Berufliche Neuorientierung – in 7 Schritten

JobGenius and Stefan walk through seven practical steps for changing careers: start with deep self-reflection and five to fifteen year goals, save three net monthly salaries, research actual job openings, identify skill gaps and use programs like Qualifizierungschancengesetz, activate your network and LinkedIn presence, write a strong motivation letter, and stay flexible while pursuing your long-term vision.
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So, herzlich willkommen zu unserer neuen Sendung. Wir sprechen heute über die berufliche Neuorientierung, also einen echten radikalen Wechsel, der mehr ist als ein reiner Jobwechsel. Das ist gar nicht so leicht, aber auch gar kein Hexenwerk oder keine Raketenwissenschaft. Der Stefan ist wie immer bei mir. Wir sind heute ausnahmsweise nicht live, deswegen, auch wenn es da steht, heute keine Live Kommentare möglich. Ihr könnt aber natürlich nachträglich Kommentare schreiben, die wir dann gerne beantworten oder Fragen per Mail stellen. Wir sprechen heute über die berufliche Neuorientierung. Wir haben uns überlegt, wir machen das so ein bisschen schrittweise, ganz systematisch, oder Gerd?
Genau so machen wir es. Wir wollen auch direkt anfangen. Wir wollen über Ziele und die Selbstreflexion sprechen. Ich denke, ohne Ziele braucht man erst gar nicht anfangen, weil dann stochert man total im Dunkeln, weil bei einer beruflichen Neuorientierung ist es natürlich so, dass es schon signifikante Veränderungen im Berufsleben ist und und da sollte man eine gewisse Vorstellung natürlich haben von dem, was man als Ziel hat, weil ansonsten das Angebot ist ja sehr, sehr groß. Man kann sich ja in alle Richtungen irgendwie entwickeln. Und genau deswegen ist wichtig, irgendwie sich Fragen zu stellen, was will ich, wo will ich hin? Genau und was ist mein Ziel?
Genau. Also Ziele geben Orientierung, ganz klar und sind natürlich auch gerade bei einer beruflichen Neuen extrem wichtig. Ich finde also diese Zeit der Selbstreflexion, die ist so wichtig, dass man sich dafür echt Zeit nehmen sollte. Da geht es ja nicht um kurzfristige Ziele, sondern vor allem langfristige Ziele, weil wenn du so einen radikalen Wechsel machst, den musst du gründlichst vorbereiten, Darüber sprechen wir noch und dann soll der auch eine Weile halten. Also sag mal Perspektive Horizont 5 bis 10, 15 Jahre. Teilweise lernst du ja auch einen völlig neuen Beruf. Und in dem Fall ist es halt schon wichtig, dass man langfristig denkt und sich wirklich überlegt, so Sachen nicht nur was will ich, wohin will ich, sondern was macht mich glücklich, was will ich von meinem Leben noch irgendwie haben? Und das kann ja auch manchmal sein, dass dieses Ziel, diese Neuorientierung dazu führt, dass man Downshifting macht, also gar nicht immer nur höher, weiter, schneller, sondern eher einen Schritt zurück macht, weil man sagt, ich will mehr Zeit für die Familie haben oder ich will mehr Zeit für andere Interessen haben. Entscheidend ist, dass man sich wirklich klar macht, was macht mich glücklich, was will ich aus meinem Leben, aus meinem Beruf, Berufsleben insgesamt noch machen. Und wenn man damit Probleme hat, weil das wirklich die Basis von allem ist, wenn man damit Probleme hat, empfehle ich immer auch an der Stelle, und das ist keine schamlose Eigenwerbung oder sowas, dass man sich einfach einen Coach da zur Seite holt. Das muss ja auch nicht teuer sein, da muss man auch nicht zehn Sitzungen für machen, aber so zwei, drei Sitzungen vielleicht mit einem Coach zusammen macht, um sich wirklich klar zu werden, was will ich, welche Möglichkeiten habe ich, was, was ist eigentlich so in mir, was steckt in mir drin. Dazu gehört natürlich dann auch das Thema Stärken und Schwächen, also welche Talente habe ich, was kann ich, wer bin ich, was sind meine größten Talente und Leidenschaften und und daraus ergibt sich ja hinterher dann letztendlich auch die nächsten Schritte, die wir da angehen. Also wir haben insgesamt vielleicht so viel kann man schon mal spoilern, sieben Punkte, die wir durchgehen wollen. Der erste ist halt wirklich, dass man, nimm dir Zeit zur Selbstreflexion, definiere deine beruflichen Ziele, deine Lebensziele, mach dir ganz viel klar, nimm dir wirklich Zeit dafür. Und dann geht es weiter mit Punkt zwei. Mir fällt gerade noch ein, es gibt dazu übrigens noch, die würde ich gerne noch loswerden, wenn ich darf, die sogenannte Flaschengeist Frage. Kennst du die, Stefan?
Ja, tatsächlich habe ich bei der Recherche.
Bin ich draufgestossen und ich finde die total schön. Also die sogenannte Flaschengeist Frage. Stell dir vor, du triffst einen Flaschengeist, also polierst irgendeine Lampe, dann kommt der Ginny raus und der sagt, ich erfülle dir einen Berufswunsch, du kannst wählen, was du willst und der Erfolg ist garantiert, also Risiko komplett ausgeschlossen, Was wäre das? Und das Schöne an der Frage ist, die kann man sich halt selber stellen, ist tatsächlich, dass man ja oft von Ängsten bei so einer Berufswahl begleitet ist, dass man sagt so dachte, wenn das nicht klappt, wenn ich nicht genug Geld verdiene, dann bin ich am Ende Pleite habe und so weiter. Und dann macht man immer so Abstriche bei dem, was man eigentlich will mit dem Genie, sagt er brauchst gar nicht machen, du hast auf jeden Fall Erfolg, alles klappt, was wäre das? Und wenn man das weiß und da sozusagen seinen Herzenswunsch dann einfach auf dem Radarschirm hat, dann kann man ja überlegen, wie kriege ich es trotzdem hin. Also wie finde ich Wege, um genau das zu realisieren. Und das ist dann vielleicht manchmal ein bisschen kompliziert und anstrengender, als wenn man so den Weg des geringsten Widerstands geht. Aber es führt zu einem echten Traumjob.
Ja, finde ich gut. Es ist eine bessere Vorgehensweise, glaube ich, als wenn man irgendwie alles aufschreibt und dann aussieht und guckt, was bleibt am Ende übrig und dann ist man in dem Job wahrscheinlich, den man gerade macht.
Kommen wir zu Schritt 2, das ist die Strategie und das Budget, über das man sich auch Gedanken machen sollte. Strategie, willst du da was zu sagen? Gerd?
Wir fangen ruhig an.
Okay, also Strategie ist halt noch mal ganz ganz wichtig, dass man sich überlegt, einen ganz klaren Plan, wie werde ich in den nächsten Wochen, Monaten vorgehen. So ein Jobwechsel bzw. Eine berufliche Neuorientierung ist jedoch ein größerer Schritt, Dauert schon mal ganz gerne drei bis sechs Monate. Jetzt gerade in der aktuellen Phase kann es auch länger dauern, deswegen von ruhiger Hand geplant die Abläufe, auch unsere Schritte im Prinzip der Reihe nach durchgehen und sich so einen Plan machen. Da gibt es zum Beispiel so eine Regel, kann man mal auf der Karrierebibel nachschauen, so für die ersten drei Monate, wie gehe ich eigentlich konzertiert, konzentriert vor strategisch. Das sollte man auf jeden Fall machen. Gleichzeitig sage ich immer, es ist natürlich klug, wenn man es kann, so eine berufliche Neuinterpretung aus ungekündigter Position heraus anzugehen, weil man da natürlich noch das Einkommen hat und ganz entspannt sozusagen aus dem Hintergrund agieren kann, ohne dass man sich jetzt Sorgen machen muss, dass nächsten Monat die Miete nicht mehr da ist oder kein Geld für Essen. Apropos Geld, Budget, auch so ein wichtiger Punkt. Du flankierst gerne, Stefan. Wenn man so lange durchhalten muss und vielleicht nicht mehr in einem aktuellen Job ist, dann muss man halt ein bisschen was auf der hohen Kante haben. Ich empfehle immer, drei Netto Monatsgehälter sollten auf jeden Fall da sein. Mehr ist immer besser. Klar, wenn man so viel zurücklegen kann und sparen kann, ist das gut. Sonst Kosten reduzieren, Kosten reduzieren, Kosten reduzieren.
Ja, da gibt es gar nicht so viel hinzuzufügen. Vielleicht noch ein, zwei Punkte als Ergänzung. Grundsätzlich glaube ich auch drei bis sechs Monate, ist bei einer beruflichen Neuorientierung manchmal schon echt sportlich, je nachdem wie groß die Veränderung ist. Also wenn man irgendwie sich einen Zeithorizont von 9 oder 12 Monaten gibt, ist das auch legitim, glaube ich. Ich sehe auch genau den Punkt am besten in dem aktuellen Beruf in ungekündigter Stellung auch damit starten. Und da vielleicht ein Tipp, Wir haben ein Gesetz in Deutschland, das ist gemacht eigentlich für solche Dinge, auch für Quereinsteiger sehr gut ist. Der Quereinstieg ist ja bei der beruflichen Neuorientierung ein sehr, sehr großes Thema tatsächlich, weil es oft ein Quereinstieg ist. Das ist das Qualifizierungschancengesetz. Und da ist es so, als Arbeitnehmer in Deutschland kann Man seit dem 01.01.2019.
Glaube ich.
Quasi eine Weiterbildung machen, wenn der letzte Berufsabschluss schon vier Jahre zurückliegt. Wenn du gar keinen hast, kannst du das eigentlich, glaube ich, immer starten. Genau. Und bei dem Gesetz ist es halt so, dass die Agentur für Arbeit die Weiterbildungskosten trägt und je nach Unternehmensgröße tatsächlich auch, ich glaube, bis zu 75 Prozent des Lohnausfalls, also wenn zum Beispiel eine Weiterbildung zehn Stunden in der Woche ist, dann trägt und du hast jetzt so ein Mann Unternehmen oder auch 240 Mann Unternehmen, dann bekommt für den Ausfall deiner Arbeitszeit quasi 75 Prozent der Lohnkosten, bekommst du erstattet. Und in der Praxis, muss man ehrlicherweise sagen, sind die Weiterbildungen oft so angelegt, dass man sie auch schneller schafft. Das heißt, der Arbeitgeber hat oftmals gar keinen Verlust. Ganz im Gegenteil, es kann ja ein großer Benefit auch für den Arbeitgeber sein, weil du dir vielleicht Kompetenzen im Bereich KI zum Beispiel aneignest. Du hast vorher viel Redaktion gemacht und machst jetzt irgendwie noch was im Bereich Suchmaschinenoptimierung und so ein bisschen Content Marketing, vielleicht auch für soziale Medien oder so, weil die Schreibe da auch natürlich anders ist und andere Anforderungen an Text sind. Also da gibt es tolle Möglichkeiten, das sollte sich jeder angucken, das kann jeder Arbeitnehmer machen und es ist vor allem für Fälle gemacht und da wird auch der Arbeitgeber, glaube ich, sehr, sehr früh mitgehen, wenn so irgendwie Unsicherheit in der Branche herrscht oder so und man vielleicht irgendwie so ein bisschen befürchten muss, dass man in Zukunft den Job, den man gerade macht, vielleicht verlieren kann oder so. Und auch will der Arbeitgeber dich ja auch gar nicht loswerden, sondern der ist froh, dich umzuschulen, dich in anderen Bereichen weiterzubilden. Und wenn das ihn noch nichts mal was kostet, ist das ein Win Win. Also das sollte man sich auf jeden Fall angucken. Ist eine tolle Möglichkeit, definitiv.
Wobei zu den Kompetenzen, die man eventuell lernen will, kommen wir noch in einem der nächsten Schritte. Jetzt sind wir Erstmal bei Schritt 3, also nachdem wir jetzt sozusagen die Ziele haben, die Strategie und das Budget, kommen wir jetzt zur Recherche. Das ist sozusagen ein ganz wesentlicher Schritt noch mal bei der Neuorientierung, dass ich jetzt anfange und sage, okay, ich kenne meine Ziele, jetzt muss ich am Arbeitsmarkt recherchieren, welche Berufe, welche Jobs werden eigentlich gerade gesucht und eingestellt, welche Qualifikationen, welche Kompetenzen haben die besten Chancen, was zahlt am ehesten auf meine beruflichen Ziele ein. Und Achtung, jetzt ist es noch mal ganz, ganz wichtig, und das haben wir, glaube ich, schon in diversen Sendungen hier zusammen gesagt, es gibt so was wie eine latente Prägung. Wir suchen halt in der Regel nur nach Jobs, die wir schon kennen. Und jetzt ist noch mal ganz wichtig, dass man tatsächlich auch mal Berufsbilder sich durchliest, die man eben noch nicht kennt. Da gibt es ja im Internet 1000 Seiten mit Listen von Berufsbildern, die man sich mal durchlesen kann. Was gibt nicht alles Irgendwie gibt zigtausend Berufe in Deutschland, auch neue kommen jetzt dazu, andere sterben natürlich auch aus, Aber da muss man eben genau schauen, was gibt es. Und ich weiß noch aus meiner Fernseherfahrung damals bei Jobswitch haben wir unseren Kandidaten auch Jobs vermittelt, von denen selbst ich manchmal noch gar nicht gewusst habe, dass es den sozusagen gibt und die Kandidaten erst recht nicht. Die waren umso positiver dann überrascht. Und oft ist es eben so, dass dein wahrer Traumjob vielleicht schon längst da ist und auch gesucht wird, aber du kennst ihn gar nicht und deswegen kannst du nicht finden. Deswegen ist es ganz, ganz wichtig in dieser Recherche nicht nur den Arbeitsmarkt abzuklopfen, wo habe ich überhaupt Chancen mit meinen Qualifikationen, mit meinen Ideen, mit meinen Zielen, sondern auch, was gibt es überhaupt für Beruf, damit ich einfach auch weiß, Was kann ich denn eigentlich machen? Wo könnte ich mich denn bewerben? Und da gibt es ja unterschiedliche Möglichkeiten. Haben wir auch schon ein paar Mal darüber gesprochen. Einfach mal die alten Sendungen sehen, dass man Stellenbörsen durchschaut, Listen im Internet und sich einfach mal ein bisschen informiert. Man kann auch noch mal ins Berufsinformationszentrum von der Arbeitsagentur gehen. Auch das ist eine gute Möglichkeit.
Genau, also an der Stelle, ich würde einfach auch nach Skills suchen, also oder Aufgaben, die ich gerne mache, anstatt nach einem Jobtitel zu suchen. Und ich glaube, man kommt dann auch auf Treffer mit unterschiedlichen Jobtiteln, wenn man so ein Stepstone oder ein Deed nutzt oder auch ein Google. Und dann sollte man sich die Berufsbilder auch auf jeden Fall mal angucken und vielleicht ist was dabei.
Auch KI kann dabei natürlich wunderbar helfen. Also kannst du dich auch mit Hilfe von KI, kannst du auch so eine Deep Research machen und dir diverse Berufsbilder einfach mal ausspucken lassen und immer wieder prompten und so weiter. Und dann findest du bestimmt auch noch mal ganz, ganz groß coole Sachen. Das war Schritt Nummer drei. Jetzt kommt Schritt Nummer vier. Genau. Ganz ganz wichtig. Jetzt sind wir nämlich bei dem, was du schon angesprochen bei den Kompetenzen. Also wenn ich weiß, was wird gesucht, welche Berufe gibt es, dann habe ich vielleicht am Ende so eine Liste von, ich sag mal, Top Ten von meinen absoluten Traumberufen. Die schaue ich mir jetzt natürlich genauer an und muss man sagen, check, check, check, was bringe ich mit, was kann ich, was habe ich? Aber vielleicht stellt man auch fest, Minus, Minus, minus. Hier habe ich nicht, habe ich nicht, Aber die wird aber immer wieder in den Stellenanzeigen auch gesucht oder verlangt. Und spätestens da ist jetzt die Zeit für ein Qualifizierungschancen Gesetz, wo man dann sagt, okay, hier wird es Zeit, eine Weiterbildung zu machen, eine ganz gezielte strategische, weil da will ich hin, das ist mein Ziel, das ist der Traumjob, zu dem ich will. Und jetzt eigne ich mir auch die noch fehlenden Kompetenzen und schließe sozusagen die Lücken in meinem Lebenslauf jetzt weniger zeitliche Lücken, sondern Kompetenzlücken.
Ja, auf jeden Fall. Andere Möglichkeiten sind da an der Stelle natürlich auch. Ich mache noch mal ein Studium, irgendwie ein Fernstudium geht ja auch, ne? Sind auch teilweise die Kosten Kosten überschaubar, muss man ehrlicherweise sagen Abendschule IHK. Genau, da gibt's gibt schon viele Möglichkeiten. Theoretisch kann man auch in höherem Alter auch noch mal eine Ausbildung anfangen. Da ist meistens so eine Budgetsache natürlich, ne? Muss man.
Also duale Ausbildung ist ja genau, duale Ausbildung ist ja bezahlt so zum einen, aber natürlich nicht so hoch. Es kommt immer auf den Lebensstandard an und wenn du Berufserfahrung hast, wird sie ja tendenziell verkürzt. Also was auch immer du dann machst. Also die Ausbildung dauert ja in Deutschland normalerweise bis zu 3, 3,5 Jahre, je nachdem. Aber mit so viel Berufserfahrung und einer anderen abgeschlossenen Ausbildung vorneweg, kannst du sie in den meisten Fällen auf zwei Jahre verkürzen. Und es gibt sogar auch einjährige Ausbildungen, sind natürlich nicht so hochqualifiziert. Aber man kann die guten, also handwerkliche Ausbildung kannst du in der Regel immer auf zwei Jahre verkürzen und dann bist du schon mal schneller dabei. Aber ja, die Zeit, da bin ich ganz bei dir. Die Zeit dazwischen, die kann dann schon mal ein bisschen knapp werden.
Ja klar, ich meine, man hat halt dann weniger Gehalt bei einer Ausbildung, deutlich weniger meistens. Das ist halt tatsächlich dann eine Budgetfrage. Ja, aber es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und ich glaube tatsächlich, dass das aber auch so ein bisschen der Schlüssel ist, weil sonst, du kannst nicht, wenn du sagst so, ich will was komplett anderes machen und ab morgen bewirbst du dich dann und ich sag mal so, je nach Branche ist die quereinstiegsfreundlich, dann ist die Chance größer. Aber wenn es nicht so ist, dann kann Hagels absagen. Du hast dich nicht vorbereitet, hast wahrscheinlich auch nicht recherchiert und bist unglücklich und denkst, du hast keine Chance. Naja, vielleicht liegt es auch daran, weil du dich nicht gut vorbereitet hast.
Ich glaube, wenn wir da ehrlich sind, muss man sagen, es gibt Vorqualifizierungen, die sind leichter übertragbar. Also ich habe jetzt zum Beispiel, ich weiß nicht, ehrlicherweise, weiß gar nicht, was du mal studiert oder gelernt hast. Also ich bin halt Volkswirt und Politologe, das habe ich mal studiert. Also Politik und Volkswirtschaft, das ist ein relativ breites Fach und eine breite Ausstellung natürlich für den Journalismus, deswegen habe ich es ja gemacht, prädestiniert aber mit der wirtschaftlichen Ausbildung ist jetzt kein Kaufmann. Dadurch, dass ich aber so viele Jahre selbstständig bin als Unternehmer, bin ich im Prinzip ein Kaufmann hast du halt eine kaufmännische Vorbildung, so eine wirtschaftliche, das ist in viele Bereiche übertragbar. Mediengeschäft ist natürlich auch sehr breit, also das prädestiniert wenn jetzt irgendwas Geisteswissenschaftliches studiert hast irgendwie Germanistik und hast dann jahrelang als Lektor in einem Verlag gearbeitet oder Lektorin, dann ist es natürlich schwierig zu sagen ich gehe jetzt in kaufmännischen Beruf. Also Anwalt wiederum wenn du vorher Jura gemacht hast, sagst ich mache jetzt was ganz anderes, da ist auch wieder leichter woanders unterzukommen. Aber wenn im Arzt vorher warst Medizin, die wollen in der Regel sowieso nicht wechseln, brauchen sie auch nicht, weil sowieso die bestbezahlten Berufe und sind eigentlich auch aus Überzeugung und Leidenschaft ernste aber der ist natürlich auch nicht übertragbar. Also ich glaube wenn man ehrlich sind muss man sagen es kommt auch immer darauf an, was hast du selber für eine Vorqualifizierung und für eine Ausbildung. Manches ist für einen Quereinstieg deutlich leichter, als wenn du da sehr spezifisch unterwegs.
Warst in der Praxis muss man das so sagen.
Genau also Kaufleute, Industriekaufleute oder irgendwie alles was so kaufmännische zu tun ist in der Regel sehr breit und ermöglicht vieles spezifisch auch technische Berufe, wenn sie artverwandt sind, da gibt es ja viele ist okay, aber wenn komplett raus willst ist dann immer schwierig. Aber diese kaufmännischen Zusatzausbildungen, die dauern relativ kurz. Also da kann man relativ schnell noch was machen. Ich glaube sogar in der höheren Handelsschule oder sowas, das geht sogar einjährig oder so. Also das könnte man auch nebenbei machen, wenn man eh überlegt so mal eine neue Orientierung schadet das nicht noch eine kaufmännische Ausbildung zusätzlich zu machen da ist man einfach flexibler hinterher. Okay, kommen wir zu Schritt Nummer fünf. Ja strategisch. Wir haben jetzt sozusagen unsere Kompetenzen aufgefüllt oder füllen sie noch gerade auf, machen ein paar Weiterbildungen, sind sozusagen auf der Zielgeraden und jetzt geht es noch mal darum das Netzwerk zu aktivieren und sich selbst auch online im Netz heute ja geht es ja gar nicht mehr ohne sich selbst zu positionieren. Da ich schon viel rede, erteile ich dir mal wieder das Wort Entschuldigung, ich.
Mein da kommen wir natürlich an LinkedIn nicht vorbei. Das muss man ganz klar sagen, auch thematisch nicht. LinkedIn ist ja nicht nur da, um irgendwie Kontakte zu haben und sich nachrechnen zu schicken. Ist zwar für die Kontaktaufnahme auch sehr gut, aber auch um sich vielleicht inhaltlich zu positionieren, indem man Dinge teilt oder Beiträge schreibt oder was auch immer. Genau, also LinkedIn auf jeden Fall, aber auch vielleicht um da eher für Netzwerk, um noch mal den einen oder anderen Kontakt vielleicht zu aktivieren. Genau, und dem man eine Nachricht zu schreiben, weil man vielleicht auch keine E Mail Adresse hat. Und das ist ja vielleicht auch erstmal der ein schöner smarter Weg. Auf jeden Fall.
Habe ich damals auch gemacht, honestly. Also als ich damals von der Wirtschaftswoche gewechselt bin zu yellowstrom, da war ich ja zwei Jahre lang mal als Social Media Manager, habe ich das selber genauso gemacht. Ich habe halt ein großes Netzwerk und habe tatsächlich Leute per Direct Message angeschrieben, so nach dem Motto, nach 13 Jahren Vivo wird jetzt Zeit, dass ich mal was anderes mache. Wenn ihr was hört, lasst es mich wissen. Tatsächlich hat einer meiner Kontakte den Kontakt zu yellowstrom damals hergestellt, der kannte und hat den Kontakt gemacht und dann musste ich mich da nicht, Also ja, ich habe da offizielle Bewerbungsrunden, Vorstellungsgespräch hatte ich natürlich auch und musste meine Unterlagen einreichen, aber so eine richtig, richtig, richtig echte Bewerbung war das praktisch schon nicht mehr, sondern die sind dann auch auf mich zugekommen und ich habe dann gesagt, ja klar, lass uns reden. Also das geht dann schon über Netzwerk, sind die besten Kontakte.
Vitamin B gebe ich dir vollkommen recht, wenn ich denke, wie viele Leute ich schon wirklich dann durch meinen Kontakt, also ich will nicht sagen vermittelt, weil habe ich ja nicht, wobei wir auch schon vermittelt haben, auch Kunden schon vermittelt haben tatsächlich. Aber nein, jetzt nur privat, wenn wir nur über private Kontakte sprechen, da habe ich wirklich schon einige Anbahnungen eingeleitet und dann tatsächlich auch in dem Sinne kam es auch zu Einstellungen. Das ist ja auch so, wenn ich mit einem Recruiter spreche, ein Kumpel, der ist zum Beispiel Recruiter beim relativ großen Unternehmen hier im Ruhrgebiet und der ruft mich dann an oder wir sprechen, sehen uns zufällig und der sagt dann, boah, ich suche einen, hast du ein und der rattert mir ja nicht die Stellenausschreibung runter, sondern so, der fasst das noch mal so zusammen und eigentlich, was er eigentlich auch sucht, Also dieses was man dann vielleicht auch nicht in der Ausschreibung schreibt teilt ihr mir dann persönlich mit irgendwie so Infos die so oder auch nur herauslesbar sind zwischen den Zeilen oder so und dann kann ich halt kann ich halt überlegen letztens hatte ich auch wieder so einen Fall Kumpel vom Fußball spricht mich an hör mal ich suche das und das hast du nicht ein habe ich ihm eine tatsächlich die gut gepasst hätte auch fand er super die hat sich dann auch bei ihm gemeldet passte dann nicht mehr weil er wirklich zu früh besetzt hatte schon weil er auch aus geschrieben hat Gleichzeitig hatte ich ihnen auch beigeholfen weil das dann zu schnell ging und sie noch im Urlaub war aber tatsächlich hatte hätte das auch gut gepasst mit der anderen hat er auch ein Gespräch gehabt die man bei uns gearbeitet hat also dass das funktioniert echt gut oftmals wenn einer Netzwerk hat einfach mal ansprechen auch mit den Personen sprechen darüber wenn sie dich einschätzen können was glaubst du eigentlich wenn ich mich neu orientieren will was ich machen sollte vielleicht hat der haben die Leute ja auch einen guten Blickwinkel auf mich und bringen mich auf Ideen mit einem Freund von mir mit dem diskutiere ich ständig über solche Sachen, weil er jetzt schon ein bisschen länger sucht Ja die Meinung ist auch total wichtig also nicht auch immer ihr hast da was für mich, sondern einfach mal sagen ich suche was und den und dem Bereich was denkst.
Du denn was könnte zu mir passen.
Oder sowas Ja klar glaubst du das ist realistisch andere Leute haben gute Ideen.
Absolut finde ich super wichtig absolut Netzwerk hilft ja an vielen Stellen an der Stelle und die Positionierung wir hatten das glaube ich auch schon mal, dass wir über den verdeckten Arbeitsmarkt gesprochen haben auch das ist natürlich wichtig, dass man sich im Internet Halt gerade bei LinkedIn und Xing, dass man sich sichtbarer macht damit man im Zweifelsfall eben auch von Personalern Personalern, Recruitern, Headhuntern gefunden und angesprochen wird Das ist ich blende es mal gerade ein wir hatten das schon mal hier der verdeckte Arbeitsmarkt der ist hal sozusagen doppelt so groß wie der offizielle gleichzeitig wird -nur von 5 Prozent der Bewerber. Genutzt also Riesenchancen eigentlich und deswegen ist es halt ganz ganz wichtig, dass man versucht über die Selbstpositionierung über das Eigenmarketing zusätzliche Chancen bei der Neuorientierung auf seine Zielgruppe dann natürlich zu gewinnen. Also entscheidend ist natürlich, du kennst dein Ziel, du weißt, wohin du willst, welche Berufe dich ansprechen. Wenn du weißt, was da gesucht wird, dann ist es natürlich wichtig, dass du in deinen Profilen online genau diese Kompetenzen in den Vordergrund rückst, genau dazu Kommentare schreibst, Beiträge postest, damit du eben auf dem Radar von den von den Leuten landest, die genau solche Leute suchen. Also jetzt nicht weitermachen wie bisher, weil das war dein alter Job, sondern genau diese neuen Stärken, diese neuen Kompetenzen, diese neuen Wichtiges, neue wichtige Know how in den Vordergrund deiner Online Profile stellen. Das ist halt ganz wichtig, dass die.
Positionierung so, man muss vielleicht ein Hinweis an der Stelle noch, man muss sich darüber bewusst sein, wenn ich ein Profil komplett umstelle bei LinkedIn, das ist immer Hinweis auf ich suche was Neues, muss man sich aber auch bewusst sein. Also das ist schon. Genau, aber du hast natürlich vollkommen recht, wenn man die Chance nutzen will, sollte man das machen. Und erstmal ist es ja auch nur ein Hinweis. Also ich würde es auch machen, nur.
Also selbst wenn der Arbeitgeber, der aktuelle Arbeitgeber dann ja, es war immer so, wenn einer sein Profilbild ändert, wusste es immer auf Jobsuche. Aber natürlich kann man an der Stelle sagen, selbst wenn der Arbeitgeber dann darauf aufmerksam wird, kann man ja dann an der Stelle erklären, ja, ich überlege tatsächlich mich beruflich weiterzuentwickeln, möchte in diese Richtung, lassen Sie uns gerne mal drüber reden, was hier intern geht oder sowas. Und dann ist es auch erstmal, dann bist du aus dem Verdacht wieder raus. Also dann hast du für dich ein Ziel getroffen, lass uns gerne mal drüber sprechen, vielleicht auch intern was, dann kannst du die ganze externe Kiste abblasen, wenn intern dein Traumjob dann doch möglich ist auf einmal so selten der Fall, aber zumindest hast du dem Arbeitgeber dem aktuellen Beruhigungspille verpasst und dann ist er erstmal wieder ganz deutsch. So, jetzt haben wir den Punkt, an dem du gefragt bist. Schritt Nummer sechs, wir sind sozusagen von sieben sind wir auf der Zielgeraden. Jetzt kommen die Bewerbungsunterlagen und die Bewerbung, die eigentliche und da ist natürlich der Stefan prädestiniert, weil als Bewerbungsschreiber bist du da natürlich mega kompetent.
Ja, dank dir, jetzt muss ich ja auch liefern. Ja, Grundsätzlich gibt es so ein paar Punkte, die du dann sicherlich noch ergänzt. Also wichtig ist natürlich die berufliche Neuorientierung auch zu begründen. Also umfassend auch zu begründen, plausibel zu begründen, im besten Fall ehrlich zu begründen, authentisch und nachvollziehbar halt auch. Das kann natürlich. Es gibt ganz, ganz viele Gründe für berufliche Neuorientierung. Genau, will ich jetzt nicht alle aufzählen, aber von irgendwie, weiß nicht, ich will einfach suchen eine neuberufliche Herausforderung, was tatsächlich legitim ist.
Ich will Nerdfloskelalarm.
Genau, Nerdfloskel Alarm über Ich will will auch mal Personal führen. Ich will ein Team unter mir haben, möchte Erfahrung haben. Downshifting hast du schon genannt, Kann man auch super plausibel auf jeden Fall begründen. Das sollte man machen. Es sollte immer eine Hinzumotivation sein. Sollte nie Ich habe keinen Bock mehr auf den aktuellen Job oder mein Arbeitgeber aus oder irgendwas. Das ist nicht gut. Und um das zu machen, sage ich ganz klar als Bewerbungsschreiber, ein Anschreiben ist Pflicht in so einem Fall. Also ganz ehrlich, ich glaube, das Anschreiben reicht noch nicht mal aus. Da musst du schon überlegen, ob du Motivation schreiben als dritte Seite noch hinzufügst in so einem Fall. Also da würde ich schon Wenn du nur einen Lebenslauf verschickst, die Leute denken doch dann einfach was will der? Was bewirbt der sich denn auf den Job mit dem.
Ja, bei Quereinsteigern passt ja nicht. Hatten wir ja mal. Wir hatten ja mal die Sendung. Genau, zu Quereinsteigern haben wir genau das gesagt. Also bei Quereinsteigern passt der Lebenslauf nicht. Das musst du erklären. Da brauchst du einen Anschreiben. Und um das mal kurz zu erklären, damit der Personal sagt, was will der oder die überhaupt bei uns? Macht gar keinen Sinn.
Ja, ich zitiere gerne dich. Der Lebenslauf ist die Vergangenheit, das Anschreiben ist die Zukunft oder geht bis zur Gegenwart. Lebenslauf.
Genau.
Vielleicht noch einen Punkt dann zum Lebenslauf. Dann habe ich es erstmal mit den Grundpunkten. Also Lebenslauf, der muss natürlich neu gedacht werden, das muss man ganz klar sagen, weil ich glaube, in der Regel wird er sogar ein bisschen kürzer, weil man irgendwie diese zehn Tätigkeiten, die vorher relevant waren, auf eine Bewerbung im gleichen Bereich nicht mehr relevant sind, sondern vielleicht nur noch drei davon und vielleicht ein, zwei, Die ich vorher gar nicht aufgeführt habe. Also da geht es ganz klar um Relevanz und der Lebenslauf muss in der Regel umfassend überarbeitet werden. Also wirklich gucken, was passt jetzt noch. Genau, das sind so meine Punkte eigentlich. Also wirklich die Begründung der Neuorientierung ganz wichtig. Dann die Hinzumotivation, Anschreiben, Pflicht und Lebenslauf völlig neu denken. Aber Jochen, ich weiß, dass du da noch auch noch einiges.
Du weißt, ich kann abendfüllend über solche Themen reden, aber vielleicht der Hinweis auf die nächste Sendung, da sprechen wir natürlich darüber, wie man genau so einen Jobwechsel gut begründen kann in der schriftlichen Bewerbung, später im Vorstellungsgespräch. Das wird das Thema der nächsten Sendung sein. Also so viel unbedingt dann beim nächsten Mal wieder einschalten. Aber ja, du hast natürlich völlig recht. Hinzu Motivation das Wichtigste und es gibt legitime Gründe. Es gibt gute Gründe und schlechte Gründe. Gute Gründe hast du schon genannt, eine Gesundheit, Familie, wenn man umziehen muss oder sowas, Da ist alles legitim, dass man einen neuen Job suchen muss, weil man seinem Partner folgt oder weil es vielleicht eine Trennung gab oder irgendwie sowas. Auch neue Herausforderungen. Ich habe ja vorhin gesagt, Floskel, Alarm und so. Es ist natürlich Floskel, aber ich glaube, wenn man begründen kann, dass man sich weiterentwickeln will, also wenn man wirklich nachvollziehbar erklärt, so ich habe jetzt seit zehn Jahren mache ich Vertrieb, aber jetzt möchte ich mich spezialisieren auf eine bestimmte Art von Vertrieb oder auch ein ganz anderes Feld, nämlich eher aufs Marketing in irgendeiner Art als Vorbereitung zum Vertrieb oder irgendwie sowas. Ich glaube, dann bist du wieder in der Plausibilität drin und dann wird aus dieser Floskel neue Herausforderungen. Dann wird was sehr Plastisches und Nachvollziehbares für den Personaler. Also einfach nur zu schreiben, ich suche neue Herausforderungen, ist eine Floskel, finde ich auch langweilig. Haut mich jetzt als Person, also ich bin jetzt kein Personaler in dem Sinne, haut mich jetzt aber nicht vom Sockel, sobald das konkret wird und ich sage, also ich würde mich gerne spezialisieren auf diese, muss mich inhaltlich weiterentwickeln. Du kannst auch sagen, ich möchte mich, ich habe bisher in einem Konzern gearbeitet, habe festgestellt, ist nicht meine Welt. Das klingt jetzt so, als würde man negativ über seinen alten Arbeitgeber sprechen. Aber muss ja gar nicht sein, sondern man sagt Konzernwelt lange gemacht, aber ich stelle eigentlich fest, ich arbeite viel lieber bei den Mittelständlern beim Startup reiz mich gerade viel mehr, weil hands on kürzere Entscheidungswege schneller machen, man macht mehr, man ist so oder international arbeiten auch so ein Thema. Wenn du vorher umgekehrt beim Mittelständler warst, die sind heute auch international, aber vielleicht irgendwo bei einem kleinen, der eben nicht so international aufgestellt ist und jetzt möchtest du für einen internationalen Konzern arbeiten, ist es auch nachvollziehbar und erklärbar ist eine Form der Herausforderung und persönlichen beruflichen Weiterentwicklung. All das macht das sehr sehr plausibel und das kann man auf jeden Fall nennen. Genau.
Ja vielleicht noch ein Hinweis, nicht dass das falsch verstanden wird. Ein Umzug oder familiäre neue Situation sind natürlich völlig legitime Gründe, weil. Ne, hast du so gesagt, ich will nur eine Sache sagen, es sollte nicht der einzige Grund sein. Also das ist auch klar, man sollte auch schon hinzu dann sagen, warum man sich da bewirbt, weil sonst ist es ein bisschen zu sehr weg von. Aber trotzdem sollte man so einen Umzug privater Natur finde ich schon wichtig auch zu erklären im Anschreiben, weil beim Unternehmen oder beim Recruiter Fragen offen bleiben und du hast viele sagen ja ne, ich will kein der für mich umzieht oder so stelle ich nicht ein, weil dann fällt es mir so schwer im Falle der Fälle. Also wirklich das sagen ganz viele, ich mache nur 30 km 50 ist mir zu weit, weil die pendeln zu lang oder so, dann sind die nach zwei Jahren weg oder so vielleicht auch weil ich weiß, ich bin gar nicht so geil als Unternehmen, wie ich mich verkaufe oder so gerne erklären, weil ich finde das immer, ich frage das immer nach, ne also gerade irgendwie, wenn sich jemand Praktikum kommt aus Oldenburg, denke ich so wie stellst du dir das vor, muss ich immer nachfragen und ist eigentlich doof. Ich erwarte, dass man mir da schon kurz zwei, drei Sätze zu schreiben oder Einsatz. Genau deswegen, das ist wichtig, aber sollte nicht der einzige Grund sein.
Ja, aber es ist ein wichtiger und guter Punkt. Definitiv. Solche Fragen bleiben halt dann offen. Kann man natürlich später auch noch mal erklären, aber sollte was im Anschreiben drin sein, weil sonst hast du immer so ein Störgefühl. Absolut, genau. So dann sind wir auf der Zielgeraden, Wir haben jetzt 6 Punkte, jetzt kommt der 7. Nicht, muss anders so in die Kamera Ich habe mal die anderen hinge. So jetzt sieht man sie. Jetzt sind wir beim siebten und letzten Punkt. Der ist eigentlich ein Low Brainer. Wir sprachen ja darüber. Der siebte und letzte Punkt. Bleib einfach flexibel. Das klingt so. Sie brauchten noch einen siebten Punkt. Sie haben sich einen ausgedacht. Heißt flexibel bleiben, Aber nee, der ist wichtig, weil du natürlich im Laufe. Wir haben gesehen, es ist ein sehr komplexes Thema. Wir haben eine schöne Strategie jetzt mit den sieben Punkten, aber da kann viel passieren in der Zeit, in den drei oder sechs Monaten. Kann sein, dass du dir über neue Ziele noch mal bewusst wirst, dass du aber vielleicht auch feststellst, dass das nicht so funktioniert, wie du dir das überlegt hast. So trotz Strategie und alles super, klappt nicht. Der Markt dreht sich vielleicht auch gerade Auch das kann passieren, wenn man so einer ganz blöden Transformationsphase ist. Im Moment passiert unglaublich viel. In der Wirtschaft geht es erst bergab, aber da passiert ja auch dann gerade ganz, ganz viel. Und in solchen Phasen kann sich eine Strategie brutal verändern und auch die Chancen können sich ganz woanders auf einmal darstellen. Und deswegen muss man flexibel bleiben an der Stelle und einfach auch immer wieder auf den Markt schauen. Vielleicht noch mal nachrecherchieren, nachjustieren bei der Bewerbungsstrategie, bei den Unterlagen, beim Netzwerken und auch bei den eigenen Zielen. Sich immer wieder selbst reflektieren. Ist das immer noch mein Wunsch? Bin ich mir da ganz sicher? Und was gibt es da noch für Möglichkeiten? Also einfach weiter recherchieren und dann nicht einfach so Scheuklappen auf und jetzt muss das auch genauso klappen.
Genau. Und nicht nur flexibel bleiben, sondern auch mal durchhalten bei so einem Punkt, Wenn man halt aus einer anderen Branche kommt oder aus einem anderen Beruf, Berufsfeld, da bekommt man die eine oder andere Absage. Das ist halt so. Und genau deswegen sollte man da nicht sofort auch die Flinte ins Korn werfen. Aber natürlich flexibel bleiben, wenn es halt irgendwie, wenn man merkt, es klappt nicht und dann die Strategie noch mal anpassen.
Genau, absolut. Was ich allerdings wichtig bei aller Flexibilität, dass man zumindest seinen Zielen treu bleibt. Also wenn du Ja, die können sich ändern, aber wenn du dir deiner Sache sicher bist, dann bleib den treu. Mach keine Abstriche. Auch das ist ja dann aus Verzweiflung ganz gerne mal der Fall, dass man sagt, gut, dann mache ich halt diesen Zwischenjob oder sowas. Wenn das strategisch sinnvoll ist, dann mach es. Wenn er dich sozusagen über Umwege zu deinem eigentlichen Ziel bringt, ist es auch okay, aber mach keine Abstriche bei deinen Zielen, weil sonst kommst du halt vom die Traufe, bist wieder unglücklich in zwei Jahren fängt schon wieder an eine neue Orientierung zu machen und und am Ende ist dein Leben Lebenslauf total zerfleddert und dann wird es halt mit steigendem Alter und zerfledderten Lebenslauf immer schwieriger, sich noch mal woanders zu bewerben und dann auch wirklich zu überzeugen. Deswegen bleib dir selber auch ein Stück weit treu und du sagst es ja durchhalten, Geduld haben und so weiter und so fort. So sind wir durch oder? Perfektes Schlusswort, sind wir durch. Tolles Schlusswort. So, wir danken fürs Einschalten, fürs Zuschauen. Wir gehen raus. Wir sehen uns in zwei Wochen auf jeden Fall wieder. Hat Spaß gemacht. Wenn ihr noch Fragen habt, dann gerne, wie gesagt, heute leider nicht live, aber dann gerne per Mail oder per Kommentar. Wir schauen da auf jeden Fall auch noch mal drauf und helfen euch natürlich gerne weiter. Ansonsten freuen wir uns aufs Wiedersehen in zwei Wochen. Bis dahin. Ciao, ciao.
Bis dahin.










