Berufliche Neuorientierung: Einfach in 12 Schritten

JobGenius walks through 12 steps for changing careers, from defining your goals and assessing yourself to building skills and landing interviews. The hosts explain when a switch makes sense: health problems, boredom, unfair pay, or no room to grow. They stress the need for a financial cushion and realistic timelines.
Questions this video answers
Miese Führung: 76%; unfaire Bezahlung: 73%; langweilige Aufgaben: 72%; keine Entwicklungsmöglichkeiten: 66%.
Im Schnitt zwischen drei und sechs Monaten (Hinweis: Sprecher vermutet aktuell eher länger).
Mindestens drei Nettomonatsgehälter als Rücklage.
Rund 50 Prozent weniger Stellenangebote (gemeldeter Rückgang).
Chapters
Bist du gerade unglücklich im Job? Gedanken an eine berufliche Neuorientierung hat fast jeder im Laufe der Karriere einmal, mindestens einmal. Ein beruflicher Neustart kann ein besonderer Wendepunkt im Leben sowie für deine weitere Laufbahn sein. In der heutigen Folge von oh My Job sprechen wir deshalb genau darü Wann ist es Zeit für eine berufliche Veränderung? Und wie kannst du den Neustart mit 12 einfachen Schritten schaffen?
Willkommen bei oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf Hund Karriere. Entdecke echte Insider Tipps mit wertvollen Impulsen. In der Moderation Jochen May. Viel Spaß bei der heutigen Folge.
Die Gründe für eine berufliche Neuorientierung können völlig unterschiedlich sein. Meistens ist es ein akuter oder langanhaltender Frust im Job, schlechte Bezahlung oder ein mieser Chef. Studien zeigen immer wieder dieselben Gründe. Mieser 76 Prozent, unfaire Bezahlung 73 Prozent, langweilige Aufgaben 72 Prozent und keine Entwicklungsmöglichkeiten immerhin 66 Prozent. Für mich einer der wichtigsten Gründe. Eine berufliche Neuorientierung bedeutet dann jedoch nicht nur einen einfachen Jobwechsel, den hatten wir hier ja auch schon ein paar Mal in oh My Job, sondern hier geht es jetzt um einen grundlegenden Richtungswechsel, also einen völlig neuen Beruf, ein Wechsel in eine ganz andere Branche oder der Einstieg in etwas völlig die Selbstständigkeit zum Beispiel. Allerdings sollte so ein Neustart nie aus dem Bauch heraus oder aus dem Affekt heraus geschehen. Selbst wenn deine Gesundheit schon leidet oder du gemobbt wirst. Dann ist es zwar Zeit und das sind auch alles veritable Gründe, um die Reißleine zu ziehen, aber bitte trotzdem immer noch planvoll und strategisch und auf keinen Fall überstürzt. Deshalb lass uns gleich mal über gute und schlechte Gründe für so eine Neuorientierung sprechen. Gute Gründe sind zum Beispiel Deine Gesundheit hatte ich gerade schon. Manche Jobs machen einfach nur noch krank. Dauerstress, toxisches Umfeld, Burnout, Gefahr. Ja, ja, Geld ist wichtig, aber deine Gesundheit ist wichtiger. Das ist auf jeden Fall einer der besten, besten Gründe für eine Neuorientierung der Langeweile. Du lernst einfach nichts Neues mehr und fühlst dich permanent unterfordert. Dann ist es auch Zeit für neue Herausforderungen, egal ob jetzt intern oder extern. Unerfüllbare Ansprüche also wenn du trotz Engagement immer nur Kritik erntest und nie Anerkennung bekommst, dann ist es ebenfalls Zeit, das Umfeld zu wechseln. Stillstand ein weiterer Grund, also keine Aufstiegschancen, kein Wachstum, weder für dich noch im Unternehmen insgesamt. Auch das übrigens ein erstklassiger Grund. Ich sage ja immer, wenn du merkst, du sitzt auf der Titanic, nimm dir entweder einen Kontrapass oder ein Rettungsboot. Ich persönlich tendiere zum Rettungsboot. Unsicherheit, da sind wir wieder bei diesem Thema. Das Gleiche gilt nämlich auch, wenn du ständig um deinen Arbeitsplatz bangen musst. Das passiert ja gerade sehr vielen in diesen Zeiten. Das zehrt an den Kräften und Nerven und Dauerstress macht wieder krank. Und dann sind wir wieder beim ersten Punkt der Gesundheit vorletzter Vetternwirtschaft. Auch das kann ich überhaupt nicht leiden. Also Günstlingswirtschaft im Betrieb, das kann enorm zermürben. Und da ist ja dann ein Fortkommen überhaupt nicht mehr über Leistung möglich, sondern nur noch eben über Beziehungen. Und eine Hand wäscht die andere, aber das macht keinen Spaß. Und deswegen wird es dann Zeit für eine Neuorientierung und die dann meistens extern und nicht zuletzt Work Life Balance. Wenn dein Job nicht zu deiner Lebensrealität passt oder deinen Plänen, dann lohnt sich ein Blick auf Alternativen. Familie, Freizeit und Flexibilität sind heute wichtiger denn je, zumindest für die junge Generation. Und da sollte man sich definitiv umsehen, ob es nicht etwas Besseres gibt, was auch besser zu dir passt. So konntest du bei all diesen Punkten einige Male nicken beim Zuhören. Dann lass uns gerne die 12 Tipps und Schritte Schritt für Schritt durchgehen, wie so ein Neustart gelingt und wie ich den zum Beispiel mit meinen Coaches gerne vorbereite und dann auch umsetze. Der erste Ziele definieren. Den meisten Menschen geht es so Wenn sie zu mir kommen, dann wissen sie zwar, was sie nicht mehr wollen, aber sie wissen eben nicht oder noch nicht, was sie stattdessen wollen. Deshalb ist der erste Schritt, den wir gehen immer, dass du dich für deine beruflichen Ziele interessierst und diese auch für die nächsten, sagen wir mal, fünf bis zehn Jahre definierst. Also dir wirklich bewusst Was will ich eigentlich beruflich noch erreichen? Denn nur so kannst du die Richtung bestimmen und auch später noch passende Jobs und Angebote finden bzw. Auswählen. Im Coaching nehmen wir uns dafür locker zwei bis drei Sitzungen Zeit, denn der Punkt ist wirklich wichtig und eine zentrale Basis. Wenn das nicht klar ist, wohin die Reise gehen soll, dann kann es passieren, dass man in eine völlig falsche Richtung abbiegt oder neu startet. Und dann folgt nach wenigen Monaten oder Jahren schon der nächste Jobwechsel. Und das wollen wir ja nach Möglichkeit vermeiden. Der zweite Ehrliche Fragen beantworten. Im zweiten Schritt, der genau genommen noch zum ersten Schritt gehört, bekommen meine Coachees Hausaufgaben. Sie müssen sich ein paar Tage Zeit zur Selbstreflexion nehmen und sich selbst ganz ehrlich folgende Fragen beantworten. Und das kannst du ja auch noch mal Hör sie dir genau an und überlege dir kannst ja auch immer wieder auf Pause drücken, welche Antworten du geben würdest. Also hier mal eine ganze Batterie an Seit wann bin ich unzufrieden? Was genau stört mich der Job oder mein Leben allgemein? Was treibt mich zur Veränderung? Liegt es am Chef, den Kollegen oder den Aufgaben? Würde es in einem anderen Unternehmen besser laufen? Habe ich selbst Einfluss auf meine Situation? Gibt es interne Entwicklungsmöglichkeiten? Was würde ich durch einen Wechsel gewinnen? Welche Risiken bin ich bereit einzugehen? Was ist mein langfristiges Ziel? Was erfüllt mich beruflich und privat? Was müsste ich tun, um mein Ziel zu erreichen? Was müsste ich dafür aufgeben? Und wäre ich dazu bereit? Wie viel Zeit investiere ich täglich in mich selbst? Wo könnte ich meine Talente besser einsetzen? Was hält mich davon ab, endlich anzufangen? Das waren tatsächlich eine ganze Reihe von Fragen. Und ja, du merkst schon, sie zielen auf unterschiedliche Bereiche, aber in Summe, und deswegen habe ich sie ja ausgewählt, helfen sie dir, Klarheit zu gewinnen. Auch hierbei geht es wieder darum, ein Ziel für sich zu finden und genau zu formulieren. Je nach Situation hilft es dir auch, die sogenannte Flaschengeist Frage zu stellen. Die ist ganz niedlich, schon ein bisschen älter, aber immer noch extrem wirkungsvoll. Stell dir dazu ein Flaschengeist erfüllt dir deinen absoluten Berufswunsch und garantiert dir sogar, dass du dabei Erfolg haben wirst. Also es gibt keinerlei Risiken. Welchen Beruf oder Job würdest du wählen? Die Antwort auf diese Frage könnte dein berufliches Ziel sein und darauf kann man dann Schritt für Schritt hinarbeiten. Apropos in Schritt 3 planen wir jetzt schon tatsächlich jetzt schon das Budget. Denn sobald das Ziel steht, geht es darum, die Finanzen zu klären. Also plane deinen Wechsel auch finanziell, denn das wird gerne mal vergessen. Je mehr Rücklagen du hast, desto weniger Druck hast du dann später bei der Jobsuche. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir sagen, dass ein erfolgreicher Jobwechsel bzw. Eine berufliche Neuorientierung im Schnitt zwischen drei und sechs Monaten dauern kann. Zurzeit glaube ich sogar, dass es etwas länger dauert, weil der Arbeitsmarkt ja konjunkturbedingt nicht gerade besonders stark ist. Allein wir auf Karrierebibel DE registrieren ein Minus von rund 50 Prozent weniger Stellen angeboten, 50 Prozent weniger als praktisch die Hälfte nicht mehr da. Und wenn wir so um die Jobangebote bei uns auflisten, dann sind es halt jetzt nur noch. Das ist schon mal sehr, sehr deutlich. Und ich glaube, vielen anderen Jobbörsen geht das ganz genauso. Daher sagte ich auch eingangs, dass du bei einer Neuorientierung nichts überstürzen solltest. Besser ist, Du hast also einen finanziellen Puffer von mindestens drei Nettomonatsgehältern aufgebaut. Besser ist natürlich, wenn du noch mehr an Rücklagen hast. Dann hältst du einfach auch länger durch. Tipp Nummer Nimm dir Zeit. Auch wenn es schwerfällt, überstürze nichts. Viele, wenn sie einen neuen Job suchen oder vielleicht suchen müssen, verfallen ja so ein bisschen in Aktionismus. Finde ich falsch. Spiel lieber erstmal verschiedene Szenarien gedanklich durch. Sprich mit deinem Partner, wäge die Vor und Nachteile von verschiedenen Jobs einfach mal ab. Schlaf ein paar Nächte drüber. Für einen radikalen Wechsel brauchst du unbedingt Klarheit, Entscheidungssicherheit und privaten Rückhalt. Dabei solltest du vor allem mit deinem Part dazu 100 Prozent übereinstimmen. Eine zweite Front zu Hause aufzumachen ist schon der erste Schritt in Richtung Scheitern. Fünfter Infos recherchieren. Ja, wir sind immer noch in der vorbereitung. In Schritt 5 sehen wir uns dann zusammen den Arbeitsmarkt an. Was wird aktuell gesucht? Welche Skills sind besonders gefragt? Was ist dein aktueller Marktwert Und wie kannst du den womöglich sogar noch steigern? Und ganz Welche Berufe kennst du noch gar nicht? Ja, das ist eines der größten Probleme bei der Neuorientierung überhaupt. Denn was man nicht kennt, das kann man natürlich auch nicht suchen und auch nicht finden. Öffne deshalb unbedingt deinen Blick für andere und neue Berufe, vor allem solche, die du eben noch gar nicht kennst. Deinen absoluten Traumjob gibt es ja vielleicht schon längst, nur weißt du eben überhaupt nicht, wie er heißt oder wo es den gibt. Dagegen hilft dann wirklich nur Recherche. Viele Jobprofile lesen und Stellenanzeigen natürlich, die es da so im Internet gibt. Auch da findet man ja immer wieder auch Jobs, die man vielleicht noch gar nicht auf dem Radar hatte. Einfach mal anklicken und interessehalber lesen. Sechster Deine Motivation klären. Und da geht es mir jetzt nicht noch mal wirklich um die Motivation, warum du überhaupt wechseln willst. Natürlich ist es eine wichtige Motivation, aber die hatten wir bei den Gründen im Grunde genommen ja schon abgehandelt. Jetzt geht es mir vor allem um die sogenannte Weg von bzw. Hin zu Motivation. Also Weg von Motivation ist meistens ein Fluchtreflex. Dabei willst du nur weg von einem miesen Job und das geht in diese Richtung. Ich weiß genau, was ich nicht mehr will. Aber entscheidend für einen erfolgreichen Jobwechsel oder eine erfolgreiche Neuorientierung ist immer die Hinzumotivation, also eine strategische und zukunftsorientierte Fassung davon, Was willst du mit dieser Neuorientierung erreichen? Die Frage wird man dir nämlich vielleicht auch im Vorstellungsgespräch stellen. Warum wechseln sie den Job? Warum wollen sie bei uns arbeiten? Warum haben sie sich genau dafür entschieden? Warum sind sie Quereinsteiger? All sowas. Deshalb ist es in der Vorbereitung so wichtig, schon jetzt eine gute Antwort für dich selbst natürlich, aber natürlich auch für alle anderen und mögliche Personaler zu formulieren. Siebter Kompetenzen aufbauen. Je nachdem, wohin es dich treibt, müssen wir untersuchen, was deine Stärken und Schwächen sind. Also mögliche Lücken oder Defizite identifizieren, die zum Beispiel einen Quereinstieg erschweren können. In dem Fall, klar, ist es dann natürlich wichtig, hier gezielt neue und relevante Kompetenzen aufzubauen. Also zum Beispiel durch Fortbildungen, durch Webinare, durch Minizertifikate, Online Kurse oder sogar durch eine Umschulung, finanziert vom Arbeitsamt. An der Stelle wird auch noch mal die Analyse vorhandener Soft Skills wichtig, denn viele dieser sozialen Kompetenzen, wie zum Beispiel Selbstorganisation, analytisches Denken, Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen, all das lässt sich auf viele andere Jobs gut übertragen. Gut, also, wenn du das schon hast und dir dann überlegst, womit du später in der Bewerbung punkten kannst. Der achte Schritt Netzwerken wird oft vergessen. Ich werde aber nicht müde, diesen Punkt immer wieder zu betonen. Auch hier bei oh my Job. Beziehungen und Netzwerke muss man aufbauen und pflegen, wenn man sie nicht braucht, um davon zu profitieren, wenn man sie braucht. Fang also frühzeitig mit dem Netzwerken an und knüpfe Kontakte in deine Zielbranche, die neue Branche, den neuen Beruf hinein, sobald du dieses berufliche Ziel definiert hast und auch deine Wunschunternehmen vielleicht schon kennst. LinkedIn ist dafür immer gut. Ja klar, aber ich bin eben auch vielleicht auch oldschool, aber ich bin eben auch ein großer Fan von persönlichen Treffen, zum Beispiel auf Messen, auf Tagungen, Kongressen, auf Live Events, Netzwerkveranstaltungen vor Ort. Dieses persönliche Vitamin, so zumindest meine Erfahrung, öffnet viel öfter und auch viel mehr die Türen, insbesondere auf dem sogenannten verdeckten Stellenmarkt, also dem Markt für Jobs, die noch gar nicht ausgeschrieben sind. Der neunte Schritt, und du ahnst es, wir kommen der Bewerbung langsam näher, ist eine Personenmarke aufzubauen und zu entwickeln, also Sichtbarkeit gewinnen und eine klare Positionierung im Markt. Denn beide sind extrem wichtig für einen Berufswechsel. Du verbesserst damit nicht nur die internen Karrierechancen, deswegen lohnt sich das auch hier wieder früh anzufangen, sondern eben auch deine externen. Es ist eine Form der sogenannten passiven Bewerbung. Indem du dich für dein Zielberuf als Expertin oder Experte profilierst, steigen deine Chancen, dass du von Personalern, Recruitern oder auch Headhuntern gefunden und angesprochen wirst. Deswegen ist es auch hier wieder wichtig, frühzeitig damit zu beginnen und jetzt endlich in Schritt 10 von 12 erst jetzt kommen wir dazu, die Bewerbungsunterlagen zu optimieren. Also jetzt fange ich dann an mit meinen Coaches oder jetzt könntest dann auch du deine Bewerbungsunterlagen einfach mal auf den neuesten Stand zu bringen. Da wir jetzt aber schon alles Wichtige in der Vorbereitung geklärt haben, sollte das umso schneller und einfacher gehen. Entscheidend ist also, dass du jetzt den Lebenslauf wirklich modern gestaltest. Das gilt vor allem für Bewerber ü denn die schreiben dann manchmal Bewerbungen, die auch noch aussehen wie von 1980 und das ist halt nicht cool bei Personalern. Deswegen wirklich moderner Lebenslauf, modernes Design, moderne Schriften und die wichtigen und relevanten Argumente, die sollten darin natürlich übersichtlich und überzeugend und gut strukturiert präsentiert werden. Auch das Anschreiben ist immer noch wichtig. Du weißt ja, ich bin ein großer Fan davon, bei der beruflichen Neuorientierung also einem echten Wechsel, der über einen reinen Jobwechsel hinausgeht, finde ich sogar das Anschreiben noch viel wichtiger als den Lebenslauf. Denn der blickt ja nur nach hinten. Das Anschreiben aber schaut nach vorn, zeigt noch viel mehr deine Motivation, deine Persönlichkeit und deinen Mehrwert, den du leisten kannst und willst. Und all das ist wichtig, wenn der Lebenslauf vielleicht nicht ganz so optimal passt. Und deswegen solltest du nun ein wirklich flammendes Plädoyer im Bewerbungsschreiben formulieren oder bin ich auch ein großer Fan von, ein Bewerbungsvideo aufnehmen, das dauert so zwei, drei Minuten und darin kann man wahnsinnig gut rüberbringen, wie sehr man motiviert ist, wie sehr man für den neuen Job brennt und viel überzeugender und glaubwürdiger und authentischer auch sein, als es auf dem Papier oder einem digitalen Bewerbungsschreiben überhaupt möglich ist. Denn viele schreiben heute ihr Bewerbungsschreiben mit KI, was ich auch nicht so gut finde. Und genauso liest sich das auch. Aber ein gutes Video, das ist immer zu 100 Prozent authentisch. Ja, okay, man könnte jetzt Deepfake machen, aber davon gehen wir mal nicht aus. Dann ist es einfach wahnsinnig persönlich und überzeugend. Papier ist eben nur geduldig. Punkt Nummer 11, wir nähern uns der Zielgeraden. Jetzt geht es nämlich darum, Ausdauer zu haben. Ich hatte es hier eingangs gesagt, natürlich, natürlich darfst du keine Wunder über Nacht erwarten. Eine berufliche Neuorientierung braucht einfach Zeit, Geduld und Flexibilität. Und manchmal hagelt es erstmal nur Absagen. Das kann ein, zwei, drei Monate lang so gehen. Und das ist natürlich frustrierend, das weiß ich, das kenne ich. Aber das darf man eben auch nicht persönlich nehmen, sondern muss dann an seiner Bewerbungsstrategie feilen und weiter optimieren. Vielleicht gibt es noch andere Mittel und Wege, noch andere Unternehmen, die man anschreiben kann, noch andere Methoden, die man ausprobieren kann. Dazu findest du ja wahnsinnig Viele Tools, über 600 Artikel allein auf der Karrierebibel. Denn was ich ja anfangs gesagt hatte, auch ein Rückschritt kann immer noch ein notwendiger Zwischenschritt zum Durchbruch sein. Es kann drei bis sechs Monate oder vielleicht auch manchmal länger dauern. Hab also Geduld und bleib dran und der letzte Punkt knüpft unmittelbar daran an. Schritt Nummer 12 Bleib flexibel. Manchmal gibt es einfach keinen passenden Job in der Nähe. Dann musst du womöglich nicht nur den Beruf und die Branche wechseln, sondern auch deinen Wohnort und dein privates Umfeld. Ich weiß, das ist nicht immer einfach und manchmal geht es auch einfach nicht. Aber natürlich, wenn du es probierst. Und je offener du an diesem Punkt bist, desto größer ist dein Suchradius und damit natürlich auch deine Chancen, schnell wieder etwas zu finden. Denk einfach mal darüber nach. Sprich mit deinem Partner, mit deiner Familie darüber, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, dir den Radius zu erweitern oder vielleicht sogar gemeinsam in eine andere Stadt, in eine andere Region zu ziehen, da wo der Traum wirklich möglich ist. In dem Fall vielleicht sogar für beide. Alles in allem, du siehst es so schwer ist die berufliche Neuorientierung nicht. Zwölf Schritte waren das ausführlich erklärt. Vieles davon kannst du noch mal auf Karrierebibel nachlesen. Aber sobald du das Steuer für deine eigene Entwicklung wieder in die Hand nimmst, da kommt auch die innere Ruhe, die Freude, die Selbstbestimmung wieder zurück. Und gerade die, also die Selbstbestimmung, die ist ein wichtiger Schlüssel und Erfolgsmotor. Ich wünsche dir, wann immer du einen solchen Neustart planst, auf jeden Fall viel Erfolg und freue mich auf ein Wiederhören in zwei Wochen. Dann gibt es vielleicht auch bei mir einen kleinen Neustart. Bleib neugierig und bleib dran. Bis dahin, dein Jochen, Das war oh.
My job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deine Freunde. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.










