Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit

German-language YouTube live episode (JobGenius + Stefan) about applying while unemployed. Begins with a frank overview of the German labour market (recently near 3 million unemployed, current levels discussed, regional/mid‑sized firms hit hard). Main practical guidance: treat employment gaps (a 'Lücke' from ~3 months) transparently in the CV but label them 'aktiv arbeitssuchend', fill the gap with concrete activities (relevant courses, language classes, or project work), avoid hiding unemployment by reordering chronology, keep the cover letter forward-focused (do not reprise the gap), prepare short, honest answers for interviews, and steer conversation to forward-looking value. Additional points: older jobseekers face steeper barriers but have options (public sector, part-time/temporary, retraining, self-employment with caveats); free or low-cost learning (YouTube, micro-courses) can be mentioned; AI (ChatGPT) is helpful as an assistant but not as a full replacement for personal story; hiring seasonality favors Q1 (Jan/Feb) — hosts plan next stream on ~8 January at 17–18h.
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So, wir sind live mit unserer letzten Sendung des Jahres. Herzlich willkommen zu einer letzten Folge von Karrierebibel TV in Zusammenarbeit mit den tollen Bewerbungsschreibern und dem lieben Stefan, der schon da sitzt. Ja, wir sprechen heute über ein spannendes Thema, nämlich über die Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit und die Arbeitsmarktzahlen. Stefan sind ja gerade alles andere als wirklich mutmachend.
Ja, tatsächlich, wenn ihr gerade zuschaut und euch in der Situation befindet, dann muss man, steht ihr nicht alleine da. Wir hatten tatsächlich irgendwie, ich glaube, letzten oder vorletzten Monat kurzzeitig diese drei Millionen Grenze dann auch mal wieder überschritten in Deutschland. Das war seit Jahren auch tatsächlich nicht mehr der Fall. Es gab eine kleine saisonale Belebung wieder. Man liegt jetzt, glaube ich, drunter 2,8 oder so. Genau, ja, bei rund einer Million ausgeschriebener Stellen muss man sagen. Ist das von der relation her so? 2,97 habt ihr heute noch mal bei einem Webinar teilgenommen zu den Zahlen. Das ist natürlich schon schlechter, muss man sagen, als in den letzten zwei Jahren oder eigentlich seit Corona dann auch. Genau, also die Situation ist gerade nicht so gut. Historisch gesehen muss man ehrlicherweise sagen, ist das so ein Niveau irgendwie vor Corona 2019 und davor war es auch viele Jahre schlechter. Also das muss man auch ganz, ganz ehrlich sagen. Deswegen ist es jetzt nicht im Vergleich zu den letzten zwei, drei Jahren sicherlich schlechter, aber es war auch schon mal deutlich schlechter.
Ja, wobei man schon sagen muss, dass die Zahlen aus der letzten Zeit schon sehr, sehr zermürbend sein können. Also ich habe, glaube ich, erst, heute war das wieder, glaube ich, irgendein Maschinenbauer schmeißt wieder irgendwie mehrere hundert Leute raus. Mehrere Insolvenzen von Mittelständlern gibt es da. Die Bahn will Stellen abbauen in ihrer Berliner Zentrale, glaube ich, war auch heute in den Nachrichten. Also es gibt schon, also wir haben es ja hier in der Sendung auch schon ein paar Mal angesprochen, hier werden 2000 Leute entlassen, da werden 3000 Leute entlassen, hier sind es wieder ein paar tausend, da ein paar hundert. Die Mittelständler, manche gehen insolvent. Also die Einschläge sind schon massiv im Moment und ich kann mir schon vorstellen, dass es den einen oder anderen stark belastet und habe erst Heute wieder auf LinkedIn gelesen, nur weil man auf der einen Seite viele offene Stellenanzeigen hat und gleichzeitig aber auch viele Leute, die Jobs suchen, heißt es ja nicht, dass sie zueinander finden. Also ganz häufig gibt es da nämlich auch ein Mismatch zügig Anforderungen. Also was suchen die Unternehmen gerade, wen brauchen sie und wer ist da am Arbeitsmarkt verfügbar? Und das sind eben ganz oft Sachen, die nicht zueinander passen. Und dann kannst du dich da zwar bewerben, aber du passt halt nicht. Und für große Experimente ist in der deutschen Wirtschaft im Moment auch nicht so viel Luft. Also da muss man schon sehr, sehr mutig sein, um dann zu sagen, ich investiere jetzt mal antizyklisch und gebe da mal Vollgas und binde mir da sozusagen die Personalkosten ans beIN, weil ich glaube, dass wir damit wieder bergauf gehen. Das ist eine unternehmerische Entscheidung, aber halt auch ein großes Wagnis.
Ja, auf jeden Fall. Man muss, also wir kommen zu dem Punkt sicherlich nachher noch mal, weil wenn man jetzt von der Flexibilität irgendwie darüber redet, müsste man schon gucken, zumindest was Branche anbelangt und weil es in vielen Branchen natürlich auch gerade immer noch einen großen Fachkräftemangel gibt tatsächlich deswegen. Aber den Punkt haben wir sicherlich später noch mal. Aber ja, das ist vollkommen richtig. Wer richtig hart getroffen ist, ist einfach auch die kleinen Unternehmen, was oft nicht in der Zeitung steht, weil es halt nicht genau genau nur in der Lokalzeitung habe ich heute auch gesehen, Zahlen zu unter 250 Mitarbeitern, da ist wirklich, da ist die Lage enorm düster. Das muss man wirklich sagen, da wird auch quasi gar nicht eingestellt. Also jetzt, wenn man den Markt betrachtet, ganz im Gegenteil, da ist Beschäftigung rückläufig und auch am stärksten rückläufig, wohingegen bei Großunternehmen das dann im Vergleich schon deutlich, deutlich besser nochmal aussieht.
Man darf nicht vergessen, weißt du, wenn ein mittelständische Arbeitgeber in irgend so einem, die sitzen hier häufig vertreut irgendwo auf der grünen Wiese am Plattenland, wenn da einer von pleite geht oder von was ich 200 Leuten auf nur noch 50 Leute reduziert, das ist der größte Arbeitgeber am Ort, Da leben dann alle von der Bäcker, der Metzger, genauso wie sämtliche Leute da an dem Ort, die gehen halt alle zu dem Arbeitgeber und haben doch ihre Perspektiven, wenn sie in der Region verwurzelt sind. Wenn der dann pleite geht oder eben massiv reduziert, fragen sich die anderen Leute, ja, wo gehe ich jetzt hin? Da ist ja nichts mehr in der Nähe. Also da können auch ganze Landstriche aussterben oder Ortschaften, weil die Leute wegziehen müssen, um überhaupt wieder einen Job zu kriegen. Aber wir wollen es mal nicht so düster malen. Unser Thema ist heute ja Bewerben aus der Arbeitslosigkeit. Bevor Sie richtig einsteigen, kurzer Hinweis auf das hier unten. Ihr könnt, wo auch immer ihr jetzt gerade zugeschaltet habt, auf YouTube, auf LinkedIn, auf Facebook, auf Twitch, ihr könnt Kommentare schreiben und die können wir auch hier, also die sehe ich sowieso, ich bin ja hier sozusagen Regie, ich sehe die sowieso, kann die hier auch einblenden und dann beantworten wir die auch. Wenn ihr nicht möchtet, dass die eingeblendet werden, dann schreibt er kurz anonym davor, dann lese ich die nur vor, natürlich anonym und wir beantworten die Fragen trotzdem. Also wir machen das hier auch immer so ein bisschen als Fragestunde oder sind offen für eure Fragen, dürft ihr jederzeit und sehr, sehr gerne stellen als Kommentar. Und wenn ihr nicht wollt, dass das hier eingeblendet wird, weil ihr halt irgendwie gerade eher anonym oder unterm Radar bleiben wollt, dann kurz anonym davor schreiben. Alles gut. So, Arbeitslosigkeit in der Bewerbung, schwieriges Thema, weil entsteht ja klassischerweise, je nachdem wie lange sie dauert, eine Lücke. Vielleicht darf ich ganz kurz Lücke ist es erst dann, oder? Wir sprechen erst dann von einer Lücke ab drei Monaten Auszeit. Also alles da drunter, zwei bis drei Monate. Ich sage immer 3 in der heutigen Zeit, weil heute dauert es ein bisschen länger, wegen Krise hatten wir ja gerade. Also drei Monate, kein Problem. Kann man noch als berufliche Neuorientierung, Orientierungsphase oder Jobsuche titulieren, Fragt auch keiner nach, ist völlig normal. Darüber spricht man von einer Lücke und dann muss man es ja irgendwo im Lebenslauf erwähnen. Und da gebe ich jetzt den Ball an dich, Stefan. Wenn wir schon vom Lebenslauf sprechen und die Arbeitslosigkeit erwähnen, wie mache ich das denn da am besten?
Du hast das Stichwort schon genannt, Arbeitslos würde ich nicht hinschreiben, sondern es ist arbeitssuchend. Und tatsächlich, wenn man offen ist für eine Beschäftigung und bei der Arbeitsagentur gemeldet, hat man auch diesen Status arbeitssuchend. Tatsächlich, wenn man für eine Beschäftigung über 15 Stunden zur Verfügung steht. Im Arbeitsmarkt heißt man Arbeit. Suchend und genau so sollte man es auch angehen. Aktiv Arbeit suchend. Vielleicht was man auch machen kann, ist natürlich so eine Sache, dass man noch diesen Grund vielleicht mit integriert. Wenn man zum Beispiel einen Wohnortswechsel hat, dann ist das völlig legitim, dass man mal einen neuen Job sucht. Und das kann man vielleicht auch so integrieren im Lebenslauf, aktiv Abend, Arbeit suchen in Klammern aufgrund von Wohnortwechsel oder diesen Wohnortwechsel vielleicht ein bisschen weiter hinten in der Station, dann in der letzten Station, dann Beendigung der Beschäftigung aufgrund Wohnortwechsel. Genau so würde ich es machen, wenn es eine Kündigung tatsächlich war und man da nichts für konnte. Betriebsbedingt, Corona Krise, sowas würde ich auch wirklich sogar mit in Lebenslauf wahrheitsgemäß natürlich dann auch angeben am Ende der Beschäftigung, der Stelle, die man dann auflistet im Lebenslauf, dass man damit da so umgeht. Habe ich da jetzt noch was vergessen?
Also sagen wir mal so, das Wichtigste hast du schon genannt, nämlich dass man aktiv arbeitssuchend ist. Das finde ich immer noch am wichtigsten, dass man eben zeigt, dieses Wort aktiv ist wichtig. Arbeit suchen ist so ein bisschen dieses Wording, genauso heißt man dann noch offiziell, Aber ich würde auch immer aktiv arbeitssuchend dahin schreiben in dieser Zeit der Lücke, also dieser längeren Unterbrechungsphase, weil es zeigt, ich bin mir ganz bewusst, dass ich hier nicht einfach nur rumdödel und hoffe, dass der Job mir sozusagen wie eine gebratene Taube in den Mund fliegt, sondern ich bin aktiv auf Jobsuche und aktiv arbeitssuchend. Was du natürlich auch richtig schon angesprochen hast, ist nämlich das Thema, wie kam es zu der Kündigung, zu dem Arbeitsplatzverlust. Bei allen unverschuldeten Themen kann man das selbstbewusst angeben. Die betriebsbedingte Kündigung, keine Ahnung, Umstrukturierung bei einem Unternehmen, selbst wenn man sich sozusagen mit dem Chef überworfen hat, kann man sozusagen die einvernehmliche Trennung, wie es so schön heißt, aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die berufliche Entwicklung oder sowas, kann man da auch noch erwähnen. Überhaupt kein Problem. Schwierig wird es halt immer dann, wenn man gekündigt worden ist, weil man tatsächlich einen richtigen Boxschuss gelandet hat. Also keine Ahnung, hast halt irgendwie das Tafelsilber mitgehen lassen, hast geklaut, irgendwie so ganz fiese Gründe ist natürlich tendenziell selten, aber ich sag mal so richtig was verbockt hast, das ist natürlich dann doof. Den Grund sollte man so auch nicht angeben.
Das lassen wir weg.
Genau, die lassen wir weg. Allerdings sollte man schon damit rechnen, dass man vielleicht später noch mal darauf angesprochen wird, was denn da war. Und dann sollte man natürlich trotzdem halbwegs plausible und gute Begründungen haben. Hier kommt schon der erste Kommentar von jemandem. Ich lese mal gerade durch. Ich gehe so lange während ich das lese hier so lesen, verstehen und reden ist immer ganz schwierig. Multitasking gebe ich erst noch mal ab. Was ist denn sonst noch im Lebenslauf zu beachten? Also natürlich haben wir die Station. Wie stehst du zu dir? Ich gebe dir mal gerade die Frage. Den Ball gibt ja diesen uralten Tipp, den kennst du auch, der stand früher in den Bewerbungsreihe. Ich oute mich schon mal als ich gehört zu dem. Nein, den Lebenslauf von antichronologisch auf chronologisch umzustellen, sodass sozusagen die Phase der Arbeitslosigkeit nach hinten rutscht, also ganz nach unten im beruflichen Werdegang. Normalerweise baut man ja antichronologisch, wenn du gerade aktuell arbeitslos bist, dann steht es hier ganz oben im Lebenslauf. Blöd, dann sagen halt einige Rabe, ja, stellt es doch um, mach chronologischen Lebenslauf. Ich sage wie gesagt, Team nein, blöder Trick, durchschaut sowieso jeder Personaler. Wenn es sowas liest, gucke ich sofort auf die letzte Station und da finde ich dann die Arbeitslose, denke ich mir so, da wollte es einer verstecken. So blöd bin ich aber nicht, Aber ich weiß nicht, wie stehst du dazu?
Ich bin da ganz deiner Meinung. Also ich glaube, chronologisch es zu machen ist schon so ein Fehler. Ich glaube, manche sortieren schon dafür nur aus tatsächlich, weil das Wichtigste kommt nach oben einfach. Und es ist nun mal so, dass das jetzt gerade in deinem Leben so ist und im Endeffekt für den Einstellenden ja auch die wichtigste Info ist. Letztendlich ist das in manchen Fällen ja sogar positiv, weil du sofort verfügbar bist und derjenige das weiß. Also von daher verstecken kannst du sowieso nicht, auch wenn er länger suchen muss dafür. Du machst es ihm nur schwerer und von daher ist dieser Tipp natürlich Quatsch.
Genau, also besser ist dann tatsächlich diese Zeit, diese Phase aufzubauen, zu füllen, zu einer echten Station zu machen. Wir haben ja gerade gesagt, aktiv arbeitssuchend und dann halt darunter noch so aufzulisten, was man gemacht hat. Idealerweise sind das ein paar wirklich relevante Fortbildungen, die man in der Zeit gemacht hat. Finde ich ganz, ganz wichtig. Es können natürlich auch Sprachkurse sein, es können eigene Projekte sein. Achtung, jetzt nicht nur eigene Projekte schreiben, sondern halt auch irgendwie mit Sinn füllen. Also ich will dann schon wissen, was waren das für ein Projekt. Idealerweise ist es im Zweifelsfall vielleicht irgendein selbstständiges Projekt, was aber einen Bezug zu der angestrebten Position hat. Also keine Ahnung, du willst den Job wechseln bis arbeitslos, möchte ins Marketing, keiner will dich im Moment, du kriegst keinen Job, dann mach halt irgendein Marketingprojekt und wenn es nur dein eigenes Projekt ist, dann baue ich halt meinen eigenen YouTube Kanal auf oder meinen eigenen LinkedIn Kanal und die Erfahrung und das beschreibe ich dann als eigenes Projekt und nenne es dann auch im Lebenslauf. Ist nicht bezahlt, ist aber ein eigenes Projekt, hilft dann auch. So, jetzt kommt noch mal, also die Frage, die gerade, die war anonym, deswegen kann ich sie hier nicht posten. Hier haben wir einen Kandidaten, der ist schon seit zwölf Monaten erwerbslos und über 60 und hat jetzt also auch schon diverse Bewerbungstrainings gemacht, auch ein Existenzgründer Seminar und glaubt aber, dass der Schritt aktuell die Selbstständigkeit vielleicht doch nicht so der kluge ist. Dann hat er noch einen zweiten geschrieben, den muss ich gerade noch mal lesen. Aber wie siehst du das, Stefan?
Ja, es ist schwierig. Also man muss ganz ehrlich sagen, diejenigen, die es am schwersten haben, sind Arbeitslose und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Hier ist beides der Fall. Ja, es ist schwierig, gerade die Lage auf jeden Fall. Das können wir auch leider nichts schönreden. Man muss auch dazu sagen, trotzdem gibt es für jeden auch Chancen und irgendwie den Mut zu verlieren, ist das Letzte, was man machen sollte, Weiterbildungen zu machen, sich vorzubilden, das ist der richtige Weg. Aber ich möchte noch einmal was zu den 12 Monaten sagen. Das ist noch im Grunde aktuell keine Langzeitarbeitslosigkeit. Also ich habe im privaten Umfeld drei Fälle, wo es so ist oder so. War bis vor kurzem auch der eine, nach anderthalb Jahren jetzt ein guter Freund von mir, auch unter die Haube gekommen, hatten ganz ganz tollen Vertrag unterschrieben, also wirklich mit einem richtig, richtig guten Halt super lange gesucht. Also ja, es ist einfach so. Allein statistisch gesehen, unabhängig davon, dass jetzt vielleicht älteren Semester man eh schon bisschen dann im Nachteil ist, ist es ja so, es bewirbt sich nicht nur eine Person auf eine Stelle. Das heißt, man hat Konkurrenz. Im Moment hat man mehr Konkurrenz, weil sich mehr Personen auf diese eine Stelle bewerben. So das heißt, ich habe vielleicht 30 40, 50 Konkurrenten. So ich bin von der Qualifikation her sicherlich dann vielleicht auch besser als viele andere, aber dann bleiben im Endeffekt 3, 5 übrig und es muss immer nur einer besser sein. Dessen muss man sich bewusst sein. Also alleine, wenn alle gleich qualifiziert werden und wir würden würfeln, auch dann werden die Chancen relativ gering. Das muss man sich auch bewusst machen. Aber trotzdem, wenn man lange genug sucht und sich bewirbt, statistisch gesehen, steigen die Chancen dann ja auch, Dann bekommt man irgendwann die Chance.
Absolut. Also in der Frage stecken ja zwei Fragen drin, vielleicht kann man das auch noch mal an der Stelle erwähnen. Also eine Soll ich mich jetzt selbstständig machen oder nicht? Und natürlich mit 63 gehöre ich sozusagen zu einer ganz schwierigen Zielgruppe. Und ja, also ich gehe mal auf letzteres zuerst ein, das ist wahr. Also ab 63 wird es halt super, super schwer, aber nicht unmöglich, das sage ich gleich dazu, einen Job zu finden. Die Frage ist natürlich, wie geht man hier am besten vor? Es hängt natürlich auch von der finanziellen Situation ab, aber ich kann mir vorstellen, dass man eben manchmal auch sagen muss, alles ist besser, als weiterhin arbeitssuchend zu sein und vielleicht ist manchmal die Strategie besser mit der Fuß in der Tür Technik, dass man sagt, also ich akzeptiere zur Not auch einen Teilzeitjob oder sowas, um mich zu beweisen oder versuche es auch mal mit Zeitarbeit. Auch das vielleicht eine Möglichkeit, um wieder reinzukommen, um mich dann im Betrieb zu beweisen und so einen neuen Job zu bekommen, wieder in den Arbeitsmarkt. Also ich bin da auch kein großer Fan immer nur von Vermittlungsangeboten der Jobagentur oder der Jobcenter. Auch die sind mit solchen Zielgruppen eher überfordert. Und da muss man dann so pass auf, ich versuche es jetzt selber in irgendeiner Form und Selbstständigkeit, auch da kommt es aufs Geschäftsmodell an. Also Selbstständigkeit kann man ja alles mögliche machen. Ich sag mal, je nachdem, was man halt für einen Hintergrund hat. In diesem Fall sehe ich es, er ist Controller, unser Kandidat hier. Also kein handwerklicher Beruf, sondern sich gesagt, da liegt ja im Moment absolutes Gold im Boden. Also wenn du Handwerker bist, glaube ich, wenn es der Rücken und die Knochen und die Knie noch machen, kannst du damit im Moment super weiterarbeiten. Extrem gefragt, Controller. Naja gut, also Buchhaltung kann ein Controller tendenziell aus dem FF ist vielleicht auch noch mal eine Überlegung, ob man da in irgendeiner Form reingeht oder man denkt mal komplett um noch mal so eine Idee. Also man kann sich als Buchhalter selbstständig machen, kann aber auch überlegen vielleicht das ist dann eher wieder ein Angestelltenverhältnis, man sagt, ich nehme mein Know how und gehe als Handelslehrer an die höhere Handelslehre, Handelsschule oder sowas und bringen den Leuten da Buchhaltung oder Bilanzierung oder irgendwie sowas bei und mach das noch mal. Auch das Möglichkeit. Manchmal muss man ein bisschen querdenken in irgendeiner Form oder eben zu sagen, okay, Controlling ist es gerade nicht, gibt zu viele Leute auf dem Markt, zu wenige Stellen dafür. Ich überlege aber was kann ich stattdessen machen in irgendeiner Form. Also muss man halt noch mal gucken und dann sagen, wo sind meine Stärken? Talent, da muss man tiefer reingehen und dann eventuell so einen kompletten Job Switch machen. Also das, was was wir da mal vor zwei, drei Jahren im Fernsehen für VOX gemacht haben, auch da haben wir für die Leute komplett neue Jobs gesucht und eben auch teilweise gefunden. Da muss man eben wirklich querdenken, um dann gute Sachen zu finden. Also ist möglich. Ich hoffe, dass die Frage damit beantwortet war.
Ja, ich glaube vielleicht noch als kleiner Tipp noch, also weil ich da auch einen privaten Fall tatsächlich hatte, auch Controller über 50, also jetzt noch ein bisschen jünger schon, hat auch lange gesucht, hat sich einfach vorgestellt, weil die Qualifikation auch sehr gut war. Bei ihm war es letztendlich so, dass er so ein bisschen bessere Chancen dann hatte, so bei den öffentlichen Geschichten, Behörden und sowas, das hat man irgendwie gemerkt, hat er öfter Einladungen bekommen, weil die suchen natürlich dann auch für lange jemanden. Also die haben keinen Bock, dass einer nach einem Jahr wieder geht Und in dem Fall jetzt, je nachdem, wie da die Bereitschaft ist, auch noch, ich sag mal, vielleicht auch über 67 hinaus, also auf jeden Fall über 65, weiß nicht, wie lang die Person noch arbeiten will. Also das würde ich auf jeden Fall aktiv kommunizieren, dass man dann, hör mal, ich will nicht nur noch zwei Jahre arbeiten. Genau, wenn man da noch Bock hat, auch ein bisschen länger zu machen, dass man das aktiv kommuniziert, weil irgendwie zwei Jahre ist ja schon dann vielleicht auch ein Zeitraum, der dann für viele dann nicht mehr so attraktiv ist. Genau, dass man das aktiv kommuniziert, aber da hat tatsächlich mein Kontakt, mein Kumpel bessere Chancen einfach auch gehabt. Dann muss man ganz ehrlich sagen, da würde ich verstärkt ein Auge drauf richten.
Okay, so zurück zum Thema Arbeitslosigkeit in der Bewerbung. Wie sieht es aus mit dem Anschreiben? Ich glaube zum Lebenslauf haben wir jetzt eigentlich alles das Wichtige gesagt. Jetzt die Frage thematisieren im Anschreiben, ja oder nein? Ich bin wieder Team. Nein.
Also das ist so ein bisschen natürlich eine Einzelfallentscheidung, auch wenn es jetzt wirklich so, ich meine, letztendlich hast du auch in deinem Artikel geschrieben, die kontrolliere ich ja auch immer noch mal vor unserem Dorf.
Du bist das.
Also da zitiere ich auch gerne, keine Rechtfertigung stand in irgendeiner Überschrift, so gehe ich voll mit. Und die Frage ist auch, ist das ein Thema? Hat man da wirklich so viel Platz für ein Anschreiben, wenn man weiß, dass das aus irgendeinem Grund, dass das Sinn macht, sich proaktiv dazu zu äußern schon, dass man damit seine Chancen erhöht aus irgendeinem Grund, weil zum Beispiel das ein Konkurrenzunternehmen ist oder so und weil man auch weiß, die kennen sich oder keine Ahnung, dann kann man darüber schon nachdenken, da so ein bisschen den Wind aus den Segeln zu nehmen und da so ein bisschen proaktiv selbstbewusst dran zu gehen. Aber das darf maximalen Satz sein. Aber letztendlich hast du recht, das Anschreiben, der geringe Platz ist eigentlich zu wertvoll, um das zum großen Thema zu machen.
Nochmal, also du hast die Arbeitslosigkeit, ich erkläre mich auch, warum ich das so radikal sehe. Die Arbeitslosigkeit ist im Lebenslauf drin und auch nur, weil es sein muss, weil sonst Lücke entsteht. Das ist natürlich sozusagen ein Master, kommt man nicht dran vorbei. Jeder Personaler sieht das und denkt sich, okay, jetzt hast du aber eben bewusst dafür das Anschreiben, das ist okay. Hier ist ein Mangel im Lebenslauf. Das haben wir bei Berufseinsteigern, wo der Lebenslauf vielleicht zu dünn ist, bei Quereinsteigern, wo er per Definition nicht passt. Bei vielen anderen Gruppen haben wir das, dass das Anschreiben der Bonus ist, der diesen Mangel beheben kann. Und jetzt diesen Mangel wieder zu thematisieren, halte ich für grundfalsch, zumal es der Blick nach hinten ist. Der Lebenslauf guckt ja auch immer nur in die Vergangenheit, was bisher geschah. Und da steht jetzt als erstes bisher geschah nichts. Ich bin seit, keine Ahnung, sechs Monaten arbeitslos und im Anschreiben und das ist doch die Chance. In der Bewerbung richte ich die Perspektive nach vorne. Ich sage nicht, was bisher geschah, sondern was ist meine Motivation für dieses Unternehmen, für diese Stelle? Was kann ich leisten, was will ich bieten, was sind meine Vorzüge? Das ist ein Plädoyer. Deswegen heißt es Bewerbungsschreiben oder lass es B weg, dann ist es nur noch ein Werbungsschreiben. Ich werbe für mich und schau nach vorne. Und jetzt in die Vergangenheit zu schauen und wieder die Arbeitslosigkeit zu thematisieren ist ja widerspricht dem kompletten Konzept und dem Vorteil, den das bewährt Werbung schreiben bietet. Deswegen bin ich dagegen, die Arbeitslosigkeit da noch mal zu thematisieren. Es steht im Lebenslauf. Der Personaler wird darauf aufmerksam, wenn es für Personaler Recruiter ein Problem ist, dann kriegst du die Absage. Da kannst du noch so tolle Sachen im Anschreiben formulieren, dann ist das so, dann wollen die dich nicht. Schade, aber kommt vor. Andernfalls rechne lieber damit, dass die Frage nochmal Vorstellungsgespräch kommt. Und da hat man die Chance im Dialog sowieso sich viel besser zu erklären. Also ich würde es wirklich nur klein im Lebenslauf, im Anschreiben gar nicht. Und wenn es zur Sprache kommt, habe ich mir vorher ein paar gute Antworten fürs Vorstellungsgespräch überlegt. Genau.
Ja genau. Was vielleicht noch so eine Mini Bezugnahme ist, wenn man dann im Anschreiben sagt, irgendwie so nach dem Motto, ich will jetzt, ich bewerbe mich bei Ihnen, weil Sie das so und so machen. Und man weiß, das ist ein Konkurrent in der Branche und der Konkurrent weiß auch, dass der vorige Arbeitgeber das irgendwie anders gemacht hat, dann ist das so eine Mini Bezugnahme zum alten Arbeitgeber. Vorwärts gerichtet.
Ja. Jetzt bist du gerade eingefroren, doof. Pass auf, ich hoffe nicht, ob das nur mich betrifft und die anderen auch. Ja, jetzt bist du wieder, jetzt wackelt sie wieder. Alles gut. Der letzte Satz war nicht da.
Okay, ja, das ist dann Mini Vorteil, dann macht sowas Sinn. Aber wie gesagt, das ist ein Einzelfall.
Ja, denke ich auch, weil wir es jetzt schon zwei, dreimal angesprochen haben. Ich stelle noch einmal die Frage an alle, wenn ihr wollt, wie gesagt, Kommentare schreiben, unser anonymer Kommentator schreibt mir immer noch ein paar Nachrichten, Können jetzt nicht immer nur darauf eingehen. Außerdem sind es keine Fragen so am Rande, sondern Feststellungen, so als hilft, hilft natürlich nicht, uns irgendwie darauf einzugehen. Aber wenn ihr Fragen habt, dann gerne stellen per Kommentar, egal ob das auf YouTube, Facebook oder LinkedIn oder Twitch ist. Wir gehen auf jeden Fall noch mal drauf ein. Ansonsten vielleicht, weil wir es angesprochen haben, letzter Abschnitt, Arbeitslosigkeit im Vorstellungsgespräch. Das ist ja, wir haben schon ein paar Mal gesagt, wenn, dann wird es da angesprochen, dann soll man darauf noch mal irgendwie eingehen. Was sagt man denn da?
Ja, das ist die Frage. Du musst dich darauf vorbereiten. Erstmal darfst du nicht lügen und du musst die Frage gut vorbereiten und zieh niemals über den alten Arbeitgeber her. Dann vorwärts gerichtet. Genau, das sind so die Grundregeln, würde ich sagen. Aber du hast sicherlich auch noch ein, zwei weitere Tipps.
Also ich finde, das Wichtigste ist, dass man das Gespräch lenkt. Das ist im Prinzip auch der Trick in so einer Situation. Also natürlich hast du dir die kann ich jetzt nicht vorbeten, weil ich weiß es ja nicht. Natürlich hat man sich vorher eine gute Antwort, eine plausible Begründung überlegt. Was haben sie denn? Also die Frage heißt ja nicht, warum sind sie schon so lange arbeitslos? Also da ist schon eine harte Frage, kommt vielleicht auch, aber sie wird wahrscheinlich eher verklausuliert gestellt. Was haben sie denn in der Vergangenheit gemacht? So irgendwie oder was zeichnet sie aus? Oder erzählen Sie mal was über sich und so. Und dann hat man die Gelegenheit, irgendwie was dazu zu sagen. Und ich würde versuchen, immer das Gespräch zu lenken, Gesprächsführung im wahrsten Sinne des Wortes, um auf die positiven Aspekte zurückzuführen. Also danke, dass Sie diese Frage stellen. Ich greife sie mal auf. Ja, Sie haben es in meinem Lebenslauf gesehen. Ich bin jetzt schon seit sechs Monaten arbeitslos, aber das hindert mich ja nicht daran, aktiv zu bleiben. So habe ich zum Beispiel dies, das und jenes gemacht, was für Ihre Position sicherlich von Vorteil ist, aus den und den Gründen. Und schon sprechen wir über die Gründe, warum es von Vorteil ist. Und so lenke ich das Gespräch. Ich habe es kurz aufgegriffen, kurz darauf eingegangen, haben Grund und dann ziehe ich das sofort wieder auf die Zukunft, warum ich sozusagen der ideale Kandidat bin, was ich an Motivation mitbringe und so weiter und so fort. Was ich nicht machen würde, ist jetzt sozusagen ja, aber ich kann es zwar nicht und ich bin gescheitert, aber ich bin unglaublich lernwillig. Ich finde lernwillig ist auch so ein tendenziell abgelutschter Begriff, Also lernbereit, lernwillig irgendwie, das solltest du immer sein. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. So nach dem Ich will hier nichts mehr lernen, ich will hier nur noch arbeiten. Wenn Sie mir was Neues erzählen, dann ignoriere ich es. Das wäre mal eine spontan moderne Haltung, aber wahrscheinlich eher chancenlos. Also von daher, Lernwilligkeit finde ich, ist so ein bisschen so, ja gut, okay, das sollte jeder sein. Also lebenslanges Lernen sollte eigentlich dein innerer Antrieb sein. Und genau darum geht es ja letztendlich auch, dass man Ich habe in der Zeit mein Wissen fortgebildet. Übrigens geht, das fällt mir gerade noch so ein. Man kann sich auch fortbilden, wenn man kein Geld hat. Das betrifft ja Arbeitslose ganz gerne, die sagen, ihr seid ja lustig, so Weiterbildungen kann ich ja gar nicht bezahlen. Ja, manchmal zahlst das Jobcenter mit so einem AVGS, aber manchmal auch nicht. Aber es gibt trotzdem Möglichkeiten, so micro degrees zu machen. Oder aber sich zumindest weiterzubilden auf YouTube, da sind die Videos kostenlos, da kann man sich am Wochenende mal irgendwas reintüten, da kann man was ausprobieren, kostenlose Tools testen. Gerade in Sachen Digitalisierung und IT, das ist ja gerade ein Handicap von vielen Älteren. Unterstellt man denen immer, dass sie da keine Ahnung von haben oder nicht mehr so auf dem neuesten Stand sind. Da kann man sich wunderbar privat weiterbilden und dann geht das. Also ich glaube, selbst wenn man kein Geld hat, kann man sich weiterbilden auch für gratis und das dann im Zweifelsfall erwähnen habt ihr den Kurs absolviert, gibt ja auch freie Kurse auf LinkedIn oder sonst wo, dann kann man die auch erwähnen, dass man die absolviert hat, gerade wenn sie zum neuen angestrebten Job passen.
Auf jeden Fall. Und ganz wichtig, wer bei der Arbeitsagentur gemeldet ist, das erste Quartal steht an und da sind Budgets wieder frei. Also die beste Zeit ist immer, um auch Weiterbildung finanziert zu bekommen. Auch kostspieligere ist so am Anfang des Jahres in der Regel und am Ende des Jahres, falls noch Budget da ist, das kommt immer auf das Jahr an. Aber jetzt ist eine gute Zeit, dann sich im Januar wieder darum zu kümmern, auch bei der Arbeitserklärung und Druck zu.
Genau, also ich würde wirklich sagen, wenn man Arbeitslosigkeit, wenn man arbeitslos ist, so rum, dann sollte man tatsächlich sich genau überlegen, was sind meine Defizite, was erwarte mich an Aufgaben, die ich halt anstrebe in den Jobs, die ich gerne machen möchte und dann versuche ich diese Defizite auszugleichen. Parallelfallen. Also ich bewerbe mich permanent weiter. Das ist eine Strategie, das ist wie ein Projekt, was ich mache. Projekt heißt Jobsuche und gleichzeitig habe ich ein zweites Projekt und das heiß Weiterbildung, Fortbildung, Wissen auffrischen, aktualisieren oder Neues dazulernen, was gerade gefragt ist. Und ich sage mal, je nachdem, was es für ein Job ist, könnten halt jetzt gerade KI Kenntnisse extrem gut sein. Also Kumpel von mir arbeitet beim Fernsehen. Man muss sagen, arbeitet beim Fernsehen. Ja und der macht jetzt gerade, macht sich gerade richtig schlau in Sachen KI, weil er einfach weiß, beim Fernsehen ist das sowieso die Zukunft, dass da viele Sachen demnächst auch von der KI produziert werden. Und wenn du da, das heißt jetzt wahrscheinlich nicht prompt Engineer, aber wenn du dann halt sozusagen KI Editor wirst oder sowas und da irgendwie was richtig kann, bist du wieder gefragt in irgendeiner Form. Also manchmal muss man dann eben genau überlegen, was ist gerade gesucht, gefragt, wo kann ich mich weiterbilden? Da gibt es Möglichkeiten, das über Webseiten, YouTube oder sonstige Kanäle zu machen und sich da einfach aufzuschlagen. Wir haben noch einen Kommentar, den darf ich aber einblenden, der war jetzt nicht mit anonym versehen, deswegen mache ich das. Also hier Vertrag beim Gespräch erwähnt. Ich bin gefragt worden, wie ich dazu komme, mich nicht aus der Beschäftigung heraus zu bewerben und so die Arbeitslosigkeit zu riskieren. Also okay, das ist eine legitime Frage. Warum haben sie denn sozusagen den Job zuerst gekündigt und haben sich nicht gleich beworben? Ja, kann man stellen. Wie siehst du das?
Also ich meine, du hast ja einen Grund, warum du gekündigt hast. Also die war wahrscheinlich auch so. Meistens ist sie dann schon immer so ein bisschen überfällig Und ich finde, das kann man dann legitim auch so sagen. Ich finde es ein bisschen frech, die Frage tatsächlich sogar, weil letztendlich, also das zeigt doch auch, dass man Eier hat tatsächlich sogar und mutig ist und das einfach macht, auch wenn man jetzt noch nichts Festes hat. Also ich finde diejenigen, die dann irgendwie im Job da noch rumhängen und so und schon gar keinen Bock mehr haben und kurz vorm Burnout sind, die Gesundheit ist viel wichtiger und dann gehe ich lieber in der Arbeitslosigkeit. Also ich finde das mutig, dass man sagt, auch wenn ich jetzt noch nichts habe, ich kündige jetzt. Das ist das Zeug für mich von Selbstbewusstsein. Deswegen fand ich die Frage in so einem Gespräch, also das kann man total umdrehen, finde ich. Ich verstehe das ja und die ist auch legitim, da gebe ich dir schon auch irgendwie recht. Aber auf der anderen Seite ist auch ein bisschen frech vom Recruiter dann und man kann es komplett.
Ja, was heißt frech? Ich sag mal, der Recruiter will dich vielleicht auch aus der Reserve locken.
Vielleicht war das so ein bisschen Reizfrage. Das muss man ehrlicherweise.
Und das ist ja auch, da stecken viele Sachen drin. Du willst ja auch mal wissen, wie reagiert einer unter Stress in irgendeiner Form oder in so einer Situation? Bleibt er dann souverän, lächelt der weiter und er fängt ja auf einmal an zu poltern, wo du denkst, oh, kurze Zündschnur in irgendeiner Form. Also ich glaube schon, dass man die Frage stellen kann, aber entscheidend ist, dass du darauf lächelt und sagt, ich kann verstehen, dass sie diese Frage stellen, aber danke dafür. Aber ich sage es ihnen ganz ehrlich, meine Gesundheit war mir wichtiger oder ich sah da keine Perspektiven mehr und jeder Tag, den ich dann länger geblieben wäre, wäre ein vergeudeter Tag gewesen. Und zwar für beide Seiten. Für mich, weil ich da nicht mehr glücklich war und für den Arbeitgeber, weil er mich dafür bezahlt und das ist auch für den schlecht und zack schon hast du das Ganze sozusagen ins Positive gedreht und er antwortet auch gerade hier. Genau, Super Mindset. So ist es, ja, genau.
Also wenn ich darauf bin, habe ich mehr Zeit, was tolles Neues zu finden. Ganz einfach.
Absolut, absolut mehr Zeit für die Jobsuche, um den passenden Job zu finden. So ist es. So, jetzt stellt nochmal ein Anonymer eine Frage, Ich lese sie kurz vor. Ich stelle mit ChatGPT das Stellenangebot in den Vergleich mit meinem Lebenslauf, Arbeitszeugnissen, lasse dann bei einem guten Match das Bewerbungsanschreiben durch ChatGPT erstellen. Ist das ein guter Schritt.
Nochmal? Lebenslauf war er.
Nein, nein. Also Er vergleicht mit ChatGPT Stellenangebot und seinen Lebenslauf und seine Arbeitszeugnisse. Also lässt sozusagen das Matching herstellen und wenn es matcht, dann lässt er sich sozusagen den passenden Lebens. Die passende Bewerbung, Bewerbungsschreiben von ChatGPT gleich mit erstellen.
Ja, also wenn du auf Knopfdruck jetzt ChatGPT generierst, wird das Anschreiben nicht gut sein. Das nehme ich auseinander, da bin ich mir sehr, sehr sicher Und der Jochen auch, weil es mehrere Schwächen aufweisen wird vermutlich. Also das würde ich sowieso nie machen, weil warum Im Anschreiben muss deine Story sein, warum du da arbeiten willst. Und in der Regel kommen, also auch wir als Dienstleister, unsere Kunden müssen mitarbeiten, wir können nichts erfinden und das kann eine KI auch nicht. Shit in, shit out ist ganz einfach so. Das heißt, die Story muss sowieso von dir kommen und wir fragen danach und schärfen und formulieren. Also wir machen das mit dem Kunden zusammen immer. Das ist ein Prozess. Und genau. Und bei KI, wenn du es wirklich so dann machst, also mit der KI arbeitest und mehr als Assistenten benutzt, dann wird es auf jeden Fall besser und sicherlich auch gut, wenn man von dem Thema Bewerbung Ahnung hat, dann kann das gut werden. Genau, Aber grundsätzlich, also ich würde mich da nicht drauf verlassen, nur also Jobprofile sich raussuchen zu lassen, um auf Ideen zu kommen, alles gut. Aber natürlich würde ich mir auch immer die Jobs dann angucken, ob die Passung da wirklich dann so groß ist. Und tatsächlich irgendwie, man muss ehrlicherweise sagen, wenn du das jetzt als Jobsuchmaschine benutzt, also ein Indeed und Stepstone hat schon deutlich mehr Daten als ein LLM Aktuelle und damit meine ich minütlich aktuelle quasi, da geht eine Stellenanzeige sofort an. Nein, die kennen in so einem Llama schnell gar nicht gecrawlt werden. Also Bewerbung ist auf Zeit, das muss man ehrlicherweise sagen. Deswegen kann das nur eine Ergänzung in der Jobsuche sein.
Sehe ich 100 Prozent ganz genauso. Also wenn überhaupt, dann ist es eine Ergänzung. Definitiv. Und ja, das eine tun, das andere nicht lassen. Also ich würde auch immer weiterhin in Jobbörsen gucken und ich würde mich aber auch immer auf den gesunden Menschenverstand konzentrieren. Natürlich ist Schön mit ChatGPT und Co Perplexity und wie sie nicht alle heißen, Deepseak oder sowas, da sich Unterstützung zu holen. Und natürlich kann man auch mal so eine Liste sich erstellen lassen. Aber hey, also wir haben auch schon viel damit experimentiert und ganz ehrlich, da kommt teilweise echt großer Kokolores raus. Also ich habe auch schon mittlerweile Tippfehler entdeckt in Bewerbungsschreiben von ChatGPT. Ich weiß nicht, ob das an meinem Server lag, weil der gerade einen Schluckauf hatte oder sowas Und deswegen kamen da irgendwie fehlerhafte Sachen an. Aber das ist, Wenn er das 1 zu 1 kopiert, das ist ganz, ganz schlecht. Und die machen alle Fehler, die wir immer so sagen, weil halt diese LLMs nur den Durchschnitt nehmen. Und 90 Prozent aller Deutschen Bewerbungsratgeber sagen, schreiben sie auf keinen Fall im ersten Satz, hiermit bewerbe ich mich auf ihre Stelle als. Was macht so ein blöder ChatGPT? Oh, 90 Prozent sagen schreiben, hier bewerbe ich mich auf ihre Stelle 1 als und schreiben das prompt in den ersten Satz rein. Die verstehen halt Statistiken. Ja, weil Statistik ist. Die verstehen aber nicht den Unterschied zwischen 90 Prozent sagen, mach das bloß nicht, sondern die sehen nur 90 Prozent schreiben das. Also muss das irgendwie ein guter Satz sein. Und so kommt das mit vielen anderen Dingen auch. Also ich würde es nicht machen. Also deswegen, man kann sich eine Hilfestellung holen gegen eine Schreibblockade, so erste impulse, kannst auch 3, 4, 5 mal durchlaufen laufen lassen und dann sagst du, okay, ich baue mir mal so ein paar Fragmente zusammen irgendwie. Und dann hast du aber völlig recht, würde ich immer die eigene, die eigene Emotion da reinbringen, die eigene Klangfarbe. Also wir haben früher, ich komme ja aus der Redaktion, du konntest jedem Artikel, ob da der Autor drunter stand oder nicht. Du konntest dem aber den Autor anlesen. Also ich kannte ja meine Kollegen, egal über welches Thema die geschrieben haben. Du wusstest, der ist von der Kollegin, der Artikel ist von dem Kollegen. Auch meine Artikel waren wahrscheinlich bei der Wirtschaftswoche immer super sofort zu identifizieren, weil jeder hat so eine eigene Klangfarbe und das ist ja gerade das Wertvolle. Es macht das menschlich. Und glaub mir, ich habe schon viele Bewerbungen gelesen von KI oder eben auch von Menschen. Du merkst, wenn du geübter Leser bist, merkst du den Unterschied irgendwie. Das schwingt in dem Subtext mit. Du spürst, das ist ein Mensch oder das ist eine kalte Maschine.
Also meine Mitarbeiter merken es auch, wenn die Kunden mit großer Erfolglosigkeit zu uns kommen und sagen, meine Bewerbungsunterlagen müssen überarbeitet werden, dann fragen die dann auch.
Man merkt das und ich glaube Personaler, selbst wenn sie KI als Vorauswahl nutzen, das kann eigentlich nur auf den Lebenslauf am Ende gehen, ob die wichtigsten Muss Qualifikationen vorhanden sind oder sowas, ob das grundsätzlich im Match stimmt, aber spätestens anschreiben liest man dann wieder. Und wenn das halt, das ist natürlich auch teilweise echt nur so Standard Floskel blabla. Natürlich will das keiner lesen, natürlich hat das keinen positiven Effekt, aber wenn das mal was Originelles ist und wirklich menschelt, dann hat das ganz, ganz große Vorteile. Also wir haben damit immer super Erfahrungen gemacht. Also alle Leute, die ich da irgendwie in der Vergangenheit anschreiben, formuliert, gedichtet habe, die waren immer hinterher sofort total zufrieden, sagten, da bin ich echt drauf angesprochen worden, weil es sich eben so positiv abhebt. Aber da rätst du auch manchmal wie auf einen kranken Gaul ein irgendwie. Die meisten sagen dann, es macht nur Arbeit, ich nehme dann doch lieber ChatGPT. Ja, okay, wenn es funktioniert, bitteschön. Ja, so, das war aber jetzt ein trauriges Schlusswort. Wir wollten noch was Positives finden. Wir wollten auch zum Thema Arbeitslosigkeit, wollten wir noch was Positives finden. Also im Moment sind schwierige Zeiten, das haben wir eingangs gesagt, aber es gibt auch positive Signale. Es geht was, oder?
Ja, es gibt ein paar wirklich. Habe da auch eine Statistik zu den Aussichten seitens Unternehmen gesehen. Da sah jetzt auch im Laufe des Jahres schon mal durchaus düsterer aus oder auch im letzten Jahr. Also viele Unternehmen blicken da jetzt auch schon in Richtung 26 ein bisschen optimistischer. Und man darf eins nicht vergessen, wir reden hier vom Arbeitsmarkt und Q steht an und im Dezember, da schreiben auch ganz viele einfach nicht mehr aus, egal wie es läuft gerade. Genau. Und das wird halt oft auf Q verschiedenen. Im Dezember passiert nicht mehr viel. Also das ist seit Jahren, seitdem ich das mache, immer so und es ist auch dieses Jahr so. Und im Januar, Februar, März gibt es wesentlich mehr Stellenausschreibungen und da geht viel mehr. Deswegen jetzt ist der beste Zeitpunkt jetzt schon, sich für Q vorzubereiten und Unterlagen auf den neuesten Stand bringen. Gerne auch schon Jobs raussuchen, aber in Q kommt mit der ersten, zweiten Januarwoche kommen wesentlich mehr Stellen auf.
Definitiv. Also ich würde auf jeden Fall eine gute Strategie vorbereiten, Unterlagen optimieren, machen, tun. Also alles auf den besten Stand bringen, Online Profile auf den neuesten Stand bringen, Fotos austauschen, Texte verbessern und so weiter und so fort. All das kann man vorbereiten. Mir fällt hier auch noch mal unser anonymer Kandidat ein, der hier die Frage gestellt hat, selbstständig oder nicht. Ich habe mich ja damals auch auch selbstständig machen müssen, unfreiwillig ein bisschen 2013 war das und es war wirklich genauso. Also ich war dann arbeitslos und habe mich selbstständig gemacht im Dezember und ich kann sagen, Dezember, Januar waren die Horrormonate in meiner ersten Selbstständigkeit, weil da geht gar nichts. Also auch für den Fall, dass sich der Kandidat oder andere jetzt gerade selbstständig machen. Dezember, Januar sind einfach die schlechtesten Monate, um sich selbstständig zu machen. Vorbereiten, ja, aber man sollte jetzt nicht darauf hoffen, dass da die großen Umsätze und Aufträge reinkommen, weil da sind die alle noch. Die einen sind schon in Weihnachtsmodus oder feiern noch die Budgets ab und machen die Bücher zu und die anderen sind dann Anfang Januar im Skiurlaub oder sonst wo oder noch in Weihnachtsferien dies und jenes oder fangen erst mal an, den eigenen Laden aufzuräumen und wieder auf Frühjahrsputz zu trimmen und dann geht's los. Also ideal aus meiner Erfahrung geht es so richtig erst im Februar los. Bis dahin muss man, gibt es auch ein Fachwort für das passt sogar in die Jahreszeit, nennt sich Wintering. Bis dahin muss man so ein bisschen überwintern, muss einfach sagen, ich bereite alles vor. Ich murmel mich mal ein, bereite aber alles. Vor und dann im Februar, bam, tada, da bin ich und dann ist alles ganz frisch und ganz anders, wenn die Bäume draußen ausschlagen im März irgendwie und es wird mit Frühling ist so wie die Stimmung wieder der andere, sei denn, aber ich will nichts Negatives sagen, es passiert wieder irgendwas in dieser Welt. Aber ansonsten gehen wir davon aus, dass das alles wieder ganz anders wird und die Sonne wieder länger scheint und draußen wird es wieder grün und wärmer und so. Dann ist meistens die Stimmung viel Psychologie in der Wirtschaft, dann ist die Stimmung meistens immer ganz anders. Also so lange muss man halt leider ein bisschen durchhalten, abwarten, Geduld haben, aber man kann viel machen, Vorbereiten.
Ja, und wenn Stellen ausgeschrieben sind, auch morgen schon bewerben natürlich.
Was da ist, nimmst du mit. Im Zweifelsfall sind vielleicht sogar weniger Mitbewerber da, weil die Urlaub sind, die gehen dann sagen, hat eh keinen Sinn, ich gehe schon mal in die Ferien, ich schalte ab und genau, dann ist es super, wenn du die Gelegenheit beim Shop verpackst. Na klar. Also auch jetzt weitersuchen. So, hast du noch was machen wollen, wolltest gerade noch was zeigen gucken oder so, Das sah so aus irgendwie Jetzt wieder da, jetzt wieder da. Dann würde ich sagen, wir haben jetzt auch schon wieder 45 Minuten am Tag. Wir machen mal Schluss. Das war übrigens unsere letzte Sendung in diesem Jahr. Ich glaube, ich habe das eingangs schon gesagt. Also wir machen jetzt keine mehr. Wir wollten noch mal vielleicht nächste Woche, aber schaffen wir Timi nicht. Vielleicht gehe ich mal alleine auf Sendung. Ich weiß es aber noch nicht. Bei mir ist auch noch relativ voll, aber im neuen Jahr sind wir auf jeden Fall wieder da. So, Thema ist noch nicht fest. Ich glaube, wir haben auch überlegt, was ist, du hast gesagt 8. Ist das die erste die zweite Januarwoche? Ich weiß es gar nicht.
Müsste jetzt in Kalender quasi so die erste richtige dann.
Ja, die erste richtige. Der erste Januar ist irgendwie. Was ist denn der erste Januar ist ein Donnerstag. Ja, genau, dann ist das dann die 2. Genau. Ach, ein gutes Datum bin ich dabei. Also ihr seht uns dann sehr wahrscheinlich am 8. Januar wieder. Uhrzeit wissen wir schon. Bleiben wir auf 18 Uhr, machen wir 17 Uhr wieder.
Wollten wir jetzt noch mal ein bisschen analysieren, aber in dem Zeitraum wird es.
Auf 17, 18 Uhr. Wir gucken einfach mal. Genau, wir können uns ja rechtzeitig Alles klar, dann euch allen einen schönen Abend und frohe Weihnachten.
Frohe Weihnachten, genau.
Bis dann. Ciao.










