Arbeit macht nicht nur Spaß

Monologue by JobGenius (YouTube) arguing against the popular maxim “Find a job you love and you’ll never work a day in your life.” The speaker says that while aligning work with passions and strengths is important, work will still involve days that feel like hard work. Instead of seeking constant fun, one should prioritize meaningful work, pursue medium- and long-term career goals, and view occasional unpleasant phases as normal. The speaker cites personal experience (30+ years working as journalist/author) and recommends using frameworks like Ikigai to find overlap between what you love, are good at, what you can be paid for, and what the world needs.
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Es gibt dieses wahnsinnig bekannte Zitat von Wenn du liebst, was du tust, wirst du nie wieder einen Tag in deinem Leben arbeiten. Oder die Finde einen Job, der dir Spaß macht und du wirst nie wieder einen einzigen Tag in deinem Leben arbeiten. Klingt toll, wird auch häufig zitiert und klingt für viele sehr erstrebenswert, ist aber falsch. Ich glaube, dieser Satz verführt zu einem falschen Denken. Er verführt uns eine Spaßgesellschaft. Jobs machen nicht immer Spaß. Arbeit heißt Arbeit, weil es in erster Linie Arbeit macht. Ja, der erste Teil des Satzes ist völlig Finde einen Job, der dir Spaß macht, der deinen Leidenschaften, deinen Stärken und Talenten entspricht. Das ist die Hauptsache, keine Frage. Und im Querschnitt eines jahres, also durchschnittlich 200 Arbeitstage im Jahr, sollte die große Mehrheit dir Spaß machen. Du solltest gerne zur Arbeit gehen, deinen Beruf ausüben, weil er eine Achtung Berufung ist, deine Berufung ist. Das ist völlig richtig. Ein Job, der dauerhaft quält, zu dem wir uns morgens aus dem Bett quälen müssen, die uns unglücklich macht, vielleicht sogar körperlich und physisch belastet, psychisch anstrengend ist, der ist nicht gut. Den sollte man tatsächlich irgendwann wechseln. Das ist nicht erstrebenswert. Aber ein Job macht eben nicht immer Spaß. Und der Finde einen Job, der dir Spaß macht und du wirst nie wieder einen Tag arbeiten, der stimmt halt nicht. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, der ich ja nun mal seit über 30 Jahren arbeitstätig oder berufstätig bin, als Angestellter wie als Selbstständiger. Aber ich weiß es auch von vielen anderen Freunden, Bekannten Menschen, die ich kenne. Jeder, ausnahmslos jeder wird dir bestätigen, dass selbst wenn sie einen Job gefunden haben, der ihren Leidenschaften entspricht, der wirklich Spaß macht, dann gibt es Tage, die machen auch keinen Spaß und die machen nur Arbeit. Und da muss man dann einfach durch. Und deswegen ist dieser Satz leider falsch und verführt, glaube ich, auch so viele junge Leute dazu, die das tatsächlich dann glauben eins zu eins, dass sie Berufe suchen, die nur Spaß bringen. Und sobald dann mal ein paar Tage kommen, die anstrengend sind, die keinen Spaß mehr machen, vielleicht auch weil der Chef einen gerüffelt hat, weil es mit den Kollegen gerade nicht so gut klappt oder Kunden meckern oder anstrengend werden, dann schmeißen sie gerne die Flinte ins Korn und Das ist ein Fehler, weil entscheidend ist ja nicht, ob es mal eine Phase gibt, wo es keinen Spaß macht, sondern wie das Ganze im Querschnitt aussieht. Und wie gesagt, wenn der überwiegende Teil keinen Spaß mehr macht, dann bin ich völlig dabei, dann sollte man den Job wechseln. Aber dass es mal Phasen gibt, wo sich Arbeit auch wieder wie Arbeit anfühlt, das sollten wir, glaube ich, immer im Hinterkopf behalten. Und das ist völlig normal. Das kann ich, wie gesagt, aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich liebe meinen Job. Ich bin seit über 30 Jahren Journalistin, Autor, Blogger, wie auch immer man das nennen will, das ist ja egal. Entscheidend ist, ich mache das wahnsinnig gerne, es ist meine Leidenschaft. Aber selbst in den 13 Jahren, wo ich fest in einer Redaktion als Ressortleiter eingebunden war, nämlich bei der Wirtschaftswoche, da gab es auch Tage, da hat das keinen Spaß gemacht. Und diese Tage waren sogar relativ regelmäßig. Denn zum Beispiel die morgendlichen Nachrichtenkonferenzen bzw. Die Programmkonferenz, die wir immer am Freitag gemacht haben, wo ich als Ressortleiter dem Chefredakteur unsere Strecke verkaufen musste, also unsere Story, die wir im Gepäck hatten und meine Kollegen, meine Redakteure geschrieben haben oder angeboten haben, Wenn ich das nicht gut gemacht habe, nicht gut verkauft habe, dann hat er uns die Story einfach zerfetzt und dann musste ich Ersatz finden. Das war hochgradig anstrengend und manchmal auch nicht so ganz fair, wie dann die anderen Kollegen auf einem rumhacken und so weiter. Aber das war Arbeit und das fühlte sich auch wie Arbeit an und nicht wie Vergnügen. Dafür gab es andere Tage, die fühlten sich locker, leicht und luftig an, wie Kindergeburtstag oder Urlaub aus Saltkrokan, wie man so schön sagt, will. Mal ist es so, mal ist es so. Entscheidend ist, dass der Durchschnitt stimmt. Und das ist, glaube ich, ein wichtiger Aspekt bei diesem Suche nicht einen Job, der dir Spaß macht, sondern suche vor allen Dingen einen Sinn in deiner Arbeit oder verfolge damit ein Ziel. Ich glaube nämlich, dass bei dieser ganzen Spassfokussierung wir die Ursache und Wirkung verwechseln. Spaß ist eine Folge, eine Folge dessen, dass du eine Arbeit ausübst, die deinen stärken Talenten, Qualifikation entspricht, die du gerne machst, die du liebst. Sie ist eine Folge Spaß ist eine Folge davon, dass du einen Sinn in deiner Arbeit erkennst, dass das, was du machst, irgendeinen größeren Sinn für dich ergibt. Das kann jetzt sein, dass es der Menschheit hilft. Es kann aber auch sein, dass du Ich glaube, es macht Sinn, dass ich diesen Job mache. Und da bin ich beim dritten Punkt. Es kann eben auch sein, dass du dabei ein Ziel verfolgst. Es kann mittelfristiges Ziel sein, dass du zum Beispiel Berufsanfänger bist. Ich möchte jetzt erstmal die nächsten 1, 2, 3, 4, 5 Jahre berufliche Erfahrungen sammeln, mir meine Spuren verdienen und mal so ein bisschen in der Branche mich umschauen. Welcher Job ist der richtige für mich? Und dann orientierst du dich. Das ist ein tolles Ziel und dabei wirst du vielleicht auch die Jobs wechseln. Aber du verfolgst ein Ziel. Und jede einzelne Station, selbst wenn sie mal ein Griff ins Klo war, erkennst du dann als ein Teilabschnitt auf einem Weg, der ein Ziel verfolgt. Und damit ist es wieder völlig okay und der Spaß kehrt wieder zurück. Genauso ist es auch mit Niederlagen oder Rückschlägen, die kommen ja auch jedes Mal. Und genau diese überwinden wir immer dann. Wenn wir aber merken, dass wir eigentlich ein höheres Ziel verfolgen oder wenn wir insgesamt glauben, dass unsere Arbeit einen Sinn erfüllt, dann kann auch mal was schiefgehen. An der Stelle möchte ich das bekannte Ikigai ganz schwieriges Wort Modell aus dem Japanischen vorstellen. Das kennt ihr. In der Regel gibt es auch einen längeren Artikel auf der Karrierebibel dazu. Und das ist ein wunderbares Modell, worauf man achten kann bei der Berufswahl oder wie man seinen absoluten Traumjob findet, nämlich im Bereich der Schnittmengen von allen vier Flächen. Klar, das sind so Du liebst es, du bist großartig darin, du wirst dafür bezahlt. Die Welt braucht es. Das klingt sehr hochtragend, aber vielleicht brauchst du es oder vielleicht braucht es die Gesellschaft oder vielleicht brauchen es einfach nur ein paar bestimmte Mitmenschen, die sogenannte Zielgruppe. Das muss man nicht immer gleich so hochhängen. Entscheidend ist aber, dass der Traumjob irgendwie alle diese Kategorien erfüllt. Je größer die Schnittmenge, desto glücklicher wirst du im Job. Und darum geht es letztendlich auch. Ich glaube, dass bei diesem ganzen Hin und Her, Berufswahl und Co. Dass der Spaß sicherlich wichtig ist. Der sollte auch nie zu kurz kommen. Dagegen sage ich nichts, aber entscheidend ist doch am Ende des Tages, dass du in deiner Arbeit, deiner Berufung folgst, dass du einen Sinn darin erkennst und dass du Ich verfolge ein langfristiges berufliches Ziel. Und genau das kann ich hier an der Stelle euch nur oder dir ans Herz legen. Versuche für dich selbst zu Wohin will ich mich beruflich entwickeln? Was ist mein berufliches Ziel? Kurzfristig, mittelfristig, langfristig? Der Weg dorthin, der ist nicht in Stein gemeißelt. Der wird auch immer wieder variieren und kann sich jederzeit verändern. Aber das Ziel, das solltest du immer vor Augen halten. Auch das kann sich mal verändern im Laufe des Lebens. Wir entwickeln uns weiter, keine Frage. Aber hab es wenigstens vor Augen und verfolge es. In dem Moment, wo du dein Ziel immer wieder ein Stückchen nehmen kommst. Und selbst wenn du mal einen Rückschritt machst, aber es immer noch verfolgst, wirst du glücklich sein und zufrieden sein, weil du einfach auch sicher bist. Du verfolgst immer noch dein Ziel. Du bist auf deinem, deinem persönlichen Weg und du kommst deinem Ziel womöglich sogar ein Stückchen näher. Und dabei, dabei entsteht der Spaß an der Arbeit. Und ich glaube nicht so sehr, dass der Spaß immer nur im Vordergrund sein muss. Und es gibt eben auch mal Tage, die machen keinen Spaß. Und das ist überhaupt nicht schlimm. Arbeit darf Spaß machen, soll Spaß machen, aber sie muss es nicht jeden Tag in diesem Viel Erfolg.










