#7 Beruflicher Erfolg braucht ein T-Shaped Profil

Jochen May explains the T-shaped career profile: deep expertise in one field plus broad knowledge across disciplines and soft skills. Employers value it for flexibility and adaptability. Build it by specializing early, then rotating to new departments every four to five years.
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Was ist denn bitte ein T shaped Profil? Achtung, das hat jetzt nichts mit einem breiten Kreuz oder einer Wespentaille zu tun. Vielmehr geht es dabei um ein modernes Kompetenzprofil, mit dem du dich zu einem unwiderstehlichen Kandidaten für Personaler machst, zu einem Top Talent, das gerade überall auf dem Arbeitsmarkt gesucht und gehandelt wird. T Shape Profil nie gehört? Dann wird's höchste Zeit. Und genau darüber spreche ich mit dir in der heutigen Podcast Folge.
Willkommen bei oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf und Karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen. In der Moderation Jochen May. Viel Spaß bei der heutigen Folge.
T shaped Profil. Im Deutschen könnte man auch von T förmigem Qualifikationsprofil sprechen, aber das ist auch mir ehrlich gesagt zu kompliziert. Schon allein die Aussprache. T förmiges Qualifikationsprofil. Aber was ist das jetzt genau? Tatsächlich kombiniert das T-Profil das beste aus zwei die breite Einsatzfähigkeit eines Generalisten und die fachliche Tiefe eines Spezialisten. Dem Generalisten fehlt ja üblicherweise die nötige Expertise. Spezialisten dagegen verkommen ganz gerne mal zum Fachidioten. Das T Shape Profil ist der perfekte Mittelweg und es heißt so, weil du dir das wirklich wie einen Großbuchstaben T vorstellen kannst. Die waagerechte Linie ganz oben verdeutlicht die breiten Kenntnisse aus angrenzenden und übergeordneten Bereichen und Disziplinen. Die senkrechte Linie wiederum steht für das tiefe Fachwissen und die langjährigen Erfahrungen eines Spezialisten. Aber welche Skills gehören jetzt genau dazu? Fangen wir mal mit der senkrechten Linie an, dem Fachwissen oder den Spezialisten Skills. Das Du bist in einem wichtigen und gefragten Fachgebiet ein echter Spezialist, eine echte Expertin und besitzt entsprechend tiefe Expertise. Diese speist sich zum Beispiel aus einer soliden Ausbildung oder einem Studium sowie einschlägigen Weiterbildungen, Qualifikationen, Praxiserfahrungen. Auch wenn du Berufseinsteiger bist, hast du zumindest wichtige Praktika in dem Bereich gemacht oder ein paar extra Kurse dazu absolviert. Fortgeschrittene wiederum sollten dieses Spezialwissen noch durch ein paar Fachpublikationen ergänzen oder durch ein hochwertiges Netzwerk nachweisen. Das gilt übrigens in beide Richtungen. Nicht nur du solltest mit den wichtigen und relevanten Experten vernetzt sein, diese sollten auch dich kennen und als Kollegen schätzen, sowie im Zweifel deine Expertise bestätigen können. Allein diese Tiefe bringt schon ganz, ganz viele Pluspunkte auf dem Arbeitsmarkt und macht dich zu einer gefragten Fachkraft. Doch jetzt kommt noch der Querbalken und mit ihm die Allrounder Skills dazu. Zusätzlich zu dem tiefen Wissen im eigenen Bereich bringt ein t-shaped Profil Kenntnisse in angrenzenden und relevanten Bereichen mit. Du bist eben kein Fachidiot, sondern kennst dich auch links und rechts von diesen Bereichen aus. Man könnte auch Du kannst über den Tellerrand schauen. Das rundet dein Expertenwissen ab und hilft dir zusätzlich dabei, komplexere Probleme und fachübergreifende Herausforderungen zu meistern. Zum großen T Balken oben gehören aber auch noch die sogenannten Soft Skills und die werden aktuell immer wichtiger im Job. Also zum Beispiel sowas wie Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke, Organisationsvermögen, Eigeninitiative und natürlich Überzeugungskraft. An der Stelle merkst du schon, warum Menschen mit einem T Shape Profil aktuell so gefragt und geschätzt und auch gut bezahlt werden. Beide Dimensionen senkrecht waagerecht ermöglichen das interdisziplinäre Denken. Diese Talente sind nicht nur richtig tief in ihrem Thema drin, sondern haben auch ein Verständnis für Zusammenhänge zwischen mehreren Bereichen und Abteilungen. Sie sehen nicht nur den eigenen Beitrag, sondern verstehen, wie die verschiedenen Zahnräder im Unternehmen ineinandergreifen. Damit sind sie die idealen Projektleiter, können sich aber auch hochspezialisierten Problemen widmen und dafür geeignete Lösungen finden. Es gibt sogar noch mehr Pluspunkte für ein T Shape Profil, zum Beispiel Flexibilität. Durch dieses T Profil können diese Mitarbeiter flexibel eingesetzt werden, egal ob jetzt für die Projektarbeit oder für Einzellösungen. T shaped Persönlichkeiten sind also enorm anpassungsfähig. Sie können zahlreiche Aufgaben übernehmen, für die der Chef gerade jemanden braucht und sucht und das Funktions und bereichsübergreifend. Zweiter Der Überblick. T Mitarbeiter behalten das große Ganze im Blick. Wo Spezialisten zum Tunnelblick neigen, können diese T Typen bei einem besseren Überblick punkten und das Ganze auch noch sozusagen in Ergebnissen umsetzen. Das Wissen und Verständnis zu anderen Bereichen sorgt dafür, dass tatsächlich zusammengearbeitet wird. Und drittens die Zukunftsorientierung, ob es im Unternehmen oder in der Branche zu größeren Veränderungen kommt. Mit einem T Shape Profil sind die Angestellten bestens darauf vorbereitet. Für Arbeitgeber ist es also eine langfristige Investition in derart qualifiziertes Personal zu investieren, weil diese Menschen über viele Jahre hinweg einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten können und auch ganz sicher werden. Aber wie baut man denn jetzt so ein T Shape Profil auf? Wie kann man es ausbauen? Wie kann man sich dafür qualifizieren? Das ist natürlich nichts, was man mal so eben über Nacht mit einem Webinar erzeugen könnte. Das braucht schon ein paar Jahre Zeit. Umso wichtiger ist, dass du schon heute damit beginnst und dir ü Was ist dein Spezialgebiet? Was sollte es in Zukunft sein? Wohin möchtest du dich entwickeln? Und zugleich nebenbei ü Was sind die breiten Soft Skills, die ich noch zusätzlich trainieren und verbessern könnte? Ich bin überzeugt, T shaped Profile sind kein modischer Trend. Sie sind gekommen, um zu bleiben. Und neben einer soliden Basisausbildung ist es zielführend, wenn du dich zum Beispiel schon im Studium auf eine Richtung spezialisierst und dein Wissen da vertiefst. Schaden kann es jedenfalls nicht, hier und da ein paar extra Kurse zu belegen oder auch mal Fachbücher zu lesen. Ebenso kannst du dich autodidaktisch im Internet weiterbilden, Studien recherchieren, Fachblogs lesen, sogar podcasts hören oder YouTube Kanäle abonnieren und dir die diversen Tutorials einfach mal anschauen. Ich sag's mal, füttere dein Hirn. Viel hilft hier tatsächlich viel. Es schadet aber eben auch nicht, immer wieder über den Tellerrand hinauszublicken. Konzentriere dich also nicht nur auf den eigenen Bereich, sondern lerne auch etwas über artverwandte Themen links und rechts vom Tellerrand kennen. Ich weiß, es ist immer wieder blöd, sich selbst als Beispiel zu nennen, aber ich tue es einfach mal trotzdem und erzähle dir mal meine Geschichte. Als ich mir sicher war, Journalist zu werden, habe ich nicht nur für die Lokalzeitung geschrieben. Ich wollte alle Mediengattungen kennenlernen und habe ebenfalls Radio gemacht, für den Boulevard gearbeitet, hab Fernsehen gemacht und war sogar fünf Jahre lang Profifotograf. Ich habe unterschiedliche Formate ausprobiert und kann heute Nachrichten schreiben, Magazingeschichten, aber eben auch Interviews führen, Reportagen schreiben, Kommentare oder Glossen formulieren. Irgendwann habe ich dann auch noch gelernt, wie man ein Blatt macht, vom Konzept über das Layout bis hin zum finalen Design. Später kamen dann noch die ganzen Internetformate dazu, Blogs, Videos, Grafiken, Webinare, Online Kurse, das Copywriting und du hörst gerade meinen neuen Podcast. In Sachen Medien gibt es also eigentlich nichts, was ich nicht irgendwie schon kenne oder nicht schon mal gemacht hätte. Dabei habe ich nie volantiert, sondern alles autodidaktisch durch Bücher, Zeitschriften oder Vorbilder gelernt. Damit will ich überhaupt nicht angeben, sondern ich will dir nur zeigen, es geht. Man kann sich vieles selber beibringen. Entscheidend ist, dass man dabei den Überblick behält, dass man breit denkt und trotzdem in die Tiefe geht. Was im Übrigen auch hilft, das sind regelmäßige Positionswechsel und ich sage bewusst Positionswechsel und nicht Jobwechsel. Du musst nicht jedes Mal den Arbeitgeber wechseln, aber alle vier bis fünf Jahre sollte es eine Entwicklung und Veränderung in deinem Job geben und auch erkennbar sein. Diese internen Wechsel oder auch Jobrotation genannt, erweitern nicht nur dein Fachwissen, sie erweitern auch deinen Horizont und du erwirbst dabei auch wieder übergeordnete Fähigkeiten und und sie machen dich einfach auch mental flexibler. Du rostest eben nicht ein und wirst auch nicht zum Fachidioten. Und wenn du glaubst, du hast den T Level voll ausgereizt, dann legst du dir eben noch ein P shaped Profil zu. Kein Witz, das gibt es tatsächlich. In Anlehnung an den griechischen Buchstaben mit einem Querstrich oben und zwei Senkrechtlinien nach unten bedeutet das einfach nur, dass du ein zweites Spezial Standbein aufbaust. Und das ist dann fast schon die Königsdisziplin. Mit dem T im Profil zündest du aber schon jetzt den Turbo für die kommenden Jahre.
Das war oh my Job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deinen Freunden. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.










