CV Parcing: Warum KI in der Online-Bewerbung dumm ist

JobGenius argues in this German-language YouTube monologue that modern online application systems commonly use AI-powered CV parsers which can harm applicants. He explains the typical online-application flow (web forms, uploads, One-Click via LinkedIn/Xing) and how CV parsers convert resumes into structured/tabular data and even analyse photos. The speaker lists failure modes: inability to interpret typos, graphics or non-standard layouts; dependence on human-defined criteria which can encode discrimination; false negatives when a visually appealing or tailored resume isn't parsed correctly; and a potential AI-vs-AI ‘arms race’ as applicants try to game parsers. He concludes that recruiting is a people business and prefers human review (via e-mail or paper applications) over current AI parsing, urging caution and delay before relying on such systems.
Chapters
Die Online Bewerbung wird ja von vielen Menschen gefeiert, gerade auch von Bewerbern. Endlich kein Papier mehr verschicken. Alles geht so schnell und so einfach, man kriegt auch sofort Reaktion. Ist das wirklich so? Wenn man sich genauer mit dem Thema beschäftigt, insbesondere mit Künstlicher Intelligenz und CV Parsing, stellt man Die Online Bewerbung hat auch jede Menge Nachteile, vor allem für Bewerber. Schauen wir uns die Sache mal genauer Wie ist das eigentlich bei der Online Bewerbung? Sie schicken Ihre Bewerbungsunterlagen in einem Online Formular wahrscheinlich auf der Karriereseite des Unternehmens direkt an den Wunscharbeitgeber. Dabei füllen Sie diverse Unterlagen oder Felder aus, laden vielleicht Ihren Lebenslauf nochmal hoch oder füllen ihn sogar in den einzelnen Feldern ein, tragen da also Daten ein und dann drücken Sie irgendwann auf den Senden Button. Vielleicht sogar bei der One Click Bewerbung kann man das Ganze mit seinem LinkedIn Profil oder Xing Profil verknüpfen und zack, ist die Bewerbung auch schon beim Arbeitgeber. Klingt super. Ist es das aber auch? Nein, denn hinter der Online Bewerbung steckt sehr häufig Künstliche Intelligenz. Darum machen die Unternehmen das überhaupt, denn das spart Zeit und Kosten. Diese Künstliche Intelligenz, vulgo CV Parsing oder CV Parser Software, ist in der Lage, die eingehenden Bewerbungen genau zu analysieren. Diese modernen Programme sind sogar in der Lage, Bilder, also Bewerbungsfotos zu analysieren nach bestimmten Merkmalen, die man natürlich vorher eingeben kann. Das heißt hier schon der erste Dort kann, je nachdem, wie man die Maschine füttert, bereits Diskriminierung stattfinden, wenn man das möchte. Und das war ja immer eines der Hauptargumente für die Online Bewerbung und die Künstliche Intelligenz Guck mal da die Maschine hat ja keine Vorbehalte, keine Klischees, keine Da ist ein neutraler Computer, der bewertet mich so neutral ist der gar nicht. Der kann ja nur das bewerten, was vorher ihm ein Mensch eingegeben hat, was ein Kriterium sein soll. Und wenn das im Zweifelsfall ein diskriminierendes Kriterium ist, dann filtert auch der Computer diskriminierend Bewerberinnen und Bewerber kritisch heraus. Zweiter CV. Was macht denn so ein CV Parser? Der schaut sich im Grunde genommen auch nur eine dumme Maschine den Lebenslauf an und ist heute in der Lage, aus dem Lebenslauf alle relevanten Informationen in eine tabellarische Form zu überführen. Also beruflicher Werdegang mit sämtlichen Stationen, Zeitangaben entsprechend getrennt, besondere Kenntnisse, Qualifikation, Zusatzqualifikation, Interessen und Hobbys, all das, was in so einem Lebenslauf steht. Daraus macht ein CV Parser nichts anderes als im Grunde genommen eine überdimensionale Excel Tabelle mit allen Kandidaten, Namen, Daten verändert, Fakten und Werdegang. Das ist super für den Personaler, denn der kann jetzt ultimativ vergleichen, weil ja diverser, ich sag's jetzt mal despektierlich, Schnickschnack wegfällt. Ja, ja, aber was ist eigentlich dieser Schnickschnack? Am Ende bleiben natürlich nur noch harte Fakten übrig, und zwar nur jene Fakten, die dieser wahnsinnig künstlich intelligente CV Parser vorher gefiltert hat. Was macht der denn eigentlich bei Buchstabendrehern oder bei Tippfehlern? Was macht der bei Grafiken, wie sie heute in modernen Lebensläufen üblich sind, bei schönen Icons, die vielleicht auch Hobbys darstellen sollen? Kann der die interpretieren? In den meisten Fällen nein. Und was so eine dumme Maschine oder künstlich intelligente Maschine nicht interpretieren kann, das lässt sie im Weg. Oder macht er einfach nur einen Strich hin und jetzt fehlen Informationen und angenommen, man würde jetzt in der Maske eingeben als Personaler, bitte gebe mir nur die Kandidaten, die mindestens 80 Prozent aller von uns gewünschten Kriterien erfüllen. Zack, fliegt so ein wahnsinnig schön gestalteter Lebenslauf raus, weil er im Zweifelsfall nicht genug interpretiert werden konnte und Daten fehlen. Ein Kandidat, der vielleicht besonders ist und auch ein besonderes Anschreiben formuliert hat, ein besonderes Design gewählt hat, was individuell auf diesen Arbeitgeber zugeschnitten war, was ganz viele tolle Kriterien erfüllt und darüber hinausgeht, wird von der Maschine als besonders nicht erkannt, sondern im Gegenteil, die Interpretation ist hier fehlen Informationen zu wenig für die Eingabemaske und im Zweifelsfall fliegst du raus und kassierst eine Absage. Ist das wirklich die bessere Auswahl beim Personal? Ich glaube nicht. Ich glaube, wir tun uns dabei keinen Gefallen, wenn wir auf künstliche Intelligenz in einem People Business setzen. Und genau das ist doch Recruiting. Recruiting ist ein Business, eine bestimmte Profession, bei der es darum geht, Menschen auszuwählen, die zur Organisation, zum Team passen. Natürlich erforderliche Qualifikation mitbringen, aber vor allen Dingen die richtige Attitüde. Da muss es menscheln, da muss die Chemie stimmen. Kann eine Maschine das erkennen? Ich bezweifle das stark, zumindest im heutigen Stadion vielleicht mal in ferner Zukunft werden Künstliche Intelligenzen wirklich intelligenter. Im Moment halte ich sie aber für ziemlich dumm, ehrlich gesagt. Und ich glaube, dass sich weder Personaler dabei einen Gefallen tun, noch Vorteile für Bewerber entstehen. Ganz im Gegenteil, immer dann, wenn man eine Online Bewerbung abschickt. Und ich unterscheide hier ganz stark zwischen Online Bewerbung und E Mail Bewerbung. Online Bewerbung ist das, wenn du sie ein Formular auf einer Webseite ausfüllen und da Daten hochladen oder vielleicht die One Click Bewerbung nutzen, wo man sein Profil auf LinkedIn und Co. Direkt hinterlegt. Die Frage ist ja immer, wie gut ist das Profil gepflegt? Welche Daten werden davon erfasst, erkannt und Anne auch richtig interpretiert. Und ich glaube, Maschinen sind heute dazu nicht in der Lage. Man kann den Gedanken sogar noch ein bisschen weiter spinnen. Wenn künstliche Intelligenz am anderen Ende sitzt und die Auswahl betreibt, dann wird es nicht lange dauern, bis ein technologisches Aufrüsten stattfindet und Bewerber auf der anderen Seite künstliche Intelligenz nutzen, um ihre Bewerbungsunterlagen zu pimpen, aufzubessern, aufzuhübschen und für die Maschine attraktiver zu machen. Und was passiert dann? Künstliche Intelligenzen bekriegen sich mit künstlichen Intelligenzen und einer versucht den anderen auszutricksen. Ein digitales Wettrüsten. Und am Ende des Tages sagt das überhaupt nichts über den Bewerber, dessen wahre persönliche menschliche Stärken aus, über seine Attitüde. Haben wir dadurch gewonnen? Ich glaube nicht. CV Parsing mag im Moment gefeiert werden, vor allen Dingen natürlich von den Anbietern und Entwicklern solcher Software. Ob es wirklich ein großer Vorteil ist für die Unternehmen und welche Mitarbeiter sie dann bekommen, da habe ich noch keine wirklich klaren Fakten zu gesehen und bekommen. Und ich glaube auch nicht, dass das für die Unternehmen wirklich die besseren Bewerber herausfiltert. Nach wie vor bin ich davon überzeugt, Menschen sollten Menschen auswählen und Menschen können Menschen am besten beurteilen. Deswegen bin ich weiterhin ein großer Fan der E Mail Bewerbung, bei der man seine Unterlagen anhängt und die im Zweifelsfall hoffentlich von Menschen bewertet wird oder von der guten alten Papier Bewerbung. Die natürlich auch immer noch existent ist, vor allen Dingen im Mittelstand, bei kleinen Unternehmen, bei mittelständischen Unternehmen, die sich überhaupt keine Software leisten können oder wollen und die im Zweifelsfall auf das gute alte Papier stehen und da eben auch immer noch sehr menschlich auswählen. Ja, es gibt Stereotype, Ja, es findet Diskriminierung statt gegenüber Geschlechtern, Herkunft, Alter, keine Frage, Menschen machen Fehler, aber am Ende des Tages ist es mir lieber, wenn ein Mensch das auswählt, weil er das Gefühl hat, ich passe nicht in den Laden, als eine Maschine, die mich überhaupt gar nicht kennt, geschweige denn beurteilen kann. Persönlichkeiten kann eine Maschine einfach nicht. Deswegen CV mit Vorsicht zu genießen. Ich glaube, wir sollten mehr wieder die Technikbegeisterung, die ich durchaus teile, an der Stelle zurückfahren und sagen, lass uns mal noch ein bisschen warten, bis die Maschinen wirklich intelligent genug sind oder vielleicht sogar ganz darauf verzichten. Es gibt Bereiche, wo Menschen mit Menschen zusammenarbeiten sollten und nicht mit Maschinen.










