Verletzte Kinderseelen verletzen Kinderseelen - Podcast 104

In dieser Episode des Gemeckerfrei-Podcasts diskutieren die beiden Moderatoren (SPEAKER A und SPEAKER B) das Phänomen, dass unverarbeitete Kindheitswunden der Eltern durch das Verhalten ihrer Kinder wieder aktiviert werden – "verletzt Kinderseelen verletzen Kinderseelen". Sie teilen persönliche Geschichten, in denen alltägliche Situationen (z. B. das Aufräumen der Schultasche) starke emotionale Trigger auslösen, weil sie alte Gefühle von Nicht‑Gehört‑werden, Ungerechtigkeit oder Machtlosigkeit reaktivieren. Die Hosts erklären, dass diese Trigger nicht vom Kind, sondern von den gespeicherten, unterdrückten Emotionen der Eltern stammen und als Einladung zur Heilung verstanden werden können. Sie beschreiben das Bild der "Emotionsbatterien" und der "Bomben" im Inneren, die bei Aktivierung explodieren können, wenn sie nicht bearbeitet werden. Weiterhin wird erläutert, wie das unreflektierte Reagieren zu einem Teufelskreis führt, in dem das Kind verwirrt wird, die Eltern‑Rolle übernimmt und langfristig zu Stress, Depression oder Lethargie beim Elternteil führt. Als Gegenmaßnahmen schlagen sie Achtsamkeit, das Erkennen von Triggern, das bewusste Unterbrechen der Schmerz‑Kette, den Einsatz von "Zauberfragen" und das Vorleben von Veränderung vor. Abschließend wird ihr Buch "Abenteuer Familienleben" erwähnt, das weitere Impulse und Kapitel zu diesem Thema bietet. Der Ton ist persönlich, dialogisch und ermutigend, mit einer Mischung aus Selbstreflexion, Metaphern und praktischen Hinweisen.
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Und wäre ich diesen Weg weitergegangen, hätten wir heute ein diametral anderes Familienleben, als wir das haben. Herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Genau, heute mit einem mal wieder so spannenden Thema, also ein und der Themen, die uns so am Herzen liegen eigentlich.
Ja, und es ist auch so eine, ist echt so ein gemeckerfrei Basic, muss man sagen. Ja, auch so ein Entstehungsgrund dafür.
Ja, genau. Und auch was, was es glaube ich an vielen Stellen vielleicht auch gemeckerfrei spezifisch macht, sozusagen. Okay, aber jetzt spannen wir euch nicht länger auf die Folter.
Die Folge heute heißt: Verletzte Kinderseelen verletzen Kinderseelen.
Genau, verletzte Kinderseelen verletzen Kinderseelen. Und das kann man erstmal wirken lassen. Ja, einfach sagen: Was kommt da eigentlich? Was wird da eigentlich in mir lebendig? Was triggert es eigentlich bei mir, wenn ich das alleine schon nur höre? Weil also in mir früher hat es ganz klar eine Sache getriggert: Ich wollte sofort loslaufen und alle Verletzungen aus meiner Vergangenheit irgendwie bearbeiten, tilgen, ungeschehen machen, unbedingt halt auflösen, damit ich nicht wieder aus Unwissenheit oder aus persönlicher Betroffenheit, Verletztheit wieder zum Täter werde.
Ja, und ich habe ehrlich gesagt, war es bei mir ein bisschen anders. Da muss ich jetzt mal ganz ehrlich sein, bin ich aber. Ich habe es erstmal bisschen als Ausrede benutzt.
Ja, ich kann ja nicht anders mit den Kindern, weil ich habe ja so eine schwere Kindheit gehabt.
XYZ ist schuld. Lehrer, Heimleiter, Eltern, was auch immer.
Genau, weil es so blöd war, weil wir nicht vorgelebt gekriegt haben, wie das geht, bedingungslos zu lieben, weil wir nicht vorgelebt haben, wie das geht, eigene Wunden zu heilen, sage ich jetzt mal, weil wir das nicht können und weil die anderen uns so blöd behandelt haben. Deshalb schreien wir halt auch mal unsere Kinder an und deshalb meckern wir die an und deshalb sind wir nicht die Eltern, die wir gerne wären.
Ja, und zum Glück hatte ich da dich dabei, die das eben anders angegangen ist und auch ein bisschen von mir eingefordert hat, das anders anzugehen, und habe dann zu meinem Glück und zum Glück unserer Kinder und auch zu deinem Glück jetzt haben wir dann angefangen, die Sache halt anders anzugehen und die Verantwortung dafür selber zu übernehmen.
Genau, und jetzt würde ich, das war so jetzt mal so der Einstieg mit so unseren persönlichen Erfahrungen dazu, und jetzt würde ich einfach gerne noch mal von vorne anfangen, ne. Was heißt denn verletzte Kinderseelen, verletzen Kinderseelen? Wenn man das jetzt mal ganz einfach an einem Beispiel aufzieht, ja, dann ist es einfach zum Beispiel eben so, wenn Du sagst zu deinem Kind: Bitte räum deine Schultasche weg, oder bitte räum deine Kleider weg, oder bitte geh deine Zähne putzen. Und dein Kind macht so diesen hier, so: Mach ich nicht, ja, kannst mich mal. Oder tut so, als würde das, was du irgendwie, ne, also wenn du jetzt das Kind wärst und ich würde sagen, kannst jetzt mal bitte, kannst mal bitte deine Schultasche wegräumen gehen. Hm, dann geh doch bitte mal deine Zähne putzen, ne? Uns passiert so nichts, nichts. Ich bin nicht da. Genau. Und viele von uns triggert es, viele Eltern triggert es. Aber das triggert uns eigentlich nicht, weil das Kind sich jetzt gerade so verhält. Weil ich meine, wir kennen ja alle Kinder, wir wissen ja alle, dass die halt— also rein rational ist uns ja vollkommen klar, dass Lego spielen oder Basteln oder irgendwas anderes tun, viel spannender ist, als jetzt seine Schultasche wegzuräumen. Ist ja jetzt nicht schwer zu verstehen. Nur in dem Moment, wo das Kind dann wieder nicht reagiert, da wird in uns sozusagen eine alte Wunde getriggert, nämlich— also bei mir war es zumindest, können wir ja beide noch mal erzählen, in so einer Situation wäre es jetzt bei bei mir die Wunde gewesen, sozusagen: Nie werde ich gehört, kann machen, was ich will, keiner hört mich. Was wäre es bei dir?
Ja, bei mir war es schon so ein bisschen: What the fuck, ich musste das doch auch tun. Also so dieses, dieses, ne, wenn ich das immer machen musste, dann könnt ihr das jetzt auch machen. Also euren Schulranzen wegräumen.
Wo soll es denn noch hinführen?
Ja, manchmal war es auch so, dass ich mir gedacht habe, wenn jetzt solche Chaoten wie ich einer bin.
Auch das, ne. Aber einfach zu sehen, dass wir getriggert sind von bestimmten Verhaltensweisen unserer Kinder, hat nichts mit der Verhaltensweise des Kindes zu tun, sondern mit dem, was wir mit dieser Verhaltensweise in der Vergangenheit für Erfahrungen gemacht haben, bzw. was wir damit verknüpfen. Was wir hineininterpretieren, was wir für Emotionen damit verknüpfen, was wir für Schlussfolgerungen daraus ziehen, was wir für, wo wir einfach, wo einfach unsere Kinder, zum Beispiel auch wenn die sich Sachen rausnehmen, was wir uns nie getraut hätten. Ja, das ist auch mal so was, wo viele Eltern dann an die Decke gehen, aber eigentlich nicht, weil das jetzt blöd ist, dass das Kind zum Beispiel sagt: Nee, also das mache ich einfach nicht. Zum Beispiel. Sondern eigentlich haben wir alle so einen Teil auch in uns, oder viele von uns haben auch einen Teil in sich, die halt sagen: Boah, ist schon krass, dass mein Kind halt das steht halt voll für sich ein.
Ja, in manchen, aus einer anderen Perspektive können das viele gutheißen, weil du ja sagst, okay, das hat gelernt, für sich einzustehen. Und ich meine, wenn du deinem Kind beibringst, dass es für sich einsteht, dann wird es auch gegenüber dir für sich einstehen. Das ist ja ganz klar. In einer anderen Situation gegenüber einem Lehrer oder irgendwas, wo irgendwas unfair ist. Wenn ein Kind für ein anderes Kind in der Schule sagt: Nein, das stimmt, das ist unfair! Und da aufsteht, dann sind alle Eltern stolz, sagen: Ja, super! Gut, wenn es halt dann sagt: Nein, Schulranzen wegrollen mache ich nicht, macht keinen Sinn, muss ich ja morgen eh wieder an der gleichen Stelle mitnehmen. Dann finden wir es doof.
Ja, genau, aber wir finden es eben doof, weil das alte Geschichten in uns berührt, weil es alte Gefühle wachrüttelt, weil wir es als Trigger empfinden, und weil es ein Trigger ist, weil es in dem Moment ein Trigger ist. Und was wir halt verstehen dürfen, ist, dass Dinge, mit denen wir keine Geschichte haben, Es kann immer noch so sein, dass das nicht so ist, wie wir das uns vorgestellt haben oder wie wir es gerne hätten, aber damit können wir total entspannt umgehen. Das einfach nur so, dass wir sagen, ach so, ja, das ist jetzt so, das habe ich mir wieder, okay, also brauchen wir jetzt hier eine andere Lösung. Da können wir unseren ganzen Sachverstand, unsere ganze, unser ganz, unsere ganze Empathie auch, ne, also Herz und Kopf können wir voll nutzen in Momenten, in denen wir nicht getriggert sind.
Ja, da kannst du es auch, da kannst du es mit Humor nehmen, da kannst du dann kreative Lösungen finden und so weiter, weil du bist einfach, sagst okay, bist entspannt, hätte ich gerne anders, aber ist jetzt auch erst mal nicht dramatisch und kann man dann, kann ich mir überlegen, wie kriege ich das auf Dauer hin, dass es anders wird? Ganz gemächlich. Aber ich habe keinen Stress drauf.
Voll. Und eben, ne, verletzte Kinderseelen verletzen Kinderseelen. Das bedeutet, an sich ist jedes Mal, wenn du dich von deinem Kind getriggert fühlst, ist das nur eine Einladung zu sagen: Ah geil, mega, danke, liebes Kind, dass du mich triggerst, weil hier kommt was aus meinem Unterbewusstsein hoch, was erlöst werden will. Ich sage immer so ungern geheilt, weil eigentlich Ich weiß gar nicht, ob jemand von uns geheilt werden muss, ja, aber was da halt in— also wir sind halt, also wir haben alle x Emotionen in uns gespeichert. Also wir sind quasi lebende Emotionsbatterien sozusagen, ne. Also wir haben alles Mögliche, da haben wir uns unfair behandelt gefühlt, da haben wir uns nicht gehört gefühlt, da haben wir uns nicht gesehen gefühlt, da haben wir uns Da haben wir uns klein gemacht oder klein gefühlt, was auch immer, all diese Emotionen, die nicht da sein durften, die nicht gewollt waren, weil ich meine, wir haben alle in irgendeiner Form gelernt, dass man nicht rumwütet, dass man nicht rumschreit, dass es keinen Grund gibt, Angst zu zu haben, dass es, oder dass man sich damit lächerlich macht mit dem Zeigen von Emotionen. Ja, genau, ganz oft. Und das ist einfach, also die allermeisten von uns haben einfach gelernt, ihre Emotionen zu verdrängen und zu unterdrücken, und dann sind die abgespeichert.
Und die sind wie so eine kleine, wie so eine, wie früher zum Beispiel Panzerknacker gelesen hat, die hat immer diese kleinen schwarzen Bomben. Das ist wie so ein kleines Ding, das hast du in dir, und ich nehme extra das Bild Bombe, weil halt irgendwann das passieren kann, dass jemand diese Lunte anzündet, ja, und dann bricht es halt wieder raus.
Genau, und was halt jetzt cool ist, ist, wenn du verstehst, dass dein Kind, wenn es dich triggert, dir das größte Geschenk überhaupt macht, weil das bedeutet, das zündet die Lunte, um bei deinem Beispiel zu bleiben, dann explodiert blödiert. Die nächste, das nächste schwarze Kästchen. Ich kenne keine Panzerknacker, deshalb muss ich gerade so mich beim Bären drücken, versichern. Ja, und also die so eine Kanonenkugel quasi, oder was?
So eine Granate, wie so eine Kanonenkugel. Also es gibt den echt gar nicht so, aber so in den Comics.
Ich durfte keine Comics lesen, weil das galt als Verblödungsmaschine.
Also ne, auch Siehst du, was dabei rausgekommen ist?
Genau. Aber wenn, also jedes Mal, wenn dein Kind dich triggert, nimm es ab heute einfach nur als Einladung, als Geschenk, eine alte Emotion, die in dir gespeichert ist, zu erlösen. Erkenn jedes Mal, wenn dein Kind dich triggert, die Einladung Selbst, ja, ich nenn's noch mal, zu heilen und hör auf, dein Kind dafür verantwortlich zu machen, dass es dich in Rage bringt, weil das ist ja das, was die meisten von uns tun. Wir machen ja genau das, was wir gelernt haben, geben wir ja weiter, ne? Ja, weil du jetzt deinen Schulranzen jetzt— wie oft muss ich noch alles zu dir sagen? Jetzt räumst du immer noch nicht deinen Schulranzen weg, und weil du das nicht machst, deshalb habe ich jetzt Stress und schlechte Laune und mir geht's nicht gut und überhaupt Was ja gleichzeitig eben noch passiert, ist, dass du das meistens dann genau mit den Sätzen und Worten machst, die du selber in den Situationen—
also du speicherst ja nicht nur die Emotion ab, sondern du speicherst ja auch noch die ganze Sprache ab, das Verhalten.
Und dann hörst du dich auf einmal so an wie deine Mama oder dein Papa, obwohl du dir immer vorgenommen hast, dass dir das garantiert nie passiert. Verletzte Kinderseelen verletzen Kinderseelen. Das heißt, jedes Mal, wenn du in dir den Impuls verspürst, dein Kind zu schimpfen, zu strafen, anzumeckern, anzuschreien, ihm was anzudrohen, mit blöden Wenn-dann-Sätzen zu arbeiten, es sind nur Momente, wo deine eigene Verletzlichkeit auf die Bühne kommt, wo deine eigenen Wunden, die du in deiner Kindheit in dir angesammelt hast, sozusagen, wo die anfangen aufzubrechen. Und in dem Moment, wo du dir aber wieder, wo du jetzt aber zu dem Kind sagst, nur wegen dir, und jetzt mach endlich, und wie oft soll ich noch sagen, in dem Moment drückst du deine Wunden noch tiefer ins Unterbewusstsein. Und dann brauchst du dich überhaupt nicht zu wundern, wenn du am Ende des Tages halt immer unglücklicher, deprimierter, depressiver, lethargischer, antriebsloser, gestresster und so weiter wirst, weil du bist halt ein Pulverfass, du bist ein lebendiges Pulverfass. Und je mehr, je mehr du das Zeug alles in dir immer weiter versteckst und ja auch versuchst zu containen, also zu unterdrücken, je schlechter geht es dir.
Ja, weil du brauchst total viel Energie, um das einfach zuzuhalten, um es unten zu halten, um es unter Kontrolle zu halten. Ja, entweder wirst du halt dann ständig sauer und flippst ständig aus oder du wirst eben depressiv, was halt die, das ist der Rückzug dazu quasi.
Ja genau, lethargisch und deprimiert.
Die zwei Möglichkeiten, keine davon ist gut. Beide sind irgendwie scheiße.
Ja, und dann kommst du halt so in diese, in diese, ich kann es ja eh nicht ändern, Kinder schreiten nun mal, also das war jetzt ja nur Ich habe mich einmal dabei ertappt, ich weiß noch genau, ich war einmal an diesem Punkt, dass ich kurz den Gedanken hatte: Ach, also okay, ich gebe auf! Dieser liebevolle Alltag, von dem ich träume, der scheint einfach doch nicht möglich zu sein! Und wäre ich diesen Weg weitergegangen, hätten wir heute ein diametral anderes Familienleben, als wir das haben! Aber was habe ich in dem Moment gemacht? Ich habe diesen Gedanken bemerkt und ich habe mir gedacht: Nee, also nix, also im Leben nicht, lass ich mich von dir drangsalieren, du Wurm in meinem Kopf! Also nix da, also ich gebe doch meine Träume nicht auf, nur weil da irgendeine Stimme in meinem Hirn irgendeinen Quatsch erzählt!
Ja, und eben zu verstehen, dass es nichts— es hat überhaupt nichts mit dem Außen zu tun, es hat überhaupt nichts damit zu tun, was die Kinder gerade machen, das hat überhaupt nichts damit zu tun, was irgendjemand gerade macht und ob die Person irgendwas falsch oder richtig macht. Das Einzige, was gerade passiert, ist, dass irgendwas, was in dir aufgehoben ist von früher, gerade getriggert wird.
Genau, und was dann, wenn du das zulässt, dass das getriggert wird? Dann passiert Folgendes: Dann bist du quasi ein verletztes Kind, das mit deinem echten Kind sich einen Kampf liefert, sozusagen, ne? Und dann ist dein echtes Kind komplett verwirrt, weil du dann nicht mehr als Mama oder Papa in Erscheinung trittst, sondern für das Kind, trittst du als verletztes Kind auf die Bühne und das Kind so: Hä, was ist denn jetzt hier los? Wo ist jetzt hier meine Mama? Wo ist mein Papa? Ich verstehe die Welt nicht mehr! Hä? Und ich muss noch— und dann kriegt das Kind das Gefühl, es müsste jetzt in so eine Elternrolle schlüpfen, weil einer muss es ja tun, und dann wird's total schräg zwischen euch, und dann entsteht so ein Teufelskreis, wo es halt immer lauter wird, immer unfairer, immer unschöner, immer ja, wo ihr halt einfach euch nicht gut tut. Und gleichzeitig gilt jetzt auch nicht, also ist jetzt auch nicht notwendig zu sagen: Oh Gott, was habe ich da schon alles irgendwie falsch gemacht, oder was ist da schon alles den Bach runtergegangen? Sondern einfach nur zu sagen: Ach so, ab heute, ab heute Ich habe ab heute die Chance, es zu verändern, und das mache ich halt einfach! Warum? Weil ich diese Kette des Schmerzes durchbrechen will! Ich stehe nicht zur Verfügung, dass ich und damit auch meine Kinder wieder Glieder in der Kette des Schmerzes sind, sondern ich mache mich auf, damit wir Glieder in der Kette des Wohlbefindens Ja, und ich unterbreche einfach diesen, dieses ständige Weitergeben, ja, an den Stellen, an denen es mir halt auffällt.
Weil ja auch dieses, alleine die Tatsache, dass du anfängst, das bewusst zu unterbrechen, die Kette des Schmerzes, um jetzt den Begriff da noch mal zu verwenden, lernen deine Kinder ja auch. Also die lernen von dir, dass es, ah ja, okay, ne, ich kann das unterbrechen. Und klar wird jeder von uns irgendwie auch Dinge weitergeben an die Kinder, von denen er gesagt hat, naja, hätte ich damals schon gewusst, hätte ich das nicht gemacht und so weiter. Aber weil wenn du ihnen zeigst, dass man das eben unterbrechen kann, dass man das verändern kann, dann können sie das in ihrem Leben auch wieder machen.
Genau, und wenn du halt vorlebst, dass man es verändern kann, das ist ja sowas Wichtiges. Und was mir auch noch total wichtig ist, und ich bin gerade total froh, dass mir das wieder einfällt, weil gerade hatte ich nämlich kurz, war der Gedanke kurz weggesprungen, das bedeutet ja nicht, zu allem Ja und Amen zu sagen, ne? Also das ist ja immer das große Missverständnis, dass wir Menschen oft glauben, wir bräuchten die negativen Emotionen, wir bräuchten den Trigger, damit sich was verändert. Und das ist einfach totaler Unfug, weil ganz im Gegenteil, in dem Moment, wo du halt in deinem, in deiner Mitte bist, wo du einfach in dir stabil bist, wo du innerlich klar und voller Liebe bist, da kannst du einfach ganz leicht abwägen und kannst sagen, okay, also Ist es mir jetzt so wichtig, dass die Schultasche hier wegkommt? Glaube ich, dass das Kind es nur lernt, wenn ich jetzt drauf hinweise? Muss ich da jetzt eingreifen? Kann ich— ist es hier— ja, kann ich mit den Zauberfragen arbeiten von Gemeckerfrei zum Beispiel? Oder whatever, ich habe einfach die Möglichkeit, situativ angemessen zu reagieren und handeln, so wie es jetzt in dem Moment passt. Und ich bin nicht automatisch auf so einer Reaktionsautobahn, die ausgelöst wird von meinen alten Erfahrungen und Wunden und unterdrückten und eingespeicherten Emotionen. Ja, genau. Ja, und geh los, geh einfach, wenn du dich erkennst, Geh los! Seh, dass dein Kind die größte Einladung ist, die Person zu werden, die in dir noch schlummert, also deine beste Version zu werden. Und unsere Kinder sind häufig unsere größten A... Engel, die uns einfach einladen, das aus uns rauszukitzeln.
In diesem Sinne wünschen wir dir viel Freude, viel Spaß beim Ausprobieren. Vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen.
Genau. Und natürlich gibt es in unserem aktuellen neuen Buch Abenteuer Familienleben auch ein Kapitel dazu, wie du Frieden schließt mit deiner Vergangenheit und noch 49 andere Kapitel mit kurzen, knackigen Impulsen, wo du einfach, je nachdem, was dir gerade auf der Seele brennt, aufschlagen kannst, nachlesen kannst. Direkt umsetzen kannst.
Und kannst du auch ganz durchlesen, wenn du magst, was auch schon vielen passiert ist.
Und wir hoffen einfach, dass es dich unterstützt bei deinem liebevollen, gemeckerfreien Familienalltag. Hab's schön, bis bald, alles Liebe!
Danke fürs Zusehen! Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare, wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion Aktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal.
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