Was du nicht willst, das man dir tu,... - Podcast 124

Bernd and Speaker A tell parents how to get their partner on board with criticism-free parenting. Stop nagging, notice what they already do well, and amplify those strengths. What you sow, you reap.
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Also wenn du jetzt hier bist und sagst: Boah, ihr sprecht mir so aus dem Herzen und ich will das so gerne für unsere Kinder haben und ich hätte so gerne, dass mein Partner mitgeht, dann bleib unbedingt dran, hör dir das an und setz das um.
Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie als Paar.
Und mit dir selbst.
Und heute machen wir noch mal eine Paar-Folge.
Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge auch keinem anderen zu. Bisschen platt.
Fertig, aus, tschüss, Wasser.
Aber was verbirgt sich dahinter? Über was wollen wir heute sprechen? Und das ist im Gegensatz zu diesem Sprichwort nicht furchtbar alt, sondern top aktuell. Nämlich, wir hören so oft von, also wir hören es meistens von Mamas, manchmal auch von Papas, dass ihr Frauen euch wünscht, dass die Frauen sich wünschen, dass ihre Partner den gemeckerfreien Weg mitgehen, dass ihre Partner sich dafür interessieren, neue Wege zu finden, wie der Umgang mit den Kindern gelingen kann.
Also dass sich die Partner einfach an diesem anderen, an diesem neuen Weg, an der Weiterentwicklung da beteiligen. Und gleichzeitig hören wir fast genauso oft, dass es nicht funktioniert, dass der andere das doof findet, dass der keine Lust hat, dass der was weiß ich sagt.
Ja, überhaupt, ist das eine Sekte? Genau, und deshalb wollen wir diesen Podcast mal dafür nutzen, wie du dein Ziel erreichen kannst, wenn du eine von den Mamas oder Papas bist, die sich von ihrem Partner oder ihrer Partnerin ein anderes Verhalten wünschen. Also wenn du jetzt hier bist und sagst, boah, ihr sprecht mir so aus dem Herzen und ich will das so gerne für unsere Kinder haben und ich hätte so gerne, dass mein Partner mitgeht. Dann bleib unbedingt dran, hör dir das an und setz das um. Und was gilt also umzusetzen?
Ja, also was bedeutet der Titel? Was soll dieser fast schon Kinderreim? Und wir wollen den heute eigentlich mal ins Positive kehren, weil man betrachtet den ja immer so. Also Kinder bringen mir das ja so bei. Du willst ja nicht geschlagen werden, also schlag auch keine anderen. Stimmt natürlich in gewisser Weise, nur die positive Deutung dieses Spruchs gilt halt genauso. Genau, das ist sehr spannend.
Das, was du willst, dass der andere tut, darfst du zuerst mal für den anderen tun. Das macht dann fast einen Knoten im Kopf. Das, was du dir wünschst, was der andere tun soll, darfst musst du erstmal für den anderen tun. Also, wenn du zum Beispiel willst, dass dein Partner den gemeckerfreien Weg mitgeht, dann darfst du als Erstes mal anfangen aufzuhören, seinen Erziehungsstil, seine Art und Weise, mit den Kindern umzugehen, doof zu finden.
Aber wenn ich das jetzt mache, dann unterstütze ich ihn dabei, ja, wie er es macht. Genau, stell mal extra die dummen Fragen.
Das ist das, was man glaubt.
Nicht die dummen Fragen, sondern die Fragen, die einem einfach kommen.
Das ist das, was wir glauben, weil da steckt drin, dass wir glauben, dass Menschen durch Kritik besser werden.
Ja, das ist die—
Menschen werden aber durch Kritik nicht besser. Menschen werden durch Kritik schlechter.
Also die werden eigentlich eher in ihre Ecke gedrängt. Und machen dann so weiter, weil Kritik immer eine Verurteilung bedeutet. Und wer verurteilt ist, für den ist es ja so.
Ja, zum einen das, und zum anderen will ich da gleich das, was wir weiter unten aufgeschrieben haben, würde ich da schon mal reinbringen. Weil schau, wenn du Gemeckerfrei schon ein bisschen länger verfolgst, dann weißt du ja, dass wir immer sagen, wer meckert, hat vergessen, wie großartig er ist. Wenn jemand ständig kritisiert wird, dann vergisst er halt, dass er großartig ist. Und jetzt sagst du vielleicht, ja, aber es ist auch nicht großartig, wie er mit den Kindern ist, oder sie. Ja, das mag ja sein, nur in dem Moment, wo du halt immer darauf rumhackst, dass das halt blöd ist, wie der andere das macht, wird sich nichts ändern. Ganz im Gegenteil, das wird zwischen euch noch doofer werden, und die Wahrscheinlichkeit, dass ihr euch irgendwann trennen werdet, steigt halt von Tag zu Tag. Also, der erste Schritt ist, du hörst auf, den anderen dafür zu kritisieren, wie er es macht, weil sonst wird dein Partner in dem Moment, wo du neuen Weg gehst, genau dasselbe tun. Er wird dich dafür kritisieren, weil ihr zusammen auf der Kritikebene oder Kritikstufe klebt. Was machst denn du da für einen Scheiß?
Und dann geht es halt ständig hin und her.
Ja, kannst du mir mal den Ball zuschmeißen? Habe ich gerade gedacht, vielleicht kommst du einfach noch mal mit. Was machst du da für einen Scheiß? Und dann sagt der andere auch genau das Gleiche.
Also ob deins immer besser ist.
Ja, genau so. Kennt ihr alle. Und da bleibt ihr einfach auf der Kritikstufe kleben. Da hängt auch dieses alte, auch so ein altes Sprichwort mit drin. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus. Genau, wenn du kritisierst, kommt halt Kritik zurück. Das kann man jetzt auch buddhistisch begründen und einfach sagen, okay, es ist einfach, du erntest, was du säst. Wenn du einen Kritik-Samen säst, indem du jemand anderen kritisierst, wirst du eine Kritikpflanze ernten. Wenn du einen Wertschätzungssamen sähst, wirst du Wertschätzung ernten. Eigentlich ein total simples Konzept und halt nicht immer ganz so leicht zu verstehen und umzusetzen, aber dabei wollen wir dir eben jetzt ein Stück weit helfen. Also, wie machst du das? Wie sähst du in deinem Partner den Wertschätzungssamen, dass zwischen euch eigentlich im Boden eurer Beziehung, würde ich das ja sogar bezeichnen, ja, dass du dann, genau, dass du dann Wertschätzung Wertschätzung auch ernten kannst. Also, wie, was musst du tun, um diesen Wertschätzungssamen zu säen? Das Erste haben wir schon gesagt: Hör auf, ihn zu kritisieren, oder sie.
Ja, und das Zweite ist halt, find halt Sachen, die du schon total feiern kannst, wofür du ihn groß machen kannst, ja, was er schon cool macht mit den Kindern, ne?
Auch wenn es vielleicht ganz anders ist als das, wie du es machen würdest.
Das ist ja vielleicht witzig, ist ja vielleicht super darin, mit den Kids die Fahrräder zu reparieren, was auch immer.
Ja, oder traut er sich Dinge, Sachen, die du dich nicht trauen würdest? Zum Beispiel, ist er ein bisschen weniger ängstlich? Zum Beispiel, traut er den Kids mehr zu? Whatever. Und du darfst ihn dabei unterstützen. Dein Partner, da ist immer auch deine Partnerin gemeint, falls bei euch andersrum wäre. Du darfst den anderen dabei unterstützen. Pflanzen, dass er sich als Papa oder Mama besser fühlt, weil genau das wünschst du dir ja. Wenn du willst, dass der andere den gemeckerfreien Weg zum Beispiel mitgeht, dann wünschst du dir ja, dass der andere sagt: Boah, das ist eine coole Art, Eltern zu sein, das mache ich auch mit. Wenn du das haben willst, darfst du diesen Samen pflanzen.
Also fängst du an, ihn für die Sachen groß zu machen, die er cool macht.
Genau, fängst du an, ihn dabei zu unterstützen, wie er sich als Papa oder wie sie sich als Mama gut fühlen kann. Wie der Bernd schon gesagt hat, kannst ihn dafür feiern, für alles, was er heute schon tut. Vielleicht auch feiern für alles, was der andere halt zu eurem Familienleben beiträgt. Ist ja vollkommen egal, ob das Wäsche waschen ist, ob das Geld verdienen ist, ob das mit den Kindern spielen ist, ob ob das zum Elternabend gehen ist, vollkommen egal. Feiern und groß machen. Und damit kannst du den anderen wissen lassen, wie sehr du ihn liebst. Und das verändert seine Einstellung dadurch.
Und es verändert ja nicht nur die Einstellung, sondern wichtig ist ja, dass es ihn öffnet. Genau, ja, weil es euch aus dem— was ist die Kritikstufe genannt— aus dem Gegeneinanderkämpfen, aus dem sich verteidigen müssen rausholt. Und nur dann ist eine Offenheit da oder kann eine Offenheit entstehen, die dann dazu führt, auch mal was verändern zu wollen oder für neue Konzepte offen zu sein. Oder, und das ist das, was auch ganz häufig passiert, ist halt einfach auch so zu machen, einfach nachzumachen.
Genau. Aber das geht eben nur, wenn du erst mal diesen Schritt auf den anderen zugehst und die Distanz verringerst. Also statt die Probleme groß zu machen, fängst du an, ihn zu wertschätzen und zu unterstützen. Dadurch Dadurch kommt ihr euch näher und dadurch entsteht die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Und da noch mal diesen, diesen Bogen hin zu dem, zu unserem Anfang quasi, oder was wir so eingeschoben haben: Wer meckert, hat vergessen, wie großartig er ist. Nein, in dem Moment, wo du den anderen kritisierst, in dem Moment, wo ihr streitet darüber, wie es mit den Kindern richtig geht, in dem Moment entstehen ja Minderwertigkeitsgefühle. Und ich meine, kein Mensch fühlt sich gut, wenn er seine Kinder anschreit, weder Mama noch Papa. Jeder von uns will liebevolle Beziehungen zu seinen Kindern haben. Jeder von uns will auch, dass das funktioniert. Niemand von uns mag das, wenn es nur Kampf und Gestreite und Gemecker gibt. Und deshalb, wenn das dann so ist und dann der andere noch kommt: Ja, aber siehst du, ich habe dir doch gesagt, das machst du total falsch, und das musst du anders machen, und so, Und dann fühlst du dich, fühlt der andere sich schlecht und minderwertig und nicht genug. Und in der Folge meckert er halt noch mehr und noch mehr und verschließt sich noch mehr. Statt, wie der Bernd eben gesagt hat, durch Wertschätzung und Unterstützung und Feiern macht der andere sein Herz auf, öffnet sich und ist bereit, ist dadurch viel bereiter, sich auf Neues einzulassen. Und jetzt kannst du den Boden, kannst du das halt zu dir zurücknehmen. Wenn dein Partner bisher eher skeptisch ist oder halt eben den gemeckerfreien Zum Beispiel nicht mitgehen will, dann einfach zu sagen, okay, eigentlich ein cooles Feedback, weil das bedeutet, dass ich den anderen viel zu wenig wertgeschätzt habe, viel zu wenig unterstützt habe, ihm viel zu wenig dankbar bin, ihn viel zu wenig gefeiert habe.
Ja, weil er eben, und ich wiederhole es extra noch mal andersrum, so formulieren wir es ganz selten, wer weiß, wie großartig er ist, der meckert auch nicht.
Genau, absolut. Und er öffnet sich. Und in dem Moment, wo du den anderen wertschätzt, bekommst du Wertschätzung zurück. Wenn dir heute Wertschätzung fehlt, wenn dir heute Unterstützung fehlt, darfst du das ausstrahlen, was du haben möchtest. Dann kann es zu dir zurückkommen. Kosmisches Gesetz. Karma, kann man auch sagen. Ja, altbewährt und wird im Buddhismus zum Beispiel seit Jahrtausenden angewendet. Ist auch das Gesetz der Anziehung, ne? Wie du in, was du ausstrahlst, bekommst du zurück. Wie du in den Wald hineinrufst, so schaltest zurück. Und jetzt kannst du natürlich sagen, ja, soll er halt mal anfangen, wieso immer ich? Und da ist halt einfach so nur zu sagen, ich meine, du willst so ein schöneres Leben, du bist doch jetzt hier, du hörst uns doch zu, da vertust du dir doch nichts, wenn du damit jetzt anfängst. Noch dazu, wenn du weißt, wenn du das aus ganzem Herzen und offen und einfach tust, einfach sagst, ja, ich wertschätze jetzt meinen Partner, ich fange an, durch die rosarote Brille zu gucken, zu sehen, was an ihm alles großartig ist als Papa, als Mama. Das macht jedoch gute Gefühle. Ist doch nicht so, dass du jetzt irgendwie sagst, oh Gott, jetzt muss ich mich total schlecht fühlen, weil heute habe ich wieder meinen Partner gefeiert. Sondern du wirst halt dahin kommen, dass du sagst, boah, das tut mir ja auch gut. Und dann merkst du, dass sich euer gemeinsames familiäres Schwingungslevel verändert, und dadurch entsteht die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, und ist die Energie dafür vor allem auch da. Und dann geht es ganz einfach, dass der andere mitgeht. Und wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, wenn du sagst, ja, das hört sich schon cool an, aber wie geht das jetzt? Dann kannst du dir natürlich auch ein Herzgespräch buchen und kannst gucken, wie wir dich unterstützen können. Und ansonsten wünschen wir dir viel Spaß beim Ausprobieren und bis zum nächsten Mal.
Alles Liebe.
Tschüss. Tschüss.
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