Wie du dein Eltern Nervensystem regulierst - Podcast 165

Uli und Bernd Bott erklären, warum Eltern ständig überreizt sind: Das Nervensystem bleibt im Stressmodus stecken, ohne die Energie abzubauen. Sie zeigen vier Tools: langsame Atmung mit längerem Ausatmen, Stress laut aussprechen, täglich drei Dinge aufzählen, für die man dankbar ist, und den Blick bewusst weiten.
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Wenn dein Nervensystem überreizt ist, dann bist du in einem Teufelskreis gefangen, aus dem du nicht wieder rauskommst, wie der Bernd gerade gesagt hat. Nur alleine zu sagen, okay, das du dir vornimmst, also heute bleibe ich aber ruhig, ja, das— Halli hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst. Wir freuen uns, dass du hier bist, uns zuschaust oder zuhörst. Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, mehrfache Spiegel-Bestseller-Autoren, Eltern von 4 Kindern und haben schon tausende Eltern dabei begleitet auf ihrem Weg zu einem liebevollen, gemeckerfreien, glücklichen Familienalltag.
Ja, und hier im Podcast behandeln wir einfach immer wieder verschiedene Themen, die damit zu tun haben und dir vielleicht schon ein bisschen helfen.
Helfen, uns kennenzulernen, helfen, Gemecker vielleicht zu verstehen und eben einen schöneren Alltag zu erleben. Genau. Heute haben wir eine Folge für dich mitgebracht über dein Nervensystem.
Wir haben es so genannt: Wie du dein Elternnervensystem regulierst.
Genau.
Und es gibt natürlich das ganz normale Nervensystem. Das haben auch nicht Eltern.
Das ist richtig. Also wir wollen heute mal gucken, was ist denn eigentlich oder was könnte denn eigentlich die Ursache für eine kurze Zündschnur aus Sicht des Nervensystems sein? Also wie könnte das denn damit zusammenhängen? Wie könnte dein Nervensystem damit zusammenhängen, ob du meckerst oder nicht?
Ja, und ich meine, man sagt es ja schon umgangssprachlich so, ich bin genervt.
Ja, meine Nerven liegen blank. Ja, genau. Und was steckt da eigentlich dahinter? Und vor allen Dingen, dass die ganz wichtige Frage ist, weil Wissen ist ja immer wunderbar, nur dann geht es ja darum, wie kannst du das verändern? Und wir haben natürlich auch 3, genauer gesagt 4 Tipps mitgebracht, wie du dein Nervensystem regulieren kannst.
Also beruhigen am Ende des Tages, wieder runterkommen, deine Zündschnur verlängern kannst, aus dem Stress wieder rauskommst, dein Geduldsfaden endlos elastisch machst, wie auch immer du das bezeichnen magst.
Genau. Und woran würdest du denn jetzt merken, dass das Nervensystem, also dass dein Nervensystem überreizt ist? Das ist ja das Erste, dass wir das einfach mal feststellen und sagen, okay, an welchen, oder gibt es einfach so ein paar ganz klare Faktoren, an denen kann kannst du das einfach festmachen. Und jetzt wollen wir die einfach mal aufzählen, mal kurz darüber sprechen, dass du für dich erstmal feststellen kannst: Gehöre ich eigentlich zu den Eltern, deren Nervensystem potenziell überreizt ist, oder nicht?
Ja, und ein ganz wichtiger Punkt ist schon mal, dass du von Kleinigkeiten genervt bist, also von Kleinigkeiten genervt bist, wo du dich manchmal fragst, wenn du dich aus so einer Vogelperspektive betrachtest, Habe ich sie noch alle?
Ja, das ja genau. Und der zweite Aspekt ist, dass du so in so einem Funktionieren-Modus bist und irgendwie nie zur Ruhe kommst. Also dass du ständig das Gefühl hast, das muss noch erledigt werden und hier, das muss ich auch noch machen und das muss auch noch passieren und das muss noch gemacht werden und das ist noch zu tun. Also dass du in so einem ständigen Unruhe-Modus eigentlich bist.
Und dass du immer wieder so Gedanken hast wie: Ich kann nicht mehr, ist mir alles zu viel. Vielleicht auch: Lasst mich doch alle in Ruhe.
Genau, also da kann ich mich auch zum Beispiel wirklich total gut erinnern, dass es Zeiten gab, als jetzt unser drittes Kind, das hat am Anfang, als der klein war, der so ganz viel geweint. Und da war ich immer wieder, als ich so gedacht habe, boah, ich Ich kann einfach nicht mehr. Ja, ich kann einfach nicht mehr. Also wenn dir das so gehen würde, wir verstehen dich gut, wissen genau, wovon du redest, ist auch wieder ein Aspekt dafür, dass dein Nervensystem gerade überreizt sein könnte.
Oder ist auch so, dass man die Schultern ständig angespannt hat, also so hochzieht irgendwie. Ja, so ein bisschen so ein Verstecken. Und Klar, es kann natürlich hingehen bis zu Verdauungsstörungen. Sind auch ein ganz klares Zeichen. Der Darm ist da eigentlich ein wichtiger Teil des zentralen Nervensystems oder des, ja genau, und reagiert dann auch entsprechend.
Ja, oder du hast zum Beispiel, obwohl du eigentlich nie genug Schlaf bekommst, obwohl du hundemüde bist, kannst nicht einschlafen oder hast Schlafstörungen. Das wäre auch ein Anzeichen für ein überreiztes Nervensystem. Und einen letzten Punkt haben wir noch auf der Liste, dass du dich immer wieder von einem Tag zum nächsten hangelst und eigentlich schon vorm Aufstehen fix und alle bist und eigentlich nur, ja, wie ich gerade schon gesagt habe, es sagt eigentlich schon alles aus. Du hangelst dich von einem Tag zum nächsten und dein Stresslevel wird gefühlt eher immer höher als niedriger, egal was du tust. Auch wenn du dir immer mal eine Badewanne gönnst oder die Tasse Tee oder was auch immer so von den Dingen, die es so gibt, von denen man so sagt, damit solle man sich gut tun, und die nützen einfach irgendwie nicht.
Und das ist eben genau das Problem dran, dass du dich mit diesen, mit einfach nur der, du schaffst es auch nicht nur mit einer Entscheidung, also du schaffst es nicht mit der, nur so mit der Entscheidung, okay, na, heute ich lass mich jetzt davon ich mich nicht mehr stressen und so weiter. Ich nehme das nicht mehr so ernst, weil dieses, wenn das System, also wenn die Nerven blank liegen, das ist ja, der Spruch kommt ja nicht von ungefähr, ne, dann musst du einfach erstmal was tun, dass sich das wieder beruhigen kann, dass das wieder geglättet wird, ja, und dann überhaupt den State quasi auch körperlich zu haben, anders zu reagieren.
Ja, na, und an der Stelle, das jetzt keine Entschuldigung so im Sinne von, ja, mein Nervensystem ist halt überreizt, ich muss halt Kinder anschreit. Also den, den nehmen wir nicht bei Gemecker frei, aber wir nehmen den schon insofern, dass wir sagen, okay, wenn dein Nervensystem überreizt ist, dann bist du in einem Teufelskreis gefangen, aus dem du nicht wieder rauskommst, wie der Bernd gerade gesagt hat. Nur alleine zu sagen, okay, dass du dir vornimmst, also heute bleibe ich aber ruhig, ja, das hast du schon 1000 Mal gemacht, hat schon 999 Mal nicht funktioniert. Also lass uns doch mal gucken, was Was ist eigentlich, was steckt eigentlich hinter diesen Stressreaktionen? Und da kann man mal hingucken, was ist eigentlich gesunder und was ist eigentlich ungesunder Stress? Vielleicht kannst du da was zu sagen.
Ja, gesunder Stress wäre ja immer das, was dich eigentlich aktiviert. Also das ist ja so ein bisschen so wie mal so, du kennst es ja vielleicht, wie manchmal so eine Deadline, ein Termin total gut tut. Also zu sagen, ja, was weiß ich jetzt, morgen kommt irgendjemand zu Besuch und dann sagst du okay, dann räume ich jetzt, jetzt wird mal aufgeräumt hier. Oder halt auch in der Arbeit, kennst du das sicher auch. Früher in der Schule war man auch dann immer am letzten Tag vor einem Abgabetermin von irgendwas am effizientesten. Das ist ja auch, das kann positiver Stress sein, wenn das kein Druck wird, sondern wenn es einfach so ist, dass du sagst, es aktiviert einen.
Ja, und dann gibt es natürlich gesunden Stress auch dann, wenn du tatsächlich einfach in Gefahr bist.
Ja, da ist er ja gesund, weil er dich vor größeren Gefahren, also vor den Bedrohungen beschützt. Weil der Stress aktiviert, Adrenalin wird ausgeschüttet, ne? Steinzeitlich, du kannst halt dann schnell vor dem Säbelzahntiger wegrennen.
Ja, oder wenn dich jemand bedroht, kannst du wegrennen. Wenn irgendeine Gefahr, wenn es irgendwo brennt, kommst du, rennst aus dem Haus oder whatever. Also wenn dein Leben bedroht ist, was heute halt einfach nur noch sehr selten der Fall ist, wenn wir ehrlich sein dürfen. Diese Stressreaktionen, die sind natürlich sehr gesund, weil die dir helfen zu überleben, den Blick aufs Wesentliche zu richten und da deinen Weg dadurch zu finden. So, nur was unser Körper heute macht, was wir heutzutage machen, ist, dass wir so tun, als hätten wir ständig einen Säbelzahntiger im Nacken sitzen.
Also unser Körper, unser System kann ja eigentlich nur diesen Stress, also kann eigentlich nur diese, diese Bedrohungslage, und Die gibt es ja nicht mehr, wie du ja gesagt hast, die gibt es nicht mehr. Früher gab es die, dann hat man extrem reagiert, hatte auch eine körperliche Reaktion. Also der Steinzeitmensch musste wegrennen wie so ein Irrer, und wenn er es überlebt hat, dann ist er richtig gerannt wie ein Irrer, und dann war der danach tot. Also nicht tot, aber er war so erschöpft, dass der ganze Stress war abgebaut. Ja, also der hat gepennt dann, weil der konnte sich nicht mehr bewegen. Das ist wie so ein, immer, weißt es ja auch bei Löwen, wenn die jagen, die sind ja danach auch fertig. Der schafft es oft nicht mehr aufzuessen, der Löwe. Und das ist dann, da war der Stress ja dann durch diese krasse körperliche Anstrengung wieder abgebaut. Und heutzutage haben wir noch den Stress, aber wir bauen ihn ja nicht mehr ab.
Ja, und wir tun so, als wäre zum Beispiel das Kind, das gerade seinen Ranzen im Flur liegen lässt, oder der Partner, der seine Tasse nicht in die Spülmaschine räumt, oder was auch immer, tun so, als wäre dessen Säbelzahntiger. Also wir haben dieselbe Reaktion reaktionen, dieselbe Adrenalinausschüttung bei Sachen, die überhaupt nicht lebensbedrohlich sind.
Genau, also das ist schon mal ja totaler Unsinn, weil das passiert, aber da kann man, also erstmal passiert es einfach, das ist jetzt nichts, was du natürlich absichtlich machst, und das Zweite ist eben, wir bauen ja den Stress dann nicht ab, weil es gibt ja nichts, wovor du, kannst ja vor der Spülmaschine nicht weglaufen.
Genau, und was passiert, wenn, was passiert, was im Gehirn passiert, wenn du so eine Stressreaktion hast. Also wenn du Adrenalin ausschüttest, dann kommt dein System, dein Gehirn, in einen sogenannten High-Beta-Zustand. Das ist der höchste Alarmzustand im Gehirn, und da passieren einfach verschiedene Dinge in deinem Gehirn, die dazu führen, dass du nicht mehr in der Lage bist, kluge Entscheidungen zu treffen, dass du nicht mehr in der Lage bist, situativ angemessen zu reagieren. Deshalb kann es sein, wenn du das dritte Mal deinen Partner dabei wieder siehst, wie der am Esstisch sitzt und doch wieder am Handy scrollt, obwohl ihr ausgemacht habt, dass ihr am Esstisch kein Handy, keine Handys habt, und dann fährst du den an und machst den zur Schnecke und schreist rum und beschwerst dich stichlautstark, als wäre irgendwie gerade die Welt untergegangen. Dabei, also ja, es ist jetzt, kann schon sein, dass es dich ärgert und stresst und stört, aber die Reaktionen sind oft unverhältnismäßig. Und das wollen wir uns einfach mal angucken, was da eigentlich im Gehirn passiert.
Ja, also wie du schon gesagt hast, du kommst halt in diesen High-Beta-Zustand und der schaltet eben alle anderen Das ist ein instinktiver Zustand, das heißt, der geht komplett raus daran, dass du eigentlich noch eine überlegte, wache Entscheidung treffen kannst. Du gehst nur noch in den Reaktionsmodus.
Ja, und du hast so einen mentalen Overload. Du denkst an 150.000 Sachen gleichzeitig, dein Gehirn wird inkohärent, also du bist im Außen, du bist nicht mehr in dir und du denkst an die Kinder, den Partner, die, was noch, geputzt was aufgeräumt werden muss, was irgendwie noch sonst irgendwo erledigt werden muss und bist vollkommen innerlich am Rotieren sozusagen.
Ja, weil du quasi eine, dein Gehirn fährt in einem bestimmten Modus in eine Hyperaktivität, die du aber ja auch wieder gerade gar nicht brauchen kannst.
Ja.
Die dir gerade gar nicht dient. Die bräuchtest du, wenn du gerade so schnell rennst, bräuchtest du die, um dich zu orientieren, um die restlichen, ist es nur ein Tiger, sind es zwei, was weiß ich, da ist es Sinn, da ist auch diese geschärfte Wahrnehmung, diese erhöhte Wahrnehmung extrem wichtig gewesen. Aber zu Hause in deiner Küche, da ist es halt einfach nur too much. Und jetzt bauen wir es nicht ab, jetzt bleibt es da. Du musst dir vorstellen, ich mache schon, wenn ich darüber rede, schon die Augen so auf, und es prasselt alles nur noch auf dein Gehirn ein.
Ja, und dabei, und das kommt auch wieder aus dieser urzeitlichen Reaktion heraus, erwartest du immer das Schlimmste. Um überleben zu können in einer gefährlichen Situation, musst du Gefahren abschätzen können, und daraus resultiert, dass dein Gehirn das Schlimmste der erwartet. Das heißt, du siehst nicht nur den Ranzen da rumliegen jetzt heutzutage, sondern du denkst dir, oh Gott, das Kind wird nie ordentlich werden, ja. Oder du siehst den Partner mit dem Handy in der Hand und denkst dir, okay, der wird jetzt, das wird sich nie ändern, das, da können wir noch tausendmal drüber reden, der wird immer das Handy in der Hand halten. Also du erwartest quasi immer das Schlimmste, du gehst immer davon aus, dass das schlimmste vorstellbare Ergebnis eintreffen wird.
Ja, und diese ganze Geschichte kostet dein Gehirn wahnsinnig viel Energie.
Ja, du willst, ne, was wir vielleicht noch wichtig dazu sagen müssen, ist das mit dem Kontrollieren wollen. Also was sind die Reaktionsmuster? Weil das, da habe ich mich auch gut erkannt dabei, ne. Also woran bemerkst du, dass du da bist? Na, auch zu sagen, ich will alles irgendwie kontrollieren, ich will, ich bin so am Kämpfen, ne. So dieses, wieso hat er das jetzt wieder nicht gemacht und wie oft soll mir der jetzt noch reden und warum funktioniert es nie? Oder du willst die Kinder jetzt, macht es doch endlich, wir haben das doch schon so oft besprochen. Also dem anderen so was aufzwingen, wenn du dem anderen was aufzwingen willst, oder wenn du den anderen versuchst zu manipulieren, wenn du sagst, guck mal, du darfst auch noch eine Folge Fernsehen gucken, wenn du jetzt nur dit dit dit machst. So, all das sind Verhaltensweisen, die auf die Bühne treten, wenn wir in diesem Stress sind, Zustand sind, weil wir glauben, dass wir damit das Ergebnis vorwegnehmen können, dass dann das passiert, was wir gerne hätten, weil dadurch glauben wir, dass der Stress sich reduziert. Ja, und jetzt glaube ich, kommt der Punkt, was du gerade schon— danke, dass ich das noch einschieben durfte.
Ja, das kostet dich einfach unfassbar viel Energie. Dein Gehirn verbraucht diese ganze Energie und dann sinkt das Energielevel ab und dein Kopf fällt quasi in eine Art Depression. Und um das zu vermeiden, das Einzige, was dann hilft, quasi, ist ständig wieder in diesen Zustand zu gehen. Und das ist natürlich Teufelskreislauf, weil wenn du immer wieder das machst, was dich so viel Energie kostet, und die auch nicht mehr aufbaust, weil du ja dann eben auch nicht schlafen kannst und alles, ja, was jetzt tendenziell für dein Gehirn der beste der beste Reparaturmodus ist, ist Schlaf, ne, dann bleibst du ständig in diesem High-Alert-Zustand, in diesem High-Beta-Zustand und kommst da nicht raus. Und es ist ein Dauerloop, der sich immer aufstackt, also aufeinanderstapelt und aufeinanderstapelt.
Ja, du musst quasi, um den Stress zu bewältigen, immer neuen Stress erzeugen. Und dass das nicht gesund ist und dass das nicht dazu führt, dass du die gelassene Mama oder der gelassene Papa wirst, der du gerne sein möchtest, versteht sich an der Stelle irgendwie von selbst. Du verpulverst unnötig Energie. Jemand hat mal gesagt, es ist wie wenn du im Auto im ersten Gang auf der Autobahn fährst und du jagst den hoch, bist aber dann so an das Geräusch und an die Lautstärke gewöhnt, dass du auch nicht das aushalten würdest, wenn du jetzt in fünften Gang schaltest, weil es dann zu leise wäre. Also du brauchst quasi ständig diesen Alert zu Zustand, ständig dieses Nachfüttern. Du musst dich ständig wieder mit Stress nachfüttern.
Und was dann im schlimmsten Fall passieren kann, ist, dass irgendwann das System sagt, jetzt mag ich nicht mehr. Und dann kann es bis zu einer Depression werden. Tatsächlich Depression, weil es einfach dann damit macht es halt zu, ausschaltet quasi aus und schaltet halt dann auch stimmungsmäßig aus. Das ist ist ja das, weil du ja verlernst dadurch ja auch Spaß zu haben und Freude zu empfinden.
Und jetzt, falls du dich jetzt erkennst und sagst, ah shit, das bin ich, ja, nur dass du keine Sorge, das kann man alles verändern, da, ne, also das kann man alles auch relativ schnell und relativ einfach verändern. Wichtig ist nur, dass du dir bewusst machst, das ist ein Teufelskreis, und du musst die bewusste Entscheidung treffen, diesen Teufelskreis zu verlassen. Und das funktioniert eben nicht so, wie du richtigerweise am Anfang gesagt hast, funktioniert nicht einfach nur zu sagen, ich entscheide jetzt, heute rege ich mich nicht mehr auf, sondern du musst quasi entscheiden, dass du deinen, dass du den Stress reduzierst, dass du dein System mehr in Alpha-Zustände bringst, um diesen Teufelskreis, diesen Dauerloop zu durchbrechen. Und wenn du den Dauerloop durchbrochen hast, Dann kann es dir auch gelingen, dass du anders reagierst als bisher. Und wie durchbrichst du jetzt den Dauerloop? Da haben wir eben 4 Dinge mitgebracht, die du sofort anfangen kannst.
Also eins meiner Lieblingstools ist die Atmung. Wenn du merkst, dass dein Stresslevel steigt, dann atmest du einfach tief ein und atmest länger aus, als du einatmest. Also am besten zählst vielleicht bis 2 beim Einatmen und bis 4 beim Ausatmen. Das ist erwiesenermaßen, dass wenn du das ein paar Mal machst, reduziert es sofort den Druck auf dein Nervensystem und bringt dich sofort, bringt auch den Puls runter und du wirst einen Moment einfach wieder ruhiger. Wenn man sich das sogar angewöhnt, merkt man schon, wie man dauerhaft eigentlich so atmet. Je langsamer du es schaffst zu atmen, also je längere Atemzüge du machst, umso ruhiger wirst du.
Ja, und es hilft dir gleichzeitig, deinen Fokus zu verändern, weil anstatt jetzt loszubrüllen oder dich aufzuregen, fokussierst du dich einfach mal für einen Moment auf deine Atmung und atmest eben ein und atmest aus in dem Wissen, dass diese Idee, du müsstest jetzt sofort reagieren, kommt daher, dass dein System glaubt, ein Säbelzahntiger steht hinter dir, was nicht der Fall ist. Also alles, wo du glaubst, du müsstest jetzt ganz schnell reagieren, hat auch noch die 30 Sekunden Zeit, damit du ein bisschen atmest und dich wieder aus dem Stress holst.
Und dann kann man so das zu sich selber sagen, auch muss man nicht unbedingt laut machen, ja. Ich bin so gestresst, ich bin so gestresst, ich bin so gestresst. Das hört sich jetzt erstmal kontraproduktiv an, aber das ist so ein, so eine, erkenne das erstmal an. Ich bin so gestresst, ich bin so gestresst, ich bin so gestresst, und ich lasse los.
Genau. Und ich lasse los.
Ich mache noch mal los. Ich bin so gestresst, ich bin so Ich bin so gestresst, ich bin so gestresst. Am besten einatmen und ich lasse los.
Genau. Und dann einfach zu sagen: Okay, finde 3 Dinge, für die es dir gelingt, dankbar zu sein. Dankbarkeit ist die kleine Schwester von bedingungsloser Liebe. Und in dem Moment, wo du es schaffst, dankbar zu sein, kannst du nicht mehr gestresst sein. Und wenn du nur 3 Dinge findest im Sinne von: Ich bin dankbar, dass ich am Leben bin. Ich bin dankbar, Ich jemand in meinem Leben habe, über den ich mich aufregen kann. Ich bin dankbar dafür, dass ich gerade dankbar sein kann, ne. Und versucht das mehr und mehr und mehr zu fühlen, und dann kommen wir da, also dann kommst du da aus dem Stress auch wieder raus. Ja, und dann gibt's noch den Bonustipp, den vierten sozusagen.
Ja, schon gesagt, das sind vier.
Ich wollte nur drei machen, aber dann das Bonustipp ist, muss man sagen, drei, und dann gibt's Also der Bonustipp ist: Zwing dich, also weite deinen Fokus. In dem Moment, wo du im Stress bist, wird dein Fokus ganz eng auf diese 100.000 verschiedenen Dinge, die du meinst, jetzt zu tun zu müssen. Und um dich zu entstressen, machst du den Fokus weit. Das bedeutet, angenommen, du hast dich gerade aufgeregt, weil die Kinder das Wohnzimmer verwüstet haben, und das hat dir gerade Stress gemacht, gemacht, dann stell dich in das Wohnzimmer, schalte deinen Blick unscharf, mach den Fokus weit, schau ins Wohnzimmer und nimm das Chaos oder die Unordnung nicht wahr. Mach den Fokus weit. Das ist vielleicht am Anfang bisschen Übung, aber du kennst es auch von Tagen, wo du nämlich entspannt bist, fallen dir solche Dinge, die vielleicht irgendwo im Wohnzimmer rumliegen, gar nicht unbedingt auf. Und da hast du einen weiteren Fokus. Trainier also, deinen Fokus zu weiten, die Unordnung nicht wahrzunehmen, den Mann am Handy nicht wahrzunehmen, die Frau am Handy nicht wahrzunehmen, das Geschrei der Kinder nicht zu hören. Also anstatt im Stress ganz gezielt da alles wahrzunehmen, Fokus weiten und nichts wahrnehmen, und du wirst sehen, wie das wie dich das sofort auch aus dem Stress rauskatapultiert. In diesem Sinne, viel Freude beim Umsetzen.
Vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen.
Ja, alles Liebe.
Bis zum nächsten Mal.
Bis zum nächsten Mal.
Tschüss. Danke fürs Zusehen. Was ist deine Meinung zu dem Thema? Was willst du uns vielleicht dazu fragen? Was willst du uns dazu sagen? Schreib's hier in die Kommentare. Wir freuen uns drauf, mit dir in Interaktion zu treten. Und wenn dir das Video gefallen hat und du du sofort nichts mehr verpassen willst von uns, dann klick jetzt auf Abonnieren, hier oder hier, je nachdem, wo du es gerade anguckst. Vielen Dank und alles Liebe bis zum nächsten Mal!
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