Bewerbung ohne Berufserfahrung: Wie geht das?

Live-Stream von JobGenius (Hosts: JobGenius & Stefan) über "Bewerbung ohne Berufserfahrung". Sie erklären, welche Tätigkeiten als Berufserfahrung zählen (Praktika, Ehrenamt, Werkstudent, Nebenjobs), unterscheiden erste/einschlägige/fundierte Erfahrung, und geben praktische Tipps: immer Anschreiben beilegen, das Anschreiben nutzen, um übertragbare Soft Skills und Motivation zu betonen; Lebenslauf so strukturieren, dass relevante Tätigkeiten (Werkstudent, Abschlussarbeit, Nebenjobs, Ehrenamt) hervorgehoben werden; technische Skills und Micro‑Certificates anführen; Referenzen und Zeugnisse als Ausgleich; Bereitschaft zu Kompromissen (Umzug, niedrigere Einstiegsposition) kann helfen, Fuß in die Tür zu bekommen.
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So ihr Lieben, herzlich willkommen. Wir sind endlich mal wieder live zu einer neuen Sendung und freuen uns sehr, dass ihr eingeschaltet habt und wieder dabei seid. Heute geht es um das Thema Bewerbung ohne Berufserfahrung. Das ist vor allem für Berufseinsteiger, für Quereinsteiger häufig ein Problem, weil die unter dem klassischen, Achtung, Fachbegriff, Permission Paradox, was heißt das? Kein Job, keine Erfahrung, keine Erfahrung, kein Job. Und so dreht sich das immer im Kreis und ist ein klassisches Catch 22 Problem, also ein Problem, was seine eigene Lösung unmöglich macht. Es gibt aber Lösungen und die stellen wir uns heute euch, nicht uns, wir kennen sie schon, aber die stellen wir euch heute vor. Und dabei ist natürlich auch wieder die liebe Stefan. Hallo Stefan, ich habe gerade eben unser Logo gesucht, habe es irgendwie nicht gefunden. Mal wieder das feil mein Computer hier, die blöden Updates, dann will er nicht. Deswegen heute ohne Logo. Aber ich glaube, das kennen die meisten schon, deswegen können wir gleich einsteigen mit unserem Thema. Bewerbung ohne Berufserfahrung ist glaube ich gerade für Quereinsteiger, aber natürlich auch für Berufseinsteiger ein häufiges Problem. Darüber wollen wir heute ausführlich sprechen. Vielleicht klären wir erstmal und da gebe ich mal die Stafette gleich an dich. Ich muss die Richtung zeigen, aber meine Hand kommt nicht in deinen Bildschirm rein. Was ist überhaupt Berufserfahrung? Was zählt denn alles dazu und wie kann man das unterscheiden?
Ja, hallo Jochen erstmal. Genau, also grundsätzlich gibt es natürlich verschiedene Einstufungen von Berufserfahrung. Wir schauen uns ja selber immer unsere eigenen Artikel auch nochmal zu dem Thema vorab in Vorbereitung auf die Sendung. Wir ranken ja auch tatsächlich beide für dieses Thema sehr prominent. Genau, und wir unterscheiden da beide gleich eigentlich. Es gibt so diese erste Berufserfahrung ist sowas wie, das liegt auf der Hand, aber auch ein Praktikum oder zum Beispiel ein Ehrenamt tatsächlich ist auch oft Berufs oder ist immer Berufserfahrung eigentlich. Aber auch so was wie in der Uni Fachschaft, das gehört vielleicht auch zu Ehrenamt. Was haben wir noch? Work and Travel, aber auch sowas wie Aushilfsjobs, wo man so nicht dran denkt vielleicht. Ich sehe das ganz oft, wenn wir diese kostenlosen Lebenslaufchecks auf Messen machen, dass zum Beispiel Leute dann Dinge gar nicht hinschreiben, wie irgendwie Nebenjobs, sagen wir mal im Verkauf beim Wecker oder so, da nimmt man ja auch eine Menge mit. Also man hat vor allem Kundenkontakt, das ist super wichtig in ganz vielen Jobs. Und genau, das sollte man alles aufführen. Ich schaue mal, ob ich noch was vergesse habe. Ich glaube, das war so das Wichtigste. Genau. Und das sind so die ersten Berufserfahrungen oder wir würden das als erste Berufserfahrung definieren. Wenn man sowas hat, ist man komplett ohne Berufserfahrung tatsächlich. Dann gibt es natürlich diese einschlägige Berufserfahrung. Also das ist so ein bisschen, wo ich sagen würde, irgendwie so, ja, also der eine sagt irgendwie ein bis drei Jahre vielleicht. Ich glaube auch da würde ich so irgendwie einordnen, dass man so die ersten wirklichen Erfahrungen gemacht hat. Vielleicht eine Trainee Stelle 24 Monate, das würde ich schon unter einer, nicht nur ersten, sondern vielleicht auch schon unter einer einschlägigen Einordnung sollte schon ein bisschen länger.
Sein als ein Praktikum. Also ich würde auch sagen, einschlägig ist immer länger als eine Woche oder einen Monat oder zwei Monate Praktikum. Das geht dann schon. Ein Werkstudent ist schon, je nachdem, ist schon einschlägig in den Bereich von ein, zwei Jahren geht, würde ich auf jeden Fall mit dazu nehmen.
Ja, genau, Werkstudent, wenn man das länger gemacht hat, auf jeden Fall, das stimmt. Dann gibt es natürlich diese fundierte, wo man schon sagen kann, irgendwie vielleicht ab drei bis fünf oder so. Und da wird auch eher schon Richtung langjährig. Genau, das ist vielleicht so ein bisschen wichtig zu wissen in dem Kontext, weil solche Begrifflichkeiten und Formulierungen natürlich in einer Stellenausschreibung auftauchen und und man sich mitunter vielleicht nicht bewirbt und davon abschrecken lässt, weil man einschlägig liest und denkt, oh, da muss ich jetzt aber schon 10 Jahre Vertrieb gemacht. Haben. Nee, das ist es nicht. Wie würdest du das einschätzen? Habe ich das halbwegs richtig wiedergegeben?
Also ich bin hier nicht der große Korrektor, aber super gemacht. Grundsätzlich denke ich, sehen wir auf einer Wellenlänge. Ich würde immer sagen, ja, natürlich auf keinen Fall abschrecken lassen. Man kann alles versuchen bei der Bewerbung und sollte auch, wir sagen ja auch immer anderen Stellen, Wenn Du nur 70 Prozent der Stellenanzeige erreichst, kannst dich alle mal bewerben. Also bloß nicht abschrecken lassen um Himmels Willen. Und jetzt bei diesen Berufserfahrungen würde ich auch sagen, ob das jetzt erste Berufserfahrung oder nur Berufserfahrung dasteht oder einschlägig immer bewerben bei relevanter Berufserfahrung und fundierter Berufserfahrung, aber beiden Begriffen, da wäre ich jetzt ein bisschen skeptischer. Für Berufseinsteiger und Quereinsteiger, da erwarten, wenn Sie es so reinschreiben, relevante und fundierte, da erwarten Sie wirklich sozusagen Plug and Play Bewerber und Bewerberinnen, also die halt praktisch keine Einarbeitung großartig haben, die sich mit dem Job schon auskennen. Und das sind dann aber auch meistens, ich sage keine Einsteiger Jobs, das sind dann schon eher so auf Senior Level die Jobs, wo man dann sagen muss, da musste da schon irgendwie was mitbringen. Für Quereinsteiger echt schwer, für Berufseinsteiger eigentlich keine Chance. Also wenn man so explizit in der Stellenanzeige drin steht, relevant fundiert, dann wird es ein bisschen eng. Aber ich meine, selbst da sage ich immer, ich meine, wenn du mutig bist, machen, Also ich meine, mehr als nein sagen kann auch ein Personaler nicht, Du weißt ja nie, wie die drauf sind und wie die so ticken. Es kann also gut sein, dass sie am Ende sagen, die Bewerbung hat uns trotzdem überzeugt, wir wollen es einfach mal ausprobieren und vielleicht, Stichwort Initiativbewerbung, vielleicht sagen Sie die Stelle jetzt nicht, aber wie es der Zufall will, haben wir eine andere Junior Stelle und da passt die oder der Kandidat total drauf. Nehmen wir trotzdem.
Genau. In dem Zusammenhang vielleicht noch ergänzend, ist natürlich auch wichtig, was dabei steht. Also wenn da zwingend erforderlich steht und fundiert mit zwingend erforderlich, da sinken dann die Chancen nochmals. Wenn dann wünschenswert natürlich nur steht, dann ist die Chance wieder ein bisschen größer.
Genau, dann haben wir wieder so eine Kann. Das ist die Unterscheidung Muss und Kann Qualifikation, wo wir sagen, genau, da geht es dann ein bisschen runter. Also das vielleicht so als kleines Vorgeplänkel von uns. Ich sage noch mal, deswegen habe ich dieses Fenster angemacht. Ihr könnt, wenn ihr hier gerade zuschaut, jederzeit Kommentare schreiben, wo auch immer ihr gerade zuschaut, Auf Facebook, auf YouTube, auf Twitter, Quatsch, Twitch und LinkedIn geht das auf jeden Fall in dem Stream unten die Kommentarfunktion nutzen, eine Frage stellen, wir sehen die, wir blenden die ein, wenn ihr wollt. Wenn ihr das nicht wollt, sagt ihr einfach anonym noch dazu als Wort, dann blenden wir es nicht ein. Ich mache das nur auf der Tonspur, weil es gibt ja immer dieses Profilbild dazu und der eine oder andere möchte hier nicht im Livestream auftauchen. Kann ich gut verstehen, dann machen wir das anonymisiert, ist also gar kein Problem, sonst blenden wir es auch gerne ein, einfach auch damit andere mitlesen können und es macht das Bild einfach ein bisschen spannender. So, dann lass uns doch gleich mal einsteigen. Wie bewirbt man sich denn jetzt ohne Berufserfahrung? Wir gehen mal davon aus, wir haben hier sozusagen niedrige Hürden, die sind wünschenswert, die genannten Berufserfahrung oder vielleicht auch nicht so hoch, also nicht zwingend erforderlich und nicht fundiert. Und dann bewerben wir uns einfach trotzdem als Quereinsteiger, als Berufseinsteiger mit Menschen, als Mensch, der eben keine Berufserfahrung hat. Wie kommt man da am besten zurecht? Was ist so dein erster Tipp, wenn du Damit geht es auf jeden Fall. Damit kann ich fehlende Berufserfahrungen wieder ausgleichen.
Ich denke, wir kommen nicht drumherum ein Anschreiben mitzuschicken. Genau. Und da wirst du mir wahrscheinlich zustimmen. Auf den Lebenslauf kommen wir gleich nochmal. Im Anschreiben kann ich natürlich dann dann vieles vielleicht auch ausgleichen, was mir noch fehlt. Grundsätzlich ist bei einer Bewerbung, wenn man wenig Berufserfahrung oder keine oder erste nur hat, natürlich so das ganze Thema Soft Skills und Motivation natürlich viel stärker ausgeprägt noch mal. Und wie kann ich das besser vermitteln als in einem Anschreiben? Im Lebenslauf ist das relativ schwierig tatsächlich. Genau. Und deswegen eignet sich da ein Anschreiben. Der Lebenslauf darf natürlich auch nicht fehlen und grundsätzlich relevante Zeugnisse oder so natürlich auch nicht. Aber ich glaube, darauf wolltest du hinaus. Das Anschreiben ist hier wirklich ein metarer Punkt, mit dem man ein zentrales Dokument.
Wir sagen immer dann, wenn du halt einen Lebenslauf hast, der irgendwie nicht passt und das hatten wir hier auch schon ein paar Mal in der Sendung, wo wir gesagt haben, also ob das jetzt Quereinsteiger waren oder sonstige Problemfälle. Immer dann, wenn der Lebenslauf nicht so 100 Prozent auf die Stelle passt, wobei man das auch hin dengeln kann, dann brauchst du ein Anschreiben. Das ist einfach super. Das hat ich weiß, es ist unbeliebt und wir reden uns sein Schänzchen, aber wir sind beide überzeugte Anschreiben Fans und glauben eben ganz, ganz stark daran, dass es seinen Sinn und Zweck erfüllt. Und hier ganz besonders gerade weil der Lebenslauf ja hier nicht wirklich so richtig, richtig überzeugen kann. So, wie kann man da am besten überzeugen? Du hast schon genannt Soft Skills. Ich finde Soft Skills sind das Ding schlechthin. Total unterschätzt. Auch in unserer, ich sag mal, in unserer Ratgeber Karriere, Ratgeber Bubble gehen viele Leute extrem stark natürlich auf die Hard Skills, immer auf harte Qualifikationen. Ich persönlich glaube ja, dass Soft Skills im Job oft viel wichtiger sind. Klar gibt es Berufe, da brauchst du eine anständige Ausbildung, ein Studium oder eben eine handwerkliche Ausbildung. Ohne geht es einfach nicht. Aber die Soft Skills sind am Ende die, die den Unterschied machen, ob einer im Job erfolgreich ist, weil sie nimmt zwei Menschen, die haben denselben Studienabschluss, sagen wir mal beide BWL so irgendwie und der eine ist halt völlig sozialer oder Soziopath, um mal so ein Extrem zu machen und der andere ist ein totaler Teamplayer, Wer wird wohl erfolgreich sein? Ich meine, diesen extremen Beispielen merkt man es immer in der Deutlichkeit. Das ist natürlich konstruiert so. Die Extremen kommen ja selten vor, aber letztendlich ist es halt so, dass es am Ende des Tages immer darauf hinausläuft, mit den richtigen Soft Skills. Und da gibt es eine ganze riesen Palette, kannst du im Job unglaublich viel mangelnde Qualifikationen ausgleichen, weil dieses Training on the Job, also Learning on the Job, Training on a Job, das ist ja am Ende sowieso das, was Berufseinsteiger machen. Also hast jetzt kommst aus der Uni oder so, hast viel Theorie in deinen Schädel reingedrückt und jetzt geht es darum, die Theorie umzusetzen. Und wenn du da eben das Gelernte anwenden willst, ist das schon wieder ein Softscale. Also wie lerne ich, wie gehe ich mit anderen Menschen um, wie stelle ich Fragen, wie komme ich klar, wie gehe ich mit Konflikten um, wie bringe ich mich ins Team ein, wie positioniere ich mich und so weiter. Sind alles wichtige Soft Skills. Und deswegen glaube ich, Soft Skills sind hier der Schlüssel, einer der zentralen Schlüssel für unsere Kernfrage Bewerbungen ohne Berufserfahrung und dann vor allem übertragbare Soft Skills. Also das kann dann, ist wieder auch gerade interessant für Quereinsteiger. Immer dann, wenn ich Skills habe, Problemlösungskompetenz, Zeitmanagement, Organisationstalent Menschenkenntnis, Kommunikationsstärke, Durchsetzungsvermögen, all diese Sachen, die eben sehr, sehr leicht auf andere Jobs übertragbar sind, dann würde ich die auch im Bewerbungsschreiben massiv nach vorne stellen. Natürlich ausgewählt nur die, die auf den angestrebten Job passen, aber damit kannst du dann halt wirklich punkten, weil darauf kommt es auch am Ende des Tages halt an.
Ja, also stimme ich dir voll zu. Letztendlich ist das Ziel im Recruiting nicht den erfahrensten Bewerber einzustellen, sondern eigentlich den passendsten und richtigen oder besten oder wie auch immer. Und genau, du hast da schon ganz tolle Soft Skills gerade Gen, die wirklich auch jeder, wenn er sie hat, auch begründen kann, auch irgendwie aus privaten Umfeld oder aus dem universitären Umfeld, Sport. Also da findet man immer Dinge, wie man sowas wie Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität, Teamfähigkeit, du hast gerade noch ein paar mehr genannt, auch begründen kann. Und genau das sollte man dann auch tun im Anschreiben und einfach schauen, was steht drin, was ist gefordert und was bringe ich mit Textmarker, das will ich alles in mein Anschreiben packen und dann los geht's.
Mir fallen auch noch so technische Skills ein, die sind ja auch übertragbar. Ich sag mal, der Umgang mit MS Office oder sowas auch total wichtig, also in vielen Berufen oder gerade jetzt hier der Umgang mit dem Internet. Also wenn du sagst hier ich kann Social Media, ich kann keine Ahnung, irgendwie HTML oder vielleicht sogar irgendwas programmieren, Fremdsprachenkenntnisse, all sowas, je nachdem, wenn ich bei einem Internet internationalen Player bewirbst, das ist alles übertragbar. Das brauchst du eigentlich in vielen, vielen Jobs und deswegen ist es ein echter Pluspunkt.
Ist vielleicht noch so ein Punkt, das ist auch so typisch, wenn ich mich immer um die Geschenke kümmer bei Geburtstagen oder die Geburtstagsfeiern organisiere oder so, das ist dann ja schon wirklich ein Hard Skill eigentlich, weil er kannst du nicht so beweisen. Aber genau, und das ist auch so ein typischer, den man gut begründen kann.
Finde ich definitiv ein Pluspunkt. Ansonsten ist natürlich ein weiterer Baustein, was immer funktioniert, gerade bei Berufseinsteigern, ist halt eine hohe Motivation, Begeisterung, Interesse auch damit kann ich vieles ausgleichen. Auch da kenne ich genug Personale, die mir schon in der Vergangenheit immer wieder gesagt haben, also wenn da so ein Kandidat, eine Kandidatin vor uns sitzt, wo der das Gefühl hast, du musst zum Jagen tragen, dann ist das ein ganz großer Minuspunkt. Wenn du allerdings schon im Anschreiben klar machst, ich will wirklich zu euch, also diesen Liebesbrief an das Unternehmen schreibst oder wirklich, ich bin begeistert von eurem Unternehmen, ich bin begeistert von dem Job, ich habe hohes Interesse, eine starke Motivation. Das ist etwas, was gerade bei Berufseinsteigern natürlich wunderbar funktioniert, weil da erwartet man ja auch tendenziell nicht mehr als Personal. Du weißt, die können noch nicht so viel Berufserfahrungen haben, es sind ja nun mal Einsteiger, aber das Mindeste, was man dann erwartet, ist, dass sie zumindest ein Interesse haben an dem Job und an dem Arbeitgeber und dafür wirklich brennen in irgendeiner Form. Also damit kann man das auch noch mal ausgleichen. Aber dieser Funke, der muss rüberspringen im Anschreiben. Und an der Stelle verweise ich mal auf das andere Lieblingsthema von mir. Du ahnst, was jetzt kommt, das Bewerbungsvideo. Ja, ich habe es gehört, werde nicht müde, es hat nun mal Vorteile und natürlich ist Papier geduldig. Ich kann natürlich immer wieder schreiben, ich bin total begeistert von eurem Job. Und wenn du dann dieses Gesicht hast, denkst du, ja, glaube ich dir aber nicht. Wenn du es in einem Video rüberbringst, wenn du sagst, ich will diesen Job, ich brenne dafür, ihr seid großartig, ich liebe euer Unternehmen und eure Produkte und das entsprechend rüberbringst mit viel Leidenschaft, vielleicht nicht ganz so übertrieben, wie ich das jetzt gemacht habe, ist auch too much, aber wenn du das rüberbringst, da sagt ein Video wesentlich mehr als oder Worte und wirkt viel überzeugender. Deswegen so ein kleines Video aufnehmen bei YouTube hochladen unter nicht gelistet, dann sieht es kein anderer und den Link dazu packst du die Bewerbung rein, dann sieht es nur der Personaler. Überhaupt kein Problem, Finde ich ganz, ganz.
Toll, gebe ich dir recht. Also die Idee ist auch gut. Wichtig ist nur, dass man wirklich auch im Anschreiben wirklich das auch begründet, warum man so begeistert ist von dem Unternehmen. Ich lese manchmal Bewerbungen von, die sich auch bei uns bewerben, dann mal für ein Praktikum oder so. Da denke ich so, ja, was findest du denn so geil? An Bewerbungen jetzt. Also du musst es auch schon sagen und schreiben. Genau, das ist halt super wichtig, dass das authentisch rüberkommt, weil sonst ist es so Geschwafel, das muss man ehrlicherweise sagen.
Ja klar, das ist so wie die Kooperationsanfragen, die ich immer kriege für unsere Seite. Ich finde eure Inhalte, ihr habt so tolle Inhalte und dann kommt Ende. Wir hätten gerne. Ja genau. Ganz großartige Seite, so hilfreich. Und übrigens, wir hätten auch noch was Hilfreiches. Wie ist der Link? Könnt ihr den bitte einbauen? Und ich denke mir so, ja, das ganze Geschwafel davor, das war so ein Gesülz. Das kannst du für jede. Du siehst manchmal auch genau, wo der Kettenbrief ist, also wo dann nur noch Karrierebibel DE eingesetzt worden ist. Und ansonsten geht das an zig Webseitenbetreiber raus und denkst. Ja genau so glaube ich euch das auch. Und das gilt natürlich auch für die Bewerbung. Also ich meine, dann darf man einfach nicht vergessen, Personale lesen 100 Stück davon irgendwie in der Woche oder im Monat und dann hast du halt alles schon gesehen und man muss sich da nicht einbilden, dass man mit so einem Bluff unbedingt durchkommt. Was hältst du denn von sozialem Engagement? Du hast es vorhin, glaube ich, mal angesprochen mit Ehrenamt bei den einschlägigen Loserfragen. Kann man damit auch deiner Meinung nach punkten? Wie bist du da, wie stehst du da dazu?
Also da bin ich sogar ganz weit vorne ein großer Fan von, weil natürlich, also soziales Engagement zeigt ja auch nicht so bezogen, sondern auch irgendwie an deine Mitmenschen denkst und so. Und wenn man mal auch in andere Länder schaut oder so, gerade in den USA, ist das glaube ich so, dass das auch so ein Muss fürs Lebenslauf ist, wenn du Karriere machen willst sogar. Aber da sollte, also da bin ich so ein bisschen vorsichtig. Also ich sehe das immer als großen Pluspunkt. Ich beobachte das bei mir selber, dass ich Bewerber das hoch einschätze und da dann wirklich die irgendwie für gut befinde, wenn ich da sehe, okay, die haben schon zwei, drei Jahre das und das gemacht oder sind Fußballtrainer im Verein, keine Ahnung. Also die engagieren sich. Das sind meistens Menschen, die haben auch Bock, was zu machen einfach und nicht nur so den Job einfach, da ist das Gehalt kein Schmerzensgeld, sondern nett, Aber eigentlich haben sie auch Bock auf den Job.
So, ich bin da ganz bei dir. Ich glaube, dass in diesem sozialen Engagement Subtext mitschwingt, um das mal so zu sagen. Und dieser Subtext, der sagt, ich will hier nicht einfach nur einen Job. Ich bin doch nicht ein Mensch, der einfach nur irgendwie Geld verdient und dann hänge ich zu Hause auf der Couch und so, sondern ich habe auch noch ein Privatleben. Aber auch selbst im Privatleben bin ich ein Machertyp, engagiere ich mich. Also ich habe Energie und Drive und will da noch was erreichen. Und diese Subbotschaft, die steckt da mit drin. Deswegen kann man also Menschen, das glaube ich auch Menschen, die sich sozial oder sonst wie noch zusätzlich engagieren, ob das im Verein ist oder in der Kirche, Kirchengemeinde oder bei den Tafeln oder sonst wo, das sind meistens Leute, die auch Energie haben und die hängen auch immer noch mal bei dir in der Firma, wenn die für den Job wirklich brennen, da sind wir wieder beim Punkt davor, aber wenn die für den Job wirklich brennen, dann hängen die sich auch rein. Also mit denen kannst du wirklich fliegen. Die bremsen nicht und hängen einfach nur da, sondern mit denen kannst du halt fliegen. Deswegen hatte ich auch für einen ganz, ganz wichtigen Punkt, da sind wir eigentlich auch schon bei einem anderen Punkt, der indirekt damit zusammenhängt, den ich auch immer ganz gerne nenne. Du hast vorhin auch Amerikaner gesagt bzw. Angelsachsen Referenzen. Ich finde, mangelnde oder fehlende Berufserfahrung kann man wunderbar mit Referenzen ausgleichen, indem man Fürsprecher findet. Und damit meine ich jetzt nicht hier so diese billigen Dinger auf LinkedIn, die dann so, hilfst du mir, helfe ich dir so, schreib für mich mal was Nettes, schreibe ich für dich was Nettes. Das hilft natürlich nicht. Aber wenn du, ich sag mal aus der Studienzeit, wenn du da den Prof. Oder Dozenten oder eine studentische Hilfskraft mit dir oder deine Betreuer von der Bachelorarbeit oder sowas, wenn du von dem ein Schreiben bekommst, wenn du von deinem Ausbilder im Ausbildungsbetrieb ein Schreiben bekommst, die dir bescheinigen, der oder die Kandidatin ist super engagiert, fokussiert, du kannst dich auf die verlassen, die ist belastbar und so weiter, hat eine hohe Auffassungsgabe, lauter so Zeug, was halt auch im neuen Job relevant ist, dann ist das definitiv wieder ein Pluspunkt, weil es ja neutrale Dritte sagen und die müssen das nicht machen. Das ist ja das Schöne an den Referenzen. Keiner ist ja gezwungen, eine Referenz zu geben, aber wenn sie es freiwillig machen, dann spricht das definitiv dafür und ist im Zweifelsfall, finde ich, auch immer wertvoller sogar noch als ein Zeugnis.
Ja, auf jeden Fall. Ist ein guter Punkt. Vor allem hast du ja bei jemandem, der wenig Berufserfahrung hat, automatisch auch weniger Unterlagen. Also du hast ja noch nicht irgendwie 5 Arbeitszeugnis oder so. Das heißt, bei so einem Bewerber ist auch die Chance, dass es gelesen wird, auch ein Stück weit höher und deswegen ist das auf jeden Fall ein gutes Mittel. Wenn man das bekommen kann, würde ich da auch für kämpfen.
Definitiv, ja. Und dann haben wir natürlich noch Zeugnisse generell und damit meine ich jetzt nicht das Arbeitszeugnis, was ja tendenziell gar nicht vorhanden ist, weil man keine Berufserfahrung hat, sondern eben andere Zeugnisse. Zeugnisse, Zertifikate von Fortbildungen, von Sprachkenntnissen, irgendwelche Online Kurse, Auch da finde ich Micro Degrees, so heißen die ja, das sind diese kleinen Kurse, die man irgendwo mal machen kann. Wenn sie denn relevant sind für den Zieljob, dann sind die auch noch mal ganz, ganz wertvoll, weil sie vielleicht nicht für eine Berufserfahrung stehen, aber doch für eine Berufskompetenz, weil sie eben darauf passen. Also hast dann irgendwie ein wichtiges einschlägiges Zertifikat für, keine Ahnung, bewirbst dich irgendwo als Programmierer und hast halt dann die gerade angesagte Programmiersprache drauf. Ich kenne mich dazu wenig aus, müsste jetzt meinen Sohn fragen, der ist Programmierer, der kann das alles runterbeten, mir fällt da jetzt noch Java ein oder so, aber der kann mit Sicherheit oder Python oder sowas. Aber wenn du da einen Kurs hast und kannst das, dann ist das einschlägig und auch hilfreich.
Ja, auf jeden Fall. Zumal da ja wieder auch der Sub Text mitschwingt. Wenn du einige Zertifikate vorweisen kannst, dann sieht man ja auch, oh, der hat aber Bock, also der ist auch Macher wieder, der will sich weiterbilden, der ist lernbereit und das kommt dann ja dabei auch rüber.
Das ist auch, ich mache mal gerade den Hinweis, wenn ihr Fragen habt, die ihr gerade zuschaut, es sind ja doch ein paar dann auf den verschiedenen Kanälen, dann gerne Fragen stellen, einfach die Kommentarfunktion nutzen. Wir sehen das und wenn ihr anonym bleiben wollt beim Fragen stellen, dann blenden wir die auch nicht ein. Dann einfach kurz das Wort anonym dazu schreiben, dann machen wir das hier nur auf der Tonspur. Aber ihr könnt gerne auch Fragen zu diesem oder anderen Themen sprechen, wenn sie völlig abseitig sind. Dann wie alt sind deine Kinder oder sowas beantworten wir jetzt nicht, aber alles andere zum Thema dann sehr, sehr gerne. Dann haben wir doch aber im Prinzip eine ganze Menge. Ich versuche noch mal zu rekapitulieren. Wir haben gesagt, also bewerben ohne Berufsverfahren, unbedingt ein Anschreiben schreiben mit Soft Skills, mit übertragbaren Soft Skills, vor allem mit Interesse, also Begeisterung, Leidenschaft, mit Engagement kann man das ausgleichen. Soziales Engagement, wir haben Zeugnisse gerade eben genannt, einschlägige Zeugnisse und Fortbildungen von Sprachkursen, Online Kursen, was auch immer und mit Referenzen. Das sind so die wichtigsten Punkte. Haben wir was vergessen? Fällt dir noch ein Punkt ein, wo du sagst, ne, das muss jetzt unbedingt rein? Das ist auch noch eine gute Chance, Aber ich finde das schon eine ganze Menge.
Genau, ich glaube beim Anschreiben sind wir durch. Wir sollten jetzt auf jeden Fall noch mal auf das Thema Lebenslauf dann gehen. Hier ist natürlich die Besonderheit, dass man quasi, also der Lebenslauf per se nicht so lange sein kann, wie bei jemandem, der zehn Jahre im Beruf ist. Und genau, da ist es halt, sag ich mal, wichtig, dass man auch zeigt, dass man aber in seiner kürzeren Lebensdauer quasi auch schon einiges gemacht hat. Und da ist es halt auch wichtig, dass Nebenjobs, wo man vielleicht denkt, ja, die sind nicht relevant, der irgendwie Verkauf, ich habe beim Bäcker gejobbt neben dem Studium. Naja, aber wenn du den weg lässt, denken die so, der hat ja nur studiert, der hat ja gar nicht gejobbt. Noten waren jetzt auch nur eher befriedigend. Scheint eine faule Entschuldigung zu sein. Genau, ja genau. Wenn du dann zehn Jahre im Beruf bist, kannst du die Position natürlich streichen, das muss man schon sagen. Die ist dann auch nicht mehr relevant. Aber im Studium gehört, hol also alles, was du reinwerfen kannst, ab in Lebenslauf, alles irgendwie an praktischen Erfahrungen. Studium finde ich auch super wichtig, das machen ganz viele nicht. Ich würde auch mal meine Schwerpunkte da aufzählen oder das Thema meine Abschlussarbeit vielleicht, wenn das irgendwie relevant ist für einen Job, dann sowieso zwingend machen. Genau, also da kann ich ja zeigen, ich habe was gemacht, ich bin interessant und ja, vielleicht ganz, ganz wichtig noch an der Stelle auch, ich habe noch einen Punkt. Man muss sich auch dahingehend je nach Ausschreibung so ein bisschen entscheiden. Man hat nämlich zwei Möglichkeiten. Normalerweise, wenn man sich nach dem Studium bewirbt, entweder packt das Studium ganz nach oben antichronologisch, wenn man Werkstudentenjob gemacht hat, der vielleicht auch ein bisschen länger ist, dann kann man natürlich auch den nach oben packen. Da muss man das ist aber wirklich eine Einzelfallentscheidung, wenn der Werkstudentenjob irgendwie relevant oder auch sehr gut zur Zielstelle passt, würde ich vielleicht den sogar nach oben packen. Wenn jetzt aber das nicht der Fall ist, ich habe eher Nebenjob gemacht, der jetzt nicht so zu meinen beruflichen Vorstellungen passt in Zukunft, dann würde ich natürlich das Studium eher nach oben packen, was inhaltlich mehr Relevanz in Bezug auf die.
Zielposition oder die Ausbildung. Also man muss ja sagen, es gibt ja ein paar Leute, die aus der Ausbildung kommen, die haben in der Regel Berufserfahrung, aber wenn die jetzt Quereinsteiger sind, sagen also gut, ich habe Schreiner gelernt, aber ich würde jetzt doch gerne einen Bürojob machen, dann bist du ja wieder Quereinsteiger und dann passt die Ausbildung in dem Sinne nicht so sehr. Aber dann kann man die auch nach vorne packen und dann hast du völlig recht, muss man die Schwerpunkte halt darauf setzen und keine Ahnung, vom Schreiner zum Bürojob, dass du halt in der Berufsschule auch ein paar Bürotätigkeiten gelernt hast, so irgendwie ihre dich damit dann halt auskennst.
Genau. Und wie im Anschreiben auch schauen irgendwie, was ist vielleicht aus dem privaten Umfeld, was wichtig ist. Also auch Ehrenamt, soziales Engagement würde ich aufführen, würde ich beim Ehrenamt, wenn man es länger gemacht hat und da einiges gemacht hat, dann gehört. Also das ist für mich wie eine berufliche Station dann auch, dass ich die Tätigkeiten da auch aufführe und vielleicht auch sogar bei den Hobbys mal schauen. Also typisches Beispiel haben wir, glaube ich schon oft genannt, irgendwie Fotografie, wenn ich irgendwas im kreativen Bereich machen kann, finde ich als Recruiter. Auf der anderen Seite, wenn ich die Vorstellungsgespräche führe, immer total interessant, wenn jemand irgendwie Social Media bei uns machen soll oder Marketing und dann irgendwie solche Interessen hat, auch wie Zeichnen oder keine Ahnung. Genau, ja, Reisen muss man gucken, was man da rausholen kann, Aber vertriebsinteressant.
Ja genau. Also ist klar vielleicht.
Ja genau.
Es gibt Interessen und Hobbys, die passen einfach super, weil auch hier wieder, da schwingen Soft Skills mit. Da weißt du einfach irgendwie, wer, keine Ahnung, Kapitän in der Fußballmannschaft war oder so, der hat dann schon Teamleitungs Erfahrung irgendwie. Wenn du ein privates Projekt gemanagt hast, dann hast du halt Projektmanagement Kompetenzen, die du mitbringst. Das ist ja, ob du jetzt das im Job gemacht hast oder bei einem größeren Projekt und lass es auch ein soziales Projekt gewesen sein, wo du dich engagiert hast, bist du auf jeden Fall ein Projektmanager gewesen, wenn jetzt auch nicht ausgewiesen im Job, aber das ist ja, wenn du das lange noch gemacht hast und wenn es vielleicht ein schönes, komplexes Projekt war, dann zeichnet dich das ganz genauso aus. Absolut. Aber ich glaube auch, dass man hier flexibel sein muss beim Lebenslauf, wie man den erreicht. Ich denke jetzt gerade so an ältere Berufserfahrene. Wir haben hier auch schon mal über Bewerbungen 50 gesprochen oder 50 plus und da gibt es ja jetzt häufig dann auch Quereinsteiger in dem Alter, also sag mal plus minus 50 irgendwie, die dann sagen so, ich muss noch mal was ganz anderes machen. Also den würde ich jetzt nicht unbedingt empfehlen, ihr Studium nach vorne zu hängen. Das ist ein bisschen weit weg in der Regel zeitlich. Das sieht dann auch komisch aus. Also die müssen natürlich sozusagen mit den Berufserfahrungen einsteigen, die sie bisher gemacht haben. Und da wäre ich jetzt nicht unbedingt katholischer als der Papst und würde sagen, da kann man auswählen. Also da kann man dann tatsächlich sagen, ja, chronologisch, antichronologisch ist nicht verkehrt. Mach die Teile kurz, sehr, sehr kurz, die nicht relevant sind. Mach die Teile lang, die relevant sind, aber die gehören schon nach oben. Also dem würde ich jetzt nicht unbedingt empfehlen, also einer Jährigen oder einem Jährigen würde ich nicht unbedingt empfehlen, da jetzt mit dem Studium oben einzusteigen, sondern würde dann schon ja, mach deine Berufserfahrung. Aber umso wichtiger ist, wir haben ja so die klassische Reihenfolge im Lebenslauf Wir beide können das aus dem Effeff runterbeten. Du hast Berufserfahrung, Bildungsweg, also Berufsweg, Bildungsweg, besondere Kenntnisse. Und der Teil wird wieder interessant bei Quereinsteigern. Da musst du Relevantes reinpacken ohne Ende. Und weiter unten kommen dann Interessen und Hobbys, die halt auch noch mal ganz, ganz spannend sind. Dazwischen kann man noch ein paar andere Gimmicks packen, aber das sind so die vier Hauptbausteine, die man halt in einem Lebenslauf immer hat, was die Leute oder die Personaler in der Regel auch interessiert. Genau, aber die besonderen Kenntnisse finde ich halt auch noch mal ganz, ganz wichtig für Leute ohne Berufserfahrung, weil sie eben dann über die besonderen Kenntnisse einen Hebel haben im Lebenslauf zu okay, meine Berufserfahrung kann jetzt nicht so vorweisen, aber dafür habe ich ganz viele relevante natürlich Kenntnisse, Qualifikationen, die auf jeden Fall auf diesen Job einzahlen. Und zwar ist es eben eine Fortbildung, die darauf exakt passt. Also ich war ja, habe jahrelang an der TH Köln hier den Social Media Manager gemacht bzw. Ausgebildet, war Dozent, hab Prüfungen gemacht und das sind klassische Leute, die damals halt Social Media Manager werden wollten oder manchmal auch von ihren Chefs dazu abkommandiert worden sind. Du machst jetzt Social Media und dann haben die da halt eine Weiterbildung gemacht bzw. Eine Ausbildung an der TH Köln. Und natürlich konnten die dann, wenn sie es in Lebenslauf reingeschrieben haben, relativ weit nach oben bei den besonderen Ketten schreiben. Ich bewerbe mich auf den Social Media Manager. Übrigens, ich habe an der TH Köln auch die Fortbildung dafür gemacht und mit besonders gut Bestanden irgendwie abgeschlossen.
Ja, auf jeden Fall. Wichtig. Vielleicht auch hier, was ich auch immer merke auf Messen, viele haben den Irrglaube, dass sie ihren Lebenslauf auf eine Seite quetschen müssen, wenn sie mit dem Studium fertig sind. Da bin ich ein Gegner von, um auf eine Seite zu kommen, Sachen streichen oder streiche, das ist total dämlich und irgendwie Nebenjobs aufzuführen und so ist auch für ein Zivilpaar gut, sein Lebenslauf hochladen muss. Genau, absolut.
Ja, sagen wir mal so, das sind natürlich jetzt schon ganz, ganz viele Sachen, die wir genannt haben. Also jetzt für den Lebenslauf, für das Anschreiben. Ich glaube, also bevor wir jetzt so auf die Zielgerade einbiegen, auch mit Blick auf die Zeit, würde ich noch mal sagen, wir hatten ja oder ich hatte am Anfang gesagt, es gibt ja dieses klassische Permission Paradox, also so heißt es halt in der Fachsprache, keine Erfahrung, kein Job, kein Job, keine Erfahrung. Das ist so ein bisschen blöd. Wie kann man das lösen in irgendeiner Form? Ja, wir haben jetzt sozusagen Tipps gegeben zur Bewerbung, zum Anschreiben, zum Lebenslauf, Klammer auf, Bewerbungsvideo, Klammer zu. Aber ich glaube, dass man vielleicht auch noch mal dazu was sagen muss, dass man natürlich überlegen muss, auch hier und da mal Kompromisse einzugehen. Also auch das finde ich, ist wichtig an der Stelle noch mal zu sagen, wenn man seriös und ehrlich sein will. Manchmal muss man eben auch bereit sein, zum Beispiel, wenn ich in meinem Radius, den ich gerade habe, nichts finde, dann muss ich vielleicht auch bereit sein, mobiler zu werden und mich sozusagen auch mal in anderen Städten zu bewerben, also auch bereit sein, umzuziehen womöglich für den Job. Vielleicht muss ich auch bereit sein, Kompromisse einzugehen. Also das betrifft halt Quereinsteiger, wo man sagt dann ja, ich muss vielleicht im Status, im Stellenwert runter, Ich war vorher Senior und war Geschäftsführer oder so und jetzt willst du halt was quer einsteigen. Jetzt bis halt kannst du nicht davon ausgehen, dass gleich wieder Geschäftsführer wirst oder Senior. Du musst vielleicht noch mal als Junior anfangen in der Position. Aber ich finde das ist auch noch mal wichtig, dass man das dazu sagt. Wenn es so gar nicht funktioniert, dann finde ich, ist es wichtig, überhaupt einen Fuß in die Tür zu bekommen. Auch bei der Bewerbung einfach vielleicht mal Kompromisse eingehen. Keine faulen Kompromisse, aber schon, wo du sagst, okay, wenn ich den Fuß in der Tür habe, bin ich drin. Und dann habe ich halt eine Perspektive von ein oder zwei Jahren, wo ich sage, in den zwei Jahren gebe ich richtig Vollgas und zeigt den, was ich drauf habe und dann bin ich nach zwei Jahren wieder auf einer Seniorposition, wo ich vorher auch war. Und manchmal ist das, also der schnellste Weg zwischen zwei Punkten ist nicht immer die Gerade, sondern manchmal ist es eben auch der Umweg bzw. Die Krumme.
Ja, auf jeden Fall. Gerade wenn ich aus dem Studium komme, da erstmal noch mal Praktika zu machen, vielleicht ein, zwei über ein halbes Jahr, darüber dann eine Trainee Stelle. Ja, dann habe ich mal zwei Jahre vielleicht noch nicht mein Gehalt, was ich gerne hätte, aber letztendlich profitiere ich davon hinten raus auch Anstatt wenn ich jetzt einen Job annehme für zwei Jahre, wo ich mehr verdient, aber worauf ich keinen Bock habe. Das ist Verschwendung der Zeit. Also wie gesagt, lieber da Kompromisse machen, gehe ich voll mit. Gerade jetzt Bewerber ohne Berufserfahrung haben es gerade schwieriger auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich. Und da würde ich mich dann wirklich nach Praktika, nach Einstiegsmöglichkeiten, die dann halt auch noch nicht so gut bezahlt sind. Aber letztlich profitiert man da langfristig von.
Ich glaube auch. Ja genau. Da muss man vielleicht manchmal auch bereit sein. Ich sehe es gerade auch wieder bei einem Freund von mir, der vielleicht auch sich jetzt neu orientiert, wo es auch im gehobeneren Alter und auch der sagt, ja gut, dann muss ich halt im zoll 2 die schulbank drücken und muss halt noch mal eine Umschulung machen oder noch mal was Neues lernen in irgendeiner Form. Dann in der Zeit muss man, wie so schön sagt, Stahl fressen und halt mal die Zähne zusammenbeißen und sagen, das ist jetzt gerade nicht das Luxusleben, aber dafür habe ich nach hinten raus eine neue Perspektive und auch wieder richtig Bock auf den Job und kann dann eben auch was machen. Das ist ja das Thema von Quereinsteiger. Du kannst nicht immer erwarten, dass du sozusagen auf demselben Level auch quer einsteigst, wie vorher gedacht. War auch immer bei unserer Sendung damals. Ja, auf Vox Jobswitch war das genau auch das Thema bei den Kandidaten. Ja, die wollten natürlich immer ihr Gehaltslevel halten. Das war auch die größte Herausforderung sozusagen für uns, um den neuen Job zu finden. Aber es geht halt nicht immer. Und diejenigen, die bereit waren, auch ein paar Abstriche zu machen, die hast du im Zweifelsfall in viel geilere Jobs gekriegt, mit denen sie auch richtig happy waren. Und von da aus kann man sich ja dann immer entwickeln. Das ist ja ein Sprungbrett. So haben wir es. Fragen sind heute keine gekommen. So entweder, das kann zwei Gründe haben. Entweder die Verbindung hat nicht geklappt, was ich nicht glaube, oder wir haben alles beantwortet, was auch gut ist. Ansonsten stehen wir euch wie immer in zwei Wochen wieder zur Verfügung, dann auch wieder live. Also es war jetzt die letzten zwei Sendungen waren wir halt nicht live, weil wir auch Urlaub hatten bzw. Termine, da geht das halt nicht. Aber die nächsten Wochen, Tage denke ich mir, ist das mit der Urlaubszeit erstmal vorbei, wobei es kann sein, in den Herbstferien bei mir knapp wird. Muss mal gucken. Aber ansonsten, dann machen wir eine Aufzeichnung. Ansonsten sind wir auf jeden Fall für euch wieder in den nächsten Tagen live da und wir danken fürs Zuschauen und hoffen eure Fragen beantwortet zu haben. Ansonsten schaut gerne wieder rein. Genau, Stefan, das hat mich gefreut. Bis dahin. Ich gucke mal, ob ich das Outro noch finde. Hier. Meine Dateien sind total verschoben. Ich muss das alles mal wieder finden. Mal gucken jetzt. Mal sehen, kommt ein Outro.










