Wie du Schule veränderst als Mama oder Papa - Podcast 208

Uli Bott and Bernd Bott discuss how parents project their own school trauma onto their children, creating unnecessary pressure. They argue parents should celebrate bad grades as learning experiences, not dramatize them, and coordinate with other parents to push schools toward child-friendly practices instead of acting as substitute teachers.
Chapters
Weißt du, was einfach so spannend ist? Ist ja immer, dass viele Eltern der Meinung sind, sie sind total entspannt, was Schule angeht.
Ja, solange bis es irgendwie dann— hat jeder so einen Threshold. Ja, genau, bis dahin ist es ganz entspannt, so bis zur 3- vielleicht. Also wobei das sind schon die Hauptleute. Bei jedem anders.
Also so dieses, ich bin voll entspannt und mir ist es auch voll egal, ob das Kind gut in in der Schule ist.
Aber ja, aber wenn es dann zu, also weil man, und das ist ja nicht bewusst, überhaupt nicht, bemerken die Menschen ja gar nicht.
Jeder hat so sein eigenes, ja, wie du gerade gesagt hast, so die eigene, kann man es Messlatte nennen, oder den eigenen Wohlfühlfaktor. Und das hat glaube ich viel damit zu tun, wie man selber, was man für eine eigene Schulhistorie hat. Ja, also wenn du darauf trainiert bist selber, dass für dich Einsen und Zweien, also Schule, Noten bedeuten, du schreibst Einsen und Zweien, und wenn es mal schlecht läuft, eine Drei oder eine Vier. Ja, wenn das dein Normal ist sozusagen, dann fängst du bei deinen Kindern wahrscheinlich an, unruhig zu werden, sobald häufiger 2 Minus oder 3 Plussen sind.
Ja, oder was wir auch so erlebt haben, bei unseren Kindern in der Grundschulzeit ist das so, kommt ja immer bisschen auf die Schulen an, aber wenn es so die erste, zweite Klasse, wo noch so keine Noten da sind, gibt's ja manchmal, dass es da noch keine Noten gibt und so, und da ist noch alles easy. Sobald es aber Richtung dritte, vierte, was ja in Deutschland dann auch immer dieser Übertritt ist in die weiterführende Schule, da kommt auf einmal doch dann bei vielen, die dann am Anfang so ganz, ganz easy waren und gesagt haben, ja, wie toll, es ist ohne Noten, und als es dann auf einmal vergleichbar wurde, ging dann der Stress los.
Ja, voll. Also in den 4.
Klassen war das doch immer total krass bei all unseren Kindern. Einfach, also eigentlich ja schon zu sehen, das ist spätestens ab Januar in der 4. Klasse drehen eigentlich alle am Rad. Im Bezug auf den Übertritt. Ja, und das einfach mal zu betrachten, zu sagen, okay, was bringe ich eigentlich da mit an eigener Schulhistorie und was stülpe ich da eigentlich meinen Kindern über? Und vor allen Dingen, was davon funktioniert nicht für Lernen, bzw. was haben wir eigentlich als Eltern für eine Macht, Schule zu verändern, und die nehmen wir nicht? Die nehmen wir einfach nicht. Wir Eltern haben Riesen— da ist ein Riesenpotenzial, dass Schule sich innerhalb kürzester Zeit verändern würde, wenn wir bestimmte Dinge anders tun.
Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie, als Paar und mit dir selbst.
Wir sind Uli und Bernd Bott, wir sind die Gründer von Gemeckerfrei, sind Eltern von 4 Kindern und Großeltern von einem Enkel.
Und wir sind mehrfache Spiegel-Bestseller-Autoren, haben schon viele, viele Zehntausend Eltern dabei begleitet, ihr liebevolles und gemeckerfreies Familienleben zu erschaffen, und freuen uns, dass du heute hier bist, uns zuhörst und ja, einfach gespannt bist, wie du denn Schule verändern könntest. Weil du bist auch einer von den Eltern, die wir gerade gemeint haben. Wir Eltern haben das in der anschule zu verändern. Und es wäre viel, viel einfacher, als wir momentan alle glauben.
Ja, vielleicht. Was ich ja— du hast ja vorhin im Intro schon angedeutet, mit dem, dass jeder so seinen eigenen Triggerpunkt, Wundenpunkt hat, so seinen Wohlfühlbereich hat, wo das irgendwie okay ist. Du hast gesagt, es kommt wahrscheinlich daher, wie man selber so war in der Schule. Ich glaube, es kommt auch daher, wie man sich selbst in der Schule so empfunden hat, weil es könnte auch sein, oder ich kann mich auch erinnern, dass wir das bei Kunden schon hatten, die selbst eigentlich schlechter waren in der Schule, als sie aber gerne besser gewesen wären. Und aus diesem Vergleich, ich war immer nur so Mittelmaß und so, und aus diesem Vergleich eigentlich dann für ihre Kinder was anderes wollen. Und das ist ja auch so eine Elternfalle, finde ich, ne. Die Kinder sollen es mal besser haben. Das ist ja ein cooler Ansatz, nur meistens schlussfolgert man die, die keine so gesunden Handlungen oder Verhaltensweisen draus, finde ich.
Ja, voll.
Also was ich mich erinnern kann, was ich bei unseren Kindern immer hatte und was auch viele von unseren Kunden haben, ist auch so diesen Gedanken, wenn das Kind schlecht in der Schule ist, dann schadet das seinem eigenen Selbstbewusstsein und dann fühlt das Kind sich schlecht. Und deshalb sorge ich lieber dafür, dass das Kind gute Noten schreibt, weil dann muss es nicht die Erfahrung machen, sich schlecht zu fühlen. Deshalb, weil man das, weil das ja eigentlich jeder von uns damit verknüpft, oder? Ich weiß jetzt nicht, wie es bei dir ist, weil du hast ja eigentlich immer drauf angelegt, schlechte Noten zu kriegen. Also ich weiß, also ich hatte in der 5. Klasse meine erste 6 und ich habe gedacht, die Welt geht unter.
Ich habe die Welt nicht mehr—
ich habe gedacht, was ist denn das hier?
Gut, ich hatte da natürlich einen großen Vorteil, weil ich hatte eine große Schwester, und also die wirklich groß, 8 Jahre älter als ich. Das heißt, ich habe schon Die hatte da schon 4 und 5 dann mal, also die war eigentlich eine totale Einserschülerin. Da war eher eine 2 schon ein Drama, also bis so zur 8., 9. Klasse. Und dann ist die halt dagegen mal rebelliert. Also meine Eltern sind ja auch beide Lehrer und so. Und dann ist die so total abgerauscht. Und da war ich natürlich, die war im selben Gymnasium wie ich, die hat mich da so reingebracht. Da natürlich schon vieles cool gemacht. Also so, ich hatte diese erste, meine erste 5, glaube ich, so nach 4 Wochen am Gymnasium. Mathe-Ex in der 6. Stunde oder so, ich würde die spinnen. Ja, Uli in der 6. Stunde noch was von mir so ungefähr. Da war so als Grundschüler, war so nach der 4. Stunde schon alles auf. Was machen wir heute auf dem Schulweg nach Hause noch für einen Quatsch? Und da haben, das war jetzt für mich kein großes Drama, weil das war so schon Normal. Also ich kam halt heim. Das war so eine der letzten Noten, die ich daheim auch erzählt habe, weil ich irgendwann gedacht habe, wieso soll ich das dauernd erzählen? Wir kriegen ja so viele Noten. Das hat mich ja selber schon genervt. Und dann meine Mutter so gesagt: Ja gut, ist halt mal eine 5, das sollte nicht noch mal. Also dann aber schon, da kam schon dieser Druck. Das kann schon mal passieren, aber nicht beim nächsten Mal wieder und so. Aber für dich war es natürlich, du warst ja die Älteste, da war das ja noch— Völlig unvorstellbar wahrscheinlich.
Dann habe ich wochenlang gelernt. Also wir wollen quasi, wenn ich da jetzt noch mal zurückgehe, wir haben eigentlich gesagt, also wir wollen oft, also oft wollen wir auch, dass unsere Kinder lernen, um ihnen diesen Misserfolg zu ersparen. Weil wir auch so eine komische verquere Verknüpfung mit Misserfolg haben. Eigentlich ist es doch total normal, dass man was nicht kann. Weil ich meine, immer wenn du was Neues lernst, kannst du es am Anfang nicht. Das ist normal.
Ja, und vor allen Dingen ja dieses, und da kommt ja dieses Spannende rein, also die alle Welt sagt ja, man muss aus seinen Fehlern lernen. Ja, ich sage ja sogar, ich würde sogar das Wort Fehler durch Erfahrungen ersetzen, weil das eigentlich viel wichtiger ist, finde ich. Ja, du musst aus deinen Erfahrungen lernen, aber anders, du kannst nur aus Erfahrung, also allem anderen lernst du nichts. Also du lernst eigentlich nur aus Erfahrung und Als Eltern muss ich halt dann das mental aushalten, dass Kinder ihre Erfahrungen machen.
Ja, voll.
Weil wenn wir als Eltern das übernehmen, dass wir das schlecht finden oder ein Drama draus machen, dass die Note nicht so ist, wie wir es noch dazu erwartet haben, nimmt ja den Kindern komplett die Chance, Das selbst zu empfinden.
Absolut. Und wir, also eigentlich haben wir als Eltern genau eine Aufgabe an der Stelle, nämlich wir müssen Kindern beibringen, dass Fehler oder schlechte Noten was Cooles sind. Ja, also ich würde eigentlich anfangen, wenn du jetzt ein Kind zu Hause hast, das immer mal eine schlechte Note mit nach Hause bringt, dann fang an, dass die größte Also wenn du das machen wollen würdest, ich weiß, Sie sagen sonst immer auch nicht mit Belohnung zu arbeiten, aber ich würde eine 5 oder eine 6 viel derber feiern als eine 1 oder eine 2, damit einfach in den Kindern dieses Konzept von Erfolg und Misserfolg aufgebrochen wird. Dass die lernen, dass neue Dinge zu lernen mit Fehlern oder Misserfolgen einhergeht, weil das ist einfach das Normalste von der Welt, wenn ich was noch nicht kann, kann, habe ich Ergebnisse, die nicht dem entsprechen, was ich mir vorstellen kann. Weil wenn mein Ergebnis schon dem entspricht am Anfang eines Lernprozesses, was ich mir vorstellen kann, dann ist das, was ich mir vorstellen kann, gemessen an meinen Fertigkeiten, einfach zu niedrig. Ja, also es ist dann einfach zu gering. Ich muss— und das, ne, große Schritte im Leben, Erfolg im Leben mit deinem Kind haben, wenn es einfach immer wieder ideale, Idealvorstellungen hat von sich selbst, die es am Anfang nicht erreicht. Und das nennt man Misserfolg. Ja, also, und im positiven Sinn sagt man, das sind Erfahrungen, und das sind Menschen, die haben große Ziele oder sind Visionäre oder wie auch immer.
Genau, und dazu gehört natürlich, dass du dein Kind da drin auch bestärkst, Oder dass wir alle Kinder darin bestärken, dass sie sich selbst ein Wertesystem erschaffen. Weil was ich in der Schule, also am Gymnasium, dann Grundschule weiß ich nicht mehr, weil es dafür auch anders einfach, aber was ich am Gymnasium sehr schnell, ich nehme das Beispiel Mathe, da ist es sehr eindeutig. Ich habe sehr schnell dieses System verstanden, dass es in diesen Schulaufgaben, hieß es bei uns damals, die Klassenarbeiten, Dass da ein Pattern drin ist. Das heißt, du hast Aufgaben 1 bis 4 oder können auch 1 bis 5 oder 6 sein, ist egal. Das waren an sich alles Aufgaben, die waren so konstruiert, dass du die schaffst in der Zeit, wenn du viel geübt hast. Also wenn du das Ganze automatisiert, die Rechenwege automatisiert hast und das quasi auswendig gelernt und das einfach nur mechanisch runter mit den anderen Zahlen. Ja, du musst ein bisschen rechnen können, kein Mathe, du musst es nur rechnen können dafür. Tada! So, und dann gab es diese fünfte Aufgabe, die sogenannte Einserbremse. Das war eine Denkaufgabe, so eine Sachaufgabe. Die war komplizierter, die konnte nicht jeder lösen. So, am Anfang bei den ersten, in den ersten Jahren habe ich immer, weil ich nichts, ich fand es doof, jeden Tag die gleichen Aufgaben zu üben. Ich habe doch verstanden, wie das geht. Was hilft mir das, wenn ich schneller kann? Hat mir auch keiner erklärt, warum es wichtig ist, außer für eine gute Note. Jetzt waren mir gute Noten egal. Also Gab es keinen Sinn für mich, das zu machen. So, und dann war ich von 1, war ich zu langsam, klar, weil ich musste mir wieder, ich musste mir eigentlich erstmal herleiten, wie der Rechenweg geht, weil ich nicht, ich habe auch nicht, ich habe bisschen aufgepasst, aber nicht viel. So, habe ich irgendwann erkannt, dass ich in der 5. Aufgabe eigentlich, wenn ich dafür Zeit gehabt hätte, dass ich da viel mehr Spaß dran hätte, weil das war eine Denkaufgabe, da musste man sich richtig anstrengen. Und dann habe ich irgendwann angefangen, mit der 5. Aufgabe angefangen, habe ich genauso eine 3 oder eine 4 gekriegt, wenn ich die gemacht habe und noch bisschen was von dem oberen, vorher schon mit dem ungemüht, gelangweilt, bin dadurch immer noch auch während dieser Dreiviertelstunde in der Klausur schlechter geworden, weil mein Hirn gesagt hat, was soll der Scheiß, jetzt machen wir dieselbe Aufgabe nochmal mit anderen Zahlen. Und was ich dabei gelernt habe, ist immer zuerst nachzudenken und zu patternn, zu erkennen und zu sagen, was macht denn Sinn als Erstes zu bearbeiten. Und solche Dinge, das können Kinder nur erfahren, wenn du sie in Ruhe lässt.
Und wichtig ist auch, du hast auch was gerade ganz Wichtiges gesagt, weil du bist, du hast dich gelangweilt, du bist schlechter geworden, weil du dich gelangweilt hast. Und das ist ja das große Problem an Schule oder an Lernen. Deshalb plädieren wir ja immer so dafür, dass du dein Kind in Ruhe lässt und auch nicht zu Hause mit Lernen irgendwie nervst, weil in dem Moment, wo du versuchst, dem Kind irgendwas beizubringen oder mit dem was zu üben, für das es keine Motivation hat, das kannst du halt einfach bleiben lassen, weil das ist so ineffektiv wie sonst was. Ja, das ist wie wenn du, keine Ahnung, im strömenden Regen die Wäsche draußen aufhängst, damit die trocknet. Das ist genauso irrelevant. Das funktioniert einfach nicht. Wenn Menschen nicht begeistert sind, dann lernen sie nicht. Dann ist es nichts, was über die nächsten Tag in diesem Gehirn haften bleibt. Wenn es, also kannst du dir eigentlich sogar vorstellen, wenn dein Kind nicht begeistert ist und du fängst an, irgendwas zu erklären, dann geht es vielleicht ins Ohr rein, aber hinterm Ohr ist wie eine Barrikade, es geht keinen Zentimeter weiter. Und das ist, das macht nur, dass eure Beziehung schlechter wird, weil dein Kind davon genervt ist, du davon genervt bist, das Kind hat Misserfolg, weil es sich sich dann doof fühlt. Also kann ich mich gut daran erinnern, wie blöd ich mich immer gefühlt habe, wenn mein Papa mir was erklären wollte und ich es einfach nicht verstehen konnte, weil es mich in dem Moment einfach nicht interessiert hat. Na, und da einfach zu erkennen, du kannst dein Kind nicht zu guten Noten quälen, indem du, ja, oder tragen, indem du es mit Lernen quälst, so, ne, weil Das hat die Hirnforschung oft und oft genug schon bewiesen, dass Menschen nur lernen, wenn sie begeistert sind, dass nur dann das Gehirn in der Lage ist zu lernen. Das bedeutet, entweder gelingt es uns als Eltern, die Kinder für den Lernstoff zu begeistern, oder wir dürfen sie in Ruhe lassen. Und da würde ich jetzt gerne noch einfach darauf zu sprechen kommen, was wir den Hörern eigentlich mitgeben wollen, wie wir Schule verändern können.
Ja, genau, das würde— also wir können es nicht verändern, indem wir drüber lamentieren, dass das Schulsystem so kaputt ist, dass das nicht, dass die Kinder nicht das lernen, was sie da lernen müssen und so weiter. Erstens mal machen das Eltern seit 20 Jahren und Menschen und Wirtschaft oder seit 50 Jahren. Es ist auch schon so lange tatsächlich bekannt, aber es hat ja geändert, hat es ein paar Marginalitäten, aber nicht wirklich irgendwas Substantielles. Und der andere Punkt wäre einfach, wenn wir die Kinder— Es gibt noch was, was nicht funktioniert.
Als Ersatzlehrer zu fungieren.
Ja, das ist ja das, was gerade passiert. Genau, was noch viel mehr passiert, ist, dass Eltern— Das ist, wenn du in der Grundschule mit anderen Eltern zusammen bist, sagen wir, ja, wir müssen noch Hausaufgaben machen.
Meine Tochter war zu Besuch und die hat jetzt auch gesagt, wir müssen diese Woche noch Mathe lernen.
Ja, hallo?
Tochter ist 14, also 13.
Egal, aber ist ja auch egal. Also ja, die ist nicht gut in Mathe, das ist vollkommen klar.
Ja, nur allein dieses „Wir" zu sagen, also das hat mir total widerstrebt. Wenn Eltern sagen, „Wir müssen noch lernen" und ich glaube, ich muss gar nichts lernen. Also wenn das Kind kann was lernen, wenn es will. Das ist ja ein eigenes Muss. Aber das ist ja das, was wir vorher gesagt haben. Die Kinder sollen sich das Muss ja selber geben.
Ja, genau.
Also ich kann natürlich dem Kind meine Unterstützung anbieten, das ist ja gar keine Frage. Kind das lernen will, natürlich. Und natürlich darf mir dann auch was einfallen, wie ich das Kind vielleicht für das Thema mehr begeistere, als es das gerade von selber schafft. Nur wenn Schule nicht in der Lage ist, den Unterricht so spannend zu machen, dass das Kind den Inhalt lernt, dann ist es nicht unsere Funktion als Eltern, das aufzufangen und zu Hause dem Kind das beizubringen, weil Das passiert, das machen wir ja nur, weil wir diesem Irrglauben aufgesessen sind oder aufsitzen, dass unser Kind scheitern könnte, wenn es schlecht ist in der Schule. Wenn wir uns davon mal lösen als Eltern kollektiv und sagen, also das ist nicht meine Verantwortung als Mama oder Papa, was das Kind für eine Note bekommt, sondern es ist die Aufgabe der Schule und uns kollektiv dazu vereinen würden, nicht mehr als Hilfslehrkraft zu fungieren, dann würde Schule sich superschnell verändern. Da sind wir total davon überzeugt.
Das wäre das Feedback an die Schule. Das Feedback ans System wäre: Ah, funktioniert nicht. Natürlich sagen Lehrer, und wir haben gar nichts gegen Lehrer, Lehrer machen einen super Job hier. Es geht ums System. Dann können die Lehrer nichts dafür. Ganz Ich weiß, die allermeisten hätten das auch gerne irgendwie anders. Was mir, wenn aber das Feedback, also die Ergebnisse, die die Schüler bringen, egal ob das in Form von Hausaufgaben, von Noten, also von Klassenarbeiten, whatsoever ist. Dieses Ergebnis, diese Ergebnisse sind ja Feedback an die Schule, also erstmal an den Lehrer, aber ans System. Und damit ja auch funktioniert die ganze Nummer hier oder nicht.
Genau.
Das kann nicht sein, dass das Feedback bedeutet, wie viel die Eltern zu Hause Druck machen.
Das Feedback kann es auch nicht sein, oder es geht nicht darum zu sagen, die Schüler werden immer dümmer. Das ist ja totaler Unfug. Ja, Kinder werden nicht dümmer. Die sind sogar intelligenter als vor 50 Jahren. Ja, weil Menschen immer intelligenter werden. Das bedeutet, das kann einfach nicht an den Kindern liegen, wenn sie nicht, wenn sie schlechte Noten schreiben. Also das bedeutet einfach nur, dass das System nicht mehr zu den Kindern passt. Und weil wir Eltern kollektiv immer noch in diesem System drinstecken und das für wahr halten und Angst haben vor dem möglichen Misserfolg unserer Kinder, deshalb sind wir bereit, dieses Spiel weiter mitzuspielen. Und diese Podcastfolge, wenn du die jetzt hörst und immer noch hörst, ist die Einladung an dich, dass du aus diesem Spiel aussteigst, dass du einfach sagst, da mache ich einfach nicht mehr mit. Ich vermittle meinem Kind nicht mehr Angst vor schlechten Noten, ich feier schlechte Noten. Und ich bin mal gespannt, was die Schule verändert, wenn mehr und mehr und mehr Eltern aufhören, Hilfslehrer zu sein und nicht mehr Angst vor schlechten Noten haben und dadurch das Feedback an die Schule kommt, dass der Unterricht, so wie er gerade gemacht wird, nicht den Kindern entspricht.
Und die Einladung ist, sich dann pro Klasse quasi andere Eltern zu suchen, denen diese Podcastfolge zu teilen. Nicht weil du damit— vollkommen egal, ob das uns— geht überhaupt nicht um uns, sondern ich habe das letztens gehört, dass es so eine Initiative gibt, wo sich Eltern zusammentun, die ihren Kindern noch kein Handy kaufen. Und die tun sich, die können sich da über ein Portal registrieren und dann sind die vernetzt. Dann wissen die, ach, da gibt es noch 5 andere in der Klasse. Und Und dann sind schon 5 Kinder, die das sind. Und wenn ihr euch da als Eltern zusammentut und sagt, ja, wir sind da schon mal 5, und die Kinder kommen und sagen zum Lehrer, geil, meine Eltern haben die schlechte Note gefeiert, dann ändert es was. Und dann ist es auch leichter, weil gemeinsam ist sowas immer leichter zu verändern. Weil es ist ja ein Shift, den nicht nur die Kinder sollen was anders machen, denen fällt's, wenn wir es als Eltern leicht tun mit dem Shift, fällt's den Kindern auch leicht. Aber für uns Eltern ist es ja was, wo wir auch uns mit unserem Unterbewusstsein quasi auseinandersetzen. Das sind ja diese alten Programme immer noch hochholt. Ja, ja, und das ist die Einladung von uns.
Ich freue mich einfach auf all eure Feedbacks, dass ihr sagt, ja, genau das machen wir jetzt, wir vereinen uns zusammen, wir gehen da zusammen los und bestärken uns darin gegenseitig, dass wir dieses Spiel einfach nicht mehr mitspielen. Und dadurch verändert sich Schule schnell, also schneller als du gucken kannst. Und das ist die einzige Art aus, also der einzige mögliche der Weg unserer Meinung nach, wie sich wirklich was verändern kann. Ja, mega, ich freue mich.
In diesem Sinne, danke dir fürs Zuschauen, fürs Zuhören. Danke für jeden Daumen hoch, jeden Kommentar, jede Bewertung, die du uns hinterlässt und die uns hilft, das hier weiterzumachen und dich weiter hier mit coolen Inhalten zu versorgen. Alles Liebe, tschüss!
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