#31 Ihr habt gefragt, ich antworte

This is episode #31 of the German-language career podcast "oh My Job" (hosted by Jochen May / JobGenius). The episode is an interactive Q&A where the host answers 7 selected listener questions (from over 50 submissions) about difficult colleagues, staying motivated, preparing for interviews, advancing a career, when to change jobs, handling stress, and building a professional network. The episode closes with a giveaway (three book packages) and instructions to enter by email before a specified deadline.
Questions this video answers
Saturday, 27 July 2024 at 12:00 (noon).
Three complete book packages, each containing six books (from the host's career library).
By sending an email with the subject 'Buchverlosung' to the address given in the episode (shown in transcript).
Jochen May (presenting as JOBGENIUS / ‘oh My Job’ host).
Chapters
Hey, schön, dass du wieder eingeschaltet hast. Heute ist eine Folge, auf die ich mich schon lange gefreut habe. 30 Sendungen sind bereits erschienen, seit ich den oh My Job Podcast im Januar gestartet habe und inzwischen schalten jede Woche schon über Hörerinnen und Hörer ein. Wow, echt Danke auch an dich, denn du bist ein Teil dieser wunderbaren Community. Deshalb hatte ich in den vergangenen Folgen auch dazu aufgerufen, mir Fragen zu den Themen zu schicken, die und anderen gerade unter den Nägeln brennen. Denn mir brennt unter den Nägeln, dass ich schon immer mal eine interaktive Folge machen wollte und Fragen von dir und den anderen beantworten. Heute ist es endlich soweit und Wow, mehr als 50 Fragen sind bis heute hier eingegangen. Die kann ich unmöglich alle beantworten, aber ich habe mir ein paar rausgepickt, die zumindest in ähnlicher Form mehrfach gestellt worden sind. Bevor ich gleich damit einsteige, kündige ich aber noch Am Ende dieser Podcast Folge erwartet dich eine ganz besondere Überraschung und ein dreifaches Dankeschön. Jetzt aber erstmal zu deinen und euren Fragen.
Willkommen bei oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf und Karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen. In der Moderation Jochen May. Viel Spaß bei der heutigen Folge.
Los geht's mit der ersten Wie gehe ich mit schwierigen Kollegen um? Ui, das war mit Abstand eine der häufigsten Fragen, aber in unterschiedlichen Varianten. Und ja, seine Freunde kann man sich aussuchen, die Kollegen meistens nicht, ohne jetzt auf die einzelnen Typen einzugehen, die einem auf der Arbeit begegnen können. Die Zeit haben wir auch gar nicht. Lass mich eine wichtige Erkenntnis gleich zu Beginn mit dir teilen. Du kannst andere Menschen nicht ändern. Was du aber ändern kannst, ist dein eigenes Mindset und deine Reaktion darauf. Ich selbst war ja auch 15 Jahre lang angestellt. Und diese Erkenntnis hat vieles verändert und auch manches erleichtert. Schwierige Kollegen sind hier in der Regel nur deshalb schwierig, weil sie etwas machen oder sagen, das uns nicht gefällt oder dass wir selber ganz anders machen würden. Letztlich machen wir uns dabei aber selbst zum Maßstab und beurteilen unser Gegenüber dann danach. Was aber, wenn der oder die dasselbe mit uns macht? Du ahnst, auf was ich hinaus will. Der erste Schritt ist, nichts von diesen schwierigen Menschen oder dem Schwierigen an sich persönlich zu nehmen oder deinem Kollegen böse Absicht zu unterstellen. Die wenigsten Kollegen terrorisieren ihr Umfeld bewusst oder aus purer Boshaftigkeit. Der zweite Schritt ist, das Vier Augen Gespräch zu suchen. Reden hilft immer. Zieht euch auf einen neutralen Ort zurück, Geht zusammen was essen oder einen gemeinsamen Kaffee trinken. Und dann schilderst du deine Beobachtungen und deine Gefühle, aber bitte ohne Vorwürfe zu machen und nur in der sogenannten Ich Form bzw. Als Ich Botschaften. Versuch dann gemeinsam eine Lösung für einen fairen Kompromiss zu finden, aber wirklich fair bitte und nicht nach dem Motto Du allein musst dich ändern und auf mich zugehen, sonst spiele ich nicht mehr mit im Sandkasten. Das ist natürlich keine Lösung. Und wenn es partout keine Lösung gibt und der Kollege oder die Kollegin überhaupt nicht einsichtig ist, dann kannst du immer noch den Kontakt auf ein Minimum begrenzen. Im Fachjargon wird das übrigens Abgrenzung genannt. Du setzt den Kollegen klare Grenzen und bis hierhin und nicht weiter. Zur Professionalität gehört aber auch, dass du trotzdem mit ihm oder ihr weiterhin zusammenarbeitest. Wie gesagt, Arbeit ist kein Kindergeburtstag, wo man einladen kann, wen man mag oder auch nicht. Der letzte Schritt ist aber immer nur die Ultima Ratio. Ich weiß aus Erfahrung, dass das vier Augen Gespräch die Situation zu 98 Prozent entspannen und klären kann. Vielleicht sind auch mehrere Gespräche dazu erforderlich, aber ich empfehle das wirklich sehr. 2. Wie behalte ich die Motivation in meinem Job? Auch diese Frage wurde ein paar Mal gestellt und ich glaube, sie ist falsch gestellt, denn sie verrät eigentlich ein ganz anderes Problem. Im Grunde genommen sagt die Frage Ich habe den Spaß an meiner Arbeit verloren. Welche Möhre kennst du, die ich mir vor die Nase halten kann, damit ich wieder weiterlaufe? Und genau das wird nicht funktionieren. Die Frage verrät, dass die sogenannte intrinsische Motivation für den Job abhandengekommen ist, also der innere Antrieb. Und das kann verschiedene Ursachen haben. Vielleicht machst du den Job schon viel zu lange und es fehlen die Herausforderungen. Die Aufgaben kannst du aus dem Effeff und langweilen dich. Oder du siehst keinen tieferen Sinn mehr in deiner Arbeit. Natürlich kann es auch wie in Frage 1 sein, dass du Kollegen und ein Umfeld hast, das dir den Spaß am Job nimmt. Und dich permanent demotiviert durch zu enge Vorgaben, andauernde Konflikte oder andauernde Konkurrenzkämpfe. Dagegen hilft aber kein Pflaster, sondern zunächst mal wieder Selbstreflexion. Stell dir doch zum Beispiel folgende Warum hast du diesen Job oder Beruf ursprünglich mal gewählt oder dich auf diese Stelle beworben? Warum hat es dir vorher Spaß gemacht und jetzt nicht mehr? Was sind die Auslöser oder Gründe, die dafür gesorgt haben, dass du jetzt keine Motivation mehr hast? Hast du selber dazu beigetragen, dass es so weit gekommen ist? Und was kannst du jetzt selber daran ändern? Ich weiß, die Fragen sind nicht bequem, aber sie bringen dich vielleicht zu einer Lösung, die dir deine intrinsische Motivation zurückbringt. Ansonsten bleibt dir natürlich immer noch die Alternative zu einer beruflichen Neuorientierung. Dazu komme ich aber gleich noch mal in einer anderen Frage. Frage Nummer Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor? Eine schöne Frage, für die ich aber eine ganze Podcast Folge bräuchte, um sie wirklich ausführlich zu beantworten. Ich mache es daher ein bisschen kürzer, aber empfehle dir schon mal hier an dieser Stelle auf die Karrierebibel zu gehen und dort die Rubrik Vorstellungsgespräch anzuklicken. Dort findest du weit über 300 Ratgeber, Tipps, Anleitungen, die dich über diese letzte Hürde vor dem Wunschjob navigieren und springen lassen. Jetzt aber mal ein paar ganz generelle Tipps, die immer funktionieren. Das erste Lies dir die Stellenanzeige noch mal gründlich durch und versetze dich in die Lage des Personalers oder der Personalerin. Wen würdest du an seiner Stelle suchen und einstellen? Welche Kompetenzen und Soft Skills wären dir für diese Position, die dich selber interessiert, wichtig? Und welche Fragen würdest du dann einem potenziellen Kandidaten stellen, indem du praktisch beide Seiten durchspielst, gerne auch mit einem Freund oder einer Freundin? Hast du schon die halbe Miete zusammen? Viele Bewerber gehen leider immer nur von sich aus, was sie gerne hätten im Job. Indem du aber die Perspektive des Personalers einnimmst und genau das mitbringst und bietest, was sein Problem löst, hast du schon mehr als einen Fuß in der Tür. Ansonsten solltest du natürlich all die Klassiker für die typischen Phasen im Vorstellungsgespräch vorbereiten, also eine kurze Selbstvorstellung und Selbstpräsentation von drei bis fünf Minuten einstudieren, aber bitte ohne den Lebenslauf. Nochmal runterzubeten. Bereite dich auch auf ein paar typische Fragen vor, zum Warum haben sie sich bei uns beworben? Oder was würden sie gerne für uns bewirken? Was sind ihre Stärken und Schwächen? Und hab auch ein paar clevere Rückfragen im Gepäck, also eigene Fragen. Daran erkennen Personaler ebenfalls, wie motiviert du bist und und wie intensiv du dich auf den Job vorbereitet hast. Überall und zu all diesen Punkten findest du ausführliche Ratgeber, Fragen, Checklisten, alles auf der Karrierebibel, die ich dir wirklich für diese Frage ans Herz legen kann. Frage Nummer 4 Wie kann ich meine Karriere vorantreiben? Wow, was für eine Frage? Im Grunde ist ihr aber gar nicht zu beantworten, wenn man die Person nicht kennt. Ich müsste nämlich erst einmal Wo genau stehst du eigentlich? Also was ist dein Ausgangspunkt? Danach müsste ich noch Wohin willst du dich entwickeln? Denn genau das ist das Geheimnis einer erfolgreichen Karriere. Sie ist immer individuell und wird bestimmt von deinem aktuellen Startpunkt und und deinem beruflichen Ziel. Ich habe schon einige Menschen beraten und gecoacht, die genau das nicht kannten, ihr Ziel. Ohne dem aber kannst du keine Karriere vorantreiben. Was du dann machst, das ist allenfalls Aktionismus und hoffen, dass sich irgendwie etwas Gutes dabei ergibt, tut es aber eben nur selten. Natürlich gibt es ein paar allgemeine Erfolgsregeln, die dir aber wahrscheinlich so verkürzt als Imperativ immer so ein bisschen holzschnittartig vorkommen werden und auch so ein bisschen wirken wie aus dem Abreißkalender. Ich sage es Glaube an deinen Erfolg. Zweitens sei leidenschaftlich bei allem, was du tust. Drittens halte Disziplin. Viertens stärke deine Stärken und laboriere weniger an deinem Schechen. Fünftens arbeite hart. Erfolg ist immer auch harte Arbeit. Sechstens baue und pflege dein Netzwerk. Da kommen wir nachher noch mal drauf. Und siebtens sei immer bereit dazuzulernen. Wie gesagt, das klingt alles ein bisschen holzschnittartig, ist aber wahr und funktioniert auch, aber eben nur, wenn du damit auf ein konkretes Ziel hinsteuerst. Sagen wir zum Beispiel, dass du mehr Verantwortung übernehmen und ein Team leiten willst. Vielleicht möchtest du aber auch zwei, drei Jahre im Ausland arbeiten oder du willst dich langfristig selbstständig machen. Alles super, aber in allen Fällen bestimmt das Ziel, was du heute unternehmen kannst. Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, Schritt für Schritt. Vielleicht musst du dazu ein paar Fortbildungen machen oder ein bis zwei Zwischenstationen absolvieren, also Umwege machen, um dich auf den großen Schritt vorzubereiten. Ich glaube zum Beispiel, dass mir meine 15 Jahre Angestelltsein geholfen haben, mich auf die Selbstständigkeit vorzubereiten. Geschadet hat es mir jedenfalls überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich konnte mir so ein großes Netzwerk aufbauen und einiges an Know how ansammeln. Womöglich geht dir das ja im jetzigen Job ganz genauso. Auch der kann eine Zwischenstation sein. Entscheidend aber ist und bleibt, dass du dir über dein Ziel oder deine beruflichen Ziele im Klaren wirst. Fü Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Jobwechsel? Oh, das ist eine gute Frage. Die Frage hat aber zwei Dimensionen. Zum einen geht es dabei um gute Gründe für einen Jobwechsel und die zweite Dimension ist der tatsächliche Absprung Zeitpunkt. Ich fange mal mit der zweiten Antwort an. Ich persönlich empfehle immer erst zu kündigen, wenn du den neuen Job schon gefunden habt und dich erfolgreich darauf beworben hast. Es sei denn, dringende Gründe sprechen dagegen. Dazu kommen wir gleich noch. Aber es ist einfach vorteilhafter für dich, wenn du dich aus ungekündigter Stelle heraus und damit aus einer Position der Stärke beruflich neu orientierst. Erstens hast du weniger Druck bei der Jobsuche und zweitens kannst du viel souveräner die Bedingungen für den neuen Job aushandeln, zum Beispiel das Gehalt. Wenn du schon arbeitslos bist, wird das deutlich schwieriger. Der optimale Zeitpunkt ist also immer dann, wenn du dazu bereit bist und perfekt vorbereitet. Jetzt aber zu den guten Gründen für einen Jobwechsel. Da gibt es gleich mehrere, die aus meiner Sicht für eine berufliche Neuorientierung sprechen. Das hatte ich ja auch in der Frage 2 schon versprochen. Fangen wir mal mit dem ersten und stärksten Grund deiner Gesundheit Es gibt Jobs, die machen krank. Permastress, der Chef vergiftet die Atmosphäre, die Kollegen mobben. Sowas kann und sollte kein Mensch ertragen. Geld mag wichtig sein, die Gesundheit ist wichtiger. Das ist aus meiner Sicht auch einer dieser dringenden Gründe, der allzu langes Aufschieben überhaupt nicht verträgt und duldet und damit auch eine Kündigung rechtfertigt, wenn du noch keine neue Stelle hast. Der zweite Unterforderung. Damit meine ich aber nicht das Phänomen Bore out, also gegen Langeweile. Im Job kannst du jederzeit etwas machen, denn du hast ja Langeweile, also definitionsgemäß genug Zeit und Leerlauf, um etwas dagegen zu unternehmen. Neue Projekte zum Beispiel anstreben oder initiieren. Was ich mit Unterforderung meine, ist ein Job, der selbst bei gutem Willen keinerlei Herausforderungen mehr bietet. Du kannst alles, auf Deutsch gesagt, auf der linken Arschbacke und blind im Schlaf erledigen. Trotzdem wird es perfekt. Damit entwickelst du dich aber eben auch nicht mehr weiter. Und dann ist es aus meiner Sicht Zeit, weiterzuziehen und dir einen Job zu suchen, intern oder extern, der dich wieder neu motiviert und deine persönliche Entwicklung oder Selbstverwirklichung vorantreibt. Auch das Gegenteil ist ein guter Grund. Und der dritte Überforderung. Manche Arbeitgeber stellen Erwartungen an Mitarbeiter, die einfach nicht zu erfüllen sind. Die Arbeit und die Arbeitsverdichtung wird immer mehr. Du hast vielleicht schon das Gefühl, ausgebeutet zu werden oder kannst die vorgegebenen Ziele unmöglich erreichen, weil weder die Zeit, das Know how oder Budget und Personal dafür vorhanden sind. Hier stimmt dann meist auch die Lebensbalance oder Work Life Balance nicht mehr. Auch hier ist ein Jobwechsel mehr als sinnvoll. Der vierte Stillstand. Und damit meine ich jetzt mal nicht dich, sondern deinen Arbeitgeber und das Unternehmen. Klar, ich finde, dass Loyalität ein hoher und wichtiger Wert ist. Die Erfahrung vieler, meiner Meinung nach, guten Freunde ist du kannst dich 20 Jahre lang für den Laden einsetzen und abmühen und wirst am Ende doch abserviert, wenn du einfach nicht mehr reinpasst oder zu teuer wirst. Loyalität ist leider oft eine Einbahnstraße. Und wenn du merkst, das Unternehmen entwickelt sich überhaupt nicht mehr weiter, mehr noch, es droht vielleicht sogar der Rückgang und das Schiff sinkt, dann kannst du dir wie auf der Titanic entweder einen Kontrabass suchen und zum Untergang einen Gute Laune Song fiedeln oder oder du schnappst dir ein Rettungsboot. Wie gesagt, man sollte nicht gleich bei der ersten dunklen Wolke am Himmel abspringen. Macht man nicht. Manche Krise ist ja auch eine Chance. Und dabei blühen manche Talente noch mal so richtig auf und starten vollends durch und können aus der Krise ganz tolle Jobs entwickeln. Aber wenn du Dauerangst um deinen Job hast, vielleicht sogar schon ein paar Jahre oder Monate, dann finde ich, solltest du irgendwann auch mal damit Schluss machen? Das geht nämlich auch wieder nur auf die Gesundheit. Und das bringt mich gleich zur vorletzten Wie gehe ich mit Stress um? Eine schöne Frage, denn Stress auf der Arbeit ist eigentlich unvermeidbar. Es gibt immer wieder mal turbulente Phasen mit viel Stress, zum Beispiel wenn die Abgabetermine näher rücken. Allerdings müssen wir auch hier wieder differenzieren, welche Art von Stress ist es eigentlich? Ist das nur vorübergehender Stress oder dauerhafter, also chronischer Stress und dann auch noch vielleicht besonders hoch? Dann wird der nämlich wieder gesundheitsschädlich. Positiver Stress in gesundem Maß, der sogenannte Eustress, kann sogar motivieren und kurzfristig Kräfte freisetzen. Dazu gehört zum Beispiel das Lampenfieber. Kurz vor einer Präsentation oder mündlichen Prüfung haben wir großen Stress, keine Frage. Aber das Adrenalin sorgt auch dafür, dass wir uns vollends konzentrieren können und alle Leistungspotenziale nutzen, die uns zur Verfügung stehen. Bei negativem Stress, dem sogenannten Distress, ist es anders. Er bleibt chronisch auf hohem Niveau und lässt uns einfach nicht mehr zur Ruhe kommen. Und das geht irgendwann ganz schön an die Nieren und die Gesundheit. Der schädigt auf Dauer das Immunsystem, das Herz und auch die Verdauung. Was dagegen tun? Im Grunde genommen gibt es zwei Optionen. Die erste laboriert aber, wenn ich ganz ehrlich bin, nur an den Symptomen. Das sind die sogenannten Entspannungstechniken und mehr Ausgleich nach Feierabend und in der Freizeit. Also gegen Stress hilft vor allen Dingen Bewegung, leichter Ausdauersport oder Spazierengehen. Du kannst aber genauso gut Meditation, Yoga oder andere Entspannungstechniken zu Rate ziehen nutzen, um nach einem stressigen Tag einfach mal wieder runterzukommen. Das hilft vorübergehend, keine Frage. Aber es laboriert, wie ich sagte, nur an den Symptomen. Ich glaube, dass das auf Dauer keine Lösung ist. Früher oder später musst du an den Ursachen arbeiten und in leichten Fällen könnte das zum Beispiel am eigenen Zeitmanagement oder Selbstmanagement liegen, dass der Stress einfach überhandnimmt. Dafür gibt es dann wiederum zahlreiche Strategien und Methoden, die zum Beispiel helfen, deinen Tag besser zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und fokussiert zu bleiben. Guckst du gerne bitte nochmal auf der Karrierebibel nach. Da haben wir ganz viele von diesen Methoden vorgestellt, die beim Zeitmanagement oder Selbstmanagement helfen. Liegt der Stress aber an chronischer Überlastung, auf die du selbst keinen Einfluss hast, weil dir zum Beispiel einfach zu viel Arbeit aufgebürdet wird, dann musst du handeln. Da hilft nichts anderes. Sprich mit deinem Chef darüber und finde mit ihm zusammen eine dauerhafte Lösung. Auch er oder sie hat mit Sicherheit kein Interesse daran, dass du krank wirst und dadurch immer weniger schaffst. Klar, auch das ist wieder unangenehm und manche empfinden das als Zeichen der Schwäche nach dem Ich bin nicht belastbar. Aber das ist Quatsch. Du bist belastbar. Aber jeder Mensch hat Grenzen. Selbst der leistungsstärkste Motor braucht irgendwann mal Pausen und Wartung. Aus meiner Sicht ist es vielmehr ein Zeichen von Stärke, dass du deine Leistungsfähigkeit erhalten willst und deshalb zu deinem Chef gehst und proaktiv nach einer einer Lösung suchst. Das ist kein Aufgeben oder Kapitulieren vor zu viel Arbeit, sondern gelebte Eigenverantwortung und Eigeninitiative. Mach das schon zu deinem eigenen Wohl. So und jetzt zur letzten Mehr schaffen wir heute in der ganzen Zeit leider nicht. Ich will es ja auch nicht überziehen. Wie baue ich ein professionelles Netzwerk auf? Das war auch eine schöne Frage. Danke dafür, denn schon mein Vater hat mir immer eingebimst, Beziehungen schaden nur dem, der keine hat. Ein professionelles Netzwerk ist das A und O für jeden Erfolg, egal ob du angestellt oder selbstständig bist. Wie habe ich zum Beispiel selber mein Netzwerk aufgebaut, auf das ich durchaus stolz bin, indem ich lange Zeit in Vorleistung gegangen bin? Professionelles Netzwerken bedeutet nämlich geben und nehmen und zwar genau in dieser Reihenfolge. Erst geben, dann nehmen wir. Ich habe lange Zeit anderen geholfen, habe sie vermittelt oder Kontakte hergestellt, lobend erwähnt, habe sie auf Bühnen gut aussehen lassen oder sie auch einfach durch konstant gute Leistungen überzeugt. Gleichzeitig bin ich aber auch noch ein Fan der alten Schule. Ich glaube, ein belastbares professionelles Netzwerk baust du nur im persönlichen Kontakt, wenn man sich ein paar Mal getroffen hat, zusammen gegessen und getrunken oder sich auch auf einer persönlichen Ebene besser kennengelernt hat. Kongresse oder Messen können dazu ein wunderbarer Auftakt sein. Aber ich glaube zum Beispiel nicht, dass all die vielen Kontakte, die wir auf LinkedIn, Xing und Co. Sammeln, wirklich ein belastbares und professionelles Netzwerk darstellen. Ja klar, das hat schon auch seinen Nutzen und hilft auch manchmal. Beispiele dafür kenne ich auch und könnte auch hier wieder eins aus dem persönlichen Leben erzählen. Aber die wirklich großen Schritte nach vorn, die massiven Unterstützer und Mentoren findest du erst, wenn du persönliche Kontakte knüpfst. Also musst du raus. Meine Empfehlung wäre, fang gerne mit den virtuellen Netzwerken in Social Media an, zeig, wofür du stehst und unterstütze andere großzügig. Geh in Vorleistung, ohne gleich etwas anderes zu erwarten, denn das spüren die Menschen nämlich auch. Danach aber würde ich immer wieder versuchen, die wirklich wertvollen Kontakte herauszufiltern und die Beziehung zu diesen besonderen Menschen zu intensivieren und persönlicher werden zu lassen. Vielleicht gibt es Events, auf denen man sich verabreden und treffen kann. Oder wenn es eine örtliche Nähe gibt, dann fahr doch einfach mal in die andere Stadt und triff dich unverbindlich auf einen Kaffee mit diesem wahnsinnig interessanten Menschen. Ich halte übrigens nichts davon, dass sich dann immer nur Männer mit Männern und Frauen mit Frauen treffen, weil irgendwie immer im Raum stehen könnte. Es könnte auch ein Anmachversuch sein. Ja, das gibt es natürlich, keine Frage. Aber ich habe zum Beispiel auch viele Freundinnen und weibliche Kontakte in meinem Netzwerk und natürlich mache ich die nicht an, ist doch klar. Aber ich profitiere enorm von der manchmal anderen Sichtweise, den wieder anderen Kontakten. Und genau das macht doch Netzwerke so wertvoll. Mir ist natürlich vollkommen bewusst, dass es Frauen da tatsächlich schwerer haben als Männer, weil Asche auf das Haupt meiner Mitmänner es leider noch immer einige Macho Dinosaurier da draußen gibt, die das irgendwie verwechseln, Freundlichkeit mit Anmache oder sonst irgendwas oder das als Berechtigung dafür sehen. Gleichzeitig will ich aber Mut machen, dass wir uns nicht noch mehr anfangen, immer weiter abzuschotten voneinander. Es gibt schließlich auch die netten Typen, die einfach nur netzwerken wollen und Frauen und Männer ergänzen sich wunderbar, gerade auch einer fachlichen, sachlichen Ebene. Das wäre mein dringender Rat. Aber bevor es jetzt abdriftet und zu einem ganz anderen Thema wird, mache ich an der Stelle Schluss. Das waren zumindest 7 von den über 50 Fragen, die ich mal rausgefiltert habe und danke dafür. Jetzt aber wie versprochen noch das kleine Dankeschön. Für alle die Hörerinnen und Hörer, die jetzt gerade eingeschaltet haben, ich verlose hiermit drei komplette Buchpakete mit je sechs Büchern im Gesamtwert von über 100 das sind die Bücher aus meiner Bibliothek. Das Porto dafür zahle ich natürlich ebenfalls, es entstehen dir also keinerlei zusätzliche Kosten. Bei den sechs Büchern handelt es sich wie gesagt, um den kompletten Satz der neuen Karrierebibliothek. Das sind sechs Bücher mit mehr als Seiten und jedes davon kostet im Handel einzeln jeweils 18, also ein ordentliches Geschenk und du kannst alle sechs zusammen gewinnen. Ratgeber zum Jobwechsel, zur Bewerbung, zum Vorstellungsgespräch, zur Gehaltsverhandlung, zu wichtigen Erfolgsregeln und natürlich zu deinem eigenen Erfolgsmindset. Alles drin, was man wissen muss und das alles kriegst du ganz einfach. Alles, was du dafür tun musst, ist lediglich mir eine Mail zu schreiben, warum du diesen Podcast schon seit einiger Zeit oder vielleicht erst seit kurzem hörst und was dir an oh my Job so gut gefällt. Schreib mir einfach eine kurze Mail mit dem Betreff Buchverlosung an infoarrierebibel de. Die Adresse findest du nochmal in den Shownotes und ebenso im Impressum der Karrierebibel. Der Einsendeschluss ist Der Samstag, der 27. Juli 2024 um 12 Uhr Danach verlose ich unter all den Einsendungen die drei Gewinner oder Gewinnerinnen und maile euch drei an, um natürlich nach der Postadresse zu fragen, wohin ich die Bücher denn am Ende schicken soll. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Trotzdem freue ich mich auf deine Mail und dein Feedback zu oh mein Job und wünsche dir schon jetzt viel Erfolg. Wir hören uns nächste Woche hoffentlich wieder. Bis dahin, dein Jochen.
Das war oh my Job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deinen Freunden. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.










