Zucker schadet nicht nur deinen Kindern - Ernährung als Stressfaktor - Podcast 234

In dieser Podcast‑Folge diskutieren Uli und Ben Bott, Gründer von Gemeckerfreie Eltern und Bestseller‑Autoren, die weitreichenden Auswirkungen von Zucker auf Eltern und Kinder. Sie zeigen, dass Eltern ihre Vorbildfunktion unterschätzen: Während sie von ihren Kindern gesunde Disziplin erwarten, greifen sie selbst häufig zu Zucker, um Stress zu bewältigen. Zucker wird als eine „versteckte Droge“ beschrieben, die Stress‑Essen auslöst, den Blutzucker destabilisiert, das Leptin‑System stört, zu Heißhunger, Gewichtszunahme und schlechterem Schlaf führt – ein Teufelskreis, der Eltern im Alltag erschöpft. Die Hosts geben konkrete Gegenstrategien: Wasser oder ungesüßten Tee statt Süßem, bewusste Ersatzhandlungen, Intermittierendes Fasten (14‑18 h je nach Geschlecht) und eine protein‑ und ballaststoff‑zuerst‑Ernährung mit sehr wenig Kohlenhydraten und ohne Fruchtzucker. Sie berichten von eigenen Erfahrungen mit zucker‑freien Süßstoffen (Erythrit, Xylit) und von der positiven Wirkung, wenn die ganze Familie – Eltern und Kinder – das Essverhalten konsistent nachbildet. Kinder lernen, Zutatenlisten zu lesen und gesündere Entscheidungen zu treffen, wenn Eltern konsequent Vorbild sind. Abschließend betonen sie, dass das bewusste Reduzieren von Zucker nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch die emotionale Qualität von Familienbeziehungen stärkt.
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Wir haben uns gedacht, wir sprechen heute mal über so eine versteckte Gefahr.
Eine Gefahr, die wir bei den Kindern sind, die viele Eltern da viel mehr aware drauf bei dem Thema.
Aber bei sich selber an der Stelle unterschätzen wir so sehr, was wir für eine Vorbildwirkung haben. Ja, und Gleichzeitig wird es eigentlich so geil deutlich, finde ich, wie oft die Erwartungen, die wir an unsere Kinder haben, im Vergleich dazu, wie wir selber ticken, verquer sind. Und wir hatten letztens, das war so geil eigentlich, also wir hatten einen Teilnehmer, der hatte, da ging es irgendwie um Hörspiele hören und Die haben irgendwie so ein Handy mit Spotify drauf und seit es jetzt bei Spotify auch Videos gibt, schaut die Tochter halt, obwohl sie das nicht darf und obwohl sie das auch abgesprochen haben, schaut sie halt Videos bei Spotify.
Ja, weil sie halt da sind.
Weil sie da sind. Und dann haben wir zu dem Teilnehmer gesagt: Also, was findest du, also haben wir ihn gefragt, gibt es irgendwas, was du so total lecker findest? Und dann hat er gesagt, ja, also was du eigentlich nicht stehen lassen kannst. Und dann hat er gesagt, ja, indisches Essen. Und dann haben wir gesagt, ja, stell dir mal vor, du hast so deine indische Lieblingsleckerspeise vor dir stehen und deine Frau sagt zu dir, du darfst es auf gar keinen Fall essen. Und es war so Krass geil, weil das ist, du hast dem überhaupt ins Gesicht geschaut und es hat so, es ist so, wie so, das ist ihm wirklich wie so Schuppen von den Augen gefallen. Also so, wo er so gemerkt hat, ja krass, logisch. Also es ist halt total abstrus zu erwarten, dass das Kind an der Stelle diese Disziplin aufbringt, weil das würden wir Erwachsenen meistens nicht schaffen.
Und das ist das Spannende, weil wir häufig ja genau in dieser Divergenz als Eltern häufig genau diese Divergenz spielen.
Ja, wir wollen natürlich was Gutes, weil wir wollen es für unsere Kinder besser als für uns selber. Aber wir unterschätzen, welchen Einfluss wir alleine durch unser Vorbild haben.
Hallo und herzlich willkommen hier beim Gemeckerfrei-Podcast, dem Podcast für liebevolle Beziehungen in der Familie. Als Paar und mit dir selbst. Wir sind Uli und Ben Bott. Wir sind die Gründer von Gemeckerfreie Eltern von 4 Kindern, Spiegel-Bestseller-Autoren.
Aber das Wichtigste ist, dass du bei uns lernen kannst, wie Elternsein heute wirklich funktioniert. Und wir sind total dankbar, dass schon so viele Familien einfach ihren glücklichen Familienalltag leben können, weil sie für sich eben auch gelernt haben, wie es gemeckerfrei geht. Schön, dass du da bist. Vielen Dank.
Ja, wir haben ja ein bisschen ein kryptisches Intro gemacht.
Och was.
Aber es ging dann am Ende doch ums Essen. Und wir hatten da auch schon mal zum Thema eine Folge vor ein paar Wochen. Falls du also da gerne noch mal dich nachdem du jetzt das Video fertig geschaut hast, da noch weiter rein willst, dann such da mal ein bisschen. Da ging es auch im Titel um Zucker und so weiter. Da ging es speziell um die Kids.
Genau.
Und heute geht es um dich. Ja.
Dein Zuckerkonsum, dein Ernährungsverhalten. Also weil vielleicht, wenn wir jetzt schon, sage ich, dein Zuckerkonsum, vielleicht ist der erste oder der ein oder andere von euch schon so, boah, ich muss ausschalten, weil stresst mich schon allein die Idee, darüber nachzudenken. Und wenn du zu denen Menschen gehörst, die sagen, verflixt noch mal, da kriege ich jetzt schon schlechtes Gewissen, wenn ich anfange, wenn ich nur das Wort höre, dann wäre das jetzt die Einladung, einfach mal dabei zu bleiben. Weil Zucker ist einfach wirklich die unterschätzte Droge schlechthin. Und das Fiese ist, dass Und das kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen. Ich war ja früher auch so jemand, der immer nach jedem Essen, musste ich irgendwie was Süßes essen. Und also ich war so auf Zucker gepolt. Ich konnte das mir überhaupt nicht vorstellen. Also ich mag keine Chips, ich mag noch, mochte noch nie Chips, aber ich mag, mochte halt immer süß. Und das Problem ist, dass du automatisch entsprechend einkaufst, dass du automatisch entsprechende Dinge kochst, zur Verfügung stellst, weil das eben in deiner Welt das Normale ist. Und wir wollen einfach in dieser Folge mal so ein bisschen über die Auswirkungen von Zucker sprechen, wo es überall drinsteckt und was du tun kannst, wenn du es, wenn du einfach dir selber besser tun willst. Weil es geht ja nicht nur darum, den Zucker wegzulassen, sondern das hat ja auch eine ganz große Auswirkung auf dein Stresslevel.
Und ja, eigentlich sind wir ja drauf gekommen, weil es ja so, also weil du kannst ja sagen, was hat das mit Gemeckerfrei zu tun jetzt, wie sich die Eltern ernähren, das ist uns scheißegal, kannst auch essen, was du willst, das ist damit gar nicht gemeint. Nur wir wissen halt gleichzeitig, wie die Ernährung ja für viele Menschen und da zähle ich mich auch dazu, mit Stress zusammenhängt. Also je mehr Stress du hast, meistens essen wir halt dann schlechter. Also so gesehen ernähren wir uns dann ungesünder. Und das Blöde ist halt, dass es davon ja noch schlimmer wird. Also du hast dann nicht mehr die Nährstoffe, dann kannst du noch weniger Stress abbauen, dann brauchst du noch mehr Energie für die Nahrungsverwertung, was ja auch schon bescheuert ist, aber es kostet ja auch immer Energie. Verdauung kostet ja Energie. Aber wenn du halt, je mehr Stress du hast, je schlechter oder ungesünder du isst, umso mehr Energie kostet es dich. Und du holst eigentlich nichts mehr dabei rum. Also du isst und es ist quasi leer. Es ist leer oder geht sogar ins Negative. Also das Schlimme ist ja, dass es ins Negative geht. Man wird dicker, das geht ja miteinander. Also die Energie fürs Gehirn ist nicht da und, und, und. Und dann kannst du da kannst du, glaube ich, so viel meditieren und sonst was machen, wie du willst. Wenn das an der anderen Seite komplett dagegen läuft, dann ist es halt so, als würdest du einfach das Loch unten in dem Eimer, in den das Wasser reinläuft, immer größer machen anstatt kleiner.
Ja, genau. Also du hast einfach keine Chance, wenn du den Aspekt Respekt, wie du dich um deinen Körper kümmerst, nicht mit betrachtest, hast du am Ende keine Chance, wirklich liebevolle Beziehungen zu führen. Das hängt ja auch damit zusammen, dass wir essen, also dass eigentlich— ich habe jetzt keine Zahl, aber ich würde sagen, mindestens 90% aller Menschen nutzen Essen ja auch, um Stress auszuagieren. Also dieser typische, boah, ich bin angestrengt, ich bin gestresst, Gang zum Kühlschrank. Der eine holt eine Wurst raus, der andere holt Schokolade aus dem Schrank, der nächste greift in die Chipstüte. Das ist ja erstmal egal, nur das Problem ist, dass das quasi eine Beruhigungsreaktion ist. Also wir machen das, das ist wie so eine Ersatzreaktion. Das ist wie wenn du gestresst bist und du rauchst eine Zigarette, davon geht der Stress nicht weg. Also das Nikotin macht den Stress nicht weg, es ist nur einfach eine Handlung, die du glaubst zu brauchen, um den Stress zu reduzieren. Und beim Zucker ist halt das Problem, dass du dann dein— je öfter du halt untertags immer wieder was isst, umso öfter schießt du deinen Blutzucker in die Höhe. Dann kommt dein Blutzucker aus dem Tritt. In der Folge, da kann man jetzt— könnte man jetzt richtig tief einsteigen, aber in der Folge hat es Auswirkungen auf deinen Leptinstoffwechsel im Gehirn, dann verschwindet dein Hungergefühl. Du hast das Gefühl, du musst immer noch mehr essen, noch mehr essen, noch mehr essen. Dann nimmst du zu, unter Umständen fühlst dich träge, dann fühlst dich schlecht, dann fühlst dich deshalb wieder schlecht. Also das ist so ein, eigentlich ist das ein fürchterlicher Teufelskreis, der halt dir die Energie, die du eigentlich für den Alltag mit den Kindern ja so dringend brauchst, weil ich meine, keine Frage, Eltern sein ist einfach furchtbar anstrengend.
Ja, absolut. Das ist ein Hochleistungssport.
Ja, wirklich. Also, und je kleiner deine Kinder sind, umso mehr. Also wenn ich, wenn wir da mal so zurücküberlegen, wenn wir irgendwie ein Kind im Tragetuch, eins auf den Schultern, dann habe ich mir noch einen Ball hinten unters T-Shirt gestopft und hatte noch irgendwie so ein Laufrädchen in der Hand und in der anderen Hand noch irgendwie einen Rucksack oder eine Tasche. Und dann bin ich da kilometerweise durch die Wallachai gelaufen, vom Bachheim oder vom Spielplatz oder weiß der Kuckuck. Also das ist ja irre, also was man da körperlich auch, was das auch körperlich bedeutet.
Man schläft wenig, man muss ja noch zu kleinen Kindern, da ist der Haushalt ja auch noch mal eine ganz andere Nummer, weil ja ständig.
Du fängst an einer Stelle an.
Ständig Chaos ist.
Es ist total anstrengend. Und dann sind, je anstrengender wir es finden, umso gestresster sind wir. Und je gestresster wir sind, desto schneller greifen wir zu Zucker. Und damit wird es, das ist einfach ein furchtbarer Teufelskreis.
Ja, noch dazu ist es ja für viele dann verknüpft auch mit dem, ich tue mir mal was Gutes. Ja, wenigstens abends mal noch eine Tafel Schokolade oder so was. Ja, was dann so. Und das ist ja, Achtung, will ja niemandem Genuss verbieten. Nur man muss das sehr, also verbieten ist sowieso nicht, also vermiesen meine ich. Vermiesen wollte ich eigentlich sagen. Das war eigentlich das, was ich sagen wollte. Nur wir verwechseln so schnell Genuss, wir verwechseln so schnell irgend so eine Übersprungshandlung oder Ersatzhandlung mit Genuss. Und gegen Stress zum Beispiel ist halt Essen eigentlich total doof, weil es an sich den Stress im Körper erstmal noch erhöht.
Ja, also Das wird halt auf jeden Fall in der Kombination verstärkt sich das gegenseitig. Ja, so. Und wenn du zum Beispiel abends, wie du gerade gesagt hast, wenn du abends, wenn die Kinder im Bett sind, noch eine halbe Tafel oder 3 Stücke oder eine ganze Tafel oder wie auch immer Schokolade, Gummibärchen, sonst was isst und glaubst, du tust dir damit was Gutes, gut ist, dann ist das halt ein Bärendienst, weil das fühlt sich vielleicht nach Belohnung an. Aber das Problem ist einfach, wenn du abends dein Blutzucker nach oben schießt, dann schläfst du halt nicht gut, weil dein Körper halt auf Grrr ist, ja, so. Und dann schläfst du schon die Zeit, die du vielleicht schlafen könntest, während dich kein Kind weckt, schon nicht so tief, wie du schlafen könntest, wenn du keinen Zucker essen würdest. Und da einfach zu sagen, okay, vielleicht könnte ich mal überlegen, auf andere Methoden, oder also mir auf eine andere Art und Weise gut zu tun, wenn ich der Meinung bin, ich bräuchte irgendwas, womit ich mich belohne. Aber nimm doch dafür nicht Essen, also Das damit tust du dir so wenig gut, auch wenn du glaubst, du würdest dir gut tun.
Ja, und das ist ja die Wahrheit dahinter, ist ja, dass es immer nur so eine Verankerung ist, die man sich irgendwann mal gebaut hat. Und das ist ja auch keine Frage. Ist ja früher auch oft so gemacht. Und ein Kind war irgendwie traurig, dann gibt man ihm ein Bonbon oder so was. Whatever, du hast es vielleicht auch erlebt bei Eltern, bei Verwandten. Jetzt ja so, unsere Eltern kommen ja auch noch aus einer Zeit, wo die zeitweise auch wenig Essen hatten. Das ist ja alles so bisschen, ist ja alles verquer, und wir haben da in der Gesellschaft unterschiedlich, aber viele haben da irgendwie weirde Einstellung zum Essen und haben das mit manchen Sachen so verknüpft. Und wenn du das jetzt erkennst, kannst du das ja auch ändern. Also wenn du jetzt sagst, okay, Ich gehe immer an die Schublade mit der Schokolade, wenn ich gestresst bin. Dann trink halt ein Glas Wasser.
Ja, oder koch dir einen guten Tee, den du magst.
Ja, genau, nicht süß natürlich, sondern halt irgendwas. Also, oder genau, abends so ein Yogi-Entspannungstee, was weiß ich. Ja, irgendwas ist an sich egal, solange es nicht wieder süß ist oder fettig ist oder so was. Sondern deswegen haben wir jetzt so Wasser oder Tee gesagt, weil es an sich ja nichts Nichts ist in Anführungsstrichen. Ein Glas Wasser, da kannst du eigentlich nicht zu viel trinken davon. Ja, also das kann man schon, aber das ist jetzt nicht das Problem.
Und vielleicht, Entschuldigung.
Und damit kannst du halt, ist es so eine ganz einfache Methode, da muss man sich eine Zeit lang dazu zwingen. Das ist klar, das muss man eine Zeit lang ganz bewusst machen. Kann man zum Beispiel einfach die Schokolade woanders hinräumen oder gar keine mehr haben oder so, dass man dann einfach eine Erinnerung hat, oder legst einen Zettel drauf: Wasser. Okay, stimmt. Ich wollte es ja anders machen. Und dann trinkst du das Glas Wasser und stellst dir vor, wie dich das entspannt. Weil das ist am Ende des Tages, ist es auch mit dem Essen nicht anders passiert. Das hat dir nur jemand irgendwie gesagt oder vorgemacht, dem du es geglaubt hast.
Ja, du hast das quasi als Übersprungshandlung Hätte dir jemand beigebracht, immer wenn du gestresst bist, 3 Hampelmänner zu machen, würdest du heute 3 Hampelmänner machen, wärst wesentlich fitter und hättest halt jetzt, wärst nicht abhängig von irgendwelchen süßen Dingen. Und wir haben uns halt gedacht, wir machen dazu mal eine Podcastfolge, weil das eben für uns ist Ernährung eben ein richtig wichtiger Baustein, wo wir viel Energie draufgeben zu gucken, wie machen wir das eigentlich? Und Das ist, also ich habe ja vorher gerade erzählt, für mich hat Süß immer dazugehört und ich habe mir das halt wirklich abtrainiert. Also ich habe mir das abgewöhnt. Wenn du mir heute eine Tafel Schokolade gibst, sage ich nach 2 Stücken: Geh weg, das ist viel zu süß. Ich mag das nicht. Also das ist, ich kann das gar nicht mehr essen. Und ich habe, wir waren vor ein paar Monaten, da waren wir, nachdem wir, waren wir in Essen und sind anschließend in so ein Café gegangen. Da gab es zuckerfreien Kuchen. Das war so mit Erythrit und Xylit und so gesüßt. Und selbst das, wo ich so gesagt habe, ich hätte viel lieber, statt jetzt dieses Stück Kuchen zu essen, hätte ich noch mal eine Schüssel Salat gegessen. So, also weil ich hatte halt davor nicht so viel gegessen, weil wir wollten ja noch den Nachtisch essen und so. Aber ich habe halt so gemerkt, das ist eh gar nicht— also du kannst dieses, diesen Hype nach was Süßem, das kannst du dir abtrainieren. Das ist nur eine Gewohnheit. Und das ist halt so relevant, wie viel mehr Energie du du haben kannst, wenn du anders isst und da mehr Sorgfalt dir selbst entgegenbringst. Und am Ende des Tages ist das dann auch tatsächliche Selbstfürsorge.
Ja, total, total. Weil du auf einmal, weil du halt diese, diese Ups und Downs auch nicht mehr hast.
Ja, also wir, wir zum, wenn man ein bisschen einfach aus der, wie sagt man denn, aus der Dings, aus dem Nähkästchen, oder aus der Westentasche, sagt man auch, oder Nein, nein, das mit der Westentasche ist ein anderes Sprichwort.
Wir machen mal eine Podcast-Folge, da dürft ihr uns Sprichworte schicken und ich lese die Hälfte Uli vor und die ergänzt sie immer falsch. Und dann könnt ihr alle lachen. Nein, das kenne ich wie meine Westentasche. Wenn man sich wo gut auskennt, das hat nichts mit Witz zu tun.
Also wir plaudern aus dem Nähkästchen. Ja, genau. Weil zum Beispiel ein total wichtiger Aspekt für uns ist, Intermittierendes Fasten.
Ja, genau.
Dass wir halt einfach, das ist bei Männern und Frauen ein bisschen unterschiedlich, aber im Endeffekt irgendwas zwischen 14 und 18 Stunden essen wir halt nichts.
Also man sagt so, jetzt wenn du es schon sagst, kann ich ja auch jetzt, Achtung, wir sind keine Ärzte, wir sind auch keine Ernährungsberater und es gibt dazu sowieso 100.000 Philosophien, mehr als es Religionen auf der Welt gibt, glaube ich. Aber man sagt so, Frauen sollten so 14 bis maximal 16 Stunden fasten. Männer können bis 18 Stunden, 20 Stunden fasten. Ich kenne auch Frauen, die machen One Meal a Day, die essen einmal am Tag, aber da muss man mit Hormonhaushalt, kann auch mit dem Zyklus bei Frauen mal so besser sein, mal so besser. Genau, aber so, das machen wir zwei zum Beispiel konstant, also mit ganz wenigen Ausnahmen. Ja, eigentlich gibt manchmal, wenn ich abends, wenn ich jetzt zum Beispiel, wenn wir sehr früh abends essen und dann nur sehr wenig aus irgendeinem Grund, weil die Portion irgendwo im Restaurant klein war oder ich nicht viel Hunger hatte, Dann ist es manchmal so, dass ich tatsächlich dann vormittags irgendwann schon früher was esse, aber das ist vielleicht einmal im Monat.
Ja, also das ist zu vernachlässigen. Also das bedeutet halt jetzt für uns zum Beispiel, dass wir halt zum Beispiel abends um 7 Abend essen und dann eben, das ist 19 Uhr fertig, dann sind es noch 5 Stunden bis Mitternacht und dann eben, also höchstens um 11. Ja, also ich esse nie vor 1. Ess ich eigentlich nie. So, ja, und dann da halt ein kleines Frühstück und dann noch mal abends ein Abendessen und fertig. Ja, das bedeutet halt auch, dass du dir viel weniger Gedanken machen musst, wann du wie was isst. Du kommst überhaupt nicht auf die Idee, während du jetzt was arbeitest oder mit den Kindern bist oder Haushalt machst, mal schnell eben an den Kühlschrank zu gehen. Damit hat auch dieses Ganze— wir haben dann früher, war das ja dann oft so, dann hast du mal eine Handvoll Nüsse gegessen oder mal hier ein Apfel oder mal eine Möhre oder so irgendwas rumgesnackt halt. Und jedes davon macht, dass der Blutzucker wieder hochgeht, dass dein Verdauungssystem wieder anspringt, dass du mit Verdauen beschäftigt bist. Dein Hirn hockt im Bauch sozusagen. Und es kostet einfach Energie und Zeit und Aufmerksamkeit. Seit wir das anders machen und wir machen das jetzt schon sehr, sehr lange anders, also jahrelang schon, ist es einfach viel, viel einfacher. Also wir essen einfach zweimal am Tag was und fertig. Ja, so, und haben halt auch kein Schieß mehr mit groß essen.
Ja, ja, genau. Es wird halt so, du containst das Thema auch einfach so. Ja, genau. Und du weißt dann auch, Ich bin jetzt zum Beispiel, ich brauche nicht viel Abwechslung dabei. Also ich habe immer das Gleiche, fast immer das gleiche Frühstück.
Ja, ich auch.
Also wenn wir in Dubai sind, gehe ich manchmal frühstücken, aber auch wohin, wo es was gibt, was in meine Ernährungsphilosophie passt. Da esse ich dann was anderes, weil das mir selber zu machen wäre mir zu viel Aufwand. Aber wenn ich selber mache, ist es eigentlich immer easy, immer das Gleiche.
Und wichtig ist halt immer viel Protein.
Ja, total viel Protein, gesunde Fette, gesunde Fette. Fertig. Und keine oder halt wenig Kohlenhydrate. Das ist natürlich auch noch was. Wir essen jetzt außer ein paar Heidelbeeren oder Erdbeeren oder so was in so einen Joghurt oder Shake rein, kein Obst. Also ich esse jetzt, du hast ja von dir erzählt, ich esse überhaupt keine Kohlenhydrate. Bin da sehr extrem. Du isst bisschen Kohlenhydrate, aber jetzt eben auch nichts, was halt so den Peak nach oben treibt.
Und nie als Erstes, immer erst Protein, immer erst Gemüse, und dann esse ich mal noch vielleicht 3 Nudeln oder so, also wirklich wenig. Und wichtig ist halt dabei, und für mich also war das so ein Riesen-Aha-Erlebnis, also ich habe dieses, diesen Zucker-Hype sozusagen, der ist bei mir weggegangen, als ich aufgehört habe, Obst zu essen. Weil das war halt, ich habe früher da einen Unterschied gemacht, ich dachte Zucker wäre bäh sozusagen, aber Obst wäre okay. Aber dann haben wir halt uns da auch noch mehr damit beschäftigt und im Endeffekt ist halt auch Fruchtzucker, hat halt dieselbe negative Auswirkung auf den Blutzucker oder sogar noch stärker als jetzt Industriezucker. Also von dem her habe ich das, als ich das Obst Obst, außer eben Heidelbeeren oder Himbeeren oder mal paar Erdbeeren oder so. Seit ich Obst vom Speiseplan gestrichen habe, da hat es angefangen, dass ich wirklich aufhören konnte, zwischenrein zu essen. Da habe ich wirklich dann nur noch, seitdem esse ich strikt nur noch diese 2 Mahlzeiten am Tag, und manchmal lasse ich eine davon sogar noch weg. Also das ist, und Das tut uns einfach unfassbar gut. Also erstens gibt es uns viel Energie. Zweitens, wie du gesagt hast, ist Essen einfach contained. Man muss sich wenig Gedanken drum machen. Du hast die Kapazität für andere Sachen. Und das bedeutet also natürlich— nee, stopp.
Und die Kinder essen gesünder. Ja, viel gesünder. Und jetzt sind unsere Kinder in einem Alter, wo die auch mal essen, auch mal irgendwas, ist ja auch egal. Also die können, dürfen auch essen, was wollen. Das ist jetzt nicht, dass es dann großartige Vorgaben von uns gibt, aber du merkst genau, dass die halt dadurch, dass das Thema ist, dadurch, dass man erzählt ja auch mal, oder was weiß ich, wenn ich jetzt im Restaurant bestelle, dann sage ich immer, kann ich statt den Pommes bitte einen Salat haben und so, und so. Also das ist ja, ne, du musst eigentlich gar nicht daraus aus großen Dingen machen, weil das kriegen ja alle mit. Die machen das nach. Geht ja dann schon beim Einkaufen los. Unsere Kinder lesen die Zutatenlisten von irgendwas und haben schon irgendwas in der Hand. Wenn man in fremden Ländern ist, gibt es ja manchmal spannende Sachen, aber du siehst die dann immer im Supermarkt stehen. Dann nehmen die irgend so ein Glas raus und so nach kurzem Lesen lassen sie es wieder drin.
Ja, und gleichzeitig natürlich probieren die Dinge aus und es ist ja vollkommen in Ordnung, aber schon alleine Na, da gibt es eigentlich auch so ein interessantes Buch dazu. Ich kann es nicht auswendig, von dieser Französin, die zum Beispiel auch sagt, na, können wir vielleicht sonst verlinken dazu, weil die halt sagt, es kommt halt zumindest immer auf die Reihenfolge an, dass du halt erst Ballaststoffe, dann Protein, und wenn du dann noch irgendwie Zucker essen willst, dann halt erst hinten nach. Und das machen unsere Kids halt einfach konstant, also konsistent, sagt man so. Also, und selbst wenn sie mal was Süßes essen, aber an sich auch Auch dann, unsere Tochter hat jetzt letztens irgendwie dann mal so eine dunkle Schokolade gekauft, die ist irgendwie mit Datteln gesüßt oder so, ja, weil sie halt auch keinen Zucker essen will und so weiter. Also da suchen die halt so ihren Weg. Aber das ist halt totaler Unterschied, wenn du das so vorlebst, aber ohne jetzt dann Stress draus zu machen, auch nicht zu sagen, boah, jetzt isst du wieder ein Eis oder so. Nee, weil du willst den Kindern ja das nicht madig machen. Du kannst ja darauf vertrauen, dass die automatisch wissen, also die folgen, die halten dich ja für ihr Vorbild. Und wenn die bei dir merken, okay, du isst halt keinen Zucker, ja, dann fangen die eigentlich schon von selber an zu sagen, ja, ich esse jetzt heute mal ein Eis, dann sagen wir schon, also dann sagen wir eher, ja komm, dann genieß es jetzt auch, wenn es schon ist. Darum geht es ja nicht, aber hast, so ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass halt auch Zucker einfach eine Droge ist. Ja, es ist einfach eine Droge. Du wirst einfach davon abhängig und es ist einfach nicht gesund. Es ist einfach nicht gesund.
So, es ist so.
Und je weniger du es isst, vielleicht hast du auch schon mal gefastet oder so, ne? Also ich kann mich gut erinnern, wenn du gefastet hast und danach so gekochte Möhren zum Beispiel, das ist ja oft so ein Fastenbrecher-Essen, oder gekochter Fenchel oder so, das ist dann, das es schmeckt so intensiv und so lecker und du kannst eigentlich, du musst wirklich ein paar Tage dann wieder Zucker essen, um dich wieder an diese seltsame Süße zu gewöhnen. Und von dem her herzliche Einladung, mal auszuprobieren, wie du funktionierst, wie viel Energie du hast, wenn du auf Zucker verzichtest und auch auf Obst verzichtest und einfach essen, so was machst, was dir Energie gibt und nicht Energie kostet.
In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören, Zuschauen.
Bis zum nächsten Mal. Alles Liebe. Tschüss.
Ciao.
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