Vom Hippie und der Streberin – Unsere Liebesgeschichte

Uli and Bernd Bott, founders of the Gemeckerfrei podcast, tell how they met at gymnasium over 35 years ago: Bernd the rebellious hippie, Uli the ambitious spiritual type. They share stories from school, learning Schafkopf and Binökel, their first flirtations, and how their opposite personalities shaped the parenting philosophy they teach today.
Chapters
Ja, wir haben ja mal unsere Teilnehmer gefragt, was sie für Fragen haben an uns. Also nicht jetzt inhaltlich Fragen, weil die können sie uns jetzt bloß stellen, dafür gibt's ja die Calls mit dir und den Coaches. Aber was sie so für Fragen haben über uns, was sie noch nicht von uns wissen, was sie mal gerne wissen würden, und haben ihnen versprochen, dass wir dazu dann eine Podcast-Folge machen.
Jetzt müssen wir irgendwelche Sachen beantworten. Jetzt müssen wir Fragen beantworten.
Und das machen wir heute.
Ja, genau.
Da kannst auch du, wenn du noch nicht Teilnehmer bei uns bist, sehr gespannt sein, weil ich glaube, ich habe mal so kurz drüber gescannt, da kommen ein paar Sachen raus, die wir sonst vielleicht nicht so kennen.
Schon ein bisschen gemeckerhaft.
Witzig und interessant.
Genau. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei Eltern von 4 Kindern. Und das Wichtigste ist eigentlich, dass du hier richtig bist, wenn du verstanden hast, dass wir alle Elternsein nicht gelernt haben und dass man es aber lernen kann. Ja, und dafür sind wir da. Das ist unsere Aufgabe in dieser Welt. Ja, und heute eben eine Q&A-Frage, deswegen habe ich auch mein Handy hier dabei. Und wir fangen mit der ersten Frage an. Ich bin jetzt mal gespannt, wie lange wir dafür schon brauchen. Es könnte sein, so in mehreren Folgen.
Wie habt ihr euch kennengelernt?
Hm, ist schon so lange her.
Es war einmal.
31, das erste ist wichtig, das ist schon, nein, ja, kennengelernt ist vielleicht sogar schon länger. 32.
Sollte ich schon unser ganzes Leben lang so ungefähr, na ja, nicht ganz, aber 35 Jahre auf jeden Fall. Dass ihr voneinander wisst. Ja, genau, und ja, genau, deshalb finde ich es schon, es war mal ein Gymnasium. Genau, wir haben uns in der Schule kennengelernt, ja, die Amerikaner sagen so süß, ein High School Crush. Genau, so. Ja, und es ist eigentlich, wenn man das mal, wenn man die ganze Geschichte erzählt, dann bist du quasi eins meiner ersten, oder mein erstes bewusst kreiertes Manifestationsergebnis.
Uli Bott hat eigentlich nichts dafür.
Ja, also weil Das war jetzt so, dass meine Teenager-Erlebnisse mit dem anderen Geschlecht sozusagen, die waren irgendwie so eher unbefriedigend. Also einmal bin ich irgendwie voll verarscht worden, dass irgendwie einer, den ich toll fand, irgendwie auf mich stehen könnte. Das hat dann ziemlich Das war ziemlich abstrus. Da habe ich dann mit meiner Mama so Zeug gemacht, dass die irgendwie gependelt hat, ob der in mich verliebt ist oder nicht. Das war total abgefahren. Also Pendeln an der Stelle funktioniert, lass dir das sagen, ehrlich mal, überhaupt nicht. So, genau, und dann war ich halt so ein bisschen frustrated, würde ich sagen, halt nicht so 17 war, und wir waren dann miteinander im Leistungskurs. Und schön, wir kurz das sagen.
Ich habe jetzt, wir haben ja gar nichts ausgemacht, ich erzähl du mal weiter, und dann ich bring dann noch meine, meine Anekdötchen mit rein.
Weil also ehrlicherweise waren wir jetzt erstmal nicht so besonders, also ich habe den so angeguckt, wenn wir mal vorne standen, ich kann mich erinnern, dass so eine Situation gab, wenn ist der Bernd ausgefragt worden, musste vorab sich vorstellen.
Genau, so ein Fall erleben wir. So eine Bekanntschaft, die muss vorgestellt werden, und die letzte Stunde oder die letzten paar Stunden so ausgefragt und hast dann dafür eine Note bekommen.
Ja, und ich weiß auch nicht, irgendwie standst du da so vor mir, also ich saß auch relativ weit vorne.
Warst du in der ersten Reihe?
Nein, nicht immer.
Eineinhalb ist zu viel.
So, da muss ich zu meiner Verteidigung auch was dazu sagen. Aber trotzdem, jedenfalls du standst halt da so vor von mir, und ich weiß auch nicht, wieso mein Hirn auf die Idee gekommen ist, darüber nachzudenken, dass ich dann so gedacht habe, also den Typ echt mal überhaupt nicht. Also wenn man jetzt mal so über einen Typen nachdenkt, also den mal so gar nicht.
Also wir waren schon einfach zwei Welten, also wir waren eigentlich in zwei unterschiedlichen Welten unterwegs. Das muss man glaube ich dazu sagen.
Genau.
Das ist wichtig dazu, weil ihr kennt es ja vielleicht auch aus der Schule, es gibt halt so Cliquen oder Tribes, die sich eigentlich nicht wirklich berühren.
Ja, ganz im Gegenteil, die eigentlich so, oder sogar die eigentlich übereinander sogar eher so. Ja, also so, naja, also das mal so als Einschub. Aber ich, also 17 Jahre alt, und dann ist mir so meine erste Mantra-CD, damals gab's CDs, von Uli Bott, genau, und auf dieser CD war ein Mantra, um seinen Traumpartner anzuziehen, und das fand ich dann irgendwie cool, und dann habe ich das gesungen, man musste das immer 108 Ich hatte damals, ja, dedication, damals hatte ich so einen Nebenjob, da musste ich im Altersheim Geschirr spülen. Und dann habe ich das dreimal in der Woche gemacht. Und da auf jeden Fall die dreimal, also an den drei Tagen habe ich das immer da beim Abspülen gemacht. 108 Mal dieses Mantra. Und das war, also es ist schon spooky einfach, weil das war im Herbst 1994, im Herbst 1994 war das.
Manche so, was macht die Frau eigentlich gerade auf der Welt?
Aber das war im Herbst 1994, ihr habt es auch nur 3 Monate oder 4, weiß ich nicht, Genau, weil dann bin ich ja— genau, dann war es 1995, und dann, wir waren zusammen, also wir waren zusammen im Leistungskurs und wir waren zusammen im Chor. Und das war der Roman-Tregal-Chor, kleiner Chor, ja, so eine Minigruppe. Und wir saßen Eines Tages, das muss Februar gewesen sein, 1994, saßen wir in diesem Chor und dann habe ich so, ich weiß nicht, ich habe einfach so die Leute, die Runde so durchgeguckt, weil die saßen da meistens so im Halbkreis.
Und du hast ja immer wieder nichts zu tun, weil du hast ja auch noch geschrieben.
Ja, genau. Und dann schaue ich so und dann bleiben meine Augen so am Bernd hängen. Und das ist wirklich wie aus dem Bilderbuch. Ist mir echt so Alles in die Hose gerutscht. Also ich habe mich halt schon verliebt. Also ich hatte irgendwie Herzrasen und gedacht: Scheiße, was ist denn das jetzt? Und dann habe ich das so die Tage danach, habe ich das so, ich so: Was war denn das jetzt? Und so. Aber dann war es echt immer so, dass wenn ich in deine Nähe gekommen bin, ich kann mich erinnern, ich bin bei unserem Hausmeister Pause gestanden, wo der da so seine Snacks verkauft hat, bin ich irgendwie mal an dir vorbeigelaufen und ich hatte halt Butter in den Knien. Das war halt einfach total abgefahren. Ja, so, und dann habe ich gedacht, okay, irgendwie scheint da was passiert zu sein. Und dann war ich ja damals, passend zu meiner Streber- zu meinem Streber, wie soll man sagen, Ruf war ich irgendwie Kollegstufensprecher oder irgend so was. Und wir haben halt zu der Zeit sowieso gerade schon irgendwie so Kollegstufen-Stammtische immer organisiert. Also das habe ich nicht initiiert, das war irgendwie schon so, hatte schon einmal stattgefunden. Das war halt so eine Gelegenheit, um sich in irgendeiner Kneipe zu treffen und Zeit miteinander zu verbringen, weil das ja jetzt, wie der Bernd ja gerade schon gesagt hat, weil wir ja originär keine Berührungspunkte außerhalb der Schule hatten, weil wir uns eben in verschiedenen Kreisen bewegt. Ja, und das hat halt dazu geführt, dass ich das schon bisschen forciert habe, dass die nächsten Stammtische stattfinden, was ich in meiner Funktion als Kolleg:innen-Studiensprecher ja auch tun konnte.
Ja, aber hast du nicht auch irgendwas gemacht, dass ich da überhaupt hinkomme? Weil normalerweise wäre ich doch ich da nicht unbedingt dort gewesen.
Doch, da warst du immer, da warst du auch schon bevor. Ach so, da war ich auch.
Ja, ja, weil das war ja eigentlich mein Kumpel David, war ja eigentlich verknallt.
Da war da doch noch nicht.
Doch, natürlich. Und deswegen, und dann ich war quasi der Wingman eigentlich, deswegen war ich dann mit dabei, weil ich hatte da eigentlich—
Nee, die waren alle da, der Lupo war da, Ihr seid ja alle hingegangen. Also ehrlich glaube ich, dass das erst später war.
Ja, okay, gut.
Ich weiß nicht.
Das weißt du ja nicht, weil das haben wir dir ja nicht verraten. Ja, ja.
Die Kursübersetzung hat er ja erst später gemacht.
Deswegen wurde es ja auch schwierig, weil ich eigentlich meinem Kumpel quasi den Vortritt gelassen habe. Aber das ist dann alles gut ausgegangen. Der hat einen super Partnerin gefunden und so weiter. Der ist ja daneben gezogen. Herz aufmachen. Ja, also, aber zurück zu den Kollegen. Stopp.
Dann haben wir uns da halt getroffen, ja, und dann haben wir irgendwie, habe ich irgendwie Schafkopfenspielen gelernt, was total abstrus war. Ein Kartenspiel, ein bayerisches Kartenspiel, immer gespielt, ich und meine, ja, ich habe erst gespielt, ja, das, das war auch total abstrus, weil Ich habe ja ein schwäbisches Kartenspiel gelernt zu Hause. Binökel.
Binökel.
Binökel.
Wird es mit I gesprochen?
Wird es mit E?
Binökel.
Ja, genau. Und diese beiden Spiele haben eine sehr, die sind an sich ähnlich, aber mit Skat verwandt, ähnlich, aber die haben so unterschiedliche Regeln.
Und das war sehr lustig, weil als Uli das Schachkochen gelernt hat, hat sie immer einen Fehler gemacht, dass sie nicht gedacht hat, sie muss stechen. Und jetzt für alle, die sich im Kartenspiel auskennen, das ist im Schafkopf nicht so. Und als ich dann später, als wir schon zusammen waren und mit deinen Eltern zusammen und so Menno gelernt habe, habe ich ein halbes Jahr gebraucht, bis ich geschafft habe.
Da hat er dann verstanden, warum ich das so schwer gefunden habe.
Ja, weil das halt, das ist halt, ich bin Spanier, deshalb verändert auch die ganze Strategie.
Ja, das war witzig, also da habe ich mich wirklich wie der Volldepp angestellt. So, aber ihr habt mich trotzdem noch mitgenommen, das war ziemlich nett von euch.
Nein, mit Fabienne, da haben wir schon Geld gespielt. Ne, mit dir nicht, glaube ich.
Er später erst, glaube ich. Ja, na ja, und dann haben wir so die ersten Nächte miteinander durchgemacht, so in so einem, also in diesem Kreis irgendwie, so in diesem Klüngel quasi, und ja, dann haben wir einfach mehr Zeit miteinander verbracht, so, Und das Spannende war, dass ich einfach null Komma null Zweifel daran hatte, dass wir zusammenkommen. Wusste einfach nicht, war mir vollkommen wurscht, wie lange es dauert. Ich wusste einfach, dass das, dass das passieren wird.
Ja, das sind ja immer Dinge, wenn du Wenn du so von solchen Dingen weißt, einfach, es gibt einfach Dinge, da weiß man es, und da gibt es keine Frage, dann hat man auch keine Zweifel, dann hat man auch keinen Stress damit. Ja, der Witz, weil du einfach weißt, es passiert, und dann ist dir der Rest eigentlich scheißegal, wie und wann.
Ja, und ich erzähle das jetzt so ausführlich, weil das ja total viel mit gemeckerfrei am Ende zu tun hat, mit dieser Sicht aufs Leben, dass du einfach Entscheidungen triffst. Weil das war jetzt, also ich meine, das war an der Stelle, also du warst ja erstmal nicht in mich verliebt, oder zumindest, wenn es gewesen wärst, also ich weiß eigentlich gar nicht so ganz genau, ich weiß gar nicht, ob du das eigentlich genau weißt, wann war das eigentlich, weil du ja das auch nicht zugelassen hättest, weil ja eben dein Kumpel Ja, so, also deswegen kann ich das so nicht sagen. Also es war schon so, dass das relativ schnell ging, dass du auch super gerne von dir aus Zeit mit mir verbracht hast.
Ja, und mein Kumpel hat ja nicht da gewohnt. Der hat ursprünglich im gleichen Ort gewohnt wie ich. Dann sind seine Eltern weggezogen. Das fand er total doof. Und dann habe ich gesagt, hey, du kannst am Wochenende mal zu mir kommen. Und deswegen war der natürlich am Wochenende da, aber unter der Woche halt nicht.
Ja, genau. Und das war halt, also ich habe ja damals, also das ist ja eigentlich auch schon sehr besonders, weil ich hatte damals ja schon eine eigene Wohnung, weil meine Mama ist quer durch Deutschland umgezogen und meine Eltern hatten mir angeboten, dass ich halt dort bleibe, damit ich mein Abi da machen kann, weil ich eben schon dann Anfang Kollegsstufe waren. So, und deshalb hatte ich als Einzige natürlich, weil wir mit 18 eine eigene Wohnung, ich hatte eine eigene Wohnung, und dann bist du da halt vorbeigekommen, und als du dann halt festgestellt hast, dass ich kein Kaffee habe, weil da so, da haben wir die erste Nacht so bei uns, bei, also so in diesem Klüngel bei mir durchgemacht.
Kein Koffein im Bauch?
Nee, weil ich war veganer, gesund.
Kaffee ist doch vegan. Kaffee wird meines Wissens nicht aus Tieren hergestellt, außer der, der von diesen komischen Katzen gefuttert wird. Also du hattest keinen Kaffee. Das war jetzt mal ein Schock. Das gab es in meiner Welt nicht. Aber gut, wir haben das gelöst.
Dann bist du mit Typen kaputt.
Das war ein guter Vorwand, einmal nochmal bei dir vorbeizukommen. Aus heutigem meinst du, ich habe eine Kaffeemaschine gekauft?
Ja.
Mit der ganzen Kaffeemaschine auftauchen. Das war damals nicht so British Coffee. Ja, das war ein bisschen, warten wir, wie dann gerumpft vorbeizukommen. Ja, so war das, hat sich das halt angehört, dass wir dann halt irgendwie so im Frühling zusammen, Ende März, Ende April, genau, so, das war mit vor über ein, weiß Ja, ich bin dabei extra einmal durchgeflogen, dass ich überhaupt in einer Ufo war, weil da war ein Jahrgang höher und dann die 11. Klasse einfach mal wiederholt, also 2, und da habe ich es geschafft, nicht durchzumachen. Deswegen waren wir dann zusammen und wegen dem gemeinsamen Interesse an Geschichte waren wir zusammen in Geschichte, weißt du was ich meine? Kurs mit Sozialkundegeschichte kombiniert. Und wir waren auch noch auf einem Grundkurs zusammen, weil er dieses System hat, das weiß ich jetzt auch nicht mehr.
Das war witzig, weil dann waren wir auch zusammen in Bio bei ungefähr dem strengsten Lehrer der Schule, so ungefähr.
Ja, aber zu mir war er nicht streng.
Ja, aber da hast du irgendwie was zu mir so in Frage gestellt. Rumgebastelt. Das waren irgendwie 7 Seiten oder was, ultra dick, mit 150 Fragen und musste das dann irgendwie ankreuzen. Das weiß ich noch. Aber ja, ja, voll. Das war, das ist—
Soll das ein Joke oder was?
Nee, du wolltest irgendwie damit rausfinden, ob du mich am Wochenende siehst oder so. Keine Ahnung.
Ach so, ja, ich rufe schon überall die Paten an. Für mich war Schule halt brutal langweilig, weil mich das vieles nicht interessiert hat. Und dann habe ich halt immer solche Sachen gemacht. Und wir hatten damals ja noch keine Handys, nichts. Wir mussten uns ja mit irgend so was beschäftigen. Und wenn ich nicht irgendwie Musik geschrieben habe oder so was oder irgendwas geübt habe unter der Bank, dann habe ich halt irgendwie so Sachen, so Front-Desk-Zeug gemacht.
Ja, das ist eigentlich, vielleicht erzähl mal das noch, also das war ja, da wolltest du ja vorher glaube ich auch schon so ein bisschen drauf hinaus.
Ja, das Ding war, das erste Mal, dass ich, also ich meine, ich hatte schon, ja, vor meinem Leben, wir hatten ja schon so einen wagenloser Lospunkt, weil ich ja auch immer so eine, bei Kolbing ist so Art, ja, Kunstschlagjugend aktiv war. Also das war eigentlich so meine zweite Welt. An sich in der Schule war ich so ein raufender Hippie mit langen Haaren und so abgerissenen Klamotten, der tendenziell immer zu spät kam, schlechte Noten hatte.
Oder gar nicht da war.
Ja, oder gar nicht da war, genau. Anfangs spät kam, die jüngeren Jahre noch, und dann zeitweise immer wieder gar nicht da war und so weiter. Also so ein bisschen Rebell, gleichzeitig war ich Schülersprecher und so, irgendwie auch auch wieder geliebt und habe natürlich alles an Musik vorgesungen. Ich bin ja dann auch Musiker geworden erstmal. Also ich war da schon engagiert, aber halt möglichst nicht im Unterricht, sag ich mal so. Das war halt nichts für mich. Und ich saß dann, also deswegen, ich wusste schon, dass es dich gibt und so weiter, aber wir haben uns jetzt nicht wirklich kennengelernt.
Ja, diesen anderen Berührungspunkt, da warst du gerade dabei.
Genau, wir saßen in der Kumpel und ich mal zusammen und haben uns so haben uns unterhalten und wir hatten so einen in der Schule, der immer so, der hat ständig Fragen gestellt, aber halt so Fragen, also auch dreimal die gleiche Frage anders formuliert, weil er halt nicht zugehört hat bei der Antwort, also ich will ihm jetzt nicht unterstellen, dass er dumm war, weil das war er eigentlich nicht, sonst wäre er auch nicht weitergekommen, aber er war halt so, es gibt diese Menschen, die fragen irgendwie das Gleiche und die nerven halt so ein bisschen mit den Fragen und Du hast ja auch total viel im Unterricht mitgemacht, also auch in dem Alter noch, aber dann da hat mein Kumpel schon gesagt, naja, die Bot, die nervt auch ein bisschen, aber wenigstens ist die intelligent. Also das war halt das, was so Dings war, und da ist irgendwas aufgegangen, ich habe gedacht, stimmt, weil du wärst mir auch da nicht, weil ich habe ja noch nicht mal zugehört bei den Fragen der anderen, deswegen War mir das noch gar nicht so aufgefallen. Aber das war so ein Punkt. Und der war aber schon in der Zeit, wo du quasi dieses Mantra gesungen hattest. Das war kurz bevor wir dann enger da geworden sind.
Das war ja alles ganz am Anfang.
Das ist da passiert.
Weil ich meine, wir sind zusammen, also eigentlich habe ich angefangen, dieses Mantra zu singen, als wir zusammen in den Erstauskurs gekommen sind. Das war Anfang des Schuljahres. So war das.
So was vollkommen Neues zu haben. Und da ist es alles so passiert.
Und was ich aber sozusagen zu meiner Verteidigung da immer noch dazu gebe, ist, dass ich habe ja im Unterricht, ich habe viel mitgearbeitet im Unterricht. Erstens war das für mich die Methode, dass mir das nicht ganz so langweilig war, und zweitens habe ich halt irgendwann in der 7. Klasse, oder war das, da hatten wir mal so einen Deutschlehrer, der sich mal so bitter darüber beschwert hat, dass wir ihn so im Regen stehen lassen. Und ab dem Moment haben mir einfach die Lehrer leidgetan. Dann habe ich mitgearbeitet, weil ich wollte halt die Lehrer, ich wollte halt das, was die Lehrer da leisten oder tun, ich wollte das halt irgendwie wertschätzen.
Absolut.
Das war so meine Motivation dazu.
Das ist auch vollkommen egal. Aus heutiger Sicht habe ich auch viel versäumt in der Zeit.
Ja, however.
Also manchmal auch nutzlose Sachen gemacht in der Zeit oder gepennt und dann hätte ich auch besser zugehört, dann hätte ich mir noch bisschen was mitgenommen.
Ja, ist ja voll ungut. Also ich glaube, es ist einfach wichtig zu sehen, dass jeder, also Schule ist ja grundsätzlich ein Setting, das niemandem entspricht und jeder Jedes Kind probiert halt aus, also versucht halt eine Strategie zu finden, mit der dieses Ding, also diesen Zustand oder diese Zeitspanne irgendwie hinter sich bringt sozusagen. Und das finde ich, deshalb würde ich es auch hier einfach gerade gerne noch mal highlighten oder reinbringen, weil es auch so viel hilft, um die eigenen Kinder besser zu verstehen. Zu sagen, okay, jedes Kind findet und wählt Jeder hat für sich halt eine Strategie, um mit diesem Unsinn irgendwie klarzukommen.
Und ich habe in der, und das jetzt noch mal für alle, die so ein Kind haben wie ich, eins, also die so Schule sich so durchnogeln oder so was, ich habe so viel gelernt dadurch. Ich habe so was, ich heute anwende im täglichen Leben, im Business, mit Mitarbeitern. Ich bin so effizient geworden. Ich habe so gelernt, keine Ahnung, wenn es dann mal drauf ankam, so gegen Ende des Schuljahres, diese Schulaufgaben hieß das damals, Klausuren oder Arbeiten oder so, dann habe ich mich halt am Abend vorher hingesetzt, habe 4, 5 Stunden dann nachts noch gelernt und habe dann eine 2 oder eine 3 geschrieben, was ich halt gebraucht habe. Also ich habe auch nicht so viel gelernt, dass ich eine 1 gepackt hätte. Das habe ich auch immer wieder geschafft, wenn ich wollte, wenn ich es gebraucht habe. Ich habe einfach genau, ich wusste immer genau, wo ich stehe, und dann hatte ich halt haufenweise 4en Ja, und dann hatte ich eine 5 und dann haben sie es ausgeglichen, weil ich in Musik und Religion hatte ich immer eine 1, ja, einmal sogar in Sport eine.
Du? Damals?
Ja, damals, als ich Sportlehrer war, da mussten wir eine Aufwärmübung, da mussten wir das Aufwärmen mal übernehmen als Note und da habe ich mir eine Übung überlegt, die nicht funktioniert hat, aber der hat gesagt, also so mit dem Ball, mit 4 Leuten, die den Ball irgendwie hin und her schmeißen müssen, Die war logisch verkehrt. Ein Kumpel von mir hat sie mir danach auf einem Blatt Papier aufgezeichnet, aber der Sportlehrer hat auch nicht gemerkt, dass die logisch verkehrt war. Hat gesagt, das war voll cool, weil das war mal eine eigene Idee, und dass die so dumm sind, kannst du ja tun. Deswegen hatte ich im Sport einmal eine 1, aber das war das einzige Mal. Ja, genau, also deswegen ist es total cool, wenn Kinder, also du darfst auch das von dem Kind akzeptieren, weil Siehst jetzt auch, man kriegt eine wunderschöne Frau, auch wenn man schlechte Noten hat, und man kann auch ein relativ erfolgreiches Leben führen, was ich jetzt von mir schon behaupten will.
Du scherzt!
Und ohne gute Noten zu haben.
Ja, und es ist halt einfach, also in Effizienz bist du halt ungeschlagen, ist halt unfassbar. Also auch wenn ich so an an das Abilernen und so zurückdenke, ja, weil so langweilig die Zeit, weil sie hat immer keine Zeit. So war das, und der Bernd hat halt 3 am Abend vor der Geschichtsklausur, also 2 Tage davor oder so, ja, da bist du da mit dem Buch durch, also Zigarette in der einen Hand, Buch in der anderen Hand, bist du da auf und ab gelaufen auf unserer Terrasse und hast da irgendwie in dem Buch rumgeblättert, irgendwas vor dich hin gelabert, und ich so, Also ich habe gedacht, das kann nicht sein, Ernst sein.
Das war ein sehr gutes Geschenk zur Abiturprüfung. Das hat mit deinem Zentrum zu tun.
Nee, doch echt, ein Geschenk. Du warst ja noch effizienter als ich gerade dachte.
Wirklich, sehr, sehr gut.
Ja. However.
Das war die einzige gute Note in meinem Abitur.
Ja. Ich hatte halt 15 Punkte und das beste Abitur in Geschichte, in Mathe auch nicht und so, aber der Rest von mir, der ganze Rest auf der anderen Seite. Ja, ja, das geht auch gar nicht. Also nur, ich habe halt ein Wort dran lang. Ich hätte halt zu jedem Thema, du hast halt genau die Themen gelernt, die da dran gekommen sind, also auch das wieder so Manifestationsding halt eigentlich. Und ich habe halt alles gelernt, ich hätte halt jedes Thema dran kommen können und Ich hätte zu jedem Thema 15 Punkte gekriegt. Aber ich habe damals, das ist auch geil, weil ich habe so eine eigene Methode entwickelt, wie ich halt diese Inhalte lerne und wie ich mir das zusammenstelle. Und davon habe ich, also das ist im Endeffekt bis heute, sind das die Grundlagen dafür, dass ich in der Lage bin, Inhalte aufzubereiten.
Ja, und es ist ja, und der Witz ist dabei, du hast ja auch daran Spaß.
Ja.
Also du hast daran ja einfach Spaß. Und ich hatte Spaß, so wie ich es gemacht habe, und das ist an sich immer total wichtig. Ja, hatten wir so das Glück, dass unsere Eltern auch nicht so, die waren nicht da, meine waren in der Zeit auch nicht wirklich, ich war eigentlich auch ziemlich viel allein und habe das halt so gemacht, wie ich Bock hatte.
Ja, also da sind lauter so kleine Nuggets, Geschichten drin, die eigentlich am Ende heute ein Teil von Gemecker frei sind. Was Was ich auch noch gerne erzählen würde, ist so, wir haben das schon so angerissen, du warst so der Hippie mit den abgerissenen Klamotten, und wenn dir deine Mama irgendwie 100 Mark gegeben hat, dass du dir eine Hose kaufen sollst oder T-Shirts, dann hast du irgendwie für 70 Mark Schallplatten gekauft, und dann bist du noch in irgend so ein Ramsch-1-Euro-Laden gegangen und hast noch irgendwie 3 weiße diese T-Shirts gekauft. Also das war also wirklich, also das war also, der sah aus, also wirklich, also am schlimmsten waren diese kaputten Möchtegern-Birkenstock mit Absatz.
Also das war, ich weiß gar nicht, wo du die her hast, weil ich glaube, die hatte ich nicht.
Ich weiß es genau, weil die vorne so abgelaufen waren. Nein, die waren wirklich, das gab so Hausschuhe, Schuhe, so, die waren so, also, vorgetäuscht. Und halt so, also, du hast es mal aber so gut auf den Punkt gebracht, weil du gesagt hast, du warst halt im Außen so der Revoluzzer und ich war im Außen halt voll angepasst. Also, ich habe halt so voll durchschnittlich ausgesehen, würde ich mal sagen. Und Habe mich auch so durchschnittlich verhalten oder war so musterhaft, vielleicht so streberig auch so ein bisschen. Und gleichzeitig war ich halt aber innen voll der Revoluzzer eigentlich. Also ich war damals irgendwie vegan, habe irgendwie mein Essen nach der Fünf-Elemente-Lehre aus China gekocht, wo du irgendwie die Nahrungsmittel in einer bestimmten Reihenfolge folgenden Tropf schmeißen musst. Und irgendwie bin da mit meinem, hatte dann da mein Glas dabei mit so einem vorbereiteten Frühstück, was ich dann noch mit Alufolie umwickelt habe, damit kein Licht, damit es nicht oxidiert. Und alle haben mich irgendwie angeschaut, als hätte ich irgendwie einen Rad ab, ja. Ich kann mich erinnern, der Nata war da und sagt, was hast du da? Was? Um Gottes Welt ist, du da in deinem—
da gab's noch keine Overnight Oats oder so Zeug, da hat man noch Keller des Cornflakes gegessen, gefühlt, und ansonsten Nussschnecken vom Hausmeister und so. Ja, das war mein täglich Brot.
Und halt so dieses Ganze, auch so dieses ganze Spirituelle, oder na eben sowas wie, dass ich dann an dieses Machtband gesungen habe oder so, das hätte ich ja zu der Zeit keinem erzählen können. Die hätten mich alle für vollkommen verrückt gehalten.
Ja, das wissen sie ja auch, dass deine Kopfhaut das schon zusammen macht. Ja, aber ist egal, ich fand der Vortrag gut.
Ja, genau, weil halt so zu sehen, obwohl wir halt eigentlich so unterschiedlich gewirkt haben, haben wir uns halt eigentlich darin getroffen, dass wir andere Wege gesucht haben. Und du hast das halt erst mehr im Außen und Ich habe es mehr im Inneren gemacht, aber am Ende haben es beide getan. Ja. So, jetzt hast du gehört, es hat geklingelt. Ich finde, das ist ein gutes Zeichen, dass die Podcastfolge hier endet.
Eine Folge, eine Folge, aber wir machen weiter.
Okay.
Viel Spaß beim nächsten Mal. Vielen Dank auch.
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