Warum Geschwisterstreit wie eine Warnlampe im Auto ist - Podcast 211

Uli Bott erklärt, warum Geschwisterstreit eine Warnlampe ist: ein Signal, dass etwas im Familiensystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Eltern-Erschöpfung, Spannungen in der Partnerschaft oder fehlende klare Führung zeigen sich als Konflikte zwischen den Kindern. Durch Selbst-Regulation und bewusste Elternarbeit lässt sich das Warnsignal ausschalten.
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Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Meine Frau Uli und ich, wir haben vor 8 Jahren Gemeckerfrei gegründet. Wir sind Eltern von 4 Kindern, wir haben 3 Spiegel-Bestseller geschrieben, aber das Allerwichtigste ist, wir haben bei Gemeckerfrei schon Zehntausenden Eltern dabei geholfen, ihr liebevollstes Familienleben und sich den entspanntesten Familienalltag zu erschaffen. Hoffentlich dürfen wir das bald auch für dich tun. Danke, dass du hier zuguckst und zuhörst. Heute siehst du einen Ausschnitt aus unserer Gemeckerfrei-Challenge, aus einem Live-Workshop mit Uli Bott. Es geht um eine Öllampe, es geht um Geschwisterstreit, und am Ende gibt es sogar eine kurze Meditation für dich. Ich wünsche dir ganz viel Freude dabei.
Alles Liebe. Und jetzt kommt eine neue Wahrheit oder was Wichtiges für dich: Geschwisterstreit ist wie eine Warnlampe im Auto. Wenn die Öllampe leuchtet, was machst du dann? Du klebst sie doch nicht ab, damit du sie nicht mehr siehst, oder? Du drehst sie auch nicht raus, damit sie aufhört zu leuchten. Du checkst das Öl natürlich nur. Und wenn es jetzt eine Lampe ist, die du nicht kennst, was die sagt, dann wirst du auch nicht die Lampe einfach abkleben, so tun, als wäre es nicht da, oder dein Armaturenbrett einschlagen zusagen, damit du es nicht mehr siehst oder sowas, wirst du nicht tun, weil du weißt, die Lampe selber ist nicht das Problem! Hör zu, die Lampe selber ist nicht das Problem, sie zeigt dir nur, dass etwas anderes im System nicht stimmt! Genauso ist es beim Geschwisterstreit: Der Streit selbst ist nicht das Problem, es ist nur das Signal. Der Streit selber ist nicht das Problem, er ist nur das Signal. Lass das mal sacken. Gucken wir weiter. Kathleen, die waren— der Streit ist die Warnlampe, die sagt, hier stimmt gerade was nicht. Erinnerst du dich an Tag 1? Da hatten wir es davon, dass Elternsein 3 Bereiche hat: dich selbst, deine Selbstführung, deine Gefühle, deine Regulation, deine Geschichte. Die Beziehung, wie du in Beziehung zu anderen Erwachsenen bist und wie ihr gemeinsam Eltern seid. Die Kinder, wie du sie liebevoll und klar führst, begleitest und prägst. Das sind die 3 Bereiche, die es für Elternsein braucht. Erinnert ihr euch? Jemand hier, der sich erinnert? Wenn einer dieser Bereiche wackelt, leuchtet die Warnlampe, und sie heißt zum Beispiel Geschwisterstreit, oder ich mache keine Hausaufgaben, ich weigere mich, mich anzuziehen, ich mach das Tablet nicht aus, ich bring mein dreckiges Geschirr nicht aus dem Zimmer und so weiter. Wenn du selber am Limit bist, geraten deine Kinder aneinander. Warum? Weil, wenn sie aneinander geraten, kriegen sie deine Aufmerksamkeit. Wenn du selber am Limit bist und nicht mehr kannst, dann bist du doch froh für jeden Moment, in dem die Kids ohne dich klarkommen. Da bist du doch froh für jeden Moment, wo die nichts von dir wollen, oder? Also, wenn sie dann in dem Moment einfach nur spielen würden, kriegen sie nichts von dir. Und wenn du über lange Zeit am Limit bist oder oft am Limit bist, dann lernen sie mit der Zeit, dass sie mehr von dir kriegen, wenn sie miteinander streiten. Außerdem, wenn es Spannungen zwischen dir und deinem Partner oder deiner Partnerin gibt, dann tragen deine Kinder sie aus. Das ist das, was ich euch am ersten Abend erzählt habe, dass unsere Kinder Tantrin gekriegt haben, nur weil zwischen Bernd und mir so eine, so eine, es war noch nicht mal Streit, also so eine Stimmung war von, kannst du das jetzt nicht mal machen. Also wenn es Spannungen zwischen dir und deinem Partner gibt, tragen deine Kinder sie aus. Kann eine Ursache sein für Geschwisterstreit. Dritter Punkt: Wenn klare Führung fehlt, wenn du nicht weißt, wie Elternsein geht, also wie es mit den Kindern geht, dann kämpfen die Kinder darum, wer das Ruder übernimmt. Die Kinder kriegen es nicht nur mit, wenn ihr es offen austragt, eure Beziehungsthemen, die kriegen das auch mit, wenn ihr das, wenn das total verborgen passiert. Kinder sind Fühlweltmeister, die fühlen das alles. Wenn klare Führung fehlt, das ist eben dieser Kinderbaustein sozusagen, dann, wenn du nicht in der Lage bist, dein, oder wenn du nicht weißt, wie das geht, deine Kinder liebevoll und klar zu führen, dann kämpfen die Kinder darum, wer das Ruder übernimmt. Wenn zum Beispiel dein inneres verletztes Kind auf die Bühne springt und du dann als inneres verletztes Kind mit deinem Kind kämpfst, du musst, dann weiß das Kind nicht, wer ist hier der Große. Dann fehlt Führung, und dann fangen die Kinder an zu streiten um die Vormachtstellung. Geschwisterstreit ist nur das Symptom, das Signal, dass etwas im System aus dem Gleichgewicht geraten ist. Und weißt du, was das Geniale ist? Deine Kinder streiten nicht, um dich fertig zu machen. Die streiten, weil sie ein ein Signal senden: Mama, Papa, schaut hin! Wer hier fängt jetzt an zu verstehen, warum das überhaupt nichts nützt langfristig, wenn du nur lernst, wie du mit den Kindern umgehst, wenn die gerade streiten? Entschuldigung. Wer fängt gerade an zu verstehen, dass es nicht hilft zu lernen, wie du mit den Kindern umgehst, wenn sie miteinander streiten? Der Streit ist nicht das Problem, der Streit ist nur das Symptom. Und deshalb ist es auch bei Einzelkindern nichts anderes, weil wenn du Mama oder Papa eines Einzelkindes bist, dann läuft dieselbe Dynamik ab, nur dass das Symptom dann einfach ein anderes ist. Statt Geschwisterstreit kommt Kommt es zum Kampf mit einem Elternteil, oder das Kind spielt euch gegeneinander aus? Kennt ihr das, dass es Situationen gibt, in der, oder dass du das Gefühl hast, du bildest eine Allianz mit deinem Kind, oder das andere Elternteil bildet eine Allianz mit dem Kind? Ich will damit nur sagen, dass das Problem, dass Geschwisterstreit ist ein Symptom. Wenn du nicht Geschwister hast, sondern nur ein Kind, also wenn deine Kinder keine Geschwister haben, sondern du nur ein Einzelkind hast, dann bedeutet es am Ende, dass dieses Kind sich einfach ein anderes Symptom suchen muss, über das es darauf hinweist: Achtung, hier im System stimmt was nicht verstehen. Verstehst du? Ganz nachvollziehen. Und es geht für euch alle darum zu gucken, dass die 3 Bereiche in der Balance sind: du selbst, deine Beziehung oder die Beziehung zum anderen Elternteil und die Beziehung zu den Kindern. Oder bei Einzelkindern hat der noch hier ein Teil vergessen. Es gibt Dinge, die darf nur Mama oder Papa tun. Ja, Katharina bringt ein gutes Beispiel. Mir geht es in den letzten Tagen auf, dass viele der Konflikte entstehen, weil die Älteste uns nachahmt gegenüber ihrer Zwillingsschwester durch Kontrolle und Anbrüllen. Bei ihr erklären wir, warum das nicht geht, und machen es trotzdem immer noch selber, wenn wir überfordert sind. Klar, dann seid ihr halt, dann wirst du halt komplett inkongruent und dein Kind ist halt komplett irritiert, weil es keine Idee hat, wie das jetzt, woran sich orientieren soll, ja, dass ein Kind nur einen alles machen lässt. Die Symptome, die es bei einzelnen Kindern gibt, gibt es natürlich auch bei Geschwisterkindern. Ich habe nur diese Symptome mal hochgeholt, weil das aus meiner Erfahrung mit Eltern von Einzelkindern das ist, was die häufig als Symptom kennen. Wichtig dabei zu sagen ist, dass das, was bei euch zu Hause stattfindet, hat immer mit euch zu tun. Wenn das Kind in der Kita schwierig ist, hat es nichts mit zu Hause zu tun, es hat mit der Kita zu tun. Wenn das Kind bei dir schwierig ist, hat es nichts mit dem Papa zu tun, der vielleicht woanders lebt, weil das Verhalten, das das Kind bei dir zeigt, hat immer mit dir zu tun. Da habe ich früher, als unsere Tochter im Kindergarten da nicht bleiben wollte und so, hat hat die Erzieherin immer versucht, mir zu sagen, was bei euch zu Hause los ist. Bei uns zu Hause ist überhaupt nichts los, nur das Kind ist lieber zu Hause als hier. Ich nehme es einfach wieder mit, fertig. Okay, also Geschwisterstreit ist nur ein Symptom. Wenn du lernst, dich selber zu führen, wenn du lernst, deine Beziehung zu stärken— und ich sage immer, Beziehung meint ab jetzt immer Paarbeziehung, in der du gerade lebst, oder Beziehung zum anderen Elternteil. Können wir uns darauf einigen, dass ihr da nicht immer drüber stolpern müsst, über diesen, über diese Begriffe? Also, wenn du lernst, deine Beziehung zu stärken, und wenn du lernst, die Kinder liebevoll und klar zu führen, dann verschwindet der Streit von selbst, weil er nicht mehr gebraucht wird. Und dann geht die Warnlampe aus. Und es ist eben nicht normal, dass Kinder streiten und dass Eltern mit Kindern meckern. Stopp, tschuldigung. Es ist nicht normal, dass Kinder streiten, und es ist noch viel weniger normal, dass Eltern mit Kindern meckern, schimpfen oder streiten, auch wenn das gesellschaftlich noch für vollkommen normal gehalten wird. Streit, also Gemecker, Genörgel, Schimpfen, inneres Motzen, genervt sein, Augen rollen, laut werden, drohen, das gehört eben nicht dazu. Das ist nicht Bestandteil einer erfüllten Beziehung. Ich meine, mit welchem Freund hättest du eine Freundschaft, wenn du jedes zweite Mal, wenn du den triffst, der dich anmeckert, dass du das Falsche anhast, wie du dich wieder verhältst, warum du nicht 10 Minuten eher da warst und was sonst noch alles falsch machst! Den Freund würdest du doch zum Teufel jagen und sagen: Rutsch mir den Buckel runter! Mit dir will ich nichts zu tun haben, das macht mir Scheißgefühle! Aber mit unseren Lieblingsmenschen halten wir das für normal. Ist doch verrückt! Und wir denken, das gehört dazu, Kinder müssten streiten lernen. Was für ein Unfug! Kinder müssen lernen, Bedürfnisse auszuhandeln, natürlich. Aber die müssen nicht streiten lernen. Das ist ja so, wie wenn du sagen würdest, wenn du Autofahren lernst, du musst lernen, einen Unfall zu bauen, damit du weißt, was du dann machst, wenn du irgendwie einen umgefahren hast. Es wird doch keiner machen. Und ich nehme absichtlich so ein Beispiel, damit dir mal bewusst wird, wie abstrus das ist. Weil ja, Kinder können je nach Alter vieles noch nicht. Da hatten wir ja vor, nach dem letzten Workshop bisschen so ein Austausch in der einen WhatsApp-Gruppe. Ja, Kinder können je nach Alter vieles noch nicht. Vor allen Dingen sind die noch nicht so verkopft wie wir, sondern haben ihr Herz noch offen, und das ist vollkommen in Ordnung. Und natürlich haben die Kinder mal ein Tantrum und kriegen ihre Gefühle nicht reguliert und kommen mit irgendwas nicht klar. Das ist normal. Sie sind Kinder, aber du als Mama oder Papa, du musst dich nicht triggern lassen, und du musst schon gar nicht so, du musst schon gar nicht meckern! Warum? Ja, es passiert, es ist alles gut, aber zu glauben, dass das normal wäre, zu glauben, dass es dazugehört, das ist einfach Irrsinn! Und das muss ich so deutlich sagen, weil ich der Meinung bin, dass wir da gesellschaftlich einfach einen Knoten im Kopf haben. Nur weil Streit gesellschaftlich als normal erachtet wird, ist es das noch lange nicht! Streit ist nicht gesund! Streit ist— schau, wenn du die Öllampe ignorierst und das Öl nicht nachfüllst und nicht nachfüllst und nicht nachfüllst und nicht nachfüllst und nicht nachfüllst, bleibt dein Auto irgendwann stehen und der Motor ist kaputt. Oder nimm die Bremsenwarnleuchte, wenn du die ignorierst und ignorierst und ignorierst, baust du irgendwann einen Unfall, weil deine Bremsen nicht mehr funktionieren. Das ist doch nicht normal, das ist doch bescheuert, also das ist doch, da würde doch jeder sagen, sag mal, wieso hast du nicht die Bremsen reparieren lassen? Und genauso ist Streit. Das ist das, was passiert, wenn du die Warnleuchte ignoriert und ignoriert und ignoriert und ignoriert hast. Und es ist nicht schlimm, dass es gerade bei euch so ist, weil ihr es halt noch nicht anders wusstet. Wenn dir keiner beigebracht hat, dass die Bremswarnleuchte relevant ist und du keine Anleitung hast und dich nicht auskennst und so weiter, kannst du es ja— dann ist es nicht deine Schuld, weil du hast es ja nicht absichtlich gemacht. Aber wir alle wissen, wenn in so einem Auto eine Warnleuchte angeht, dass die Bremsen kaputt sind, sollte man schnellstens was tun. Wenn deine Kinder heute streiten, ist es die Warnlampe, die sagt: Mama, Papa, macht was, verändert es, geht das an, lernt Eltern sein. Mir liegt das Thema einfach wirklich am Herzen, ja. Und dann werde ich manchmal ein bisschen, werde ich ein bisschen lauter, weil ich einfach, mein Herz schlägt für ein glückliches Familienleben. Und ja, mitunter berührt was in dir, und dann kommt es dir stressiger vor. Und wisst ihr, ich war Mitte 30, da ist mir irgendwie so aufgefallen, da habe ich auch immer noch so gedacht, ja, die Gesellschaft müsste sich ändern. Und dann ist mir was aufgefallen. Was glaubt, was glaubst du, was mir aufgefallen ist: Ich bin die Gesellschaft! Ja, genau, wir sind das! Wir können nicht sagen, die Gesellschaft muss sich ändern, weil wir sind die Gesellschaft! Du und ich und jeder von uns, wir sind die Gesellschaft! Und jeder von uns, der heute losgeht, weitergeht, und Streit nicht mehr für normal hält, der trägt dazu bei, dass sich die Gesellschaft verändert. Und ich würde gern haben, dass du verstehst, wie wichtig und wie bedeutsam du bist, und zwar zum einen für deine kleine Familie, auch wenn du 5, 6, 7, 8 Kinder hast, deine kleine Familie, Aber eben nicht nur für die, deine Familie, sondern für uns alle. Ja, wenn du nicht gelernt hast, deine Bedürfnisse zu benennen, dann hast du halt, statt zu streiten, streiten zu lernen, hast du halt gelernt, dich zu unterdrücken und dich anzupassen. Ist genauso ungesund. Das geht nicht darum, alles unter den Teppich zu kehren. Es geht nicht darum, zu allem Ja und Amen zu sagen. Es geht darum, Bedürfnisse so miteinander auszuhandeln, dass jeder sich gesehen und gefühlt und gehört und angenommen fühlt. Da geht es morgen noch mal ganz intensiv drum. Gut, seid ihr bereit, können wir einen Schritt weitergehen? Du kannst dich verändern, und wenn du dich veränderst, verändert sich alles. Solange du Angst hast, dass es nicht funktioniert, weil sich dein Mann nicht ändert, ist Es ist am Ende des Tages deine Angst, dass du es nicht schaffen könntest. Es liegt nie an den anderen, nie. Und es ist so neu, deshalb lasse ich da gerade noch ein bisschen Raum zum Atmen, weil das ist so neu, in keiner Beziehung mehr die Verantwortung oder die Schuld beim anderen zu suchen. Auch wenn der andere zu Wutausbrüchen neigt. Ich erzähle euch eine Geschichte dazu. Bei uns früher, ja, wir sind da wieder beim Bälle fangen, natürlich. Bei uns früher war der Bernd der, der wütend geworden ist mit den Kindern. Ich war immer die, die gesagt hat, ich werde nicht wütend, habe mich da toll gefühlt. Dem Bernd so ein bisschen den Schwarzen Peter zugeschoben, dass er der ist, der wütend wird. Nur irgendwann hatte ich eine wesentliche Erkenntnis: Der Bernd war für uns beide wütend, der hat auch meine Wut kanalisiert. In einer Beziehung trägt nie nur einer ein Thema. Wie hat Bernd geschafft, das zu ändern, indem er gemeckerfrei geworden ist? Wir zeigen dir gleich, wie das geht. Es ist nie einer der Buhmann oder der Böse in der Beziehung. Einer trägt das Thema nach außen, aber es ist immer euer beider Thema. Es gibt sowieso keine Trennung. Am Ende des Tages ist jeder von uns ein einzigartiges Wunder, gemacht aus Sternenstaub, auf seiner Reise durch die Zeit, der das Beste gibt, was er kann. Und der manches besser kann und anderes schlechter kann. Und wir stecken halt gesellschaftlich gesehen Menschen in eine Schublade und sagen, alle müssen so sein, und wenn sie nicht so sind, ist was an ihnen falsch. Es gibt keinen Fehler an dir, nicht einen einzigen. An dir ist alles perfekt. In diesem, in dieser, in diesem Dreiklang Familie, aus Familie, Beziehung, selbst, dass da was im Ungleichgewicht ist, was du angucken darfst. Wenn man dahin zurückkommt, vom Kampf zur Balance. Schließ mal die Augen für einen Moment, atme tief ein und aus. Und jetzt stell dir deine Familie vor. So wie es oft ist: Die Kinder streiten. Geh da nur kurz einen Moment rein. Die Kinder streiten, du bist mittendrin, erschöpft, hart, am Limit. Und wenn du einen Partner hast oder eine Partnerin, dann spürst du auch da die Spannung. Wenn du deine Kinder alleine begleitest, dann spürst du das Gewicht, alles alleine tragen zu müssen. Und spür das für einen Moment, für diesen Kampf, diese Trauer, die Einsamkeit, die Härte. Und jetzt stell dir vor, die Warnlampe geht aus. Weil du dich veränderst, weil du lernst, dich zu regulieren, weil du lernst, deine Beziehung zu nähren oder dir Menschen an die an die Seite holst, die dich stärken, und weil du lernst, deine Kinder klar und liebevoll zu führen, auch wenn du gerade noch nicht weißt, wie das aussehen soll. Aber du weißt, wie sich das anfühlt. Und fühl das und stell dir vor, deine Kinder spüren: Meine Mama, mein Papa ist da, klar verbunden, und ich bin Ich bin sicher, deine Kinder spüren, wenn du einen Partner, eine Partnerin hast, dass ihr wieder ein Team seid. Mama und Papa sind eins. Ich bin sicher, Und wenn du alleine gehst, fühlst du dich getragen von Freunden, Familie, dieser Community. Und dein Kind spürt deine Sicherheit, weil du fühlst, ich muss es nicht alleine schaffen. Und stell dir vor, ihr sitzt abends zusammen am Tisch. Und es ist leicht, es ist warm, ihr lacht, dein Herz geht auf. Endlich ist Familie so, wie du dir es immer gewünscht hast. Verbunden und lebendig. Und fühl das. Und ja, das ist möglich. Das ist der Weg. Dafür bist du hier. Und wenn du magst, leg deine Hände auf dein Herz und nimm dir— nimm deine Hände auf dein Herz und fühl dieses Gefühl. Veranker dieses Gefühl in deinem Herzen. Und lass es in deinen ganzen Körper strahlen. Und dann nimm noch 3 tiefe Atemzüge und komm wieder zurück in diesen Raum, in diese Zeit.
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