#22 Mentale Stärke

Mental strength isn't about toughness. The host breaks down the C-model (Control, Commitment, Challenge, Confidence) and six concrete ways to build it: stop negative thoughts, accept change, reframe situations, use affirmations, focus on your goals, and practice broader mental training like relaxation and coaching.
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In der vergangenen Podcast Folge hast du schon viel über das Loslassen gehört und hoffentlich auch gelernt. Heute möchte ich über eine enge Verwandte und eine ganz zentrale Schlüsselkompetenz für persönlichen Erfolg die mentale Stärke. Wer mental stark ist, den erschüttert so schnell nichts. Solche Menschen gehen oft sogar noch gestärkt aus Krisen hervor. Und die geistige Superkraft hilft uns sogar dabei, unsere Potenziale besser auszuschöpfen und auch bei Anspannungen fokussiert zu bleiben. Und das Jeder kann mentale Stärke trainieren. Wie genau, das zeige ich dir in dieser Folge von oh my Job. Also bleib dran.
Willkommen bei oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf und Karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen. In der Jochen May Viel Spaß bei der heutigen Folge.
Was ist mentale Stärke überhaupt? Tatsächlich ist es ein Sammelbegriff für mehrere Einzeleigenschaften, die erst im Zusammenspiel eine enorme innere und geistige Kraft ausmachen. Laut Psychologie setzt sich diese Superkraft vor allem aus vier Komponenten zusammen. Wegen der vier englischen Begriffe dafür wird die Definition auch als C Modell bezeichnet. Aber gehen wir das mal durch. Ich fange mal mit dem ersten Punkt Control auf Kontrolle. Mental starke Menschen sind davon überzeugt, dass sie ihre Zügel in der Hand halten und die Dinge um sie herum kontrollieren können. Man könnte auch Du bist dann mental stark, wenn du grundsätzlich davon überzeugt bist, deines Glückes eigener Schmied zu sein. Ob das sich immer alles so kontrollieren lässt, muss gar nicht sein, Aber du bist davon zutiefst überzeugt, dass du es kannst. Commitment oder auf Deutsch Selbstverpflichtung. Mental starke Menschen besitzen eine hohe Frustrationstoleranz und halten auch bei Rückschlägen uneingeschränkt an ihren Zielen fest. Du erkennst das daran, dass du so schnell nicht aufgibst und zum Beispiel eine hohe Volition besitzt. Wenn du wissen willst, was Volition ist, dann hör dir unbedingt noch mal die Folge 10 von oh my Job an. Da spreche ich ganz ausführlich über diese magische willensstärke Challenge Oder auf Deutsch Herausforderung. Mental starke Menschen sehen in der Herausforderung keine Bedrohung, sondern vielmehr eine Chance für persönliches Wachstum. Ein mental starker Mensch würde zum Beispiel niemals jammern oder sich in Selbstmitleid suhlen, sondern OK, das kam jetzt anders als erwartet, aber ich mache das Beste daraus. Und damit sind wir auch schon beim vierten Confidence oder auf Selbstwirksamkeit. Mental starke Menschen glauben fest an ihre Fähigkeiten. Der Fachbegriff dafür ist Selbstwirksamkeit, also der Glaube, dass man selbst etwas bewirken kann. Diese Menschen besitzen ein unerschütterliches Selbstvertrauen und das gibt ihnen vor allem Zuversicht, dass sie Hindernisse aller Art überwinden können. Das ist jetzt natürlich eine ziemlich wissenschaftliche Definition, aber man kann es auch einfacher ausdrücken. Mentale Stärke ist eine gesunde Mischung aus Disziplin, Selbstvertrauen und realistischem Optimismus. Ich sagte ja eingangs, dass es eine Verwandte vom Loslassen können ist, denn auch dafür musst du ja geistig oder mental stark sein und positiv in die Zukunft blicken können und auch wollen. Der Autor Charles Swindoll hat einmal gesagt, das Leben ist zu 10 Prozent das, was uns passiert und zu 90 Prozent das, wie wir darauf reagieren. Tatsächlich entscheidet sich oft schon im Kopf, ob wir eher zu den Gewinnern im Leben gehören oder zu den Verlierern. Genau genommen ist mentale Stärke ebenfalls eine nahe Verwandte der Resilienz, also der psychischen Widerstandskraft gegenüber Schicksalsschlägen oder Lebenskrisen. Mental starke Menschen betrachten das eigene Leben niemals ohnmächtig, sondern sind in der Lage, auch mit starken Belastungen oder Krisen souverän umzugehen. Du merkst natürlich schon, mentale Stärke ist ein ganz zentraler Faktor für unseren beruflichen wie privaten Erfolg, denn sie hilft uns dabei nicht, den Kopf zu verlieren und Probleme aller Art zu überwinden. Und ja, man kann mentale Stärke trainieren. Ganz ähnlich wie beim Muskelaufbau ist es aber nicht mit einer simplen, einmaligen Übung getan, sondern man muss das immer wieder trainieren und wird von Mal zu Mal mental stärker. Setz dich also nicht gleich wieder unter Druck, wenn du mental stärker werden willst und es noch nicht bist. Das kommt schon mit der Zeit. Hauptsache, du trainierst und bleibst immer wieder dabei, auch wenn es Rückschläge gibt. Ich habe selbst schon ganz viel zu dem Thema recherchiert und dabei sechs Trainingsstrategien gefunden, die alle möglichen Experten regelmäßig empfehlen und die dich mit der Zeit deutlich stärker machen. Der erste Schritt ist wie so oft einer der negative Gedanken stoppen. Nicht gerade wenige Menschen versinken bei Schicksalsschlägen in Selbstmitleid oder flüchten sich in so eine Art Opferrolle. Stoppe bitte solche Gedankenspiralen und fokussiere dich stattdessen auf deine stärken und positiven Seiten. Ich weiß, das ist nicht immer leicht, aber deshalb ist es hier auch ein Training. Man muss sich immer wieder daran erinnern und dann bewusst seine Gedanken umlenken. Manchmal hilft es auch, sich bewusst Stopp zu sagen, wenn man sich dabei ertappt, mal wieder in die Opferrolle zu schlüpfen. Auch wenn das schrecklich plakativ klingt. Bedauern ändert nun mal nichts. Du kannst auf Facebook, auf LinkedIn oder Threads oder sonst wo noch so viele negative Kommentare schreiben und betonen, wie mies das alles gerade in Deutschland läuft oder wie dein Leben gerade so nicht funktioniert. In der Job und der Chef ist alles doof. Aber dadurch ändert sich dein Leben absolut gar nicht mehr. Du zeigst anderen, die das mitlesen, womöglich nur, was du für ein Jammerlappen bist und du verschwendest so auch noch Energie und kostbare Lebenszeit, die an anderer Stelle viel mehr bewirken könnte und dann auch wirklich was ändern könnte. Ich sage ja, wer will, findet Wege und alle anderen finden immer neue Gründe. Sag dir also, ich kann meinen Karren selber aus dem Dreck ziehen. Ja, das ist vielleicht nicht gut gelaufen, aber ich schaffe das. Ich finde einen Weg heraus. Und genau das ist die Einstellung mental starker Menschen. Die zweite Ü Veränderungen akzeptieren. Was passiert, passiert. Que sera, sera. So sehr wir uns auch Sicherheit und Kontinuität wünschen, Veränderungen bestimmen das Leben. Nichts ist stetiger als Wandel. Das sind Binsenweisheiten, aber sie sind wahr. Und glaub mir, ich spreche da aus Erfahrung. Auch ich habe mir viele Dinge in meinem Leben anders gewünscht. Wenn du meine Geschichte schon ein bisschen länger verfolgst, dann weißt du zum Beispiel, dass ich immer gerne mal zum Fernsehen wollte und mich für zahlreiche Volontariate beworben hatte. Und trotzdem wurde ich immer wieder abgelehnt. Und heute bin ich dennoch erfolgreicher Journalist und Autor geworden und finde mich sogar hier und da im Fernsehen wieder, nur eben nicht als Journalist, sondern jetzt als Interviewgast oder Experte. Ein andermal hat mich ein vermeintlicher Freund so sehr verladen und hintergangen, dass ich plötzlich arbeitslos war. Ich hatte enorme Existenzängste und trotzdem war genau das, Tschuldigung, der Arschtritt, den ich gebraucht habe, um mich vor gut 10 Jahren selbstständig zu machen. Und heute weiß ich, es war eigentlich das Beste, was mir passieren konnte, auch wenn der Typ kein guter Freund war. Und jetzt stehe ich wieder an einer solchen Schwelle. Du kennst die Karrierebibel. Uns gibt es seit über 17 Jahren. Wir schreiben dort mit Herzblut und da stellen enorm viele wertvolle und auch hochwertige Ratgeber, was uns unsere Leserinnen und Leser regelmäßig bestätigen. Doch jetzt kommt die KI und jeder kann plötzlich unser Know-how und die vielen Jahre Erfahrung und Recherche in nullkommanix kopieren. Ich habe noch keine Ahnung, wohin das führt und ob wir mit der Karrierebibel noch eine Zukunft haben, wenn doch jeder mit KI einfach unsere Texte praktisch plagiieren kann. Aber ich sag Ich finde einen Weg. Wenn du also deine mentale Stärke trainieren willst, musst du genau wie ich auch den Wandel willkommen heißen und vor allem lernen, dich immer wieder anzupassen, geistlich flexibel zu bleiben und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Ich bin ü Am Ende wird alles gut. Das schließt natürlich nicht aus, dass man zuvor durch ein paar Täler gehen muss, Aber ich kann diese eben auch überwinden und du kannst das auch. Die dritte Trainingseinheit ist wieder eng verwandt mit dem Loslassen und der Resilienz. Situationen neu bewerten. Bei allem, was uns widerfährt, macht unsere Bewertung den entscheidenden Unterschied. Bewusst, unbewusst. Du kannst jederzeit selbst entscheiden, welche Bedeutung du einer Niederlage oder einem Rückschlag, einem Verlust oder einer Krise gibst. Viele Menschen überschätzen solche Situationen massiv. Das sagt zum Beispiel eine holländische Studie und Ursache dafür ist der sogenannte Intensity Bias, also ein Kognitionsfehler. Geht es um die Zukunft, werden viele Menschen zu schwarz werden und überbewerten die Intensität, daher der Name und die Dauer der negativen Einflüsse oder ihrer negativen Gefühle. Bewerte die Lage doch einfach neu. Sieh darin zum Beispiel nur eine Zwischenstation und eine Chance daran zu wachsen. Das geht wieder vorbei. Du kennst den Was uns nicht umbringt, macht uns stärker. Und ja, der ist abgedroschen, aber auch der ist wahr. Alles, was du überwindest, mach dich mental stärker. Ein besseres Training gibt es eigentlich gar nicht. Und das ist auch wie im Fitnessstudio. Wenn es weh tut, machst du noch zwei bis fünf Übungen mehr. Erst dadurch baust du den Muskel auf und er wird wachsen. Indem du deine Lage also ganz anders bewertest, mobilisierst du für dich selbst ganz neue Kräfte. Du lässt auch den größeren Berg zu einer Hürde schrumpfen, die du überspringen kannst. Die vierte Ü Selbstgespräche nutzen. Das klingt jetzt ein bisschen esoterisch, ist aber eine durchaus wirksame Methode aus der positiven Psychologie. Der Effekt positiver Selbstgespräche und sogenannter Affirmationen ist schon lange wissenschaftlich belegt. Da geht es im Prinzip auch um Autosuggestion. In der Fachsprache wird das auch schon mal Selbstgesprächsregulation genannt. Wir können uns tatsächlich selber anfeuern und darin bestä Ich packe das, ich habe alles, was man dafür braucht. Ich gebe nicht auf. Studien zum Beispiel um den britischen Sportpsychologen Andrew Lane zeigen ganz Wer sich selbst anfeuert, setzt mehr Energie frei, fühlt sich erfolgreicher und erstaunlicherweise wird es dann auch noch Viele Leistungssportler nutzen diese Übung in ihrem Sporttraining und dort bewahrheitet es sich auch immer wieder, dass es funktioniert. Erfolg beginnt zuerst im Kopf und wenn du schon zu dir sprichst, dann bitte möglichst positiv. Glaub an dich, rede dir gut zu und hör auf, dann schärfster Kritiker zu sein. Die fünfte Ü Fokussiert bleiben. Den Fokus zu behalten hat hier gleich zwei Dimensionen. Einmal solltest du natürlich stets dein Ziel im Auge behalten. Zugleich bedeutet es im Fall von Krisen oder Rückschlägen aber auch, seine Gedanken weiterhin auf die eigenen Fähigkeiten zu fokussieren und sich eben von nichts ablenken oder entmutigen zu lassen. Das kennst du zum Beispiel auch noch aus der ersten Übung. Siege finden überwiegend im Kopf statt. Das sagt zum Beispiel der ehemalige olympische Zehnkämpfer Frank Busemann. Nur wer im Sport oder im Beruf stark an sich selbst glaubt und darauf fokussiert, kann seine Ziele erreichen. Wenn du hierzu übrigens noch mehr Input brauchst, dann hör dir unbedingt nochmal die Folge 4 von oh My Job an. Darin geht es darum, wie jeder seine Ziele viel besser erreichen kann. Und jetzt zum Schluss noch die Trainingseinheit Nummer 6 Mental trainieren. Das klingt jetzt ein bisschen tautologisch, ist aber eine komplexe Disziplin. Zum allgemeinen mentalen Training gehören zum Beispiel Motivationstrainings oder Entspannungstechniken, die Stärkung des Selbstbewusstseins oder der bessere Umgang mit Ängsten und ganz klassisch die Persönlichkeitsentwicklung. Für all das gibt es inzwischen zahlreiche Bücher und Online Kurse. Speziell geschulte Sportpsychologen oder Mental Coaches. Willst du deine mentale Stärke trainieren, dann solltest du genau hier noch weitermachen. Kauf dir gerne ein paar Bücher dazu, absolviere ein paar Coachings oder Online Kurse oder YouTube Tutorials. Aber Hauptsache ist, du übst, übst und übst. All das ist eine extrem lohnende Investition, denn wir beide wissen ja jetzt, dass mentale Stärke dich im Leben massiv weiterbringen wird, beruflich wie privat. Das ist garantiert und auch überhaupt kein leeres Versprechen, denn das ist ja wissenschaftlich stark bewiesen und belegt. Es gibt kein persönliches Wachstum ohne diese wichtige Eigenschaft. Also bleib dran. Nutze diesen Podcast als ersten Impuls und initial an deiner mentalen Stärke zu arbeiten. Wir hören uns nächste Woche wieder. Ich freue mich auf dich.
Das war oh my Job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht, den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deinen Freunden. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.










