Warum dein Partner sich (nicht) mit dir verändert - Podcast 220

Uli and Bernd from Gemeckerfrei explain why your partner won't change just because you do. They show how unspoken contracts in relationships create resistance, and why framing changes as experiments rather than demands works better. A friend who suddenly went vegan without asking her family first illustrates how miscommunication triggers power struggles.
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Genau genommen ist es ja voll verrückt, weil in Bezug auf die Kinder haben die meisten es mittlerweile ja verstanden, dass sie, wenn sie sich als Eltern verändern, dass sich dann auch das Verhalten der Kinder verändert. Voll. Als wir vor 8 Jahren mit Gemeckerfrei angefangen haben, war das noch, das war also, wir sind ungefähr vom Mars gekommen mit dieser Meinung. Die haben uns, also die Menschen haben uns damals, viele Menschen damals haben uns wie außer irdische betrachtet, weil es so abstrus war, far away war diese Vorstellung.
Und heute ist es eigentlich schon in Büchern lesen, auch in unseren, aber auch in anderen Büchern.
Heute ist es schon viel mehr Mainstream, diese Überzeugung zu sagen, wenn ich mich verändere, verändert sich mein Kind automatisch mit. Und Im Bezug auf die Partner, da sind wir ungefähr jetzt da, wo wir vor 8 Jahren mit den Kindern waren.
Genau, weil wenn wir sagen, dein Partner geht auch mit, einfach weil du dich veränderst, oder deine Beziehung verändert sich, einfach weil du von dir aus was veränderst, das glauben noch nicht so viele Menschen.
Ja, und in der Folge entmächtigen sie sich. Ja, und erleben genau das, weil es ist halt immer— wir hatten es in der letzten Folge ja schon kurz vom Buddhismus. Es ist halt immer nur, das steht ja sogar in der Bibel: Dir geschieht nach deinem Glauben. Also so, und wir wollen jetzt heute einfach mal ein bisschen darauf gucken, wie du das eigentlich anstellen kannst. Diesen Glauben zu verändern. Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Wir sind Uli und Bernd, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, Eltern von 4 Kindern und Großeltern von einem Enkel und Spiegel-Bestseller-Autoren.
Aber das Wichtigste, verrät euch Uli, dass schon so viele von euch mit Gemecker frei es geschafft haben, einen liebevollen, fröhlichen, lustigen Familienalltag zu erschaffen. Und dafür sind wir von Herzen dankbar. Genauso wie wir Danke sagen, dass du uns heute hier zuschaust oder zuhörst. Und ja, let's start.
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Damit unterstützt du uns und hilfst uns, Gemeckerfrei groß zu machen für die Welt von morgen und die Welt, in der unsere Kinder später leben werden. Ja, es gibt so ein paar Wege, wie man es nicht machen sollte, wenn man sich verändert und will, dass der der mitmacht.
Ja, der beste Weg, um das komplett zu verkacken, ist eigentlich immer an dem anderen rumzuzerren, dass der genau das mitmacht, dass der sich, dass der genau, und dass man auch schon genauso weiß, du musst jetzt aber so und so. Und das ist übrigens, und wir machen das jetzt so, das ist ja richtig, da brauchen wir gar nicht überdiskutiert, ne?
Ja, ich hatte mal eine Freundin, so ein geiles Beispiel, und sie hat auch aus ihrer besten Option herausgemacht, also vollkommen klar. Und damals, also das ist 25 Jahre her, ultra lang her, Es war eine Bekannte von uns, ich kannte die über meine Mama, und die war, na, und damals, man muss ja dazu sagen, damals, also ich meine, sowas wie diese Podcasts oder so, das gab es ja damals noch nicht, also da war ja nichts, war ja nicht viel, wo man sich irgendwie informieren konnte, wie man das jetzt anstellt. Und wir leben ja auch vor Internet-Zeiten, genau, ja, einfach mal was gegoogelt oder so, sondern, nee, und die war auf einer Fortbildung, auf dem Seminar, und hat davon vegane Ernährung gehört, was ja vor 25 20 Jahren. Ich war da ja Veganer, war vor 30 Jahren Veganer. Es war ja krass, also es war ja total, also wirklich, dass man war sehr außergewöhnlich damit. Aber ist ja egal. Jedenfalls hat sie eben dann für sich beschlossen, ihre Familie und sie, sie essen jetzt vegan. Sie ist von diesem Seminar nach Hause gefahren, hat den Kühlschrank leergeräumt, hat alle Milchprodukte da rausgeräumt. Ich glaube, Fleisch hatten sie damals schon gar nicht mehr gegessen. Und hat dann ihrer Familie verkündet: Ab heute essen wir vegan. Und der Partner war natürlich extremst begeistert.
Hat sofort einen Fanclub gegründet. Hier.
Es hat dann dazu geführt, dass sie mir irgendwann erzählt hat, was sie denn da tun könnte, weil der kleine Sohn damals im Kindergarten jedes Mal, wenn es so im Kindergarten so gemeinsames Frühstück gab, hat der noch bevor alle am Tisch saßen, den ganzen, die ganze Fleischwurst vom Teller gefuttert, weil er der so da quasi auf Entzug war. Also besser so nicht machen, auch nicht irgendwas im Podcast von uns hören und sagen, übrigens Schatz, ja, du hast es immer falsch gemacht, wir müssen das so und so machen. Nein, das funktioniert besonders nicht gut. Was andersrum aber funktioniert, Wenn ich so zurückdenke, als ich zum Beispiel auf den ersten Fortbildungen war, so zum— ich habe ja damals so eine Weiterbildung gemacht zu Kommunikationspsychologie und habe so Sachen gelernt über— habe so die ersten Elterntrainings da, den habe ich so den, wie nennt man das, dass ich das halt teachen durfte, gelernt, so Trainerscheine und so was gemacht. Und dann habe ich da natürlich auch Sachen gelernt, die für den, für den Umgang mit den Kindern, die ich total spannend fand. Und dann habe ich mir halt überlegt, wie geht denn das jetzt? Also ich, weil ich wusste schon, das funktioniert nicht. Dafür bin ich dieser Freundin extrem dankbar, dass ich da das noch mal so richtig gelernt habe, wie es nicht geht. Aber ich habe halt dann so gemerkt, okay, schau mal, ich habe dann so Sachen zu dir gesagt wie, ich habe da was gelernt, das hört sich irgendwie total spannend an. Ob es cool funktioniert, weiß ich nicht, aber wäre es in Ordnung für dich, wenn ich es mal ausprobiere? Ja, und da konntest du irgendwie nichts dagegen sagen, weil ich habe dich ja nicht angegriffen.
Es geht ja nicht drum, dass ich nichts dagegen sagen konnte. Das wäre ja wieder das Ding. Ich versuche eigentlich was. Also was wir jetzt nicht machen wollen und was du auch nicht gemacht hast, das hast du jetzt eigentlich gerade bisschen falsch dargestellt. Du hast ja nicht eine Strategie angewendet, um mich hinters Licht zu führen. Nein, es geht nicht darum. Es geht überhaupt nicht darum, sondern es geht darum zu sagen, okay, Das ist ja ein gemeinsames Thema. Also wie gehen wir mit den Kindern um? Das machen wir auf eine bestimmte Art und Weise, wie es sich vielleicht auch erst mal nur eingespielt hat. Jetzt kommt einer und sagt, ich habe da einen neuen Impuls, ich würde da gern was verändern. Und jetzt ist ja der andere nicht unbedingt so, dass der vielleicht gar keine Notwendigkeit sieht, was zu ändern. Jetzt sagst aber du, ich habe da was, was gelernt, aktives Zuhören, was weiß ich, ist ja auch egal. Und ich würde das mal gerne ausprobieren. Ja, und das ist ja aber wichtig, ist immer so, ich würde das mal gerne ausprobieren, heißt ja einfach nur, ich probiere es mal aus, schau du mal zu, oder mach damit was du willst.
Ja, ist es so, weil die Sache ist ja, auch wenn wir es nicht besprochen haben davor, also auch wenn ein Paar nicht miteinander besprochen hat, wie es mit den Kindern umgeht, gibt es trotzdem einem ungesprochenen Vertrag. Also es gibt einen Konsens, es gibt ja, es gibt eine, es gibt einen Vertrag darüber, wie ihr mit den Kindern umgeht. Entweder weil sich das aus Gewohnheit eingespielt hat oder weil ihr das sogar besprochen habt. Und in dem Moment, wo du was Neues lernst, oder jetzt in dem Fall ich was Neues gelernt habe und das ausprobieren will, verändere ich ja einseitig diesen Vertrag.
Genau.
Und dafür habe ich mir halt das Einverständnis eingeholt.
Genau. Wenn man das aber auf die Art und Weise macht, wo man sagt, ich würde das gerne mal ausprobieren, dann sagen die meisten dazu nicht nein. Also die meisten sagen dazu ja. Ich weiß nicht, ob ich gerade irgendwas doppelt verneint habe.
Ja, genau, passt schon.
Weil du ja sagst: Ja klar, mach halt, also probier halt aus. Also wenn du Tennis spielst und sagst, ich probiere jetzt mal eine andere Bespannung von meinem Schläger aus, keine Ahnung. Ich habe von dem, sagt der andere auch, ja, mach halt, ist mir egal. Aber so, ja, also, und das darf dem anderen ja auch egal sein. Und wenn der andere sagt, ja cool, spannend, bin ich mal gespannt, probier mal aus und erzähl mal, ob es was hilft. Es kann ja beides passieren. Nur das Wichtige dabei ist diese Offenheit, dass der andere damit, dass du vom anderen keine Erwartung hast, was er damit macht.
Weil wenn du es nicht besprichst und auch nur einfach was anders machst, dann hört der andere trotzdem schnell eine Erwartung, dass er was ändern sollte.
Ja, oder er kann auch eine Kritik hören dran, wie er es macht.
Ja, genau, genau. Und also ganz viele Eltern spielen ja unbewusst über die Kinder ein Machtspiel. Den Müttern fällt es oft noch mehr auf, dass die das zum Beispiel nicht gut aushalten können, wenn der Papa die Nummer eins ist bei irgendeinem Thema bei dem Kind.
Ich glaube, viele Väter sind das oft eher gewohnt, aber weil die das schon beim Kleinkind natürlich häufig schon erfahren und entweder dann damit das akzeptieren können. Viele wissen natürlich, also wenn mich jetzt jemand fragt und mein Sohn, der auch jetzt ein kleines Kind hat, habe ich das auch schon gesagt, dass es ja okay, deine Zeit kommt. Es gibt Zeiten und Themen, da bist dann du der Einzige, der irgendwie gefragt wird. Das ist halt so. Das ist aber von dem her, sind Männer damit eigentlich von Anfang an konfrontiert. Gerade wenn Kinder gestillt werden oder so, bist du ja irgendwo immer in zweiter Reihe.
Ja, und das heißt aber nicht, dass nur weil man es gewohnt ist, dass man damit gut händeln kann. Und wenn dann halt noch was obendrauf kommt und der andere, also die Mama, dann auch noch andere Dinge besser kann oder da also Es ist halt schwierig. Und wenn du halt das aber offen kommunizierst und sagst, ich würde da gern was ausprobieren, ist das für dich in Ordnung? Dann nimmt das halt ganz viel Druck und schafft ganz viel Raum auch dafür, dass du zum einen dann mal erzählen kannst, ich habe das ausprobiert, es hat funktioniert oder es hat nicht funktioniert. Und wenn es eben was ist, was funktioniert, wenn du dann weiter nicht die Erwartung hast, dass der andere das jetzt bitte auch so machen soll, sondern du machst es dann halt einfach so, kannst du sicher sein, der andere fängt irgendwann an, es von selbst auch zu übernehmen.
Ja, oder sich dafür zu interessieren. Ja, je nachdem. Aber was ich da noch total wichtig finde, was auch ein wichtiger Eintrittspunkt sein kann, wenn jetzt ein Paar schon— bin gespannt, was du gleich dazu sagst.
Ich bin gespannt, was du sagst.
Ich spanne auch dich auf die Folter, so wie euch. Wenn ihr jetzt schon so ein klassisches, immer wieder mal ein Konfliktthema habt, dass er sagt, und ich sage jetzt extra er, weil das meistens ja die Männer sind, sagt, das ist alles zu weichgespült, muss ein bisschen strenger sein. Und wenn du jetzt dann als Partnerin ankommst mit was Neuem, wenn du jetzt so dieses sagen wollen würdest, was du gelernt hast, sagst, na ja, ich habe da was Neues gelernt. Und es ist ja auch so, wie du auch immer sagst, wir haben ja manchmal so Sind wir uns auch da uneinig. Ich würde was Neues ausprobieren, was uns vielleicht da auch näher zusammenbringt. Also weißt du, so das da einfach sozusagen, okay, ich habe da eine neue Methode gelernt und das ist vielleicht auch eben, kommt dir selber als der, der du eigentlich sagst, wir müssen da strenger umgehen, oder oft ist ja damit gemeint, ist ja nur, dass sie mehr Klarheit sich wünschen. Das ist aber, das kann man halt so nicht sagen, wenn man es nicht, wenn man Das nicht weiß, einfach, ja. Und darüber kann man das auch so neue Sachen mit reinbringen, zu sagen, schau, ich habe da was von was gehört oder was gelernt, und das wäre eigentlich, könnte uns bei dem und dem mit den Kids das eigentlich leichter machen, und ich würde es einfach gerne mal ausprobieren. Und wenn du jemand hast, wenn du als Partner einen hast, der dann immer gleich, wo du weißt, der blockt das gleich schon ab, dann kannst du auch sagen, und das ist, du brauchst gar nichts machen, ich Wollte nur, dass dich nicht überrumpeln damit oder so.
Und dann halt einfach zu wissen, wenn du das ohne Erwartung umsetzt, wenn du den anderen nicht dafür brauchst, deine eigene Unsicherheit zu kaschieren. Das hatten wir in der letzten Woche. Ja, wenn du einfach nur damit ausprobierst, spielerisch damit umgehst, Erfahrungen machst, und wenn es funktioniert kann und du machst es weiter und du hängst es nicht an die große Glocke, wie gut das funktioniert, funktioniert, dann wird der andere dir folgen. Das ist das, was wir immer und immer und immer wieder erleben.
Absolut, absolut. Das ist, wir uns Teilnehmer sind ja immer in so Gruppen, wo wir dann lesen, wo die Erfolge feiern, wo die dann, das ist eigentlich ein Standardsatz, ist, wow, beobachte ich meinen Mann mit den Kindern und der macht auf einmal genau XY.
Ja, der ist ein Naturtalent.
Der ist ein Naturtalent. Na ja, der hat halt ein gutes Vorbild an der Stelle. Der hat gut zugehört. Und ob er das dann bewusst macht oder unbewusst, ist ja an sich vollkommen egal.
Ihr wollt ja, also es geht ja in dem Moment, wo du gemeckerfrei in deiner Familie werden willst, musst du ja nicht unbedingt an jeder Stelle eine bewusste Kompetenz entwickeln, weil du machst es ja nicht. Du willst es ja nicht teachen. Also du willst es ja nur für dich. Ich halt schön haben. Und das muss nicht bewusst alles immer bewusst sein. Das kann eine unbewusste Kompetenz sein.
Ja, und wir lernen ja von, also Menschen lernen eigentlich am besten durch Nachahmung. Also eigentlich die wirklich effizienteste Lernmethode ist einfach Dinge nachzuahmen. Das weißt du ja von deinen Kindern. Deswegen funktioniert es ja so schnell, dass sich die Kinder verändern, dass sich Geschwisterstreit löst, wenn man das ändert, wie man mit den Kindern umgeht. Und das ist mit uns allen Menschen so, das ist jetzt auch egal, ob Mann oder Frau, das funktioniert in beide Richtungen.
Das ist einfach immer nur eine Frage von Erwartungsmanagement, weil in dem Moment, wo du erwartest, dass der andere sich verändert, fühlt er sich per se immer angegriffen.
Und das musst du gar nicht sagen.
Entschuldigung. Wer sich angegriffen fühlt, geht in Widerstand.
Ja, und dann ist eine Mauer gebaut. Also dann ist ja eine Blockade da.
Das ist wie zum Beispiel bei unseren Kindern. Mit Ernährung, als wir früher noch dachten, wir müssten denen irgendwie was sagen über gesunde Ernährung. Da haben wir genau denselben Fehler gemacht.
Und wir haben ja dann auch, weil wir natürlich nicht, wir haben ja jetzt nicht verboten, darfst keine Süßigkeiten mehr essen oder so was, aber wir haben dann immer so, schau mal, dieses Klugscheißer-Gerede halt so, also so viel ist jetzt schon viel Zucker drin. Salat ist schon gesünder und so oder so auch im Restaurant. Was weiß ich. Also genau.
Also, und weil wir natürlich früher auch einfach noch nicht den Proof of Concept hatten, dass wir wussten, wirklich, dass also, und das Vertrauen noch nicht hatten, dass wirklich, wenn wir einfach vorausgehen und dass die Kids, die machen es einfach nach. Ja, das ist ja einfach. Ja, es hatten wir früher nicht. Also, und dann hatten wir die, hatten wir eine Sorge gemischt mit Erwartung, und das ist das, was eben die Pest ist, weil da erschaffst du immer Widerstand. Dann sind die Kinder zu uns in Widerstand gegangen, oder früher, kannst dich erinnern, es gab so eine Zeit, so, also ich habe ja angefangen, also wir haben ja entschieden auch, dass wir gemeinsam Business machen, weil wir von unseren zwei Einzelbusinessen so erschöpft waren. Und dann so im ersten Jahr, wo wir gemeckerfrei gemacht haben und nicht mehr, ich nicht mehr jeden Tag dazu diesen Fortbildungen gefahren bin, da war ich ja schon, also ich war so nacherschöpft von dieser ganzen Zeit. Und dann war ich oft müde, und dann hast du immer da, in der Zeit hast du total viel Sport gemacht. Und dann hast du immer zu mir gesagt, na ja, du müsstest halt dich auch mal bewegen, du bewegst dich halt zu wenig und so. Und ich so, hey, also ich habe so innerlich den Zeigefinger, den Mittelfinger rausgezogen, also, boah, hey, rutsch mir den Buckel runter, alles nur nicht bewegen. Aber am Ende des Tages hast du halt total recht gehabt, weil als ich halt dann paar Monate später aus dieser Erschöpfung wieder raus war und dann angefangen habe, Sport zu machen, habe ich halt gemerkt, wie wahnsinnig gut mir das tut. Und jetzt heute, also So, jetzt heute ist es ja so, wenn wir, wenn es mal Zeiten gibt, wo einer von uns mehr Sport macht als der andere, dann kriegt der andere ja immer gleich wie ein schlechtes Gewissen. So, ich muss auch unbedingt. Ja, also so, ne. Jetzt vor ein paar Wochen warst du wieder im Gym und ich habe noch nicht wieder mit Yoga angefangen gehabt und ich habe so, scheiße, so echt, ich kann es halt gar nicht aus, nicht zu machen, wenn der es jetzt wieder macht. Also wenn du es auch nicht machen würdest, dann hätte ich womöglich auch noch länger ausgehalten.
Ja, so.
Irgendwie so, ja, aber gleicht sich halt so an, ne. Oder, oder seit wir halt so clean essen und wirklich einfach kein Zucker und sowas mehr essen, das ist halt, wenn du jetzt abends sagen würdest, da jetzt heute habe ich mal Lust auf ein Stück Kuchen, dann könnte es schon passieren, dass ich ein Stück Kuchen mitessen würde, einfach nur aus, oder wie du manchmal sagst, du kriegst Hunger, wenn ich sage, ich habe Hunger, ja. So, also das sind eigentlich einfach nur spiegelneu wohnen. Und das funktioniert einfach 100%, solange kein Widerstand da ist. Ja, nur in dem Moment, wo Widerstand entsteht, fangt ihr an, gegeneinander zu kämpfen.
Ja, weil du kannst eigentlich immer nur genau das Gegenteil. Dann, wenn du in Widerstand gehst, versuchst du mit Absicht ja irgendwie ins Gegenteil zu gehen.
Das ist dann ja am Tauziehen.
Ja, ja.
Und deshalb So, dieses, diese Ermächtigung ist einfach so wichtig zu erkennen. Wenn ich mich verändere, verändert sich alles um mich rum mit. Das ist sogar unvermeidlich.
Ja, und es geht ja sogar in beide Richtungen.
Ja, weil wenn ich noch mal, ich komme noch mal, wenn ich gerade einhaken darf, Entschuldigung, fällt mir gerade ein, also Als ich noch ein Kind war bei uns, wir waren ja, sind ja viele Jahre lang mit Süßigkeiten auch total knapp gehalten gewesen, so ein Gummibärchen nach dem Mittagessen oder so, ja, so. Und dann hatten sich meine Eltern ja getrennt und dann hatte meine Mama schon so eine Art Sinnkrise und dann hat die auf einmal so Yes-Törtis und Schokolade und Nachtisch und Zeug gekauft, was also ich habe in dem einen Jahr wo es dann immer solches Zeug zum Mittagessen, also als Nachtisch noch gab. Ich habe da mehr Zucker gegessen als in meiner ganzen Kindheit zusammen. Aber die hat es halt dann rausgeholt. Und dann ist es ja, weil dann, wenn du gerade, dann ist es ja auch so, dass man sagt, ja, willst du nicht auch? Weil dann fühlt man sich ja nicht so schlecht, wenn man alleine so Zeug isst, wovon man eigentlich weiß, dass es nicht so gut ist. Oder hast du noch ein anderes Beispiel gerade gehabt?
Das funktioniert in beide Richtungen. Es funktioniert. Genau. Ja, mein Beispiel war eher so, wenn du halt, wenn halt einer so irgendwie in eine Krise rutscht, auch wenn einer in eine Krise rutscht und wird irgendwie melancholisch oder was auch immer. Oder eigentlich dann ist es ganz oft so, dass es den anderen halt auch runterzieht.
Ja, sogar noch viel leichter, als dass es in die positive Richtung ausschlägt. Und da ist aber was Wichtiges, weil dafür braucht es noch nicht mal eine Krise. Sondern es ist ja schon alleine, wenn du nur, also wenn du jetzt weg bist und du kommst mit schlechter Laune nach Hause, dann hätte ich früher aber Arbeit gehabt, nicht sofort in eine Abwehrhaltung zu gehen, nicht sofort das auf mich zu beziehen und nicht sofort in den Aufzug mit nach unten einzusteigen. Und an der Stelle kaufen wir das immer sofort, dass das total einfach ist, sich zu verändern, wenn der andere sich verändert.
Ja, es ist ja, also sich runterziehen lassen ist auch viel leichter. Ja, weil das ist, also jemanden runterziehen ist auch viel leichter als jemanden hochzuheben.
Ja, aus unserer Gewohnheit halt.
Ja, aus der Gewohnheit raus. Aber es ist, es funktioniert eben einfach, diese Spiegelung funktioniert, die funktioniert immer überall hin, nach oben, nach unten, nach links und nach rechts.
Gibt ja schon dieses blöde Sprichwort: Wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es heraus.
Und das ist es.
Und deshalb ruf, wenn du möchtest, dass der andere sich mit verändert, ruf anders in den Wald hinein. Und ich habe neulich noch was dazu gelesen. Das wird dem ein oder anderen Zuhörer vielleicht an der Stelle nicht so besonders gut schmecken.
Bin ich mal gespannt.
Mutet euch jetzt trotzdem zu, auch wenn es didaktisch natürlich totaler Unfug ist, am Schluss so was zu sagen. Aber wenn du der Meinung bist, dass du dich schon sehr verändert hast, der andere sich aber noch nicht verändert hat, Dann steckt da das fiese Körnchen Wahrheit drin, dass du dich zumindest in Bezug auf den Partner oder die Partnerin noch nicht so sehr verändert hast, wie du bis gerade vielleicht dachtest, dass du dich verändert hättest.
Weil sonst würdest du schon mehr Ergebnisse sehen.
Absolut. Und auch wenn das vielleicht eine pieksige Selbsterkenntnis ist, ist die trotzdem wieder cool, weil das bedeutet, du kannst noch mal hingucken, an welchen Stellen du die Veränderung bis jetzt nur so halbscharig gemacht hast. Weil, wo, na, so, wenn das so an einen so drangeht, wo kommt so das Innere: Stopp, bis hierhin und nicht weiter! Ja, und dann kannst du das verändern, und damit wirst du andere Ergebnisse erzielen. Und in dem Fall wirst du ein verändertes Verhalten bei deinem Partner oder deiner Partnerin bemerken.
In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuschauen und Zuhören, und wir hoffen natürlich, du konntest was mitnehmen aus dieser Folge und bist beim nächsten Mal wieder mit dabei.
Genau, alles Liebe zu dir.
Tschüss, ciao!
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