Wie du im Familienchaos deine Freude wiederfindest Podcast 184

In dieser Solo‑Podcast‑Folge spricht Uli Bott, Mitgründerin von Gemeckerfrei, über die allgegenwärtige Überforderung im Familienalltag und erklärt, warum Eltern häufig in einem stressinduzierten „linkshirnigen“ Modus gefangen sind, der Kreativität, Intuition und Freude erstickt. Sie argumentiert, dass das Wiederfinden von Begeisterung zuerst eine bewusste Entscheidung erfordert, sich selbst als wichtig genug zu erachten. Anschließend stellt sie sieben konkrete Praktiken vor: (1) die Entscheidung, sich selbst Priorität zu geben, (2) tägliche kurze Phasen des Nichtstuns, idealerweise mit Blick auf Wasser, (3) Erdung durch Barfußlaufen im nassen Gras, (4) eine tägliche Blumen‑Meditation, (5) das Hören und aktive Singen von Lieblingsliedern, (6) das kritische Prüfen und Reduzieren unnötiger Aufgaben und Perfektionismus, und (7) das Zulassen und Ausdrücken aller Gefühle statt deren Unterdrückung. Durch diese Schritte soll die rechte Gehirnhälfte wieder aktiviert, das Stress‑Beta‑Level gesenkt und Raum für Magie, Intuition und Lebensfreude geschaffen werden. Uli verbindet persönliche Anekdoten, wissenschaftliche Hinweise (z. B. Wirkung von Wasserblick auf Gehirnwellen, Singen auf Stressreduktion) und praktische Anleitungen, um Eltern zu ermutigen, aktiv an ihrem eigenen Wohlbefinden zu arbeiten und so ein freudigeres Vorbild für ihre Kinder zu werden.
Chapters
Solange du ständig diese lauten Stimmen in deinem Kopf hast, die dir sagen, was du jetzt noch machen musst, was der falsch gemacht hat, was hier blöd gelaufen ist, was mit dem Kind ist, was mit dem Mann, der Frau, sonst wie was ist— solange du die ganze Zeit diesen Lärm im Kopf hast, kannst du deine Intuition gar nicht hören. Ich war früher schon wirklich sehr, sehr gestresst und ich habe mich selber wahnsinnig unter Druck gesetzt. Hallihallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und zu dir selbst. Ich bin Uli Bott, bin zusammen mit meinem Mann Bernd die Gründerin von Gemeckerfrei. Wir sind Eltern von 4 Kindern im Alter zwischen 16 und 25 und wir haben mehrere Spiegel-Bestseller veröffentlicht. Und was aber noch viel wichtiger ist, wir haben schon viele, viele, viele viele tausend Eltern dabei begleitet, einen gemeckerfreien und liebevollen Familienalltag für sich zu erschaffen. Und ich freue mich, dass du heute hier bist zu einer Solo-Folge. Normalerweise sind hier ja der Bernd und ich zusammen vor der Kamera, heute also nur ich alleine, und zwar zum Thema Begeisterung und Freude und wie du in deinem Familienalltag, im Familienchaos deine Freude wiederfindest. Diese Folge ist entstanden auf Wunsch unserer Community, die wir vor kurzem mal gefragt haben, zu welchen Themen sie sich denn Podcastfolgen wünschen würden. Und das war eine davon, die sehr weit oben im Kurs stand. Und deshalb möchte ich mir heute die Zeit nehmen, da drüber zu sprechen und ja, so meine besten Erkenntnisse zu diesem Thema mit dir zu teilen, weil Na klar, kennen wir das alle, dass unser Familienalltag einfach super stressig ist, dass du beschäftigt bist mit Kinder von A nach B fahren, Alltagsorganisation, Kinderarzt, Zahnarzt, Schulthemen, Kindergartenthemen, Wäscheberge, Einkauf und so weiter. Und das dass dir in diesem Familienalltag vor lauter Ah einfach die Freude verloren geht. Einfach die— wir sind dann so im Funktionieren, so im Funktionsmodus gelandet, dass wir vollkommen linkshirnisch unterwegs sind. Also dass quasi unsere linke Gehirnhälfte aktiviert ist, dass wir nur noch Pläne abarbeiten können, dass wir nur noch To-dos erledigen können, dass wir im rationalen Verstand sind, dass wir ja quasi nur noch— ja, es hört sich ein bisschen komisch an— nur noch logisch unterwegs sind, dass uns so dieses ganze Kreative, Intuitive, na, dass das quasi von der Bühne rutscht vor lauter Anspannung im Alltag. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass das Stresslevel hochgeht, dass wir in High Beta— so nennt man diesen Zustand— dass dass wir im High Beta sind, im Stresszustand sind, dass wir uns quasi in so einer Art Flucht- oder Kampfmodus befinden, dass wir immer von einem To-do zum nächsten rennen, dass wir uns davor schützen wollen, noch mehr To-dos zu haben, dass wir gegen, mit unseren Kindern, gegen unsere Kinder kämpfen, aus, ja, weil wir denken, wir müssen uns irgendwie noch mehr vom Hals halten, ne. Wenn du so an so einen Alltag denkst, der ist schon total voll ist, und dann fliegt noch das Haferflocken Flockenglas um, weil das Kind unachtsam war, und dann landet noch die Milch auf dem Boden, und dann stolperst du noch über einen Legostein und schlägst dir die kleine Zehe wund. Und irgendwie, ja, so, das ist, ne, das ist Stress, das ist purer Stress. Dein System ist unter Stress, und je mehr wir unter Stress sind, umso mehr ist die linke Gehirnhälfte aktiviert, und umso weniger kommt die rechte Gehirnhälfte auf die Bühne. Aber in der rechten Gehirnhälfte sitzt unsere Kreativität, da sitzt unsere Intuition, und am Ende auch alles, was ganz besonders die weibliche Power ausmacht. Und in der Folge fehlt die Magie im Leben und der Zauber, und alles fühlt sich irgendwie hauptsächlich schwer und anstrengend und, ja, schwer und anstrengend an. Und dann am Ende passiert es, dass wir uns nur noch von Montag zu zu Freitag hangeln, oder von Freitag nach Montag, und von den einen Ferien zu den nächsten, oder von Ferienanfang zu Ferienende, je nachdem, was bei dir den größeren Stress auslöst. Und wenn dann jemand kommt und sagt, du musst deine Freude wiederfinden, oder was begeistert dich eigentlich, oder was willst du eigentlich noch im Leben, dann haben wir so eine ganz große Leere in uns, weil Ganz ehrlich, in dem Moment, in dem du in diesem Stressmodus bist, in dem du in diesem Überlebensmodus bist, wo es nur darum geht, irgendwie den nächsten Tag zu überstehen, die nächste Woche zu überstehen, da, da ist überhaupt kein Raum, um zu fühlen, was hat dich eigentlich mal begeistert, oder was hat dich eigentlich mal gefreut. Und gleichzeitig zieht währenddessen sozusagen das Leben an uns vorbei. Weil schau, wenn du deine Kinder anschaust, dann weißt du, dass ihre Kindheit jeden Tag ein Stück weiter vorbeizieht, und es ist jeden Tag ein Stück Kindheit weniger übrig, an dem du was hättest ändern können, an dem du hättest ein begeistertes, freudvolles Vorbild für deine Kinder sein können. Und ich kann mich da selber noch so gut dran erinnern, deshalb bin ich die Letzte, die jetzt sagt, ja, freu dich halt einfach wieder, weil ich weiß, dass das in dieser Situation, in diesem Stressmodus, unter dieser Anspannung, dass das nicht funktioniert. Und deshalb kann ich die Frage aus unserer Community auch so wahnsinnig gut verstehen, weil ich war da auch mal, ne. Ich habe unsere Kinder angeschaut, wie die sich an irgendwas gefreut haben, wie die herzhaft gelacht haben, Und ich bin daneben gesessen und ich habe ihre Freude in ihren Gesichtern gesehen und habe gespürt, ich kann die nicht fühlen! Ich kann zwar mitlachen, aber das Lachen bleibt mir quasi im Hals stecken, weil ich kann nicht aus vollem Herzen— ich hatte das Gefühl damals, ich kann nicht mehr aus vollem Herzen lachen! Ich habe das verlernt oder Ich wusste zeitlang auch dann nicht mehr, ob ich es überhaupt mal konnte. Also ich hatte keine Idee, wie Freude geht, und ich habe mir das erarbeitet. Nicht auf die harte Art, aber es war schon einfach ein Weg, bis ich vor Freude ausflippen konnte, weil eine Blume gut gerochen hat, bis ich vor Freude ausflippen konnte, weil ich aufs Wasser schauen durfte, bis ich mich von ganzem Herzen mitfreuen konnte, wenn die Kids sich gefreut haben, bis ich wieder Begeisterung empfinden konnte, bis ich wieder, na, so dieses innerlich, dieses kleine Mädchen war, das im Hopserlauf durch den Frühling läuft mit wippendem Pferdeschwanz und einfach das Leben genießt. Und wenn ich das geschafft habe, also wenn ich diesen Weg gegangen bin und, und den geschafft habe, dann schaffst du das auch. Weil ich war früher schon wirklich sehr, sehr gestresst und ich habe mich selber wahnsinnig unter Druck gesetzt. Ja, ich habe, wir haben uns vorher gerade aus dem anderen Anlass erst drüber unterhalten, dass ich hatte jahrelang immer das Gefühl, es steht quasi der Sensenmann hinter mir, der mich die ganze Zeit antreibt, schneller zu sein, mehr zu schaffen, nicht schaffen, dass das, was ich hinbekomme, nicht genug ist, dass ich, um gut genug zu sein, noch mehr leisten müsste und so weiter. Von dem her, also wenn ich das geschafft habe, schaffst du das dreimal. Und deshalb will ich mit euch jetzt einfach mal gucken, will ich dich mal einladen, lass uns mal zusammen 7 Punkte anschauen, wie du deine Begeisterung, deine Freude wiederfinden kannst. Und als Erstes wirst du nicht drum rumkommen, eine Entscheidung zu treffen, und zwar die Entscheidung, dass du dich selber wichtig genug nimmst, um jetzt loszugehen und deine Freude wiederzufinden. Weil solange du sagst, ich habe keine Zeit, meine Freude wiederzufinden, solange du in dieser Stressschleife bleibst und sagst, ich habe keine Zeit, ich muss erst noch, und erst wenn ich das gemacht habe, dann kann ich, und so weiter. Solange du da drin bleibst in dieser Stressschleife, hast du keine Chance, deine Freude zu finden. Weil solange du darauf wartest, bis sich irgendwann mal Zeit ergibt, kannst du bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten, weil du bist viel zu gestresst, als dass sich die Zeit von selbst ergeben wird. Deshalb musst du dir diese Zeit ganz bewusst erarbeiten. Du musst dir die erarbeiten im Sinne von, du musst dir die erlauben. Dafür brauchst du die Entscheidung, dass du deine weibliche Intuition— für den Fall, dass du jetzt als Frau zuhörst, oder auch als, wenn du als Mann zuhörst, deine weiche, intuitive Seite— dass ihr diesen Anteil in euch wieder groß machen wollt, dass ihr den auf die Bühne holen wollt, dass ob ihr dem Raum geben wollt. Und wenn du dem Raum geben willst, wenn du die Magie, den Zauber, die Synchronizitäten, dass du an irgendwas denkst und es ergibt sich scheinbar zufällig, dass die Dinge einfach Hand in Hand gehen, dass das alles irgendwie smooth automatisch sich fügt, das sind alles Folgen davon, dass du intuitiv agierst. Und das passiert, wenn deine rechte Gehirnhälfte auf die Bühne kommt, wenn du in deiner Magie, in deiner Zauberkraft bist, wenn du begeistert bist. Und dafür musst du eine Entscheidung treffen, musst ganz klar für dich sein, dass du diesen Hass, in dem du vielleicht gerade steckst, dass du diesen Stress, in dem du da gerade steckst, dass du das Spiel nicht mehr länger mitspielst. Weil lass uns doch mal ganz ehrlich sein, dieses Stressrad, das hört einfach nicht auf, sich drehen. Da kannst du machen, was du willst, weil du kannst alles sauber gemacht haben, alles weggeräumt haben, alles organisiert haben, alles gemacht haben, und in dem Moment, wo du mit dem letzten Ding auf deiner To-do-Liste fertig bist, fängt's vorne wieder an. Und du wirst nie das Gefühl haben, fertig zu sein. Du wirst nie das Gefühl haben, jetzt ist es gut, weil spätestens wenn du denkst, dass es jetzt gut ist, kommt das Kind mit dreckigen Schuhen durchs Wohnzimmer geflitzt. Oder wenn du denkst, jetzt ist es gut und die Kinder sind im Bett und du hast Feierabend und so weiter, hat ein Kind Fieber, kann nicht einschlafen und braucht dich die ganze Nacht. Also dieser Moment, wo alles erledigt ist und erledigt bleibt, dieser Moment wird nicht eintreten. Und deshalb musst du bewusst da eine Unterbrechung reinbringen, das Stressrad anhalten und verkeilen, damit es nicht weiterlaufen kann. Dir die Erlaubnis geben, dass du nicht länger dafür zur Verfügung stehst, dich vom Leben stressen zu lassen. Wenn ich in dem Bild bleibe von dem Sensenmann, der hinter mir hergerannt ist früher und mich angetrieben hat, als ich stehen geblieben bin, ist er erst auch stehen geblieben. Und als ich noch länger stehen geblieben bin, ist er irgendwann über mich drüber gerannt, und dann war er verschwunden. Na, einfach, ich habe jahrelang, jahrzehntelang gedacht, ich muss vor dem weglaufen, aber entkommen bin ich ihm, als ich stehen geblieben bin. Also, triffst du, gehörst du zu denen, die heute die Entscheidung treffen, dass sie sich wichtig genug nehmen, um ihre Freude wiederzufinden? Und wenn du diese Entscheidung getroffen hast, dann musst du dir als Nächstes in deinem Tagesplan Zeiten zum Nichtstun einplanen, weil deine rechte Gehirnhälfte kann nur wieder auf die Bühne kommen, wenn du Raum für sie schaffst, und das passiert durch Nichtstun. Solange du funktionieren willst, bleibst du im Stress und in der linken Gehirnhälfte, weil du kannst die Freude nicht mit Anstrengung finden. Die Freude findet dich, wenn du bereit bist. Die Begeisterung findet dich, wenn du entspannt genug bist. Also fang an, fang mit 5 Minuten an. 5 Minuten, in denen du nicht funktionierst. 5 Minuten, in denen du nur einatmest und ausatmest. Und im besten Fall nimmst du die 5 Minuten und schaust irgendwo aufs Wasser. Weil das haben einfach Wissenschaftler rausgefunden, dass alleine wenn wir auf Wasser schauen, sich unsere Gehirnwellen verändern. Wenn du aufs Wasser schaust, verlangsamen sich deine Gehirnwellen, du kommst automatisch in den entspannteren Zustand und dein Cortison baut sich ab. Außerdem sorgt aufs Wasser schauen für die Ausschüttung von Serotonin. Es entspannt die Augen, wenn es jetzt nicht gerade glitzernd hell ist auf dem Wasser natürlich. Aber grundsätzlich ist es auch sehr meditativ, der Bewegung von Wasser zuzuschauen. Also wirklich dringende Empfehlung: Find in deiner Umgebung irgendeine Art von Wasser, ob das ein Bächlein ist, ein Fluss ist, ein See ist, das Meer ist, wo du einfach immer mal wieder im Alltag, im besten Fall jeden Tag, einen kurzen Break machen kannst, um aufs Wasser zu schauen. Und wenn du am Wasser sitzt, dann lass deinen Geist da zur Ruhe kommen. Übe Gedankenleere. Das geht nicht von heute auf morgen, keine Frage. Aber du brauchst Stille im Kopf als Voraussetzung dafür, dass deine Intuition wieder anspringen kann. Weil solange du ständig diesen lauten, diese lauten Stimmen in deinem Kopf hast, die dir sagen, was du jetzt noch machen musst, was der falsch gemacht hat, was hier blöd gelaufen ist, was mit dem Kind ist, was mit dem Mann, der Frau, sonst wie was ist, solange du die ganze Zeit diesen Lärm im Kopf hast, kannst du deine Intuition gar nicht hören. Es kann sein, dass deine Intuition Intuition dir die ganze Zeit sagen will: Hör mal, das wäre gut, oder hör mal, hier geht's weiter. Und du hörst es schlicht nicht, weil du einfach so viel Lärm im Kopf hast, dass du gar keinen Raum hast, die Intuition zu hören, wahrzunehmen. Lauf barfuß durchs nasse Gras. Weil wenn du durchs Gras läufst, dann darfst du wissen, dass die Erde negativ geladen ist, und das sorgt dazu, dass die Elektronen aus deinem Körper in die Erde fließen, und das führt zu einem Energieausgleich in deinem Körper. Es gibt Menschen, die haben sich alleine dadurch, dass sie sich geerdet haben, von schweren Krankheiten geheilt. Also nutzt diese, nutzt nutzt die Erde als Medium, als energiegebendes Medium, dass du da deine Elektronen austauscht, indem du barfuß durchs nasse Gras läufst. Und das führt auch schon wieder dazu, dass sich dein Cortisolspiegel absenkt, dass im Gegenzug Serotonin, das Glückshormon, hochgeht, dass außerdem dein Immunsystem gekräftigt wird, du seltener krank wirst, und dass sich dadurch deine Stimmung verbessert. Genau, was habe ich noch hier auf meiner Liste? Fang mit Kleinigkeiten an. Pflück oder kauf dir einen Blumenstrauß und dann mach jeden Tag 3 Minuten eine Blumenstrauß-Meditation. Das geht so, dass du dir eine Blüte aus diesem Strauß aussuchst und die 2, 3 Minuten anschaust und dich in diese Blüte verliebst. Liebst und, ne, die Schönheit dieser Blüte erkennst und fühlst. Und vielleicht fühlst du am Anfang gar nichts, vielleicht ist es am Anfang ganz sachlich, was du mit dieser Blüte tust. Und mit der Zeit, wenn du es länger tust und du die anderen Schritte auch gehst, wirst du merken, wie du dich sozusagen in einzelne Blüten aus einem Blumenstrauß verlieben kannst. Hör deine Lieblingslieder, das erhöht deine Frequenz. Und gleichzeitig sing mit, sing mit, auch wenn du nicht gut singen kannst oder bis gestern dachtest, dass du nicht gut singen könntest. Weil Professor Dr. Gerald Hüther zum Beispiel hat rausgefunden, dass Singen ein ganz wichtiges Mittel zur Stress- und Angstreduktion ist. Weil das Gehirn kann nicht gleichzeitig singen und Angst haben. Außerdem fördert Singen die Lebensfreude und kann die Selbstheilungskräfte aktivieren. Und so kannst du dir Schritt für Schritt für Schritt deine Begeisterung und deine Freude zurückerobern. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass du ganz bewusst Entscheidungen triffst, wofür du nicht mehr zur Verfügung stehst. Gehst. Also, was weiß ich, vielleicht kann der Turnus, in dem du irgendwas in deinem Zuhause sauber machst, verdoppelt werden. Oder du kannst dir mehr Stunden eine Hilfe ermöglichen, einfach zu sagen, ich schaffe das so nicht, ne. Ich habe irgendwann, habe ich mir nur an den Kopf gefasst, als ich mich dabei beobachtet habe, dass ich irgendwie auf die Idee kam, ich müsste jetzt auch irgendwelche Balkonkästen bepflanzen. Weil ja klar sehen Balkonkästen toll aus, aber ich hatte ehrlich gesagt einfach überhaupt keine Zeit, mich darum zu kümmern. Und indem ich das dann auch noch gemacht habe, habe ich mir halt jegliche Zeit selber weggenommen, die ich vielleicht irgendwo zur Verfügung gehabt hätte, um mal nichts zu tun, um mal meine rechte Gehirnhälfte zunähren. Und prüf da ganz ehrlich und ganz, ja, schamlos ehrlich, also brutal ehrlich. Prüf nach, wo stresst du dich unnötigerweise? Wo tust du Dinge, die auch jemand anders tun könnte? Wo glaubst du, du müsstest Dinge tun, weil du nur dann gut genug bist? Wo setzt du dich unter Druck, weil du glaubst, ob du es nicht gut genug machst, wie du es machst, wo kritisierst du dich selber. Und hab einfach im Kopf, dass all diese Verhaltensweisen killen deine Freude, die killen deine Fähigkeit, begeistert zu sein. Und dann gibt es noch eine ganz wichtige Sache, die deine Begeisterung und deine Lebensfreude killt, nämlich wenn du deine Gefühle unterdrückst. Drückst, wenn du dir nicht erlaubst, dass alles da sein darf, wenn du gute Laune zum bösen Spiel machst, wenn du so tust, als wäre alles in Ordnung, aber in dir kocht und brodelt, wenn du eigentlich total traurig bist und trotzdem lächelst. Aber Begeisterung und Lebensfreude sind am Ende auch Gefühle, und wenn du dich von den negativen Gefühlen abschneidest, schneidest du dich halt auch von den positiven gefühlen ab. Und was, wenn du heute anfangen würdest zu glauben, dass du genauso wie du bist einfach großartig bist und das mit dir alles wunderbar in Ordnung ist? Und natürlich kannst du besser werden. Wir können immer unser ganzes Leben lang in allen Aspekten besser werden. Und es macht ja auch eine riesengroße Freude, besser zu werden. Das ist ja schließlich der einzige Zweck, den wir in unserem Leben haben, dass wir Dinge lernen und besser werden. Weil ich meine, es wäre ja stinklangweilig, ständig das Gleiche zu wiederholen. Aber du musst nicht besser werden, weil du jetzt nicht in Ordnung bist. Du kannst besser werden aus der Freude daran herauszufinden, wie dein Leben sich entfaltet, wenn du Dinge anders tust, als du sie im Moment tust. Du kannst voller Begeisterung und Lebensfreude entdecken, was noch in dir steckt, was du herauskitzeln willst, was du auf die Bühne bringen willst, aus Freude, nicht unter Druck, nicht aus Minderwertigkeit heraus. Und ja, ich wünsche dir einfach unfassbar viel Freude beim Umsetzen, Anwenden und deine Lebensfreude und Begeisterung wiederfinden. Und bis zum nächsten Mal, hab's wunderschön, alles Liebe, tschüss!
More from Uli

Wieso du machmal dein Kind an die Wand klatschen könntest (obwohl du es liebst)









