Das Pausen-Pararox: Wer mehr schaffen will, muss weniger arbeiten

YouTube short by JobGenius (published Nov 16, 2022) explaining the "Pausenparadox": taking regular short breaks increases daily productivity and reduces stress. The speaker recommends following a BRAC rhythm—roughly a break every ~90 minutes (5–10 minutes each); after four cycles a longer ~20-minute break is advised. Benefits listed: restored concentration/mental clarity, fewer errors, lower stress, better health, and increased creativity. Practical signals for taking a break include waning concentration, rising errors, loss of motivation/procrastination, irritability, and tiredness.
Questions this video answers
About every 90 minutes.
About 5 to 10 minutes.
A longer break of about 20 minutes in the fourth interval.
Chapters
Hallo zusammen. Kurz vor der Mittagspause möchte ich mit euch über ein ganz, ganz wichtiges Thema sprechen und deswegen bin ich einfach mal live gegangen, denn im Gegensatz zum Gehirn meldet sich unser Magen, wenn er leer ist. Pausen machen ist extrem wichtig und deswegen melde ich mich auch hier kurz vor der Mittagspause und möchte mit euch über das Pausenparadox sprechen. So, was ist das Pausenparadox? Ganz, ganz wichtiges Thema in dem Zusammenhang. Und leider treffe ich immer wieder Menschen, die einfach meinen, wer viel arbeitet und einfach durchackert, der leistet mir. Und genau das geht, ist der Fall. Wir müssen mehr Pausen machen über den Tag verteilt und es gibt sogar ganz spannende Studien dazu, da könnt ihr einiges auf der Karrierebibel nachlesen, die Im Schnitt sollten wir alle 90 Minuten eine Pause machen und das muss jetzt auch nicht ewig lang dauern oder sowas, da reichen fünf bis maximal zehn Minuten aus. Ich persönlich bin sogar noch ein sehr großer Freund davon, nicht einfach nur die Pause sitzen zu verbringen, sondern wirklich aufzustehen, irgendwo hinzugehen. Wer kann, je nachdem welche Umgebung ihr gerade habt, sollte vielleicht auch noch einen kleinen Spaziergang machen, kurz an die frische Luft gehen, einmal um den Block wieder zurückkommen. Das tut unserem Gehirn extrem gut, wenn wir einfach eine Pause machen. Pausen sind so wichtig und sie haben unglaublich viele Effekte. Ja, ich weiß natürlich, manche Chefs sehen das überhaupt nicht so und finden Mitarbeiter, die viele Pausen machen, sind irgendwie verdächtig, dass sie vielleicht faul sein könnten oder bei der Arbeitszeit mogeln. Aber das Gegenteil ist der Fall. Und vielleicht weist ihr euren Chef oder Vorgesetzten einfach mal darauf hin, dass es da dieses Pausenparadox gibt und das sagt nä du arbeitest eben nicht besser und mehr und produktiver, wenn du keine Pausen machst, sondern genau andersrum ist Du schaffst am Tag mehr, wenn du weniger arbeitest und zwischendurch eine Pause machst. Und das genau ist dieses besagte Pausenparadox. Was passiert denn eigentlich, wenn wir Pausen machen? Unser Gehirn kriegt einfach die Möglichkeit durchzuatmen, sich einfach mal aus diesem Tunnelblick, den wir zwangsläufig irgendwann entwickeln, zu lösen. Und das Ergebnis dessen ist, dass wir mehr Ergebnisse hinterher bekommen. Ich weiß nicht, wie euch das geht, aber mir ist das schon zigmal passiert, dass wenn ich tatsächlich extrem fokussiert auf eine Sache war, dass ich dann irgendwann die Lösung nicht mehr gefunden habe, bin ich aber aufgestanden in irgendeiner Form. Und ich sage es jetzt mal hier so ganz ungeschützt, selbst wenn ich nur aufgestanden bin, um auf die Toilette zu gehen. Allein dieser kurze Moment, diese Bewegung, das hat neue Impulse freigesetzt. Da passiert was in unserem Gehirn, wenn wir Pause machen, wenn wir uns bewegen. Und deswegen ist das auch so wichtig und das könnt ihr jedes Mal feststellen, wenn ihr euch 5 bis maximal 10 Minuten einfach Pause gebt. Gleichzeitig, wenn du permanent durchackerst, dann gibt es nicht nur diesen Tunnelblick, sondern du wirst auch fehleranfälliger. Fehler häufen sich. Das hat was mit der zunehmenden Ermüdung des Gehirns zu tun. Es hat aber auch wieder etwas damit zu tun, dass man so einen Autopilot entwickelt, dass man so einen Automatismus macht. Mir geht das beim Schreiben ganz häufig so, dann bin ich so im Flow, schreib irgendwas und dann vergesse ich Buchstaben oder verdrehe die auch schon mal beim Tippen und du kriegst es gar nicht mehr mit. Erst beim Korrekturlesen siehst du dann, was habe ich da geschrieben, weil das Gehirn einfach da nicht mehr sozusagen im Takt arbeitet. Und genau das können Pausen bewirken, dass sie dich sozusagen wieder ein Ruckeln und dass du wieder funktionierst an der Stelle. Und natürlich sorgen Pausen auch dafür, dass der Stresslevel sinkt. Auch hier wieder mein Beweg dich, steh auf, geh mal durch den Flur, trink mit einem Kollegen einen Kaffee oder entspann dich sonst wo, was auch immer halt auch möglich ist, das weiß ich ja jetzt nicht, Aber beweg dich auf jeden Fall. Bewegung senkt Stress nachweislich. Das wissen wir aus der Stressforschung, weil Stress normalerweise ein Impuls ist. Da gibt es diverse Hormonachsen, die da miteinander agieren und der früher hat das halt dazu geführt, Stichwort Säbelzahntiger, Urmensch und so weiter. Angriff, Flucht oder Erstarrung, dass wir uns in irgendeiner Form bewegen. Gut, Erstarrung ist nicht ganz so viel Bewegung, aber im Grunde genommen Flucht und Angriff eben schon. Und Stress baut sich ganz stark durch Bewegung ab. Das heißt, wenn du Stress hast, bleib nicht sitzen und versuch dich irgendwie zu entspannen, jedenfalls nicht krampfhaft. Klar gibt es auch so Entspannungsübungen, diverse, die kennt ihr Wie heißt das autogenes Training, das funktioniert natürlich im Zweifelsfall auch im Sitzen, genauso wie Meditation. Aber Bewegung ist so einfach, so simpel, erfordert überhaupt keine Vorbereitung. Steh auf, lauf eine Runde um den Block und es senkt Stress. Und das tut dann auch noch, vierter Effekt unserer Gesundheit extrem gut, wenn wir uns mal eine Pause gönnen. Weniger Stress bedeutet natürlich mehr Gesundheit. Natürlich tun auch Pausen einfach dem Bio Organismus gut. Sie entspannen uns, sie holen uns raus und und. Also da sind viele Effekte vorhanden. Und der fünfte und letzte Effekt ist natürlich, und den habe ich gerade eben schon angesprochen, ist die höhere Kreativität. Ihr werdet es bemerken, wenn ihr Pausen macht, dann werdet ihr einfach bessere Einfälle bekommen. Also der Tipp. Und da gibt es ein sogenanntes Brack Prinzip, das könnt ihr euch gerne auch noch mal auf der Karrierebibel angucken. Das ist wieder ein Akronym. BRAC steht für Basic Rest Activity Cycle. Also es geht sozusagen um einen Rhythmus, um einen Kreislauf, wann man immer wieder eine Pause machen sollte. Und nach diesem Brack Prinzip soll man das alle 90 Minuten machen. Das hat sich etabliert. Viele Schulstunden, Vorlesungen an der Uni sind auch so im Zweifelsfall auf maximal 90 Minuten ausgerichtet. Dann kommt eine größere Pause. Ich verstehe immer nicht, warum man das im Job nicht durchhält, warum da einfach durchgeackert wird. Aber alle 90 Minuten natürlich nicht zwangsweise. Wenn du gerade im Flow bist, dann mach natürlich weiter. Wenn du voll funktionierst, richtig glücklich bist, auch kein Stress funktioniert, dann ja. Aber wenn du merkst, und dazu komme ich abschließend noch, wenn du merkst, es wird Zeit, dann mach eine pause. Und alle 90 Minuten ist so eine Richtlinie, kein sklavisches Gesetz oder sowas, alle 90 Minuten wird empfohlen, ungefähr 5 bis 10 Minuten Pause zu machen. Und wenn du diesen Takt, diesen Cycle, diesen Rhythmus durchgetackert hast und viermal das Ganze gemacht hast, also alle 90 Minuten viermal hintereinander eine kurze Pause gemacht hast, dann sagen sie sogar, und das wird dann dieses Brack Prinzip, dann sollst du sogar im vierten Intervall eine Pause von 20 Minuten machen. Also da dann wirklich mal länger entspannen und so richtig runterkommen, vielleicht auch mal wirklich die Augen zu machen, ein Powernet nehmen oder sowas, das hilft definitiv dann an der Stelle, woran merke ich denn, dass es Zeit wird für eine Pause? Gute Frage. Natürlich hat der ein oder andere da seine persönlichen Indizien, aber es gibt so ein paar grundlegende. Das eine ist relativ simpel, trivial, die spürbar nachlassende Konzentration. Klar, wenn du merkst, irgendwie meine Gedanken schweifen ständig ab, ich kann mich überhaupt nicht mehr fokussieren, dann wird es Zeit, das Gehirn ist müde und in diesem Fall meldet es sich dann doch indirekt und du solltest dringend eine Pause machen. Gleiches gilt für Fehler. Wenn du merkst, du machst immer mehr Fehler, Schlampigkeitsfehler, wie auch immer, und die sind eigentlich nicht normal. An der Stelle ist das auch ein sehr, sehr starkes Indiz für eine Pause. Sinkende Motivation, höhere Reizbarkeit. Also insgesamt, wenn du merkst, ich bin ein bisschen aggressiv auf einmal, was ist denn da los? Auch das ist ein starkes Indiz, das echt Zeit wird, um mal wieder eine Pause zu machen. Genauso Müdigkeit. Klar, es ist so ein banaler Punkt, aber ich finde, es gibt auch noch ein sehr subtiles Signal, nämlich sowas wie, wenn du anfängst zu prokrastinieren. Das hat mit der Motivation ein bisschen zusammen, aber wenn du merkst, oh verdammt, so langsam ist das alles so ein bisschen, wie soll ich sagen, so langsam wird es ein bisschen öd und ich versuche andere Dinge zu machen, als die, die ich eigentlich machen sollte, dann kann das auch Zeit werden für eine Pause. Jetzt gucke ich mal gerade auf die Kommentare. Wow, liebe Grüße aus Pakistan. Ja Mensch Ali, hallo, ich grüße dich zurück nach Pakistan. Ich habe hier sogar gerade Live Zuschauer aus Pakistan, wie schön ist das denn? Ich freue mich jedenfalls sehr schöne Grüße nach Pakistan zurück. Ihr müsstet eigentlich schon Abend haben. So von der Zeitverschiebung her gefühlt ist wahrscheinlich bei euch schon Abend für alle anderen, da ist es dann die Feierabendpause für alle anderen, die jetzt noch hier in Deutschland oder überhaupt im Dachraum weiterarbeiten müssen. Dieser kurze Impuls macht mehr Pausen und das ist definitiv besser für euch, wenn ihr mehr schaffen, mehr erreichen wollt am Tag, macht mehr Pausen. Ja, es klingt paradox, deswegen heißt es ja auch Pausen Paradox, aber es hilft ungemein und ich selber mache das jetzt auch und deswegen ist diese Sendung auch schon wieder vorbei. Dieser Kurzimpuls. Nehmt ihn auf und dann macht eine Pause. Bis dahin. Ciao. Ciao, euer Jochen.










