielem ganz ähnlich oder vielleicht sogar doller als das, was du gerade dein Leben nennst. Und nur was wir halt gemacht haben, ist, dass wir uns nicht abgefunden haben damit. Also wir haben halt gemerkt, das, was wir gerade hier machen, funktioniert Semi gut. Und das ist egal, ob das um die Kinder geht. Deshalb ist uns das so wichtig, dieses Unfairness-Thema. Es geht uns nicht nur um Geld, sondern es geht um alle Themen. Wenn es mit den Kindern nicht so gelaufen ist, wie wir es cool fanden, haben wir jetzt, sind wir zusammengesessen nachts und haben überlegt, wie geht es anders? Ja, wie kann man es anders machen? Wenn wir gemerkt haben, in der Beziehung ist es nicht so cool, wie wir es gerne hätten, haben wir überlegt, wie geht es anders? Und haben es verändert. Genauso beruflich oder eben was Geld angeht, was die Wohnsituation angeht. Und so weiter. Also wir haben immer dieses, die, wir waren immer bereit, den Schritt zu gehen, der den Status quo wieder verändert. Und das ist der Unterschied zwischen Opfer und Schöpfer. Weil wer sich als Opfer fühlt, der sagt, ja, das ist jetzt halt so, kann ich halt nicht ändern. Wenn das und das anders wäre, wenn das System anders wäre, wenn mein Partner, wenn meine Kinder, wenn meine Eltern, wenn die Welt anders wäre, dann wäre es ja leichter. Und das nicht zu tun, sondern zu sagen, okay, es ist einfach mein Es ist mein fucking Leben, und so wie es gerade ist, habe ich es kreiert. Und wenn ich es anders haben will, muss ich es verändern.
Ja, muss ich es verändern, weil dann muss ich mir die Macht nehmen. Ja, genau, vorhin gesagt haben. Ja, dann muss ich dahin kommen, dass ich sage, okay, was kann ich tun?
Ja, genau, das ist, was muss ich, und was muss ich auch tun? Ja, ich muss auch feststellen, Also ich muss das, ich muss auch den Schmerz aushalten, dass es nicht so geil ist, wie ich es gerne hätte. Also wenn ich mich zurückerinnere, ich habe diesen Tag, habe ich noch so präsent vor Augen. Samstagvormittag. Ich hatte den ganzen Tag, die ganze Woche Fortbildungen gegeben. Du warst schon freitags weggefahren zu irgendwelchen Auftritten dann als Musiker, weil in der Zeit warst du ja dann auch Musiker und hast Auftritte gegeben.
Ich habe am Wochenende gearbeitet.
Du warst halt freitags, samstags, sonntags weg. Ich war halt, es war halt Samstagvormittag, die Kids waren irgendwie beschäftigt, irgendwie am Spielen und bei uns zu Hause sah es aus, als hätte die Bombe eingeschlagen. Und es war, ich war sowas von müde, wirklich. Und ich habe versucht, die Küche aufzuräumen und da sauber zu machen, um irgendwie so ein bisschen wieder Grund unter den Füßen zu kriegen. Und ich, also ich habe 20 Minuten gebraucht, um die Arbeitsplatte abzuwischen, weil ich mich zwischendrin immer wieder hinsetzen musste, weil ich einfach nicht mehr konnte. Ja, das Das war einfach total krass. Und an der Stelle halt dann, oder wie oft bist du nachts dann noch irgendwie heimgefahren, wo es echt einfach, oder wie oft bin ich, also das darf man eigentlich gar nicht erzählen, wie oft bin ich beim Heimfahren so sekundenschlafmäßig im Auto eingepennt, weil ich nicht mehr konnte. Und gleichzeitig eben da nicht zu sagen, ja, das ist halt so, sondern an der Stelle zu sagen, fuck, wir müssen was ändern, das kann so nicht weitergehen, wir gehen dabei vor die Hunde. Das hilft uns alles nichts, was wir da jetzt aufbauen. Das hilft überhaupt nichts weiter, weil wir gehen dabei kaputt. Und sich diese Ehrlichkeit— das ist auch das, was wir in unseren Challenges ja immer machen, wo wir den Menschen das so, oder euch halt, ja, wo wir das euch so zumuten, ehrlich hinzuschauen. Weil das ist der Moment, wo du anfangen kannst, in die Veränderung zu gehen, wenn du diesen Mut aufbringst, hinzugucken. Na, und dann haben wir hingeschaut in dem Moment. Also nicht jetzt genau an dem Samstagvormittag, weil da warst du ja nicht da.
Aber sobald du wieder da warst, haben wir hingeschaut, angefangen zu überlegen, was können wir anders machen? Weil es einfach—
wir wären halt in Burnout gelandet. Also waren wir vielleicht schon. Ja, keine Ahnung.
Ja, war damals noch nicht so modern.
Ja, den Begriff gab es damals noch nicht. Aber also Das war die Regel, dass wir bis nachts um 2 gearbeitet haben und um 5 wieder aufgestanden sind. Und das war nicht ab und zu, sondern das war halt eigentlich unser Alltag. Standard. Und um das, das Pensum und alles, was dazugehört, einfach zu schaffen und dann eben zu sagen, okay, das kann so nicht weitergehen. Und dann war unser erster, das Erste war, dass wir festgestellt haben, oder dass du dann Das hat auch einige Monate gedauert. Da waren wir ewig dran.
Wir haben eigentlich verschiedene Sachen, wir haben alles Mögliche durchgedacht und überlegt. Und wie können wir hier, wie können wir da? Ich habe mir einen Fahrer geholt und so weiter. Und wir haben überlegt, kann man irgendwie das so groß machen, dass man damit weniger Arbeit hat und so weiter. Also in alle möglichen Richtungen. Und am Ende habe ich gemerkt, ich packe das nicht mehr. Also das mit diesem Musikmachen, ich habe auf Hochzeiten gespielt und so, das hat Brutal viel Spaß gemacht, erinnere ich mich heute immer noch gerne dran. Und es war halt brutal zehrend, weil es ist halt klar, du arbeitest nachts, du musst meistens Samstagmorgens oder eben schon Freitagabends los und bist dann die ganze Nacht am Arbeiten und dann Montag wieder um 5 aufstehen, weil die Kids irgendwie versorgt sein müssen.
Weil ich dann wieder auf Fortbildung gegangen bin.
Und ich habe so gemerkt, das hat einfach keinen Sinn. Und es war auch nichts, wo man jetzt sagen kann, das kann man so und so verändern, dass man das nur noch alle 2 Wochen macht. Dann lohnt sich es erst recht nicht mehr. Ja, mal über deine Backe. Und dann habe ich einfach gesagt, okay, wie wäre das denn, ich habe da eh bei dir schon immer bisschen was gemacht, so mit der Webseite und so Zeug, und so Buchhaltung für uns beide gemacht und so Sachen. Und dann habe ich gesagt, komm, wie wäre das denn, wir machen das, was du machst, einfach zusammen. Dann sind wir wenigstens, sind wir zwei wenigstens immer wieder mal zusammen, und ich muss am Wochenende nicht weg. Ja, es war uns schon klar, dass es nicht sein wird, dass man am Wochenende gar nichts arbeiten muss. Das war auch nicht das Problem. Aber schon mal, ich muss nicht mehr wegfahren und so weiter und wir können uns auf eine Sache gemeinsam fokussieren. Und dann haben wir das Fortbildungsinstitut ja zusammen weitergemacht.
Haben wir damals, ich weiß gar nicht, 10 Jahre ist es ja oder so, vielleicht gibt es ja noch einige, die sich erinnern. Ich weiß nicht, da gab es schon mal einen Podcast und da gab es die ersten Online-Fortbildungen und damals wusste echt noch keiner, wie das geht und was das ist. Wir haben also, das war, da waren wir echt voll die Pioniere und entsprechend war das halt auch, also das hat schon ganz gut funktioniert. Und gleichzeitig wurde halt mit der Zeit immer klarer, dass wir halt gerne mit Eltern arbeiten wollen, weil das ja auch so ist, wenn, also kann man vielleicht noch dazu erzählen, als ich diese Erzieherfortbildung, als ich die gemacht habe, Da war das natürlich so, dass die Leitung hat mich gebucht oder der Träger hat mich gebucht. Und dann habe ich da mit einem Team gearbeitet, das halt zum Teil nur mit mir arbeiten wollte und die zum Teil halt auch pissig waren, dass die Leitung oder der Träger irgendwas entschieden hat. So kennst du vielleicht. Und entsprechend kräftezehrend war das halt.
Musstest ja die Hälfte oder über die Hälfte der Leute immer noch überzeugen, dass sie das mögen, was du da machst.
Und das war super anstrengend.
Also das ist eigentlich ähnlich, wie wenn man auf Hochzeiten spielt, weil das Brautpaar sucht sich da eine Band aus und die Band muss dann dafür sorgen, dass es den ganzen 100 Leuten gefällt.
Ja, voll. Also so, und dann haben wir, dann kam halt so, und gleichzeitig war das aber, das war mein Baby.
Also ja, du hast es auch total gut gemacht.
Und meine, meine Mission war, die Welt für Kinder schöner zu machen. Also das war jetzt nicht so, dass ich mir gedacht habe, ja, dann schmeiß mal halt das Fortbildungsinstitut über Bord und machen was. Also war ja auch bei dir schon. Also das mal, ich würde es auch noch mal rauspointen wollen. Ich meine, du bist Musiker mit Leib und Seele gewesen.
Ja klar, ich habe ja mein Leben lang davor nichts anderes gemacht.
Also selbst in der Schule habe ich nichts anderes gemacht. Und hast es gemacht und so und hast Du hast es gut gemacht und war ja auch erfolgreich. Und das aufzugeben, also das ist ja schon so ein Schritt, den trauen sich ja viele gar nicht. Und aber das trotzdem zu machen, weil zu sagen, so wie es gerade ist, kann es nicht weitergehen. Und dann 2 Jahre später oder so haben wir dann eben festgestellt, okay, also auch so kann es nicht weitergehen, wir müssen noch mal was ändern. Dann hatten wir schon Coaches und Mentoren, die uns das, die dann schon mal, ich weiß 2015 hat er das erste Mal zu mir gesagt: Sag mal, also das mit den Erziehern, meinst du wirklich, dass das so eine gute Idee ist? Und ich so: Ja, ist voll die gute Idee und voll meine Vision und ich bin voll— Und er so: Warten wir mal, sprechen wir mal später wieder. Und 2017 waren wir dann halt so weit, in Anführungszeichen, dass wir gesagt haben, okay, jetzt wird der Felix 18, also unser ältester Sohn, und jetzt sind wir den Sind wir den Pfad selber einmal gegangen, weil wir halt nichts, wir wollten halt nicht was vermitteln, was wir selber nicht können, nicht kennen. Und dann haben wir das angefangen aufzubauen und haben erst mal halt noch einen Sack voll mehr gearbeitet, weil wir ja doppelt machen mussten.
Dann jetzt auch nicht so, dass wir zum Thema privilegiert oder nicht privilegiert, wir hatten ja auch nichts erspart. Das hat uns ganz gut, das hat uns ganz gut so, dass der Alltag hat ganz gut funktioniert dann zu der Zeit. So, das war dann schon wieder, war schon ganz okay, aber weit ist jetzt nichts übrig geblieben oder so.
Nee, Quatsch. Und dann, dann haben wir halt, und wenn wir irgendwie was hatten, haben wir das in Coachings und Weiterbildungen und so investiert, um halt weiterzulernen. Und dann, ich hoffe, das ist interessant, dass wir das so im Detail erzählen, aber das könnt ihr uns ja dann schreiben. Und dann Dann haben wir halt wieder da mutige Entscheidungen getroffen, weil dann mussten wir halt, also dann waren wir an dem Punkt, dass wir halt gemerkt haben, okay, mit unserem, mit dem, was wir über Geld glauben und über Erfolg glauben, kommen wir auch an der Stelle nicht vom Fleck. Und da müssen wir was Neues lernen. Und dann haben wir eine irrsinnige Summe investiert, die wir nicht hatten. Also es war deutlich sechsstellig und haben das möglich gemacht und haben diese Entscheidungen getroffen und haben dann ein paar Monate später, ne, dann haben wir so gedacht, jetzt bauen wir das parallel auf, und wenn das Elterncoaching läuft, dann hören wir mit den Fortbildungen auf. Und dann haben wir halt gemerkt, das funktioniert auch nicht, wir müssen halt den Fokus, wir brauchen den Fokus auf eine Sache. Und dann haben wir das Fortbildungsinstitut stillgelegt zu einem Zeitpunkt, wo wir noch einen Riesenkredit zusätzlich aufgenommen hatten, den wir bedienen mussten und wo das Elternwochenende meckerfrei noch nicht gelaufen ist.
Überhaupt nicht gelaufen ist. Geld gekostet, nur Geld gekostet, nichts gebracht in dem Moment. Aber es war halt so mit dem Fortbildungsinstitut, da musste man im Herbst sonst wieder das neue Programm rausbringen und dann wären wir wieder für ein ganzes Jahr lang verpflichtet gewesen, wieder Fortbildung gegeben müssen. Und dann war da einfach jetzt der Punkt, machen wir das noch oder machen wir nicht? Weißt du, wie wir da saßen? Sagen, müssen wir jetzt wieder so eine, haben immer so Broschüren verschickt und haben überlegt, machen wir das jetzt noch oder machen wir das nicht? Und dann haben wir gesagt, okay, wir machen es halt nicht. Und das war schon, es hat so viel Mut gekostet, das hat schon viel Mut gekostet, weil du musst halt, du setzt halt alles auf eine Karte an der Stelle. Fortsetzung in der nächsten Folge, bleibt dran für eine Vorschau.
Die waren immer bereit, den Status quo über den Haufen zu werfen, wenn der uns an irgendeiner Stelle nicht gedient hat.
Gerade wenn es gegen die Angst geht oder wenn du schneller bist als deine Angst, dann ist es halt auch mal unbequem. Das ist einfach unangenehm, dann immer wieder sich einzugestehen, ich bin da echt ein ganz schönes Arschloch.
Unser Sohn hat es dann, er war auch in dem Gespräch dabei, der hat es dann Anspruch in Anführungszeichen genannt. Wenn unsere Kinder schon vor Jahren gekommen sind und gesagt haben, der ist blöd und das ist blöd und das ist doof, wo wir so, ja, änders. Ja, das kannst du dran verändern.
Also wir haben sie von Anfang an ermächtigt, uns zu sagen: Ja, du kannst das selber, du hast es selber in der Hand. Und das ist, wie er ja dann gesagt hat, ist auch ein Anspruch. Ja, das heißt halt auch immer, ich kann mich jetzt nicht aufs Sofa setzen, die Liegefunktion anmachen und sagen: Ach, ich arme Socke. Es gibt Dinge, sobald man die weiß, kann man nicht mehr zurück. Und tut mir leid, tut mir nicht leid. Es tut mir nicht leid. Ich freue mich an sich für dich, weil jetzt weißt du was.
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