Bewerbungsstrategien – Was funktioniert noch?

This content was created by JobGenius. This content was uploaded by JobGenius. This is a YouTube video titled "Bewerbungsstrategien – Was funktioniert noch?" created on July 29, 2025. It features a German podcast episode from the series "oh my Job," where JobGenius and Alex Schorsch discuss effective job application strategies during economic downturns. The conversation includes practical tips for job seekers, such as using LinkedIn hacks, attending job fairs, and leveraging passive job search techniques.
Chapters
Deutschland und der Arbeitsmarkt sind aktuell in der Krise. Jeder zweite sucht indirekt oder direkt nach einem neuen Job und viele tun sich damit aktuell schwer. Es ist schwierig geworden. Deutschland steckt in der Rezession immer noch und tatsächlich ist der Arbeitsmarkt stark eingebrochen. Minus 50 bis 60 Prozent der Stellenanzeigen gibt es. Das verzeichnen Jobbörsen, das verzeichnen aber auch wir in unserer eigenen Jobbörse. Welche Bewerbungsstrategien funktionieren da überhaupt noch? Darüber spre in der heutigen Folge von oh my Job mit vielen praktischen Tipps und einer echten Überraschung.
Willkommen bei oh my Job, dem Podcast der Karrierebibel. Nutze deinen wöchentlichen Kick für Kopf und Karriere. Bekomme wertvolle Insider Tipps und wertvolle Impulse in der Moderation. Jochen Mai und Alex Schorsch. Viel Spaß bei der heutigen Folge.
So, wir sprechen heute über die Bewerbungsstrategien, die tatsächlich auch in Krisenzeiten noch funktionieren. Aber vorneweg, es gibt eine echte Neuerung, denn ich hatte es schon letztes Mal angekündigt, auch ich mache einen Neustart. Den Podcast mache ich ab sofort nicht mehr allein. Mit dabei ist ein neuer Co Host, der Alex Schorsch aus Berlin. Herzlich willkommen Alex. Und vielleicht stellst du dich kurz vor.
Klar, sehr gerne. Mein Name ist Alex, ich bin als Karrierecoach tätig und komme aus Berlin und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Menschen dabei zu helfen, ihren persönlichen Traumjob zu finden, Da ich selbst 19 verschiedene Jobs ausprobieren musste, bis ich meine persönliche Berufung gefunden hab.
Perfekt. Also die geschichte mit den 19 Jobs, so haben wir uns ja kennengelernt, fand ich mega faszinierend. Darüber werden wir mit Sicherheit auch sprechen in einer der nächsten Folgen. Aber jetzt sprechen wir über Bewerbungsstrategien und diejenigen, die tatsächlich noch funktionieren. Und der Alex hat direkt einen ziemlich coolen LinkedIn Hack mitgebracht.
Oh ja. Und zwar kennen wir alle die LinkedIn Jobsucher. Jeder kennt sie, jeder liebt die einfach bewerben Funktion. Auf einen Knopfdruck bewerben.
Perfekt.
Aber in der Browser Version von LinkedIn gibt es noch einen kleinen Trick, den man anwenden kann, um sich nur die aktuellsten Stellenausschreibungen anzeigen zu lassen. Und der geht so Du Gehst in die Browser Version von LinkedIn rein, gehst in die Jobsuche, dann wählst du beim Veröffentlichungszeitraum irgendeinen Zeitraum aus, 24 Stunden zum Beispiel. Und wenn du dann in die URL reingehst, dann siehst du, dass da ein neuer Parameter hinzugefügt würde, die TPR, Time Posted Range. Und wenn du die auf 24 Stunden eingestellt hast, dann siehst du da. Und jetzt Frage an dich, Jochen, wie viele Sekunden hat der Tag? Schnelles kommt. Genau. Und diese TPR bedeutet letztendlich, wie viele Sekunden eine veröffentlichte Stelle maximal auf LinkedIn gepostet worden sein. Kann. Das heißt, wenn wir diese TPR jetzt auf 3600 beispielsweise umstellen, dann sehen wir ausschließlich Stellen, die erst seit einer Stunde online sind und haben damit die Möglichkeit, uns als einer der ersten auf die Stelle zu bewerben.
Also echte Jobschnetzel, richtige Jobschnetzel, top, frisch.
Oh ja, taufrisch, noch eisgekühlt, sehr, sehr kalt. Und da geht man dann am besten noch direkt auf die Webseite und bewirbt sich über die Webseite und nicht über den LinkedIn einfach bewerben Button.
Okay, direkt auf die Webseite gehen und zeigen, ich bin ganz schneller, ich hab's direkt gesehen, ich will zu euch. Cooler Hack.
Exakt. Aber Jochen, was hast du im Petto?
Also hier haben wir natürlich noch ein paar mehr Sachen drin, Wir sind aber noch beim Netzwerken und wenn wir bei Netzwerken sind, natürlich kannst du Personaler oder Menschen auf LinkedIn auch immer direkt ansprechen. An der Stelle sage ich natürlich auch noch mal Xing dazu und andere soziale Netzwerke, aber ich glaube Im Moment ist LinkedIn für Jobs state of the art. Also wenn, dann auf LinkedIn natürlich gibt es noch weitere. So, und auf LinkedIn kannst du Leute direkt ansprechen, Personaler, also Recruiter und so weiter, auch Personalberater. Aber was ich immer unelegant finde und manchmal kriege ich solche Anfragen ja auch, bin ja auch Arbeitgeber inzwischen, wenn die Leute sagen so sinngemäß, ey, hast du mal einen Job? Das ist ziemlich plump und eigentlich auch ein bisschen peinlich bis verzweifelt, kommt selten gut an. Viel origineller finde ich es, wenn ihr das macht. Wenn du das machst und Leute direkt ansprichst, dann frage sie nicht nach einem Job, sondern frag sie nach einem Rat. Sag einfach aktuell was. Ich suche gerade nach neuen Herausforderungen, würde mich gerne beruflich neu orientieren, aber hättest du vielleicht einen Tipp für mich, was aktuell funktioniert, was könnte ich aktuell machen? Und und hier setzt psychologisch der sogenannte Benjamin Franklin Effekt ein, der kommt tatsächlich von dem Ex Präsidenten. Wer anderen einen Gefallen tut, wird dadurch sympathischer bzw. Nicht der Gefallengeber, sondern derjenige, der vorher um ein Gefallen gefragt hat, wird sympathischer und das eigentlich ziemlich widersinnig. So würde man das gar nicht vermuten. Man würde denken, immer derjenige, der einen Gefallen tut, ist der Nette und wird sympathischer. Nein, andersrum. Derjenige, der dir einen Gefallen tut, findet dich auf einmal viel sympathischer. Und wenn du diesen Effekt nutzt, dann kann es gut passieren, dass du zwar zunächst um einen Rat bittest und einen Rat erhältst, aber dass die Leute danach, weil sie dich auf einmal sympathisch finden, vielleicht noch weiterhelfen bei dem Job einfach in Kontakt bleiben. Ich würde es immer indirekt spielen über Banda wirkt viel eleganter, als wenn man da direkt nach einem Job fragt. Kann man natürlich machen, ist vielleicht auch eine Typenfrage, aber ich gehe dann lieber den indirekten Weg. Wie sieht das aus mit Personalberatern? Du bist ja selber einer und Karrierecoach und Vermittler, kann man dich ansprechen, Ist das cool?
Also ne, bitte nicht.
Bitte nicht.
Klar, kann man machen. Es gibt auch spezielle Personalvermittler auf der einen Seite, die im Sinne des Bewerbers agieren und auf der anderen Seite gibt es Headhunter, die im Auftrag des Unternehmens agieren. Und da sollte man schon differenzieren. Personalvermittler kann sich durchaus lohnen, vor allem, wenn man gerade eben jobsuchend ist, bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter gemeldet ist, denn da kann man sich dann einen sogenannten Aktivierungs und Vermittlungs Gutschein abholen.
AVGS.
Ich grätsch mal gerade den AVGS. Genau der Begriff ist vielen bekannt und mit diesem AVGS kann man dann die Dienstleistung des Arbeitsvermittlers komplett kostenfrei erhalten. Bei Headhuntern ist das Ganze allerdings anders. Headhunter arbeiten im Auftrag des Unternehmens und suchen nach bestimmten Profilen. Natürlich kannst du dich da jetzt in den Kandidatenpool eintragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Headhunter allerdings direkt eine passende Position hat, ist erfahrungsgemäß eher gering, oder?
Eigentlich ja. Also es ist schon gut, wenn du auf dem Radar von dem Headhunter aufbaust, der relevant ist. Die sind aber meistens spezialisiert. Es macht jetzt auch nicht Sinn, sich bei 50 Headhuntern vorzustellen, sondern sich genau zu überlegen, es gibt Headhunter für Ingenieurberuf, für Medizinbranchen, oder sonst irgendwie Und bei denen würde ich dann auch ganz gezielt, also für meine Zielbranche, bei denen würde ich mich vorstellen, einfach nur mal mit einem Lebenslauf vorstellen und sagen so, wenn da mal was ist, dann bin ich ansprechbar. Ich bin zumindest open to work. Dann sagen ich bin durchaus ansprechbar.
Und hier möchte ich noch ergänzen als ehemaliger Headhunter, was hilft, ist, dass man nicht nur den Lebenslauf zusendet, sondern auch sein eigenes Suchprofil mit ergänzt. Das heißt die eigene Verfügbarkeit, man ab sofort verfügbar ist oder erst in drei Monaten, den eigenen Gehaltswunsch, die eigenen Präferenzen, was Unternehmen oder Branche angeht. Das sind alles hilfreiche Informationen, mit denen dich ein Headhunter noch präziser zuordnen kann. Und Jochen, ich habe sogar eine Liste an Headhuntern, Personalberatungen in Deutschland, die kann ich auch teilen.
Gerne, Die können wir gleich teilen, dazu kommen wir später noch mal. Wir machen natürlich, sagen wir vielleicht an der Stelle schon mal, wir machen zu all den Tipps, die wir hier heute raushauen, noch mal ein Cheatsheet auf der Karrierebibel, du das alles nachlesen und auch als PDF runterladen kannst. Also das alles wird es sozusagen noch mal bei uns dann auf der Karrierebibel kostenlos zum Download geben. Bevor wir da aber jetzt weiterreden, kurze Frage zwischendurch, was kostet eigentlich so eine Personalvermittlung ungefähr? Hast du da so einen Range? Also ein Headhunter, den muss man nie bezahlen, der kriegt bezahlt von den Unternehmen in der Regel so ein Drittel von dem Jahreseinkommen, was dann verhandelt wird, kriegen die als Provision. Aber so ein Personalvermittler, was kostet das so für den Fall, dass jetzt einer sagt, oh cool, das mache ich, ich bin hier schon mächtig lange auf der Suche, ich hole mir jetzt mal einen Prof. An die Seite.
Nach meiner Erfahrung zwischen zwei und viertausend hängt. Auch sehr stark mit dem Erfahrungsgrad, mit der Seniorität des eigenen Profils zusammen. Und es gibt da auch unterschiedliche Vergütungsmodelle, die beispielsweise sagen, für Fachkräfte ist es 2000 pauschal und für Führungskräfte ist es dann noch mal. Nach oben gibt es bekanntlich keine Grenze.
Ja genau. Es hängt auch ein bisschen davon ab, wie lange die suchen und wie lange die vermitteln sollen und wie aktiv sie werden und wo sie überall schauen. Jetzt sind wir natürlich mit den Netzwerken schon fast durch. Es gibt noch einen weiteren Hack, den wir auf jeden Fall empfehlen bei der Bewerbungsstrategie, nämlich Jobmessen und Networking Events. Da sind wir so ein bisschen gespalten. Also Jobmessen finden wir ganz gut, Networking Events so lala. Was sagst du zu den Networking Events?
Also Unterhaltungsfaktor fantastisch, zehn von zehn. Es gibt oft auch Freigetränke und kostenfreies Essen dort. Das ist in der Regel ziemlich gut, aber Jobangebote eher nicht, nenne ich auch.
Also mir gefallen die Networking Events, also für die Jobsuche als Bewerbungsstrategie nicht. Für die Sichtbarkeit, da kommen wir vielleicht später noch mal drauf. Sind sie hilfreich? Natürlich erst recht, wenn du irgendwie Speaker bist und da vorne auf der Bühne stehst, dann sieht dich ja nun wirklich jeder, dann gilt es auch als Experte, Expertin. Aber ansonsten empfehlen wir tatsächlich Jobmessen. Jobmessen gibt es rund 200 jedes Jahr in Deutschland. Auf der Karrierebibel findest du dazu auch einen Job Messen Kalender, so heißt er bei uns. Da sind sie alle drin, sortiert nach Monaten, mit Links zu den jeweiligen Messen und wirklich bundesweit verteilt. Da kann man sich dann anschauen. Manche richten sich nur an Absolventen, andere an Auszubildende, wieder andere richten sich an alle möglichen Berufe und andere nur an bestimmte Berufe, was sich aus dem Hotel und Gastronomiegewerbe und und und. Das kann man sich da alles anschauen und da sind natürlich immer auch genug Aussteller, also Arbeitgeber, die aktuell ganz dringend Fachkräfte suchen. Und das Schöne an diesem ist, das meistens eine lokale Suche. Es lohnt sich auf jeden Fall auf die Jobmessen zu gehen, die lokal in der Nähe sind, weil man da meistens dann noch Arbeitgeber findet, ohne dass man dann großartig umziehen muss. Und der Kontakt ist halt super niedrigschwellig, sodass du direkt mit denen ins Gespräch kommst.
Was hier allerdings wichtig zu beachten ist, ist, dass man sich ordentlich auf die Jobmesse vorbereitet.
Unbedingt.
Das bedeutet sich vorab anschauen, wer ist vertreten, welche Kontaktpersonen sind gegebenenfalls vertreten, falls das auch bekannt ist, vielleicht schon mal Kontakt aufbauen mit dem Unternehmen, aber auch natürlich seine Bewerbungsunterlagen tipptopp fertig machen, Lebenslauf gerne schon mal vorbereiten, mehrere Versionen mitnehmen auf jeden Fall auch eine ausgedruckte oder mehrere ausgedruckte Versionen mitnehmen, nicht nur die PDF Version, dann hat man die auch, kann die direkt übergeben und kann dann gezielt auf das Unternehmen zugehen. Jochen, du hast da aber noch so.
Einen Geheimtrick aus der Erfahrung vorbereitet. Also der ultimative Tipp für die Jobmessen, wir waren ja selber beide schon häufig auf Jobmessen, ist natürlich, dass du nicht zu deinem Wunsch Arbeitgeber als erstes gehst, sondern wenn du Termine machst und man kann bei vielen Messen schon vorab mit den Arbeitgebern Termine machen, dann geh Bitte zu deinem Wunsch Arbeitgeber erst vielleicht an Position 2 oder 3, weil du dich vorher einfach warnst, gequatscht hast. Wenn du vorher zu anderen Unternehmen gehst, dann werden die die Fragen stellen, dann stellst vielleicht auch manchmal oh Mist, auf die Frage war ich ja gar nicht vorbereitet, jetzt habe ich blödes Zeug erzählt, das ist ja doof, der kriegt den Job vielleicht auch nicht und und und. Genau für diesen Fall ist es wichtig, dass man sich halt mit ein, zwei Arbeitgebern vorneweg ein bisschen warm geredet hat und dann geht man erst zu seinem absoluten Wunscheitgeber. Also ich würde immer Sagen, so gegen 11, 12 gehst du seinem Top Arbeitgeber, die gehen meistens morgens um 8 oder 9 los und 8, 9, 10 machst du erst noch ein paar andere Arbeitgeber, die können auch interessant sein, aber den Wunsch Arbeitgeber machst du erst, wenn du so richtig zur Höchstform aufgelaufen bist.
Durchaus. Und warum es sich vor allem lohnt, frühzeitig zu den Jobmessen zu gehen, also wirklich 8, 9 Uhr, ist, dass man sich da noch verschiedene Dienstleistungen kostenfrei einholen kann. Beispielsweise ein Bewerbungscheck, beispielsweise ein hochprofessionelles Bewerbungsfoto, das bekommt man da auch komplett kostenfrei und die sehen auch ziemlich gut aus.
Das stimmt. Da sind immer sehr, sehr gute Fotografen vor Ort und du selber bist ja auch Karrierecoach oder Berater. Ja, das ist ja okay. Du bist ja viel zu bescheiden, um das zu sagen und warst da ja auch schon häufig, machst dann diese Checks und ja, die sind wirklich gut. Natürlich im Rahmen der Kürze, die dauern ja, ich sag mal, das ist wie so ein Speed Dating, halbe Stunde oder sowas, wo man durchgeht, habe ich ja auch schon gemacht, aber man kriegt trotzdem immer wieder gute Tipps, auch dabei, wo man was verbessern kann, weil diese Leute einfach sehr, sehr viele Mappen sehen, gesehen haben und dann einfach gute Tipps raushau. Absoluter Tipp. Geh auf so eine Jobmesse, da geht es relativ schnell zum neuen Job. Der Alex hat aber noch einen anderen Tipp, wo ich ein bisschen zucke, nämlich gibt es so diverse Apps, die so funktionieren wie Tinder und da kriegt man dann auch Jobs.
Oh ja, und die gibt es und wir alle kennen ja Tinder und das Tinder, Ja. Jochen, du nicht mehr. Das war nach deiner Zeit.
Hat er mich jetzt gerade alt genannt?
Nein, nein, hat er nicht. Auf jeden Fall gibt es für die Jobsuche sehr ähnlich funktionierende Apps, beispielsweise Triffles nennt die sich, Truffles oder die Plattform Instaffo, bei denen man sich ganz einfach ein Profil anlegen kann, also Berufserfahrung und den Wohnort, jetzt nicht die Dating Präferenzen, das bleibt bei Tinder und dann kann man einfach los swipen, links, rechts und wenn man dann ein Match mit dem Unternehmen hat, dann kann man ganz unkompliziert in Kontakt treten und das erste Interview vereinbaren. Ziemlich unkompliziert, ziemlich straightforward.
Ich finde es ja immer ein bisschen schwierig, sozusagen Wunscharbeitgeber und mein zukünftiges Betätigungsfeld durch swipen auszuwählen. Aber du hast gute Erfahrungen damit, oder?
Ich habe gute Erfahrungen sowohl im privaten Umfeld, da ich meine Partnerin mit so einer Swipe App kennengelernt habe.
Das war aber Tinder, oder?
Das war nicht auf Truffles. Ne, ich habe auch eine gute Erfahrung mit Truffles, da ich letztes Jahr im Dezember erst einen Kandidaten über diese Bewerbungsstrategie bei Enpal, dem Solarunternehmen, platziert habe. Also funktioniert auch.
Okay, man glaubt gar nicht, wer da alles unterwegs ist. Wie gesagt, meins wäre es nicht, aber es ist eine Strategie, die offensichtlich funktioniert. Eine letzte und vorletzte Strategie haben wir noch und die würde ich dringend euch oder dir ans Herz legen. Das eine ist die Initiative Bewerbung. Ich bin ein großer Fan der Initiative Bewerbungen, weil sie einfach auf den verdeckten Arbeitsmarkt einzahlt bzw. Mit ihm arbeitet und der ist rund doppelt so groß wie der offizielle Arbeitsmarkt. Man bekommt auf diesem verdeckten Arbeitsmarkt Stellen, die halt noch nicht oder nie offiziell ausgeschrieben werden, meistens indirekt oder intern besetzt. Und mit der Initiativbewerbung hast du eine Chance, diese Jobs zu bekommen, bevor sie vergeben sind und die Stellen wieder zu sind. Wie macht man das? Du schreibst ganz normale Bewerbungsmappe. Entweder eine vollständige Bewerbungsmappe mit allen Unterlagen bis zu 10 Seiten oder eine Kurzbewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf. Beides finde ich bei der Initiative Bewerbung extrem wichtig. Also wirklich auch mit Anschreiben. Den Rest kann man dann immer noch nachreichen. Aber du bewirbst dich bei deinem absoluten Wunschunternehmen auf eine fiktive Stelle, die es eben nie gibt, zumindest nicht ausgeschrieben, Aber mit viel Glück gibt es die dann eben doch. Und der Trick ist ja im Grunde genommen, sich zu überlegen, wo gibt es eine Lücke in den Unternehmen, welche Leute.
Könnten die gerade durchaus. Bei der Initiativbewerbung ist meiner Erfahrung nach die Recherchephase vor der Bewerbung besonders wichtig. Denn was man auf keinen Fall machen sollte bei einer Initiativbewerbung ist das Anschreiben mit Sehr geehrte Damen und Herren zu beginnen und eine generische Bewerbung zu schreiben, sondern die sollte wirklich targetiert sein, exakt spezifisch. Man sollte ein klares Bild davon haben, in welches Team man potenziell passt, wer der potenzielle Vorgesetzte ist. Ich empfehle meinen Klienten beispielsweise, das Anschreiben auch immer an den Vorgesetzten zu richten, sodass er da auch direkt angesprochen wird, weil er im Endeffekt derjenige ist, der wenn dann den Schmerz hat, wenn da eine Stelle fehlt.
Genau. Also Ansprechpartner finde ich total wichtig in dem Zusammenhang. Es gibt auch noch die Möglichkeit auf Google oder mit Hilfe von Google zu suchen, welche Unternehmen offen sind für Initiativbewerbung. Einfach mal dein Wunschunternehmen und das Keyword Initiativbewerbung eingeben und dann siehst du, ob es dafür spezielle Seiten gibt. Die gibt es nämlich durchaus. Mein Lieblingsbeispiel an der Stelle Bosch. Bosch ist offen für Initiativbewerbungen und hat dafür auch eine eigene Seite. Die findet man dann auch sofort. Da werden auch Ansprechpartner genannt. Also wenn man sich bei Bosch initiativ bewerben möchte, kann man das machen. Es gibt auch andere große namhafte Arbeitgeber, die ebenfalls solche Seiten haben. Deswegen einfach mal googeln, wer dafür offen ist.
Genau. Andere Signale, die man noch als Zeichen interpretieren kann, damit es jetzt ein guter Zeitpunkt ist, sich initiativ zu bewerben sind, wenn Unternehmen Förderungen oder Finanzierungen erhalten haben.
Genau.
Beispielsweise auf Gründerszene sieht man regelmäßig, wenn neue Start ups Finanzierungen erhalten haben und kann sich darauf dann natürlich auch direkt im Anschreiben beziehen und sich als Lösung, als Hilfe anbieten.
Genau, und Startup ist auf jeden Fall sehr dankbarer Arbeitgeber, der gerade wenn sie im Wachstum sind, weiterhin Fachkräfte intensiv sucht. So, jetzt haben wir noch eine letzte Strategie, die auf jeden Fall auch funktioniert. Allerdings, das müssen wir selber dazu sagen, nicht sofort. Das ist die passive Jobsuche. Passiv klingt sehr, sehr passiv, wie der Name schon sagt, ist es aber nicht. Das setzt natürlich schon ein bisschen was voraus. Passive Jobsuche heißt, du wirst gefunden, angesprochen von REG, Recruitern, Personal, ein Headhuntern, einfach weil du sichtbar bist mit deiner Expertise als Fach oder Führungskraft. Dafür muss man aber erstmal sichtbar werden und das wird man meistens halt durch ein eigenes Blog, durch gut gepflegte Profile auf Social Media, LinkedIn, indem man Blogposts schreibt, indem man Beiträge veröffentlicht, indem man Kommentare fleißig schreibt, auch bei anderen Leuten kommentiert, bei Recruitern und und und und.
Einfach sichtbar wird und indem man auf seinem LinkedIn Profil die Fähigkeiten ausfüllt. Die Fähigkeiten im LinkedIn Profil sind nämlich einer der größten Hebel neben dem regelmäßigen Veröffentlichen von Inhalten, um sein Profil für Recruiter sichtbarer zu machen. Denn Wenn Recruiter auf LinkedIn nach Bewerbern suchen mit dem LinkedIn Recruiter, dann haben sie die Möglichkeit, nach verschiedenen Fähigkeiten zu suchen. Und je mehr Fähigkeiten du natürlich relevant zu deinem Berufsfeld ausgefüllt hast, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du eben angezeigt wirst. Hier gibt es die Maximalgrenze von 100 Fähigkeiten, die man ausfüllen kann und die empfehle ich auch vollkommen auszuschöpfen. Also hier kann man auch mit Keyword oder Fähigkeitsdopplungen arbeiten, beispielsweise Business Development und Geschäftsentwicklung, das ist durchaus möglich. Oder SAß als zusammengeschriebenes Wort und Saß mit Leerzeichen oder als Abkürzung. Und so kommt man ziemlich schnell auf die 100 Schlagwörter. Und das Beste, Jochen, halt dich fest, das kann man abends auf der Couch vor dem Fernseher machen. Da braucht man nicht großartig noch mentale Verfügbarkeit, sondern das kann man ganz entspannt am Abend machen, dauert auch keine Stunde.
So, die passive Jobsuche muss man aber immer dazu sagen, die braucht natürlich Zeit Also bis da Personale anbeißen, das kann schon mal mitunter dauern. Überhaupt die Jobsuche, vielleicht auch für dich, für den Hinterkopf, dauert im Schnitt zwischen drei und sechs Monaten. Richtig gute Bewerbungsstrategie, gründlich aufgesetzt, kann schon mal drei bis sechs Monate dauern, in Krisenzeiten auch mal länger. Deswegen unbedingt ganz, ganz wichtig, hab Geduld, bleib dran, gebt nicht so schnell auf, bleib vielseitig, nutze all diese verschiedenen Wege, die wir hier gerade aufgezählt haben, aber lass dir auch Zeit. So, und falls das alles ziemlich viel Info für dich war und du sagst, boah, das will ich nicht alles noch mal nachhören, was wir natürlich dringend empfehlen, dann kannst du auf Karrierebibel gehen und dir da das sogenannte Cheatsheet von uns noch mal runterladen und dir alles ausführlich durchlesen. Das findest du in den Shownotes, ist der Link. Oder eben indem du folgende Adresse eingibst, hier nochmal auf der Tonspur Karrierebibel DE Podcast Tipps und da bekommst du dieses Cheatsheet. Ich wiederhole noch mal, Karrierebibel Podcast Tipps, da gibt es unser Cheatsheet. Und ansonsten hoffen wir natürlich ganz, ganz stark, dass wir dir mit unseren Bewerbungsstrategien geholfen haben, wünschen dir viel Erfolg bei der nächsten Bewerbung und hoffen natürlich, dass wir uns beim nächsten Mal wieder hören, wenn der Alex dann noch mehr Tipps raushaut, oder Alex, das werde ich machen. Da freuen wir uns schon sehr drauf. Also bis dann, bleibt dran. Wir freuen uns auf die nächste Folge von uns. Oh my job.
Das war oh my Job, dein Kick für Kopf und Karriere. Hat dir die Folge gefallen? Dann vergiss nicht den Podcast gleich zu abonnieren und empfehle uns deinen Freunden. Wir freuen uns auf ein Wiederhören.










