Wie du Hürden überwindest - Podcast 069

Uli Bott explains how obstacles form when we resist life's natural flow, using her shift from colored hair to a shaved head as an example. She offers three tactics: act faster than fear, announce your plans publicly to strengthen commitment, and replace your inner critic with authenticity.
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Halli hallo, herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie und als Paar.
Genau, heute mit sich selbst. Auch das, ja, ja, genau. Heute wollen wir mit dir teilen, wie wir Hürden überwinden und warum das leichtfüßige Über-Hürden-Springen so wichtig ist beim Gemecker frei werden.
Und beim Gemecker und beim immer weiter Gemecker frei werden.
Ja, absolut.
Beim immer dranbleiben, weil das eigentlich was ist, was immer wieder einem, also Hürden, und kommen einem immer wieder unter oder stehen immer wieder auf dem Weg. Und es geht einfach darum, wie man eigentlich auch schon fast Spaß dran hat, sich zu überwinden. Ja, nicht nur fast.
Genau. Weil also das ist in unserer Welt, sind Hürden einfach regelmäßiger Bestandteil unseres Lebens aus einem ganz einfachen Grund, weil wir uns als Menschen immer weiterentwickeln. Also Ich habe neulich was gelesen, da hat eine Paartherapeutin empfohlen, dass man, je länger man zusammenbleibt, umso weniger solle man auf drastische Veränderungen oder größere Veränderungen pochen. Und das ist jetzt das komplette Gegenteil von dem, was wir bei Gemeckerfrei erleben, weil wir einfach für uns die Erfahrung gemacht haben, dass es im Leben immer nur eine Richtung gibt und die ist vorwärts. Und das meint jetzt nicht irgendwie Hass Rasseln und Leistungsdruck und möglichst schnell immer irgendwelche großen Schritte machen, sondern das meint einfach, immer wenn du fühlst, dass eine Entwicklung dran ist, immer wenn du fühlst, dass deine Seele sich ein Stück weit weiter ausdehnen will, wenn du dich ein bisschen weiter entfalten willst, dann geht es einfach darum, weiterzugehen. Und solange wir einfach immer weitergehen und immer weitergehen, empfinden wir was nicht als Hürde. Und wenn wir aber mal nicht in dem Tempo weitergehen, in dem vielleicht unsere Seele sagt, hier könnten wir jetzt weitergehen, dann, also wenn wir so innerlich anhaften, weil wir vielleicht mal eine Angst haben oder irgendwas Stress haben oder so, dann wird es eine Hürde. Also eine Hürde entsteht eigentlich immer dann, Wenn wir, wenn unser Verstand dazwischen krätscht und wir nicht im Fluss des Lebens mitschwimmen, sondern in Widerstand gehen und der Meinung sind, einen bestimmten Schritt, den gehen wir jetzt nicht.
Ja, und daher kommen natürlich dann auch Also ich kann solche Aussagen, wie du von der Paartherapeutin erzählt hast, schon verstehen und will das nur noch mal aufgreifen, weil das für dich als Zuhörer, als Zuhörerin vielleicht wichtig ist, um dich da selber auch vielleicht zu finden oder zu erkennen. Weil wir gewöhnen uns ja an alles, also unser ganzes Gehirn, wir als Menschen sind einfach darauf ausgelegt zu sagen, ach okay, dann ist es jetzt halt so. Ja, das ist, das ist aus der Evolution her, war das auch total wichtig, und das ist für manche Sachen auch immer noch cool. Nur in diesen Bereichen ist es halt total doof, weil dich das einfach zurückhält, weil das einfach dazu führt, dass du eben, dass sogar eine Paartherapeutin dann solche Aussagen trifft, zu sagen, du sollst gar nicht mehr erwarten, dass sich was verändert, dann bist du glücklicher in der Beziehung. Bist du nicht, sondern du bist nur angepasster. Du nivellierst dich drauf und sagst okay, dann ist halt so, dann ist es halt so. Na ja, ist ja immer noch besser, als wenn es noch schlimmer wäre, quasi. Ja, und ja, dagegen wollen wir eigentlich quasi vorgehen und dir zeigen, dass es so nicht ist und so nicht sein muss. Genau, und jetzt haben wir ein cooles, cooles aktuelles Beispiel, und wir haben quasi heute das mal so überlegt, dass ich eigentlich ein paar Fragen stelle an Uli und sie wird die dann beantworten. Und es sind so, sind Fragen, die einfach wahrscheinlich auch für dich da draußen, die sind die du dir vielleicht auch stellst oder an Uli gerne stellen würdest. Und die erste ist mal ganz basic. Was sind für dich Hürden? Was bedeuten für dich Hürden?
Ja, ich habe es gerade quasi im Einstieg schon ein bisschen gesagt, aber ich fasse es hier noch mal zusammen. Also eine Hürde ist ein, es entsteht, wenn ich irgendwo angehaftet bin, wenn ich irgendwo stecken geblieben bin und mich nicht im Fluss des Lebens weiter entwickelt habe, sondern wenn ich vielleicht einen Impuls hatte und den nicht gehört habe oder den nicht für wichtig genommen habe, dem nicht gefolgt bin. Also wenn da was war, was ich, wo schon eine Idee war, wie ich es anders machen könnte, und ich aber gesagt habe, oh nee, lass mal, nicht so wichtig. Und natürlich passiert das auch ganz oft unbewusst. Also geh mal tendenziell eher davon aus, wenn du das auf dich überträgst, dass du nicht unbedingt bemerkst, merkst, wo du stecken geblieben bist, sondern früher, als ich das noch nicht so gut konnte, da war das eben so, dass ich gemerkt habe, irgendwo hat sich schwer angefühlt, und dann konnte ich quasi rückwärts herausfinden, an welcher Stelle ich womöglich stehen oder stecken geblieben bin oder wo ich in Widerstand gegangen bin, wo ich angehaftet bin, und konnte es dann darüber verändern. Heute kann ich das einfach schon sehr früh fühlen, weil weil ich einfach dann auf unserer Gemeckerfrei-Reise eben ein großes Bewusstsein für meine Gedanken und für meine Gefühle entwickelt habe. Aber eben zusammengefasst: Eine Hürde ist der Moment, in dem du in Widerstand gehst, in dem du irgendwo anhaftest, in dem du nicht im Fluss des Lebens schwingst.
Und häufig kreierst du dir dann einfach Probleme. Das ist an der Stelle oder in dem Bereich, weil das dann dieser Stillstand einfach quasi Stress erzeugt oder Terror erzeugt. Und dann daran kannst du es vielleicht auch noch rausfinden. Und jetzt werden wir ganz konkret. Was kam denn bei dir vorbei? Welche Hürde?
Genau, also ich habe, ich hatte eine Hürde, oder ich habe gemerkt, also ich hatte so eine kleine Hürde, Im Bezug auf meine Frisur, weil ich habe einfach, ich hatte früher Strähnen und dann irgendwann habe ich angefangen, mir die Haare dunkel zu färben. So kennst du mich vielleicht auch mit kurzer, also kurzhaariger, dunkelhaariger Frisur. Und ich habe einfach immer mehr graue Haare gekriegt oder weiße. Und ich habe früher mal gedacht, das passiert mir nie. Und das ist schon mal so ein guter, für mich auch so ein guter Indikator mittlerweile. Immer wenn ich bei Dingen eine emotionale Ladung habe und sage: Oh nee, das passiert mir nie. Das ist eigentlich immer, da kann ich eigentlich schon drauf warten, wann es dann tatsächlich auch in meinem Leben erscheint. Und jedenfalls habe ich halt mit der Zeit, hatte ich halt immer mehr weiße Haare und erst mal war mir das irgendwie vollkommen egal, weil ich halt, habe ich halt gefärbt und meine Güte, also ich habe mir überhaupt keine Gedanken drüber gemacht. Und seit wir jetzt auf Reisen sind, wurde es aber aber irgendwie einfach immer komplizierter, weil bis du immer irgendwie einen Friseur findest, der das machen kann oder selber machen und irgendwie, keine Ahnung. Also irgendwie wurde es mir irgendwie lästig. Und dann kamen so Impulse von außen. So schon das letzte und das vorletzte Mal, als ich sie gefärbt habe, waren zwei unterschiedliche Friseurinnen und beide haben so gesagt, warum ich die denn überhaupt noch färben würde? Ich hätte doch ein schönes Weiß. Und ich so: Aha, okay, also das wäre auch eine Option, nicht zu färben. Stimmt. Nee, nein. So, also nein, also nein, nein. Also wenn ich jetzt— und dann kam meine Hürde. Dann kamen meine Gedanken, dann kam meine Motzkuh, die dann erzählt hat: Okay, also graue Haare, das hat— also da habe ich einfach die die Verknüpfung alt. Und also das geht gar nicht. Also bin ich dann die gemeckerfreie Oma sozusagen? Und also da habe ich mich so dagegen gewehrt, so zu sein, wie ich einfach bin. Und wollte, habe erst mal gedacht, das verstecke ich mal weiterhin. Gleichzeitig weiß ich mittlerweile, dass eigentlich immer, wenn so was vorbeikommt, also immer wenn so ein Widerstand kommt: „Äh, nein, auf gar keinen Fall." Das ist eigentlich, da geht es eigentlich immer weiter.
Also du hast quasi in dem Moment, wo das Thema irgendwie durch die durch die Kommentare der Friseurinnen quasi nach oben kam, kam also diese innere Stimme, die innere Motzkuh, wie wir das nennen. Genau. Und hat dir also alle möglichen Sachen erzählt, warum nicht oder was da dran doof ist und so weiter.
Genau.
Und was hast du dann damit gemacht? Wie hast du die denn gebändigt?
Ja, also das Erste ist ja, zu wissen, dass alles, was da so von außen kommt, also wenn jetzt ein Friseur zu mir sagt: Was wäre denn, wenn du einfach dazu stehst und einfach weiße oder graue Haare hast? Dann kann das jemand anders nur zu dir sagen, weil in dir selbst schon die Idee angelegt ist. Also weil vielleicht, wenn man jetzt in Verstand und Geist oder Verstand und Seele unterscheiden wollen würde, dann weiß deine Seele eigentlich schon: Okay, da geht es weiter, weil das ist Ein Schritt mehr authentisch zu sein. Und wir sind ja bei Gemeckerfrei, stehen ja voll auf Authentizität. Einfach zu sagen, das, was du von uns erlebst, das, was du von uns in Social Media siehst und so, das sind wir wirklich. Also wir, Authentizität ist für Gemeckerfrei essenziell. Und an der Stelle war ich einfach nicht authentisch, weil ich was versteckt habe. Und Meine Seele hat quasi gesagt: Oh, hier ist der nächste Schritt, hier kannst du noch authentischer werden. Weil solange das für mich normal war zu färben, hatte ich nicht das Gefühl, dort was zu verstecken. Das muss man vielleicht auch noch mal dazu sagen, weil das ja nicht mein Verhalten mit den Kindern ist und so. Also das war so.
Ist ja nur ein Randbereich.
War nur so ein Randbereich. Genau. Und also dann zu sagen: Okay, das war schon, also die Friseure waren quasi Das Sprachrohr meiner Seele an der Stelle. Und das erst schon mal zu erkennen und dann eben zu wissen, immer da, wo Widerstand ist, immer da, wo Ladung ist, da lohnt es sich hinzugucken. Und wir gehen mittlerweile einfach immer weiter. Also immer wenn irgendwo Ladung drauf ist, dann gilt es, dieses Thema zu lösen, sozusagen. Also sagen: Okay, Ganz egal, was meine Motzkuh da erzählt. Das ist sowieso nur meine Motzkuh. Die hat sowieso nur Bullshit FM. Und wie geht es, dass ich zu meinen weißen Haaren stehen kann?
Ja, und das Coole ist, dass ähnlich, und viele von unseren Zuhörern haben ja Kinder, deswegen so wie du bei kleinen Kindern schon so an den Augen bemerkst, da Da brütet ein Kind eine Erkältung aus. Da hast du ja so, da gibt es ja so, das siehst du eigentlich ja sofort und schon ganz früh. Und genauso bildest du mit der Zeit diese Antennen aus für so einen Friseurkommentar, für solche Hinweise, die deine Seele ins Außen projiziert, um dich da drauf zu stoßen. Genau, das ist total wichtig, weil das ist je Je mehr Freude, und du merkst es bei uns vielleicht schon, dass das eigentlich ist ein bisschen wie so Trüffelschwein spielen.
Ja, genau.
Je mehr Freude du daran hast, umso schneller erkennst du halt auch diese Hinweise. Und es wird auch an der Stelle, und das ist ja auch was, was bei Gemeckerfrei so ist, dass es so unkompliziert ist und spielerisch ist, und es wird an der Stelle halt auch ein Spiel.
Genau. Und wir sagen im Coaching immer, dass es irgendwie darum geht, über jede Hürde drüber zu hüpfen. Ich würde das sogar noch einen Schritt weiter machen, weil je schneller du diese Impulse nimmst und einfach das Gefühl Gefühle in dir veränderst und dann weitergehst, dann wird es eben schon noch nicht mal mehr eine Hürde, sondern dann ist es eigentlich nur so ein, also das wird einfach super schnell wie ein Fluss, dem du einfach folgst. Ja, genau.
Ja. Und was würdest jetzt du so als deine Super-Hacks eigentlich dabei bezeichnen.
Genau. Also wenn man das jetzt noch mal auf meine Haare projiziert, also überträgt, und da würde ich jetzt schon mal für alle, die die Fotos noch nicht gesehen haben, würde ich schon mal den Spoiler machen. Also ich habe jetzt mittlerweile eine Glatze und lasse, färbe keine, habe jeden Rest Haarfarbe, den ich noch hatte, weggeworfen.
Also Glatze, du hast 6 mm lange Haare noch ungefähr.
Ja, genau. In Grau und Weiß und mal meliert und mal gucken, was dabei rauskommt. Kann man noch nicht ganz so genau erkennen. Und Meine Superhacks dabei waren folgende: Erstens: Immer sei schneller als deine Angst. Sei schneller als deine Angst. Das ist eins unserer wichtigsten Gemeckerfrei-Geheimnisse, wann immer so eine Idee vorbeikommt. Also es war dann so, dass ich gedacht habe, okay, also ich stehe jetzt zu meinen grauen Haaren. Also ich habe irgendwie halt meine Motzkuh gebändigt und habe gesagt, also weder macht mich das alt noch Wird mich irgendjemand dafür kritisieren? Noch wird irgendjemand sagen, von denen lerne ich jetzt nicht mehr gemeckerfrei, weil das sind ja Großeltern. Weil also meine Haarfarbe sagt weder was über mein Alter aus noch über meine geistige Flexibilität. Also da habe ich dieser Stimme, habe ich einfach Paroli geboten, sozusagen. Habe der ein bisschen den Mund zugeklebt mit herzchenfarbenem Gaffa-Tape oder Gaffa-Tape mit Herzchen und habe einfach beschlossen, dass das einfach nur Unfug ist, was die da erzählt, sozusagen. Das war mal der erste Schritt. Dann habe ich entschieden, dass ich zu meiner Naturhaarfarbe stehe. So, das war der zweite Schritt. Dann war meine erste Idee, war okay, dann lasse ich mir die jetzt— Also ich hatte da schon die Idee Glatze, muss man dazu sagen. Habe dann aber gedacht, das ist irgendwie unpraktisch, weil wir halt hier so viel in der Sonne sind und dass ich mir nicht die Kopfhaut verbrenne und so. Und habe dann erst gedacht, okay, ich lasse mir die Die Haare grau färben. Ich habe gedacht: Okay, ist ja simpel, lass ich mir die grau färben, dann sieht man es nicht mehr. Aber was ich halt hässlich fand, war diesen Ansatz rauswachsen zu lassen, von diesem ganz dunklen Braun zu Weiß. Also das fand ich irgendwie unattraktiv. Und dann hat unsere Tochter gesagt: Wie willst denn du die dunklen Haare grau färben? Das geht nicht, da werden die orange und grün und irgendwie, wenn du das, das musst du 3-, 4-mal machen und dann werden die vielleicht so elastisch wie Gummi und gehen voll kaputt und so. Das fand ich unattraktiv. Dann habe ich gedacht: dachte, ah okay, das ist jetzt wieder das Zeichen, dass Glatze schon eine geile Idee war. Und dann habe ich es entschieden. Dann habe ich die Entscheidung getroffen, okay, ich lasse mir die Haare abrasieren. Und in dem Moment, in dem— und das war so ein Prozess, der hat vielleicht eine Woche gedauert, und wenn überhaupt— und dann habe ich schon anderen Leuten erzählt. Also dann habe ich es schon allen möglichen Freunden erzählt, dann habe ich es schon allen möglichen Menschen einfach erzählt, weil das ist so ein Hack, den nutze ich immer, um mich selber, um mein Commitment größer zu machen, damit ich gar nicht mehr, weil ich will ja mein Wort nicht brechen. Und komischerweise haben wir, das ist nämlich auch so was ganz Seltsames, wir Menschen haben irgendwie ein größeres Problem damit, wenn wir unser Wort anderen gegenüber brechen, als wenn wir unser Wort uns selbst gegenüber brechen. Aber ehrlicherweise ist es, wenn du dein Wort dir selbst gegenüber brichst, viel schlimmer, als wenn du es anderen gegenüber brichst, weil deine Seele und dein Herz und alles halt sich überhaupt nicht auf dich verlassen kann, wenn du wortbrüchig wirst. Und deshalb mache ich das so. Ich erzähle das anderen, um mich auszutricksen, damit ich einfach auf jeden Fall mein Wort mir selbst gegenüber halte. Also ganz wichtig: Ich habe die Motzkuh-Stimmen verbannt. Ich habe mir vorgestellt, wie cool das sein könnte, wenn ich den Schritt gehe. Ich habe die Entscheidung getroffen, dass ich es mache. Ich habe es anderen erzählt, und dann habe ich es auch ganz schnell umgesetzt. Und das Interessante war, dass ich noch mal so klar spüren konnte, dass in dem Moment, in dem ich die Entscheidung getroffen habe, war es mir auch vollkommen egal, was andere Leute dazu sagen. Und dann kam es, wie es kommen musste.
Ja, dann kam es, wie es kommen musste. Genau. Bevor ich sage, was kommen musste, noch ganz kurz noch mal ein paar Schritte zurück, weil das ja total spannend war, weil für mich schon so, als die erste Friseuse, als du angefangen hast, so drüber zu reden, dass sie da was gesagt hat, und dass das eigentlich auch nur gesagt, dass das irgendwie so kompliziert ist mit dem harte Färben und so. Und das habe ich ja genauso gemerkt und empfunden und so. Dann habe ich gedacht, okay, dann hast du schon mal so einen halben Satz dazu gesagt. Und ich gedacht, ja klar, das ist eigentlich, das sieht garantiert auch voll cool aus und so. Also da, und gleichzeitig habe ich so gemerkt, und das ist vielleicht auch für, für in der Beziehung, und jetzt reden wir wirklich über alles, und ich habe so gemerkt, dass das nicht so mein Bereich war, über den ich jetzt noch so viel mitrede. Also das ist, da habe ich an sich nur immer bestärkt und sowas und hatte aber, und gesagt, und war ja auch der Meinung, und war ja dann auch so, dass ich das gesagt habe, dass es dann ja tatsächlich so war, dass es einfach total gut aussieht. Und aber habe mich sonst da einfach rausgehalten.
Ja, weil es mein Prozess war.
Eben, es war, es ist einfach dann, dann dein Prozess und noch dazu als der Geschwindigkeit aufgenommen habe, so gegen Ende und so, fand ich das einfach nur cool. Und da dann eben nicht das zu machen, was einem schnell passiert. Und jetzt komme ich zu dem, was kam, wie es kommen musste. Weil an dem Morgen, als du dann beim Frühstück gesagt hast: Kannst du mir heute das jetzt, die Haare abschneiden? Weil wir haben halt eigentlich für unseren Sohn, der auch so an der Seite so kurze Haare hat, so eine Haarschneidemaschine dabei. Und die ja dafür prädestiniert ist. Und dann hat Uli gesagt, so machen wir das jetzt heute.
Ja, und dann kam bei mir überhaupt nichts dabei gedacht, außer wir machen das jetzt halt heute.
Alles gut. Und dann kam bei mir noch mal kurz so richtig starke, wie soll ich das eigentlich bezeichnen, Ängste hoch oder so was. Ja, also so Sachen wie, oh Gott, jetzt schneide ich ihr die Haare ab, wenn es ihr dann nicht gefällt. Das Zweite war, ich hatte als Kind, muss ewig her sein, irgend so ein Kostüm-Mittelalterfilm mal gesehen, wo irgendeiner Frau aus Strafe die Haare abgeschnitten wurden. Ja, so nach dem Motto, ihr wird die Weiblichkeit genommen oder so was. Und tatsächlich kamen solche, also es war richtig, ich habe echt gespürt, das war noch mal eine richtige Wallung. Ja, da kam so Dings und ich habe mir, da habe ich gedacht, nee, du hältst jetzt aber mal deinen Klappe an der Stelle. Normalerweise ist es ja wirklich so, Wir sprechen über alles und so. Da habe ich gedacht, nee, also entweder sind das meine Dinge und es ist jetzt gerade überhaupt nicht meine Spielwiese, da irgendwas dazu zu sagen, oder es sind, was ja auch passieren kann, es ist irgendwie ein Widerhall von Zweifeln, die du vielleicht noch gehabt hättest. Glaube ich hattest du in dem Moment gar nicht, aber selbst das könnte es sein. Und auch die muss ich nicht immer ausdrücken dann. Sondern ich habe gesagt, okay, lasse ich durchfließen. Emotionen 90 Sekunden. Kam vielleicht 2, 3 Mal, dann waren es vielleicht insgesamt 5 bis 7 Minuten oder so.
Nein, so lange war das nicht. So lange hat ja nicht mal das Rasieren gedauert.
Nee, das war ja schon davor. Beim Rasieren habe ich es dir dann schon erzählt. Oder kurz danach. Aber so in ganz wenigen Momenten kann auch mal tatsächlich Schweigen Gold sein.
Ja, aber ich habe da eine andere These dazu. Und das ist nämlich auch total lustig, weil ich wollte eigentlich auf was anderes hinaus mit dem: kam, wie es kommen musste. Aber das kann ich jetzt ja immer noch anschließen. Genau, weil du hast es deshalb nicht— also ich bin mir sicher, dass du es deshalb nicht geäußert hast, weil ich kein Resonanzboden dafür war. Und ich meine, dass dieses, es kam, wie es kommen musste. Ja, genau, dass dieses, es kam, wie es kommen musste, als ich entschieden habe, dass mir das gefällt. Schwinge ich nur noch die Energie ins Universum von mir. Das sieht schön aus. Und dann kommt auch nur noch das zurück. Und in dem Moment, wo ich mir total sicher war, dass ich das einfach so haben will, kann nichts mehr, nichts anderes mehr an mir anhaften. Es war eine bei uns aus dem Team, hat nämlich auch gesagt, von wegen, das wäre ja so mit Weiblichkeit und lange Haare und Fruchtbarkeit und so. Und das hatte ich einfach überhaupt nicht. Das war einfach, das habe ich noch nie davon gehört, so ungefähr. Deshalb ist das ja auch wieder so spannend, an welchen Stellen Menschen da einfach anhaften und was die da sich für Geschichten dazu erzählen. Und ich glaube, dass das einfach total relevant ist, wenn du bei irgendeiner Entscheidung oder irgendwas, was du machst, komische, in Anführungszeichen, komische Reaktionen von außen bekommst, dann hat es immer damit zu tun, dass da noch was in dir nicht klar ist. Und in dem Moment, wo in dir das klar ist, wie Kloßbrühe sozusagen, dann bist du kein Resonanzkörper für komische Reaktionen von außen. Und deshalb muss man auch keine Angst haben vor komischen Reaktionen von außen, weil das einfach immer nur Hinweisgeber sind, dass man vielleicht an irgendeiner Stelle doch noch irgendeine Anhaftung hat. Und dann kann man es so machen, wie der Bernd es eben mit dem gemacht hat, was bei ihm da mal kurz vorbeikam. Sagen: Okay, ich lass das halt einfach los. Ich lass das einfach los wie so ein Stein, den ich aus der Hand schmeiße. Lass ich das einfach los. Und Das meint für uns gemeckerfrei werden, dass du einfach immer authentischer wirst, immer mehr dem Ruf deiner Seele folgst oder deiner Seele folgst. Ich weiß, das hört sich immer so ein bisschen nebulös an, aber einfach sagen: Ich bin einfach immer authentischer, immer maskenloser ich selbst. Und am Ende muss dein Leben genau einer Person gefallen, und das bist du selbst. Hab doch einfach den Mut, deine Impulse wahrzunehmen und denen zu folgen. Und habe auch den Mut zu lernen, was der Unterschied ist zwischen Gehirnfurz und Impuls. Weil der ist super relevant. Das verwechseln die allermeisten Menschen. Kannst du natürlich bei uns lernen. Aber erst mal einfach zu sagen. Hürden entstehen nur, wenn du irgendwo anhaftest und stecken bleibst. Je länger du schon im Widerstand bist und angehaftet bist, umso größer wird die Hürde. Und es macht aber nichts, weil jede Hürde ist einfach nur dazu da, dass du drüberspringst. Und wenn dir über Hürden gehen am Ende des Tages zu anstrengend ist, dann kannst du einfach lernen, wie du so schnell diese Dinge erkennst, dass es sich nicht zu einer ausgewachsenen Hürde entwickelt. Aus die Maus.
Das ist genauso, wie wenn du jetzt bei dem Kind eben die fiebrigen Augen oder so was entdeckst oder den Schnupfen oder so. Eigentlich ist es sogar noch diese erste schlechte Laune, die kommt, bevor irgendwas kommt und du mit Homöopathie und Bachblüten einfach fit bist und dann schon gleich so sagst peng, peng, peng, peng und am nächsten Tag ist das Kind wieder fit.
Oder mit welcher Methode auch immer. Oder indem du dann an der Stelle halt einfach schon mal die Möglichkeit für Pause gibst und nicht noch irgendwelche Erwartungen hast, was jetzt noch passieren muss. Weil wenn du an der Stelle sagst: Okay Kind, Hörspiel, Fernsehen, schlafen und nicht noch sagst: Jetzt Hausaufgaben, tralala, dann wird schon die Situation kein Drama. Und so kann man es, finde ich, ganz gut noch mal losgelöst von irgendwelchen Methoden, wie man gesund wird. Beschreiben. Okay, das war diese Folge. Ja, und wir sagen jetzt einfach mal Tschüss. Viel Freude damit.
Lass es dir gut gehen.
Tschüss.
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