#4 Ziele erreichen: Jetzt aber wirklich!

JobGenius hosts explain why most goals fail: they're vague wishes, not real commitments. They combine Émile Coué's autosuggestion with practical steps: visualize vividly, find your deep "Warum", break it into small pieces, and actually believe you'll do it.
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Endlich alle Ziele erreichen, die man sich vornimmt. Wer will das nicht? Vielleicht hast auch du um Silvester herum ein paar Vorsätze für das neue Jahr formuliert. Zum Beispiel mehr Sport machen, ein paar Kilo abnehmen, mehr Zeit mit Freunden verbringen oder endlich den Traumjob finden. Sowas halt aber mal. Wie lange halten solche Vorsätze? Wie viele davon setzen wir am Ende wirklich um? Eben. Und genau darüber sprechen wir in dieser Podcast Folge. Wie kannst du wirklich deine Ziele erreichen? Tatsächlich gibt es dafür ein paar wissenschaftlich fundierte Tipps und Tricks.
Willkommen bei oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf Hund Karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen in der Jochen May. Viel Spaß bei der heutigen Folge.
Bevor wir zu den psychologischen Tipps und Tricks kommen, lass uns kurz einen Schritt zurückgehen. Ich möchte mal die Frage Was sind Ziele überhaupt? Okay, du sagst es vielleicht Ziele, das ist das, was ich erreichen will. Gute Antwort. Überhaupt nicht falsch, aber auch ein bisschen zu einfach. Denn echte Ziele sind nicht einfach nur To dos, die du abarbeitest, wie bei einer Einkaufsliste. Es sind auch keine vagen Träume, Vorstellungen und Visionen von einer rosigen Zukunft, in der du erst als Astronaut zum Mond fliegst und danach als Rockstar um die Welt jettest und auf einer Bühne von Millionen Menschen bejubelt wirst. Schon dieses falsche Verständnis von Zielen reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass du jemals etwas davon erreichst, nachweislich. Tatsächlich scheitern die meisten Menschen schon an dieser falschen Einstellung. Echte Ziele sind mehr als das, was die meisten Menschen glauben. Den Unterschied merkst du vor allem dann, wenn du das erste Mal ein Ziel gefunden hast, hinter dem du voll und ganz stehst und dem du dich zuerst 100 Prozent verschreibst. Erinnere dich einfach mal daran, wie es war, als du das erste Mal von Kopf bis Fuß verknallt warst, also so richtig, richtig verliebt. Dein einziges Ziel war, mit diesem Menschen zusammen zu sein, zu knutschen, zu quatschen oder Dinge zu tun, über die ich leider hier nicht reden kann, weil das dann ein Podcast mit FSK 18 wäre. Aber wie war das damals? War das einfach so ein Punkt auf deiner Bucketlist? Eine Woche Urlaub auf Mallorca? Check. Den Küchenschrank reparieren? Check. Mit Tanja zusammenkommen? Check. Dringend das Auto waschen? Check. Ich denke nicht, dieses eine Ziel hat dein Leben bestimmt all dein Denken. Deine Energie war darauf fokussiert, weil du es wirklich, wirklich wolltest. Dieses Verliebtsein war für dich der komplette Lebensinhalt, eine echte Offenbarung, eine völlig neue Dimension von Motivation und und Leidenschaft, um etwas zu erreichen. Was wir aber im Alltag vorschnell als Ziel oder am Silvesterabend als Neujahrsvorsatz definieren, ist meist nicht viel mehr als eine weichgespülte Vorstellung von etwas, das wir eigentlich ganz schön finden. Was deine Ziele wirklich ausmachen sollte, sind diese vier Grundsätze. Dein Ziel ist nicht einfach nur ein Wunsch, sondern eine feste Absicht. Dein Ziel ist kein spontaner Gedanke, sondern ein ganz konkretes Bestreben. Dein Ziel erfüllt keine Erwartungen, insbesondere nicht die von anderen, sondern es ist deine tiefe Überzeugung. Und dein Ziel basiert nicht einfach nur auf rationalen Überlegungen, sondern ist vor allem eine Sache des Herzens. Egal welche Lebensziele du formulierst, orientiere dich immer an diesen vier Grundsätzen. Das ändert nicht nur dein Denken, sondern garantiert dir auch ein Ziel, hinter dem du wirklich mit Leib und Seele stehst und das du deshalb auch erreichen wirst. Wie aber gelingt es dir, diese Herzensprojekte und großen Ziele im Leben auch wirklich zu erreichen? Sicher kennst du einige der klassischen Methoden, wie man sich gute und realistische Ziele setzt, wie zum Beispiel die Smart Methode oder die Whoop Strategie. Davon spreche ich heute nicht, die kannst du alle auf der Karrierebibel nachlesen. Worum es mir heute geht, ist eine Erkenntnis aus den Studien um Émile Coué. Der französische Apotheker gilt als der Begründer der modernen und bewussten Autosuggestion und er fand schon vor Jahren eine großartige Sache. Wenn unser Wille und unsere Vorstellung übereinstimmen, dann erreichen wir unsere Ziele zu 100 Prozent. Arbeiten beide aber gegeneinander, siegt immer unsere Vorstellung. Was bedeutet das? Vereinfacht kann man auch was wir glauben, das machen wir wahr immer, aber eben auch nur das. Wenn du also ein Ziel für dich partout nicht visualisieren kannst, insbesondere weil du selbst nicht daran glaubst und es dir vorstellen kannst, dann wirst du es auch nicht schaffen und dann brauchst du auch gar nicht erst damit anfangen. Deine Vorstellung wird immer gegen deinen Willen arbeiten, die die Motivation rauben. Und am Ende wird die negative Vorstellung, dass du es sowieso nicht schaffst und scheitern wirst. Zur selbsterfüllenden Prophezeiung nehmen wir mal einen Du willst in drei Monaten zehn Kilo abnehmen. Ein sehr konkretes und auch realistisches Ziel. Zudem mit einer ganz präzisen Deadline in drei Monaten. Also eigentlich alles richtig daran. Der Wille ist auch da, ganz besonders, wenn du dich morgens im Spiegel siehst. Aber jetzt kommt der Kannst du dir dich auch vorstellen mit 10 Kilo weniger, mit flachem Bauch oder im Bikini am Strand hüften, ohne diese Speckröllchen, ohne diesen Bier und Wohlstandsbauch. Und jetzt wirklich ganz genau zuhören. Kannst du dieses Bild genau visualisieren? Und glaubst du daran, dass du in 3 Monaten genauso aussehen wirst? Oder denkst du dir das wäre ziemlich schön so auszusehen? Das macht einen riesen Unterschied. Beide Punkte fester fokussierter Wille und ein tiefer Selbstglaube, gepaart mit einer klaren und konkreten Visualisierung. Also Vorstellung sind die beiden Hauptschlüssel zum Erfolg und zum Erreichen deiner Ziele. Das ist natürlich alles leichter erklärt als umgesetzt, weiß ich. Deshalb gelingt es ja auch nicht immer auf Anhieb. Aber auch hier gilt immer üben, üben, üben, am besten mit kleinen Zielen und mit kleinen Schritten. Die Harvard Psychologin Amy Cuddy nennt das auch den Weg der kleinen Schritte. Laut ihren Studien ist das der größte Fehler, den die meisten Menschen machen, wenn sie Ziele erreichen wollen. Sie wollen zu viel auf einmal und dadurch werden die Ziele übergroß und in unserer Vorstellung wieder unerreichbar. Und du weißt ja, die Vorstellung gewinnt am Ende immer. Und hier gibt es wieder eine schöne Allegorie aus der Liebe. Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit und wie ich damals unsterblich in ein Mädchen verliebt Susanne, meine absolute Traumfrau damals. Aber ich wusste auch sie war für mich unerreichbar. Sie war zwei Jahre älter als ich und wir hatten uns auf dem Reiterhof kennengelernt. Ich war 14 und sie war 16, sie war Betreuerin, ich noch Gast. Wir haben uns damals trotzdem angefreundet und der Funke war da und zündete. Und irgendwie habe ich es sogar geschafft, mal mit ihr heimlich zu knutschen. Aber tief in mir drin, da wusste Das wird nix. Das bleibt ein Intermezzo, eine klassische Sommerliebe. Am Ende wird sie sich doch in einen 17 oder jährigen Jungen. Verlieben. Das ist Wie sieht das denn auch aus, wenn sie mich mit ihren Freundinnen irgendwann mal vorstellt, ihren jährigen Freund? Das geht ja gar nicht. Das kennen wir alle auch noch aus der Schulzeit. Mädchen haben natürlich immer den älteren Freund gesucht und auch gehabt, schon weil sie in der Pubertät früher und weiterentwickelt sind als Jungs. Und genau diese Vorstellung, die arbeitet dann gegen den Willen und zwar permanent. Ich gebe zu, an der Stelle hinkt der Das Ziel Susanne Heiraten war zu 99 Prozent unrealistisch damals. Aber es illustriert halt auch, was passiert, wenn du tief im Inneren denkst und siehst, wie du es nicht schaffst, dann schaffst du es auch nicht. Und das bringt mich zu einem zweiten wichtigen psychologischen Kenne dein Warum. Ein Ziel zu verfolgen, das ist ja nur das eine, dann aber auch dauerhaft und fokussiert zu bleiben, das gelingt uns nur, wenn wir darin einen tieferen Sinn erkennen, wenn es für uns Sinn macht. Erst dadurch bekommen wir die Kraft, auch Rückschläge zu überwinden und die kommen garantiert. Ich komme noch mal auf die Speckröllchen und die zehn Kilos zurück. Ich selbst koche und esse leider leidenschaftlich gerne. Auch einem guten Wein bin ich nicht abgeneigt. Mein Bauch bestätigt mir das übrigens auch optisch. Seit Jahren versuche ich deshalb abzuspecken mit mäßigem Erfolg, obwohl ich die Tricks durchaus ja alle kenne. Aber mir fehlt eben ein ganz starkes Warum. Ich bin eigentlich okay damit, dass ich mein Gewicht halte und ich muss auch nicht mehr am Strand wie Adonis aussehen. Und in meinem Alter schauen mir auch keine jungen Frauen mehr hinterher. Und wenn, dann eher irritiert. Ist das nicht der Typ da aus diesem komischen Internet? Brauche ich nicht auch reich werden ist zum Beispiel kein überzeugendes Ziel, an das man dauerhaft glaubt. Wenn du nicht ganz klar sagen kannst, was du mit dem Geld hinterher machen willst, dann ist es kein Ziel. Dann ist es kein Warum. Und sag jetzt nicht so was. Wenn ich reich bin, dann kaufe ich mir ein Haus, mache eine Weltreise oder kaufe mir Luxusartikel. Das machst du, wenn überhaupt, alles im ersten Jahr und dann wird es langweilig. Reichtum erfüllt keinen Selbstzweck. Das ist ein Irrglaube, dem viele aufsitzen und es macht dich auch nicht dauerhaft glücklich. Es sei denn, du verbindest damit ein ganz starkes Warum. Und genauso ist es auch mit den 10 Kilo oder 5 Kilo oder whatever. Warum willst du im Bikini gut aussehen? Für wen? Was passiert dann? Warum ist dir das so wichtig? Nicht falsch verstehen, ich will das niemandem ausreden. Aber auch das hat wieder etwas mit Visualisieren zu tun. Wenn du dir genau vorstellen kannst, warum du etwas willst und was du dadurch erreichst und warum dir das wichtig ist, warum es sinnvoll ist und dich glücklich machen wird, dann gibst du alles dafür, bis du es erreicht hast. So wie damals bei der ersten großen Liebe, so ist es auch beim wahren Traumjob. Kenne dein Ziel. Wolle es wirklich, visualisiere es und kenne dein Warum. Diese vier Bausteine sind deine geheime Superkraft und in dem Fall ist Weitersagen ausdrücklich erlaubt.
Das war oh my job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deinen Freunden. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.










