Wie deine Kids profitieren, wenn du dich selbst liebst - Podcast 145

In dieser Episode des Gemeckerfrei‑Podcasts diskutieren die Gastgeberin (SPEAKER A) und ihre Tochter Anja (Gast) das Thema Selbstliebe. Sie beginnen mit der Frage, was Selbstliebe für die Mutter bedeutet, und definieren sie als ein inneres Gefühl von „zu Hause sein“ und einer tiefen Verbindung zu sich selbst, das jenseits von äußeren Bewertungen liegt. Sie beschreiben, wie dieser Zustand ihr tägliches Befinden beeinflusst – weniger Selbstkritik, mehr Gelassenheit und ein stärkeres Vertrauen in eigene Entscheidungen. Die Diskussion wandert zu den konkreten Auswirkungen auf das Muttersein: mehr Selbstvertrauen, klare innere Leitlinien und die Fähigkeit, im Moment zu spüren, wann ein Eingreifen bei den Kindern sinnvoll ist. Ein zentrales Thema ist die Transformation von Selbstdisziplin, die früher als harte, ego‑getriebene Anstrengung erlebt wurde, hin zu einer liebevollen Selbstfürsorge, die Meditation, ausreichenden Schlaf, gesunde Ernährung, Bewegung und bewusste Zeit in der Natur umfasst. Die Gastgeberin erklärt, dass diese Praktiken Ausdruck von Selbstliebe sind und nicht als Pflicht, sondern als Akt der Selbstachtung. Weiterhin wird die bevorstehende kostenlose Selbstliebe‑Challenge angekündigt, die unter dem Motto „Wecke die innere Königin in dir“ steht, und es wird erklärt, was es bedeutet, die innere Königin zu erwecken – das volle, königliche Selbst‑Sein zu verkörpern. Abschließend betonen beide, wie die gelebte Selbstliebe das Familienklima verbessert, Spannungen reduziert und einen sicheren emotionalen Raum für die Kinder schafft. Die Episode endet mit einem Aufruf, sich für die Challenge anzumelden und Feedback zu geben.
Chapters
Also so, so, du musst dich nur selbst lieben. Ja, super, und wie geht es jetzt?
Einfach was, was ich euch da draußen gerne mitgeben möchte, weil das halt für mich als Tochter ist es mit eine der wertvollsten Dinge.
Hallo und herzlich willkommen nach unserer Sommerpause zurück beim Gemeckerfrei-Podcast. Der Gemeckerfrei-Podcast ist der Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, in der Partnerschaft und mit dir selbst. Und eigentlich begrüßen dich hier immer der Bernd und ich, und heute habe ich aber einen Special Guest sozusagen mitgebracht, unsere Tochter Anja, die schon mal vor, ich weiß nicht, ich glaube vor eineinhalb Jahren haben wir schon mal eine Podcast-Folge zusammen gemacht. Und heute gibt es wieder eine. Diesmal fragt die Anja mich Dinge, und es geht in dieser Folge rund um das Thema Selbstliebe. Also, wie kannst du mit dir selbst im Reinen sein? Wie kannst du dich in der Tiefe mit dir selbst verbinden? Wie kannst du in den Spiegel schauen und happy sein mit der Person, die du da siehst?
Siehst.
Ja, und weil ich da einfach ganz viel von dir zu lernen durfte in meinem Leben und auch immer noch lernen darf, weil geht ja immer weiter, habe ich gedacht, dass das eine coole Idee wäre, wenn ich dich dazu ein paar Sachen fragen darf.
Genau, du fragst mich Dinge und ich versuche so gut wie möglich darauf zu antworten, und wir hoffen, dass dich das inspiriert, dass dir das weiterhilft, und wir freuen uns wie immer über deinen Kommentar, dein Feedback, deine Bewertung. Und gleichzeitig ist es auch die Einladung, wenn du zu diesem Thema mehr haben möchtest, dass du dich anmeldest zu unserer Selbstliebe-Challenge. Die gibt's das erste Mal dieses Jahr gratis für dich, und Link posten wir in den Shownotes natürlich. Die startet am 11. September, also wenn du die Folge davor hörst, trag dich ein, sei dabei, und bereicher diese Community mit deiner wundervollen, einzigartigen Energie. Und jetzt Bühne frei für die Fragen von der Anja, und wir wünschen dir ganz viel Freude dabei.
Okay, lass uns direkt einfach mal volle Kanne rein, rein tauchen.
Ich hoffe, ich habe gute Antworten. Bestimmt.
Was ist denn Selbstliebe für dich? Wie definierst du für dich Selbstliebe?
Wie definiere ich Selbstliebe für mich? Also, ist ja schon so ein, so ein Begriff, so ein, also irgendwie ist der ja auch so ein bisschen ausgelutscht. Also so, so, du musst dich nur selbst lieben, ja super, und wie geht es jetzt? So, also ich glaube, wenn ich so drüber nachdenke und Da mag ich gern noch dazu sagen, ich kenne die Fragen, die die Anja sich überlegt hat, auch nicht. Das heißt, es sind keine gekünstelten Pausen, die wir hier machen, sondern ich muss tatsächlich drüber nachdenken. Und weil ich mag ja auch gute Antworten geben und nicht nur irgendwas daherlabern. Also ich glaube, für mich bedeutet selbst, mich selbst zu lieben, dass ich—
beschreibe ich das gut?
Also, es ist so ein Gefühl von in mir zu Hause sein. Es ist so ein Gefühl von: Ich bin mit mir verbunden. Das ist auch so ein Gefühl, das sich eigentlich mit Worten nicht beschreiben lässt. Also das ist so ein Zustand, ich würde sagen, so ein Zustand, in dem vollkommen klar ist, dass alles gut ist, so wie es gerade ist. Also es ist so ein— es gäbe kein Gefühl, mit dem ich das beschreiben könnte, aber es ist so ein Zustand von Es ist alles gut.
Und diese Verbindung mit meinem inneren Wesen, das kann man vielleicht Seele nennen oder wie auch immer, ja, das ist glaube ich für mich, das steckt für mich dahinter.
Wenn ich sage, ich liebe mich selbst, ja, das, dann stellt sich auch gar nicht mehr die Frage, Frage, ob jetzt mein Körper liebenswert ist, weil das ist also jetzt bisschen so die Frage, ob ich jetzt sagen würdest, mag ich die 17. von diesen Perlen auf diesem Kleid, ja, was ist die Frage, verstehe die Frage nicht, ja, so, und so ist Selbstliebe für mich, dieses mit mir so verbunden sein, dass ich ich die Frage nicht stellt, ob an mir was falsch sein könnte.
So, so schön.
Ich finde es so schön.
Und was würdest du denn sagen, hat in diesem Zustand sein für einen Impact auf dein Leben?
Alles, alles. Weil also, wenn ich nicht in diesem Zustand bin, dann werde ich ja Dann nehme ich Dinge persönlich, dann gibt es Dinge, die mich triggern, dann stehe ich vorm Spiegel und denke mir, noch eine Falte, hier Speck, oh, hier was weiß ich. Also dann, also von dem her, also am leichtesten kreiere ich diesen Zustand, wenn ich meditiere oder aufs Wasser schaue. Dann kann ich es am besten. Und wenn ich diesen Zustand, also ich, ich wäre nicht bereit, auch nur einen Tag darauf zu verzichten, mich in der Art mit mir zu verbinden, weil mir das einfach, also das ist ungefähr so, wie wenn du mich zwingen würdest, dass ich nichts essen darf, oder also schlimmer, ich würde lieber auf Essen verzichten. Also ich jetzt, weil ich bin jetzt nicht so jemand, der so Essen ist mir nicht so wichtig, aber also never ever würde ich darauf wieder verzichten wollen.
Und also, warum glaubst du jetzt auch für die Menschen da draußen, die uns gerade zuschauen, zuhören, und auch für mich, warum glaubst du, es ist so wichtig, dass wir uns selber lieben? Also warum, warum bist du so sehr dahinter, dass andere Menschen verstehen, wie sie dahin kommen?
Also zum einen, weil es halt einfach das Leben so viel schöner macht, also, und zum anderen hat es für mich auch was mit Demut oder Ehrfurcht vor dem Leben zu tun.
Also weil ich habe ein Leben geschenkt bekommen, meine Eltern haben mir ein Leben geschenkt. Meine Mama hat mich in ihrem Bauch ausgetragen und die haben mir ein Leben geschenkt und ich will halt einfach das Beste daraus machen. So, ich will halt einfach das Beste daraus machen und ich bin nicht bereit, dann noch einen Tag dazu verschwenden oder eine Stunde.
Und das können wir alle lernen.
Ja sicher, das ist jetzt kein Hexenwerk.
Also das ist, das ist ja, ich glaube, für manche Menschen fühlt sich das manchmal an wie ein Hexenwerk.
Ja, die Sache ist halt, bist du bereit, den Weg zu gehen, dahin zu kommen? Und ich meine, das kriegst du ja mit, das einfach, das ist also, wie der Bernd und ich, wir tun die Dinge einfach. Du ja auch, ja. Also so, wie du hast ja bei uns gelernt, die Dinge einfach zu tun, also nicht nur davon zu reden, dass ich, red nicht nur davon, dass ich mich mehr lieben müsste, sondern Ich mache halt jeden Tag das Muskeltraining dafür. Das ist wie, wenn du halt ein Sixpack haben willst, dann gilt es halt, das Muskeltraining zu machen. Und wenn du bereit bist, also wenn du das willst, wenn du diese tiefe Sehnsucht nach diesem Gefühl, nach dieser Verbindung mit dir selber hast und bereit bist dafür zu gehen, dann kann es jeder erreichen. Also mein Ego hätte das ja manchmal gerne, dass ich irgendwie sage, ich bin irgendwie der besonders tolle Mensch auf dieser Welt, und ja, weil ich schon so früh angefangen habe und weil ich so toll bin, und deshalb habe ich das erreicht. Aber losgelöst von meinem Ego betrachtet, ist es halt einfach Unfug, weil es halt, weil dieses, dieser vollkommene, dieser aus unserer Sicht unsterbliche, vollkommene Anteil Teil in dir, oder lass es uns die Seele nennen, die hast du, die hast du, die hat jeder von uns. Und die Frage ist einfach nur: Bist du bereit, dich mit diesem Teil in dir wieder zu connecten? Also bist du bereit, alles zu verlernen, was du gelernt hast, was dich in die Trennung gebracht hat? Bist du bereit, dich wieder zu reconnecten? Bist du bereit, diesem Anteil in dir Raum zu geben? Und das bedeutet natürlich, dass wir Entscheidungen treffen, dass ich Entscheidungen treffe. Weil ich meine, es bedeutet, ja, das erlebst du bei uns, dass es bei uns nicht vorkommt, dass man sich irgendwie über andere aufregt, dass man irgendwie zusammen gemeinsam irgendwie über jemand anderen lästert, oder dass man darüber schimpft, was irgendwie alles gerade blöd ist oder so. Also das, wir sagen, vielleicht sagen wir mal, oh, hier, also wenn das jetzt unser Hotel wäre, dann würden wir das und das und das anders machen. So was sagen wir immer mal, wenn wir in irgendeiner Unterkunft sind, wo wir sagen, okay, da bemerken wir Optimierungspotenzial, sagen wir mal so. Aber wir sitzen nicht beim Frühstück und sagen, boah, hier ist voll blöd und das haben sie nicht aufgefüllt und hier ist falsch und das ist doof, sondern wir sagen halt, okay, also so, lass mal mitnehmen, weil wir auch so ein bisschen mit der Idee spielen, vielleicht haben wir mal ein eigenes Hotel oder irgend so was, ja, sagen, okay, lass mal lernen, wie kann man es cool machen, ja, so.
Und das ist einfach, wir nehmen den Alltag und lernen, was möglich ist, lernen, werden besser und beobachten und, und, aber richten uns ganz gezielt darauf aus, in diesem guten, in diesem Zustand zu sein.
Ich bin nicht bereit, mich über was aufzuregen, wenn ich weiß, das kostet mich wieder eine halbe Stunde, in einem guten Zustand sein.
Und ne, also weil ja wahrscheinlich viele von denen, die uns hier gerade zuhören, zuschauen, ja, voll gerne eure Fragen hören.
Feedback. Genau.
Entschuldige, Anja. Alles gut. Viele von denen sind ja wahrscheinlich bei uns gelandet über die Kinder bzw. weil sie es mit den Kindern gerne noch schöner haben wollen. Und dann wollte ich dich jetzt einfach mal fragen, weil Selbstliebe hat ja auch immer einen Einfluss auf Selbstvertrauen. Und wie würdest du sagen, hat mehr Selbstvertrauen dir im Mamasein weitergeholfen? Oder wie hat's, ja, was hatte das für einen Einfluss auf dein Mama-Sein?
Ah, du meinst, dadurch, dass ich mich selber lieber gelernt habe, noch mehr zu mögen, habe ich mehr Vertrauen entwickelt? Das ist quasi deine These?
Ja, ja, ne?
Also ja, weil dieses Gefühl von Selbstliebe, dieses Verbundensein mit mir, waren sich Dieses in mir zu Hause sein, es ist so meine innere Guideline geworden. Das ist quasi das, wo ich an dem, das ist so, an daran richte ich mich aus. Und klar hilft mir das zu sagen, okay, ich gebe jeden Tag mein Bestes. Ich frage mich auch immer, was ist, wie kann ich die beste Mama jetzt auch noch für dich sein oder für deine Brüder und, und Und gleichzeitig weiß ich halt, ich kann es immer mit diesem Zustand abgleichen. Wenn ich was tun würde, was sich, was dazu, wenn ich als Mama was tun würde, was dazu führt, dass ich diesen Zustand verlasse, dann geht eine rote Flagge hoch. Weil dann handle ich gegen meine innere Überzeugung oder gegen mein tiefes Gefühl.
Also hat das dann im Endeffekt, führt es dazu, dass du einfach noch viel weniger rational darüber nachdenkst, sondern vielmehr darauf vertraust, was fühlt sich richtig an.
Das sind echt gute Fragen, weil das Problem an der Stelle ist, oder was heißt Problem, vielleicht die Herausforderung, nee, anders. Also ich bin mir so sicher, dass ich die beste Mama für euch bin. Ich stelle das einfach an keiner Stelle mehr infrage. Früher habe ich das manchmal infrage gestellt, dann habe ich Dann war ich verloren, sozusagen. Aber ich stelle das nicht mehr infrage. Ich weiß einfach, dass mir immer zur rechten Zeit die passenden Impulse kommen, dass ich— und es gibt ja schon manchmal auch Situationen, wo ich mal, also wo ich auch bei euch noch lenkend eingreife oder mal einen Vorschlag mache oder eine Frage stelle oder euch in eine gewisse Richtung lenke und Ich habe aber nicht mehr, also das ist lange her, dass ich da an mir mal gezweifelt habe. Und natürlich ist das alles eine Folge von diesem Prozess, ne, dieses, dieses Verbundensein mit mir führt dazu, dass ich nicht an mir zweifle. Natürlich werde ich jeden Tag besser, natürlich gibt es Dinge, die ich jeden Tag besser machen kann, das ist ja keine Frage. Wir sind ja alle Menschen, die sich weiterentwickeln. Nur ich Ich stelle mich als Mama nicht mehr infrage, und das glaube ich hilft mir halt, dass ich immer bei euch sein kann. Also ich, die, wenn ich, also wenn ich jetzt ein ganz profanes Beispiel nehme, wenn jetzt einer deiner Brüder am Buffet über Tage sich mit Nachtisch satt isst, Und dann weiß ich einfach, wann ist der richtige Zeitpunkt. Ich fühle das, wann ist ein guter Zeitpunkt, das mal anzusprechen, dass ja vielleicht so ein bisschen mehr Obst oder Gemüse auch sinnvoll sein könnte. Aber weil ich einfach, weil ich das, weil mich das nicht mehr das bringt mich nicht mehr aus der Balance. Also ich stelle mich als Mama deshalb nicht mehr infrage. Und dadurch geht es nicht darum, dass das der, dein Bruder sich ändern muss, damit es mir gut geht, damit ich mich als Mama bestätigt fühle, sondern ich kann mich halt fragen, was braucht dieses Kind oder dieser Jugendliche jetzt, um da aus aus sich heraus eine Verhaltensänderung zu kreieren.
Und dadurch bin ich bei dem anderen, ich bin dann bei dem Kind in dem Fall, ja.
Und dadurch kann ich das in einem Moment anbringen, wo ich weiß, ein, also ihr könnt es nehmen und es hilft euch weiter.
So würde ich das beschreiben. Cool, danke schön.
Und Hilft dir das jetzt auch? Also ist das für dich tatsächlich interessant?
Ja, schon. Also das ist ja, ich meine, ja, Kinder sind jetzt noch nicht Übermorgen-Thema, aber irgendwann in den nächsten paar Jahren bestimmt. Und natürlich ist alles, was ich jetzt schon darüber lernen kann und alles, was ich jetzt schon verstehen kann, habe ich halt einfach schon.
Ja, das stimmt.
Ich glaube, die Sache ist einfach, dass wenn du lernst, dich selbst zu führen— und das ist eigentlich, ne, Selbstliebe hat ganz viel mit Selbstführung zu tun— und wenn du lernst, dich selbst zu führen, dann wirst du halt total sensibel und feinfühlig dafür, welche Aspekte sind in einer Beziehung dienlich und welche nicht. Weil ich merke ja auch, wenn ich aus dieser Verbundenheit mit mir raus Auf jeden Fall. Also wenn ich dieses, diese, wenn ich da nur noch zu 80 oder 90% bin, dann merke ich ja die Veränderung in mir. Und na, und das ist dieses immer feinfühliger werden, führt halt auch dazu, dass du total feinfühlig wirst, was, na, also wann kann ich zu dir was sagen, wann ist dein Tor sozusagen offen, dass du was nehmen kannst. Also jetzt ist es ja eh schon längst keine Frage mehr, aber früher war das manchmal, dass ich halt das rausfinden musste: Wann bist du offen für das, was ich geglaubt habe, was dir vielleicht helfen könnte? Ja, und das ist durch diese, durch die, die, diese Qualität an Selbstführung, das wirkt sich immer, das hat ja was damit zu tun, was für eine Beziehung führst du zu dir selbst?
Und das wirkt sich ja wieder auf jede andere Beziehung aus.
Damit hast du gerade ein bisschen meine nächste Frage vorweggenommen.
Oh, Entschuldige.
Macht gar nichts. Nur das ging halt so ein bisschen noch mal um dieses Dinge tun. Wir haben ja gerade am Anfang schon gesagt, dass es ganz wichtig ist, die Dinge halt zu tun und die Schritte zu gehen und den Prozess auch als Prozess anzunehmen, aber da halt trotzdem immer weiterzugehen. Und da ist ja Disziplin ein wichtiger Punkt davon, und der ist ja aber dann, bedeutet ja auch wieder nur Selbstführung, oder?
Ja, ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst, aber ich habe ja mit, mit Disziplin echt einige Jahre jetzt gehadert auch, ja, weil ich, ich bin so aufgewachsen mit so Selbstdisziplin in so einer Qualität von Härte. Ja, ja, so, und das ziehen wir jetzt durch und das kriegen wir schon hin. Und man, wenn es weh tut, tut es halt mal weh, ist ja auch nicht schlimm. Also so, ich habe mich halt, ich habe das verknüpft mit Härte gegen mich selbst, ne. Also auch, ich habe ja auch mal dann, als ihr klein wart, kamen von mir so Sätze wie, dass Schlafen überbewertet wird und Essen überbewertet wird, weil ich halt so, ich wollte mich halt immer noch weiter optimieren, ne. Also es gab ja viele Jahre, da habe ich irgendwie, weiß ich nicht, bin ich um halb 2 ins Bett gegangen und um 5 wieder aufgestanden, aber nicht nur eine Nacht. Und in der Zeit, die ich geschlafen habe, seid ihr noch dreimal angekommen, so ungefähr. Also weil, weil ich halt einfach so, weil ich sonst das gar nicht alles geschafft hätte, was da so auf der Uhr war. Und da war halt Selbstdisziplin Härte gegen mich selbst. Und deshalb habe ich mich jetzt echt einige Jahre, seit auch als wir Gemeckerfrei schon gegründet hatten, habe ich wirklich mich mit Selbstdisziplin schwergetan. Weil ich eben das nicht als Liebe zu mir selbst verstanden habe, sondern als Härte gegen mich selbst. Und es hat echt ein bisschen gedauert, bis ich das für mich umgedreht gekriegt habe, zu sagen, okay, wenn ich ein Ziel habe, wenn ich diese tiefe Verbindung mit mir selbst einfach erleben will, wenn ich meine beste Version sein will, die ich sein kann, Und ich weiß, dafür dient es mir, wenn ich jetzt anders als früher genug schlafe, regelmäßig meditiere, mir genug Zeit nehme, um aufs Wasser zu gucken, in einer Umgebung bin, die mir gut tut, Nahrung zu mir nehme, die mich nährt, die mir gut tut, mit Menschen Zeit verbringe, die mir gut tun, Sport mache, also dann Dann ist es pure Liebe zu mir selbst, diese Dinge auch zu tun. Das ist keine Selbstliebe, wenn ich weiß, mir tut Sport gut, und ich, und ich dann meinem inneren Schweinehund nachgebe, der sagt, komm, heute muss es wirklich sein. Gerade jetzt heute zum Beispiel, wir sind gerade in den Staaten und wir sind erst vorgestern angekommen. Also wir haben eigentlich noch so ein bisschen Jetlag im Knochen. Und wenn man denn glauben wollen würde, dass es das gibt. Und jetzt habe ich gestern Abend, war ich einfach so müde, und dann hatte ich gestern nur gefrühstückt, und heute früh war es dann auch alles irgendwie länger gedauert, und zwar dann irgendwie halb 12, und ich hatte noch nichts gegessen, und ich habe dann echt Hunger gekriegt. Gehe ich jetzt erst, ach komm, soll ich jetzt wirklich noch Sport machen? Komm, ich gehe was essen. Und so, nee, ich weiß, wenn ich es jetzt ich jetzt nicht mache, wenn ich jetzt nicht noch die Matte ausrolle und meine 20 Minuten Yoga wenigstens mache, dann werde ich es heute nicht mehr tun. Und dann habe ich es halt noch gemacht. Und das ist aber tiefe Liebe zu mir selbst, das ist keine Härte mehr mir gegenüber, sondern das ist aus der tiefen Liebe zu mir, weil ich weiß, dass es mir gut tut. Braucht es immer wieder diese Disziplin, dieses Ich-mach-es-einfach.
Ja klar, und ist dann ja aber auch eine Form von Selfcare.
Absolut, es ist Selfcare, es ist, na, ich, ich bin konkurrent, also ich, ich gehe, na, also ich, ich stelle mich nicht hin und sage, ja, ich würde ja gerne ein gutes Leben haben, aber blablabla, sondern ich sage, ich will ein gutes Leben haben und ich tue alles dafür, was ich weiß, von dem ich weiß, dass mir das hilft, ein gutes Leben zu haben. So, fertig. Und ich bin nicht bereit, das hinten runterfallen zu lassen. Und was jetzt nicht bedeutet, ja, wenn wir, wenn, wenn jetzt ihr krank seid oder irgendwas braucht, oder du jetzt, angenommen, du hättest irgendwie Liebeskummer und du, ne, und alles, alles nix nichts davon. Also hier steht er da immer an der ersten Stelle, das ist überhaupt keine Frage. Nur halt, also mein innerer Schweinehund, der gewinnt nicht. Das ist der wichtige Punkt. Mein innerer Schweinehund, der gewinnt nicht.
Sau cool. Und kannst du dich erinnern, Was, also was genau hat dich dazu bewegt, dass du das für dich verändern konntest, dass Selbstdisziplin nicht mehr hart, nicht mehr Härte, sondern Liebe ist? Erinnerst du dich da noch dran, oder war es einfach so was, was halt einfach mit dem ganzen Weg halt einfach passiert ist?
Ich glaube, es ist einfach mit der Zeit, ne.
Ich habe Je mehr ich aufgehört habe, im Widerstand zu sein, desto mehr, und je mehr ich tief in mir wusste, dass so dieses—
ich kann mir Ziele stecken, ich will, und ich kann zu jedem Ziel hingehen und versuchen, das zu zu erreichen, oder ich kann das erreichen, ist ja keine Frage, aber das macht nichts, sagt nichts über meinen Wert aus, weil ich, ich bin schon vollkommen, ich bin schon alles. Also es ist schon, ich muss nichts tun, ich muss nichts erreichen, ich bin dieser, dieses Wesen, das einfach pure Liebe ist. So, ja, ohne das jetzt, also da habe ich jetzt schon diese Stimme mir, die sagt, kann man das jetzt wirklich so sagen, und ist das jetzt nicht ein bisschen hochnäsig? Nee, es ist genau die Essenz, ja, es ist genau die Essenz. Wir alle sind pure Liebe, du bist pure Liebe, ich bin pure Liebe, du da draußen, der dazuhörst, bist pure Liebe. Und die einzige Frage ist, bist du bereit, es wieder zu fühlen? Bist du bereit, es wieder zu deinem Normal zu machen? Gehst du diesen Weg? Dass du das wieder verkörperst. Hörst du auf, dir die Geschichten zu erzählen, die du gelernt hast, warum du das nicht wärst, was an dir falsch wäre, was, weshalb du machtlos wärst?
Bist du bereit, das zu verändern? Das ist eigentlich der springende Punkt und vielleicht auch ein gutes Schlusswort.
Oder hast du noch mehr Fragen?
Ich habe noch Eine Frage und dann noch eine Sache, die ich gerne noch zum Thema sagen würde.
Okay, dann hau raus.
Und zwar, du hast ja eben schon ganz kurz was zu unserer Selbstliebe-Challenge nächste Woche gesagt, und die steht ja so ein bisschen unter dem Motto: Wecke die innere Königin in dir. Ja, und jetzt wollte ich einfach nur noch mal kurz von dir wissen, was bedeutet es für dich, deine innere Königin zu erwecken?
Ja, eigentlich genau das, worüber wir jetzt Das ist genau das. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen, weil es genau dieses, dass du das wieder verkörperst, das, dass wir als Frauen das wieder verkörpern, dass wir lieben, also dass wir Liebe sind, dass wir das vollkommen sind, königlich, ja, im positiven Sinne. Ja, okay.
Und eine Sache wollte ich noch einfach, als wollte noch ein bisschen die Kindersicht hier auch noch mit reinbringen. Und weil, ne, dieses, dass du das wieder angefangen hast zu fühlen, dass du das wieder angefangen hast zu sein, dass du angefangen hast, in diesem Zustand zu sein, wie auch immer man es genau nennen möchte, Das erzeugt halt für mich als deine Tochter einen total sicheren Hafen in dir, also dass ich einfach das Gefühl habe, dass ich mich auch so energetisch und mit auch allem Möglichen, was mal an Sorgen oder so vielleicht mal da ist oder was an Gefühlen hochkommt, einfach so in dich hineinlehnen kann, wenn das gerade, was ich in mir habe, nicht reicht, oder wenn es halt, wenn der Zustand in mir halt gerade nicht genug da ist, dann hilft mir das total, dass er in dir da ist und ich mich da so reinlehnen kann. Und das ist einfach was, was ich euch da draußen gerne mitgeben möchte, weil das halt für mich als Tochter ist es mit eine der wertvollsten Dinge, die ich von der Mama bekomme. Und ich werde jetzt 23 und das ist trotzdem immer noch so, dass es einfach total wertvoll ist, dass ich das von dir lernen darf und dass ich das von dir erfahren darf.
Und ja, ich glaube, das ist wichtig zu wissen, ne?
Auch zu wissen, was du, wenn du diesen Weg für dich gehst, was du damit deinen Kindern mitgibst und was du denen damit für einen Raum eröffnest. Und ich finde es einfach, also sagen wir mal so, wäre ich nicht diesen Weg gegangen, hätten wir beide auch heute nicht diese Beziehung zueinander. Weil das, keine Frage an dieser Stelle, ne, Gemeckerfrei ist entstanden, weil wir beide, oder du, der Papa und ich, also weil wir so, also mit, deshalb, weil wir so aneinander geraten sind. Und das ist einfach Na, da bin ich bis heute berührt und dankbar, dass du das, dass du dich damit nicht zufrieden gegeben hast, dass du da einfach rebelliert hast und da Salz in die Wunde gestreut hast und einfach uns da auf diese Reise geschickt hast. Und das ist einfach, also du bist jetzt mit uns hier eben auf diesem Seminar und, und bist genauso angefixt wie wir, und wir haben da miteinander Freude und haben einfach, ne, insgesamt alle 7 miteinander, ja, so die einfach so die besten Beziehungen miteinander, ne. Und das ist, wo letztens jemand mal gesagt hat, ja, und wenn man dann längere Zeit miteinander unterwegs ist, dann gibt es ja immer mal Spannungen und da muss man halt gucken, wie man dann damit klarkommt und so weiter. Und wo ich sage, nee, es gibt keine, da gibt es keine Spannungen, weil das ist einfach nur das größte Geschenk überhaupt, Zeit miteinander verbringen zu dürfen.
Ja, und wie ich in meinen Gesprächen immer so gerne sage, wir haben noch gekämpft, damit ihr nicht mehr müsst. Und das ist Was, was mich immer und immer wieder so berührt, zu wissen, dass es immer mehr Familien gibt, die nicht mehr kämpfen müssen, weil wir es noch getan haben.
Ja, sehr cool. Das ist jetzt für dich ein schönes Schlusswort.
Ja.
Also, wenn du noch nicht angemeldet bist für die Selbstliebe-Challenge, komm gerne dazu. Ansonsten gib uns ein Feedback, wie dir die Folge gefallen hat, und wir freuen uns, ab sofort wieder regelmäßig einmal die Woche donnerstags dich mit einer neuen Folge zu zu beschenken und freuen uns, wenn du dabei bist, wieder einschaltest.
Und bis ganz bald, alles Liebe, tschüss!
Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare, wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du ab sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal!
More from Uli

Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









