Kurzer YouTube-Transkript mit Bewerbungstipps von Jochen May (Karrierebibel). Der Sprecher erklärt einen psychologischen Trick für den ersten Satz im Bewerbungsanschreiben: die Perspektive des Personalers einnehmen und sein Problem nennen, das Sie mit konkreten Talenten/Fähigkeiten lösen können. Abschließend empfiehlt er, zusätzlich ein prägnantes PS als letzten Eindruck zu setzen.
Chapters
Aller Anfang ist schwer. Das gilt vor allem für den ersten Satz des Bewerbungsschreibens. Heute verrate ich Ihnen allerdings einen Trick, wie der besonders schnell und einfach gelingen kann. Mein Name ist Jochen May, ich bin Gründer und Autor der Karrierebibel. Zugegeben, viele Bewerber tun sich enorm schwer beim Formulieren des ersten Satzes der Bewerbung. Ich kenne das, Ich bin Journalist. Auch mir fällt das manchmal schwer. Ich kenne die Angst vor dem ersten Satz. Es gibt aber einen Trick, wie Sie diese Schreibblockade und diese erste Angst überwinden. Viele wählen dann so Standardformulierungen. Hiermit bewerbe ich mich als langweilig. Ein anderer Standardsatz Bei Ihnen finde ich die Herausforderung ich. Bei dieser Stelle sehe ich große Chancen für mich. Sie merken, bei all diesen Sätzen steht vor allem das Ich im Vordergrund, also Sie selbst. Aber das ist nicht das, was der Personaler lesen will. Der psychologische Trick ist jetzt, die Perspektive zu wechseln und die des Personalers einzunehmen, denn der hat ein Problem. Sein Problem ist, er hat eine Stelle mit einer speziellen Herausforderung und dafür braucht es bestimmte Fähigkeiten, um diese Probleme zu lösen. Und genau das sollte Ihr erster Satz sein. Ein Mit meinen Talenten X und meinen Fähigkeiten oder meinem Know how Y bin ich in der Lage, Ihr Problem Z zu lösen. Oder ich bin in der Lage, Ihr Problem Z zu lösen, indem ich bei Ihnen besonders gut mein Talent X oder mein Know how Y einbringe. Wie Sie das am Ende ausformulieren, bleibt Ihnen natürlich selbst überlassen. Entscheidend ist, dass Sie die Perspektive des Personalers einnehmen, wenn Sie sein Problem lösen. Und das schon im ersten Satz macht das neugierig auf all die anderen Sätze, die noch kommen. Und das steigert enorm die Chancen, ins Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Dabei viel Erfolg. Achso, einen Trick hätte ich noch, den Sie anwenden kö Verwenden Sie nicht nur einen Höhepunkt am Anfang Ihres Anschreibens, sondern auch am Ende des Anschreibens, beispielsweise mit einem PS. Das kennen Sie noch aus der guten alten Briefpost Postscriptum PS. Da können Sie nochmal ein kleines Highlight, einen besonders pointierten Satz unterbringen, denn der wird immer gelesen und sorgt dafür, dass Sie in Erinnerung bleiben. Nicht nur der erste Eindruck zählt, sondern auch der letzte in der Bewerbung.