Wie du zum Frieden in der Welt beitragen kannst - Podcast 025

In dieser Solo‑Folge des Eltern‑Podcasts „Gemeckerfrei“ reflektiert Uli Bott über die Verbindung zwischen Erziehungsmustern in der Familie und weltweiten Konflikten. Er beschreibt, wie das Ausüben von Macht und das Objektmachen von Kindern – ein Konzept, das er von Gerald Hüther übernimmt – zu Kampfenergie führt, die sich analog zu militärischen Auseinandersetzungen wie dem Russland‑Ukraine‑Krieg auswirkt. Bott kritisiert das innere und äußere Kämpfen, das durch harte Erziehung entsteht, und betont, dass Liebe und Sanftmut die einzigen Mittel sind, um echte Veränderung zu bewirken. Er fordert Eltern auf, ihre eigene innere Härte zu erkennen, Verantwortung für ihre Gefühle zu übernehmen und in der Kommunikation mit ihren Kindern kooperative, liebevolle Lösungen zu finden. Weiterhin spricht er darüber, wie Unterstützung für Geflüchtete aus einer Haltung der Dankbarkeit statt Angst erfolgen sollte, um echte Heilung zu ermöglichen. Abschließend ruft er zu mehr Liebe in der Familie und damit in der Welt auf, um langfristig Frieden zu schaffen, und bittet um Feedback zu seiner Botschaft.
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Hallo hier bei Gemeckerfrei, dem Eltern-Podcast für dein liebevolles, entspanntes und glückliches Familienleben. Setz dich mit uns an den Tisch, wir, Uli und Bernd Bott, heißen dich herzlich willkommen. Hallo und herzlich willkommen hier beim Podcast Gemeckerfrei und bei einer neuen Folge. Heute ist ein einer Solo-Folge mit mir, weil ich dir von der Erfahrung von mir erzählen möchte. Und das Thema dazu ist, wie, oder das Thema des Podcasts, der Titel ist, wie du zum Frieden in der Welt beitragen kannst. Wir machen diese Folge, weil wir so viel Feedback zur letzten Folge bekommen haben. Vielen Dank auch dafür, wir haben uns, freuen uns da sehr drüber. Und ja, würden das einfach gerne noch, noch ein, würden dann noch was dazu beitragen wollen oder noch eins draufsetzen wollen oder das ergänzen, erweitern wollen. Und gestern habe ich gemerkt, wie ich selber wieder angefangen habe zu kämpfen für die Kinder, als Anwalt für die Kinder. Ja, die erste Idee für diese Podcastfolge, der Titel war, warum unsere Betroffenheit in Bezug auf den Krieg ein Schlag ins Gesicht unserer Kinder ist. Und wenn du den Titel einfach noch mal hörst, warum unsere Betroffenheit in Bezug auf den Krieg ein Schlag ins Gesicht unserer Kinder ist, dann merkst du schon, da ist ganz schön Wumms drin, da ist ganz schön Kampfenergie und ganz schön Power drin. Ja, gestern früh, als mir das so kam, war da auch wahnsinnige Power in mir. Ich habe so gedacht, ich muss sofort dazu live gehen und das sofort mit der Welt teilen, und ist mir egal, was irgendjemand dazu sagt und denkt und Ja, also auf der einen Seite mag ich diese Energie, weil das einfach ganz viel Power hat, aber was ich nicht mag, ist der Kampf dabei, ist dieser innere Kampf, dieses Hartsein. Weil wir alle geben als Eltern ja die ganze Zeit unser Bestes, und ja, ich glaube schon, dass es manchmal wichtig ist, dass wir noch mal wach hingucken und unser Verhalten reflektieren, aber das geht nie mit einem erhobenen Zeigefinger, das geht auch nie mit Kampf. Auch zum Wohle der Kinder geht es nie mit Kampf. Es geht nie mit Kampf, weil Kampf erschafft Kampf. Liebe erschafft Liebe. Es geht nicht. Du kannst keine Liebe durch Kampf erzeugen. Und vielleicht kennst du das von dir, weißt du, dass du dich aufregst, wie andere Menschen mit ihren Kindern umgehen, weil du denkst, die armen Kinder. Aber in dem Moment, in dem du dich aufregst, steigst du ein in das gleiche Thema. Du machst dich zu einem Glied in der Kette des Schmerzes, in dem Moment, wo du hart wirst, wo du bewertest, wo du kritisierst, wo du anfängst zu kämpfen. Und ich habe dann über den Tag schon gemerkt, wie ich wieder weicher geworden bin, auch mit dem Thema, und bin dann zwar abends noch live gegangen in unserer Facebook-Gruppe und habe es irgendwie erzählt, weil es mir auch irgendwie wichtig war, habe das Live-Video aber tatsächlich zum allerersten Mal danach direkt gelöscht, weil ich gemerkt habe, dass es irgendwie ist da immer noch zu viel Kampfenergie drin gewesen. Und ich mag keine Kampfenergie in die Welt tragen, ich mag Liebe in die Welt tragen. Und deshalb habe ich es gedreht, also wie du zum Frieden in der Welt beitragen kannst. Und wie du zum Frieden in der Welt beitragen kannst, ist einfach zu erkennen, dass Krieg die Folge ist, die langfristige Folge von Objektmachung. Das ist ein bisschen schwieriges Wort, ich weiß. Ich habe diese Begrifflichkeiten von Gerald Hüther, der sagt, in der klassischen Erziehung haben wir Menschen einander zum Objekt gemacht. Unsere Eltern, unsere Großeltern, Urgroßeltern, also die Elterngeneration hat oder macht bis heute die Kindergeneration zu Objekten. Und zwar immer dann, wenn wir unsere Macht ausnutzen. Immer dann, wenn wir qua Alter Entscheidungen treffen, immer wenn wir sagen: Du lernst jetzt Vokabeln, sonst darfst du kein PC spielen. Du isst jetzt den Brokkoli. Wenigstens probiert wird der Brokkoli. Da spielen wir unsere Macht aus, wenn wir Kinder zwingen, etwas zu tun, wenn wir Kindern Strafen androhen, wenn wir sagen: Wenn du das nicht machst, darfst du das nicht tun. Dann üben wir Macht aus, und du fühlst es auch. Immer wenn es sich anfängt krampfig anzufühlen, übst du Macht aus. Dann fängt es immer an, Kampf zu werden. Wenn es ein Kampf wird, fließt keine Liebe, und es dient nie der Beziehung zwischen dir und deinem Kind. Und wann immer wir im Kleinen nicht gleichwürdig einander gegenüberstehen, also wenn wir eben unsere Macht ausüben, stehen wir einander nicht gleichwürdig gegenüber, sondern dann machen wir, na, dann stellen wir Eltern uns aufs Treppchen, aufs Podest, und Ja, geben den Kindern vor, was sie zu tun haben, und zwar nicht in Gründen, also nicht, nicht, es geht hier nicht um, wenn du sie schützen musst vor Gefahr oder so, sondern es geht um Situationen, in denen du meinst, so willst du es haben, und dein Kind hat sich entsprechend zu fügen, anzupassen, einzuordnen, weil du eben die Mama, der Papa bist. Und wenn Machtspiele gespielt werden in der Familie, dann entsteht Streit, weil dein Kind sich dagegen wehrt, dass du es zum Objekt machen willst, dass du ihm deinen Willen aufdrücken willst, dass du willst, dass es tut, was du sagst. Weil das eine Unterscheidung macht in der Wertigkeit der Meinungen und damit in der Wertigkeit der Menschen. Und deine Kinder wissen, die kommen noch mit dem intuitiven Wissen auf die Welt, dass sie vollkommen und perfekt und absolut gleichwertig sind wie jeder andere auch. Und sie wehren sich gegen die Objektmachung, die gegen deine, deine Machtspielchen sozusagen. Und dann entsteht Streit. Und wenn du dir anguckst, was in dem Krieg passiert, dann ist das Streit, ist das XXL-Streit. Und wenn man das jetzt mal noch mal, wenn man mal den Russland-Ukraine-Konflikt vergleicht mit einem Konflikt zwischen Eltern und Kindern, Und ich würde jetzt sagen, Russland sind die Eltern und die Ukraine sind die Kinder. Dann passiert uns das in der Familie total oft, dass wir zu den Kindern sagen: Weil du dich so und so aufgeführt hast, muss ich jetzt schimpfen. Kennst du bestimmt. Jetzt könnte man sagen, Russland sagt zu Ukraine: Weil du das und das gemacht hast, muss ich jetzt dich angreifen. Da sagen wir aber: Das geht ja gar nicht, also das finden wir nicht okay. Aber wenn wir in der Familie sagen, dem Kind die Verantwortung zuschieben, dass wir schimpfen müssen, weil das Kind sich falsch verhalten hat, das finden wir schon okay. Ich würde dich einfach einladen wollen, noch mehr auch im Alltag mit deinen Kindern die Verantwortung für deine Gefühle zu dir zurückzuholen und zu sehen, wenn du das im Außen nicht in Ordnung findest, dass ein stärkeres Land ein schwächeres Land angreift, Dann darf es auch nicht in Ordnung sein, dass du deine Kinder anschreist. Dann darf es nicht in Ordnung sein, dass du von deinen Kindern Dinge erwartest, die sie nicht tun wollen. Dann darf es nicht in Ordnung sein, dass du versuchst, sie nach deinen Vorstellungen zu formen. Und ich weiß, dass es schwer auszuhalten ist, wenn man das so auf die kleinste Ebene runterbricht, auf auf die Familie, auf die Kernzelle des Lebens hinunterbricht. Es ist viel leichter, die Betroffenheit im Außen zu leben. Nur wir sind fest davon überzeugt, jede Familie, jeder kleine Aspekt, jede kleine Zelle, in der Menschen zu Objekten gemacht werden, wo es nicht liebevoll ist, wo innerlich gekämpft wird, wo es, wo Härte herrscht, Die alle zusammen führen dazu, dass es im Außen kriegerische Handlungen gibt, weil das ist alles Energie. Jetzt ist es natürlich nicht so, dass du oder ich oder einer von uns daran in Anführungszeichen schuld ist, dass es jetzt diesen Krieg gibt, auf gar keinen Fall. Aber schon zu sehen, okay, wenn ich zum Frieden beitragen will, wo kann ich aufhören, meine Macht meinem Kind gegenüber auszuüben? Wo kann ich aufhören, mit meinem Kind zu kämpfen? Wo kann ich mehr Liebe, mehr Frieden, mehr Sanftheit in meiner Familie an die erste Stelle stellen? Und ich möchte noch einen zweiten Aspekt dazufügen. Weil, schau, jetzt hat Russland die Ukraine angegriffen und die ganzen westlichen Länder verurteilen Russland und unterstützen die Ukraine. Wenn Eltern ihre Kinder anmeckern, anschreien, bestrafen, Konsequenzen auferlegen, was auch immer, Wen haben die Kinder dann als Fürsprecher? Sehr oft sogar so, dass wir dann von unseren Partnern oder Partnerinnen erwarten, dass die, wenn wir streng durchgreifen, auch streng durchgreifen, damit wir nicht das Gesicht verlieren. Aber uns geht es heute schlecht, wenn wir angucken, was da gerade in Osteuropa passiert. Und unsere Kinder lassen wir mehr oder weniger— Achtung, es piekst wahrscheinlich ein bisschen— ins offene Messer laufen. Weil da keiner ist, der für sie, weil da kein Fürsprecher für sie ist, wenn wir mit ihnen Streit haben. Wenn du zum Frieden in der Welt beitragen willst, dann stell dich, stell dir einfach immer die Frage: Was würde die Liebe tun? Und frag dich, wie könnt ihr Lösungen kreieren in der Familie, die ihr alle tragen könnt? Wie kann es eine gemeinschaftliche Lösung sein? Wie kann es— wie könnt ihr es ausdiskutieren? Wie könnt ihr es gemeinsam kreieren? Wie könnt ihr Wege finden, die für euch alle stimmig sind, dass ihr miteinander lebt und nicht auf Machtspiele angewiesen seid. Und jeder, der uns folgt, ist ja da schon auf dem Weg, das ist ja gar keine Frage. Und vielleicht magst du die aktuelle Situation einfach dazu nutzen, dass du sagst: Und jetzt erst recht! Und noch mehr, noch mehr, noch mehr, noch mehr! Damit wir viele werden, die Liebe in die Welt tragen. Weil wenn wir ganz viele sind, gibt es irgendwann keinen Krieg mehr. Davon bin ich überzeugt. Und das ist natürlich das Ziel, weil wir Menschen sind doch nicht auf der Welt, um miteinander gegeneinander zu kämpfen. Und richtig leicht wird es in der Familie umzusetzen, wenn du natürlich auch aufhörst, mit dir selbst oder gegen dich selbst oder innerlich zu kämpfen. Genau das, was ich erzählt habe, was mir gestern passiert ist, dass ich auf einmal wieder hart geworden bin, dass es sich auf einmal nicht mehr fließend angefühlt hat, dass ich das Gefühl hatte, ich muss jetzt meine Stimme erheben für die Kinder. Dabei habe ich das gleiche Spiel mitgespielt. Und das zu erkennen, wo wirst du innerlich hart, wo fängst du innerlich an zu kämpfen, wo setzt du dich unter Druck, wo bist du hart mit dir, wo kritisierst du dich. Und wenn du das immer mehr veränderst, wenn du immer mehr siehst, dass du dein Bestes gibst in jedem Moment, Wenn du immer mehr siehst, dass es nur darum geht, dein Herz zu öffnen und die Liebe fließen zu lassen, dann wirst du weich. Und nein, weich sein und liebevoll sein heißt nicht, dass du alles zu allem Ja und Amen sagst. Aber du sagst du, das heißt, dass du nicht in Kauf nimmst, für deinen Standpunkt schlechte Gefühle im anderen zu erzeugen. Und ja, jetzt kannst du sagen: Was reden die denn da? Letztens haben sie gesagt, ich alleine erzeuge die Gefühle in mir. Ja, völlig richtig. Nur wenn ich in ein Gefühl von Kampf gehe, wenn ich zu dir spreche, dann lade ich dich auf dieselbe Ebene ein. Dann lade ich dich ein, kämpferisch zu werden, weil das die Energie ist, die ich reingebe. Und so laden wir andere Menschen ein, auf unser Emotionsniveau, auf unser Energieniveau hoch oder runter zu klettern. Und immer wenn du aus einer negativen Emotion was tust, lädst du dein Kind ein, dir in diese negative Emotion zu folgen. Gerade dein Kind, weil es so mit dir verbunden ist, und das kann kein gutes Ende nehmen. Deshalb, was auch immer du verändern willst in deinem Alltag, was auch immer dir wichtig ist: Geh in ein gutes Gefühl, bade in einem guten Gefühl, und aus dem guten Gefühl heraus Geh in die Kommunikation mit deinen Kindern und findet gemeinsam Wege, wie ihr das umsetzen könnt, aus dem positiven Gefühl heraus. Und dann lädst du dein Kind ein, sich gut zu fühlen. Und wenn es dir dann folgt, dann findet ihr ganz leicht und einfach Lösungen, dann geht es ganz einfach. Und dann tragt ihr dazu bei zum Frieden in der Welt. Und wenn du jetzt Menschen zum Beispiel aus der Ukraine unterstützen willst, was ja eine großartige Idee ist, dann achte auch hier darauf, aus welcher Energie du das tust. Wenn du das machst, weil du Angst hast vor Krieg, lass es bleiben, weil du lädst den Empfänger deiner Sachen, wenn du was spendest oder so, du lädst den Menschen in deine Energie von Angst ein. Nur wenn du was gibst, weil du sagst, ich habe so viel, ich möchte so gerne geben, und ich bin so glücklich, dass ich so viel habe, was ich geben kann, dann lädst du den anderen ein in der Energie von Dankbarkeit und Glück. Und ich glaube, das ist das, was die Menschen, die jetzt fliehen, am allermeisten brauchen. Die brauchen jemanden, der sie einlädt, sich wieder gut zu fühlen. Weil wenn sie hier sind und sich weiter schlecht fühlen, sind sie zwar äußerlich in Sicherheit, aber innerlich tobt das gleiche Drama wie vorher. Es geht immer um dein Gefühl. Frieden in der Welt erschaffst du, durch Liebe, Frieden und Sanftmut in dir. Ich freue mich auch hier über dein Feedback zu dieser Folge. Ja, weil da bin ich sogar besonders gespannt. Einfach zu erfahren, ob du mir folgen kannst, ob ich es, ob es mir gelungen ist, das auf eine Art und Weise auszudrücken, dass du es nehmen kannst, dass du es verstehen kannst. Und würde mich sehr über dein Feedback dazu freuen, in Facebook, in Instagram, oder natürlich auch als Bewertung hier im Podcast. Alles, alles Liebe für dich, hab einen schönen Tag.
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